Macrons Islam-Rede - Wo bleibt der Weckruf für Deutschland?

Der Islamismus in Frankreich ist selbstbewusst, frech und arrogant geworden. Staatspräsident Emmanuel Macron hat nun in einer Rede das Problem sehr offen benannt. In Deutschland wartet man auf eine solche Offenheit bislang vergebens, schreibt Ahmad Mansour.

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Islamrede als Weckruf für Deutschland: Emmanuel Macron / dpa

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Ahmad Mansour ist Psychologe und Autor. Als Islamismus-Experte beschäftigt er sich mit der Radikalisierung und Unterdrückung im Namen der Ehre und mit Antisemitismus in der islamischen Gemeinschaft. Zusammen mit anderen hat er 2018 die Initiative „Säkulärer Islam“ gegründet. 

So erreichen Sie Ahmad Mansour:

„Wir kommen nicht darum herum festzustellen, dass es einen radikalen Islam in Frankreich gibt.“ Manchmal braucht es nur wenige Worte, um eine große Veränderung einzuleiten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Freitag in einer Grundsatzrede den ersten Schritt getan. Hier steckt nicht nur eine Einsicht. Es ist auch ein Schuldeingeständnis, zu lange die Augen verschlossen zu haben. Nach dem erneuten Anschlag unmittelbar in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume von Charlie Hebdo klingt es wie eine Kampfansage: Länger würde man den Islamismus nicht tolerieren. 

Der Islamismus in Frankreich ist sehr selbstbewusst, frech und arrogant geworden. Er bedroht dabei ganz Europa. Auch Deutschland muss sich der Aufgabe von Islamismus-Bekämpfung stellen, und zwar geschlossener, als das bisher der Fall war. Momentan mag der Blick nach Frankreich gehen, doch die islamistischen Attacken sind nicht nur ein französisches Problem. Islamismus ist global, er kennt keine Ländergrenzen, und er ist gut vernetzt. Das, was gerade über Frankreich wütet, kann genauso gut auch Deutschland treffen. Der IS mag erledigt sein, doch das islamistische Gedankengut der Miliz lebt weiter. Die Radikalisierungstendenzen und die Anwerbung Jugendlicher für fundamentalistische Organisationen sind in der Vielzahl immer noch vorhanden. 

Der Islam ist eine Religion in der Krise 

Präsident Macron findet in seiner Rede deutliche Worte. Gemeint ist die Krise, in der eine Ideologie behauptet, ihre eigenen Gesetze sollten denen der Republik überlegen sein. Dabei sollte es außer Frage stehen, dass auch in einer multikulturellen Gesellschaft die Werte Freiheit, Gleichheit und Demokratie durch nichts und niemanden angegriffen, geschmälert und ignoriert werden dürfen. Für Frankreich geht es nun darum, sich den zunehmenden islamistischen Tendenzen und Radikalisierungsprozessen entgegenzustellen. 

Dafür wird es Zeit: Bereits vergangene Woche hatte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin nach der Messerattacke eingeräumt, dass man „die Entwicklung des Terrors kollektiv ein wenig zur Seite geschoben“ hätte. Eine Aussage, die Macron nun in seiner Rede bestätigt. Frankreich hat den großen Fehler begangen, zu lange die Bildung von Parallelgesellschaften ignoriert zu haben. Die Saat ihrer Ignoranz ernten sie nun in einem entfesseltem Islamismus.

Auch in Deutschland gibt es genügend bewusste und unbewusste Entscheidungen, welche die Bildung genau jener Parallelgesellschaften befördern: wie zum Beispiel die Wohn- und Schulpolitik, die Ghettos entstehen lässt. Auch die staatliche Zusammenarbeit mit fragwürdigen islamischen und islamistischen Vereinen – die von Steuergeldern finanziert werden – führt nicht zur Inklusion, sondern zur Spaltung, weil diese islamistisches Gedankengut befeuern und damit Parallelgesellschaften Auftrieb geben. 

Der Fünf-Punkte-Plan Macrons 

Um der Entwicklung von Radikalismus und Parallelgesellschaften entgegen zu wirken, will Frankreich nun anhand eines Fünf-Punkte-Plans vorgehen. Geplant ist, in Zukunft Moscheen und Vereine besser zu kontrollieren und die Finanzierung aus dem Ausland unter die Lupe zu nehmen, um die Organisationen gegebenenfalls leichter auflösen zu können. Vor allem stehen aber schulische Einrichtungen, Privat- und Koranschulen im Fokus, in denen die Kinder islamistische und undemokratische Werte vermittelt bekommen. Außerdem will Frankreich selbst Imame ausbilden, sodass die Zahl derer aus der Türkei, Tunesien und Marokko geringer wird. 

Schulen, in denen die Kinder Koranlehre, Rezitation und Arabisch lernen, gibt es auch in Deutschland. Die Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln ist nur ein Beispiel für die vielen Moscheen in Deutschland, die tausende Kinder muslimischer Herkunft am Abend und am Wochenende besuchen, um über den Islam zu lernen. Was der Lehrplan inhaltlich vorsieht, darüber gibt es oftmals von staatlicher Seite keine Kontrolle.

Salafisten sind jetzt schwerer zu kontrollieren

Von Lehrern und Lehrerinnen hört man dagegen äußerst fragwürdige Aussagen der Schüler. Auch in Hamburg hält der Senat an einer Zusammenarbeit mit dem Islamischen Zentrum Hamburg fest, obwohl es seit Jahren deutliche Hinweise gibt, dass dieser Verein Kontakte zum iranischen Regime hat, islamistische Inhalte verbreitet und seine Gegner einschüchtert. Und selbst in Bildungsangeboten, die sich den Kampf gegen Rassismus auf die Fahne geschrieben haben, sind Menschen mit islamistischer Gesinnung aktiv und nehmen latent Einfluss auf Jugendliche und pädagogische Akteure. 

Paradoxerweise hat gerade die Zerschlagung von bundesweiten salafistischen Netzwerken dazu geführt, die fundamentalistischen Aktivitäten lokaler und intransparenter werden zu lassen. Durch die Dezentralisierung sind die salafistischen Akteure nun noch schwerer zu kontrollieren, weil sie aus dem Hintergrund, im Internet oder auch auf Hinterhöfen agieren und versuchen, in kleinen Gruppen für ihre Mission zu werben. Auch unter Frauen wird inzwischen viel im kleinen Raum missioniert. Sowohl im Großen als auch im Kleinen wird versucht, die gefährlichen Ideologien zu verbreiten, und im Schatten können die Akteure ungesehen erstarken, sich innereuropäisch vernetzen, sich der Ressourcen bedienen, bis die Gefahr nicht mehr einzudämmen ist. Sowohl in Deutschland, als auch in Frankreich. 

