Kibbuz nach dem Massaker
„Angriff auf unser grundlegendes Selbstverständnis“: Der zerstörte Kibbuz Kfar Aza / dpa

Gräueltaten der Hamas - „Dinge, die wir uns nicht vorstellen können“

Die Hamas hat ihre Massaker an Israelis am 7. Oktober gefilmt. Der Historiker Hillay Zmora spricht im Interview über den Zivilisationsbruch, den diese Taten darstellen, das zerstörte Sicherheitsgefühl der Israelis und die Frage, ob man sich die Videos der Verbrechen ansehen sollte.

Ingo Way

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Ingo Way ist Chef vom Dienst bei Cicero Online.

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Hillay Zmora ist Professor für Geschichte an der Ben-Gurion-Universität in Beer Sheva, Israel. Seine Hauptforschungsgebiete sind das spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Deutschland, Staatenbildung in Europa 1300-1800, der europäische Adel und das politische Denken von Machiavelli. Zu seinen Veröffentlichungen zählen „State and Nobility in Early Modern Germany: The Knightly Feud in Franconia, 1440-1567“ (Cambridge University Press, 1998), „Monarchy, Aristocracy, and the State in Europe, 1300-1800“ (Routledge, 2001) und „The Feud in Early Modern Germany“ (Cambridge University Press, 2011). Er lebt in der Nähe von Tel Aviv.

Herr Zmora, Sie sind an einem Projekt beteiligt, das zum Ziel hat, der Weltöffentlichkeit die Videos zu zeigen, die die Hamas von ihren Gräueltaten am 7. Oktober aufgenommen hat. Was ist das für ein Projekt, und warum wollen Sie diese Aufnahmen zeigen?  

Ich möchte Ihnen zuerst den Hintergrund erklären. Es herrscht in Israel das allgemeine Gefühl, dass die Regierung sehr lange gebraucht hat, um auf die Ereignisse zu reagieren. Es war die Zivilgesellschaft, die in die Bresche gesprungen ist und Regierungsaufgaben übernommen hat. Private Initiativen haben Überlebenden geholfen, Lebensmittel geliefert und die Armee unterstützt, weil der Staat seinen Aufgaben nicht richtig nachkam. Dieselbe Dysfunktionalität zeigt sich in der Art und Weise, wie das offizielle Israel seine Position der Welt verkündet. Der IDF-Sprecher hat seine Arbeit ziemlich gut gemacht. Aber das ist nur die militärische Perspektive. Auch hier haben sich zivile Organisationen gebildet, um in verschiedenen Ländern Informationskampagnen durchzuführen, hauptsächlich in den USA, aber nicht nur. Ich habe mich einer dieser halboffiziellen Gruppen angeschlossen. Eines unserer Ziele war, das Video von den Hamas-Gräueltaten, das von der Armee (IDF) zusammengestellt wurde, in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und anderswo vorzuführen. Inzwischen haben die israelischen Botschaften die Initiative übernommen und das Video unter anderem in Berlin Journalisten vorgeführt.    

Das Video, über das wir hier sprechen, hat die IDF aus dem Bildmaterial erstellt, das die Terroristen selbst bei ihren Verbrechen produziert haben. Wie ist die Armee in den Besitz dieser Bilder gekommen?  

Das Material stammt von verschiedenen Kategorien von Kameras. Eine sind die GoPro-Körperkameras, die gefangene oder getötete Terroristen bei sich hatten, um ihre Taten zu filmen. Andere Kameras waren Sicherheitskameras in Häusern oder in Kibbuzim. Es handelt sich um unbearbeitetes Material ohne Kommentar. Es gibt hier eine Diskussion darüber, ob das Video der breiten Öffentlichkeit, nicht nur Journalisten, gezeigt werden sollte. Manche sagen, dies sei eine moralische Pflicht, damit wir alle eine klare Vorstellung davon haben, was passiert ist. Andere wiederum, darunter Psychologen und Psychiater, sagen, dass das Video nicht gezeigt werden sollte, da die psychischen Auswirkungen so schwerwiegend sein können, dass die Gefahr einer Posttraumatischen Störung besteht.    

Haben Sie selbst das Video gesehen?  

Nein, ich habe es mir noch nicht angesehen. Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Seite von mir, die sagt: Ja, es ist eine moralische Verpflichtung, das Video zu sehen. Wenn nicht das ganze Video, dann zumindest Teile davon. Weil Menschen diesen Horror erlebt und überlebt haben. Es ist schließlich nicht nur eine persönliche Tragödie, es ist auch eine nationale Tragödie. Und ich habe das Gefühl, dass es eine moralische Verpflichtung ist, genau zu wissen, was passiert ist, oder zumindest zu sehen, was passiert ist und wie es passiert ist. Auf der anderen Seite habe ich wirklich Angst vor diesen Bildern.  

Diese Ambivalenz kann ich gut nachvollziehen. Auch ich denke einerseits, dass möglichst viele Menschen es sehen sollten, andererseits fürchte ich mich ebenfalls davor, diesen Horror zu sehen. Sie haben aber sicher Beschreibungen dessen gehört, was in diesen Videos zu sehen ist.  

