- Stille Heldin
Mag sein, dass der Deutsche Buchpreis für den Roman „Annette, ein Heldinnenepos“ der in Frankreich lebenden deutschen Schriftstellerin Anne Weber auch eine politische Entscheidung war. Angesichts der gewaltigen erzählerischen Kraft sei dies aber vollends verziehen.
Zwischen schlimm und schlimmer klafft ein Graben. Den etwa kann man bemerken, wenn man sich den Zustand der deutschen Literatur während der Corona-Krise anschaut. Betrachtet man alleine die Absatzzahlen der verlegten Bücher, dann muss es wahrlich schlimm um die deutsche Literatur- und Verlagsszene stehen. Bereits im April gab der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bekannt, dass sich der Schaden, den die Branche allein durch den Corona-Lockdown erlitten habe, am Ende vermutlich auf eine Milliarde Euro summieren lassen werde. Fürwahr, das ist schlimm!
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Danke für die Informationen Herr Hanselle. Ich werde das Buch kaufen und mir mein eigenes Urteil bilden. Über Literaturkritikern, vor allem wenn sie in einer Jury sitzen, habe ich schon ein Urteil. Zum Begriff "Kulturschaffende" habe ich als alter Ossi ein gestörtes Verhältnis. Man kann diesen Begriff natürlich verwenden, aber man sollte wissen, wo er geboren wurde.
