Bundestagswahlkampf - Juniorpartner der Grünen kann für die CDU/CSU keine Option sein

Falls die Union bis zur Bundestagswahl offenlässt, ob sie lieber grüner Mehrheitsbeschaffer werden möchte, als das Schicksal der Opposition auf sich zu nehmen, spielt sie mit dem Feuer. Potenzielle Unionwähler werden wissen wollen, ob sie mit ihrer Stimme – indirekt – Baerbock den Weg ins Kanzleramt ebnen.

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Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet bei einer Pressekonferenz / dpa

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der F.A.Z.

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Hugo Müller-Vogg

Die Umfragewerte der Grünen sind nicht mehr ganz so hoch wie noch zu Beginn der Baerbock-Euphorie. Aber es ist keineswegs ausgeschlossen, dass die CDU/CSU am 26. September mit Platz zwei vorlieb nehmen muss. Ob er dann „in einer Regierung Baerbock als Minister dienen“ würde, wurde Armin Laschet kürzlich bei ProSieben gefragt. Der Kanzlerkandidat der Union beschied das mit verschmitztem Lächeln so: „Wir werden alles tun, um das zu verhindern.“

Klar wird die CDU/CSU alles tun, um die in 16 von 19 Bundestagswahlen stets behauptete Position als stärkste Fraktion zu verteidigen. (Nur bei den Wahlen von 1972, 1998 und 2002 ging die CDU/CSU als Zweite durchs Ziel.) Allerdings schloss Laschet mit dieser Antwort nicht aus, dass die CDU/CSU die Rolle des Juniorpartners in einer grün-schwarzen Regierung annehmen könnte. Das wäre auf Bundesebene eine ganz neue Konstellation: die CDU/CSU als der kleinere Koalitionspartner.

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Gerhard Schwedes | Fr, 21. Mai 2021 - 13:30

Wenn die Union taktisch klug beraten sein will, muss sie für den Fall, zweitstärkste Partei zu werden, eine Koalition mit den Grünen kategorisch ausschließen. Warum? Nicht wenige Wähler werden es sich dann gut überlegen, eine Koalition von zwei linken Parteien (Grüne und SPD) und einer Partei zu wählen, die von den anderen zerquetscht werden dürfte (FDP). Eine Koalition zwischen Grünen, Linken und SPD wäre gar eine Koalition zwischen drei Linksparteien. Das wäre noch abschreckender. Aus diesem Grunde dürften sich danndoch viele Wähler eher für die CDU entscheiden und somit für Laschet. Da die CDU idiotischerweise eine sinnvolle Koalition mit der AfD ausgeschlossen hat, bleibt ihr eine weitere sinnvolle Koalition nicht möglich. Dazu gehört schon eine große Menge an Dummheit oder halt eine Kanzlerin Merkel, was auf dasselbe hinausläuft. Wenn mein Bauchgefühl recht behält, flattern übrigens den Grünen schon jetzt die Hosen bei der Vorstellung, stärkste Partei zu werden.

Was sich auf den ersten Blick hochgradig absurd anhört, macht auf den zweiten durchaus Sinn.
Aber selbstverständlich nur für die rechtsextreme AfD.

Die könnte bei einer Regierungsbeteiligung endlich damit beginnen, die Demokratie auszuhöhlen und ihr illiberales System nach ungarischem oder russischem Muster aufzubauen.

Man nehme nur mal an: Die Flügelfreundin Weidel als Wirtschaftsministerin, der Verschwörungsideologe Boehringer als Finanzminister, der Hitzkopf Brandner als Justizminister oder der Putin-Freund Frohnmaier als Außenminister. Und im Hintergrund zieht der thüringische Nationalromantiker von Gaulands Gnaden die Fäden.
Das Chaos, dass die AfD in Deutschland, nein in ganz Europa anrichten würde, will man sich gar nicht vorstellen.

Jede schwarz-braune Koalition würde die CDU sprengen. Schlimm genug, wenn auch nicht bundespolitisch bedeutsam, wenn ein paar Ost-CDUler Schlagseite in Richtung der Rechtsextremisten haben.

Selbst ein Laschet kann nicht so einfältig sein.

Das Chaos, das die Grünen in Deutschland, nein in ganz Europa, anrichten würden, will man sich gar nicht vorstellen.