Hillay Zmora / Ben Gurion University
Hillay Zmora / 
Ben Gurion University

Ich habe verschiedene Berichte von Leuten gelesen und gehört, die das Video gesehen haben. Es gibt eine Szene, die fast jeder von ihnen erwähnt hat, nämlich den Vater, der von einer Handgranate getötet wird, die von den Terroristen in den Schutzraum geworfen wurde, und der dann aus dem Schutzraum taumelt. Und dann kommen seine beiden Kinder heraus, die überlebt haben. Und eines von ihnen sagt zu dem anderen: Papa ist tot! Und man sieht, dass der andere Junge durch die Handgranate ein Auge verloren hat. Und die Terroristen im Haus öffnen ganz lässig den Kühlschrank, essen oder trinken etwas und lachen. Und dann die Leichen von Babys, die Enthauptungen, die verbrannten Körper. Der Versuch, einen thailändischen Arbeiter zu enthaupten. Alles, was man sich vorstellen kann. Das ist einer der Gründe, warum ich mir die Aufnahmen wahrscheinlich doch noch ansehen werde, denn einige dieser Berichte finde ich fast schon schwer zu glauben. Zum Beispiel, dass Menschen die Köpfe derjenigen, die sie enthauptet haben, herumtragen, als wären es Aktentaschen.

Das heißt, wir wissen zwar, was passiert ist, können es aber nicht wirklich glauben, solange wir es nicht selbst gesehen haben?

Mir fällt in diesem Zusammenhang das berühmte Interview ein, das Günther Gaus 1964 mit Hannah Arendt geführt hat. Arendt erzählt davon, wie sie zum ersten Mal vom ganzen Ausmaß des Grauens in den Vernichtungslagern erfahren hat: „Das war 1943. Und erst haben wir es nicht geglaubt. Obwohl mein Mann und ich eigentlich immer sagten, wir trauen der Bande alles zu. Dies aber haben wir nicht geglaubt, auch weil es ja gegen alle militärischen Notwendigkeiten und Bedürfnisse war. … Und dann haben wir es ein halbes Jahr später doch geglaubt, weil es uns bewiesen wurde. Das ist der eigentliche Schock gewesen. Vorher hat man sich gesagt: Nun ja, man hat halt Feinde. Das ist doch ganz natürlich. Warum soll ein Volk keine Feinde haben? Aber dies ist anders gewesen. Das war wirklich, als ob der Abgrund sich öffnet. Weil man die Vorstellung gehabt hat, alles andere hätte irgendwie noch einmal gutgemacht werden können, wie in der Politik ja alles einmal wieder gutgemacht werden können muss. Dies nicht. Dies hätte nie geschehen dürfen.” Und ich denke, das ist eigentlich eine sehr gute Charakterisierung dessen, was wir heute erleben; dass es etwas ist, das so traumatisch, so radikal ist, dass es schwerfällt, die richtigen Worte zu finden.

Man muss vielleicht gar nicht die Videos sehen, um sich ein Bild von dem zu machen, was geschehen ist. Es gibt ja auch noch die unzähligen Augenzeugenberichte.

Richtig. Auch die Polizei und der Generalstaatsanwalt sammeln jetzt die Berichte von Augenzeugen. Einer der ersten Augenzeugenberichte, von denen ich hörte, war der einer Frau, die sich im Gebüsch des Kibbuz versteckt hielt. Und sie sah, wie mehrere Terroristen eine andere Frau gruppenweise vergewaltigten. Es gab sehr viele Fälle von Vergewaltigung. Frauenorganisationen befürchten, dass die Polizei und die Armee die Leichen der Opfer zu schnell freigegeben haben, damit sie beerdigt werden können, bevor genügend forensische Beweise für Vergewaltigungen gesammelt wurden.

Wenn Sie die Geschehnisse aus der Warte des Historikers betrachten – gibt es in der jüngeren Geschichte Vergleichbares?

Die Massaker wirkten fast vorzivilisatorisch – die Tatsache, dass die Mörder so schadenfroh waren, dass sie so ekstatisch vorgingen. Wir wissen, dass die Einsatzgruppen der SS ihre Taten verheimlichten und im Massen Alkohol tranken, um damit fertig zu werden. Hier haben wir es mit etwas ganz anderem zu tun, nämlich dieses Gefühl der Ekstase, der völligen Gleichgültigkeit und Selbstgefälligkeit, wenn es darum geht, Menschen zu töten und ihnen die schlimmsten Dinge anzutun, die man sich vorstellen kann. Es gibt etwas in mir, das sich fast weigert, das zu akzeptieren. Ich weiß theoretisch, dass sich Menschen so verhalten können. Aber gefühlsmäßig oder psychologisch fällt es mir sehr schwer, das zu begreifen.  

Wir wissen, dass diese Dinge geschehen, aber wir können es nicht glauben. Warum sträuben wir uns dagegen, dass dies eine Realität ist?  

