Die SPD und der Wahlkampf - Ohne Wirtschaftskompetenz wird es nichts

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie wichtig die Zuschreibung von Wirtschaftskompetenz für den Wahlerfolg der SPD auch künftig sein wird. Kurz vor Beginn des Wahlkampfs für die Bundestagswahl 2021 aber sucht man bei den Sozialdemokraten eher vergeblich nach dieser Erkenntnis.

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Wohin mit der Wirtschaft? Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken beim Debattencamp der SPD / dpa

Autoreninfo

Nils Heisterhagen ist Sozialdemokrat und Publizist. Zuletzt sind von ihm im Dietz-Verlag erschienen: „Das Streben nach Freiheit“ und  „Die liberale Illusion“.

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Nils Heisterhagen

Zu den Regelmäßigkeiten des jeden Monat neu erscheinenden ZDF-Politbarometers gehört es, die „Wirtschaftskompetenz“ abzufragen. Genauer werden nur die Bewertung der Wirtschaftskompetenz der CDU/CSU und SPD abgefragt (zumindest nur sie werden präsentiert).

Für den Dezember ergab die Befragung, dass 46 Prozent der Union Wirtschaftskompetenz zu billigen. Und lediglich 9 Prozent das auch über die SPD sagen. Im November lag die Union sogar bei 55 Prozent und die SPD bei 9 Prozent. Im November lag der Unterschied also bei 46 Prozent. Das sind gewaltige Unterschiede.

Abwärtstrend bei Wirtschaftskompetenz

Nun ist dieser Unterschied nichts Neues. Die Zeitreihe des ZDF-Politbarometers geht zurück bis 2004. Seitdem ist die SPD immer weit abgeschlagen unter der Union. Nur ein paar Mal hat sie es seit 2004 über 20 Prozent Wirtschaftskompetenz geschafft, während die Union zugleich nie unter 20 Prozent gefallen ist.
Erklärt diese Grafik nicht auch, zumindest zum Teil, warum die Union seit sehr langer Zeit in den Sonntagsumfragen weit vor der SPD steht und die SPD konstant Wähler und Wahlen verliert? Während die Union nämlich seit 2013 immer um die 40 Prozent liegt, ist die SPD von circa 20 Prozent immer weiter abgerutscht. Zuletzt hatte sich die Wirtschaftskompetenzzuschreibung bei 10 Prozent und weniger eingependelt. 2017 ging es im Frühjahr einmal etwas hoch, da wo der Martin Schulz Hype war. Seitdem Abwärtstrend.

2005 hatte Gerhard Schröder Angela Merkel aber auch ein sehr enges Rennen geliefert und holte deutlich über 30 Prozent der Stimmen. Obwohl die Wirtschaftskompetenz der Partei damals bei nur knapp 20 Prozent lag. 2005 allerdings, dem Jahr als Angela Merkel zum ersten Mal antrat und gemeinsam mit dem „Professor aus Heidelberg“, Paul Kirchhof, eine radikale Steuerpolitikreform forcierte, war die Wirtschaftskompetenzzuschreibung der Union so gering wie selten in den letzten 16 Jahren.

Union und SPD lagen einst nah beieinander

Offensichtlich irritierte der Merkel'sche Neoliberalismus des Leipziger Programms der CDU und die radikale Steuerpolitik der Union dieser Jahre – man denke auch an Friedrich Merz und seinen Bierdeckel – die Wähler und schreckte sie ab. Nach 2005 ging es dann für die Union nämlich schnell wieder nach oben, während die SPD im tiefen Kompetenztal verharrte. Seltsam ist es allerdings, dass die Werte der Union eigentlich nur Anfang 2005 sehr schlecht waren, aber sich im Laufe des Jahres erholten und um den Wahltermin herum schon wieder bei gut 40 Prozent lagen.

Eigentlich war also zur Wahl hin der Vorteil der guten Bewertung bei der Union – obwohl der Wahlkampf 2005 zum Endspurt immer mehr Richtung SPD drehte. Allein an der Wirtschaftskompetenz kann es also nicht gelegen haben, warum die SPD auftrumpfte. Der Unterschied zwischen Union und SPD lag aber eben zu Anfang 2005 nur bei ein paar Prozent – auch wenn auf geringem Niveau. Die Wirtschaftskompetenz einer Partei dominierte nicht – so wie sie es heute tut.