Der Einfluss aus In- und Ausland muss gestoppt werden 

Zum einen gibt es für Frankreich im Inland Handlungsbedarf, wie eine vierjährige Feldstudie im Januar bereits zu Tage brachte: Dort hatten führende Islamwissenschaftler Alarm geschlagen, da Islamisten dabei seien, heimlich ganze Stadtviertel unter ihre Kontrolle zu bringen und als Gemeindesprecher zu fungieren. Das Besondere daran war die teilweise Komplizenschaft von Islamisten und lokalen Politikern, durch die Wählerstimmen gegen politische Posten getauscht wurden.

Auch mehrere deutsche Skandale in der Vergangenheit zeigen, dass Islamisten und Politiker manchmal gar nicht so fern voneinander sind. So hat es auf lokalpolitischer Ebene Akteure mit sehr fragwürdigen Ideologien gegeben, die in demokratischen Parteien aktiv wurden und diese dafür nutzten, Vereine und Moscheen zu schützen und weniger kritisch zu behandeln, um ihnen weiterhin Zulauf zu ermöglichen. 

Berlin tritt den Schutz der säkularen Werte mit Füßen 

Zum anderen muss in Frankreich der Einfluss aus dem Ausland eingedämmt werden, weshalb der Kampf dagegen von Präsident Macron nun auf die Agenda gesetzt wurde. Er tut richtig daran, wie auch wir in Deutschland gut daran täten, wenn man sich die türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion – kurz Ditib – anschaut, die größte sunnitisch-islamische Organisation in Deutschland. Der verlängerte Arm des türkischen Staats nimmt planmäßig Einfluss auf die Besucher. Die Moscheen sind teilweise keine Orte der Spiritualität, sondern Orte, in denen Politik für den türkischen Staat und seinen Präsidenten betrieben wird

Grundsätzlich sollte es sich ein Staat zur Aufgabe machen, die säkularen Werte in der aufgeklärten Gesellschaft zu schützen. In Berlin sehen wir gerade, wie diese Idee systematisch mit Füßen getreten wird, dank des Berliner Justizsenators Dirk Behrendt. Dieser ist ein entschiedener Gegner des Neutralitätsgesetzes, das unter anderem Kopftuchverbot in Schuldienst, Justiz und Polizei vorsieht und damit genau dem Schutz der säkularen Werte dient. Damit kann verhindert werden, dass zum Beispiel in Schulen direkt vor den Augen des Staates Kinder religiös beeinflusst werden. Um das zu schaffen, muss sich die Politik dagegen stellen. In Frankreich ist dies mit dem Aktionsplan Macrons gerade geschehen. 

Die Angst der Politiker vor den Rechtsradikalen 

Insgesamt markiert die jüngste Grundsatzrede eine Zäsur in der Terrorbekämpfung: Mit der jetzigen Bestandsaufnahme und der daraus resultierenden Einsicht verbunden mit einer Strategie können endlich Taten folgen. Präsident Macron beabsichtigt dabei nicht, Muslime zu stigmatisieren und den Islam zu verteufeln. Es geht um das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft, in der sich alle an die gleichen Grundwerte gebunden fühlen. 

Natürlich ist Islamismus für die Politik kein bequemes Thema. Schnell wird Kritik pauschal als ausländerfeindlich oder islamfeindlich abgestempelt, und die Angst der Politiker ist groß, mit der Erwähnung von Islamismus ein Thema auf die Agenda zu setzen, das von Rechtsradikalen gern aufgegriffen wird. Um diese Strömung nicht zu bedienen, vermeidet man das Thema lieber, oder bezeichnet islamistische Taten als Einzelfälle.

Es gilt, allen den Kampf anzusagen: Rechts, links, islamistisch  

Doch diese stiefmütterliche Behandlung des Themas ist äußerst gefährlich. Grundsätzlich muss der Politik und der Gesellschaft bewusst sein: Extremismus ist in jeder Ausprägung immer mehrdimensional. Wenn der Islamismus erstarkt, erstarken auch die Rechtsradikalen. Erstarken die Rechtsradikalen, sind es die Islamisten und Linksextremisten, die davon profitieren. Wer also zu Recht immer wieder betont, wie verwurzelt und verbreitet rechtsextremes Gedankengut in unserer Gesellschaft ist, darf nicht beim Islamismus die Augen verschließen. Wer genau hinschaut, wird sogar erkennen, wie ähnlich sich extremistische Strömungen sind: Sie alle erwachsen aus bestimmten Erziehungsmethoden, und sie werden durch patriarchalische Strukturen gestützt. 

Teilweise wird zumindest Rechtsradikalismus endlich von Politikern als Bedrohung wahrgenommen. Außenminister Heiko Maas beispielsweise erinnerte vor kurzem auf Twitter an den rechtsextremen Terroranschlag auf dem Oktoberfest vor 40 Jahren, bei dem 13 Menschen getötet und 213 verletzt wurden. Er rief dazu auf, sich dem Wahn des Rechtsextremismus entgegen zu stellen. Was an sich positiv ist, verkehrt sich in Maas’ nächstem Tweet dann zu einem Paradebeispiel, was man als Politiker nicht tun sollte. Dort berichtet der Außenminister nämlich, dass er seinem französischen Kollegen Le Drian Genesungswünsche für Opfer des Messerattentats in Paris überbracht habe. Messerattentat. Kein Wort von islamistischem Terror. Keine Solidarität unter diesem Aspekt. 

Was Wegschauen anrichten kann, haben wir gerade in Frankreich gesehen. Dies sollte für Deutschland ein mahnendes Exempel sein: Wenn wir dieselben Fehler machen, wird es uns ähnlich ergehen. Um wirklich gemäßigt zu sein, darf keine Form des Extremismus verharmlost werden, im Gegenteil: Es gilt, allen – rechts, links, islamistisch – den Kampf anzusagen. 