Weil wir es nicht verinnerlichen können. Wir kennen es wie eine Theorie oder eine Art abstraktes Wissen. Aber wir können es einfach nicht verinnerlichen. Und ich denke, jeder, der gebildet und zivilisiert ist, kann sich diese Dinge nicht vorstellen. Zwar sind in der Vergangenheit ähnliche Dinge geschehen. Ich erinnere mich an schreckliche Szenen während der zweiten Intifada. An Lynchmorde. Aber sie geschahen nicht in diesem Ausmaß. Sie waren nicht so systematisch, sie waren nicht geplant. Sie sind einfach passiert. Und hier gab es einen Plan. Diese Leute wurden angewiesen, diese Dinge zu tun.  

Welche psychologischen Auswirkungen hat das auf die Israelis?

Fast jeder, den ich kenne, hat sein grundlegendes Sicherheitsgefühl verloren. Ich selbst wache seit dem siebten Oktober fast jede Nacht aus einem Albtraum auf. Und viele Menschen, die ich kenne, schlafen fast jede Nacht schlecht. Da gibt es diese Geschichten von Menschen, die in den Schutzräumen ihrer Häuser zusammengekauert um ihr Leben kämpfen. Die Türen dieser Schutzräume kann man nicht abschließen. Man muss den Türgriff von innen festhalten, um zu verhindern, dass jemand eindringt. Viele Leute haben das stundenlang gemacht, weil die Terroristen vor der Tür standen. Diese Schutzräume sind gegen Raketenangriffe konzipiert, nicht gegen menschliche Eindringlinge. Fast jeder, den ich kenne, will jetzt einen Waffenschein machen.  

Haben Sie selbst Familienmitglieder oder Freunde, die direkt betroffen waren?  

Familienmitglieder zum Glück nicht. Aber unter den Angehörigen von Mitarbeitern und Studenten unserer Universität gibt es etwa 60 Personen, die ermordet wurden. Ich schätze, das sind mehr als an jeder anderen Universität, denn viele von ihnen lebten in den Dörfern und Kleinstädten im Süden. Der Ehemann der Sekretärin unseres Fachbereichs wurde bei dem Musikfestival getötet. Er hatte als Polizist dort Dienst und versuchte, die Festivalbesucher mit einer Handfeuerwaffe zu verteidigen. Ich war am Tag nach den Massakern auf seiner Beerdigung. Es war nur etwa 24 Stunden nach den Morden. Wir hatten noch keine genauen Zahlen, und es war ein sehr, sehr unheimliches, seltsames Gefühl, das sich einstellte. Es waren viele Spezialeinheiten unterwegs, es gab Straßensperren. Ich wusste, dass immer noch Terroristen frei auf den Feldern herumliefen. Wir kennen viele Geschichten, auch von Leuten aus meinem Dorf. Mein Sohn, der 24 Jahre alt ist, erzählte mir von seinem Freund, der in einem Kibbuz im Süden lebt. Er kam am Freitag zum Abendessen zu seiner Familie, die hier bei uns im Ort wohnt, und wollte anschließend wieder nach Hause fahren. Aber sein Motorrad sprang nicht an. Also blieb er über Nacht und entkam so dem Massaker. 

Es gibt unzählige solcher Geschichten. Und man hört sie nicht nur aus den Medien, sondern auch von Freunden. So ist es in Israel nun einmal. Es ist eine kleine Bevölkerung, und die Leute kennen sich untereinander. Es ist, als ob der Verstand überflutet wird mit all den Horrorgeschichten auf der einen Seite und auf der anderen Seite mit Geschichten von Tapferkeit, Einfallsreichtum und Menschen, die wirklich alles tun, was sie können oder sich sogar opfern, um andere Menschen zu retten. Ja, ich kenne ein paar Menschen, die ihr Leben verloren haben. Es ist einfach überall um uns herum.    

Ich glaube, viele Leute, die niemanden in Israel kennen, können nur schwer verstehen, was dort passiert ist, dass es kein „normaler“ Terroranschlag oder ein Kriegsakt war; dass wirklich das ganze Land betroffen und traumatisiert ist.  

Ich verfolge die Medien in Europa, in Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und überall sonst. Ich mache niemandem einen Vorwurf, aber ich kann sehen, wie schwierig es für sie ist, sich in die Erfahrungen der Menschen hier hineinzuversetzen. Es wird zum Beispiel kaum darüber berichtet, dass wir immer noch jeden Tag mit Raketen beschossen werden. Die Menschen wissen nicht einmal, was das bedeutet. Sie haben Recht, es gibt ein Gefühl des Traumas, auf vielen Ebenen. Ich glaube, dass sich die Menschen jetzt zum ersten Mal auf einer persönlichen Ebene absolut unsicher fühlen. Wir wussten schon immer, dass in Kriegen und bei Terroranschlägen viele schlimme Dinge passieren. Aber was jetzt passiert ist, ist etwas ganz anderes. Es ist das Gefühl, als ob unser grundlegendes Selbstverständnis oder die grundlegende Rechtfertigung Israels wirklich gewaltsam angegriffen worden ist. Und die Reaktion in der Welt auf das, was die IDF in Gaza tut, lässt in den Menschen all die alten Erinnerungen an die jüdische Geschichte wach werden. All die grundlegenden Ängste und das Gefühl, belagert zu werden. Dass unsere Legitimität angegriffen wird. Und ich glaube, jeder spürt das. Jeder Mensch, den ich kenne. Egal, welche politische Meinung man hat, man empfindet das so.  

