Lothar Wieler mit geschlossenen Augen
Corona-Genießer: Lothar Wieler / dpa

Corona-Evaluation - Die Kritiker hatten recht!

Angesehene Wissenschaftler und Mediziner haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren die Pandemiepolitik der Bundesregierung kritisiert - und wurden dafür diffamiert, verloren nicht selten Amt und Reputation. Der Abschlussbericht des unabhängigen Sachverständigenrates zur Evaluierung der Corona-Maßnahmen bestätigt sie nun. Nun müssen nur noch politische Konsequenzen folgen.

Ralf Hanselle / Antje Berghäuser

Autoreninfo

Ralf Hanselle ist stellvertretender Chefredakteur von Cicero.

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Der Skandal steht auf Seite 26. Vier in kursiven Lettern gehaltene Worte. Die aber haben es in sich. Unter der Überschrift „Begleitforschung zu NPI (Non-Pharmaceutical Interventions) in Deutschland“ ist in dem am vergangenen Freitag veröffentlichten Bericht des Sachverständigenrats zur Evaluierung der Corona-Maßnahmen ein echter Hammer zu lesen: „Datenmangel seit langem bekannt“. 

Wie gesagt: Nur eine kurze, für den Laien nicht einmal sofort verständliche Sentenz. Zudem eine, die beileibe nicht den einzigen Skandal umreißt, den der mit großem Interesse erwartete und in Paragraph 5 des Infektionsschutzgesetzes sogar eingeforderte Abschlussbericht des unabhängigen Sachverständigenrates zutage gefördert hat. Dieser Satz auf Seite 26 aber hat Wumms. Denn entweder wird er in den kommenden Wochen den deutschen Corona-Diskurs endgültig ad absurdum führen, oder er wird das Potential zur tiefwirkenden Heilung haben – je nachdem, wie die Bundesregierung nun mit dem Ergebnis des insgesamt 160 Seiten starken Papiers umzugehen gedenkt. 

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Manfred Bühring | Di., 5. Juli 2022 - 16:49

"Nun müssen nur noch politische Konsequenzen folgen." Da können wir Zweifler, Kritiker, Hinterfrager, Mahner, als Querdenker diffamierte doch lange warten. Und unsere Medien werden ihr Schärflein dazu beitragen, keine Brisanz aufkommen zu lassen. Der deutsche Michel will das ja auch gar nicht!

Peter Sommerhalder | Di., 5. Juli 2022 - 17:52

Antwort auf von Manfred Bühring

will kein Gas, Deutschland will Corona, Deutschland will um jeden Preis keine Atomkraft, Deutschland will Windräder, Deutschland will Masseneinwanderung, Deutschland will gendern, Deutschland will für alle bezahlen, nur für die Einheimischen fehlt das Geld, Deutschland lässt die Industrie abwandern...

Also mir ist das Ganze zu hoch, soviel Unvernunft auf's Mal, das gibt's ja eigentlich gar nicht.
Dieser Winter wird spannend, das ist sicher und vielleicht findet dann endlich ein Umdenken statt, es wäre bitter, bitter nötig...

Franz Jürgens | Di., 5. Juli 2022 - 17:01

Meine volle Verachtung für die Menschen, die die diffamierende, toxische und zerstörerische Coronapolitik ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen und ihre Kritiker dabei verhetzten! Politiker, allen voran Merkel und Lauterbach, und Journalisten (zum Beispiel Melanie Ammann vom Spiegel) und willfährige Wissenschaftler ( zum Beispiel Drosten und Melanie Brinkmann) sowie die Kirchen, Gewerkschaften und Kulturschaffenden haben sich an Deutschland versündigt.

Tomas Poth | Di., 5. Juli 2022 - 17:10

Wie ich schon mehrfach erwähnte, es braucht ein öffentliches Tribunal um alle Beteiligten zur Verantwortung zu ziehen. Eine Art "Entnazifizierung" z.B. einen Titelentzug bei Nachweis fehlerhaften Verhaltens.
Hier erwähne ich auch immer wieder gern den Bericht an den Gesundheitsminister vom 30.04.21 des RWI/TU-Berlin Schaubilder und Tabellen zu den Atemwegserkrankungen.

