Robert Habeck und Donald Trump in Davos - Brüder im Geiste

Weil Robert Habeck beim Weltwirtschaftsforum in Davos spontan die Rede des amerikanischen Präsidenten kommentierte, hagelt es Kritik. Tatsächlich mangelte es dem Grünen Chef nicht an Authentizität. Das hat er mit Donald Trump sogar gemein, macht es aber deshalb nicht besser

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„Im Grunde war es ein einziges Desaster“ / picture alliance

Autoreninfo

Frank Lübberding ist freier Journalist und Autor.

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Fehlende Authentizität konnte man dem letzten deutschen Kaiser nicht nachsagen. In einem legendär gewordenen Interview mit dem Daily Telegraph im Oktober 1908 redete sich Wilhelm II. fast um Kopf und Kragen. Der Höhepunkt war zweifellos seine Anmerkung, er habe mit der Übermittlung eines Schlachtplans in Wirklichkeit den Burenkrieg der Briten gewonnen. Der Kaiser, so fasste es etwa der Historiker Johannes Willms zusammen, hatte sich als „Poseur, Schwindler und Schwadroneur übelster Sorte entlarvt.“

Das Interview wurde zum Skandal, weil es die konstitutionelle Krise des Kaiserreiches deutlich machte. Es gab keine dem Reichstag verantwortliche Regierung, stattdessen das persönliche Regiment des Kaisers. Einem Dilettanten an der Spitze des Staates ausgeliefert zu sein, war ein weit verbreiteter Eindruck. Verfassungsrechtliche Konsequenzen hatte das nicht. Ob der Reichstag damit die letzte Chance verpasst hatte, den Kaiser auf seine repräsentativen Funktionen zu reduzieren, wird sich heute nicht mehr klären lassen.

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Klaus Funke | Do, 23. Januar 2020 - 12:27

Trump ist ein Präsident, der vom ersten Tag polarisiert. Vieles ist ihm vorzuwerfen, zuletzt der Drohnenmord an dem iranischen General. Aber man kann ihm nicht vorwerfen, seine Wahlversprechen Wort für Wort einzulösen. Dann hätte man ihn nicht wählen dürfen. Indes, die Amerikaner sind von ihrem Präsidenten in der Mehrheit überzeugt und sie werden ihn wiederwählen. Trotzalledem. Wie kann man aber einen Parteivorsitzenden einer deutschen Oppositionspartei derart überzeichnen, dass er mit dem amerikanischen Präsidenten vergleichbar wird. Gut, BILD tat es. Aber denen geht es um Auflage und nichts sonst. Freilich, BILD ist das Leitmedium. Und alle folgen diesem Revolverblatt. Wenn der "begabte" Jugendschriftsteller Habeck gegen den amerikanischen Milliardär, der Parteichef einer überbewerteten Partei gegen den unterbewerteten Staatschef unserer "Schutzmacht" zu Felde zieht, gleicht das einem theadralischem Duell auf dem Forum im Alten Rom: Ein Plebejer schimpft gegen den Konsul! Ein Witz!

der Robert, der Habeck, einfach nur als Kanzler in Spe schon mal in Stellung bringen?
Look Donald, I am the Chief of the Green Party from Germany!
Am Selbstüberschätzung fehlt es dem Grünen Häuptling nun wahrlich nicht. Gut, bei den Zahlen der Unfragen.
Trump hin oder Her, trotzdem ist er der Chef im Ring. Das ihm das Weltklima am A...vorbeigeht, geschenkt. Hauptsache er macht einen guten Deal.
Salute

wenn nur nicht Massen mental nicht ganz reifer deutscher Möchtegernweltverbesserer das Heißluftgebläse Habeck auch noch wählen würden.
Die Grünen im antiaufklärerischen Weltrettungswahn werden erst als Versager erkannt, wenn auch der letzte Pisageschädigte erkennt das deren billige Rethorik keinen wissenschaftlichen Unterbau hat. Und sich mit Moral und Berufsbetroffenheit weder ein Steueraufkommen realisieren lsässt noch kann damit die Wohnung geheizt oder beleuchtet werden...