Ich nehme an, einer der Gründe, warum die Terroristen ihre Verbrechen gefilmt haben, ist der, den Israelis genau dieses Gefühl von Angst und Unsicherheit zu geben: Wir können zu euch kommen und euch holen. Aber gibt es nicht noch einen anderen Grund? Nämlich, dass die Aufnahmen für die interne Propaganda gemacht wurden, als Zeichen des Triumphes? Auch wenn es schwer vorstellbar ist, dass es Leute gibt, die von Bildern solcher Taten nicht abgestoßen werden, sondern sogar Freude darüber empfinden.    

Ich glaube, Sie haben Recht. Die Bilder wurden für verschiedene Zielgruppen gemacht. Um den Israelis Angst einzujagen, hätte es sie gar nicht unbedingt gebraucht. Auch ohne Videos wüsste jeder, was sie getan haben, dass Menschen getötet wurden, dass Menschen enthauptet wurden, dass Babys verbrannt wurden. Ich denke, dass sie die Aufnahmen auch für ihre eigene Bevölkerung gemacht haben. Und für andere Araber im Nahen Osten und anderswo, um die Menschen zu erregen. Und genau so wurden diese Bilder gewissermaßen auch angenommen. Viele dieser Videos, die Menschen in der arabischen Welt oder sogar in Europa gesehen haben, wurden mit großer Begeisterung aufgenommen. Auch wenn ich nicht weiß, was die Hamas damit eigentlich erreichen will: dass sich die Menschen gegen Israel erheben oder es angreifen? Die gleiche Frage kann man sich bei den Filmen von ISIS stellen: Was wollten sie erreichen? Ging es ihnen nur darum, Angst zu verbreiten? Das ist ihnen sehr gut gelungen. Oder war es eher eine Strategie zur Rekrutierung von Menschen und zur Gewinnung von Unterstützung? Ich weiß es nicht. Es ist sehr schwierig für mich, ihre Gedanken zu lesen. Mehr noch, auf politischer oder strategischer Ebene, was haben sie sich gedacht? Dachten sie, dass Israel nicht darauf reagieren würde? Für mich sieht das aus wie ein Selbstmordversuch.  

Suicide by cop. Aber ist es nicht das, was sie wollen? Damit sie der Welt zeigen können, dass sie wieder einmal die Opfer sind, und Sympathie gewinnen?  

Sie werden alle getötet werden. Früher oder später werden alle, die das geplant und durchgeführt haben, umgebracht werden. Wenn nicht jetzt, dann in fünf Jahren. In zehn Jahren. Keiner von ihnen wird überleben. Und dann wussten sie natürlich auch, dass viele Menschen in Gaza infolge der israelischen Reaktion sterben würden. Was haben sie sich also dabei gedacht? Was ist der Sinn? Es ist wie ein Todeskult. Um auf das zurückzukommen, was wir vorhin gesagt haben: Es ist eine Art vorzivilisatorischer Geist, den man nicht wirklich nachvollziehen kann. Kann ich als Historiker des 16. Jahrhunderts verstehen, was die Azteken getan haben? Auf intellektueller Ebene schon, auf emotionaler nicht. Wir können rationalisieren, dass es bei den Kriegen der Azteken nicht nur um Territorien oder um Ressourcen ging. Es ging auch um die Gefangennahme von Menschen, um sie zu versklaven oder um sie zu opfern. Und diese Opferungen waren unvorstellbar grausam. Wenn ich einige Beschreibungen lese, waren sie genauso schrecklich wie die Taten, die wir vor mehr als einem Monat in Israel erlebt haben. Es ist etwas, das zivilisierte Menschen nicht verstehen, nicht begreifen können.  

Aber wenn das Ziel die reine Zerstörung als Selbstzweck ist, lassen sich die Taten der Hamas und ihrer Anhänger vielleicht doch begreifen.

In gewissem Sinne ja. Die Terroristen haben im Grunde all die Gemeinschaften zerstört, die es seit der Gründung Israels und sogar davor gab. Diese Kibbuzim und diese Dörfer sind, denke ich, der stärkste Ausdruck dessen, was Zionismus bedeutet. Und ja, der Versuch, sie auszulöschen, war auch ein Angriff auf den Zionismus als solchen, um das Gebiet symbolisch „judenrein“ zu machen: Juden werden hier nicht mehr leben können. An diesem Ort, der so wichtig für den Staat Israel, so wichtig für die zionistische Bewegung ist. Der Ort, an dem Ben-Gurion gesagt hat, lasst euch im Negev, in der Wüste, nieder. Wenn wir, die Terroristen, diese Kibbuzim auslöschen, dann ist das eine sehr starke Botschaft auch an alle, die in Tel Aviv oder im Zentrum Israels leben: Auch ihr habt keine Chance, wenn wir diese Menschen vernichten, die in der Grenzregion leben und die 75 Jahre lang so viele Opfer gebracht haben, um den zionistischen Traum zu erfüllen.    