Korrelation zur Kompetenzzuschreibung

Noch aufschlussreicher ist eine Grafik über die Wirtschaftskompetenz, deren Zeitreihe bis 1998 zurückreicht, und die sich ausgerechnet in einem von der SPD selbst nach der Wahlniederlage 2017 beauftragten (und als Aufarbeitung der Niederlage gedachten) Bericht findet, nämlich „Aus Fehlern lernen“. Auf Seite 22 dieses Berichts ist zu lesen, dass die „Problemlösungskompetenz Wirtschaft“ – erhoben auch hier von „Forschungsgruppe Wahlen“, genauso wie das ZDF-Politbarometer – 1998 bei der SPD bei 33 Prozent lag und die der Union bei 37 Prozent. 2002 bei 31 Prozent (SPD) und 36 Prozent (Union). Also nah beieinander und die Wahlergebnisse der SPD waren deutlich jenseits der 30 Prozent. 1998 sogar bei über 40 Prozent.

Die Grafiken zur Wirtschaftskompetenz verraten demnach, dass die SPD zuletzt Wahlen gewann (1998 und 2002) als sie als wirtschaftskompetent eingestuft wurde. Im Bericht „Aus Fehlern lernen“ erfährt man auch, dass die „Problemlösungskompetenz Arbeitsmarktpolitik“ und die „Problemlösungskompetenz Zukunft“ seit 1998 nur einen Weg kennen: nach unten. Man muss kein schlauer Fuchs sein, um hier mehr als eine Korrelation zwischen Wahlergebnissen der SPD seit 1998 (die kennen auch nur den Weg nach unten) und ihrer Kompetenzzuschreibung auszumachen.

Die SPD ist ziemlich blank

Man darf, ohne Demoskopen verärgern zu wollen, auch von einer Kausalität sprechen. Aber warum setzt die SPD dann heute so wenig auf Wirtschaft, Arbeit, Industrie? Warum versucht sie nicht alles, um in diesen Bereichen ihre Werte zu verbessern? Insbesondere bei Wirtschaft? Einen Beschluss des SPD-Parteivorstands zu einer neuen Industriepolitik sucht man seit langem vergebens. Zur Transformation der Autoindustrie gibt es keinen Beschluss – auch wenn die SPD zwischenzeitlich mal mit Hilfeideen für Autozulieferer auffiel. Zur Digitalisierung gibt es auch nichts. Die SPD ist da einfach ziemlich blank. Und kommt in den Umfragen zeitgleich nicht von der Stelle. Mag man hier einen Zusammenhang erkennen?

In einem sehr unschönen Verriss der SPD, schrieb der SZ-Journalist Mike Szymanski gerade: „Der letzte wirkliche Impuls aus dem Willy-Brandt-Haus war das Sozialstaatskonzept, das die Hartz-IV-Politik ablösen soll; Andrea Nahles hatte es 2019 präsentiert.“ Das ist nun bald zwei Jahre her.
Wenn die SPD wirklich ins Kanzleramt will, und Olaf Scholz glaubt man es, dass er es wirklich will, dann muss in der Partei grundsätzlich und in der Parteizentrale im Besonderen, nun ein radikales Umdenken stattfinden. Weniger Identitätspolitik, weniger Social Media, und mehr Inhalt, Konzepte und Kompetenz.

Daher soll es hier eine rhetorische Frage sein, ob folgende Stellenausschreibungen, die sich Anfang Dezember auf der Internetseite der SPD fanden, so Sinn ergeben:

– Referent/in in der Artdirektion
– Sachbearbeiter/in in der Pressestelle
– Mitarbeiter/in im Referat Projektorganisation
– Referent/in für Online Marketing
– Zwei Referent/Innen für Social Media
– Referent/in für Personal
– Redakteur/in Text
– Referent/in in der Pressestelle
– Drei Mitarbeiter/Innen Beteiligung und Mobilisierung

Leider fand sich dort keine einzige Ausschreibung für einen Referenten, der etwas Inhaltliches tun soll. Die sinkende Kurve der Kompetenzzuschreibung sollte da niemanden wirklich wundern. Die Wahlergebnisse dann auch nicht – wenn man eine Kausalität unterstellt. Sowas kommt eben von sowas.