Beherrscht Habeck Authenzität? Wenn ja, muß er wissen, diese beginnt bei sich selbst. Wenn er versucht, Rollen und Klischees zu entsprechen, bewegt sich Habeck bereits auf dem Weg, sich beliebt zu machen. So sieht er sich und läuft jedoch Gefahr, opportun und unecht zu wirken.
Das gelang ihm in Davos par excellence, in peinlichster Reinkultur. Habeck ist das Produkt einer neuen trivial-kleinbürgerlichen Politkultur, Er ist kein Revoluzzer. Er ist für mich lediglich ein extrem grün-rotes Licht und schwimmt mit dem Mainstream. Er richtete sich ein Paralluniversum ein und kreiert seine Umweltapokalypse hoch zwei. Er baute sich ein Pseudo-Nirwana.
Was "suchte" er in Davos als Nichtpolitiker? Die neue Umwelt-Aktionärin Thunberg für seinen GRÜNEN-Wahlkampf 2021? Als künftiger Bundeskanzler in seiner grenzenlosen Habeckkultur? Da sei Gott vor!
Der CDU-Politiker Norbert Röttgen attestiert Habeck "außenpolitische Einfältig-keit". Röttgen zeigt Habeck gegenüber überflüssige Noblesse

Wenn man wie Sie von Fremdenfeindlichkeit getrieben ist, hält man sich nicht lange mit Logik oder Argumenten auf und verzeiht vieles, nicht wahr? Dennoch sei auch ihnen gesagt, dass die Mehrheit der Amerikaner Trump NICHT unterstützt und nie unterstützt hat. Nur weil Sie sich das wünschen, wird es nicht wahr.
Das gilt übrigens auch für Ihren anderen Hoffnnungsträger, Studienabbrecher Salvini, von dem Sie behaupten, DIE Italiener würden ihn "lieben". Seine Lega wird derzeit bei gut 30% gehandelt.
Heißt nicht, dass die beiden keine Chancen haben. Aber ein wenig sollte man Tatsachen schon zur Kenntnis nehmen können.

Wolfgang Tröbner | Fr, 24. Januar 2020 - 11:43

In reply to by Gast

warum Sie Herrn Funke im Zusammenhang mit Trump und Habeck Fremdenfeindlichkeit unterstellen, hat mit normaler Logik auch nichts zu tun, oder? Würde ich mir Ihre "Logik" zu eigen machen, müsste ich unweigerlich zu dem Schluß kommen, dass Herr Funke Trump deshalb ablehnt, weil er ein "Fremder" ist. Sie sehen, wie weit man mit Ihrer Art der Argumentation kommt?
Zwischen den Zeilen lese ich bei Ihnen auch heraus, dass die Italiener "Studienabbrecher Salvini" nicht "lieben" könnten, da seine Lega derzeit nur bei gut 30% gehandelt würde. Falls das ein Argument pro Habeck sein sollte, ist auch das etwas daneben gegangen. Die Grünen werden derzeit bei knapp über 20% gehandelt, was Ihrer Logik zufolge bedeuten würde, dass die Deutschen Habeck nicht lieben können. Wollten Sie das sagen?

Kai-Oliver Hügle | Fr, 24. Januar 2020 - 13:42

In reply to by Gast

Sie verdienen eine Antwort.
Während Funke & Co zumindest Trumps Umgangsformen monieren, wird Salvini durchweg positiv begleitet, und ich glaube, ich trete Herrn Funke nicht zu nahe, wenn ich davon ausgehe, dass seine Sympathien für Salvini und Trump vor allem auf deren fremdenfeindliche Rhetorik zurückzuführen sind.
Salvinis nicht abgeschlossenes Studium erwähne ich nur deshalb, weil hier "links-grünen" Politikern gerne ihr vermeintlicher Mangel an beruflicher Qualifikation vorgehalten wird, worüber man bei Salvini (und Kurz) aber geflissentlich hinwegsieht - vermutlich aus dem o.g. Grund.
Darüber hinaus hat Herr Funke Behauptungen über den Wählerwillen aufgestellt, die objektiv falsch und mithin logisch nicht begründbar sind.

Roland Völkel | Fr, 24. Januar 2020 - 17:18

In reply to by Gast

und mithin logisch nicht begründbar sind."
Falschen kann nie Logisch sein daher muss man es auch nicht begründen.
Tatsache ist aber, Trump ist der gewählte Präsident der USA.
Aber sie machen ja noch einen drauf und bringen M: Salvini & S. Kurz ins Spiel. Waren die beiden überhaup in Davos?
Warum haben sie nicht noch G. Wilders, M. Le Pen,B. Höcke, Kim Jong Un etc. hier aufgeführt? Fehlt beim Artikel R.Habeck vs. D.Trump. Gehören doch unmittelbar dazu! Global denken, Herr Hügle! Provinz war gestern.