Was es bedeutet, muslimischer Demokrat zu sein 

Der Attentäter aus Paris begründete seine Messerattacke damit, dass er die kürzlich neu gedruckten Mohammed-Karikaturen „nicht ausgehalten habe“. In diesem Satz spiegelt sich vieles wieder, was Präsident Macron bekämpfen will: Die Ablehnung westlicher Grundprinzipien, in denen die Religion sich dem Grundgesetz unterordnet, eine unreflektierte Emotionalität gegenüber all jenen, die vermeintlich den Islam angreifen, aber auch ein fragiles, auf religiösen Motiven errichtetes Selbstwertgefühl. Der Kampf gegen den Islamismus kann dennoch nicht allein Aufgabe des Staates sein. Es braucht auch vernünftige Stimmen in den muslimischen Reihen. Diese wiederum müssen von Staat und Gesellschaft gehört werden. In Deutschland werden diese im Moment im Stich gelassen. Stattdessen werden lieber konservative Organisationen wie der Zentralrat der Muslime unterstützt. 

Ich selbst bin Muslim und ich bin Demokrat. Mein Islam hat keine Angst vor Kritik, vor Karikaturen und auch nicht vor Satire. Als muslimischer Demokrat muss man die Spannung zwischen Meinungsfreiheit und Religion aushalten, wenn man in einer freien demokratischen Gesellschaft leben will. Ich bin Muslim und stelle die Meinungsfreiheit über meine Religion. Das ist der Deal. Und er ist nicht verhandelbar. Genau das hat Präsident Macron nun endlich und unmissverständlich deutlich gemacht. 

Von Ahmad Mansour ist gerade ein neues Buch erschienen: Solidarisch sein! Gegen Rassismus, Antisemitismus und Hass, S.Fischer Verlag, 128 Seiten, 12 Euro. 

Rainer Mrochen | Di, 6. Oktober 2020 - 15:07

...die hier, von Herrn Mansour, geäußerten Gedanken auch sind, befürchte ich sie werden an den entscheidenden Stellen nicht gehört werden. Wie schon so oft gesagt ist Berlin die Avantgarde der Ignoranz.

Christa Wallau | Di, 6. Oktober 2020 - 18:30

In reply to by Rainer Mrochen

Richtig, Herr Mrochen.
Bei der deutschen Regierung und den meisten Parlamentariern gilt noch immer die Devise, die Merkel 2015 ausgegeben hat: WIR SCHAFFEN DAS !
Da mag die Realität aussehen, wie sie will... da mögen gute u. vernünftige Gegenargumente gebracht werden... da mögen andere Staaten (auch moderne, demokratische) ganz anders handeln ...
Was kümmert es die Mehrheit der Deutschen??? S i e wissen doch alles besser!
AUGEN ZU UND DURCH - so sieht deutsches Regierungshandeln aus.
Was nicht gut ist, r e d e n wir uns so lange schön, bis wir (fast) alle daran glauben,
daß es spätestens übermorgen gut w i r d...
Da muß noch viel, viel Schlimmeres passieren, bis der deutsche Michel -
Zu spät! - aufwacht. Dabei könnte ihn ein Blick über die Grenze nach Frankreich schon lange lehren, wohin die Reise geht, wenn noch mehr beliebige muslimische Migranten zu uns ins Land kommen. Auch Macron wird mit diesem Problem nie mehr fertig werden - trotz all seiner jetzigen Ankündigungen.

die in unser Land kommen. Warum kommen Sie? Weil sie entweder beruflich hier Fuss fassen möchten und entsprechende Qualifikationen haben, oder auf der Flucht vor Tod und Terror sind. Alle anderen müssen gehen.

Was ist daran noch mal schnell beliebig?

In der Tat. Wir schaffen das. Bislang hat sich der Untergang der BRD, trotz Migration,nicht eingestellt.

Da scheint der Untergang der AfD doch wesentlich wahrscheinlicher.

Es war mal vor ca. zwei Jahren von einer halben Million, die gehen müsste, die Rede.
Sollte mich wundern, dass bei Abschiebungen von 20-30 Leuten, alle schon gegangen wären.

Reinhold Schramm | Di, 6. Oktober 2020 - 18:34

In reply to by Rainer Mrochen

Schwere Kriminalität, Antisemitismus und Rassismus unter Flüchtlingen und Migranten wirksam bekämpfen!

Der religiöse Wahn des ISLAM und Antisemitismus muss endlich auch in Deutschland beendet werden!

►Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft für alle Personen im feudalen Aberglauben und religiösen Wahn des ISLAM und dauerhafte Rückführung.

Wenn keine Aufnahme im jeweiligen Herkunftsland des noch heute fortbestehenden religiösen Wahns möglich ist, dann stellvertretend die Überführung ins Vaterland und die hierbei führenden Regionen des feudal-religiösen und tiefenpsychologischen Aberglaubens und Wahnsinns, bspw. nach Saudi-Arabien, Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate und/oder Kuwait.

►Kinder und Jugendlichen, die nachweislich an keine kriminellen Handlungen beteiligt waren, so auch nicht an strafrechtlich islamistischen Verbrechen, sollte die eigenständige Entscheidung für ein Aufenthaltsrecht und soziale Integration in Deutschland zugestanden werden.

Sehr geehrter Herr Reinhold Schramm.
Sie haben es auf den Punkt gebracht.

Leider wird dieses nie bei uns so kommen denn zwischenzeitlich sind die Ströme zu groß um dagegen zu steuern. Viele Politiker ducken sich weg und verharmlosen alles. Schönfärberei ist da noch geschmeichelt.

Die Länder wo wo sich nicht an Aufnahmen von Asylanten, Flüchtlinge und Migranten halten sind die Glücklichen und werden nun, nach Macrons Rede, sich ein`s in`s fäustchen lachen.

Manchmal zeigt es sich doch. dass Mut sich lohnt entgegen allem Hohn und Spott.

Bernhard K. Kopp | Mi, 7. Oktober 2020 - 07:37

In reply to by Rainer Mrochen

Christian Wulff durfte diesen Satz in einem kürzlichen Phönix-Interview wiederholen und darauf hinweisen, dass schon damals Schäuble bei einer Islamkonferenz das Gleiche sagte, und, er durfte die Frau Bundeskanzler besonders loben, dass sie die Aussage damals im Bundestat bekräftigte. Deutschland schafft sich nicht ab. Wie bei Trump und der Corona-Pandemie, positives Denken gewinnt. Wulff, Merkel und Schäuble, uvam. werden bei den Gewinner sein. Sie werden weiterhin, und bis an das Ende ihrer Tage, in gepanzerten Limousinen durch den Berliner Tiergarten gefahren werden, selbst wenn dieser in einigen Jahren so aussehen wird wie der Görlitzer Park.

