Cicero im Oktober

Cicero im Oktober - Nichts wie weg!

Inflation, Zukunftsangst, Wohlstandsverlust, Strom- und Gaskrise: Nicht nur wirtschaftlich geht es abwärts in Deutschland, auch das gesellschaftliche Klima wird zunehmend rauer. Und die Bundesregierung gibt lieber Spartipps, anstatt eine vernünftige Energiepolitik zu machen. Kein Wunder, dass immer mehr Bundesbürger und Betriebe das Weite suchen. Oder Auswandern zumindest in Erwägung ziehen. Alles über die Nichts-wie-weg-Bewegung in der aktuellen Cicero-Ausgabe.

Alexander Marguier

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Haben Sie sich in letzter Zeit auch schon einmal bei dem Gedanken erwischt, einfach alles hinter sich zu lassen? Die Zelte abzubrechen und Deutschland den Rücken zu kehren? Und zwar nicht nur für ein paar Wochen, um der dunklen und kalten Jahreszeit zu entgehen, die uns jetzt wieder bevorsteht. Sondern richtig lange, womöglich sogar für immer.

Ich selbst erlebe es immer öfter, dass im Freundeskreis übers Auswandern gesprochen wird – nicht jedes Mal in vollem Ernst, mitunter nur als Ausdruck von Überdruss an den hiesigen Zuständen, die viele zunehmend als bedrückend empfinden: ein rigides gesellschaftliches Klima, politische Übergriffigkeiten bis in die engste Privatsphäre hinein. Und jetzt auch noch Inflation, Strom- und Gasknappheit bei gleichzeitig kontrafaktischem Beharren der Regierung auf die vermeintlichen Segnungen der deutschen Energiewende. Da kann einem durchaus die Idee kommen, dem Leben noch mal eine neue Wendung zu geben und sein Glück ganz anderswo zu suchen.

Ein Warnsignal

Meine Kollegen Ralf Hanselle und Daniel Gräber haben für unsere Titelgeschichte mit Menschen gesprochen, die diesen Schritt aus unterschiedlichsten Motiven tatsächlich gewagt haben. Zum Beispiel mit der Krankenpflegerin, die in der Schweiz Arbeitsbedingungen vorgefunden hat, bei denen sie wieder Erfüllung findet in ihrem Beruf. Oder ein Theatermacher, der sich wegen der Corona-Restriktionen nach Schweden aufgemacht hat – und dort die Einsamkeit genießt. Aber eben auch mit dem mittelständischen Unternehmer, dem am Standort Deutschland schlicht die Produktionskosten das Geschäft verhageln und der seinen Betrieb deshalb in die Vereinigten Staaten verlagern will.

Natürlich ist da der Vorwurf naheliegend: Eskapismus ist auch keine Lösung, und Deutschland ist immer noch eines der sichersten und wohlhabendsten Länder der Welt. Aber die nackten Zahlen – seit 2005 verlassen jährlich mehr Deutsche ihre Heimat, als aus dem Ausland zurückkehren – zeigen eben, dass da etwas ins Rutschen geraten ist. Es ist ein Warnsignal, das ernst genommen werden sollte.

Cover 1022Die Oktober-Ausgabe von Cicero können Sie jetzt am Kiosk oder direkt bei uns kaufen.

 

 

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Gerhard Lenz | Do., 29. September 2022 - 09:34

Ganz privater, wegen der Tatsache, dass die Welt in Deutschland nicht so aussieht, wie sie doch gefälligst aussehen sollte.
Selbstverständlich sind immer auch Menschen aus politischen Gründen "geflüchtet". Genau das ist jetzt an der russischen Grenze zu beobachten, wo die Leute nicht gewillt sind, sich in einem sinnlosen Krieg verheizen zu lassen.
Es gab die Covidioten, die vor Realität und Deutschland nach Paraguay flüchteten, und dort Chaos verbreiteten.
Es gab immer schon Menschen, die in anderen Ländern bessere Arbeitsbedingungen vermuteten und fanden, oder schlicht weniger Steuern oder Abgaben zahlen wollten - und das waren nicht Karl-Heinz oder Tante Emma.
Es gab und gibt Auswanderer, und es gab und gibt viele, die wieder zurückkamen, weil ihnen im Ausland die "Bevormundung" beispielsweise durch die vergleichsweise großzügige deutsche Sozial- und Krankenversicherung fehlte.

Und manche gehen nur, um vor möglichen Kriegen in Sicherheit zu sein, jetzt, z.B. dank Putin.