Werden sich diese zerstörten Gemeinden jemals wieder erholen können?  

Sie werden es so lange nicht können, wie die Hamas nicht vollständig besiegt ist.    

Um noch einmal auf die Hamas-Videos zurückzukommen: Wissen Sie von Reaktionen ausländischer Journalisten, denen diese Bilder gezeigt wurden?  

Ich habe einige Berichte gelesen, auch von deutschen Journalisten. Und einigen australischen, einigen amerikanischen. Die Reaktionen sind ziemlich gleich. Die Leute sind total schockiert. Ich denke, die emotionale Wirkung ist ... Ich weiß wirklich nicht, wie sie es aushalten. Ich weiß, dass einige Leute geweint haben. Einige verließen den Raum vor dem Ende. Die Wirkung ist immens. Jede Beschreibung, die ich gehört habe, jedes Interview mit einem Journalisten, das ich im Fernsehen oder auf YouTube gesehen habe, die Leute waren ... Es ist schwierig, die richtigen Worte zu finden, um es zu beschreiben. Es ist nicht nur ein Schock. Es ist eine Art Konfrontation mit etwas, das man als zivilisierter Mensch wirklich nicht verstehen kann. Man ist wirklich überwältigt von dem, was man sieht. Einige dieser Journalisten sind erfahrene Kriegsberichterstatter, sie haben schon viel gesehen. So etwas jedoch noch nie. Die grundlegende Botschaft dieser Vorführungen ist: Seht her, es ist etwas passiert, das einen Bruch in der Geschichte darstellt; das ist nicht einfach ein weiterer Konflikt. Und deshalb wird Israel alles tun, was nötig ist, um darauf zu reagieren, um sicherzustellen, dass so etwas nicht wieder passiert. Das ist die Erklärung dafür, was Israel tun muss. Ob es funktioniert oder nicht, weiß ich nicht. Wir werden es sehen.  

Viele zeigen wegen der israelischen Reaktion jetzt mit dem Finger auf Israel und werfen den Israelis Rachsucht vor ...

Ich habe ein sehr interessantes Interview mit einem der obersten Befehlshaber in Gaza gesehen. Die Journalistin fragte ihn: „Ist das Rache?” Er hat es nicht rundweg abgelehnt. Er sagte, sehen Sie, es gibt ein Element der Rache, ich will nicht lügen. Es ist da, aber es hält sich in Grenzen. Es ist nicht das Hauptmotiv. Es ist kontrolliert. Das Hauptmotiv ist politisch, strategisch. Aber Rache ist ein Teil davon ...  

Rache ist ja auch ein normales menschliches Bedürfnis. Sie hat zwar einen schlechten Ruf, ist aber doch sehr verständlich.  

Es ist vielleicht nicht das Klügste, sich von Rache leiten zu lassen. Das Ziel ist ja auch nicht, so viele Menschen wie möglich zu töten. Aber, ja, Rache hat ihre Berechtigung.  

Glauben Sie, dass das Land nach all dem, was passiert ist, jetzt geeinter ist als vorher? In den letzten Monaten gab es in Israel unüberwindbar scheinende politische Gräben zwischen Linken und Rechten, Regierung und Opposition, Religiösen und Nichtreligiösen. Sind diese Gräben jetzt überwunden oder scheint das nur so?  

Ich glaube, die Spaltung ist in gewisser Weise noch da. In Kriegszeiten ist sie natürlich nicht so offensichtlich. Ich glaube aber, dass der Schock und die Tatsache, dass es der Zivilgesellschaft gelungen ist, die Spaltung zu überwinden und gemeinsam zu handeln, in naher Zukunft eine Rolle spielen wird. Das wird nicht in Vergessenheit geraten.  Meiner Meinung nach gibt es jetzt eine bessere Grundlage für ein größeres Verständnis und für die notwendigen Veränderungen. Aber das wird sehr stark von der Art der Führung abhängen, die wir haben. Das ist eine ziemliche Herausforderung, und es werden einige sehr schwierige Jahre vor uns liegen.  

Und zuerst muss Israel den Krieg gewinnen.  

Ja, das ist absolut das Wichtigste. Die Hauptsorge gilt im Moment der wachsenden Kritik unter anderem aus Frankreich und den USA. Ich kann den Druck verstehen, dem die jeweiligen Regierungschefs ausgesetzt sind, aber ich denke, es ist in ihrem ureigenen Interesse, dass Israel diesen Krieg gewinnt. Denn wenn Israel gegen den islamischen Terrorismus verliert, wer ist dann der Nächste? 

Das Gespräch führte Ingo Way.