Dorothee Sehrt-Irrek | So, 13. Dezember 2020 - 15:56

AUSSERGEWÖHNLICHE POLITIKER.
So etwas gibt es nicht am laufenden Band.
Diese Leute antworteten auf drängende Fragen der damaligen Zeit.
Das Klima und damit der ökologische Umbau der Weltwirtschaft stehen nun mal an vorderster Stelle heute und ich sehe angesichts halbwegs normalisierter politischer Verhältnisse weltweit, darin keinen Schaden, sondern ein großes Plus.
Schröder setzte das mit grün/rot in Gang.
Schröder hat unglaublich viel in kurzer Zeit getan oder tunlichst unterlassen.
All das wirkt immer noch nach in der Bundesrepublik, ja wurde zu einem neuen Fundament der Bundesrepublik.
Gewissermassen einem sozialdemokratischen, neben anderen "Zutaten".
Die Hege sozialdemokratischen Miteinanders und entsprechender Konzepte beschert derzeit keine Wahlsiege, scheint mir aber wichtig für den Erhalt einer Gesellschaft.
Solange Scholz positiv bleibt, wäre er mir wichtig als Garant des gesellschaftlichen Miteinanders.
Inhalte kann er sicher, aber auch inneren und äußeren Frieden?
BITTE

Ohne die SPD hätten wir schon die soziale Revolution in Deutschland und demokratisches Gemeineigentum an den gesellschaftlichen Produktions- und Reproduktionsmitteln!

Dank der SPD unter Ebert und Noske wurden alle revolutionären Bestrebungen der Arbeiterklasse nach 1918 gewaltsam in Deutschland niedergeschlagen.

Dank dem Stillhalten der SPD und deren Gewerkschaften konnte die NSDAP zusammen mit der SA-SS 1933 ein kapitalfaschistisches Regime der deutschen Monopolbourgeoisie und Rüstungsindustrie installieren und einen imperialistischen Eroberungs- und Ausrottungskrieg vor allem gegen das bolschewistische Russland führen.

Mit der SPD konnte nach 1945 sich keine antifaschistische Alternative für ganz Deutschland und Westeuropa entwickeln. Mithilfe der Alliierten und der vormaligen Mitglieder der NSDAP in allen Bonner Parlaments- und Regierungsparteien und Dank der SPD-DGB wurde 1956 die antifaschistische KPD verboten!

Die Banken und Monopolverbände sind zum Dank verpflichtet!

Hanno Woitek | So, 13. Dezember 2020 - 16:12

Die beiden Vorsitzenden vermitteln Leere oder fordern im Verbund mit anderen Präsidiumsmitgliedern Geld für wirkliche oder vermeintliche Minderheiten Bedürftige und immer wieder fragt sich die breite Mehrheit Wollen die mir schon wieder was wegnehmen?" Antwort der beiden Vorsitzenden "ja" Die CDU denkt über - zum Beispiel - Rentenversicherungen für Alle Sogar unter Einbezug der privilegierten Beamten mit Beiträgen und ohne Beitragsbemesssensgrenze. Die Grünen zum Teil über bedingungsloses Grundeinkommen und neue Finanzierungsmodelle. Die SPD hat leider nur ein Programm das da heißt . " Wir denken seit 10 Jahren über eines nach - mit unserer Leere im Gehirn. Sie gehört wohl nicht mehr in den Bundestag. nicht mehr wählen - die SPD, auch wenn ich es 50 Jahre lang getan habe.

Sehr guter Kommentar, aber welcher SPD-Führer will schon einen guten Wirtschaftsfachmann als Konkurrenz um den Vorsitz? Leider beschränkt sich die Kompetenz der SPD derzeit darin, den hart arbeitenden Menschen das Geld wegzunehmen, um es großzügig zu verteilen. Das will selbst die ehemalige Klientel, die sich heute bei Amazon abrackert, nicht haben.
Bei dem von Svenja groß unterstützten „New Green Deal“ wird erst die Konkurrenzfähigkeit der noch vorhandenen Industrie im globalen Wettbewerb zerstört (Energiekosten, CO2-Preis etc.) und dann will man mit neuem beginnen. Was dann entstehen soll, weiß die SPD (und andere) noch nicht, aber es wird grün und großartig. Wovon leben wir in der Zwischenzeit und was, wenn die Konkurrenz (China u. a.) nicht mitzieht, billiger und besser anbietet? Kommt dann Kevins Kompetenz und enteignet die Reichen dieser Welt? Bei uns gibt es die dann nicht mehr.