Klaus Funke | Fr, 24. Januar 2020 - 17:29

In reply to by Gast

Spinnen Sie weiter, Herr Bergle, Sie irren, ich "verehre" Trump keineswegs, auch nicht Matteo Salvini, und schon gar nicht wegen ihrer Fremdenfeindlichkeit. Das sind Ihr beleidigenden Klischees, die Sie rausschleudern wie Konfetti, ohne mich zu kennen oder auch nur zu ahnen, wie ich ticke. Eines aber haben Trump und Salvini gemeinsam, sie scheinen zu wissen, wie ihre jeweiligen Landsleute ticken. Und diese Menschen ticken nicht so, wie Sie glauben. Haben Sie sich mal im Volke umgehört? Ich kenne kaum einen, der die derzeitige Politik noch erträglich findet, und dies hat nur zum Teil mit der Migrationspolitik zu tun. Lassen Sie Ihr "Totschlagargument" getrost stecken. Sie sind ein Parteigänger, vielleicht sogar das alterego von dem "allseits beliebten" Herrn Lenz. Sie sind ein trauriger Typ, wenn Sie Menschen nach dem beurteilen, was Sie persönlich denken und glauben. Ich bin in christlichen Kreisen mit Migration beschäftigt, habe aber meinen kritischen Geist bewahrt. Schämen Sie sich!

Klaus Funke | Fr, 24. Januar 2020 - 17:48

In reply to by Gast

Wir werden es erleben: Trump wird haushoch wiedergewählt. Die Demokraten stürzen ins Bodenlose. Und Salvini wird demnächst im Palazzo Chigi residieren. Die 5-Sterne haben sich schon demontiert, die Sozialisten werden folgen. Salvini gewinnt eine Wahl nach der anderen. Warum ist das so? Sind die Amerikaner und die Italiener zu blöd? Oder hören die nicht auf Sie, Herr Hügle? Ich weiß nicht, welche Nachrichtenquellen Sie nutzen? Da ich ganz gut Englisch und Italienisch kann, unterrichte ich mich beim Original. Das sollten Sie auch. Aber wählen Sie die richtigen Kanäle... also, wir werden sehen, und ich wette, ich werde Recht behalten.

Roland Völkel | Fr, 24. Januar 2020 - 17:06

In reply to by Gast

hat sich Herr Funke zu D. Trump geäußert!
Und was machen sie daraus? Sie werfen Ihm Fremdenfeindlickeit vor. Scheint ja eine Replik von ihnen zu sein, Mitkommentatoren die nicht ihren Gusto entsprechen, zu verunglimpfen. Eine sachliche Diskussion scheint ihnen fremd zu sein.

Alfred Kastner | Fr, 24. Januar 2020 - 17:13

In reply to by Gast

Pfauenhafte Überheblichkeit und Narzissmus sind keine guten politischen Begleiter. Robert Habecks Ausrutscher häufen sich. Ich räume ein, dass ich nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der Grünen den eloquenten Habeck nach vielen schrillen und inkompetenten Vorgängern eher als angenehme Abwechslung empfand. Mit Schaudern denke ich an Katrin Göring-Eckardt die, außer einem abgebrochenem Theologiestudium, beruflich gar nichts vorzuweisen hat. In Habeck habe ich mich aber offenbar gewaltig geirrt. Habeck setzt auf das Erschrecken der Bürger und zudem ist aus dem einstigen gemütlichen Plauderer inzwischen ein ziemlich aufgeblasener Schrägredner mit demagogischen Allüren geworden. Einer, der zunehmend mit narzisstischen und überheblichen Äußerungen Schlagzeilen macht und auch gerne das  Adjektiv “radikal” in den Mund nimmt. Erfolg kann wie eine Droge wirken. Die Trennlinie zur Hybris wird dann allerdings sehr eng. Man stelle sich Habeck als künftigen Vizekanzler und Außenminister vor.

Klaus Funke | Do, 23. Januar 2020 - 12:27

Trump ist ein Präsident, der vom ersten Tag polarisiert. Vieles ist ihm vorzuwerfen, zuletzt der Drohnenmord an dem iranischen General. Aber man kann ihm nicht vorwerfen, seine Wahlversprechen Wort für Wort einzulösen. Dann hätte man ihn nicht wählen dürfen. Indes, die Amerikaner sind von ihrem Präsidenten in der Mehrheit überzeugt und sie werden ihn wiederwählen. Trotzalledem. Wie kann man aber einen Parteivorsitzenden einer deutschen Oppositionspartei derart überzeichnen, dass er mit dem amerikanischen Präsidenten vergleichbar wird. Gut, BILD tat es. Aber denen geht es um Auflage und nichts sonst. Freilich, BILD ist das Leitmedium. Und alle folgen diesem Revolverblatt. Wenn der "begabte" Jugendschriftsteller Habeck gegen den amerikanischen Milliardär, der Parteichef einer überbewerteten Partei gegen den unterbewerteten Staatschef unserer "Schutzmacht" zu Felde zieht, gleicht das einem theadralischem Duell auf dem Forum im Alten Rom: Ein Plebejer schimpft gegen den Konsul! Ein Witz!

