Charité findet Hinweise auf Vergiftung von Nawalny - Was der Berliner Befund für Russland bedeutet

Der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny, der seit dem Wochenende in der Berliner Charité behandelt wird, ist offenbar vergiftet worden: Die Mediziner vermuten eine Intoxikation durch eine Substanz, die eigentlich als Mittel gegen Demenz eingesetzt wird. Kam der Befehl aus Putins Büro?

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Alexej Nawalny wird derzeit in der Berliner Charité behandelt / dpa

Autoreninfo

Moritz Gathmann leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er studierte Russistik und Geschichte in Berlin und war viele Jahre Korrespondent in Russland

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Am späten Montagnachmittag verschickte die Berliner Charité eine nur wenige Sätze lange Presseerklärung, deren Inhalt es in sich hat: Der bekannteste russische Oppositionelle Alexej Nawalny ist am letzten Donnerstag offenbar Opfer eines Vergiftungsversuchs geworden – den er knapp überlebt hat. Das ist die einzige gute Nachricht der Berliner Ärzte: Sein Gesundheitszustand sei ernst, derzeit bestehe jedoch keine Lebensgefahr. Nawalny befindet sich im künstlichen Koma.

Gleichzeitig bestätigt der Befund der Ärzte, was die russischen Behörden bisher bestritten, nämlich eine Vergiftung Nawalnys. Zum Einsatz kam dabei offenbar eine Substanz, die eigentlich als Mittel gegen Demenz bekannt ist. „Die klinischen Befunde weisen auf eine Intoxikation durch eine Substanz aus der Wirkstoffgruppe der Cholinesterase-Hemmer hin“, heißt es von der Charité. Die konkrete Substanz sei bislang jedoch nicht bekannt: Es werde eine weitere „breitgefächerte Analytik" initiiert. „Derselbe Wirkstoff ist etwa im Insektizid E605 enthalten, auch bekannt als Parathion. Das in der EU seit 2002 verbotene Pflanzenschutzmittel wurde immer wieder bei Mordversuchen eingesetzt.

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Romuald Veselic | Mo, 24. August 2020 - 18:00

sich nicht mal die Blätter an den Bäumen bewegten...
Der Unterschied zwischen einem (Politiker) in Deutschland und Russland liegt; verkürzt skizziert:
Der Deutsche glaubt unkritisch, fast in suizidaler Naivität, an das Gute im Menschen.
Der Russe überlegt, ob ihm der andere Mensch, gefährlich seien kann. Wie viele Jahrtausende wird man brauchen, dass diese ultrasimple Gleichung, endlich bei den "Westlern" ankommt. Nichts (zu 90%), was Thema u. Hype in D ist, ist in RU kein Thema. Am wenigstens Flüchtlinge, Klimarettung, Metoo, E-Mobilität, ... etc. Und wisst ihr warum? Weil die Russen sich das leisten können, auf die Empfindlichkeit der anderen (Deutschen) zu pfeifen.
Peter der Große schlug nicht deshalb die Osmanen, weil er mit ihnen Menschenrechte durchdeklinierte, sondern mit gleichwertiger Schonungslosigkeit. Das wiederholte sich bei Napoleon u. 1941 - 1945.
Noch Fragen, Kienzle?

kann ich nicht besser abschätzen als das, was "der Deutsche", "der Franzose" oder der "Wer-auch-immer" überlegt, Herr Veselic, vielmehr gehe ich davon aus, dass es auch da unterschiedliche "Modelle" von Zweibeinern gibt, die nicht alle gleich ticken wie das offizielle Russland. Wo ich mit Ihnen einig gehe, ist die Unfähigkeit vieler "Westler", sich plastisch vorstellen zu können, mit welchen Methoden sich autoritäre Regimes an der Macht halten und wie gross die Chance von Otto und Anna Normalverbraucher in solchen Staaten ist, sich dagegen zur Wehr zu setzen, wenn sie halbwegs unbehelligt durchs Leben kommen wollen. "Weit vom Schuss gibt alte Krieger" sagt ein Sprichwort, also möglichst nicht auffallen, denn dass der "KGB" (als Chiffre gebraucht) seine Augen und Ohren auch heute noch überall hat und dank des technischen Fortschritts besser sieht und hört denn je, ist selbst im Westen ein offenes Geheimnis. Darin eine Systemüberlegenheit erkennen zu wollen, scheint mir aber verfehlt.