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Christoph Kuhlmann | Sa., 18. November 2023 - 19:37

Menschliche Populationen, deren Anspruch allzu offensichtlich mit der Wirklichkeit kollidiert, entwickeln manchmal fanatische, hasserfüllte Gruppen, die den Bezug zur Zivilisation verlieren. Oft werden sie ebenfalls Opfer derselben. Hierbei kann es zu atavistischen Bluträuschen kommen, wie sie durchaus schon in der Steinzeit belegt sind. Dazu sagt Hannah Arendt: Das größte begangene Böse ist das Böse, das von niemanden getan wurde, das heißt, von menschlichen Wesen, die sich weigern, Personen zu sein. Im Gegensatz zur Shoah handelten keine Niemanden, keine Bürokraten, die gehorsam Anweisungen befolgten. Es war nicht die Kultur des Gehorsams, es war die des Hasses von stolzen Tätern, die ihre Verbrechen selbst in aller Welt veröffentlichten und deren Machtanspruch die Zivilisation zwingt, sie zu töten. Ich hoffe, andere Apologeten muslimischer Gewaltherrschaft lassen es sich eine Warnung sein. Die Hamas sind nicht die ersten Mörder, die zu Bestien degenerierten.

Naumanna | Sa., 18. November 2023 - 19:46

Es ist unvorstellbar. Das Interview ist sehr wichtig - alle Menschen sollten es lesen. Der radikale Islam muss mit allen Mitteln konsequent und gnadenlos bekämpft werden. Für mich ist es völlig unvorstellbar, dass es Menschen gibt, die diese Gefahr nicht sehen, dass es Menschen gibt, die empathielos gegenüber Israel fühlen. Mit aller Härte des Gesetzes muss gegen Sympathisanten der Hamas vorgegangen werden.
Wir müssen jetzt alle an Israels Seite stehen.

Tiri Tomba | Sa., 18. November 2023 - 19:52

Kriege sind und waren furchtbar. Empfehlung: Sollten doch nur die beiden Kriegsherren sich auf dem Schlachtfeld jeweils bewaffnet mit Morgenstern treffen und den Kampf austragen. Das würde die Zivilisten sowie ebenfalls die Soldaten und Infrastruktur usw. schonen. Aber dazu fehlt den Kriegsherren der Schneid. Es ist angenehmer aus weiter Ferne das angerichtete Treiben zu beobachten. Wie krank ist denn das, was der Typ Mensch vollbringt und vieles andere ebenso.-

Henri Lassalle | Sa., 18. November 2023 - 19:53

dass sie den Hamas baldmöglichst vernichten. Die Taten der Hamas übertreffen die der Nazis, die organisiert mordeten. Die Hamas dagegen vermittelt den Eindruck einer mordgierigen, zügellosen Steinzeithorde, die über friedliche Menschen grausamen Tod und Unglück bringt. Ich persönlich verweigere mich jeglichem Verständnis für die Palästinenser, denn sie decken mehr oder weniger die Aktionen der Hamas. Leider gibt es in der europäischen Öffentlichkeit und innerhalb der Politszene andere Meinungen, aus (innen)politischen Gründen - die Gemeinden der Islam-Gläubigen in Westeuropa sind zahlreich.
Man hat die Nazis besiegt, ich hoffe das dies jetzt auch bald der Hamas geschieht, sonst gibt es keine Gerechtigkeit mehr, sonst hiesse dies, Mord und unvorstellbare Grausamkeit sind legitim, um nationalistische oder andere Intentionen durchzusetzen. Lasst den Hamas den Helden-und Märtyrertod sterben, den empfinden sie ohnehin als ehrenvoll, Allahs Paradies wartet schon.

Chris Groll | Sa., 18. November 2023 - 19:59

“Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Seite von mir, die sagt: Ja, es ist eine moralische Verpflichtung, das Video zu sehen. Weil Menschen diesen Horror erlebt und überlebt haben.“
So erging es mir, als die ersten Dokumentationen über die Shoah gesendet wurden. Ich wollte diese Gräueltaten nicht sehen, wußte dann aber, daß ich es mir anschauen mußte und zwar genau aus dem Grund, weil Menschen diesen Horror wirklich erlebt haben.
Alles was ich bisher über das Massaker gelesen habe ist so erschütternd, daß ich mir diese Videos nicht ansehen würde.
„Der Firnis der Zivilisation ist dünn“ (Siegmund Freud) und genau so ist es. Ich habe mir nicht vorstellen können, daß die Menschen immer wieder auf's Neue solche einen Zivilisationsbruch begehen könnten, aber das war ein Irrtum.
„Wenn Israel gegen den islamischen Terrorismus verliert, wer ist dann der Nächste? „
Das sagt schon der Koran, es sind alle „Ungläubigen“, also jeder, der nicht der Umma angehört.
Leider wissen das viele nic