Ernst-Günther Konrad | Do, 23. Januar 2020 - 12:33

Es war ein Desaster. Eines für ihn. Er offenbarte in 138 Sekunden seine Unfähigkeit außerhalb der Klimahysterie etwas vernünftiges zu sagen. Er unterstellt zudem Trump Dinge, die er gar nicht gesagt hat, verdreht ihm die Worte und ist letztlich einfach nur verärgert, das der Präsdient der USA ihn wahrscheinlich gar nicht kennt und seine Klimahysterie nicht teilt. Einige Medien stellen beide als Giganten gegenüber. Jetzt aber. Trump kennt inzwischen jeder, man mag ihn und seine Politik oder nicht. Wer kennt außer uns leidgeprüften Deutschen denn den fliegenden Robert?
Der Kinderbuchautor ist schlicht und ergreifend mit einem Auftritt eines Staatsmannes in Davos als Zuhörer überfordert gewesen. Erst hat er sich sein unseeliges getwitter abgewöhnt, jetzt redet er sich um Kopf und Kragen in Handy-Videos in Echtzeit. Habeck leidet sichtlich an Größenwahn und die ihm geneigte Presse puscht ihn auch noch.
Lieber Robert, wer hoch fliegt, kann ganz schön tief fallen. Schreibe besser Bücher.

Christa Wallau | Do, 23. Januar 2020 - 12:45

redet nicht so, wie es für einen Politiker in führender Position angemessen ist.
Sein Urteil über die Rede des US-Präsidenten zeugt
1. von mangelnder Beherrschung seiner Emotionen
und 2. davon, daß er die Absichten Trumps nicht durchschaut bzw. sich mit dessen politischen Zielen gar nicht erst auseinandersetzen will, sondern sie pauschal als "bescheuert" abtut.

Diese Arroganz beweist, wie ungeeignet Habeck für ein Führungsamt ist - und dies nicht nur in der Politik, sondern auch sonstwo, etwa in der Wirtschaft. Wo I n t e r e s s e n aufeinanderstoßen, ist diplomatisches Reden und Handeln unbedingt angebracht, es sei denn, man möchte sich gleich aus der Runde verabschieden. Dann hat man allerdings auch keine Chance mehr, etwas für sich "herauszuholen".

Wir dürfen uns also jetzt schon ganz toll freuen auf das, was uns als Bürger Deutschlands erwartet, wenn - wie es sich andeutet - ab 2021 Habeck und seine grünen Genossinnen u. Genossen in Berlin mitregieren.
Das wird "lustig"!

Werner Peters | Do, 23. Januar 2020 - 12:57

Mit Verlaub, Herr Lübberding, Trump und Habeck auf eine Stufe zu stellen, wie das jüngst auch der SPIEGEL machte, ist schon grotesk. Man kann und soll Trump durchaus kritisieren, aber was hat denn Trump für sein Land geleistet und was dagegen Herr Habeck für Deutschland ? Und noch eins: Wem verdankt denn Herr Habeck die Möglichkeit, sich als Deutscher heute überhaupt so frei äußern zu dürfen ?

Regina Müller | Fr, 24. Januar 2020 - 08:46

In reply to by Gast

Für Habeck gibt es kein Volk - auch kein Deutsches Volks. Deshalb ist auch er kein Deutscher

Helmut Sandmann | Fr, 24. Januar 2020 - 12:35

In reply to by Gast

Und deshalb sollte Hr. Habeck in ein Land seiner Wahl auswandern, je schneller desto besser fuer ihn und Deutschland.

Ernst-Günther Konrad | Do, 23. Januar 2020 - 12:57

Diese könnte sich Trump fragen, sollten ihm tatsächlich die aus seiner Sicht unwichtigen Worte des fliegenden Roberts zu Ohren kommen.
Herr Habeck leidet an unbegrenzter Selbstüberhöhung und hat die Weltpolitik nicht ansatzweise verstanden. Wie sollte er auch. Ein Kinderbuchautor mit Philosophiestudium darf in Davos live zuhören und scheinbar reicht sein Englisch nicht aus oder er wollte einfach nicht verstehen, was und warum Trump dort so redete, wie er es tat. Herr Habeck, das war kein grüner Parteitag, das war ein Treffen von Wirtschaftsmagnaten, Politikern und Lobbyisten. Menschen die in Hinterzimmer weltwirtschaftliche Weichen stellen. Das kann man kritisieren oder auch nicht. Einen US-Präsidenten zum "Gegner" zu erklären ist dumm, instinktlos und geschichtsvergessen. Nun gut, jemand wie Habeck, der mit Begriffen wie Heimat nichts anfangen kann, den Osten Deutschlands noch demokratisieren muss, dem kann natürlich auch die innere Kompassnadel mal hängen bleiben.
Kopfschütteln.

