Dannenröder Forst und A49 - So handeln keine Öko-Aktivisten

Sie bezeichnen sich als Umweltschützer, aber gefährden durch ihre Aktionen Menschenleben, wie nun ein herbeigeführter Unfall auf der A3 zeigte. Die Proteste um den Dannenröder Forst führen auch zu solch inakzeptablem Verhalten. Echte Distanzierung davon ist kaum zu sehen.

dannenröder-forst-a49-a3-autobahn-unfall
Blockierte Autobahn A3: Ein Schwerverletzter Autofahrer liegt im Krankenhaus / dpa

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der F.A.Z. Sein aktuelles Buch „Wolfgang Bosbach: Endspurt. Wie Politik tatsächlich ist – und wie sie sein sollte” ist im Herbst 2016 erschienen.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

Hugo Müller-Vogg

Die Umwelt retten – auch um den Preis von Leben und Gesundheit anderer Menschen? Es klingt bizarr, aber die sogenannten Umweltaktivisten, die zurzeit die Fertigstellung der Bundesautobahn A 49 auf rechtswidrige Weise zu verhindern suchen, gehen nach dieser verqueren Logik zu Werk. Ein Mann liegt schwer verletzt im Krankenhaus, weil diese Chaoten sich auf der Autobahn A 3 abseilten, Transparente aufhängten und den Verkehr abrupt zum Stehen brachten. Bereits am Samstag waren Polizisten von „Demonstranten“ gewalttätig angegriffen worden. Dass es keine weiteren Verletzten oder Tote gab, war eine glückliche Fügung.

Die für den Weiterbau notwendige Rodung eines kleinen Teilstücks des Dannenröder Forsts in der Nähe von Marburg ist keine Willküraktion fanatischer Autolobbyisten. Hier geht es um ein Infrastrukturprojekt, das über Jahrzehnte hinweg geprüft, demokratisch beschlossen und in zahllosen Gerichtsverfahren für rechtens befunden worden ist. Die Gegner stellen sich bewusst gegen Recht und Gesetz. Sie fordern den Rechtsstaat heraus und verhöhnen die Demokratie.

So reden keine Öko-Aktivisten

Erschrecken muss die zunehmende Brutalität, mit der diese Auseinandersetzung geführt wird. In einem Bekennerschreiben aus der linken Szene wird der Angriff auf die Polizisten „als letzte Warnung an die Bullenschweine“ bezeichnet. Weiter heißt es: „Wir kennen eure Wege, wir kennen eure Routinen und wir wissen, wie wir euch angreifen können.“ So reden keine Öko-Aktivisten, so reden Gewalttäter.

Natürlich treten nicht alle Demonstranten gegen die A 49 so militant auf. Aber diejenigen, die durch Blockaden „nur“ das Gesetz brechen, ohne selbst gewalttätig zu werden, nehmen die Unterstützung durch gewaltbereite Extremisten billigend in Kauf. Auffällig auch, dass in der „grünen Blase“ auf Twitter oder Facebook ein beredtes Schweigen herrscht. Mancher, der selbst nicht gewalttätig wird, mag die Gewalttäter als willige Helfer wohl nicht verprellen oder gar verlieren.

Glaubwürdigkeit sieht anders aus

Keine klare Linie verfolgen auch die Grünen. In Hessen, wo sie seit 2014 mit der CDU recht pragmatisch regieren, tragen sie das Autobahnprojekt formal mit, obwohl sie von Anfang an dagegen waren und unverändert dagegen sind. Zu Recht weist der grüne Verkehrsminister Tarek Al-Wazir darauf hin, dass die Autobahn bereits vor seinem Amtsantritt mit anderen politischen Mehrheiten beschlossen worden, das Baurecht erteilt und von den Gerichten bis in die letzte Instanz genehmigt worden sei. Die Gesetzestreue ihres eigenen Ministers überzeugt die Grünen vor Ort aber ebensowenig wie die Parteiführung in Berlin.

Unter den Waldbesetzern im Dannenröder Forst befinden sich auch Grüne aus der Region. Und aus Berlin kam eigens Grünen-Geschäftsführer Michael Kellner nach Mittelhessen, um den Ausbaugegnern moralisch den Rücken zu stärken. Das grüne Spitzenduo Baerbock/Habeck gab den Demonstranten insofern recht, als sie den Stopp aller neuen Autobahnprojekte forderten. Glaubwürdigkeit sieht anders aus.