Helmut Bachmann | Sa., 18. November 2023 - 20:17

Die ganz Hohlen werfen den Israelis vor, dass es sich um Lügen handele. Die etwas weniger Hohlen sagen, Israel hätte dies provoziert (dürfe aber seinerseits merkwürdigerweise keine Rache nehmen, nicht mal sich wehren, sondern soll sich auflösen), nichtreflektierende Mitläufer sagen: „ja, aber“, sind schlicht überfordert, blenden das was geschehen ist, nur Millisekunden nach dem sie davon gehört haben, wieder aus und wiederkäuen die Hamaspropaganda, die sie ja überall lesen und hören können, rechnen Todeszahlen auf. Das wirkt so schön intellektuell, hilft beim Verdrängen. Ich hoffe, die Israelis löschen die Hamas komplett aus und töten jeden, der irgendwie involviert ist, auch alle Drahtzieher. Und ich hoffe, irgendwann wird auch dem letzten Deppen klar, dass die Islamisten nicht unsere Freunde sind, auch nicht der Freund der USA- und Israelhasser von links und rechts. Und, dass diese Faschos nicht nur den Gazastreifen regieren. Und dass man sich seinen Feinden irgendwann stellen muss.

Anita | Sa., 18. November 2023 - 22:02

Länder mit hohem islamischen Migrationsanteil.
Man kann sich die Antwort ausrechnen.
Und das finde ich sehr bedrohlich.
“Wir werden euch totgebären“ äußerte einst eine Frau Hübsch unwiderspochen im Öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Und wir? Drehen uns Tag und Nacht, um immer neue Zuwanderer zu beköstigen, damit ihr Anteil wachse. Wir lernen es nie!

Frank Klaus | Sa., 18. November 2023 - 23:56

Ich sehe mir diese Bilder nicht an, denn ich brauche sie nicht, um von der Brutalität der Palästinenser - die Hamas ist ja kein Fremdregime, auch wenn seine Führer im arabischen Ausland leben, das sind schon Palästinenser - überzeugt zu sein. Mir reicht schon die verbale Aggressivität der Palästina-Demos auf deutschen Straßen, um mir vorstellen zu können, wie sich Palästinenser verhalten, wenn nicht hunderte deutschen Polizisten auf sie aufpassen.
Und was heißt da Zvilisationsbruch? So furchtbar zivilisiert ging es wohl schon seit längerem nicht mehr in Palästina zu, und andere arabische Staaten sind ja auch nicht unbedingt ein Vorbild an Zivilisation. Ich würde da eher von einer Eskalation der Gewalt, aber nicht von einem Burch sprechen. Wenn friedliche Völker plötzlich, aus dem Nichts, Greueltaten begehen, kann man von Zivilisationsbruch sprechen. Aber nicht bei einem Volk, das seit 75 Jahren feige Angriffe auf Isreal verübt und genau diese Taten rhetorisch vorbereitete.

Gerhard Hellriegel | So., 19. November 2023 - 05:15

Ha, kann es kaum mehr erwarten, ich freu mich schon drauf. Kommt es schon zum Black Friday oder erst zu Weihnachten? Die Weltgemeinschaft wartet nicht.

Wenn jemand an meiner Ukraine-Sammlung interessiert ist? Email genügt. Wäre selbst einem IS-Angebot nicht abgeneigt.

Seltsam, Traumatisierte meiden eigentlich die auslösende Situation. Aber wenn's doch der Wahrheitsfindung dient. Aber was ist schon Hamas gegen Putin?

Peinlich, peinlich.

Reinhold Schramm | So., 19. November 2023 - 10:48

Emanzipation durch Arbeit.

Seit rund 70 Jahren werden 90 Prozent aller Palästinenser alimentiert, darunter, unter anderem auch von Deutschland. Heute leben im Nahen Osten rund 6. Millionen Palästinenser von der internationalen Sozialhilfe und damit der dauerhaften Alimente.

In den Golfmonarchien werden jährlich Millionen Arbeitskräfte aus Asien beschäftigt, aber keine Palästinenser.

Die feudal-religiösen Fürsten und islamischen Könige brauchen allenfalls die Palästinenser als religiöses Kanonenfutter und zur Ablenkung von ihrem unlauteren Reichtum!

Die Arbeit ist in allen Gesellschaftsformationen unerlässliche Existenzbedingung des Menschen.
„Sie ist die erste Grundbedingung alles menschlichen Lebens, und zwar in einem solchen Gerade, dass wir in gewissem Sinn sagen müssen: Sie hat den Menschen selbst geschaffen.“ (Engels)

Gerhard Lenz | So., 19. November 2023 - 11:35

ist eine Mörderbande, nicht anderes. Sie hat gezielt Zivilisten - junge Menschen die feierten, aber auch Alte, Kinder, ganz durchschnittliche, friedliebende Menschen - abgeschlachtet.
Für Palästina. Angeblich.
Natürlich war die Siedlungspolitik der zuletzt rechtsextremistischen Regierung Israels nicht friedensfördernd, hatten am Ende in Israel auch Extremisten in der Regierung Entscheidungsgewalt. Und wenig überraschend glaubte die Hamas wohl, die Proteste in Israel wären militärisch für sie von Vorteil. Was ja wohl zum Teil auch stimmte: eine wirksame Verteidigung des Landes gegen die Hamas-Terroristen war offensichtlich nicht vorhanden. Das Morden und die Verschleppung von Menschen durch die Terroristen ging scheinbar beinahe ungestört von statten. Dass die Hamas sich selbst dafür feiert, gar Jubelfilmchen drehte, in denen man mit Juden "kurzen Prozeß" machte, ist überzeugender Beweis, um was für eine widerwärtige Truppe es sich handelt. Hitler wäre von Ihnen begeistert.