Bernd Windisch | Do., 29. September 2022 - 10:59

Antwort auf von Gerhard Lenz

ist schon ein triftiger Grund auszuwandern. Die "Putin hat aber angefangen" Fraktion unterstützt immer noch aus voller Überzeugung eine Bunderegierung, die diesen Namen nicht verdient.

Ganze Lebensleistungen und die damit verbundenen Existenzen werden aus ideologischer Verbohrtheit aktuell grob fahrlässig zur Disposition gestellt. Die völlig verkorkste Energiewende im Verbund mit idiotischen Sanktionen treffen das Land bis ins Mark!

Bis vor 2 Jahren war ich trotz des Merkel Desasters noch der festen Überzeugung in einem Staat zu leben in dem tatsächlich ALLES immer besser geworden ist. Heute gibt es von Herdenintelligenz keine Spur mehr. Deutschland dämmert in tödlicher Agonie seinem wirtschaftlichen Abstieg entgegen. Anstatt freien Bürgern die Rahmenbedingen zu geben erfolgreich Eigenvorsorge betreiben zu können soll das ganze Land auf Staatsknete und Gängelung umgestellt werden. Allein die Deckelung der explodierten Energiepreise könnte 1/5 des Bundeshaushaltes verschlingen.

Ann-Kathrin Grönhall | Do., 29. September 2022 - 11:05

Antwort auf von Gerhard Lenz

Inzwsichen sollte jedem klar geworden sein das die Covidioten diejenigen sind oder waren welche jede Coronamassnahme, und sei sie noch so unsinnig und ueberfluessig gewesen, unterstuetzt haben.

Bernd Windisch | Do., 29. September 2022 - 12:35

Antwort auf von Gerhard Lenz

ist schon ein triftiger Grund auszuwandern. Die "Putin hat aber angefangen" Fraktion unterstützt immer noch aus voller Überzeugung eine Bunderegierung, die diesen Namen nicht verdient.

Ganze Lebensleistungen und die damit verbundenen Existenzen werden aus ideologischer Verbohrtheit aktuell grob fahrlässig zur Disposition gestellt. Die völlig verkorkste Energiewende im Verbund mit idiotischen Sanktionen treffen das Land bis ins Mark!

Bis vor 2 Jahren war ich trotz des Merkel Desasters noch der festen Überzeugung in einem Staat zu leben in dem tatsächlich ALLES immer besser geworden ist. Heute gibt es von Herdenintelligenz keine Spur mehr. Deutschland dämmert in tödlicher Agonie seinem wirtschaftlichen Abstieg entgegen. Anstatt freien Bürgern die Rahmenbedingen zu geben erfolgreich Eigenvorsorge betreiben zu können soll das ganze Land auf Staatsknete und Gängelung umgestellt werden. Allein die Deckelung der explodierten Energiepreise könnte 1/5 des Bundeshaushaltes verschlingen.

Da gab es doch einen Kommentar eines Herrn K.F., neuerdings wohnhaft in der russischen Einöde. Und weg ist er, der Kommentar und damit auch meine Antwort, die auch einen an Herrn Windisch gerichteten Satz enthielt.

Also: Noch wird die Bundesregierung durch demokratische Wahlen ermittelt und nicht durch dauerempörte AfD-Fans in diesem oder einem anderen Forum. Es wäre mir neu, dass ausgerechnet das AfD-Umfeld qualifiziert ist, zu erkennen, welche Regierung ihren Namen verdient.

Weiter: Putin hat den Krieg nun mal angefangen. Ohne ihn gäbe es keine Energieknappheit und keine Inflation.
Dass der rechte Rand dafür lieber die Ampel auf der Anklagebank sehen möchte - und nicht Putin, der bis vor kurzem doch ein Vorbild aller völkisch denkenden Menschen war - versteht sich von selbst.

Weiter: Menschen, die die AfD nicht wählen, als irgendwie minderbemittelt darzustellen, ist zwar beliebter Alltag bei mehreren Foristen hier, sagt aber höchsten etwas über sie selbst aus.

Martin Falter | Do., 29. September 2022 - 10:15

0berall wo man hinkommt ist man dann neu fremd und wir alle wissen ja wie das
Meinungsbild gegenüber Fremden oft ist.

Trotz aller Tiefen und Mühen in Deutschland, glaubt man wirklich das es im Ausland alles besser ist?

Ich würde lieber hier für Veränderungen kämpfen, statt davon zu laufen.

Denn egal wo man hingehen man nimmt sich immer selbst mit.
Soll heißen die eigene Weltsicht ist immer mit dabei......