damit man noch etwas darlegen kann zu fortgeschrittenerem Debattengang oder wenn man völlig mißverstanden wurde.
50 Jahre machen für mich jetzt den Unterschied, auch wenn ich dann nicht mehr an der Diskussion teilnehmen kann.
Insgesamt ist dies dem Cicero bekömmlich, also ordne ich mich ein.
50 Jahre SPD-Mitgliedschaft.
Aus Ihrem Beitrag würde ich schliessen, dass es die SPD besser nicht bei einem Programm für Minderheiten bewenden lassen sollte, sondern strukturierend vor allem für ihre Hauptklientel aktiv sein muss?
Ich würde meinen, dass der Begriff der Gesellschaft der breitere und umfassendere ist.
Das machen mittlerweile alle Parteien und so stellt sich dann die Frage, welches Konzept noch eine Gesellschaft ergibt, bzw. welche.
Wenn Sie es positiv sehen würden, dann tragen aber alle Parteien zu einem späteren Modell bei.
Sie können sich überlegen, wo Sie IHR Kreuz machen, wo wird IHR Interesse verhandelt bzw. bedacht?
Leer ist die SPD nicht, aber sie passt nicht mehr für Sie?

fällt mir ein Spruch aus meinem Lateinunterricht ein.
-Asinus asinum fricat- „Die Narren gratulieren sich gegenseitig.“
Ich kann Ihnen nur beipflichten. Nicht mehr wählbar diese Partei.
Dr. Schiller war noch ein Wirtschaftsminister. Kennen nur noch wenige.
Mit Schröder fing der Salonsozialismus an. Der Arbeiter und Angestellte wurde aus den Augen verloren. Die letzte Intelligenz wird mit Sarrazin vom Hof gejagt.
Wahrheiten will man nicht hören, wie der vor kurzem verstorbene Oppermann In Interview erwähnte. Man wäre in Partei dann unten durch. Soviel zu einer sich heuchlerisch Haltung zeigenden SPD.
Und eine heutige SPD hat jedweden Bezug zur arbeitenden Bevölkerung verloren.
Eine Bonzenpartei die sich wieder mit der SED/Linke zusammenschließen sollte.
Vielleicht kommt dann zusammen mal wieder auf 20%.
Nein, eine SPD braucht kein normal denkender Mensch mehr.

Die SPD hat durchaus Leute mit Interesse an Wirtschaftsthemen. Ich sage Kevin Kühnert! Dann gibt es in Berlin noch weitere Leute, die auch am Thema Verstaatlichung arbeiten. Und der Vizekanzler und Kanlerkandidat zeigt ja gerade in der Coronakrise wie er es mit der Wirtschaft hält: Eine Neuverschuldung, die Griechenland wie ein Waisenknabe aussehen lässt. Übrigens, mit Billigung von Merkel und der Union. Hier sieht man, dass auf Seiten der Union nur Schäuble stand, allen anderen ist das alles egal, wie der SPD. Kurz, ich kann nirgendwo Wirtschaftskompetenz bei dieser Regierung erkennen. PS: Der aktuelle Lockdown ist der Sargnagel. Man fasst es nicht wie diese Amateure Deutschland an die Wand fahren.

Wann endlich begreift man,daß diese Partei am Ende ist? Sie profitiert von keinem strategischen Vorteil,von Nichts kommt nichts.Es ist vorbei.Personen sind Schall und Rauch.Nächstes Jahr war es das.

das trifft den Nagel auf den Kopf.
Die SPD hat doch sicherlich eine PR-Abteilung. Ist dort niemandem aufgefallen, dass diese beiden Repräsentanten nicht geeignet sind Sympathien und Stimmen zu gewinnen, weil sie - besonders, wenn sie zusammen auftreten - nur ein negatives Fluidum verbreiten.
Da ist keine Spur von Sympathie und mitreißendem Enthusiamus, da ist wirklich nur Leere, ja sogar noch mehr als das, da ist negative Leere.