Maria Fischer | Do, 23. Januar 2020 - 13:13

Bei jeder Aussage und bei jeder Geste von Robert Habeck denke ich an Johannes Gross (Journalist und Verleger)

„Es sind Neonazarener, sanfte Gesten, demütige Blicke, jeden Anlass zur Entschuldigung begierig wahrnehmend, mit Verständnis für alles Menschliche, wenngleich es ihnen fremd ist.
Es erscheint die Generation, die sich so sehr im Recht weiß, wenn auch sonst nicht viel, und die so sicher auf der Seite des Guten steht, daß sie jeden Gegner ohne Hemmung unter ihren Sandalen zertreten und jeden Lauen aus ihrem Mund anspeien könnte. Aber sie braucht es nicht. Das Establishment seufzt ihr mit geöffneten Armen entgegen.“

Karsten Paulsen | Do, 23. Januar 2020 - 13:30

Herr Habeck reiht sich nahtlos in die jetzige Politikergeneration ein, die egoistisch/infantil ihre eigenen Wertvorstellungen und Interessen vor die Interessen Deutschlands stellen, bzw. mit Deutschland als Land oder Nation garnichts anfangen wollen. Steinmeier, Merkel und Co. sind doch das Vorbild dieser Haltung. Sie können es sich auch leisten, sind sie doch finanziell bestens versorgt. Zu bezahlen haben die schlechter werdenden Wirtschaftsverhältnisse die Betriebe und ihre Beschäftigten. Die USA brauchen uns nicht, wir aber die USA.

Das ist Denke und Haltung des ganzen R2G-Kuschelzoos. Es wird noch viel Mühen und Überzeugungsarbeit brauchen, um diese in ihrer politischen Bedeutung auf einstellige Wahlergebnisse zu reduzieren. Vamos!

Tomas Poth | Do, 23. Januar 2020 - 13:43

Solange sie nutzen den unsinnigen Grünen-Hype in den Umfragen und im Mainstream zu stoppen, wünsche ich ihm weiterhin viele passende Statements.

Markus Michaelis | Do, 23. Januar 2020 - 14:12

"Aber wie will Habeck einen Gegner bekämpfen, oder deutsche Interessen vertreten, wenn er ihn noch nicht einmal versteht?"

Ich würde davon eine andere Variante mehr betonen: wie will Habeck sich in einer Welt zurecht finden, bei der er davon ausgeht, dass er die Menschheit und universelle Werte vertritt? Man kann gerne Habecks Idealen folgen - aber wenn man "Bio-Deutschland" verlässt, braucht man doch irgendeinen real vertretbaren Standpunkt, der berücksichtigt, wie vielfältig in der Welt gedacht wird. Gerne als klar formulierten Gegensatz zu anderen Gruppen/Idealen. Aber mit dem Anspruch die Menschheit und universelle Werte zu vertreten - das müsste man viel besser erklären.

Michaela Diederichs | Do, 23. Januar 2020 - 15:08

Beide sind Populisten und beide haben ihre Klientel bedienen wollen und beide sind extrem schlicht gestrickt. Menschenfänger, aber keine klugen Politiker. Trump ist gewählt und wird wohl wieder gewählt werden. Das ist der einzige, aber ein bedeutender Unterschied.

Dr. Roland Mock | Do, 23. Januar 2020 - 21:24

In reply to by Gast

Es ist - mit Verlaub - absurd, den gewählten amerikanischen Präsidenten, noch dazu dabei bei dessen wirtschaftlicher Erfolgsbilanz, mit einem Regionalpolitiker ohne Lebensleistung und ohne einen Funken Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen auf eine Stufe zu stellen. Und wenn Sie meinen, Trump sei „schlicht gestrickt“, sind Sie auf schlicht gestrickte Journalisten in den deutschen Leitmedien (von SPIEGEL über SZ, FAZ bis zu nahezu allen, TV-Sendern) hereingefallen. Mein Vorschlag: Lesen Sie die Rede Trumps im Original (gibts auch auf Deutsch) und fragen Sie dann jemanden, der halbwegs etwas von Wirtschaft versteht und nicht ideologisch verblendet ist, ob es stimmt, was er sagt. Bei allem Respekt: Aber erst dann, nur auf Basis von Fakten, können Sie sich eine ernst zu nehmende Meinung bilden.

