Auf dem Bildschirm eines Smartphones sind die Icons von Instagram, Facebook und WhatsApp zu sehen
Unheimliche Macht: Instagram, Facebook und WhatsApp / dpa

Nach dem Facebook-Ausfall - „Wir verlieren die Kontrolle über unser Mediensystem“

Facebook und die zum Unternehmen gehörenden Dienste WhatsApp und Instagram sind am Montagabend für mehrere Stunden ausgefallen. Die damit verbundene Aufregung zeuge davon, wie sehr wir von den sozialen Medien abhängig sind, sagt der Medienwissenschaftler Martin Andree. Er warnt vor einer Marktkonzentration mit gravierenden Folgen.

Autoreninfo

Ulrich Thiele volontiert bei Cicero.

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Ulrich Thiele

Dr. Martin Andree ist Medienwissenschaftler und unterrichtet digitale Medien an der Universität Köln. 2020 veröffentlichte er mit Timo Thomsen den „Atlas der digitalen Welt“, die erste wissenschaftliche Nullmessung der digitalen Mediennutzung, die hohe Wellen geschlagen hat, weil sie die Konzentration auf dem digitalen Markt quantitativ belegt.

Herr Andree, von der satirischen Fernsehserie „South Park“ gibt es eine Folge, in der das Internet auf der ganzen Welt ausfällt – die gesamte Folge ist quasi im Stil eines postapokalyptischen Endzeitfilms aufgemacht. Könnte man mit einem Augenzwinkern sagen, dass es uns gestern ähnlich ging?

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Tomas Poth | Di, 5. Oktober 2021 - 22:28

Der Kontrollverlust liegt nur bei uns, jedem Einzelnen, aber Big Data und Konsorten haben die Kontrolle. Wie jedes Kartell das irgendeinen Markt beherrscht, auch dort liegt die volle Kontrolle in den Händen weniger.
Erinnern wir die Umfragen zum Bundesdeutschen Journalismus, mehr als 70% verorten sich in ihrer Arbeit linksrotgrün.
Auch hier haben wir es mit einem Meinung-Kartell zu tun, nicht umsonst sprechen wir vom Mainstream.
Wir haben Kartellgesetze, die zur Zerschlagung von Kartellen genutzt werden können. Die müssen wir auch nutzen wollen!

Christa Wallau | Mi, 6. Oktober 2021 - 04:28

sind - ganz im Gegensatz zum Klima! - e i n d e u t i g menschengemacht. Also sollte man sich mit dem Außer-Kontrolle-Geraten dieser Firmen-Giganten viel mehr und intensiver beschäftigen als mit
unsinnigen Klimarettungs-Maßnahmen. Nicht weniger als
unsere Freiheit und Selbstbestimmung- Mühsam von unseren Vorfahren errungen! - stehen nämlich auf dem Spiel!
D a liegt die wichtigste Aufgabe der Politik:
Verhindern, dass wir in die Hände einiger weniger Welt-Macht-Monopolisten geraten!
Aber das erkennen die links-grünen Ideologen natürlich nicht, weil Typen wie Herr Soros oder Herr Zuckerberg sie längst für sich geködert haben!
Die unterstützen nämlich eifrig ihre unsinnigen Projekte, um dahinter unbemerkt ihre eigenen Ziele durchzusetzen zu können.

Mit Speck fängt man Mäuse!

Ronald Lehmann | Mi, 6. Oktober 2021 - 11:47

In reply to by Christa Wallau

Schließe mich ihren punktgenauen K. an, Frau Wallau.
Kontrolle, für "Wem" & für welches Ziel?
Und hier liegt die Krux begraben - Das END_ZIEL!

Egal ob Flüchtlingspolitik, Corona & die angeblichen Dinge, die das
menschliche Dasein erleichtern sollen, Zeit für wichtige Dinge schaffen soll,
Glück & Zufriedenheit?!

Und was sind wird postmodernen Menschen?