Rüdiger Göttel | Fr, 21. Mai 2021 - 17:34

In reply to by Anni Geuge

Es gibt nicht wenige, die mal die CDU gewählt haben und schon sehr lange auf eine schwarz-grüne Regierung hoffen.
Und das "Chaos" wurde auch in Ba-Wü mal vorausgesagt. Klar, nun hängt dort natürlich alles nur an einem Mann, sonst wäre es dort natürlich alles ganz anders verlaufen.

Ist es nicht eher so, dass der Cicero und das Forum die eigenen Präferenzen mit denen der Wähler allgemein verwechseln? Also mehr Wunschdenken?

Grün-schwarz mit Frau Baerbock als Kanzlerin wäre beispielsweise klar meine erste Präferenz. Und es gibt nicht wenige, die diesem neuen Weg eine Chance geben würden, insb. unter Grüner Führung.

Nun, dafür gibt es ja am Ende Wahlen, die zeigen welche Partei am meisten präferiert wird. Und wenn es die Grünen oder die CDU ist, dann ist das zu akzeptieren.

Was schon mal sehr schön ist, dass eine Frau Baerbock es schafft, allen, auch einem Herrn Lindner persönlich zu gratulieren und eine fairen Wahlkampf zu wünschen. Schafft auch nicht jede Parteianhängerschaft.

Kabinettsbildung? Klingt ja mal interessant, was Sie so „vorschlagen“...
Und gleich so viele Posten für die Blauen. Keine Sorge, so viele würden es kaum werden.
Eine bürgerliche Koalition Schwarz – Blau – Gelb ginge ja eh wohl nur mit 25+ für Schwarz und um die 12 für die beiden anderen.
Aber eine Weidel als Wirtschaftsministerin mit - sagen wir – Merz als Finanzminister, wäre für D eine Wohltat. Noch immer glaube ich, dass unser ggw. Amtsinhaber unter Wirtschaft nach wie vor fünf Karlsberger und einen Ring Loyner Wurst versteht.
Für Außen hätten wir Lindner und für Verteidigung in der Tat einen Blauen, denn die haben wenigsten einige Offiziere in ihren Reihen und die wissen im Ggs zu den letzten beiden Amtsinhaberinnen, aus welchem Ende ein Gewehr schießt.
Höcke ist plötzlich „nur noch“ Nationalromantiker? Herr Lenz, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu!
Fäden, die er ziehen könnte, sehe ich allerdings keine.
Glauben Sie mir, D würde nicht untergehen und Europa schon gar nicht.

...Die Kabinettsaufstellung, die Sie da durchexerzieren, die hätte schon was. Ich glaube, dem Land würde es dann weitaus besser gehen, als mit einer Grünenpolitik. Aber was interessiert Sie schon das Land, wenn Sie nur ideologisch denken können.

Sehr geehrter Herr Lenz, als interessierter Leser des Cicero-Forums nehme ich Ihre Einlassungen nur noch als Clownerie wahr. Die AfD pauschal als Braune und Rechtsradikale zu titulieren ist einfach nur grotesk. Sie stempeln mit Ihren Aussagen
quasi 6 Millionen AfD-Wähler als Nazis ab, welch eine Infamie. Meiner Ansicht nach
haben z.B. Professor Jörg Meuthen und die "Nazi-Schlampe" Dr. Alice Weidel mehr
wirtschaftspolitischen Sachverstand als die Fraktionen der CDU/CSU,SPD,FDP, Grünen und Linken zusammen. Herr Frohnmaier ist ein unbestrittener Rußlandfreund aber Putins Liebe gehört unserem Altkanzler und ehemaligen SPD-Vorsitzendem Gerhard Schröder. Dieser soll aus dieser Liebe jährlich mehrere Millionen schöpfen, wie ab und an kolportiert wird.
Herr Gauland war Jahre lang Leiter der hessischen Staatskanzlei unter CDU-MP Walter Wallmann. In Ihren Augen sicherlich ein "Nazi-Schläfer". Werter Herr Lenz, einfach mal im Oberstübchen das Licht anmachen!

