„Rave-Aufstand“ in Berlin - Sie wollen den Systemwechsel

Mindestens 100.000 Menschen sind in Berlin für die Rettung des Klimas auf die Straßen gegangen. Die Schüler sind längst nicht mehr allein. Doch es demonstrieren inzwischen auch Aktivisten, die den Klimaschutz nur als Feigenblatt nutzen — um ihre Forderung nach einem Systemwechsel zu verbreiten

20.09.2019, Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Transparent mit der Aufschrift "System Change not Climate Change" liegt während einer Blockade auf einer Straße. Die Demonstranten folgen dem Aufruf der Bewegung Fridays for Future und wollen für mehr Klimaschutz kämpfen. Sie wollen damit die Streik- und Protestaufrufe in der ganzen Welt unterstützen.
Radikaler Ideenschmuggel? / picture alliance

Autoreninfo

Jannik Wilk ist freier Journalist und studiert derzeit Journalistik in Hamburg. 

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Auf dem Potsdamer Platz wummert der Techno. Der Bass lässt den Körper vibrieren, er peitscht tanzende junge Menschen in Ekstase. Dieser Platz in Berlin ist nicht klein, und über seine gesamte Breite stehen große und kleine Lastwagen verteilt, umfunktioniert zu DJ-Pulten. Der Wind pustet den süßlichen Duft verbrannter Cannabisknospen durch die Mengen.

Geht man ein wenig hinaus, weg vom Brummen der Boxen, sitzen Menschen im Kreis, rauchen, sprechen und wiegen sich zur Musik. Sie tragen Stofftücher und Aufkleber, sind verkleidet oder angemalt, hier und da sieht man Blätter und Pflänzchen. Fahnen wehen, rote und grüne, und bemalte Schilder stoßen in die Septemberluft. Das ist nicht bloß eine Party. Das ist auch Protest. Klimaprotest. 

„Grandparents for Future“

Im ganzen Land, ja auf der gesamten Welt, gehen die Menschen an diesem 20. September auf die Straße. 129 Länder müssen mit Klimaprotesten rechnen. Allein in Berlin, der Hauptstadt, sollen es laut Fridays For Future rund 270.000 gewesen sein, die Polizei spricht von 100.000. Es ist längst nicht mehr nur die Schülerbewegung, die auf die Straße drängt. Es gibt jetzt auch „Parents for Future“, „Grandparents For Future“, „Scientists For Future“, „Health For Future“, ja sogar „Fetish For Future“. Parteien und Politiker laufen mit, die Jusos und Kevin Kühnert waren zu sehen. Alles für die Zukunft, alles für das Klima. Alle waren sie heute auf den Straßen.

Berlin sollte an diesem Tag nicht zur Ruhe kommen. Zahlreiche Kundgebungen, Märsche und Aktionen wurden geplant und durchgeführt. Der Marsch von Fridays For Future, der vom Brandenburger Tor durch die Innenstadt zog, war der größte — aber nur einer von vielen.

Wie die Demo am Potsdamer Platz, wo die linke Berliner Feierszene zum „Rave-Aufstand“ rief. Eigentlich eine gute Sache, dieses Engagement für die Umwelt. Es gibt aber einen faden Beigeschmack. 

Der Klimaprotest radikalisiert sich

Zwei Jungs in Schwarz klettern auf ein Straßenschild am Potsdamer Platz. Oben angekommen recken sie die Fäuste in den Himmel, lassen sich feiern, den knatternden Beat in der Luft und die Boxen im Rücken. Einer von ihnen zieht seinen Pullover hoch, bis zur Brust, darunter lugt ein Shirt mit dem Logo der Antifa hervor, eine rote Fahne. Der Junge schreit wie elektrisiert, rüttelt am Straßenschild, die Menge tobt.

Nicht weit davon entfernt tönt eine verzerrte Stimme aus Lautsprechern: „Reclaim Club Culture lädt zum ‚System Change‘ ein — denn in einer kapitalistischen Welt gibt es nichts zu feiern“. Reclaim Club Culture: diese Berliner Feierbewegung, die sich für den Spirit von Untergrundclubs einsetzt, ist der Veranstalter dieser Demo.

Viele andere kleine, linke Gruppen schlossen sich dem Aufruf an. Dazu gehören „Ungehorsam für alle“ und „Ende Gelände“. Erstere blockierte an diesem Freitagmorgen beispielsweise die Jannowitzbrücke. Die Welt traf deren Sprecherin Hannah Eberle, sie sagte der Zeitung: „Uns geht es darum, die kapitalistischen Spielregeln zu unterbrechen“. Und in einem digitalen Leitfaden von „Reclaim Club Culture“ heißt es: „Sprecht euch in eurer Gruppe ab, was ihr machen wollt und wie weit ihr geht.“

Wie weit wird das gehen?

Immer wieder hört und liest man hier „System Change — not Climate Change“. Eine radikale Parole, die schon auf der Friday For Future-Demo am Berliner Invalidenplatz zu lesen war, als Greta Thunberg dort sprach, vor wenigen Wochen. 