Die Kluft zwischen Regierungs-Realos und Öko-Fundis bei den Grünen ist freilich nur ein Nebenschauplatz. Dieser Kampf gegen die Rodung von 27 von 1000 Hektar, also 2,7 Prozent, ist ein Angriff auf den Rechtsstaat. Die Speerspitze bilden dabei gewaltbereite Extremisten. Wer sie als „Aktivisten“ oder „Umweltschützer“ verniedlicht, betreibt das Geschäft dieser Straftäter.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 14. Oktober 2020 - 15:59

sondern auch das Spannen von Drähten und Seilen versteckt über öffentliche Straßen und Feldwege, das Zerstören und durch Brandsätze unbrauchbar machen von Holzfällermaschinen, das Zertrampeln von angepflanzten Feldern, der Angriff auf Polizisten und ihre Fahrzeuge, das Beschädigen von Bäumen für den Bau von Hochplattformen, das Ausheben von Fallgruppen und Verstecken von spitzen Gegenständen, auch das sind strafbar Handlungen dieser Verbrecher. Das sind Straftäter übelster Sorte und völlig richtig, keine Aktivisten oder Umweltschützer. Wo und wie verrichten die ihre Notdurft und was machen sie damit anschließend? Richtig. Sie sammeln sie und bewerfen die Einsatzkräfte damit. Sie bedrohen die Waldarbeiter und behördlichen Vertreter und was hört man darüber bei den links-grünen Steigbügelhaltern? Genau. Nichts.
Es geht nicht nur um den Ausbau dieser Autobahn zur schnelleren Verbindung. Aus etlichen Anliegergemeinden wird ruhestörender und übermäßiger gefährlicher Verkehr herausgenommen.

Die einen sangen agitatorische, gewaltverherrlichende Lieder ('... Advent, Advent ein Bulle brennt ...' - die heutige sächsische Justizministerin Katja Meier), die anderen warfen gezielt Molotow-Cocktails auf Menschen und prügelten Polizisten (fast) ins Koma (Ex-Außenminister Joseph Martin Fischer - vgl. die Recherchen von Bettina Röhl). Weitere 'Genossen' prägten in der Zeit der RAF-Morde das zynische und vielsagende Wort von der 'klammheimlichen' Freude (Mescalero-Affäre). Ein Jürgen Trittin konnte sich selbst viele Jahre später gegenüber dem Sohn des ermordeten General-Bundesanwalts Buback nicht zu einer Geste des Bedauerns durchringen ... (Prof. Michael Buback: 'Der zweite Tode meines Vaters').
Die Erinnerung an diese Tatsachen verblaßt gegenwärtig - wir SOLLEN vergessen.
In der Nachkriegszeit dreht ein Wolfgang Staudte einen berühmten Film.
Auch die skizzierte Geschichte von Gewalt und Karrieren unter gruen-linkem Label ist filmreif.
Titel-Vorschlag: 'Die PATEN sind unter uns'.

Mutwilliges Gefährden und Verletzen für politische Ziele definiere ich als Terrorismus.
Besonders sollte auch die Heimtücke im vorliegenden Fall einbezogen werden.
Es sollte eine Bewertung dieser Gruppe als terroristische Vereinigung erfolgen, Mordanklagen sollten folgen.

Wenn der Wald so wichtig ist, wieso dürfen dann im Reinhardswald, einem der ältesten Wälder Deutschlands, lange und breite Schneisen geschlagen werden? Weil es „für die gute Sache“, für den grünen Strom ist? Gefährdete Vogelarten wie der Rotmilan, am Ende selbst der Bürger, darf für den grünen Strom geopfert werden?
Dabei kann niemand die Folgen all dieser Windräder auf unser Klima, auf Änderung von Luftströmungen und Niederschlag sicher vorhersagen. Schließlich lebt der grüne Strom von Druckunterschieden vor und nach dem Windrad. Welchen Einfluss ganze Windparks haben, die Frage darf erst gar nicht gestellt werden.

Yvonne Stange | Do, 15. Oktober 2020 - 12:52

In reply to by Hans Jürgen Wienroth

... mit der Entsorgung der alten Windräder ist auch nicht geklärt... im Moment liegen sie en masse auf Halde, da die Verbundwerkstoffe absolut nicht wieder getrennt werden können! Jaja, ist schon sauber, diese Windenergie.... Da kommt noch was auf uns zu. Und da rede ich nicht mal von den Fundamenten, die komplett nach der Nutzung raus müssen und wieder rein, damit ein neues aufgestellt werden kann......