"Die (AfD) könnte bei einer Regierungsbeteiligung endlich damit beginnen, die Demokratie auszuhöhlen und ihr illiberales System nach ungarischem oder russischem Muster aufzubauen."
Mit anderen Worten, die AfD würde das Zerstörungswerk von Frau Merkel und Konsorten fortsetzen und schließlich vollenden.

von 25 EU-Staaten würde umgehend in Kraft treten wenn die CDU mit der kl. "Tochter" AfD koalieren würde. Zwei Staaten würde gegen den Boykott stimmen: Ungarn & Polen.
D. könnte sich dann an Österreich (haben ja Erfahrung damit gesammelt) wenden mit der Bitte um Vermittlung.
Macron´s Frankreich würde umgehend die Diplomatischen Beziehung zu D. abbrechen.
GB würde D. zumindest Moralisch zusprechen und die Queen zum Hause Hannover Kontakte knüpfen.
Die Russische Förderation würde D. verbilligtes Erdgas über Nordstream 2 zukommen lassen.
Baerbock & Harbeck würden Politisches Asyl in der Türkei gewährt werden.
B. Höcke würde als zukünftiger BP ins Rennen geschickt. Einziger Gegenkandidat: H.G. Maaßen.
Die dt. Nationalflagge wäre Pflicht an Rathäusern, Ämtern, Schulen u.s. öffentlichen Gebäuden. Zum Anfang des Schulunterrichts wird die dt. Nationalhymne geschmettert.
Im ÖR wird die dt. Wochenschau eingeführt
Österreich (Kanzler Kurz) bittet um Anschluss.
Rosige Zeiten werden das!
Salute

Sie haben mit allem vollkommen recht, Herr Schwedes. Aber wem soll der Wähler seine Stimme geben, wenn er eine grüne Regierung vermeiden will? Da ist es doch gleich, ob die CDU erster oder zweiter wird, in einer Koalition mit den Grünen (und darauf läuft es hinaus) wird das Grüne Programm gnadenlos umgesetzt. Nur wenn die Grünen so weit abstürzen, dass es für die Koalition mit Schwarz allein nicht mehr reicht, sind auch andere Koalitionen möglich. Dass Herr Laschet sich auf eine Tolerierung durch die AfD einlässt ist auch nur möglich, wenn weder mit Grün noch mit SPD und FDP eine Mehrheit zu bilden ist.
Ansonsten ist zu sagen, dass Versprechen von Politikern keinen Wert haben, ist doch nachher alles anders, so dass auch höchste Versprechen nach der Wahl den Notwendigkeiten (welche auch immer das sind) und zum Wohle des Volkes geopfert werden. Laschet sollte mit Hinweis auf die möglichen Wahlergebnisse keine Aussage machen.

Da quält sich Herr Dr. Müller-Vogg mit seinem "Warnmeldungsartikel" einen ab, seine CDU irgendwie an die Spitze zu schreiben und benennt genau das Problem nicht, dass die CDU sich selbst damit schafft, wenn sie nicht endlich ihre Haltung gegenüber der AFD aufgibt. Stattdessen darf der Ostbeauftragte Wanderwitz, selbst im sächsischen Landtag und Kandidat der CDU bei den BT-Wahlen, öffentlich dazu aufrufen, Herr Maaßen in Sachsen-Anhalt nicht zu wählen und damit also auch nicht seine eigene Partei.
Sorry. Aber wie bekloppt muss man da sein. Die CDU schafft sich selber langsam ab. Und ich sage es mal so. SPD und CDU werden nicht von ihren Gegnern besiegt, sondern die begehen beide für sich selbst gerade Harakiri. Natürlich würde Laschet sich den GRÜNEN unterwerfen, im Falle einer Mehrheit der GRÜNEN. Was Strobl in BW gemacht hat, würde Laschet auch tun. Die sind alle bestrebt, wenigstens dann noch einigen BT-Abgeordneten und sich selbst ein Posten zu retten. Der Wähler ist denen egal.

Ein Kommentar nach meinem Geschmack.
Danke werter Herr Schwedes.

Kommt im Sept. GRR, oder G/schwarz, aber immer die Grünen als stärkste Partei, dann wird es mit unserem Land - leider - aber nur zunächst noch deutlich weiter nach unten gehen.