Damals sagte Jonas Sack, Sprecher von Fridays For Future, zu Cicero: „Wenn man sieht, es passiert wirklich nichts, kann ich mir schon vorstellen, dass dann irgendwann der Punkt eintritt, an dem man sagt: Okay, jetzt müssen wir mal unsere Aktionsform ändern. Ich weiß nicht, wie weit das gehen wird.“ Und auch damals saß schon die Antifa wie ein schwarzer Teppich auf dem grünen Rasen.

Solche Parolen tauchen bei Klimaaktivisten immer öfter auf, und sie beschreiben etwas Beunruhigendes: Einigen linken Klimaaktivsten geht es nicht allein ums Klima. Sie wollen den Systemwechsel, den „Kapitalismus wegbassen“. Die allgemeine Aufbruchstimmung, die alle durchdringt, eignet sich wie dafür geschaffen. Brandgefährlich ist das. Hier findet ein linksradikaler Ideenschmuggel statt.

Besorgte Bürger haben keine Berührungsängste

Denn auf dieser Protestparty am Potsdamer Platz in Berlin-Mitte sind nämlich nicht nur linke Raver, die sich versammeln. Es sind Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, die sich berechtigterweise ob der Prognosen vieler Wissenschaftler um die Zukunft sorgen: Rentner, Mütter mit ihren kleinen Kindern, die bemalt im Gewusel der feiernden Menge herumtollen. Väter, die ihre Kids auf den Schultern tragen. Aktivisten von WWF, die Besucher ansprechen. Eine Klimaforscherin der Humboldt-Univerität zu Berlin spricht und heizt der Menge ein. Scheinbar normale Jugendliche und Erwachsene sind dabei, und alle sind sie beeindruckt von dieser massiven Bewegung, die Bevölkerungsschichten durchdringt. Hier, bei dem Kampf für das Klima, kommen sie alle zusammen. Eigentlich eine gute Sache. Doch leider verschwimmt hier die Grenze zwischen Linksradikalität und bürgerlicher Zivilgesellschaft. 

Der Klimaprotest in Deutschland hat längst eine radikale Sparte auf den Plan gerufen, die jetzt den Druck erhöht und langsam aber sicher den harmlosen Schülern, die nie auf Radikalität setzen wollten, die Zügel aus der Hand nimmt. Der Verfassungsschutz warnt schon länger davor, dass sich Linksextreme an Protestbewegungen hängen, um die eigene Ideologie aufzuwerten und weitere Anhänger zu gewinnen. Jetzt gab es sogar einen Brandanschlag auf eine S-Bahn, es tauchte ein Bekennerschreiben auf der linksextremen Internetplattform „indymedia.org“ auf. Die Täter berufen sich auf „Fridays For Future“. Die Antifa und andere linksradikale Gruppierungen wie „Extinction Rebellion“ surfen auf einer Welle, die sie selbst nie hätten auslösen können. Dank der Schüler aber brach sie los. 

Radikalismus drängt auch in die Mitte der Gesellschaft

Die Linksradikalen rücken unter dem Banner des guten und nötigen Einsatzes für eine striktere Klimapolitik — einem Ziel, auf das sich alle einigen können — in die Mitte der bürgerlichen Zivilgesellschaft. Die hat offenbar keinerlei Berührungsängste mehr mit dieser Radikalität. Denn man hat ein gemeinsames Ziel, so glauben viele von ihnen offenbar. Vielleicht erkennen sie den Radikalismus hinter dem Schein des Umweltengagements auch nicht, er ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Aber die Linksradikalen wollen nicht nur das Klima retten.

Auf dem Potsdamer Platz setzen sich die großen Wagen in Bewegung, der Marsch beginnt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Eine endlos wirkende Schlange von Menschen schiebt sich durch die Straßen Berlins, mit den großen und geschmückten Lastwagen, die weiter Techno in die Berliner Luft pumpen. Auf dem Weg zum Alexanderplatz, dort soll der Marsch enden, will man „zivilen Ungehorsam“ leisten, heißt es, die Teilnehmer sollen auf „akustische Signale“ achten. Tatsächlich geschieht das auch. Man blockierte zahlreiche Straßen mit Sitzstreiks. Die Polizei versucht, diese zu räumen.

Eine Abschlusskundgebung mit verschiedenen Rednern wird den Marsch am Alexanderplatz erwarten. Dort aber werden nicht wie bei Fridays For Future arglose Schüler sprechen, die die Welt verbessern wollen. Sondern Menschen, die linksradikales Gedankengut verbreiten. Sie fordern den Systemwechsel.

Clara Schwarze | Fr, 20. September 2019 - 23:15

FfF hatte immer radikale Züge. Dafür musste man Greta nur zuhören. Ihr Kernpunkt war, die "Klima-Krise" zur apokalyptischen Bedrohung der Jugend zu erheben und daraus einen Zwang abzuleiten, jetzt alles zu ändern, womit sie aber eigentlich meinte, es soll gleich bleiben. FfF dürfte eine Bewegung sein, die primär die linksgrün-liberale Deutungshoheit festigen soll.
Und so hart das ist, zu solchen Bewegungen gehören auch echte radikale. Es muss auch eine unterschwellige Gewalt-Drohung geben und diese Rolle spielen eben die linksradikalen - vermutlich ohne, dass das wirklich bewusst ist.
Aber es fügt sich eben schnell zusammen.