Wolfgang Tröbner | Do, 15. Oktober 2020 - 13:29

In reply to by Hans Jürgen Wienroth

Nein, nicht alles. Falls ich mich recht entsinne, wird der Kiefernwald in Grünheide für den Bau der Tesla-Fabrik deshalb geopfert, weil es aus Sicht einiger Grüner kein Wald ist, sondern allenfalls eine Baumplantage. Und die kann weg. Für den Fortschritt und die neue Zeit.

Da gibt es Spinner im linksextremistischen Lager, die den Angriff auf das staatliche Gewaltmonopol als moralisch legitime Aktion im Sinne des Umweltschutzes ausgeben. Für diese Typen ist die Auseinandersetzung mit den "Bullen" wohl eine grundsätzlich ehrenhafte, notwendige Aktion, bei der sich vermutlich der aufgestaute Hass auf Staat und Kapitalismus entlädt.

Der linken Sache erweisen diese Vollpfosten einen Bärendienst.

Gewalt ist immer abzulehnen, Unterschiedslos. Ganz gleich ob sie sich gegen Migranten oder Polizisten richtet; ob sie vorgibt, zur angeblichen Verteidigung von Volk und Vaterland ausgeübt zu werden, oder im deklarierten Kampf für die Umwelt und gegen die Ausbeutung der Menschen stattfindet.

Darüber darf es keinen Zweifel geben.

Es ist jedoch ausgesprochen schlechter Stil, die Exzesse dieser Gewalttäter zur Generalabrechnung mit den Grünen zu nutzen. Zu behaupten, die Grünen hätten sich nicht deutlich genug distanziert, ist, gelinde gesagt, lächerlich.

Holger Jürges | Mi, 14. Oktober 2020 - 16:34

...werter Herr Müller-Vogg: Wer respektive welche Gruppierung hierzulande alles unter dem Begriff "Aktivist" etikettiert wird, ist fast ausschließlich eine Ansammlung von Straftätern oder zumindest jemand, der Straftaten billigend in Kauf nimmt.
Das gilt für so ziemlich alle "Umweltaktivitäten" der medienverhätschelten "Aktivisten".

Hätten durchgeknallte Rechte ähnliches vollbracht wie die besagte Straftat auf der Autobahn, wär´ die Medien-Blase vor Sondersendungen und Empörungsgedöns zerplatzt ! Im Fall der "Aktivisten" jedoch wird alles relativiert und gefährlich verniedlicht oder eben still geduldet.

Wo ist bloß die Selbstachtung der vierten Kraft geblieben: Alles abgeraucht und weggeflossen, in einem Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.

Wann wacht der Michel endlich auf, und nimmt wahr, dass die Kultur und zukünftig auch der Wohlstand "seines" Landes von denen zerfleddert und zerstört wird, denen er - mediengeschädigt und eifrig - sein Kreuzchen bei der Wahl schenkt...

dieter schimanek | Mi, 14. Oktober 2020 - 17:20

Natürlich kommt es gelegentlich vor, das nicht mittelbar Beteiligte z.B. durch eine Ermessensentscheidung etwas Schwund erleiden. Für die gute Sache darf das aber nicht in Frage gestellt werden. Physikalische Prozesse am Rande, wie das abfackeln eines PKW oder das plündern eines Ladengeschäfts, dienen lediglich dazu, breite Aufmerksamkeit zu erreichen und sind deshalb keinesfalls kriminell. In der Medienlandschaft hat das unserem Ansehen nicht geschadet, im Gegenteil, wir sorgen für eine ausgewogene Berichterstattung.

hoch, wenn ich so etwas lese. Ein solches Verhalten ist hoch gradig kriminell, ich hoffe, die Straftäter erhalten ihre gerechte Strafe und damit meine ich nicht Sozialstunden, sondern Haftstrafen!