es geht um die Wahrnehmung und Prioritäten der Geschehnisse/Tatsachen, die in D absolut unterschiedlich gestaffelt sind, wie in RU. Die D-Politikkaste besteht aus Idealisten, Fantasten, Wünsch-Dir-Was-Erzähler u. messianischen Träumer, in RU sind kaltnüchterne Machthaber am Werk, die sich v. D/EU sehr wenig bis überhaupt nicht beeinflussen lassen. Und die RU-Bevölkerungsmehrheit macht mit.
Ich glaube langsam, dass die D-Politscharlatane (ähnlich dem früheren Bhagwan-Guru/Fiat-Lux), wollen eine zahnlose Analogie zu Amish- und Mennoniten-Klerikalsekte schaffen, auf der Basis sakral-ökologischen Dogmen, ihre Ansichten der Mehrheit aufzuzwingen. Unterstützt von Bütteln, wie Antifa-Profa-Gesellen. Siehe Opernplatz in F.

Würde die russisch-föderale Staatsführung hinter der Ermordung des Regime-Kritikers stecken, müßte man Herrn Putin und seinen Getreuen eine exorbitante Dummheit attestieren.
In einem Riesenreich wie dem der Russischen Föderation wäre das "spurlose Verschwinden" eines unliebsamen Staatsbürgers ein Leichtes.
Eine "öffentliche Vergiftung" ist viel zu offensichtlich und wenig professionell. Was also sollen die Anschuldigungen einer Staatsführung ohne jeglichen Beweis?
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Ernst-Günther Konrad | Mo, 24. August 2020 - 18:55

Ich bin da zwiegespalten. Ja, das Verhalten Russlands in diesem Fall ist ohne Frage verdächtig. Ja, Menschen zu vergiften ist gerade bei den Russen eine für sie probate Masche, Systemkritiker aus dem Rennen zu nehmen. Was mich nur so stört sind zwei Dinge. Wenn Putin oder im vorauseilenden Gehorsam handelnde Vasallen diesen Mann umbringen wollen, warum so?
Gedunge Gewehrschützen oder Messerkämpfer gibt es dort in Russland, wie anderswo genug.
Warum durfte er letztlich ausreisen? Ja, man hat verzögert. Aber Putin hat doch die Macht den Mann komplett verschwinden zu lassen, ohne Anhaltspunkte wie und wo.
Denke ich zu kompliziert oder wird das einfache nicht erkannt.
Natürlich spricht das nicht für oder gegen Putin, sondern zeigt nur einige Ungereimtheiten auf.
Für mich stellt sich die Frage, warum wieder bei uns? Warum immer nach Deutschland? Das BKA ist mit dem Schutz beauftragt, obwohl kein Regierungsgast, sondern Privatangelegenheit. Welche Rolle hat da wieder Merkel gespielt?

Vielen Dank, lieber Herr Konrad, ich kann Ihnen in allem folgen. Es ist logisch und zwingend. Ich denke nicht, dass Putin hier seine Hände im Spiel hat. Ich denke, er ist selber eines der Opfer. Warum dieser Anschlag gerade jetzt, wo in Weißrussland die Luft brennt und Putin in die Lage kommen könnte, dem Lukaschenko Hilfe zu leisten? Will man Putin lähmen und als Giftmörder brandmarken? Richtig, welche Rolle spielt Merkel? Machen wir für die Amerikaner die Drecksarbeit? Oder will Merkel jeden Rest an alter Ostpolitik zu Grabe tragen? Das Ganze wirft viele Fragen auf und ich denke, die meisten Fragen werden unbeantwortet bleiben. Warum wird mit aller Macht eine Dämonisierung Russlands betrieben? Rücken wir, vielleicht über die "Zündlunte" Belarus, einem Krieg tatsächlich näher? Ich bin ehrlich, mein Mitleid mit Nawalny hält sich in Grenzen. Er hat zu oft gezündelt. Das würde in jedem Staat der Erde böse enden. Mal sehen wie es mit der Aufklärung funktioniert.