Gerhard Lenz | Mi, 7. Oktober 2020 - 11:16

In reply to by Rainer Mrochen

... alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen, was möglicherweise nicht Ihre Absicht, aber Ergebnis einer durchaus unglücklichen Argumentation war.

Es wundert daher nicht, dass der unvoreingenommene Leser den Eindruck gewinnen muss, Pegida sei gerade durch dieses Forum marschiert. Der zu Recht kritisierte Hochmut der Islamisten wird dann ganz schnell von einem Hochmut der Rechtsaussen ersetzt, die ja schon immer, spätestens aber seit 2015, die Invasion des Abendlandes durch islamistische Horden vorhergesehen haben.

Differenzierung tut not. Es gibt viele friedliebende Muslime in unserem Land. Die offensichtlich das Prinzip, dass Religion Privatsache ist, und nicht als Ausschlusskriterium im Kampf gegen Ungläubige eingesetzt werden sollte, beherzigen.

Deutschland ist kein sekulares Land. Noch immer geniesst die christliche Amtskirche Privilegien, die teilweise auf das tausendjährige Reich zurückzuführen sind. Eine wirkliche Trennung von Staat und Kirche ist längst überfällig.

Manfred Sonntag | Di, 6. Oktober 2020 - 15:26

Bravo, Herr Mansour! Ich hoffe das unsere französischen Freunde endlich sich auch längerfristig dem Thema zuwenden und Erfolge erzielen. Bei uns in Deutschland sehe ich dazu im "Mainstream" momentan keine Aktivitäten. Solange die linke und linksliberale Identitätspolitik täglich neue Opfer und Opfergruppen generiert und dabei nicht einmal vor einer Zusammenarbeit mit Vertretern faschistisch islamistischer Organisationen zurückschreckt, wird sich hier vorerst nichts ändern. Das Ministerium des von Ihnen zitierten Herrn Maas stellt sogar Rechtsextremisten ein (siehe auch https://www.cicero.de/innenpolitik/nurhan-soykan-aussenministerium-grau…). Bis heute ist diese Person noch immer im Ministerium tätig. So geht Integration, Herr Mansour, würde Herr Maas, unser größter Außenminister aller Zeiten, sicher argumentieren.

helmut armbruster | Di, 6. Oktober 2020 - 15:36

dass schrankenlose Toleranz ggü religiösen oder ideologischen Fanatikern, nicht zu Integration, sondern zu gewaltbereiten Parallelgesellschaften führt, dann sollte man wenigstens
jetzt reagieren wie Macron.
Darauf zu hoffen, dass bei uns jemand wie Macron reagiere, ist wohl ziemlich vergeblich.
Wir haben eben nur noch menschliches Politpersonal, das nichts begreift, oder, wenn doch, dann zu spät und das keinerlei Biss und Zivilcourage mehr hat.
Man braucht kein Prophet zu sein um vorher zu sagen, dass, bei den unterschiedlichen Geburtenraten, es am Ende in D eine mehrheitliche muslimische Bevölkerung geben wird.
Wir können nur hoffen, dass diese normal bleibt und sich nicht radikalisiert, denn sollte sie sich radikalisieren, wird uns niemand helfen.

...ich erinnere disbezüglich an das "Toleranz-Paradoxon" von Karl Popper, werter Herr Armbruster !

Wenn man ernst nimmt, dass der Islamismus in Frankreich selbstbewusst, frech und arrogant geworden ist, was bitte ist dann, in Verbindung ihrer wahren Aussage hinsichtlich Deutschland und der "unterschildlichen Geburtenrate" hierzulande zu erwarten ??
Man kann sich an die Hoffnung klammern, dass solche famosen Persönlichkeiten wie
Herr Ahmad Mansour die Geschicke in Deutschland lenken werden, denn der Michel ist - objektiv gesehen - irgendwann eine Minderheit im ehemals eigenem Lande...

„Die offene Gesellschaft und IHRE FEINDE“ ......Popper sollte zur Pflichtlektüre werden. Wir müssen in diesem Land darüber reden, was es heißt sich „Demokrat“ zu nennen. Statt dessen übt sich unsere „neue politische Klasse“ am Verrat des Geistes der Aufklärung, an die (nach Kant) Selbstbefreiung des Menschen durch das Wissen. Pestalozzi bekämpfte die Armut durch das Wissen. Inzwischen ist Rationalität durch „Fühlen“ ersetzt, welches jede denkerische Anstrengung erspart. Die Demokratie zu verteidigen erfordert Mut, welcher von unseren „neuen Eliten“ offenbar nicht zu erwarten ist. Diese haben es sich seit Langem auf dem von Faust verabscheuten „Faulbett“ bequem gemacht. Ihre Feigheit und Ignoranz lassen sich nur noch mit verlogenem Moralismus verschleiern.

Frau Fimiani, Ihre Beiträge lese ich stets mit Gewinn und geben mir auch den Glauben daran zurück, dass es nach wie vor Menschen gibt, die sich das Denken noch nicht abgewöhnt haben, selbst wenn es derzeit nicht sonderlich gefragt zu sein scheint.

muss sich nicht radikalisieren, es genügt der Koran, der mit radikalen Textinhalten als Hilfe für den Alltag jedes Muslim gilt. Auch ein Herr Mansour hält den Koran hoch, sonst wäre er kein Muslim. Und was genau macht den Unterschied zwischen Islam und Islamismus aus? Eine Bombe etwa? Die Verachtung für alle Ungläubigen? Steigt der Anteil der muslimischen Bevölkerung in einem westlichen Staat, wird es ungemütlich. Und ein Herr Mansour weiß dann, zu wem er sich gehörig fühlen wird. Alles andere bleibt Schönfärberei – und blauäugig.