"Aktivisten" bilden der hell leuchtenden Kontrapunkt zu "Krawallmachern", "Randalierern" und ähnlichem "Pöbel", "Pack" oder "Mob". Eine sauber gehandhabte und konsequent durchgezogene Begrifflichkeit ist absolut zentral, da zwar ausnahmslos alle mit ihren Aktionen vorab auf mediale Aufmerksamkeit aus sind, doch einzig "Aktivisten" für Inhalte und Forderungen stehen, denen das Gros der Medien auch gerne den ihnen gebührenden Raum einräumt. Da darf man dann auch nicht allzu heikel sein, wenn der Zweck die Mittel nur im Fall von "Aktivisten" heiligt. Der Rest sind schlicht Gewalttäter und Gesetzesbrecher, da die definitionsgemäss nicht für eine gute Sache stehen, was man den nicht ganz so hellen Köpfen im allgemeinen Publikum sicherheitshalber klarmacht, indem man sie entsprechend benamst. So wissen alle von vornherein, wer die Guten bzw. die Bösen sind, und muss sich darob niemand den eigenen Kopf zerbrechen. Wer es dennoch tut, tut es auf eigene Gefahr und eigenes Risiko, ganz klar. :)

Dirk Jäckel | Mi, 14. Oktober 2020 - 17:47

Ich will keinesfalls verallgemeinern, aber es ist fast banal zu erwähnen, dass es einem Großteil der so genannten Aktivisten gar nicht um eine vorgeschobene Sache geht, egal ob Bäume, Migranten/Migrantinnen, Bahnhöfe, Käfer oder Arbeiter/innen (diese schon gar nicht). Alles nur Mittel zum Zweck, wobei der meist (zum Glück!) sehr vage bleibt. Antriebsfeder ist bei solchen Leuten Hass auf das System. Ohne einem regressionslinks-McCarthyschen "mit denen spricht man nicht" das Wort reden zu wollen, befürchte ich darum auch, dass Diskussionen mit solchen Leuten wenig fruchtbar sind. Meist wächst es sich ja mit dem tatsächlichen Erwachsenwerden aus.

Evelyn Eisenacher | Mi, 14. Oktober 2020 - 18:24

Sehr geehrter Herr Schimanek
Ich hoffe sehr, daß Ihr Kommentar ironisch gemeint ist.Ansonsten wären Ihre Zeilen doch mehr als befremdlich. Das Eigentum unbeteiligter
Menschen zu zerstören, um breite Aufmerksamkeit zu bekommen ist kriminell und so sollten diese Taten auch von jedem Bürger gesehen werden. Der Versuch diese Taten zu rechtfertigen ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Betroffenen.Erst recht, wenn es wie in o.g.Fall, um Leib und Leben geht.

dieter schimanek | Do, 15. Oktober 2020 - 10:04

In reply to by Evelyn Eisenacher

War doch nicht so schwer zu verstehen oder?

Romuald Veselic | Mi, 14. Oktober 2020 - 19:33

"Aktivisten" sind eine gewalttätige Minderheit, die ihre vermurksten Ansichten, der Mehrheit aufzwingen wollen. Es ist nur eine militante, unproduktive, anonyme Sekte.
Es ist inzw. zum System geworden, wie die Aktivisten vorgehen u. wo. Im Rest der Welt, 90% der Erdfläche, würden diese "Aktivisten" der West-Prägung, mächtige Probleme bekommen. Schon meine Oma erzählte mir, dass Menschen, die sein Gesicht nicht zeigen wollen, führen was Böses im Schilde. Damals gab es keine IT-Visagenerkennung. Und sie hatte recht. Es war keine pauschale Vorverurteilung. Sondern essentielle Kenntnis.
"Aktivismus" ist ein Nebenprodukt der westlichen Komfortzone. Die Belarus-Aktivisten, gehen anders vor. Sie reißen die Masken der Lukaschenka/o-OMON-Schlägertruppe ab.

Tomas Poth | Mi, 14. Oktober 2020 - 20:15

... ein Euphemismus für ideologisch geduldeten Öko-RotGrün-Absolutismus. Das Wort Terror, obwohl etliche Aktionen nicht weit davon entfernt sind, habe ich mir dann doch verkniffen.

Christa Wallau | Do, 15. Oktober 2020 - 11:54

In reply to by Tomas Poth

den die sog. "Aktivisten" ausüben.
Sie belästigen und gefährden nämlich andere Menschen und deren Eigentum mit ihren Aktionen. Mit welchem Recht nehmen sie sich dies eigentlich heraus?