Aus dieser Wahl (den Grünen das Regieren im Bund zu überlassen) werden sehr sehr viele Wähler den richtigen Schluss ziehen und dann kommt die Union um einen zu ihr viel besser passenden Koalitionär (die AfD) nicht mehr umhin.

Denn um unser Land aus dem tiefen Ideologie-Graben zu holen in den es die GRR fahren würden, dazu braucht es harte Maßnahmen.

Heidemarie Heim | Fr, 21. Mai 2021 - 14:00

Das beherrscht die Union und besonders die Verwandtschaft aus Bayern wenn überhaupt nur untereinander;-). Ab vom Parlamentspräsidium aus gesehen links der AFD unterscheiden sich die Geister wie in den letzten Legislaturperioden gesehen doch nicht mehr soo gravierend. Ab und zu noch ein strafender Blick und etwas schärfer formulierter Kommentar in Richtung Linke, volle Einigkeit der wahren gewählten Demokraten was die Ausgrenzung der noch größten Oppositionspartei betrifft, und das wars dann auch schon an für den Zuschauer bemerkenswerten Unterschieden. Alle bis auf wenige Differenzen zusammen im Sandkasten, Linke, Marxisten, grüne Alt-Neu-Linke, Sozialisten, Unionisten, Liberale können außer mit den Rechtsaußen von der AFD und deren tumben Wahlvolk bestehend aus Dunkeldeutschen, Querdenkern, Pegidaisten oder wie man neuerdings jeden nach rechts schielenden bezeichnet wie z.B. die FAfD, Werte-UnAfD usw. Was ja eigentlich stimmt, sieht man sich die früheren Wählerwanderungen an;). MfG

Fritz Elvers | Fr, 21. Mai 2021 - 14:05

seinen Posten als MP in NRW nicht räumen.

Für die zweite Geige gibt es in der CDU BT-Fraktion genügend Hanserln, die das Geld mehr benötigen.

Ingofrank | Fr, 21. Mai 2021 - 14:20

Das sehe ich als Wähler ganz und gar nicht so!
Wenn, dann gleiches Recht für alle! Die CDU hat eine Koalition zwar mit der AFD ausgeschlossen aber mit den Altkommunisten/ Linken? Ja, ja ich weis es, auch keine Koalition, so steht‘s geschrieben. Aber was passiert in SA wenn die AfD vor der CDU liegt. Wahl in Thüringen: es gibt Bestrebungen einiger CDU Abgeordneten den LT nicht aufzulösen, um Neuwahlen zu verhindern.(CDU 3 % hinter AfD)
Und, Papier ist bekanntlich geduldig.
Im übrigen bin ich bei der BTW einer der Wähler der CDU wählt um Grün zu verhindern. Aber bevor ich meinen Zettel in die Wahlurne werfe, will ich eine glasklare Antwort haben. Bei Platz 2 der CDU kann es nur heißen: Opposition. Da kann der Bundespräsident sagen was er will. Und nicht das Umfallen der SPD b. der letzten Wahl nachmachen! Entweder Kanzler od. Opposition.
Eine für nicht‘s stehende CDU, hatten wir lange genug.

Mit vielen Grüßen aus der Erfurter Republik

Diese Entscheidung halte ich für falsch. Wer CDU wählt, wählt grün, wer FDP wählt, wählt auch grün, wer SPD wählt, wählt grün. Die Grünen zogen 2017 mit 8,9 % in den Bundestag ein. Obwohl sie offiziell als Oppositionspartei gelten, sind die Grünen aber bereits während der gesamten Legislaturperiode gewissermaßen Herrscher ohne Krone. Die Grünen geben nämlich schon lange die Themen vor – Migration, Klima, etc. –und die Regierungskoalition unter Frau Merkel setzt diese Themen nicht nur um, sondern sorgt sogar für eine Übererfüllung der Vorgaben. Die Linken sind grün lackierte Rote und die FDP – hängt die Fahne immer in den Wind und biedert sich ebenfalls bei den Grünen an.