Wenn alle Muslime soweit wären, wie Ahmad Mansour, dann wäre nichts mehr zu befürchten. Sobald dem säkularen Freiheitsgedanken Priorität vor gleich welcher religiösen Bindung eingeräumt wird, habe ich als beinharter Atheist kein Problem mit Menschen, die an eine transzendente Kraft glauben. Das ist deren gutes und verfassungsmäßig geschütztes Recht. Die Frage, wie in der Praxis sichergestellt werden kann, das unsere Gesellschaft säkular bleibt, hat die Politik zu beantworten. Und die ist bei uns nicht gut beraten. Österreichs Kanzler Kurz sieht das klarer: Zuwanderung ist auf ein Maß zu begrenzen, das eine Integration möglich macht und damit der Gefahr vorbeugt, dass unsere Gesellschaften religiös-ideologisch unterwandert und islamisiert werden. Die komplette Moderne seit der Aufklärung darf nicht leichtfertig durch falsch verstandene Toleranz zur Disposition gestellt werden (wie das Politiker wie KGE tun). Herr Mansour indessen weiß wohl zu schätzen, was wir zu verlieren haben.

natürlich haben Sie recht. Das Problem ist die Quelle (Koran)und das Vorbild des Religionsgründers. Ein Muslim der sich von Beidem verabschiedet, hat wenig an das er sich halten kann. Ein vom medinesischen Inhalt befreiter Koran würde sich nur auf die eher spirituellen mekkanischen Suren stützen. Was ist aber dann mit den Hathiden? Bei Herrn Mansour habe ich aber den Eindruck, dass er in der Lage ist den Koran historisch kritisch zu sehen. Schon sein Kampf gegen den Antisemitismus, den Treibstoff des Islamismus, zeigt wo er steht. Auch wenn uns im Westen lieber wäre solch aufgeklärte Menschen könnten sich vom Islam verabschieden, aus dieser Religion lässt sich nicht austreten. Es bleibt nur sie als Privatsache zu sehen, so wie ich meinen Glauben als überzeugte Christin.

Hallo Frau Schuppan, ich gebe Ihnen vollkommen Recht.
Um das Problem zu erkennen, braucht man nur logisches Denken.
Muslime wachsen von Kind an mit dem Koran auf und werden von den Eltern zu einer religiösen Ideologie erzogen.
Das heißt für sie, daß ihr Leben an erster Stelle von der Religion bestimmt wird.
Das heißt aber auch, daß sie sich aus diesem Grund in unserer westlichen Welt niemals integrieren werden.
Es gibt natürlich auch eine große Gruppe gemäßigter Muslime, die den Koran nicht so agressiv ausleben und teilweise so leben wollen wie in unseren westlichen Ländern. Ob und wie weit sie letztendlich den Koran und das gelernte aus ihrem Elternhaus verdrängen können ist unklar.
Bei allen anderen Bevölkerungsgruppen der Erde welche nicht zur Gruppe der Muslime gehören funktioniert eine Integration reibungslos, weil bei ihnen nicht die Religion an erster Stelle steht, und sie so die Gesetze des jeweiligen Landes akzeptieren.
Die Mehrheit der Eu-Länder hat dies erkannt. Nur D nicht.

Christoph Kuhlmann | Di, 6. Oktober 2020 - 15:42

den Islamismus mit Steuermitteln zu fördern und bei Terroranschlägen die Motive und Namen der Täter nicht zu nennen, während das sonst kein Problem ist.

Yvonne Stange | Di, 6. Oktober 2020 - 15:46

Ihren Artikel wird leider keiner lesen, den er wirklich betrifft. Die Islamkritiker aus dem muslimischen Bereich benötigen auch in Deutschland Personenschutz - vor ihrer eigenen Community. Sie werden auch schon als "nazi" bezeichnet. Soweit sind wir schon.
Meiner Meinung nach ist der Zug schon abgefahren für Deutschland. Es sind zu viele Radikalisierte schon eingesickert und sickern noch ein, zusätzlich leisten die Moscheen noch "tolle" Arbeit.... es interessiert in der Politik KEINEN! Die haben ja selber Personenschützer. Es erwischt immer nur die Bevölkerung. Wie erst jetzt wieder in Gera zum Höhlerfest, 3 Angriffe innerhalb weniger Stunden, begangen von "einer Gruppe Jugendlicher mit einem 15jährigen Intensivtäter", die Opfer mußten bis auf wenige Ausnahmen ins Krankenhaus, sind schwer verletzt, Stiche und Tritte gegen den Kopf.... man ist im eigenen Land nicht mehr sicher. Danke Frau Merkel für diese Art der Folklore und Bereicherung!

Heidemarie Heim | Di, 6. Oktober 2020 - 16:07

Wie immer eine fantastische Analyse der Vorgänge lieber Herr Mansour! Und ja, man könnte verzweifeln wenn man sieht wie vor unseren Augen Minderheitsgruppen von Extremisten aller Couleur unsere Verfassung und unsere Gesetze regelrecht verhöhnen. Doch das deutsche politische Auge richtet sich lieber auf andere Länder wie z.B. Ungarn oder das streng katholische Polen, die angesichts der Entwicklungen in Frankreichs, Belgiens Banlieues oder Deutschlands Problemzonen dankend auf Entsprechendes verzichten. Ebenso zynisch wie gefährlich wie Sie sagen ist das große Schweigen zu unseren IS-Eigengewächsen, was deren "Kriegsrückkehrer" samt Familien betrifft, oder die politische Freiheit, die Rechtsgerichtete wie Graue Wölfe und Co. bei uns genießen dürfen. Ebenso die mafiösen Clans, gegen die unsere Justiz schon verloren hat, kann hier mittlerweile jeder unbeschadet und unbehindert seine Interessen verfolgen im Namen von wem auch immer. Es muss erst ganz dunkel werden bevor...Herr Mansour. MfG

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 6. Oktober 2020 - 16:09

Demokratie. Danke.
Ein paar Gedanken am Rande.
"Es braucht auch vernünftige...", AUCH Herr Mansour?
Ich würde doch meinen VOR ALLEM.
Soll man denn zu einem "selbstbewußten, frechen und arroganten Islamismus" einfach nur sagen, "Hochmut kommt vor dem Fall"?
Ich möchte nicht den Fall des Islam sondern seine Genesung vom Islamismus.
Dazu muss er nicht säkular werden, mein Tipp, eher friedlich und fromm.
Wie kurzsichtig ist denn dieses islamistische Agieren in Europa?
Der Islam mag zu Europa gehören, wenn er nicht islamistisch ist, evtl. übersetzt mit selbstbezüglich, borniert und vehement, bis hin zu aggressiv oder gar terroristisch, aber der Islamismus schadet dem Ansehen des Islam in Europa evtl. massiv.
Ich glaube nicht, dass es Spass macht, einfach immer mehr abgelehnt zu werden oder glauben Sie, dass der Islam in Europa geschätzt wird derzeit?
Ich glaube, dass er das früher durchaus wurde, obgleich man Muslime in Europa als Macht ablehnte, aber Achtung kann man auch verspielen...

Monique Brodka-Maréchal | Di, 6. Oktober 2020 - 16:21

Schätzungsweise 20 Jahre braucht‘s in Deutschland noch um zur Einsicht zu kommen!