M. Bernstein | Do., 29. September 2022 - 10:30

solange Sie kein Unternehmer sind, der die Energiepreise schlicht nicht bezahlen kann, sie kein Bäcker sind, der vom Bauern kein geeignetes Getreide mehr bekommt und die Energiekosten auch nicht zahlen kann, kein Bauer sind, der jedes Jahr weniger und schlechter produziert und am Ende die eigene Bevölkerung nicht mehr ernähren kann.
Die Grünen haben nicht verstanden, dass wir alle von der Wirtschaft leben und das Blut in den Adern der Wirtschaft ist Energie. Wenn man schon nicht begreift, was das Problem ist, wie soll man dann eine Lösung finden?

Norbert Heyer | Do., 29. September 2022 - 10:33

In wirtschaftlich schweren Zeiten scheint es angebracht, in Deutschland sein Zelt abzubrechen und woanders sein Glück zu versuchen. Vielen erscheint ein Leben in der Heimat nicht mehr lebenswert, wenn man erkennt, dass die Politik komplett aus dem Ruder läuft. Aber wer hier im Rentenalter ist, ein eigenes Haus besitzt und ein gute Rente hat, warum sollte dieser auswandern? Es gibt schon Gründe: Politiker die völlig losgelöst nur ihre Interessen vertreten und nicht die des Volkes, die finanziell so gut gestellt sind, dass sie die Sorgen der Bürger nicht verstehen, wirre Ideologen ohne Ausbildung, die erfahrenen Experten ihre neue - zum Scheitern verurteilte - Welt erklären und die keinen Widerspruch dulden. Erwachsene mit kindlichem Gemüt, die mit dem Lastenrad die Kinder zum Ponyhof bringen. Ja, tatsächlich - man könnte aus vielen hier noch ungenannten Gründen auswandern - aber dahinter steht dann auch der Verlust der Heimat. So bleibt noch die schwache Hoffnung auf die Wende zum Guten

Meinen bisherigen Erfahrungen nach nicht geehrter Herr Heyer! Ebenso muss man wie Herr Falter ganz richtig sagt bedenken, dass man seinen bisherigen Lebenslauf plötzlich gekappt, seine Gewohnheiten, alles Vertraute, seine Meinungen und Vorstellungen anderen Orts dem neuen Lebensentwurf anpassen muss. Denn man kommt egal wohin als Außenstehender, welcher auch auf die Akzeptanz der Einheimischen angewiesen ist. Auf meinen verschiedenen Reisen habe ich schnell gelernt, dass man zumindest in früheren Zeiten war es so, die "typisch Deutschen" wenig mochte, und wenn, nur als Tourist, der in ein paar Tagen wieder weg ist. Und man sollte nicht unterschätzen wie z.B. unsere Volleuropäer und woken Globetrotter, wie viel mehr Nationalbewusstsein in anderen Ländern vorhanden ist und gelebt wird. Die warten bestimmt nicht auf finanziell evtl. sogar besser situierte Deutsche, die alles besser wissen oder überall nach deutschem Bier & Kaffee verlangen;) Alles Gute! Grüße an ALLE!

Gabriele Bondzio | Do., 29. September 2022 - 10:36

Wenn ich 20jahre jünger wäre, würde ich es tun.
Ungarn oder Italien, die Länder meiner Vorfahren.
Oder die schöne Schweiz, Berge habe ich schon immer, in ihrer majestätischen Schönheit, geliebt.

Da denke ich gleich an Hesse/Stufen:

"Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen."

Dem Leben noch mal eine neue Wendung zu geben, ist reizvoll (besonders unter jetzigen-lähmenden Bedingungen).
Erfordert aber viel Glaube an die eigene Dynamik und Überzeugungsarbeit (die Meisten sind nicht allein).

Als Rentner sind ja auch einige Motivationen, die sie erwähnen, werter Herr Marguier, weggefallen.
Und meine Mutter bindet mich auch...einen so alten Baum verpflanzt frau nicht mehr.

hermann klein | Do., 29. September 2022 - 10:41

Die Grünen schufen in den siebziger Jahren ohne Not nur aus purer Übersättigung und Faulenzerei eine von Revolutionsfanatismus beherrschte Scheinwelt, deren Sinnlosigkeit an Irrsinn nicht zu toppen war. Aus Tagedieberei und Müßiggang besetzten sie Universitäten und Häuser, bewarfen Polizisten mit Steinen und Bomben.
Fortan wurden Parolen: wie Deutschland verrecke, oder Deutschland du mieses Stück Scheiße, mit Deutschland "nichts anfangen", zur Tagesordnung.
Kein Wunder, sie haben damals bis heute zu, für einen ökofaschistischen Staat gekämpft und haben in dank der Mithilfe (hauptsächlich hochgejubelt von ARD/ZDF)2022 bekommen.
Da kommt der derzeitige unheilvolle Wirtschaftskrieg - Hauptsächlich gegen Deutschland - den Heuchler und Pharisäer gerade recht.
Auf dem Münchener Oktoberfest konnten die Eliten ihre Freude bereits nicht verbergen und in dem gesamten Lager werden in nächster Zeit bei der Vernichtung Deutschlands wohl die Sektkorken knallen.