Wolfgang Jäger | Fr, 21. Mai 2021 - 14:22

Ein notwendiger und zutreffender Text! Es gibt nur einen Weg: Klare Ansage: Sollten die Grünen gewinnen: Keine Koalition, sondern Opposition! Es wäre der erste Ansatz einer Abkehr von Merkels Kurs, die ja Annalena wählen wird. Grün, ja, aber bitte nur unter der Führung der Union. Und der Wähler wüsste klar, dass er mit seiner Stimme für die CDU nicht Baerbock in den Sattel verhilft. Es darf nur ein Ziel geben: Alle Stimmen für Laschet als Kanzler. Alles andere hieße: Verzwergung der Union! Das muss sich alles aber auch programmatisch durch haarscharfe Abgrenzung ausdrücken! Nein zu einer ökosozialistischen Planwirtschaft. Nein zum Great Reset! Nein zu einer Klima-hysterisch getriebenen Politik! GRR verhindern! Ja zu Freiheit und Marktwirtschaft!
Aber man muss bedenken: Am Ende werden die Grünen (2017: 8.9%!) trotzdem sicher Gewinner sein und so auch von den Medien gefeiert werden. Denn dass die CDU im Vergleich zu 2017 (32,9%) als glanzvoller Sieger dastehen wird, ist wohl utopisch.

Urban Will | Fr, 21. Mai 2021 - 14:27

ist nicht „staatsbürgerliche Verantwortung“ sondern „mainstream – dienlich“ und kindisch.
Mir schaudert, wie schnell die Klimadebatte Fahrt aufnimmt und genauso ins Schizophrene abgleitet wie die Corona – Hysterie.
Keine Diskussion, keine Debatte, keine was auch immer, die nicht mit 100%iger Sicherheit davon ausgeht, dass alle Prognosen bis 20xx haargenau stimmen und man nun in D alles tun muss, um bis 2050 „CO² – neutral“ zu werden. Darüber diskutiert man nicht mal mehr, man bestätigt die Unabwendbarkeit dieses Zieles.
Kritiker oder Zweifler wird man mit der Nazikeule niedermetzeln, so wie man das bei Corona geübt hat.
China plant in den nächsten 15 Jahren 216 neue Flughäfen, man investiert massiv in Kohlekraftwerke... und wir Schlafwandler reden über „CO²- Neutralität“ um jeden Preis. Das ist wirtsch. Selbstmord mit Ansage.
Die CDU hat die Wahl, diesen Irrsinn mitzugehen oder sich neue Mehrheiten zu suchen und dieses Land mit Vernunft zu führen.
Aber was träum ich da...

...Herr Will.
Und ja, nach der Corona Hysterie folgt die Klimahysterie. Diesen Irrsinn macht weltweit kein Staat mit.
Biden faselt nur, ist aber Fassade.
Und da sich eine CDU ganz klar gegen eine Juniorpartnerschaft mit Grünen stellen sollte, was sie aber nicht tut, geht meine Stimme lieber direkt an die echten liberal konservativen und einzige echte Opposition im BT. Und Grüne oder SPD die sich ohne Scham mit einer Mauermörderpartei und nur umfirmierte SED (Raider ist jetzt Twix) ins Bett legt, offenbart welch geistige Tiefflieger dort zur verorten sind.
Ich prophezeie mal, wenn die CDU sich nicht klarer gegen Grün abgrenzt und notfalls in die Opposition geht wird es ihr wie DC aus Italien ergehen.
Und die Grünen werden sich auch noch fetzen. Nicht jedem Grünen passt eine Windmühle oder Überlandleitung vor der Nase.
Und mit GRR kommt der Untergang Teil 2.
Aber der Michel will's so
und nachher hat s keiner gewusst. Geschichte wiederholt sich.
Allen ein schönes Wochenende.

Helmut Markwortsagt :
Es hat sich eine merkwürdige Tendenz entwickelt. Die Linke z.B. hat es geschafft, das Wort „rechts“ zu diffamieren. Man muss natürlich gegen rechts-extrem sein und gegen links-extrem. Dass aber das Wort „rechts“ ohne jeden Beisatz schon als politisch fragwürdig gilt, ist ein übler Erfolg der Linken. Es gibt Aktionen „gegen rechts“, und insgesamt wird alles, was rechts von der Mitte ist, diffamiert. Eine „normale“ rechte Partei in Deutschland hat es schwer.
Meiner Meinung nach muss sich die CDU da deutlich hin zu der konservativen AfD bewegen , wenn sie nicht zur Bedeutungslosigkeit verdammt werden will !