Walter Busch | Sa, 21. September 2019 - 20:11

In reply to by Clara Schwarze

linksgrün ja, okay. aber wieso liberal? mit liberal hat diese bewegung überhaupt nichts zu tun!

Gerhard Lenz | So, 22. September 2019 - 18:54

In reply to by Clara Schwarze

versuchen fast immer und fast überall, bei Demonstrationen mitzumischen. Wenn bei den weltweiten Klimaprotesten Radikale auftauchen, diskrediert das noch lange nicht die Sache der engagierten Jugendlichen und Sympathisanten. So wenig es aus den Demonstrierenden automatisch Linksextremisten macht.

wenn auf einem Trauermarsch, der von der AfD organisiert wird, Fake-Rechtsradikale oder wirkliche Rechtsextremisten auftauchen, dann zeigt das doch, dass die ganze AfD so ist.
Eine Versammlung, die nicht radikal ist, wirft die anderen doch raus. Oder?

Das aus Ihrem Munde. Das ist ja ganz was Neues! In Chemnitz war es aber anders oder? Da sind doch tausende 'Nazis', 'Rechtsexremisten', 'Gewalttäter' und 'Pegida-Versteher' durch die Stadt marschiert , haben Einwohner 'bedroht' und 'Hetzjagden' veranstaltet. Oder habe ich die Qualitätspresse und den Pressesprecher der Bundesregierung 'falsch verstanden'? Wie gut wäre gewesen, wenn SIE DAMALS formuliert hätten: 'In Chemnitz haben friedliche und demokratisch gesinnte Bürger gewaltfrei für ihre Anliegen demonstriert. Das ist ihr gutes und verfassungsmäßig gesichertes Recht. Radikalere Kräfte versuchen fast immer und fast überall, bei Demonstrationen mitzumischen. Das war auch in Chemnitz so. Und die Radikalen kamen diesmal von Rechts. Das Anliegen der friedlichen Demonstranten darf aber deshalb nicht diskreditiert werden.'!

Linksextremisten sind doch gern gesehen von SPD, PDS-LIUNKE und Grünen! Werden die Linksfaschisten auch von diesen "humanistisch-demokratischen Vereinen" auch finanziert und rekrutiert? Nach deren Äußerungen muss man es denken!

Christa Wallau | Sa, 21. September 2019 - 00:14

Allmählich wird deutlich, daß eine linksradikale, seit Jahren auf ihre Chance wartende und gesponserte "Bewegung" sich die aufgehetzte Jugend und ihre naiven Lehrer u. Eltern für ihre Ziele nutzbar machen will: Der Kapitalismus soll besiegt u. der Sozialismus über die Hintertür der Klimapolitik in Deutschland eine Renaissance erleben: Eine zweites Mal soll eine angeblich gerechte u. menschenfreundliche Umverteilung stattfinden (DDR 2).
Die Linksradikalen wittern Morgenluft! Und sie haben allen Grund dazu, denn ihre entschiedenen Gegner - die Bürgerlichen/Konservativen - wurden erfolgreich als "Nazis" gebrandmarkt - von allen, die Verantwortung tragen.
Die einstige sogenannte "Mitte" taumelt orientierungslos herum u. springt auf jeden Zug auf, der laut pfeifend durch die Republik fährt.
Unser Land befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Orientierungslosigkeit und Hysterie allenthalben.
Ich glaube nicht, daß wir aus dieser Misere
mit einem blauen Auge davonkommen werden.

Hallo Frau Wallau, alles richtig, was Sie sagen. Im November 2018 hat uns ein Amerikaner, der als politisch Verfolgter aus der damaligen Tschechoslowakei flüchten konnte, gesagt: Ihr in Westeuropa und vor allen Dingen in Deutschland seit auf dem geraden Weg in den Kommunismus, vor dem ich damals geflohen bin. Das traurige ist, ihr merkt es noch nicht einmal. Er hatte absolut Recht.
Dass es ein knappes Jahr später bei uns solche Zustände herrschen würden, hätte ich niemals für möglich gehalten.
Und noch eins, wir werden nicht mit einem blauen Auge davon kommen.

Vielleicht können Sie sich mal entscheiden? Das eine Mal bescheiben Sie unsere Bundesrepublik als der DDR-Diktatur ebenbürtig, heute sind wir dann plötzlich auf dem Weg der Weimarer Republik.
Hauptsache, dieses unser Land ordentlich schlechtreden?
Aber nein, natürlich ein Werk der Linksradikalen. Scharfsinnige, ständige Analyse einer AfD-Flügelkämpferin.
Der natürlich zum Rechtsextremismus in den eigenen Reihen weniger als nichts einfällt. Ach so, den gibt es ja gar nicht, meint ein Herr Meuthen.
Ob der noch so spricht, wenn er demnächst von den Radikalen abgeschossen wird?