Und dann der Amtseid, Grundgesetz Art. 56, Art. und Art. 64(2) Wohl des Volkes und Schadensabwendung!
Es reicht nicht so nicht aus und so geht es nicht weiter, hier muß für Politiker in Regierungsverantwortung eine Haftung für fehlerhaftes handeln her. Nicht wiedergewählt zu werden reicht nicht aus, daß ist nicht stark genug.
Das Volk mit der Steuer- und Abgabenpeitsche durch die Arena zu treiben und das Geld in alle Richtungen verschwenden, nur nicht zum Wohle des eigenen Volkes, das muß unter wirksamer Strafe stehen.

Stefan Forbrig | Mi., 6. Juli 2022 - 09:59

Antwort auf von Tomas Poth

"...Und dann der Amtseid, Grundgesetz Art. 56, Art. und Art. 64(2) Wohl des Volkes und Schadensabwendung!..."

Bin völlig bei Ihnen Herr Poth, aber nochmal zum mitschreiben:
Der sogenannte Amtseid ist Humbug und nur eine wohlfeile Floskel, weil nicht justiziabel. Niemand muß sich daran gebunden fühlen und das weiß auch jeder Minister. Wenn es irgendjemandem Ernst wäre, dann hätte er längst Gesetzescharakter und wäre einklagbar. Und Merkel wäre schon 16 Mal vor dem Kadi gelandet. Also vergessen Sie es....

Helmut W. Hoffmann | Di., 5. Juli 2022 - 17:23

"Es scheint hierzulande eben niemanden wirklich zu interessieren, auf welcher Grundlage....."
Genau diesen Satzteil, werter Herr Hanselle, können Sie auf fast alle Themen anwenden, die in den letzten Monaten in der Öffentlichkeit bekannt wurden: dieser elende, schlafmützige Deutsche Michel intersssiert sich für nichts, außer z.B. seine Möglichkeiten wieder Urlaub zu machen - und deshalb wird es auch keine Konsequenzen geben, weder in der Causa Corona, noch bei der selten dämlich gemanagten Energiewende oder irgendeinem anderen in der Zukunft auftretenden neuen Thema. Die Irren sind unter sich und stützen sich gegenseitig. Solange wir uns nicht erheben, wie bspws die "Gelbwesten" in Franreich, passiert nichts - überhaupt nichts.

Armin Latell | Di., 5. Juli 2022 - 19:11

in der es zu keiner Zeit um die Gesundheit irgendwelcher Menschen, vulnerablen Gruppen oder Situationen auf den Intensivstationen der Krankenhäuser ging. Betten wurden trotz der ach so schlimmen Lage abgebaut, mit Vokabeln wie "Triage, Omikron, Delta, Inzidenz" bewusst Panik erzeugt, Lockdowns, Ausgangssperren, Schulschließungen, Masken angeordnet, in krimineller Weise Bürger- und Menschenrechte entzogen, und die Datengrundlage dafür? Null. Ein "Coronakabinett" hat sich zum Stelldichein getroffen, ein wenig gedaddelt und dann weiteren Terror für die Bürger verordnet. Von der befohlenen Genspritze ganz abgesehen. Solange die staatsfinanzierten Medien das nicht thematisieren, und das werden sie nicht, wird die Agonie weitergehen, bis, ja bis....Da wird dann kein Hahn mehr wegen Corona krähen. Dem Deutschen geschieht das dermaßen zu Recht, auch wenn ich mitleiden muss.

Ingo Frank | Di., 5. Juli 2022 - 19:44

Tja, mein Gott, was macht das denn für einen Unterschied wenn mann‘s weiß, oft gelesen und aus eigener Erfahrung erlebt ha
oder es steht in einem x beliebigen Bericht, Analyse od. sonst wo? Glaubt irgend jemand in diesem Land, das da Konsequenzen oder gar Lehren aus dem Sachstand gezogen werden? Personeller oder anderer Art? Hallo, wir sind in Buntdeutschland, da geht es um wichtigere Dinge wie Gleichstellung, Gendern, Wahlalter mit 16, und das Ankeben auf Straßen. Das wird in Presse, Funk und Fernsehen hoch und runter gedudelt unter Beifall vieler Jurnalisten.
Inflation, Energiekrise, Plünderung der Sozialsysteme und weniger als 5 minütiges Duschen, das sind die Themen in der „Aufbruchzeit“ da werden die Prioritäten gesetzt.
Wenn 2% der Länderfläche für Winräder geopfert werden pro Bundesland, was machen da Berlin, Hambug, od. Bremen. Im übrigen baut Bayern in SA Windräder auf und läßt sich die Flächen anrechnen. Dafür ist der Osten gut genug. Gell ……
Mit freundlichen Gruß aus der