Chris Groll | Fr, 24. Januar 2020 - 14:50

In reply to by Gast

Großartiger Kommentag, dem ich nur voll und ganz zustimmen kann.

Brigitte Miller | Fr, 24. Januar 2020 - 09:45

In reply to by Gast

aber dass Trump extrem schlicht gestrickt sei, ist ein Gerücht, wie jedem klar sein wird, der ihn genauer beobachtet und seine Reden liest, anstatt ihre Interpretation.

Michael Sachs | Do, 23. Januar 2020 - 15:24

Bei aller Liebe aber Sie können doch den Habeck nicht mit dem letzten deutschen Kaiser vergleichen, das geht nun wirklich nicht wollen Sie den Habeck aufwerten oder was soll das werden.

Romuald Veselic | Do, 23. Januar 2020 - 15:26

So authentisch, wie jeder Voodoo-Doc. Ich möchte von diesem Parteihäuptling, der von 9 Wählern aus 100 gewählt wurde, nirgends vertreten werden. Er spricht seine Klientel an, die mir beweisen sollte durch einen Langzeitversuch (30 J.), dass das, was RH postet, auch stimmt. Mir ist Robert H. gleichermaßen unsympathisch, wie ihm Donald T, nur um Balance willen. Dieser Green-Spleen Guru liefert keine Beweise. Bislang wurden nirgends seine repressiven Verbotsdogmen als wirtschaftlicher Aufbau einer produktiven, Wohlstandsgesellschaft praktiziert, in einem veritablen Zeitfenster. Ich werde nie eine Laborratte für die Grüne-Experimente u. ad-hoc Polit-Versuche, zur Verfügung stehen. Ich lehne es ab. Ich habe fertig!
Habeck soll sich ein PC-Spiel nach "Tropico" Art-Diktatur zusammenschustern/zulegen, und dort essbaren Graß säen.

Manfred Sonntag | Do, 23. Januar 2020 - 15:27

"Er ist wieder da!"
Herr Funke, ich stimme 100% Ihrer Beurteilung des grünen Revolutionärs zu. Es war einmal, vor langer Zeit, da wurden derartige Bekenntnisse mit dem Karl Marx Orden belohnt. Heute, da beurteilen unsere Nachbarn diese Kapazitäten so: "Der hässliche Deutsche trägt nicht mehr Stahlhelm und Wehrmachtsuniform. Er hält stattdessen in allen Lebenslagen eine gesinnungsethische Lektion bereit."(NZZ). Auch ich denke, dass einige unserer Landeskinder, vornehmlich RRG geprägt, sich als Moralweltmeister darstellen. Sie erhöhen sich selbst über andere und das ist regelmäßig wiederkehrend in der neueren deutschen Geschichte.

Dr. Roland Mock | Do, 23. Januar 2020 - 15:30

Brüder im Geist? Der Macher Trump und der - mit Verlaub - versponnene Kinderbuchautor Habeck? Ich empfehle jedem, der sich nicht mit Trumps vielleicht etwas bizarrer Persönlichkeit befassen möchte, sondern mit dem, was er für sein Land getan hat, die Rede vollständig zu lesen. Es befindet sich nicht ein Fakt, den ich widerlegen könnte, in dieser Rede: Trump hat eine epochale Steuerreform und funktionierende Handelsabkommen auf den Weg gebracht, die Wirtschaft dereguliert, setzt nicht auf Verdammung, sondern auf Nutzung natürlicher Ressourcen... Die Folge: Ein deutlich höheres Wachstum als in Europa, 7 Millionen neue Jobs, die Wiederbelebung verloren geglaubter Regionen... Und er das unselige appeasement der Clinton- und Obama-Jahre beerdigt und u.a. in Iran entschlossen gehandelt. Und nun möge man diesen erfolgreichen, optimistischen Führer einer Weltmacht mit dem politischen Personal Deutschlands vergleichen. Gern mit dem öko- sozialistischen Schwadroniere eines Robert Habeck.