... "Ob d e r (Herr Meuthen) so noch spricht, wenn er demnächst von den Radikalen
abgeschossen wird"? Aus Ihnen spricht das nichtvorhandene Niveau eines Links-
Radikalen. Ich bestätige mich selbst in Ihrer Charakterisierung: Radikalisiert
aus der Großfamilie Antifa.

Wir sind Zeugen einer Entwicklung, wie sie im - seinerzeit berühmten - Buch/Film 'Die Welle' beschrieben werden (vgl. hierzu Wikipedia-Beitrag). Ein Lehrer möchte seinen Schülern vermitteln, wie totalitäte Bewegungen entstehen und startet ein 'Experiment'. Der Lehrer vermittelt 'Prinzipien', die 'Gemeinschaft' vermitteln und stärken sollen: 'Macht durch Disziplin!, Macht durch Gemeinschaft!, Macht durch Handeln!'. Identitätsstiftendes Symbol der Gemeinschaft wird die 'Welle'. Viele Schüler werden so zu' Teil eines Ganzen, das wichtiger ist als man selbst'. Diejenigen, die sich der 'Gemeinschaft' 'verweigern', werden ausgegrenzt und zu Feinden deklariert. Am Ende ist das 'Experiment' des Lehrers so erfolgreich, das er es nur mit großer Mühe abbrechen und stoppen.
Die vielen 'nützlichen Idioten' die heute freudig auf der Klima-Welle 'reiten' -
sie sind die - in anderem Zusammenhang - viel Beschriebenen 'kleinen Rädchen' einer (neuen) Bewegung, die im Kern längst faschistoid ist!

Günter Johannsen | Mo, 23. September 2019 - 13:42

In reply to by Renate Schneider

"Eine zweites Mal soll eine angeblich gerechte u. menschenfreundliche Umverteilung stattfinden (DDR 2)….
Die Linksradikalen wittern Morgenluft! ... Die einstige sogenannte "Mitte" taumelt orientierungslos herum u. springt auf jeden Zug auf, der laut pfeifend durch die Republik fährt."
Es agieren nicht nur arglose Schüler, sondern auch professionelle Weltbeglücker und SED-PDS-Revanchisten, die einen Systemwechsel erzwingen wollen. Menschen, die linksradikales Gedankengut verbreiten wollen, sind die Hauptakteure. Sie fordern den Systemwechsel: „Vorwärts und nicht vergessen“: wir wollen zurück zum realen Sozialismus!

Ernst-Günther Konrad | Sa, 21. September 2019 - 07:16

endet ihr gut geschriebener Artikel. Was sich da abzeichnet, hat D schon etliche male erlebt. Berechtigte Kritik zu egal welchen Themen, werden von "radikalen" Gruppen unterwandert, gedreht und zum Kampf gegen den Staat ansich genutzt. Auch wenn ich zum Klima eine andere Meinung vertrete, wie es die Hysteriker der FfF tun, so haben sie, sieht man vom Schulschwänzen ab, es bislang als "Kinder- und Jugendlichenaktion" immer friedlich gehalten. Und jetzt agieren wieder einmal, die "Aktivisten" von links. Aha. Kühnert marschiert mit und andere Politiker. Die laufen mit trotz Antifa? Die Antifa wird doch beobachtet oder. Kein "anständiger" Mensch sollte bei einer Gruppe mitlaufen, die unter Beobachtung steht oder deren einzelne Mitglieder ein "Prüffall" sind oder. Ich bin jetzt irritiert. Was ist man eigentlich, wenn man für eine "gute" Sache oder berechtigte Kritik bei einer Demo mitläuft und "böse" Menschen kommen und laufen mit? Wollen eigentlich was anderes als ich? Komm nicht drauf?

die einen sind halt auf dem linken Auge blind, die anderen auf dem rechten. Klar sehen können die wenigsten. Und hinterher will es wieder keiner gewesen sein. Die meisten haben nichts, aber auch gar nichts aus unserer Geschichte gelernt. Alle, die glaubten, oder immer noch glauben, man könne den Faschismus besiegen, indem mann nur gegen den Rechtsfaschismus kämpft, sind milde ausgedrückt naiv. Das wird sich möglicherweise rächen.

Für manche gilt die Binsenweistheit der Freund der Feind meines Feindes ist mein Freund... Da werden sich aber aber manche Eltern noch umschauen was aus ihren braven und politisch engagierten Kindern werden wird. Eigentlich sehr amüsant, wenn die Umwelt und unser Wohlstand nicht auf dem Spiel stünden

Es muss heißen: "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" Ihre Interpretation, verehrter Herr Haustein, ist etwas irreführend, denn er bedeutete ja, dass Sie mit Ihrem Freund nicht zufrieden, ja feindlich gestellt seien, wenn sein Feind Ihr Freund wäre... Das kann ja mal zutreffend sein, aber Sie meinten es sicher nicht so. Oder?