Heidemarie Heim | Do., 29. September 2022 - 11:39

Bei uns kamen die Gedanken für einen Ortswechsel auf als mein Mann in Rente ging. Der Haken dabei, wo lässt sich der letzte Lebensabschnitt, zumal in der Fremde gleichermaßen oder ähnlich sicher wie in der Heimat gestalten? Berufsbedingt sind wir überdurchschnittlich oft innerhalb Deutschlands umgezogen und eigentlich nirgendwo richtig tiefe Wurzeln schlagen können. Dazu ein bis heute vorhandener Drang, ersatzweise oft in andere Gefilde zu reisen um eventuell diesen "einen Ort" (Umgebung) zu finden, den/die man gar nicht mehr verlassen möchte. Auf den ersten Blick und dem Anschein nach gab es da durchaus etliche, die in Betracht kämen. Jedoch bei genauerem Hinsehen und einem Abgleich mit dem jetzigen Status wäre es ein Abenteuer mit
unbekanntem Ausgang sowie nicht wirklich die Lebensqualität dermaßen steigernd, wie man ursprünglich vielleicht dachte. Der persönliche Ballast, auch die Erinnerungen, Dinge wie ein gewisses "Heimweh" usw. wiegen im Alter wohl stärker beim für und wider;)

Bernd Windisch | Do., 29. September 2022 - 12:03

Ja, auch ich habe Vorsorge getroffen und mir ein zweites Standbein im benachbarten Ausland geschaffen. Für die Schweiz (schon lange die besseren Deutschen) reicht es leider nicht. Außerdem gibt es starke familiäre Bindungen zur Heimat. Ob Deutschland seine Nachbarn mit in den Abgrund reißt, kann ich nicht beurteilen. Ich muss mir aber wenigstens nicht von linken Spinnern und Totalversagern sagen lassen, dass alles zu meinem Besten sei. Ob Deutschland tatsächlich als europäisches Nordkorea wieder wach wird, muss abgewartet werden. Private Alternativen dazu sind aber bitter nötig!
Es ist ein Trauerspiel zu sehen in welche Kalamitäten eine gegenüber dem deutschen Volk völlig verantwortungslos und idiologisch krass verwahrlost agierende Politiker- und Journalistenkaste dieses Land in kurzer Zeit gebracht haben.Gute Freunde haben bereits Angst ihren Lebensabend in Deutschland nicht mehr bestreiten zu können und haben ihre Fühler in Richtung Bulgarien ausgestreckt. Es ist eine Schande!!!!!

Mario Felizzi | Do., 29. September 2022 - 12:28

Ich kenne einige Familien, die nach Bosnien und Herzegowina ausgewandert sind. Dort haben sie für wenig Geld Familienhäuser gekauft und leben jetzt zufrieden in ihrem neuen Heim. Kaum zu glauben aber wahr.

Bernhard Mayer | Do., 29. September 2022 - 14:22

Ob das wirklich was positives bewirkt?

Bekanntlich rückt der Erschöpfungstag immer weiter nach vorne und daran ändert auch das CO² sparen nix.

Wolfgang Borchardt | Do., 29. September 2022 - 15:23

aber wenn es so v i e l e sind oder so viele darüber nachdenken, bleibt die Frage nach den Ursachen. Und die kann jeder ohne rotgrüne Brille sofort benennen. Allerdings existieren die nicht, dedhalb befasst man sich auch weiterhin nicht damit. Wer die sog. "Rechten" (also das, was rechts von links ist) für Unkraut hält, mag recht haben. Aber das braucht spezifische Wuchsbedingungen. Und die schafft der Staat, niemand anders. Mehr in Zusammenhängen denken - darüber hätte sich Cicero gefreut.