Günter Johannsen | Di, 6. Oktober 2020 - 16:24

Wird Macron jetzt auch von der Moral-Elite verteufelt? Danke, Herr Ahmad Mansour, sie beweisen wirklich Mut, gleichzeitig gegen zwei einflussreiche Gruppierungen zu argumentieren: die linke Moral-Elite und die Ditib-Islamisten!
Die linke Moral-Elite diskreditiert jeden, der den Ditib-Islamismus kritisiert, als Rassist. So kommen diese Leute zu einer sehr merkwürdigen Auslegung von Rassismus, der bis heute unwidersprochen von Medien - besonders von den Öffentlich Rechtlichen - hingenommen und sogar selbst benutzt wird. Man sollte meinen, das Religion nichts mit Rassismus zu tun hat. Aber da irrt sich der Mensch und der Gelehrte wundert sich: Kritik gegenüber dem Islam (Ditib), wie er sich bei uns darstellt, wird sofort als Rassismus apostrophiert und der Kritiker als Nazi identifiziert. Aber was soll das? Was hat Religion mit Rasse zu tun? Das eigentlich Irre ist doch: wer einen Islam-Kritiker als Rassisten bezeichnet, ist selbst der Rassist! Bitte machen Sie weiter so - und danke!

Romuald Veselic | Di, 6. Oktober 2020 - 16:42

den höchsten Respekt und Anerkennung. Jede Religion/Ideologie, die alles außer sich selbst ausschließt, ist faschistisch/totalitaristisch. Deshalb einer der fundamentalen Schritte meines Erachtens wäre; diese rigide, ostentativ gezeigte und getragene Religiosität, aus dem öffentlichen Raum abzuschaffen: Emanzipation wird nicht dadurch sichtbar, dass man Kopftuch/Tschador trägt, sondern dass man sich nicht durch abergläubische/pseudomoralische Zwänge bevormunden lässt. Moral des einen, ist die Unmoral des anderen.
Der Beweis dafür: Es gibt keinen Künstler auf der Welt u. allen Kunstepochen; der religiös verhüllte Frauen, als ästhetisches Schönheitsideal künstlerisch darstellte. Es gibt kein Gegenwerk zu Venus von Milo. Sondern nur Wiederholung des Gleichen: Botticelli, Goya, El Greco, Rubens, ...

Gunther Freiherr von Künsberg | Di, 6. Oktober 2020 - 17:29

Religionsfreiheit (und Meinungsfreiheit) sind Grundrechte, die missbraucht werden, indem sich fremdgesteuerte Organisationen verbreiten und terroristische Maßnahmen bis hin zum Mord durchführen.
Selbst ernstzunehmenden Politikern verlegen ihre populismusbedingten Aktivitäten auf die Bekämpfung des Rechtsradikalismus und übersehen dabei nicht nur den Linksradikalismus, sondern auch den Islamismus.
Würden von ca. 3000 Polizeibeamten 100 nicht akzeptable rechtsradikale Dinge posten ist dies nicht akzeptabel aber wird überbewertet, weil dies nur 3,33 % wären. In Presse, Funk und Fernsehen wird aber das Augenmerk darauf gerichtet und andere radikale Organisationen werden durch Nichterwähnung geschont, weil die Verantwortlichen zu feige sind sich einen sog. Shitstorm auszusetzen, der insbesondere von links bläst. Konsequenterweise werden auch aus dieser Richtung Angriffe auf Behörden (Verfassungsschutz, Geheimdienste) vorgenommen, die zur Radikalismusbekämpfung eingesetzt werden

habe vorhin im Radio konkretere Zahlen gehört. Danach gibt es 319 konkrete Verdachtsfälle. Es gibt ca. 30.000 Polizisten in Deutschland. Stimmt die Zahl 319 wären dies exakt 1,0633 %.

Genau was sie darlegen Herr GFvK (sorry für die Kürzung)ist in D. der Fall. Es wird nur auf dem rechten Spektrum geschaut, alles andere wird mehr oder minder toleriert!
Hat schon mal jemand die radikalisierten Polizisten danach gefragt warum sie diese Richtung eingeschlagen haben? Die sind doch nicht qua Geburt "Rechtsradikal".
Das hat mit ihrer Arbeit auf der Strasse zu tun. Gehn in Problemvierteln/Paralelgesellschaften Streife. Respekt oder Achtung können sie dort nicht erwarten (vor allem weibl. Polizisten), werden bedroht und beschimft. Und der Staat läßt sie auch noch hängen (siehe Intensivtäter).
D. hat viel wichtigere Aufgaben zu stemmen: Migranten zu integrieren, das rechte Spektrum durchflügen, Klimarettung, Gendersprache umsetzen usw. Da bleibt keine Zeit um sich auch noch um das Thema Islamismus zu kümmern. Dafür haben wir ja die DiTib u.a. "vollintegrierten" Verbände-die schaffen das.
Das 3 Affenprinzip findet hier vollumpfänglich statt!

Norbert Heyer | Di, 6. Oktober 2020 - 18:00

Was Herr Macron in Frankreich angestoßen hat, ist der verspätete und zwecklose Versuch, dass der Zauberlehrling am Ende die Oberhand gewinnt. Was in Frankreich erfolglos verpuffen wird, ist in Deutschland völlig unmöglich. Hier ist die Angst vor unschönen Bildern derartig ausgeprägt, dass die folgende Unterwerfung politisch gewollt ist. Wer jeden ohne jegliche Legitimation einreisen lässt, ungebremsten Familiennachzug gewährt, Abschiebungen unwillig durchführt, Kriminalität kleinredet, Gewalttäter aus Moria mit Asyl belohnt und als einziges EU-Land diesen Irrweg bis zum bitteren Ende geht, will diesen Zustand. Ein Volk, dass seinen eigenen Landsleuten weniger Beachtung und Zuwendung schenkt, als aggressiven Migranten, will eine völlig andere Gesellschaft. Egal, was die wenigen Realisten auch unternehmen, sie werden scheitern. Unser Volk ist derartig fehlgeleitet, dass sie den falschen Propheten willig in ihren Untergang hinterherläuft. Wir zerstören willig die Demokratie für den Islam.

Ann-Kathrin Grönhall | Mi, 7. Oktober 2020 - 05:24

In reply to by Norbert Heyer

Ich lebe in Schweden und auch hier ist man inzwischen aufgewacht.
Und auch hier ist es wahrscheinlich, wie in Frankreich, bereits zu spät.
Nur in Deutschland wird es kein Erwachen geben.
Nicht Mal ein verspätetes.
In Deutschland geht man ohne Gegenwehr den Weg bis zum bitteren Ende.