...machen es die linken Radikalen jetzt etwa den Rechten nach? Da gibt es ja schon längst die Einheitsfront aus "Besorgten" und militanten, gewalttätigen Rechtsextermen, zu sehen in Chemnitz. Richtig, da wird dann aus einem Trauermarsch ein Protest gegen das System, gegen die Demokratie, Hitler-Gruß und NS-Sprüche werden als kostenloses Beiwerk geliefert. Und mittendrin natürlich die selbsternannten Retter Deutschlands, die AfD.
Übrigens stimmt mal wieder nicht, was hier steht: Die Antifa wird nicht vom Verfassungsschutz beobachtet, sondern einzelne linksextremistische Gewalttäter. So wie der Flügel in der AfD, die Jungen Alternativen, die mit der AfD verbündeten Identitären, oder Pro Chemnitz, das mit der AfD zusammen aufmarschiert ist. Gilt natürlich alles nicht für den gestandenen AfDler, alles linke Propaganda - wer gegen die AfD ist, ist gegen das Volk! Man hat aus der Vergangenheit gelernt!

Wilfried Düring | Mo, 23. September 2019 - 09:42

In reply to by Gerhard Lenz

Ich zitiere den Foristen Gerhard Lenz (siehe oben):
'Radikalere Kräfte versuchen fast immer und fast überall, bei Demonstrationen mitzumischen. Wenn Radikale auftauchen, diskrediert das noch lange nicht die Sache der engagierten Bürger und Sympathisanten.'
Merken Sie wirklich nicht, wie sehr Sie sich selber widersprchen und doppelte Maßstäbe anlegen?
'Quod licet jovi, non lecet bovi' (was Jupiter kann, steht dem Ochsen noch lange nicht an!).

Günter Johannsen | Mo, 23. September 2019 - 13:43

In reply to by Gerhard Lenz

blind, links … hieß es nicht blindlinks?!

helmut armbruster | Sa, 21. September 2019 - 07:49

dass aus den Klimarettern nicht Klima-Jakobiner werden.
Es wäre nicht das erste Mal, dass aus guten ursprünglichen Absichten das Gegenteil geworden ist.
Dass diese guten Absichten von Politikhalunken geschickt für ihre Zwecke genutzt wurden.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 21. September 2019 - 12:48

In reply to by helmut armbruster

aber die Sorgen kann ich verstehen und das Bedürfnis, die Ängste zu veranschaulichen.
Ich gehe davon aus, dass die Kinder älter werden und ihren Protest entsprechend verändern.
Deshalb müssen sie nicht zu "Jakobinern" werden.
Ich denke doch auch um das zu verhindern, gesellten sich Verbände, Gewerkschaften und Politik dazu.
Das ist schon ein Ausdruck eines gesellschaftlichen Willens und so achte ich ihn.
Als Demonstration eines solchen Willens wäre ich noch zugeneigter gewesen, nicht aber als Streik, auch für Demonstrationen kann der Arbeitgeber/die Schule frei geben.
Wie geschrieben, als Schulstreik okay, ansonsten Demonstration.
Wenn der Politik an "Radikalisierung" gelegen wäre als Vorgehen gegen gewählte politische Vertreter, dann hat unser politisches System evtl. Probleme mit sich selbst?
Greta kann ja auch vor dem Bundestag sprechen, wenn Frau Merkel sich evtl. nicht "traut", sie zu treffen.
Evtl. stehen zu sehr Erwachsene im Schatten, die diesen Protest managen?

Sehr geehrte Frau Sehrt-Irrek ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Noch eine Ergänzung: Frau AM hat sich getraut und zwar heute zum Gipfel sprach sie mit Greta!!!
Man sollte sich diese Ausführung der jungen Dame anhören (bei T-Online konnte ich es lesen und hören). Beim Anhören liefen mir eiskalte Schauer den Rücken entlang. Fanatismus pur! Ein Trauerspiel!

Ihrem Hinweis, dass man aufpassen muss, dass aus den Klimarettern nicht Klima-Jakobiner werden, stimme ich zu. Allerdings ist für mich nach einer eingehenden Beschäftigung mit der Frage "Was ist Klima und durch welche Faktoren wurde/wird es beeinflusst?" fraglich, ob das Klima überhaupt rettbar ist.
Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass diejenigen, die mit Hilfe des Klimathemas einen Systemwandel anstreben, eigentlich ein Fall für den Verfassungsschutz wären.

Wolfgang Tröbner | Mo, 23. September 2019 - 08:35

In reply to by Angela Bösener

Bei Anne Will hat gestern übrigens auch Frau Baerbock von den Grünen einen Systemwechsel gefordert. Also genau die Partei fordert einen Systemwechsel, mit denen laut Manfred Weber die CDU/CSU zukünftig koalieren soll.

Wilfried Düring | Mo, 23. September 2019 - 09:50

In reply to by Angela Bösener

Danke und volle Zustimmung!

gerhard hellriegel | Sa, 21. September 2019 - 09:17

Kann man im ernst glauben, das klimaproblem habe nichts mir unseren wirtschaftlich/politischen spielregeln zu tun? Darf man über alternativen nachdenken, diskutieren oder nicht?
Das wirkliche problem ist doch: was ist die alternative? Vorschnelle forderung ist genauso schädlich wie vorschnelle ablehnung. Aber, man kann die spielregeln ändern, sie sind weder naturgesetze noch gottgewollt.