Urban Will | Di., 5. Juli 2022 - 21:23

Konsequenzen geben.
In Zeiten links-grüner Allmacht, deren Vertreter in Sachen Einschränkung von Freiheit und anderer Grundrechte ihre eigene, höchst bedenkliche Linie fahren, bleibt jeder noch so große Irrsinn ohne Folgen, solange er von dort kommt oder ihm gefällig ist.
Das gilt für allen anderen links-grünen Blödsinn auch.
Das erleben wir doch bspw. bei den immer gravierender zu Tage tretenden Folgen d unkontrollierten Massenimigrstion.
Bei d Zu erwartenden Folgen d „Energiewende“ wird es genauso laufen. Beides zwar Projekte unter Merkel, doch war die der Vorreiter dieser „Verlinksgrünung“ unseres Landes.
Nun wurde mit d selbst herbeigeführten wirtsch. Zsbruch im Sinne der Moral d endgültige Turbo in Richtung Eisberg gezündet.
Aber Hauptsache, das “Gefühl“ ist gut.

Jens Böhme | Di., 5. Juli 2022 - 22:29

...wo viele neue Glaubensbekenntnisse politische und wissenschaftliche Grundsätze geworden sind und seit die klassischen Kirchen den Glauben mit politischen Zielen vermischen (z.B. Klimawandelstopp, Naturschutz, Tierschutz) und somit die verkappte politische Neokirche unterstützen, verlieren diese ihre Anhänger und die westliche Welt ihre Gemeinschaftswerte und Ideale, weil das gesellschaftliche Vakuum immer größer wird. Ich halte die Forderung eines Rücktritts beim RKI nur als Aktionismus. Das RKI wird sich nicht mehr ändern, weder mit Wieler noch mit neuem Präsident, da Katastrophismus in Wissenschaft und Politik Alltag geworden ist.

Gisela Fimiani | Di., 5. Juli 2022 - 22:43

Wessen ist die Tatsache geschuldet, dass all jene, die für die Wahrheit kämpf(t)en, desavouiert und mundtot gemacht wurden und werden? Warum entnehme ich ausschließlich ausländischen Medien alarmierende Nachrichten zu „Nebenwirkungen“ der sog. Impfung, die weit mehr als eine „Impfung“ ist. Mir scheint, dass unser mächtige „polit-mediale Komplex“ nach der Devise handelt: Es kann nicht sein, was nicht sein darf! Daher werden evidenzbasierte Wissenschaft und deren Verfechter „gecancelt“ . Was würde wohl geschehen, Herr Hanselle, wenn sich herausstellte, dass das gesamte Impf-Narrativ, wissenschaftlich nicht haltbar ist? Dass wir irregeführt, sogar belogen wurden. Die Bevölkerung muß im Dunkeln gehalten werden, denn ein Teil der Bürger würde vehement endlich Konsequenzen fordern, die Politik und Medien vermeiden müssen. Ein anderer Teil der Bevölkerung wird Politik und Medien unterstützen, weil er die Wahrheit nicht erträgt - es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 6. Juli 2022 - 08:31

.. Recht bekommen und öffentliche Rehabilitation eine andere. KL ordnet diesen Bericht als einer von "vielen" ein. Die bewusst und gewollte Nichterhebung von validen Daten oder das Unterschlagen derselbigen nutzt er als Proargument. Alles, aber wirklich alles was die Kritiker von Anfang an bemängelten und an Folgen für die Menschen erkannten und zur Diskussion stellten hat sich am Ende bewahrheitet. Selbst die Lüge der Übersterblichkeit findet sich nicht in den amtlichen Statistiken und dennoch wird mit gefakten Bilder -Bergamo- weiter unaufhörlich falsch argumentiert und gelogen was das Zeug hält. Die Wahrheit wird von den Medien weiter versucht zu unterdrücken oder zu verdrehen und die die vielen diffamierten Wissenschaftler und Kritiker sind längst mit Hausdurchsuchungen, fadenscheinigen Strafverfahren überzogen, sind sogar über ihre Familien in existenzielle Not gebracht worden, manche ins Ausland geflüchtet. Bhakdi, Wodarg u.v.a.. Ihre Wahrheiten werden weiterhin unterdrückt.