Jürgen Keil | Do, 23. Januar 2020 - 15:44

Was fällt mir spontan zu Beiden ein? Der Eine vertraut den Wissenschaftlern, die einen anthropogenen Einfluss auf das Klima in Frage stellen. Der Andere glaubt möglicher Weise Herrn Schellnhuber und an Michael Manns Hockeyschlägerdiagramm. Wer glaubt das Richtige? Ich weiß es nicht. Ich bin hinsichtlich menschlichen Klimaänderungseinflusses eher Agnostiker. Der Eine behauptet, zuvorderst für sein Land, für das amerikanische Volk zu arbeiten. Ob er sein Volk wirklich liebt? Ich weiß es nicht. Aber er bemüht sich, seine Wahlversprechen zu erfüllen. Dem Anderen ist das zu wenig, er will die Welt retten. Tatsächlich aber, beteiligt er sich an der Zerstörung der deutschen Energieversorgungssicherheit. Mit dem Begriff Volk hat er eher ein Problem. Den theatralischen Habitus Trumps mag ich nicht. Den Habitus Habecks zu mögen, überlasse ich den Frauen und den FFF- Teilnehmern. Wählen werde ich ihn nicht!

gerhard hellriegel | Do, 23. Januar 2020 - 16:29

Also, habeck in eine reihe mit wilhelm 2 und trump zu stellen, ist schon possierlich.
"Für Habeck ist Trump nämlich ... ein Poseur, Schwindler und Schwadroneur übelster Sorte.“
Für mich auch. Er "macht damit seine außenpolitische Grundorientierung deutlich."
Schön, der autor aber auch. Und jetzt dürfen Sie einmal raten, was die wohl ist.
"Habeck inszenierte sich damit als Merkel 2.0, die in den langen Amtsjahren möglichst wenig Angriffsfläche bieten wollte. "
Ja, offensichtlich eben nicht, was der autor anscheinend nicht fassen kann.
"... die außenpolitische Bewertung eines Verbündeten." Herr habeck hat nicht "die USA" bewertet, sondern herrn trump.
Erkennt jemand einen unterschied?

Josef Olbrich | Do, 23. Januar 2020 - 17:07

Ist der Geist wieder aus der Flasche? Viele, die sich Gedanken zu unserer politischen Gestaltung machen, werden je eine Rede im Original während des "tausendjährigen Reiches" gehört haben, in dem Amerika, damals regierte Franklin D. Roosevelt, als Feind definiert wurde. Gleich, wer hier sich auf diese geistige Schiene begibt, leistet den Deutschen in der Bundesrepublik einen Bärendienst.

Roland Muck | Do, 23. Januar 2020 - 17:37

Es ist schon ein Kreuz mit den führenden GRÜNEN, Habeck ist ein Großmeister des Schwurbelns, dass er es u.U. mal auf Regierungsebene mit Trump zu tun bekommen wird (andererseits, da waren der jetzige BP und der Außenminister auch nicht gerade zurückhaltend. Man muss ihnen zu Gute halten, damals dachten sie nicht im Traum daran, dass Trump die Wahlen gewinnt) scheint ihm da nicht gerade gegenwärtig gewesen sein.

Norbert Heyer | Do, 23. Januar 2020 - 17:39

Herr Habeck hat sich und Deutschland mit seiner „Hassrede“ einen Bärendienst erwiesen. Man kann zu Herrn Trump stehen, wie man will: Er ist der gewählte Präsident der USA, der seine Wahlversprechen nach und nach einlöst. Seine Kritik an unserem zu geringen Wehretat war doch
sachlich korrekt. Das er die hier übliche Klimahysterie ablehnt, muss ihm jeder echte Demokrat zugestehen. Das seine Rede in Davos schon ein Vorgriff auf den Wahlkampf war - deutsche Politiker hätten in vergleichbarer Situation genauso reagiert. Für Herrn Trump ist eben „Amerika first“ und nicht die ganze Welt -und die Bürger seines Landes sind nicht die, „die schon länger hier leben“. Er agiert nunmal wie ein Cowboy und denkt an „Deals“, Politiker mit einer guten Kinderstube haben aber die Fähigkeit und geistige Reife, hier sozusagen mit dem Florett zu antworten und nicht mit dem Vorschlaghammer. Für unsere Politiker kann man sich nur schämen, wir sind auf dem direkten Weg in die totale Isolierung ...
Isolierung

Dietrich Bomm | Do, 23. Januar 2020 - 17:41

Phrasen aus Politikermund immer wieder zu hören:
Desaster, Ignoranz, globale Probleme. Herrlich wie ein Grüner spricht über Reden, die nicht in das grüne Weltbild passen. Eine Frohnatur im Quadrat, bitte mehr solche Phrasen, Herr Habeck, in dieser traurigen politischen Welt bereiten Sie mir damit Freude.