Herr Hellriegel, die Formulierung "Spielregeln ändern" klingt mir doch sehr verharmlosend. Natürlich haben Umweltprobleme, ich schreibe bewusst nicht Wetter- oder Klimaprobleme, etwas mit Produktionsweisen zu tun. Aber eben nicht nur mit der kapitalistischen Produktionsweise. Ich habe die real- sozialistische Produktionsweise, deren Umweltschädigungen und systemimmanente "Spielregeln" erlebt. Gewiss werden die "Systemwechselforderer" sagen: "Wir machen das diesmal alles anders, besser, umweltschonender. Das s.g. "gesellschaftliche Eigentum an Produktionsmitteln" und die Gleichheitsidee der Linken haben in der DDR nicht funktioniert. Sie haben Initiative und Leistungsfähigkeit gebremst und zum bekannten Ergebnis geführt. Was ist die Alternative? In den Kommunismus okulierter Kapitalismus "made in China"? Steinzeit- Kommunismus wie in Kambodscha? Bewahrt das Bewährte und modernisiert mit Augenmaß. Bremst die Sozialismusromantiker. Vor der Feier kommt noch immer die Arbeit!!!

Wenn sich jetzt selbst ein Herr Merz hinstellt und sagt, dass es der der deutschen Ökologiebewegung letztlich um die Überwindung der Marktwirtschaft als Wirtschaftssystem geht. Und somit ins Herz der freiheitlichen Lebensweise ziele. Sollten sich die Bürger mal intensiver Gedanken darum machen, ob sie von den Klima-Dauer-Empörten und anderen Radikalen, jemals eine müde Mark Rente oder sonstige Sozialleistungen zu erwarten haben.
Wendelin Schmücker hat es ja auch in seinen Leserbrief zu Fridays for Future: „Ihr seid die verwöhntesten Kids auf der Erde“ (ET) , gut getroffen.
Große Klappe, aber kaum Durchblick auf die Zusammenhänge.

Hallo, Herr Keil (und Herr Wiegand), Ihre Überlegungen verstehe ich sehr gut. Die Ursache unserer Probleme aus meiner Sicht: 1. das Bevölkerungswachstum, 2. hocheffiziente und beschleunigte Ausbeutungs- und Verschwendungsstrategien. Das war gut für alle Menschen auf der Erde, für alle. Jetzt zeigt sich der Pferdefuß: dem Pferd, das wir reiten, geht die Luft aus. Sie können mit der Biosphäre diskutieren, auf das Machbare verweisen, Kompromisse schließen - magisches Denken, fake news. Heute sind Vermeidungsstrategien angesagt. Ob die Ausbeutung nun unter kapitalistischem oder sozialistischem Vorzeichen erfolgt, ist eigentlich egal, die erstere ist offensichtlich effizienter. Preisfrage: kann eine Wirtschaft, die auf Wachstum beruht, sich so transformieren? Bei diesen bestehenden Machtverhältnissen? Kann eine Konsumentengesellschaft ihr Verständnis von Wohlstand so ändern? Was kann ihr als Alternative angeboten werden? Was ist dann "gutes Leben"? Was ist "soziales Leben"?

Ich finde, dass eine Gesprächsbereitschaft aller Gesellschaftsschichten jetzt von Nöten ist. Wir müssen uns darüber verständigen, wie man die systemimmianenten Fehlkonstruktionen (z.B. ewiges Wachstum, zunehmende soziale Missstände) beheben kann. Ein gerechtes soziales System ist mMn. eng mit einer erhöhten Sensibilität für Klimafragen verbunden. Solange sich manche Geselschaftsgruppen allerdings arrogant und behäbig in ihrer bis dato gewonnen Macht gemütlich machen können, solange kann kein Umdenken, bei Entscheidern und Verantwortungspositionen zu erwarten sein.
Es geht um nichts weniger, als das grenzenlose Profitstreben zu deckeln und ein Bewusstsein dafür zu erlernen, wie viel jede und jeder Einzelne und die Gesellschaft als Ganzes für ein Leben in Wohlstand benötigt.
Die Frage danach, was Wohlstand bedeutet muss beantwortet werden. Denn die Wirtschaft und das gesamte System soll doch am Ende für Wohlstand sorgen, wenn es sie das nicht tun, dann muss radikal verändert werden.

wollen Pegida, Identitäre und (mindestens Teile der) AfD nicht den Systemwechsel?

Wilfried Düring | Mo, 23. September 2019 - 09:48

In reply to by Gerhard Lenz

Pegida und Teile der AfD wollen eine Ende des - mit zweifelhafter Moral bemäntelten - linken Meinungsterrors! Eines Systemwechsels bedarf es dazu nicht - vor 1968 und in den 90-er Jahren hat man auch vglw. zivil miteinander gestritten.