Walter Bühler | So, 13. Dezember 2020 - 16:49

Ja, es ist sehr traurig, was aus der SPD geworden ist. Abgesehen von ein paar wenigen Gestalten wie Weil, Scholz und Tschentscher bestimmen "Berufspolitiker*innen" das Bild, das sich auch in der zitierten Stellenausschreibung wiederspiegelt.

"Das Volk" ist längst verschwunden, nur noch "Berufsfunktionäre" ohne jede Lebenserfahrung bestimmen das Bild, teils aus den Gewerkschaften, teils aus den parteinahen Sozialkonzernen. Diese Funktionäre leben in den Blasen ihrer Netzwerke und verbreiten in den Medien unter dem Etikett SPD deren Phrasen.
So kann gar keine Wirtschaftskompetenz mehr nachwachsen, und die SPD kann außerdem nicht mehr von den Linken und von den Grünen unterschieden werden.
In den Medien und in der Netzwerkwelt wird die SPD aber vor allem durch die Grünen aufgesaugt, wobei die Grünen sich längst entschlossen haben, diese schwachen Partner aufzugeben und mit der CDU merkelscher Prägung zu gehen.

Sehr schade um diese glanzvolle Partei.

Manfred Westphal | So, 13. Dezember 2020 - 16:59

Die Personalausschreibungen passen doch für jeden zu versorgenden SPDlerInn, so kann die Position sehr gut der Person angepasst werden.

Bernd Muhlack | So, 13. Dezember 2020 - 17:08

dc?
District of Columbia
democratia christiana
(alternative current) - direct current - ACDC

Nun ja, wenn ich mir die TOP-Leute dieser Splitterpartei betrachte, mangelt es nicht nur an wirtschaftlicher Kompetenz.
Aktuell allen voran Vizekanzler Scholz der qua Corona die "WUMS-Bazooka" in Stellung brachte.
Eine Panzerfaust hat einen gewaltigen Rückstoß, (Schulden für die Kinder, Enkel), das ist nichts für Möchtegern-Finanzexperten!
Dazu dieses ständige gnomenhafte Grinsen!
Wie sagte Helmut Schmidt immer so trefflich:
Herr Dr. Kohl unterlassen Sie endlich dieses dümmliche Grinsen!"

Und die Herren Kühnert et Stegner wollen BMW, Daimler etc enteignen.
Dazu eine "Mietpreisbremse".

Eine omnikompetente Vorsitzende Esken, welche stolz verkündet sie sei ANTIFA und die Polizei, unsere BW seinen latent rechtsradikal.
Und diese unsägliche, dauerlächelnde Frau Giffey!

Wer diese Truppe wählt, will einen anderen Staat, Gesellschaft - nicht jede Veränderung ist auch ein Fortschritt, Verbesserung!

Fritz Elvers | Mo, 14. Dezember 2020 - 09:16

In reply to by Bernd Muhlack

DC heißt natürlich Gleichstrom, in diesem Falle 20 mA für den Überspannungsschutz SPD (surge protective device).
Das ständige gnomenhafte Grinsen stellt sich automatisch bei schlechter Isolierung ein.

Gerhard Lenz | Mo, 14. Dezember 2020 - 09:19

In reply to by Bernd Muhlack

als Splitterpartei bezeichnen, welcher Ausdruck wäre dann erst für die AfD passend, die noch einige Prozente hinter der SPD im Moment in der Wählergunst dümpelt?
Vielleicht Vogelschiss?
Ich gebe Ihnen ja recht: Das Spitzenpersonal der Sozis wirkt eher ziemlich langweilig, manchmal unbeholfen. Es verführt geradezu dazu, dieses Mal bei Habek & Co. ein Kreuzchen zu machen. Dafür wirkt es bei der AfD eher gruselig, die Dame, die so gerne mit den Füsschen aufstampft (Weidel)übrigens inbegriffen.

Allerdings schiessen Sie wohl ein wenig über das Ziel hinaus.
Die Mietpreisbremse scheint gar nicht so schlecht zu sein, in manchen Wirtschaftsbereichen bleiben "private Akteure" den Beweis schuldig, dass sie besser als die öffentliche Hand agieren.

Und Schulden sind in diesen Zeiten gar nicht zu vermeiden, schauen Sie ins Ausland: Das betrifft selbst den Posterboy der Halbrechten in Öst., Kurz, und den strammen Putin-Pudel in Ungarn, Orban.
Scholz wirkt zwar bieder, hat aber sicher Kompetenz!