Vor allem gilt es die Frage zu klären, ob dann, wenn man z.B.
der Antifa, Greenpeace, Robin Wood oder FfF-Leuten alles mögliche an Aktionen zugesteht, nicht logischerweise j e d e r Bürger das Recht hat, s e i n e Vorstellungen von Verbesserung der Gesellschaft und Umwelt ähnlich militant zu vertreten. Wo kämen wir dann hin???

Aber so ist es ja auch nicht.
Sobald Leute aus dem "rechten" Lager ihre Sicht auf die Welt mit "Aktionen" dokumentieren, ertönt lautes, empörtes Geschrei in Politik u. Medien, und man sieht den Rechtsstaat in höchster Gefahr.

Was man "guten" Bürgern zugesteht, davon können "böse" nur träumen!
Und wer zu den Guten bzw. Bösen gehört, entscheiden die Regierung u. die ihr zugewandten Mainstream-Medien.

So funktioniert "Gleiches Recht für alle" bzw. Demokratie in Deutschland!

Hans-Peter Gerbl | Do, 15. Oktober 2020 - 06:49

Diese Menschenverachtung ist ja kaum zu toppen. Ähnliches hat man seit 1945 nicht mehr in D. gehört. Was würden Sie sagen wenn die Polizei ähnlich vorgehen würde. Z.B. Bäume einfach fällen .
Dann könnten Sie überlegen wie Sie zu "etwas Schwund" und "physikalischen Prozessen" stehen. Aber davor sind Sie ja geschützt in diesem Rechtsstaat. Gottseidank!

helmut armbruster | Do, 15. Oktober 2020 - 07:26

wenn er weiterhin zulässt, dass Autonome oder Anarchisten und Fanatiker jedweder Couleur geltende Gesetze missachten und der Staat das duldet.
So entsteht der Eindruck, dass der Staat entweder freiwillig Nachsicht zeigt oder gezwungenermaßen aus Schwäche handlungsunfähig ist.
Hinzu kommt, dass der normale Bürger die staatliche Macht täglich zu spüren bekommt. Denn Hunderte, oft kleinliche Regelungen, reglementieren und erschweren oft in seinem Alltag. Hier aber zeigt der Staat keinerlei Nachsicht oder Schwäche, sondern setzt selbst noch die kleinlichste Regelung durch.
Der normale Mensch steht verständnislos vor solchem zwiespältigen Verhalten. Einerseits Nachsicht hier, andererseits Unnachgiebigkeit und Härte dort.
Die Folge ist ein Autoritätsverlust des Staates.

gabriele bondzio | Do, 15. Oktober 2020 - 08:41

"besonders politisch aktiver Mensch, zielstrebig Handelnder"
Die Aktivisten finden es „geschmacklos“, dass die Polizei die „Tragödie“ nach der Abseilblockade über der A3 mit den Aktivisten gegen die A49 in Verbindung bringe...sie wissen scheinbar nicht, dass auf Autobahnen üblicherweise schnell gefahren wird und solche Aktionen schnell zu Unfällen führen können. Weil die Reaktionzeit hier besonders kurz ist.
"Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen." (Kant)

ursula keuck | Do, 15. Oktober 2020 - 10:10

Einspruch Herr Müller-Vogg
Ihre These: „So reden keine Öko-Aktivisten, so reden Gewalttäter“ muss ich wiedersprechen.
Jahrelang wurde auf Verstrickungen der Ökopartei mit ihren Klimakrieger zur linksextremen Szene hingewiesen, jedoch von unseren links/grünen Multikulti-Anhänger in Politik, Kirchen, Medien, Intellektuellen ignoriert.
Verschwiegen wurde ebenfalls eine Rede von Katrin Göring-.Eckhardt vor der Grünen-Jugend indem sie appellierte: „Wenn wir mutig sind und auch mal die Regeln brechen, dann können wir zeigen: Diese Welt gehört uns und nicht denen die Sitzen- und stehen bleiben!"
Wenn das kein Aufruf zu Gewalt ist, verstehe ich die Welt nicht mehr.