Ulf Müller | Sa, 21. September 2019 - 12:30

Denkenden Menschen ist doch schon lange klar, dass unter dem grünen Gewand der Sozialismus herausschaut. Sollten sich die Linken durchsetzen bekämen sie die wirtschaftlichen Verhältnisse der DDR. Das wäre dann Strafe genug. Andererseits spielt sich das alles hauptsächlich in Berlin ab, wie schon die NZZ schrieb, Berlin ist ein bisschen wie Afrika. Ich würde es getrost als fallen state bezeichnen. Wir werden Ähnliches nicht in Bayern, Hessen, Baden-Württemberg oder Sachsen erleben. In gewissem Maße wird uns auch die EU vor bestimmten Auswüchsen schützen. Der Greta Hype findet außerhalb Deutschlands kaum Beachtung. Leider ist Deutschland für schwachsinnige Bewegungen anfällig Faschismus, Sozialismus nun der Klimahype mit Weltuntergang. Viele Foristen warnen ja schon lange vor den Linken. Vielleicht rettet uns ja eine Rezession mit hoher Arbeitslosigkeit vor den Utopisten. Wenn das Geld knapp wird, merken die Menschen, dass man von ideellen Spinnereien nicht leben kann. Ulf Müller

Dr. Roland Mock | So, 22. September 2019 - 22:53

In reply to by Ulf Müller

Das sehe ich anders. Hamburg nähert sich Jahr für Jahr Berliner Verhältnissen. Das „Ländle“ wird bereits von Grünen regiert und Söder macht die Greta, resp. die Merkel. Der Sozialismus hat sich bundes- wenn nicht europaweit in die Köpfe der Menschen gefressen. Und ist da - leider- nicht so leicht wieder zu vertreiben.

Ulf Echternach | Sa, 21. September 2019 - 16:21

Mit dem Klima haben die Wohlstandslinken einen Weg gefunden, ihr krudes Gedankengut tief in die bürgerliche Gesellschaft zu tragen. Es geht nicht um die Rettung des Klimas, sondern darum, neosozialistische Ideen und Methoden in der Gesellschaft zu verankern. Im Namen der neuen Staatsdoktrin „Klimarettung“ wird der Individualismus geschreddert, ein System aus Vorschriften und Sanktionen zur Disziplinierung der Untertanen geschaffen und das verhasste „Großkapital“, namentlich die Autoindustrie, zerschlagen. Die Phase der Diskussion darüber ist längst für beendet erklärt, Zweifler werden niedergebrüllt oder gesellschaftlich diskreditiert, der Schritt hin zu physischer Gewalt gegen Andersdenkende ist nur noch ein kleiner. Weitere Schritte wie Enteignung von Grundbesitz oder Abschöpfung von Vermögen (Vermögenssteuer, Erbschaftsteuer) werden vorbereitet oder sind schon in der Umsetzung. Es ist erschreckend, dass es gegen diese Irrsinn keinen politischen Widerstand gibt.

Cecilia Mohn | Sa, 21. September 2019 - 16:32

Danke Herr Wilk für den Artikel, der die Dinge beim Namen nennt. Mir ist dieser Zusammenhang auch vor kurzem klar geworden. Es geht schon lange nicht mehr nur um die Rettung der Umwelt bei dieser Bewegung. Natürlich wünscht sich jeder die Rettung der Umwelt in Nachhaltigkeit. Und so werden die Anhänger dieser Bewegung - exctinction rebellion, Friday for future - immer mehr. Aber eigentlich sollen dadurch konservative Alternativen ausgebremst werden. Es ist wie mit dem Rattenfänger von Hameln....

Dennis Staudmann | Sa, 21. September 2019 - 19:20

gegen radikale politische Strömungen allgemein zu sein. Befeuert durch einen medialen Einheitsbrei ist man seit Jahren auf einem Feldzug gegen "Rechts". Dass es auch Linksradikale gibt oder dass diese eine Bedrohung darstellen, sieht die Mehrheit der Deutschen nicht. Nun frage ich mich, was ist jetzt genau an "Links" besser als an "Rechts". Die Opferzahlen, die linke Diktaturen von Stalin über Mao bis zu Honecker forderten sind nicht geringer als die rechter Diktatoren. So wie es keine rechte Demokratie geben kann, so kann es auch keine linke geben. Das widerspricht der einen wie auch der anderen Ideologie, weil diese nur überleben kann, wenn sie skrupellos ihre Gegner bekämpft. Ich erlebe oft, dass mir Menschen, die in Westdeutschland geboren sind, erklären, dass das Leben in der DDR so schlecht wohl nicht war. Sie sind sogar zum Streit darüber bereit, obwohl sie nie dort ansässig waren. Soweit wirkt die mediale Beschönigung der Realität. Die linke DDR als erstrebenswertes Traumland.

Hermann J Stirken | So, 22. September 2019 - 12:58

Die Feststellung des Autors sind richtig. Ich stelle in den Diskussionen ebenfalls fest, dass die Klimadebatte dazu missbraucht wird, Begehren nach einem Systemwechsel zu verdecken. Es hat doch nichts mit einer sachlichen Diskussion zu tun, wenn eine 16-jährige fordert, die Erwachsenen müssten in Panik verfallen. Ebenso sind die unverhohlenen Forderungen nach der Abschaffung des Kapitalismus und der offensichtlichen Einführung einer Staatsverwaltung ebenfalls unsachlich. Unstrittig ist doch, dass wir uns umweltgerechter verhalten müssen. Wieso diese Forderung mit derartigen Nebenforderungen versehen wird ist gar nicht nachvollziehbar. Im Übrigen ist es unverständlich, dass die eigentlichen Ursachen der Umweltverschmutzung gar nicht angesprochen werden. Diese bestehen primär in dem ungelösten Problem der Überbevölkerung. Es wäre an der Zeit, den Ländern, die eine unkontrollierte Zunahme des Bevölkerungswachstums zu helfen, sich zu entwickeln.