<<Mal sehen wie es mit der Aufklärung funktioniert>>. Gar nicht. Es bleibt bei Spekulationen. Die sind hilfreicher als eine Aufklärung.
Ich frage mich:
Welche Menge des Giftes muss man zu sich, damit es tödlich wirkt?
Wirkt es sofort oder mit Verzögerung? wen ja, mit welcher?
Angeblich hat er vor dem Abflug nur eine Tasse Tee getrunken.
Von wem wurde der Tee zubereitet und ihm serviert?
Wann und wo hat er vor dem Tee die letzte Nahrung zu sich genommen?
Fragen, die der Aufklärung dienen könnten.

Der Welt am Sonntag soll er "2018" gesagt haben, er werde vom Geheimdienst verfolgt. Einen Artikel der Moskowski Konsomolez zur Folge sollen alle seine Bewegungen bei einer Sibirienreise detailgetreu beschrieben worden sein.
Für mich eine logische Handlung Russlands. Werden nicht auch bei uns Reg-Kritiker unter Beobachtung des Verfassungsschutzes gestellt?
Daraus einen Anschlag zwei Jahre später ableiten zu wollen, ist abendteuerlich. Ganz auszuschliesen ist es allerdings nicht.

Die bösen Leute im Kreml, die auch noch über den bösesten Geheimdienst der Welt agieren und Zugang zu den tödlichsten aller giftigen Gifte verfügen sind offenbar trotz ihrer Misserfolge in Sachen Skripal und anderen immer noch zu blöd, einen Systemkritiker zu Tode zu vergiften?
Dann taucht auch noch eine NGO in Russland auf, um diesen angeblich tödlich Vergifteten nach Deutschland zu bringen und ruckzuck ist er außer Lebensgefahr?

Könnte es sich hierbei auch einfach um eine PR-Aktion handeln, die einen Vorwand zum Stop von NS2 liefern soll?

hier wieder einmal ihre Russland-Phobie ausleben kann. 100 %-ig erwiesen ist nämlich noch gar nichts, es bleiben bisher nur Vermutungen.

Christoph Kuhlmann | Mo, 24. August 2020 - 19:01

Theoretisch gibt nur diese Legitimation für Regierende, falls sie sich nicht der Despotie bedienen. Das Ganze wird dann noch religiös verbrämt und gut ist. Der real existierende Sozialismus hat dann eine Vielzahl von Volks-Demokratien hervorgebracht. Offenbar war das Bildungsniveau zu gering um Demokratie mit Volksherrschaft zu übersetzen. An diese Tradition haben sich nun etliche Nachfolgestaaten mit postsozialistischen Oligarchien angeschlossen. In der Zentralverwaltungswirtschaft war es letztendlich egal, ob der Mensch oder die Produktionsmittel verstaatlicht wurden. Ich frage mich ob die Oligarchen nicht ein funktionales Äquivalent zur wirtschaftlichen Zentralverwaltung bilden. Dann wäre ja ökonomisch alles beim alten. Diese Pseudodemokratie ist allerdings mühsam, nun da im Grundsatz jeder kandidieren kann. Die politische Herrschaft steht auf wackeligen Füßen und Erdrutsche sind nicht ganz auszuschließen wenn niemand weiß was die Mehrheit will.
Gute Besserung Alexej Nawalny.