Sollte die CDU auch nur in Betracht ziehen, mit der AFD in irgendeiner Form zu koalieren, würde ein sehr großer Teil der Wähler direkt zu den Grünen und der SPD abwandern. Die CDU würde bei wahrscheinlich weniger als 15% enden. Es ist nämlich bei Weitem nicht so, dass der Grossteil der CDU Wähler sich nach dem patriotischem, anti Europa, althergebrachtem und teils rechtem Gedankengut sehnt.
Sie mögen 5% am rechten Rand gewinnen und 15% in der Mitte und am linken Rand verlieren.
Auch ist für sehr viele Bürger eine Juniorpartnerschaft der CDU in einer Grün-schwarzen Regierung sehr gut vorstellbar und sogar wünschenswert!
Das Ciceroforum bildet ja nicht gerade den Querschnitt der Stimmung in der Bevölkerung sondern eher die Stimmung am rechten Rand. Doch Gott sei Dank gibt es ja demokratische Wahlen.
Sie werden auch ein Grün- Schwarze Regierung überleben. Und evtl. ergeben sich ja auch ungeahnte Chancen.

Gunther Freiherr von Künsberg | Fr, 21. Mai 2021 - 16:12

Die Umfragewerte bescheinigen eine Mehrheit des rechten Lagers, d. h. von CDU über FTP bis zur AfD. Die Minderheit rekrutiert sich aus Grün, SPD und Linken. Das Dilemma ist:
Wer Grün wählt riskiert Kommunisten vom Schlag Janine Wissler in der Regierung.
Wer CDU wählt riskiert Beerbock als Kanzlerin.
Der Wähler, der zum bürgerlichen Lager tendiert will wissen, ob er mit seiner Stimme für die CDU Kanzlerin Beerbock riskiert, und wenn das der Fall ist, er als kleineres Übel AfD wählt. Weil CDU und FDP jegliche Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausgeschlossen haben, droht eine Situation, in der die linke Minderheit über Gebühr an Macht gewinnt.
Der AfD ist vorzuwerfen, dass sie in dieser Situation keine Anstalten macht sich wählbar umzugestalten.
Diese Situation zwingt sowohl die CDU als auch die FDP geradezu das Verhältnis zur AfD zu überdenken.

Die Wählerwanderung weg von der CDU, wenn es keine klare Abgrenzung zur AFD gibt, würde die CDU wahrscheinlich an die 10% bringen. Das ist auch der CDU klar.

Stellen Sie sich vor, es gibt doch einige CDU Wähler, die können mit den rechtslastigen und patriotischen Einstellungen der AFD so rein gar nichts anfangen. Und diese sind derzeit noch deutlich mehr, als die paar CDU Wähler in Ostdeutschland, die noch immer nicht begriffen haben, für was die AFD steht, was sie will und die verbalen Entgleisungen stetig relativiert.

Es geht auch nicht darum, sich wählbar umzugestalten. Das Denken in den Köpfen wie dem von Bernd Höcke bspw., die Aussagen, Provozierungen und rechtsextremen Tendenzen wären immer noch da.
Und stellen Sie sich vor, eine ziemliche Mehrheit der CDU Wähler ist völlig pro Europa, pro Euro, pro Sozialstaat und findet sogar die Migrationspolitik gut, genauso wie die Coronamaßnahmen. Ich weiß, sehr schwer für Sie begreifbar.

P.S.: Wer ist eigentlich die FTP? Süß...

helmut armbruster | Fr, 21. Mai 2021 - 16:36

die Chance Bundeskanzler zu werden ist da. Er wird sie wahrnehmen, wenn sich die CDU in Koalitionsverhandlungen nicht zu stark wird verbiegen müssen.
Sollte der Preis dafür zu hoch sein oder zu gefährlich (für die eigene Karriere), weil die Grünen die stärkste Partei werden oder von der CDU zu viel Biegsamkeit verlangen, dann bleibt Laschet eben Ministerpräsident von NRW, was ja wahrlich auch kein schlechter Posten ist. Er wird sich dann sagen: Lieber ein großer Fisch in einem kleinen Teich sein, als ein kleiner in einem großen Teich.
Es sollte nicht erlaubt sein, dass Kandidaten, die bereits ein hohes Amt innehaben, sich in Wahlen, bei denen es um ein noch höheres Amt geht, aufstellen lassen dürfen. Um sich aufstellen zu können, müsste das Wahlgesetz verlangen, dass das bisherige Amt vor der Wahl niedergelegt werden muss.
Nur so könnte man verhindern, dass ein Kandidat wie Laschet am Ende die Wahl hat, ob er im bisherigen Amt bleibt oder das neue annimmt.