Scholz ist kein Wirtschaftspolitiker sondern ein Parteipolitiker. Meiner Meinung nach ist das das Problem der SPD-Politiker. Die SPD-Politiker sind gut darin für die Interessen ihrer Klientel zu arbeiten, aber die werden immer weniger. Das ist ähnlich wie bei der CSU, die nur die Interessen Bayerns im Blick hat. Weshalb ich auch gegen Söder als Kanzlerkandidat der Union bin. Leider interessiert sich Merkel auch nicht für das Thema Wirtschaft, obwohl sie eine der wenigen in der Regierung ist, die etwas zustande bringt (wenn auch nicht das was ich mir wünsche). Zum Thema Miete: Häuslebauer interessieren sich nicht für den Mietmarkt. Das ist Aufgabe der Politik. Die muss die Randbedingung so festlegen, dass mehr Wohnungen gebaut werden. Nur tut sie das nicht, in Berlin passiert sogar das Gegenteil. Also Mietobjekte wandern in den Eigentumsmarkt. Im Interesse der kleinen Leute ist das sicher nicht

Konrad Schiemert | Mo, 14. Dezember 2020 - 14:30

In reply to by Bernd Muhlack

Ich habe auf einer total exotischen, bislang kaum wahrgenommener Seite (www.spd.de) die Antwort gefunden: DC steht für Debattencamp. Neudeutsch direkt aus dem Duden.

Tomas Poth | So, 13. Dezember 2020 - 18:18

Das was so ein Politibarometer sagt und was Realität ist, das sind zwei Welten.
In Schiller, Schmidt und auch Schröder hatte die SPD ihre Wirtschaftskompetenz gezeigt.
Schröder wurde sogar Genosse der Bosse tituliert.
Leider hat er mit seiner Grünen Koalition und deren Wirtschaftspolitik die Türen für den Neoliberalismus weit geöffnet.
Steuerfreie Unternehmensverkäufe war ein Geschenk der Rot-Grünen Koalition an die "Heuschrecken"! Das wird immer wieder vergessen.
Heuschrecken-Business und Hartz4 ist durch Rot-Grüne Politik in Deutschland eingeführt worden! Aufwachen, erinnern und nicht vergessen.

Johannes Renz | So, 13. Dezember 2020 - 18:51

...hat es immerhin gewusst: It`s the economy stupid!

Gerhard Schwedes | So, 13. Dezember 2020 - 19:12

Es kann nicht gut gehen, wenn man auf die Dauer mehr auf Moral und weiße Hemdkragen setzt als auf eine gesunde Wirtschaftspolitik. Die Moral hängt nämlich zu einem wesentlichen Teil am Nabel der Wirtschaft, wie schon Brecht mit seinem eingängigen Spruch zum Besten gab: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral". So verhält es sich auch mit der Wirtschaft." An vorderster Stelle kommt die Wirtschaft, dann die Moral." Verwundert nimmt man wahr, dass die CDU so hohe Werte in Sachen Wirtschaftskompetenz erhält. Nicht zu fassen. Wo haben denn die Merkelschen Regierungen Wirtschaftskompetenz bewiesen? An den Umfragen lässt sich ablesen, wie sehr man dem Durchschnittswähler inzwischen den Kopf verdreht hat. Die CDU kann für sich bestenfalls in Anspruch nehmen, unter den blinden Altparteien der Kronprinz zu sein. Bei der Wirtschaftskompetenz der Altparteien gebührt eher der FDP die blecherne Krone. Das Resümée müsste etwafolgendermaßen aussehen: FDP 15 %, CDU 10 %, SPD 5 %, Linke 0 %, AfD 40 %.

Fritz Elvers | So, 13. Dezember 2020 - 23:23

zeigt sich erst in der Krise, in der wir allerdings gerade leben.
Ansonsten findet Wirtschaft in der Wirtschaft statt, und gerade dort gibt es sehr viele Versäumnisse.

Wirtschaftskompetenz resultiert nicht unbedingt daraus, dass man öffentlichkeitswirksam über irgendein Wirtschaftsthema spricht, sondern aus der jeweilgen Realität heraus.