Thomas Hechinger | Mo, 24. August 2020 - 19:11

Klar ist: Präsident Putin hat ein Interesse daran, Nawalny loszuwerden. Aber hat er ein Interesse daran, in der internationalen Öffentlichkeit als Giftmörder dazustehen? Oder ist ihm das so was von egal, Hauptsache, alle fürchten ihn? Müssen Staatsbesucher im Kreml künftig ihr eigenes Essen mitbringen, wenn sie eine Überlebenschance haben wollen? Warum läßt Putin Nawalny ausreisen? Könnte er ihm in Rußland nicht einfacher "den Rest geben"? Oder ist es gerade seine Absicht, alles im Ungewissen zu lassen, um Angst und Schrecken zu verbreiten? Oder ganz im Gegenteil: Ist Putin selber ein "Opfer" seines Apparats, der hinter seinem Rücken solche Dinger dreht? Man kann nur hoffen, daß die Charité und die Bundesregierung alles unternehmen, um die Sicherheit ihres Patienten zu gewährleisten. Nicht daß sich da noch ein falscher Arzt einschleicht, um die Infusionslösung für Herrn Nawalny noch etwas nachzubearbeiten.

Dr.med. Herbert Schaar | Mo, 24. August 2020 - 19:18

Putin hat ihn ausfliegen lassen.
Warum, wenn er die Vergiftung selbst angeordnet hat?

Was steht in den ärztlichen Befunden aus Omsk, für die sich die Charité bedankt hat?

Jacqueline Gafner | Mo, 24. August 2020 - 21:23

In reply to by Dr.med. Herber…

dass Nawalny auch ohne weiteres wieder nach Russland zurückkehren kann, so er sich gesundheitlich so weit erholen sollte, dass das ein reelle Option ist, und er das auch will? Was in den ärztlichen Befunden von Omsk steht, weiss ich ebenso wenig wie Sie, kann mir jedoch nur schwer vorstellen, dass die behandelnden Ärzte der Charité sich öffentlich dahingehend geäussert hätten, dass die klinischen Befunde auf eine Intoxikation hinweisen würden, wenn dem nicht so wäre. Kommt hinzu, dass ein Verbot der Ausreise von Nawalny doch noch mehr Fragen aufgeworfen hätte als ohnehin schon im Raum stehen, meinen Sie nicht?

Fritz Elvers | Mo, 24. August 2020 - 22:27

In reply to by Dr.med. Herber…

dass Putin sich einfach nur verzockt hat. Seine Experten rechneten nicht damit, dass die Analytik an der Charité das Gift immer noch nachweisen konnte.

Nun bleibt ihm nur, die Giftmischer woanders zu suchen, denn Feinde hat Navalni wohl genug, und ihn nicht wieder einreisen zu lassen. Die Ereignisse in Belarus zeigen ihm zudem, wie schnell es auch mit einem Ewigkeitspräsidenten vorbei sein kann.

Tomas Poth | Mo, 24. August 2020 - 20:31

... gegen Demenz eingesetzt wird. Also eine Medikation?
Müssen wir jetzt davon ausgehen das Demenz-Patienten grundsätzlich einer Vergiftungsgefährdung ausgesetzt sind?

Heinz Maier | Mo, 24. August 2020 - 20:35

Wie konnten die Russen eigentlich Nawalny vergiften, wenn sie das Gift nicht finden?

Gerhard Schwedes | Mo, 24. August 2020 - 20:43

"Putin hat ihn ausfliegen lassen. Warum, wenn er die Vergiftung selber angeordnet hat?" Antwort: Damit viele Leute, zu denen auch Sie gehören, sich genau diese Frage stellen. Auf solche Art zündet man Nebelkerzen, verwirrt, lässt die vielen Frager im Irrgarten logischer Fragen und Widersprüchlichkeiten zurück. Ein Mann wie Putin ist mit allen Geheimdienstwässerchen gewaschen. Und er weiß genau, wie er die öffentliche Meinung in seinem Land bedienen muss. Russen und Deutsche haben eines gemeinsam. Sie haben ein Talent dafür, sich ihre eigenen Schlächter zu wählen oder an ihnen festzuhalten. Was hat man doch über Stalin bittere Tränen bei seinem Ableben geweint! Und in Deutschland wird man ebenso einer Kanzlerin nachtrauern, wenn sie dereinst ihr Amt aufgegeben wird, obwohl sie zum Unwohle des deutschen Volkes alles nur Erdenkliche unternommen hat.

ist, ganz vorsichtig ausgedrückt, vielleicht doch etwas, ich würde sagen, unhistorisch. Schon aus gendertechnischen Gründen. Von Stalin ist auch diese Raute nicht bekannt.