Norbert Heyer | Fr, 21. Mai 2021 - 17:15

Da interessieren mich nicht die Aussagen der CDU/CSU, wie und ob sie mit wem koaliert. Sie wird jede Möglichkeit nutzen, wenn auch nur am Katzentisch der Macht. Sie sind sich ja schon so nahe gekommen, die „fortschrittlichen“ Grünen und die abgetakelte Fregatte Union. Für einige gepolsterte und gut bezahlte Sessel wir die Union alles, alles absegnen - genauso, wie sie es bisher bei Frau Merkel bis zur Selbstverleugnung praktiziert haben. Noch einmal in Reinschrift: Wer die Schwarzen wählt, bekommt die Grünen in pur. Eine Partei ohne jede unverhandelbare Grundüberzeugungen, nur an einen Zipfel der Macht interessiert, wird unter Grün das gleiche Waterloo erleben, wie die SPD und die FDP durch Merkel. Einhegen wollen den Anstreicher aus Österreich auch Politiker von Zentrum und SPD seinerzeit - das Ergebnis ist hinlänglich bekannt.
Grün ist gewollt, Grün wird kommen, da beißt die Maus keinen Faden mehr ab - oder vielleicht - wenn noch mehr Steuernachzahler der Moralisten bekannt werden.

wird die Union alles, alles absegnen -..."...das glaube ich auch! Wenn ich nach Ceuta
und Melina schaue, was dort derzeit abgeht. Die Deutsche Polizeigewerkschaft eine unkontrollierte Migration in die EU befürchtet und möglichen massenhafte Sekundärmigration nach Frankreich und Deutschland sieht. Sind die Grünen, das was auf jeden Fall verhindert werden muss.
Trotz der sinkenden „epidemische Lage" Regierungsparteien die Weichen bereits Richtung Lockdown-Verlängerung, (siehe Welt) stellen. "Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen warnt laut Welt fast synchron mit Union und SPD vor einem vorzeitigem Ende."
Somit erneut Massenmigration (trotz Wohnungsnot/finanzieller Unabwägbarkeiten) und bleibende Einschränkung der Grundrechte ansteht. Sind weder CDU, Grüne und noch Linkere für mich wählbar.

Gerhard Schwedes | Fr, 21. Mai 2021 - 17:34

Ein sehr guter Artikel, Herr Müller-Vogg. Ich vermisse Sie schon lange im Presseclub. Die Grünen sind eine riesige Gefahr für unsere Gesellschaft und Wirtschaft. Aus diesem Grunde darf es niemals eine Koalition zwischen der CDU und den Grünen geben, in der die CDU nur die zweite Geige spielt.

Wenn jemand wissen will, woher diese "Blumen des Bösen" in unseren Altparteien stammen, so muss er sich nur folgenden Artikel von Professor Antony P. Mueller zu Gemüte führen. Es lohnt sich, versprochen. Er ist damit gegen alle Schwätzer und Romantiker in unserer heutigen Gesellschaft gewappnet. Der Text ist auf google unter dem Titel: Die Arbeit tun die anderen - Helmut Schelskys Abrechnung mit der Priesterherrschaft der Intellektuellen. Es handelt sich um einen ca. 2-seitigen Text. Am Ende des Textes ist noch ein 40-minütiger Vortrag des Autors vor der Mises-Gesellschaft angefügt, der vielleicht noch einen tieferen Einblick in die erwähnten Gründe unserer durchgeknallten Gesellschaft gewährt.

Rob Schuberth | Fr, 21. Mai 2021 - 18:43

Ich sehe die Union mind. für eine Legislaturperiode in der Opposition.
Zumindest halte ich das für angebracht.

Da kann sie sich neu konsolidieren und Wege zurück zum konservativen Programm/Kurs (er-)finden.