Rainer Mrochen | Do, 15. Oktober 2020 - 11:57

In reply to by ursula keuck

Frau Göring-Eckhardt ist eine Kirchengläubige. Insofern mit Gewalt und Rechtsbruch vertraut. Ein derartiger Ausspruch, wie von Ihnen apostrophiert, wundert mich gar nicht. Schauen Sie ausserdem auf das "Kirchenasyl" oder die eigenmächtigen Aktionen eines Bedford-Strohm. Alles Rechtsbruch. Es ist anmassend zu sagen "Diese Welt gehört uns..." Selbst-(Reflektion) ist eine Eigenschaft die der, angemessenen, Ruhe entspringt. ...eben auch mal sitzen und stehen bleiben. Diese Welt gehört nämlich allen Menschen. Ja, Sie haben recht. So etwas ist, indirekt, ein Aufruf zur Gewalt. Junge Menschen sind halt leicht beeinflussbar.

Wehe diesen Aufruf zu Gewalt von KGE hatte ein führender Politiker der AFD nur annährend geäußert – sofort wäre in ARD-extra und ZDF-Spezial öffentlich hingerichtet worden.

ursula keuck | Do, 15. Oktober 2020 - 12:53

In reply to by ursula keuck

„diese Welt gehört uns….
Das kommt mir irgendwie bekannt vor.
Die Parallelen mit dem 1000-jährigen Reich sind frappierend

Heidemarie Heim | Do, 15. Oktober 2020 - 12:30

Der dazu interviewte Sprecher der Aktivisten sowie einige KommentatorInnen von FfF und andere, die es eine Unverschämtheit der dort eingreifenden Polizei nannten, das diese sofort deren "Aktion" in Zusammenhang mit einem "alltäglich stattfindenden" Auffahrunfall brachten, hätten besser auch geschwiegen. Entweder sind diese
wirklich so dumm und unbedarft oder sie sind ideologische Überzeugungstäter/-Helfer. Wir werden sehen ob für sogenannte Öko-Aktivisten das gleiche vor Gericht hinsichtlich Strafmaß gilt wie für jeden anderen Bürger der wegen §315b StGB-gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr sowie Nötigung im Straßenverkehr (Staubildung)nach §240 StGB verurteilt wird. Denn anders als bei anderen schwer ermittelbaren Verstößen gegen unsere Rechtsordnung kann die Rechtsgrundlage hier m.E. nicht klarer sein. Auch der noch so "grüne Zweck" heiligt nicht die angewandten Mittel! Dem Verletzten meine besten Genesungswünsche! MfG

Robert Friedrich | Do, 15. Oktober 2020 - 14:20

Im ÖR kam einer dieser Helden zu Wort und wollte für den Schwerverletzten noch Absolution. Schon das Wort Aktivisten ist eine Beledigung aller Tüchtigen im Land. Mir fällt dazu Goethe ein: Wer nie sein Brot mit Tränen aß, wer nie die kummervollen Nächte...
Eine Schande das die ÖR es wagen den Leuten eine Tribüne zu geben.
Gleiches trifft zu für das Hochjubeln der Bewegung fridays for future. In der Berichterstattung gewinnt man den Eindruck die ganze Jugend steht auf für here Ziele. Wolfgang Kubicki schreibt in seinem neuesten Buch "Meinungsunfreiheit" von dem kleinen Häuflein von 3%. Der Rest chillt.

Klaus Peitzmeier | Do, 15. Oktober 2020 - 21:33

Bei den GRÜNEN spielen die Menschen stets die geringste Rolle. An erster Stelle stehen Molch, Kröte u Fledermaus. Für deren Umsiedlung werden jedes Jahr viele 100 Mio € ausgegeben. Da wird auch nicht infrage gestellt, ob einige notleidende Bürger es vielleicht dringender gebrauchen könnten.
Dann kommt der Wolf, den 150 Jahre niemand vermißte. Egal, wieviel Viehzüchter u Schäfer darunter zu leiden haben. Hauptsache es wurde eine Tierart gerettet. Was zählen schon Viehzüchter u Schäfer.
Ganz vorn dabei das zweifelhaft umweltfreundliche E-Auto. Da werden mit Fridays for Future Geheule ganze Bundesländer ruiniert u Millionen Arbeitsplätze in Windeseile vernichtet.
Das bringt viel unnötiges Leid über Millionen Menschen. Das Unfaßbare dabei: die Bürger klatschen ihrem Untergang noch Beifall.
Bei all dem wird stets ultimativ u rücksichtslos vorgegangen. Da wundert es nicht, daß man bei den Abseilaktionen zu Allerletzt an die Verkehrsteilnehmer dachte.