SKLAVEN, UNTERTANEN, WÄHLER & KONSUMENTEN UNSERER WELT,

die immer schneller im Hamsterrad ihre Runden drehen, aber Ihnen entgangen ist,
weshalb sie überhaupt ins Hamsterrad gegangen sind.
Die einen (vor allem die im Hafen der Säulen.d.M. geankert haben) haben & sich wie Judas für Silberlinge verkauft haben, um am teuflichen Glück dieser Welt teilhabe zu haben. Je höher die Karriereleiter, je höher der Preis!
Hinzu einen Weg, der das dunkle fördert. Warum gibt es so viele PC-Spiele mit töten & vernichten? Ja, friedlich, mahnend bleibend gegen das Übel ist eben wesentlich schwieriger! Und dazu ohne Gottvertrauen, aber Tempel huldigen.

Alexander Brand | Fr, 8. Oktober 2021 - 21:39

In reply to by Christa Wallau

für sie hat, deswegen unterstützen sie diesen Dreck! Die Chinesen haben es vorgemacht, sie nutzen die virtuelle Welt, um ihre Bürger in Schach zu halten und genau das macht links-grün auch!

Jeder, der diese Asozialnetzwerke nutzt, macht sich 100% transparent, das ist genau das was Politiker wollen. Genau aus diesem Grund nutzen weder meine Frau noch meine Kinder noch ich diese "Netzwerke", keine davon, auch nicht "was-ist-app", wir machen kein „Zuckerberging“.

Links-grün braucht diese Netzwerke, um den gläsernen Bürger zu schaffen und darum werden sie auch nichts gegen Verbrecher wie Zuckerberg und Soros unternehmen. Es ist eine Symbiose, eine Hand wäscht die andere und es gibt nur eine Lösung: man muß sich weigern diese Plattformen zu nutzen, auch dann, wenn die Politik es zunehmend erschwert, ohne sie zurecht zu kommen! Je mehr Menschen das tun, desto schwieriger wird es für die Politik diese Datenkrake verbindlich zu machen! Leider aber ist die Mehrheit zu dumm, um das zu sehen.

Christoph Kuhlmann | Mi, 6. Oktober 2021 - 09:20

im Web 2.0 sind die Zugangshürden stark gesunken. Das hat zu einerseits zu einer wesentlich stärkeren Nutzung des WWW geführt, andererseits zu einer Verarmung, da zahlreiche Amateure, die mit ihren Websites und Foren individuelle und kreative Angebote bereitstellten verdrängt wurden. Man musste sich im Web 1.0 auskennen und lernte jeden Tag dazu. Ich will die Zeit nicht glorifizieren, aber sie war wesentlich interessanter als Facebook und ich habe dort knapp 5000 internationale Freunde. Die Kommunikation war nicht standardisiert und wurde intensiver nach nicht einheitlichen Standards moderiert. Man konnte sich das passende heraussuchen. Nur vergessen wir das eine nicht 60% des Internettraffics entfällt auf Pornos. Daran hat sich durch Facebook nichts geändert. Egal ob Facebook oder viele kleine Anbieter, die Qualität steht und fällt mit der Moderation und da stoßen wir an die Kostengrenzen. Denn wer will den ganzen Mist schon lesen ohne dafür bezahlt zu werden?

gabriele bondzio | Mi, 6. Oktober 2021 - 09:47

dass wir als Mitglieder dieser Gesellschaft eine Wahl haben."...interessanter Satz, der nicht nur auf das Internet bzw. digitale Medien zutrifft.
Wer will sich Wettbewerber zulegen, wenn er allein absahnen kann? Regulierung und Zerschlagung nicht erwünscht.
Dafür stellt man die angesprochenen Medien auch gern in den Dienst der durchzusetzenden, politischen Entscheidungen. Eine Hand wäscht die andere.

daher meine Zustimmung zu Ihrem Kommentar.

Mittels Medienmacht lässt sich viel mehr Macht über eine Bevölkerung erlangen, als es mit Politik je möglich sein wird.

