Klimaschutz - Rettet die Aufklärung!

Um das Klima zu retten, verabschieden sich viele Aktivisten von den Standards der Aufklärung. Sie lassen keinen Widerspruch zu, verunglimpfen Kritiker und drohen mit der Apokalypse. So gerät die Demokratie in Gefahr

Demonstranten von Extinction Rebellion.
Sind Demonstrationen der Gruppe Extinction Rebellion hilfreich für die Demokratie? / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Kissler ist Ressortleiter Salon beim Magazin Cicero. Er verfasste zahlreiche Sachbücher, u.a. „Dummgeglotzt. Wie das Fernsehen uns verblödet“, „Keine Toleranz den Intoleranten. Warum der Westen seine Werte verteidigen muss“ und „Widerworte. Warum mit Phrasen Schluss sein muss“.

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Alexander Kissler

Aufklärung tut not. Konkret im Fall des Bundespräsidenten, der sich gegen Vorwürfe verteidigen muss, er habe in seiner Zeit als Außenminister von einem libanesischen Waffenhändler Geschenke im Wert von über 1.000 Euro angenommen. Aufklärung ist ein Lieblingswort von Frank-Walter Steinmeier. In seinen Reden verteidigt er „die Ideale der Aufklärung und des humanistischen Denkens“. Europa möge „die Kraft von Humanismus und Aufklärung“ verteidigen, Deutschland seinen „Maßstab aus den Jahrhunderten der Aufklärung“ bewahren, seine „ethischen Prinzipien, die uns seit der europäischen Aufklärung begleiten.“ Alles richtig, alles wohlfeil. Derzeit erleben wir im Namen der „Klimarettung“ einen breit orchestrierten Angriff der Gegenaufklärung. Wer stemmt sich dagegen?

Wo hört die Aufklärung auf? 

Dass Aufklärung nie vollendet und immer neu zu erringen ist, gehört zu ihrem Wesenskern. Der systematische Zweifel, den sie sät und befördert und fruchtbar macht, kann sich gegen sie selbst kehren. Darum irrt, wer selbstgewiss von den Errungenschaften der Aufklärung spricht. Der Bundespräsident nennt die Aufklärung zurecht einen „nie endenden Prozess“ Es wäre Zeit, auch praktisch vom Schlafe aufzustehen und die Gegenaufklärung selbst dort zu kritisieren und zurückzudrängen, wo sie im Gewand hehrer Ziele daher kommt. Wer nicht diskutieren will, wer die Wahrheit meint gepachtet zu haben, wer andere Ansichten diffamiert und Gegner attackiert, der steht nicht auf der Seite der Aufklärung. Und auch nicht auf der Seite der Demokratie, denn Demokratie, so der Historiker Andreas Rödder, meint „Verständigung auf dem Wege des Gesprächs, der strittigen Auseinandersetzung über unterschiedliche Meinungen“. 

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Cecilia Mohn | Do, 26. September 2019 - 16:31

Sie bringen es auf den Punkt, Herr Kissler. Was hier stattfindet, ist Hexenjagd und Gegenaufklärung. Da stecken demokratiefeindliche Totalitarismen dahinter. Hier muss gegengesteuert werden. Und zwar konsequent. "This is an emergency" - wie lächerlich. "Das Haus brennt" "Panik ist gut" usw. Alles unsinnige Aufputscherei, die aber gefährlich ist, wenn Menschen darauf hereinfallen. Panik ist natürlich niemals gut. Und schon gar nicht in einem Notfall. Der Ruf nach einer Diktatur ist unüberhörbar bei den Parolen der Klimaaktivisten. Meine Güte, wie konnte es nur so weit kommen.
Wenn es die Klimaaktivisten denn ernst meinen würden mit dem Umweltschutz, dann würden sie in Asien demonstrieren gehen, wo 5 Milliarden Menschen kräftig dabei sind, den Planeten zu verunreinigen usw.
Was hier abgeht, nennt man Hysterie, oder Borderline Syndrom. Mit allen Mitteln Aufmerksamkeit erregen wollen. Und sei es damit, demokratische Prozesse zu unterlaufen. Angst, Wut, Panik, Endzeitstimmung verbreiten.

Ich kann nur sagen: Sie liegen vollkommen richtig. Wenn ich das wutverzerrte Gesicht "unserer" Greta sehe... puhh. -- Das ist eine Wut-Göre, die ich langsam nicht mehr ab kann. Hassverzerrt. Dann sollen die doch einen Vorschlag machen, wie das von gleich auf jetzt gehen soll. Der Witz ist: Bevor die auf eine Demo gehen (die Mitläufer) kaufen sie sich einen Coffee-to-go. Und wo landet der leere Becher? Genau. Und wo landet eben auch die Pizza-Schachtel? Weil man sich so verausgabt hat? Genau!
Was mich am meisten peinlich berührt: Applaus, Applaus und nun auch noch
der alternative Nobel-Preis.
Diese inzwischen schon Hetze von Gretel: Das hätten Goebbels und Hitler nicht besser hinbekommen. --- So geht es nicht!!!! Liebe Gretel.