Gerhard Lenz | Mi., 6. Juli 2022 - 10:14

Welche Kritiker?
Etwa die Wodrags, Bhakdis, Querdenker, Leugner, Covidioten?

Die Überschrift erweckt solchen Eindruck, und die Kommentare jener schnell herbeigeeilten, die seither Covid verharmlosen oder gar völlig leugnen, ebenfalls.

Dabei wurde lediglich bestätigt, was sich bereits abzeichnete: Datenlage und wissenschaftliche Begleitung der Maßnahmen sind unbefriedigend.

Und da man keine belastbaren Daten hat, muss logischerweise auch die Kritik an den Maßnahmen vage bleiben - und das tut sie.
Schulschliessungen sinnvoll? Weiss man nicht. Masken in Innenräumen sinnvoll, sonst wahrscheinlich nicht. Restriktionen anfangs vernünftig, später sinkt die Bereitschaft in der Bevölkerung, diese zu befolgen.

Steeck mittendrin im Expertenrat, der selbst oft genug Dinge behauptete, die er "gar nicht so meinte".
Mittlerweile wird selbst der Bericht kritisiert - wenn die Datenlage dünn ist, kann auch die Kritik an den Massnahmen nicht fundiert sein.

Erkenntnisgewinn? Überwiegend Zero.

.

"...Mittlerweile wird selbst der Bericht kritisiert - wenn die Datenlage dünn ist, kann auch die Kritik an den Massnahmen nicht fundiert sein..."

Genau Herr Lenz. Damit können Sie sich ja schön wieder nach hinten lehnen. Im Herbst, der dem Kampf gegen ein Virus gewidmet ist, von dem Experten befürchten, dass wir es nicht oft genug feststellen, wenn wir weniger testen. In Testzentren, die reichlich Anlass für Betrugsverfahren sind. Ein Virus, dem wir so viel Aufmerksamkeit gewidmet haben, dass wir darüber vergessen haben, Daten darüber zu erheben. Immerhin das hat jetzt die „Evaluierungskommission“ festgestellt, die den staatlichen Auftrag hatte, zu prüfen, ob Eingriffe in die Grundrechte wie Lockdowns, Ausganssperren, Schulschließungen, gesperrte Spielplätze oder Maskenpflicht überhaupt etwas gebracht hätten. Die aber feststellen musste, dass dies wegen den nun mal fehlenden Daten gar nicht möglich sei. Na Gott sei Dank, sonst wäre ja der ganze Schwindel aufgeflogen.

Maja Schneider | Mi., 6. Juli 2022 - 14:43

Auf sie werden wir wohl weiter warten müssen. Ungerührt geht Herr Lauterbach daran, seine ungerechtfertigten Pläne für die Bevölkerung möglichst noch im Sommer durchzusetzen, her mit den Masken und neuen Kontaktbeschränkungen, mit Panikmache, mit Tests und Impfungen, damit bloß nicht etwa ein Ansatz von wieder gewonnener Lebensfreude erhalten bleibt oder sich gar weiter entwickelt. Die ist ihm selber wohl fremd. Wie ist es mit dem Verzeihen, von dem Herr Spahn so vollmundig verkündet hatte, und mit den vielen zerstörten Existenzen von international und national renommierten Wissenschaftlern, von Ärzten, Richtern und Journalisten, in deren Haus der Staat durch seine Helfer eindringen ließ, ihre Vermögen beschlagnahmte, ihre Konten sperren ließ, den Ruf ruinierte, nur, weil sie berechtigte Kritik übten an einer Regierung, die eine willkürliche Politik gegen die eigene Bevölkerung durchsetzte, alles im Namen der Solidarität. Wo war die, als man alte Menschen einsam versterben ließ?