Hermann J Stirken | So, 22. September 2019 - 13:06

Dies beginnt mit der Bildung der Frauen in den betroffenen Ländern und endet mit entsprechender Unterstützung bei der Verbesserung der Lebensverhältnisse. Hier hört man von der Politik gar nichts, was vermuten lässt, dass Frau Merkel wiederum nur populistischen Strömung folgt. Die etablierten Parteien müssten dazu beitragen, dass die Debatte versachlicht wird. Im Übrigen ist es notwendig, dass die Bemühungen der Autoindustrie, die Dieselfahrzeuge sauber und sparsam zu machen honoriert wird anstatt auf diesen Industriezweig weiter einzubrechen. Die große Befürchtung muss doch sein, dass bei einem Absinken des Lebensstandards in Deutschland durch Verringerung der Einnahmen es zu Verteilungskämpfen kommt. Die Gesellschaft wird weiter gespalten. Es scheint, dass dieser ganze Sachzusammenhang an der wenig charismatischen Persönlichkeit der Kanzlerin scheitert. Sie müsste das Heft in die er in die Hand nehmen und die Meinungsströmungen steuern.

Andrés Ramos | So, 22. September 2019 - 13:25

Die ganze FFF-Bewegung, so nachvollziehbar die Besorgnis um den Raubbau dieses Planeten auch sein mag, ist eine einzige Kampfansage. Sie nimmt Menschen nicht mit, sie strebt keine Kompromisse an, sie verlangt Unterwerfung. Selbst die Demokratie wird in Frage gestellt. Wenn Greta sagt: «Wenn Sie zu der kleinen Gruppe von Menschen gehören, die sich von uns bedroht fühlen, dann habe ich sehr schlechte Nachrichten für Sie, denn das hier ist nur der Anfang. Es wird Veränderungen geben, ob Sie es mögen oder nicht.», so ist daran nichts versöhnliches. Es ist die Ansage, "unterwirf dich oder wir machen dich platt!"

"besserwisserisch" daherkommt?
Das nennt man auch "neunmalklug"?
Ich habe sie zwar "in einer Linie" mit Frau Merkel gesehen, aber ich habe nicht gesagt, dass ich Frau Merkel für klug halte.
Greta oder ihre Schreiber glauben an eine lineare Entwicklung von Gretas Überlegungen zum Klima und glauben sich vielleicht auf der sicheren Seite, denn zu welcher Generation gehört Greta?
Jede Generation ist mehr im Recht?
Das würde ich doch von den Aussagen einzelner abhängig machen wollen.
Herr Ramos, Sie überinterpretieren Greta jedoch.
Niemals würde sie veranlasst, ein unabgewogenes Wort zu sagen:
Nicht sie würde Sie platt machen, sondern die Entwicklung des Klimas wird Sie eines Besseren belehren.
Ich hoffe sehr, dass Sie zu der evtl. auch bedauerlicherweise kleinen Gruppe von klugen Menschen zählen, die immer zu Einsicht fähig sind.
Greta rechnet evtl. ihre Panik hoch.
Sie ist damit ein wichtiger Seismograph.
Ich achte ihren Einsatz und wünsche der Welt, dass Greta sich ausbildet.

Günter Johannsen | Mo, 23. September 2019 - 13:48

Es agieren nicht nur arglose Schüler, sondern auch professionelle Weltbeglücker und PDS-Revanchisten, die einen Systemwechsel erzwingen wollen. Menschen, die linksradikales Gedankengut verbreiten wollen, sind die Hauptakteure. Sie fordern den Systemwechsel: „Vorwärts und nicht vergessen“: wir wollen zurück zum realen Sozialismus! Im großen Ablenkungsmanöver um den Hype Greta geht es nicht um den unbestrittenen Klimawandel (bestritten wird nur, dass er menschengemacht ist!), sondern um Ablenkung vom eigentlichen Ziel der Organisatoren. Erkennbar ist am roten Fahnenmeer, wohin die Reise der kommunistischen Einheitsfront tatsächlich gehen soll: "Vorwärts nimmer, rückwärts immer!"

Björn Ragnarsson | Di, 24. September 2019 - 11:52

Wir erleben heir gerade ein Lehrbuchbeispiel für kommunistischen Entrismus.

Die F4F-Kids fordern eine Revolution. Sollte diese wirklich kommen, werden sie an erster Stelle davon gefressen werden, denn die neuen Machthaber wissen um ihre Kraft und damit um ihre Gefährlichkeit. Sie werden sie folglich zuerst eliminieren, um ihre eigene Macht abzusichern. Das Muster ist uralt und scheint immer noch zu funktionieren. Arme Kids.