Tomas Poth | Di, 6. Oktober 2020 - 18:05

der Weckruf für Deutschland?!
Seien Sie versichert solange die Kanzlerin, bestärkt durch RotGrünen Mainstream, hier rummerkelt wird nichts passieren, nichts wird sich ändern!!

Kurt Walther | Di, 6. Oktober 2020 - 18:14

Endlich wieder ein Artikel zum Islamismus im "Cicero". Es wurde auch Zeit. Aber dazu musste es eben erst wieder einen Anschlag geben und eine große Rede des Präsidenten der Grande Nation.
Ahmad Mansour legt Fakten und Zusammenhänge glasklar auf den Tisch. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen. Frankreich hat "zu lange die Bildung von Parallelgesellschaften ignoriert". Das gilt aber sicher nicht nur für Frankreich, sondern mehr oder weniger für alle westeuropäischen Länder.
Frankreich hat mit seinem Freiheits- und Gleichheitsideal nur früh damit begonnen, schon mit der muslimischen Zuwanderung in Gefolge seiner Kolonialpolitik. Deutschland zieht unter dem krankhaften Zwang, die Welt zu retten und die Grenzen für die Dritte-Welt-Armut weit zu öffnen, spätestens seit 2015 nach. Alt-Parteien und die Regierung Merkel unternehmen nichts, den eingewanderten aggressiven Islamismus zu stoppen. Ahmad Mansours Ausführungen belegen es. Wäre ich jung, hätte ich Angst um meine Zunft in DE.

Markus Michaelis | Di, 6. Oktober 2020 - 18:15

Die Beiträge und auch den Mut von Herrn Mansour kann man nicht hoch genug einschätzen.

Ich würde aber hier einen für mich wichtigen Punkt ergänzen. Wenn nur von Islamisten und Radikalen geredet wird, unterstützt das ein in Deutschland stark vorherrschendes Denken, dass wir hier universelle Werte haben und damit nicht verträgliche Menschen sich nach universell objektiven Kriterien radikal und menschenfeindlich verhalten. Es ist auch leicht auf die radikalen Beispiele zu schauen, die das bestätigen. Alle anderen Menschen gehören dazu - meint man.

Macron hat nach meiner Wahrnehmung das bewusst etwas anders dargestellt.

Die Welt ist eher so, dass es viele verschiedene Weltanschauungen, Werte etc. gibt, die alle ihre Berechtigung haben, aber untereinander zumindest in großen Teilen inkompatibel sind. Haben wir hier die universelle Moral, die über all dem steht?

Ich denke: eine Gesellschaft muss auch sagen können, dass "Wir" das hier so machen. Anderes ist nicht falsch, aber anders.

aber eher früher anschaue, jetzt den des Islam, früher oder später wahrscheinlich bei vielen Religionen, könnte ich mich mit dem Modell Frankreichs anfreunden.
Diese Fundamentalismen beleidigen doch mindestens so sehr das Göttliche, wie intelligente Menschen evtl. darüber verzweifeln und darunter leiden?

Manfred Bühring | Di, 6. Oktober 2020 - 18:15

Michel Houellebecq hat in "Unterwerfung" schon 2015 eindrucksvoll beschrieben, wie ein parlamentarisch-demokratisches System sich durch Toleranz gegenüber radikal-islamischem Gedankengut und Handeln letztlich selbst abschafft. In Frankreich scheint man gelernt zu haben. Davon sind unsere Politiker in D weit entfernt. Im Gegenteil, Warner wie Sarrazin trifft der moralische Bannstrahl mit Parteiausschluß und Nazivorwürfen. Man darf gespannt sein, wann sich eine muslimische Partei in D gründet, die dann für den BT kandidiert und mit Sicherheit auch einziehen würde, und wie sich dann unsere etablierten Parteien verhalten. Houellebecqe lässt jetzt schon grüßen.

Yvonne Stange | Di, 6. Oktober 2020 - 20:11

In reply to by Manfred Bühring

... Macron hat einfach nur nackte Angst vor Marine Le Pen. Das nächste Mal wird er es nicht schaffen.

gabriele bondzio | Di, 6. Oktober 2020 - 18:30

zu lange die Augen verschlossen zu haben.“...aber noch keine Garantie sie nun offen zu halten. Komme gerade vom lesen der "Fratelli tutti"des Papstes, weil ich in einem anderen Artikel gelesen, dass der Großimam sie über alle Maßen gelobt hat. Wer konvertiert jetzt nach wo, war mein Hintergedanke. Von Großimam Ahmad Mohammad al-Tayyeb kann man es wohl nicht erwarten. Den in Saudi-Arabien werden Christen und Schiiten noch immer unterdrückt. Und saudischen Schulbücher immer noch voller Hass auf Juden, Christen, Schiiten, Atheisten sind. Erinnern sie sich an ihren Artikel „Kein glaubwürdiger Dialogpartner“ 2016 im Cicero, Herr Abdel-Samad?
Sie schrieben damals auch, das der Großimam sich stark für die Scharia einsetzt.
Über staatliche Zusammenarbeit mit fragwürdigen islamischen und islamistischen Vereinen in DE habe ich viel gelesen. Es drängt sich auf, das Moscheen oft keine Orte sind wo nur friedl. gebetet wir. Sondern Orte wo Hass und Ausgrenzung an junge Gläubige übergeben wird.

Maik Harms | Di, 6. Oktober 2020 - 18:48

Wer den Islam kritisiert, auch ganz grundsätzlich, der nimmt diese Religion überhaupt erst ernst und als gleichberechtigt wahr, neben den ebenfalls kritisch zu begleitenden anderen Religionen.

Wenn dann eine Religion Probleme mit ihren Fundamentalisten hat, dann liegt das vielleicht auch an ihren Fundamenten, genauer: daran, dass sie nie wirklich modernisiert wurden. Dann bleibt man bei einer vermeintlich "ewigen Wahrheit" stehen, die in Wahrheit genauso zeitgebunden ist wie alles andere Menschgemachte.

Für mich ist noch nicht ausgemacht, ob Islam und Demokratie/Pluralismus/Freiheit wirklich auf Dauer in Einklang zu bringen sind. Der track record der sog. "Islamischen Welt" (welch ein Begriff!) spricht eher dagegen.