Klaus Peitzmeier | Do, 23. Januar 2020 - 17:56

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was Sie uns sagen wollen, Herr Lübberding. Das beides "authentische" Idioten sind? Der stets bieder wie aus dem Ei gepellte Trump, der der weltgrößte Dealmaker aller Zeiten sein will u der sich ganz brutal nur um die materiellen Interessen der reichen US-Amerikaner schert und dabei alles niederwalzt, was sich diesem Ziel widersetzt. Dem Umweltzerstörung u Klimawandel egal sind, sofern sie der Gewinnmaximierung im Wege stehen. So einer muß doch nicht blöd sein. Wohl eher die Masse seiner Wähler.
Und derjenige, der all das kritisiert u noch ohne Eitelkeit ist, dessen Wertvorstellung eine völlig entgegengesetzte ist, kann doch authentisch u muß keinesfalls ein Idiot sein. Ersetzen Sie bitte Habeck durch Joschka Fischer. Der hat sich, bevor er anerkannter u geachteter Außenminister wurde, sehr verächtlich über Autoritäten geäußert, die ihn im Nachhinein sehr schätzten. Vielleicht blamieren Sie sich noch mit ihrer allzu abwertenden Habeck Kritik.

Wohl eher die Masse seiner Wähler. Ziemlich abgehoben und arrogant. Absolut typisch für die Generation der aktuellen deutschen Besserwisser. Sein (Ihr) Motto: Ich weiß alles besser, und nach P.Tauber: wem es nicht passt, der ist ein A....loch. Schließlich retten wir die Welt, das Klima, den Weltfrieden u.s.w. Ihre Jüngertum für eine Partei, die genau dafür prädestiniert ist, braucht man da nicht explizit zu erwähnen. Und als gutes Beispiel den Schläger J.Fischer hervorzuheben, spricht für sich. Sie haben eine C. Roth vergessen, die hat ähnliche mentale und charakterliche Qualitäten wie Herr Habeck. Ich schlage vor, Herr Peitzmeier, Sie führen sich die gesamte Rede Trumps zu Gemüte, und sollten Sie sie verstanden haben, können Sie sich die Frage an den Autor selbst beantworten.

Für mich ist Joschka Fischer kein anerkannter und geachteter Außenminister. Viel mehr eine Person, die das höchste Ideal "Frieden" ein für alle mal aus den Grundsätzen der Partei "Die Grünen" gestrichen hat. Er hat, wie man heute weiß, förmlich um die Kriegsbeteiligung gebettelt und Deutschland in den ersten Kriegseinsatz nach dem WW2 getrieben. Wer solche Idole hat, kann natürlich auch heute noch grün wählen.

Ist das ein Scherz? Herr Fischer, der oberste Steinewerfer der Nation, soll anerkannter und geachteter Außenminister gewesen sein? Herr Fischer hat 1998 als Chef der friedliebensten Partei des Universums einem völkerrechtswidrigem Krieg mit deutscher Beteiligung zugestimmt! Und fläziges Benehmen war ihm ebenfalls nicht fremd: "Herr Präsident, mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch". Dieser Stil scheint sich bei seinen Nachfolgern fortzusetzen.

MatthiasDeutschmann | Do, 23. Januar 2020 - 19:42

Habeck und Wilhelm Zwo, geht es auch eine Nummer kleiner? Wie kommt man auf einen solch wirren Ansatz für ein eine Kolumne?

MatthiasDeutschmann | Do, 23. Januar 2020 - 19:46

Was für ein wirrer Ansatz für eine Kolumne! Habeck und Wilhelm Zwo.

Karla Vetter | Do, 23. Januar 2020 - 19:48

eigentlich wir Deutschen gesagt , wenn ein amerikanischer Politiker sich erlaubt hätte mit ähnlich brachialer Rhetorik Frau Merkels Flüchtlingspolitik zu kritisieren? Der "talentierte" Herr Habeck wäre doch der Erste gewesen der sich dies verbeten hätte.

helmut armbruster | Fr, 24. Januar 2020 - 07:59

wer so wenig Empathie besitzt, dass er nicht über den eigenen Tellerrand hinaus blicken kann, ist ein beschränkter Mensch.
Denn die Welt endet eben nicht am eigenen Tellerrand.
Bei einem Politiker ist ein solcher Mangel an Empathie schlimm, weil er seine Wahrnehmung einschränkt. Das führt dann zur Annahme falscher Voraussetzungen mit der Folge falschen Handelns.

Jürgen Balitzki | Fr, 24. Januar 2020 - 13:45

Habeck hat völlig Recht. Alle anderen Reaktionen sind einfach nur kleinmütig, halbherzig, diplomatisch und/ oder sowieso interessengesteuert. DER KAISER IST NACKT. Und das muß gesagt werden!!! Und zwar viel öfter!