michael büchner | Do., 29. September 2022 - 16:29

gewandert sind. der eine baut wein in neuseeland an, macht kohle ohne ende, besitzt eine von 14 porsche-küchen dort insgesamt. der zweite lebt von tausend euro im monat wie eine made im speck auf bali & der dritte ist hausmeister auf jamaica & springt jeden tag in einen anderen pool...
das eigentliche problem ist aber doch, dass die gut ausgebildeten nettosteuerzahler abhauen, also die, die die richtige echte arbeit machen, mehrwert schaffen und einfach keinen bock mehr haben, irgendwelche versager - egal welcher couleur - durchzufüttern & sich dann noch als nazis, transphob oder sonstwas beschimpfen zu lassen...
fakt ist aus meiner sicht: der marsch der 68er durch die institutionen ist abgeschlossen! die sitzen mittlerweile überall & ziehen das gesamte land auf ihr niveau..
wir sind am ar... , das ist m.e. nun mal fakt. & es ist völlig egal, was wir tun, das ist nicht mehr aufzuhalten. aber auch schon andere große nationen sind schon untergegangen, frei übersetzt: im westen nix neues!

Ernst-Günther Konrad | Do., 29. September 2022 - 16:45

Wer es kann und will, soll es tun. Auch wenn wir mal kurz darüber nachdachten, so sind die familiären Bindungen, jetzt wo der zweite Enkel da ist und mein Sohn mit ihnen einziehen wird, wenn der Umbau hoffentlich nächstes Jahr beendet ist, stieß dieser Gedanke ganz schnell an zu viele Hürden.
Warum sollen wir unser Land denen überlassen, die es gerade zerstören wollen und die uns die Freiheit einschränken, vielleicht auch komplett nehmen wollen. Wir sehen uns in der Pflicht, auf unsere Art und Weise dagegen zu halten und Widerstand zu leisten. Es ist schon interessant, das es einigen Foristen egal scheint, wenn eine Auswanderungsstimmung bei Deutschen besteht und im Gegensatz dazu ein Einwanderungswahn fremder Kulturen dafür eingetauscht wird. Ja, solche Auswanderungsgedanken werden immer öfter in vertrautem Kreise geführt, nur die wenigsten können das tatsächlich umsetzen. Wir haben dieses Land mitgeholfen aufzubauen, also haben wir das Recht und die Pflicht es zu verteidigen.

Sabine Lehmann | Do., 29. September 2022 - 17:08

Wandert man nicht gerade in ein anderes Entwicklungsland aus wie Deutschland, lebt man an vielen Orten dieser Erde besser als hier. Meine persönlichen Auswanderungspläne nehmen immer mehr konkrete Gestalt an, mehrere Eskapaden innerhalb der Familie haben das Ganze noch mal beschleunigt. Ab einem gewissen Alter sollte man die medizinische Versorgungsqualität im Auge behalten. Meine Favoriten sind Skandinavien, die Schweiz, Teile des Balkan oder die niederländischen Antillen, die ich sehr gut kenne. Da ich nicht mehr arbeiten muss, von daher eine gewisse Unabhängigkeit genieße, sind die Hürden für mich etwas niedriger.
Meine Gründe sind vielfältig, aber die Gemengelage aus gravierenden Demokratiedefiziten, Freiheitseinschränkungen, Steuerabzocke, explodierenden Lebenshaltungskosten, einem übergriffigen Staat, machen aus freiwilligen Plänen fast reine Notwehr. Die deutsche Energiekrise war da nur der Tropfen der mein persönliches Fass zum überlaufen gebracht hat. Meine Entscheidung steht!

Gerhard Lenz | Do., 29. September 2022 - 17:24

Nichts wie weg rufen jene, von denen man es erwarten konnte.

Aber gut, vielleicht macht mal jemand Vorschläge, wo ALLES oder wenigstens manches besser ist? Und warum.

Russland hatten wir schon, ist abgeheftet, scheidet aus, weil völlig abwegig.

Walter Bühler | Fr., 30. September 2022 - 23:09

Antwort auf von Gerhard Lenz

Ja, so weit scheint es inzwischen gekommen zu sein:

Nur noch die, von denen man es sowieso erwarten konnte, rufen: "Wir bleiben hier in diesem Land!".

Da ich Ihren ungewöhnlich kurzen Kommentar, Herr Lenz, als eine ernsthafte Anfrage verstehe, möchte ich Ihnen auch einen (ebenso ernsthaften) Vorschlag machen, wie in Deutschland VIELES (oder wenigstens MANCHES) besser gemacht werden könnte::

»Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire …«

(Falls Sie es in der Schule nie gehört haben sollten.: Das Zitat stammt von Friedrich Schiller)
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