Jürgen Lehmann | Di, 6. Oktober 2020 - 19:08

Es liegt schon einige Jahre zurück als ein befreundeter Türkei – bei einer meiner Reisen in die Türkei – erwähnte: mit eurer Toleranz wird euch der Islam noch überrollen. Es wird zwar lange dauern…….
Was für einen Islam er meinte konnte bei dem Gespräch nicht geklärt werden. Es liegt jedoch auf der Hand, dass er den radikaleren Islam meinte, denn alle Kontakte zu ihm sind danach abgebrochen.

Urban Will | Mi, 7. Oktober 2020 - 00:03

ein Baguette in einer Boulangerie.
Nun denn, immerhin etwas.

Der Weckruf für Deutschland?

Sorry, aber da kann man nicht mal mehr drüber lachen.

Wenn man einmal wach war und dann in einen Dornröschenschlaf fällt, braucht es keinen Weckruf mehr, dann muss mehr her.

Es gab bereits 2004 den Satz von Schily: „Wer den Tod liebt, kann ihn haben“. Bezogen auf den islamistischen Terror.
Es gab also Zeiten, da waren Politiker im Amt, die ihren Eid noch in irgendeiner Form ernst nahmen und die das auch durften. Denen etwas lag am Land.
Ein Innenminister, der heute so etwas sagt, ist zwei Minuten später aus dem Amt.

Nein, es braucht keinen Weckruf, es braucht einfach nur wieder Politiker, auf die dieser Begriff auch zutrifft.
Da hilft kein Weckruf, denn Schlafwandler stolpern danach einfach nur wieder zurück ins Bett und schlafen weiter.
Es braucht eine Wende, die kann man nicht rufen, die muss man wählen.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 7. Oktober 2020 - 05:41

Das hörte man von einem Bundespräsidenten und danach von vielen anderen in DE. Wie können Sie Herr Masour nun den fanatischen und terroristischen Teil dieser Religion kritisieren und am Beispiel Frankreich Maßnahmen fordern?
Wenn der Islam zu DE gehört, dann auch seine kriegerische Abteilung, das muss doch eine Demokratie aushalten, oder?
Sie beschreiben es für mich völlig richtig. Offenbar ist bei Macron der Groschen gefallen, wenn auch nicht freiwillig, sondern aus reinem Machterhalt aus Angst vor Le Pen. Und ja, mein Reden schon immer. "Es gilt, allen den Kampf anzusagen: Rechts, links, islamistisch".
Da bin ich sofort dabei.
Alle von Fanatismus und Alleinvertretungsanspruch gesteuerten Religionen und politische Ideologien gehören gleicher Maßen beobachtet, sanktioniert, unterbunden und vor allem die Akteure hinter Gitter oder, wenn möglich, abgeschoben.
Macron wacht auf, Kanzler kurz ist es längst und DE?
DE schläft im Merkel Nebel und links-grünen Nirwana. Alles nicht so schlimm.

Dirk Weller | Mi, 7. Oktober 2020 - 08:38

ist auch ein Schlag in das Gesicht von gut integrierten Moslems in Deutschland, die einfach nur in Ruhe hier leben wollen, sich an das Grundgesetz halten und sich (wie auch die meisten Christen) nicht viel aus Religion machen.
Stattdessen wird vom Innenministerium ein sogenannter "Expertenkreis gegen Muslimfeindlichkeit" gegründet, dessen Aufgabe wohl darin bestehen wird, Kritiker der negativen Entwicklungen des Islams zum Schweigen zu bringen, indem man sie als "Rechts" oder gar "Rechstextremistisch" bezeichnet.

Das ist keine Ignoranz. Es ist gewollt. Denn die SED-Erben und Islamisten haben vieles Gemeinsam: den Hass gegenüber allen Andersgläubigen, den Hass auf die freiheitliche Demokratie und den Hang zur brutalen Gewalt. Vernichtung des bösen Klassenfeindes paart sich mit dem "Neutralisieren" der Anhänger anderer Religionen!
Beide Hassreligionen müssen verboten und geächtet werden!

Michael Andreas | Mi, 7. Oktober 2020 - 08:48

Nun gibt es ja hier in den Kommentaren sofort halbdutzendfach Hinweise darauf, dass hinter Anti-Islamismus in vielen Fällen ganz wesentlich Rassismus steckt - aber Herr Mansour hat da schon ganz recht, unter uns liberalen Demokraten darf wegen solcher unwillkommener Querschüsse nicht die Bekämpfung illiberaler, undemokratischer Ideologien vernachlässigt werden.

Was bitte schön ist Anti-Islamismus werter Herr Andreas? Sollen wir hier gewollt dem gleichen Irrtum erliegen wie bei dem oft fälschlich gebrauchten Begriff Antisemitismus? Denn genauso wenig wie ich eine Antisemitin bin und damit gleich alle Juden ablehne wenn ich z.B. die israelische Politik, Herrn Netanjahu usw. kritisiere, so wenig bin ich Anti-Islamin? , Anti-Moslemin? wenn ich Herr Erdogan, Iran-Mullahs oder den islamistischen Terror anspreche! Sie können doch nicht wie es leider viele Politiker und Medien tun, die inneren und von außen kommenden Gefahren außer acht lassen nur weil man Gefahr läuft Leuten nach dem Mund zu reden, die Sie großflächig wie auch hier im Forum als Rassisten bezeichnen. Vielleicht sollte sich mal jeder der Anwesenden noch mal Artikel 3.3 GG Gleichheit vor dem Gesetz zu Gemüte führen bevor er solche Urteile über seine Mitbürger fällt. Darin steht ALLES was ein tolerantes und gedeihliches Zusammenleben ausmacht wenn sich JEDER daran hält bzw. orientiert!

Bernhard Mayer | Mi, 7. Oktober 2020 - 09:57

Ach Herr MANSOUR warum wird der Deutsche-Michel immer mit einer Zipfel-Schlafmütze dargestellt?

Petra Horn | Mi, 7. Oktober 2020 - 11:36

Das ist geklärt.
Ein buchstabengetreuer Islam kann nicht demokratisch sein.
Demokratie ist nach dieser Auslegung Blasphemie.
Falls sich offenere Auslegungen durchsetzen sollten, wäre das etwas anderes.
Es gibt ja andere Strömungen. Doch die sind wenige und schwach. Der Westen, der sich unter der Parole "Gegen Islamophobie" dem Islam unterwirft, fördert diese Anmaßungs- und Forderungskultur.