Reinhold Schramm | Mo., 20. November 2023 - 05:59

Antwort auf von Gerhard Lenz

... hunderttausende an der Seite der deutschen Waffen-SS.

Die von der palästinensischen Hamas infolge des Einfalls vom 7. Oktober 2023 auf israelischen Staatsgebiet verübten Verbrechen an Zivilisten sind nicht nur vergleichbar mit den planmäßigen Massakern der polizeilichen Einsatzgruppen während des Zweiten Weltkrieg an der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa. Sie übertreffen zudem die industrielle Massenvernichtung der Juden, der Sinti und Roma, der Homosexuellen und Kriegsgefangenen, der Christen und bürgerlichen Demokraten, Sozialdemokraten und Kommunisten, durch die Ausführenden der SS und Wachmannschaften in Konzentrations- und Vernichtungslagern!

Ihr Kommentar macht mich einigermaßen sprachlos.
Gell, das ist satirisch gemeint, doch, doch!?
Konnte aber nicht so recht lachen.

Ja, das Hamas-Massaker ist ziemlich unbedeutend.
Aber es gibt halt so archaische Reflexe, die einen Tod "von Hand" ganz anders bewerten als den Knopfdruck eines Bomberpiloten.
Er ist so unhygienisch, einfach nicht chirurgisch und so emotional.
Vermutlich gibt es einen Tod erster und zweiter Klasse.
Ich habe mich belehren lassen, dass hier das "absolut Böse" am Werk sei.
Seltsam, beim Überfall auf die Ukraine habe ich dergleichen nie gehört.

Romuald Veselic | So., 19. November 2023 - 15:22

In der UdSSR wurde 1 Dokufilm "Der Gemeine Faschismus" in 1967 hergestellt aus bislang nicht veröffentlichten Materialien, originell aus dem 3.Reich, die Rotarmisten im Krieg erbeuteten. Der Streifen, ca 90 min lang, wurde nie mehr gezeigt, nicht mal in Sequenzen in anderen 2WK-Dokumentwerken hineinkomponiert. Ich habe versucht den Streifen irgendwo aufzutreiben - nada. Komplett nix. Der Inhalt war so erschütternd, dass jemand darüber entschied, es nie mehr zu zeigen.
Ich frage mich allerdings, warum war der Film dann veröffentlicht?
Die Hamas-Mordsbuben sind nichts anderes als soziopathische, menschenähnliche Kreaturen, die ihr Leben verwirkt haben. Sie sind die Pest in Menschengestalt. Da gibt's kein "Aber".
Ist richtig; Palis haben sehr schlechten Ruf. Nicht vergessen das Jahr 1990, als Saddam in den Kuweit einfiel, kam Yassir nach Bagdad u küsste ihm devot die Schulterstücke. Nach dem Krieg mussten alle Palis Kuweit verlassen.
Wieso wird dies bis dato nicht thematisiert?

Reinhold Schramm | Mo., 20. November 2023 - 06:07

Von »Großalbanien« zur Division »Skanderbeg«

Die Rekrutierung muslimischer Albaner für die Waffen-SS auf dem Gebiet des heutigen Kosovo ist eine historische Tatsache, die man zunächst kaum glauben kann. Bis heute wird die-ses brisante Thema emotional diskutiert, insbesondere von Serben, Kosovaren und Albanern.
Der Balkan wird in Darstellungen zum Zweiten Weltkrieg nur selten berücksichtigt. Höhepunkt war der Aufbau der 21. Waffen-Gebirgs-Division der SS »Skanderbeg«.
Reihe:
Krieg in der Geschichte, Band: 96
Autor:in: Franziska A. Zaugg

S. Kaiser | Mo., 20. November 2023 - 10:27

Es sei der Reaktion gedankt, wie sie das Thema journalistisch begleitet und professionell aufklärt. Es scheint so zu sein, als wäre bei vielen die Dimension des Massakers gar nicht angekommen ist, sondern als wäre der Krieg „nur“ ein weiteres Aufflammen in diesem jahrzehntelang währenden Konflikt. Die verübten Gräueltaten sprengen jegliche Vorstellungskraft und sind daher für jemanden, der sein Leben lang in Frieden gelebt hat, wohl intellektuell unfassbar. In einem muss man die Aussagen in diesem Interview präzisieren: die Massaker wirkten nicht „fast“ vorzivilisatorisch, sie waren es. Es war eine Barbarei eines Ausmaßes, die jeden M-e-n-s-c-h-e-n, der auch nur einen Funken Humanismus in sich trägt, erschauern lässt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn man beim Abspielen besagter Videos diese Barbaren neurobiologischen Hirnscans zur Analyse unterziehen würden, man deutliche Unterschiede zum Emotionsprofil in unseren zivilisierten Gesellschaften erkennen würde. Und das im Jahre 2023