Dass man den derzeitigen Vorsitzenden nichts zutraut, ist beinahe evident. Borjans hatte in NRW seine Chance, er hinterließ leider verrottete Schulen und kaputte Infastruktur. Das ging soweit, dass die MP Kraft mit der schweren Dienstlimousine nicht von Düsseldorf nach Köln fahren konnte, wg. der maroden Rheinbrücke.

Wir werden aber auch bald in Bayern und BW erleben, dass die Auto-Industrie rückläufig sein wird. Da darf man gespannt sein auf die gefühlte Wirtschaftskompetenz der Union.

... das ist auch Unternehmertum, vorausschauen wo kann ich die Produkte verkaufen und was muß ich übermorgen anbieten damit ich den Laden am Laufen halte.
Hier beginnt die Krux. Die Unternehmen wollen Planungssicherheit wo sie die Investitionen für übermorgen tätigen sollen. Da trifft man halt mit der Politik Abmachungen, um neue Märkte zu kreieren. Der Weg in neue Märkte muß auch begründet werden. Dazu bedient man sich der Wissenschaft mit ihren Hypothesen für eine wie auch immer geartete Zukunftssicht. So wird der Zug für etwas Neues auf das Gleis gebracht ... - Hauptsache es ist Wachstum dabei.
Aber wohin soll das alles wachsen, die Erde wächst leider nicht mit.

Markus Michaelis | So, 13. Dezember 2020 - 23:44

Vielleicht liegt die SPD nicht so falsch. Wachsende staatliche Gelder gibt es für Gruppen, Kultur, Stiftungen, Vereine etc., die etwas mit Identitätspolitik, Gerechtigkeit, Menschenrechten etc. machen. Das hat also schon Zukunft und man kämpft gegen weite und gefährliche Teile der Bevölkerung, die gegen Gerechtigkeit und gegen Menschenrechte sind. Das scheint doch fast eine klare Sache und die Gesellschaft wird auch noch besser. Soweit zumindest die Absicht und die Theorie. In jedem Fall gibt es eine zunehmende Menge an Jobs außerhalb der Wirtschaftskonzepte.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 14. Dezember 2020 - 12:04

Das hat die SPD eben nicht getan und deshalb ist sie da, wo sie derzeit steht und hat genau das Personal, das der Partei den weiteren Abstieg garantiert. Zu Olaf Scholz ist von vielen hier schon alles gesagt. Mir fielen zwar noch ein paar lustige Vergleiche ein, aber er selbst tut alles, sich lächerlich und unglaubwürdig zu machen, das spricht für sich, da muss ich nicht noch nachlegen. Ein Grundsatz meiner Erziehung war immer: "Kleinere schlägt man nicht, die streichelt man.":)

Norbert Heyer | Mo, 14. Dezember 2020 - 13:02

Wirtschaftskompetenz hatte Tradition bei der Union und -früher- auch bei der SPD. Da gibt es eine Linie quer über Parteigrenzen hinweg von Erhard, kurzfristig Schmidt bis Schiller, das war großes Kino. Danach eher Hausmannskost bis zum jetzigen Minister, der vollmundig verkündete, dass in der derzeitigen Krise keiner in Kurzarbeit arbeitslos wird. Schröder hat mit Hartz IV die Voraussetzung dafür geschaffen, das Merkel (bisher) mit vollen Händen alle finanziellen Wünsche der EU weitgehend befriedigen konnte. Schröder hat dafür sogar sein Amt verloren, das passiert heute keinem Politiker mehr, dass er dem Gemeinwohl die Eigeninteressen unterordnet. So wird der Union heute eine nicht mehr vorhandene Kompetenz unterstellt, die Frau Merkel eigentlich ihrem Vorgänger verdankt. Die heutige SPD hat keine Wirtschaftskompetenz mehr, ihr liegen mehr die am Herzen, die bedingungsloses Grundeinkommen und ein ständig volles Füllhorn an sozialen Wohltaten ohne persönlichen Einsatz für möglich halten

Markus Schumann | Di, 15. Dezember 2020 - 00:03

SPD&Wirtschaftskompetenz ... Schiller ja, Schmidt weniger, als immer gern in Anspruch genommen, Glotz ist auch schon tot.

Viel kritischer sehe ich den Weg der Grünen in die totale Kapitalismuskritik= WEF/Sozialismus. DAS ist der kommende Koalitionspartner der CDU, nolens (Merz) / volens (MerkeLaschet).