Viel geweint wurde übrigens auch, als der Führer im Kampf gefallen war, von Eva Hitler wußte man ja nicht.

Kai-Oliver Hügle | Di, 25. August 2020 - 05:43

Man sollte meinen, dass der Fall Nawalny die Unterschiede zwischen einer funktionierenden Demokratie und einem Regime wie dem von Putin verdeutlicht, und doch gelingt es dem Forum, auch diese Angelegenheit in gewohnter Weise umzudeuten.
So erfährt man u.a., wie "der Russe" ist. Andere verstehen nicht, warum das Opfer hier behandelt wird. Sarkasmus an: Man hätte den doch in Omsk oder sonstwo sterben lassen können! Sarkasmus aus.
Den Vogel aber schießt jemand ab, der sagt: Wer wie Nawalny (der sich selbst als "Nationalisten" bezeichnet) "zündelt", d. h. gegen ein autoritäres Regime, Korruption und Wahlfäschung demonstriert, der hat kein Mitleid verdient, wenn er - von wem auch immer - vergiftet wird. Und das von jemandem, der sich - zu Recht - dafür einsetzt, z. B. in Berlin gegen die Corona-Politik seiner Regierung demonstrieren zu dürfen! Unfassbar...

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 25. August 2020 - 08:10

Herrn Nawalny baldige, vollständige Genesung.
Ansonsten meine ich eher, dass wir nicht mehr nur in der Zeit von Geheimdiensten leben, die man ja meistens Staaten zuordnen kann.
Ich vermute, dass die derzeitigen Hauptakteure Dienste sind, die man globalen "politischen" Vernetzungen zuordnen kann.
Noch sind diese nicht auf die Weise legitimiert, wie die meisten Staaten, weshalb ich die Anführungszeichen setzte -> "Politik".
Welche dieser Vernetzungen nun Nawalny aufs Korn nahm, evtl. sogar vernetzt zum Kreml oder ob es sich gar um einen von aussen strategischen Anschlag auf Herrn Nawalny handelt - ob er will oder nicht, er spielt evtl. für den einen oder anderen eine "willkommene" Rolle, vielleicht sogar am wenigsten für Putin -, jedenfalls kämpft er nun um sein Leben, andere wurden evtl. schon getötet oder geopfert...
So oft Kriege, Bürgerkriege ff, die evtl. Neue Zeit empfiehlt sich mir nicht.
Sie ist übrigens evtl. schwer auszumachen, weil sie alte politische Strukturen "zerstört"?

Yvonne Stange | Di, 25. August 2020 - 10:52

... und seine Rolle werden überbewertet. Putin hat sowas nicht nötig, also sollen die ihn haben, die ihn wollen. Es dient nur dazu, das Verhältnis zu Rußand rapide zu verschlechtern (geht das eigentlich noch?) und Putin zu dämonisieren. Vergiften? Wie unklug, so dumm ist Putin nicht. Vielleicht ein Autounfall? Wäre klüger. Klappt ja in den USA am Stück... Fakt ist, ich würde ihn aber auch an Putins Stelle nicht wieder reinlassen. Ich mag die Russen, war oft in Rußland zu Gast und liebe die Mentalität. Ich lache innerlich jetzt schon, wenn wieder über Sanktionen nachgedacht wird, die uns hier nur selber ins Knie schießen und die Konzerne bauen schon fleißig in Rußland Werke. Putin macht alles richtig. Im Gegensatz zum "Westen".