Würde sie sich als Juniorpartner der Grünen verdingen dann würde sie doch nur noch weiter nach links rücken.

WER BITTE WILL DENN DAS NOCH??!!

Eckehard Zündorf | Fr, 21. Mai 2021 - 18:57

... die CDU/CSU eine Koalition mit den Grünen klar ausschließt. Damit fänden die unzähligen liberal-konservativen Wähler wieder eine politische Heimat. Das Vacuum zwischen der immer ideologischer auftretenden AfD und der CDU, welche eine SPD der achtziger Jahre längst links überholt hat, wächst schnell. Mit einer klaren Ansage gegen links kämen all jene Wähler zurück, die momentan zwischen AfD, FDP und Nichtwählen schwanken. Das längst vergessene Markenzeichen: Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und soziale Marktwirtschaft würde heute wie eine lang erwartete Erlösung für all diejenigen klingen, die mit wertschöpfender Arbeit ihre Familien ernähren.
Und dennoch nehme gerade eine gegenteilige Tendenz wahr: Maximale Überschneidung mit dem Wahlprogramm der Grünen, damit um jeden Preis eine Regierungsbeteiligung zustande kommt...
Das ist so schade, denn das Ziel ist die absolute Mehrheit - nicht Juniorpartner von Annalena. Auf in den Kampf, die alte Mitte ist vorne!

Reinhard Benditte | Sa, 22. Mai 2021 - 09:58

Dieser Partei geht es einzig und allein darum, weiter am Euter des Steuerzahlers zu sitzen und Ihre Parteisoldaten gut unterzubringen. Die Union ist eine Partei ohne Werte, die sich in jede Richtung verbiegen wird, solange sie am Steuereuter sitzen kann und mitregieren wird. Welche charakterlose Gesellen in der CDU agieren, kann man bestens in Baden-Württemberg sehen! Statt in die Opposition zu gehen und sich zu erneuern, verrenkt man sich lieber bis zum Geht-Nicht-Mehr! Deshalb wird die Union auch auf Bundesebene nur dann in die Opposition gehen, wenn es eine Koalition von GrünRotGelb oder GrünRotRot geben sollte. Und die Grünen wissen, dass eine geschwächte Union, die am Euter bleiben will, ihnen alles zugestehen wird (siehe BW). Deshalb ist aus Sicht der Grünen eine Koalition mit einem Juniorpartner Union die beste von allen Optionen! Für den Bürger ist so eine Koalition der Worst-Case, denn er wird nicht nur noch stärker gegängelt werden, sondern noch stärker „bluten“!

Hubert Sieweke | Sa, 22. Mai 2021 - 13:37

sicher stark unter Rot/grün etc. leiden würde, halte ich es für besser, wenn die CDU einen echten Dämpfer bekommt, denn dieses Rumgeeiere der derzeitigen Führer ist doch krankhaft dumm.
Wer aus dieser Partei noch gegen Merz und Maaßen stänkert, die sicher beide die besten Wahlkreisergebnisse holen werden, hat den Schuß nicht gehört. Ich hoffe, dass viele Listenplätze wegfalen werden.

Jörg Adams | So, 23. Mai 2021 - 10:00

die Angst der CDU vor der Beschäftigung mit sich selbst. Frau Merkel und die Ihren haben es sehr klug verstanden, die Partei in einen quasi Beamtenstatus zu versetzen, in dem politische Überzeugung, Weltsicht und politisches Selbstverständnis eher hinderlich waren. Würde dies in der Opposition auch funktionieren? Ich denke nein, man würde, da der Zwang übergeordneter Ziele (europäischer Zusammenhalt !!) nicht mehr als Argument helfen würde, seine eigenen Beweggründe, Politik zu machen, wieder freier diskutieren und das konservativ - liberale Moment wiederentdecken, dass Unterschiede in allen Lebensbereichen anerkennt und nicht zwanghaft nivellieren will, wie unter Merkel und ihren Unterstützern geschehen. Das, so meine Überzeugung, fürchten die wichtigen Leute in der Partei mehr, als die Verzwergung. Regierungsmacht scheint eine Droge zu sein, Opposition eine Entziehungskurs. Der Juniorpartner sein ist dann wie Methadon.
16 Jahre Merkel werden aufgearbeitet werden müssen, egal wann.