Das haben diese Globalplayer auch schon längst erkannt.

Die a_sozialen Medien haben da m. E. auch eine Art Pulsmesser u. ~beschleuniger- Funktion.

Daumen rauf (zu einer Meinung/Tat/Aktion uvm.) oder Daumen runter.

Dass der Daumen rauf für FB steht ist schon bezeichnend.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 6. Oktober 2021 - 10:44

Inzwischen ist der Politik die Sache gänzlich über den Kopf gewachsen. Man läßt sie gewähren, die großen Player der Medienwelt und gibt ihnen gar die Macht, sich über eigene Pseudorichtlinien das Recht der Zensur einzuverleiben und für sie politisch und wissenschaftliche "unkorrekte" Beiträge zu löschen und die Nutzer zu sperren. Selbst die Steuerpflicht ist ausgesetzt bzw. wird ignoriert oder umgangen. Da wird sich erst etwas ändern, wenn die ersten Politiker selbst betroffen gesperrt werden. Und davon mal ganz abgesehen. Fällt der Strom aus passiert was? Genau. Wir schreiben wieder Briefe und lesen vielleicht mal wieder Bücher. Bevorzugt solche, deren Autoren solche Probleme bereits früh haben kommen sehen und die man in der Literatur gerne als Utopische Romane oder in der Politik als verschwörungstheoretische Werke einordnete. Nennt man diesen Verlauf auch mediensystemische neue Weltordnung? Wer die Kommunikationsmacht hat steuert die Welt? Mal darüber nachdenken.

Gerhard Lenz | Mi, 6. Oktober 2021 - 11:31

auf unsere Gesellschaft kann gar nicht unterschätzt werden. Es gab mal die Idee, das Internet könnte zur Demokratisierung der Gesellschaft beitragen. Das war wohl eine Schnappsidee. Stattdessen machen sich Ideologen breit, die in angeblich "neutralen Medien" meist dunkelbraune Ideologie unters Volk bringen.
Und Konzerne wie Facebook, Twitter usw? Sind primär an Umsätzen interessiert. Da florieren Fake-News, da konnte ein Trump lange Zeit seine Hetze in die Welt hinausbrüllen. Kontrolle über diese Medien? Unmöglich. Zumal die Fans dieser dort wütenden Demagogen sofort "Zensur" keifen!
Als brauche es noch Beweise für die Unfähigkeit, die Macht der Medien überhaupt zu verstehen, muss man sich nur die ersten Reaktionen in diesem Forum anschauen. Da wird über den angeblich "linken" deutschen Journalismus hergezogen, da wird Zuckerberg zum Linken ernannt, da bekommt auch gleich der Jude Soros sein Fett ab, und nebenbei wird der menschengemachte Klimawandel geleugnet.
Kennt man von Facebook..

Rob Schuberth | Mi, 6. Oktober 2021 - 13:13

das FB Kohle scheffeln will ist doch wohl klar.

Und dass sie dabei nur mit Feigenbaltt-Aktionen so tun als ob sie dabei Hass u. Hetze im Netz (in IHREN Diensten) einen Riegel vorschieben würden, darf doch auch niemanden wundern.

Es gibt keine globalen u. anerkannten Kontroll- u. Aufsichtsorgane für diese a-sozialen Medien.

Da liegt der Knackpunkt.

Es haben sich dort Mächte entwickelt die man kaum je wieder wird einhegen können.

Es sei den man zerschlägt sie. Aber das traut sich niemand.

Alternativ sollte man endlich jedes Unternehmen dazu zwingen seine Steuern ausschließlich dort zu zahlen wo es seien Umsatz macht.

Ach ja, und Briefkastenfirmen u. ä. Konstrukte unter Strafe stellen. Und zwar ohne Bewährung.

Und wenn es nur ein paar Tage Gefängnis sind, aber die würden viele Täter von Wiederholungen abhalten.