Ich bin am Mittwoch, dem 18.9.2019, im Zug von Kiel nach Stuttgart gefahren. Am Flughafen Frankfurt stieg eine Schulklasse (ca. 15-16 Jahre) mit großem Gepäck ein, die dann in Mannheim ausstiegen. Man konnte die Gespräche ziemlich gut verfolgen. Das Thema lautete "Die Demo am Freitag" (20.9.). Die Sommerferien in Baden-Württemberg endeten am 10.9.2019. Die Schüler haben also in der ersten Schulwoche eine Flugreise unternommen und sind nach nur 1 Tag Unterricht am Freitag zur Demo gegangen. So macht Schule doch richtig Spaß, oder? Und man kann den Älteren mal zeigen, was sie so alles falsch machen

hat das mit den Zielen der jugendlichen Klimademonstranten zu tun? Denn diese kommentieren Sie ja gar nicht - Sie versuchen viel mehr, durch Kritik an diesen Jugendlichen deren Ziele zu diskreditieren.

Das ist natürlich eine bekannte Methode...argumentum ad hominem ...

Kennen Sie doch sicher, denn Sie sprachen anderswo von wissenschaftlichem Arbeiten.

Über Youtube kann man sich eine Rede von Prof. Sinn zur Energiepolitik ansehen.
Er kann excellent mit Statistiken umgehen und er bezweifelt den SPEZIELLEN ANSTIEG nicht als sicher menschengemacht.
Unabhängig von der Frage, ob es noch andere Faktoren gibt, scheint es mir sinnvoll, entsprechend alles Menschenmögliche zu unternehmen, um unseren Input zum Klima möglichst neutral zu gestalten.
Deshalb gibt es sinnigerweise die Grünen.
Die SPD war noch nie Bremser bei ökologischen Vorhaben der GroKo, eher Gestalter und drängend.
Dem m.E. evtl. eher Nichtgestalten z.B. seitens der Kanzlerin steht nun als Korrektiv/Motor eine politische Bewegung Jugendlicher entgegen.
Entgegen aber doch nur, wenn jemand gemeint hätte, untätig bleiben zu können.
Mir scheint Greta krank im Sinne einer Fokussierung als Reduktion.
Weder bei Newton noch bei Einstein könnte ich Panik/ Ängste ausmachen.
Ob Greta produktiv werden kann?
Eine Sequenz zeigte WEIT geöffnete Pupillen.
Ihr Engagement hilft uns

Wer klärt hier auf, wer verweigert sich neuen Erkenntnissen?

Wenn 99% der Klimaforscher aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse überzeugt sind, dass der Klimawandel menschengemacht ist, handeln die dann wider die Aufklärung?

Und wenn Klimaleugner - bis auf ganz wenige tatsächliche Wissenschaftler aus dem entsprechenden Wissenschaftsbetrieb allesamt Laien - auf ihrem Thronsessel (Trump), bei Parteitagen (AfD) oder am Stammtisch (der durchschnittliche Wutbürger) feststellen, dass der Klimawandel eine Erfindung der Chinesen sei, man die Menschen nur bevormunden wollel, ihnen das Geld aus der Tasche ziehen wolle, dass es früher ja auch schon mal warm war und überhaupt das ganze Thema nur erfunden wurde, um von den "Konsequenzen" der Migration abzulenken, dann frage ich mich W E R da wider die Aufklärung handelt.

Michael Ludwig | Fr, 27. September 2019 - 11:39

In reply to by Gerhard Lenz

Herr Lenz es bedarf einer kleinen Mühe sich mal im Internet zu informieren wie diese 99% zustande kommen. Wenn Ihre Fakten, die Sie gelegentlich auf die Kommentatoren loslassen, genau so evident wie diese 99 % sind, dann muss man sich zukünftig nicht mehr einen einzigen Buchstaben Ihrer Weisheiten antun.

gabriele bondzio | Fr, 27. September 2019 - 12:12

In reply to by Gerhard Lenz

Wenn 99% der Klimaforscher...haben sie persönlich nachgezählt, Herr Lenz?
Oder gab es jemals ein konstruktives Treffen auf höchster Ebene, zwischen Weltklasse-Wissenschaftlern, auf beiden Seiten der Klimadebatte?

Meine Güte, dass können Sie jeden Tag, in den unterschiedlichsten Medien nachlesen.

Gut, vielleicht sind es ja keine 99%, vielleicht 98,8% oder gar 99,2%.

Glauben Sie, das sind allesamt Lügner oder Anfänger? Oder noch besser: Von irgendwelchen Hintermännern bestochen?

Wilfried Düring | Fr, 27. September 2019 - 16:38

In reply to by Gerhard Lenz

Es gab eine Zeit, da haben auch 90% aller Wissenschaftler die Relativitätstherie des Herrn Einstein nicht verstanden. Wer sich an einer solchen 'gefühlten Mehrheit', einer solchen Zahl zwanghaft festklammert, zweifelt an den eigenen Sachargumenten.
Meines Erachtens stellt sich die Frage auch anders.
Was können wir KONKRET und SINNVOLLES tun für Natur-, Umwelt-, Heimat- und 'Klima'-schutz? Wenn wir handeln, sollte - mit einem ganzheitlichen Ansatz betrachtet - der Schaden nicht größer sein als der Nutzen. Und offenkundige Zielkonflikte kann man da nicht durch 'Hüpfen am Freitag' wegdiskutieren.
Ich nenne:
Windkraft <-> Bodenversiegelung und Sterben von Vögeln und Insekten,
Biosprit <-> Monokulturen (Mais); 'Ver-'Maisung' landwirtschaftlicher Flächen,
Elektroauto <-> Schäden für Menschen (Gesundheit) und Umwelt beim Lithium-Abbau,
Gleichzeitiger Ausstieg aus Atomkraft und Kohle <-> Gefahren für Versorgungs-sicherheit (wind- und sonnenarmen Tage)
Es gibt kein Patent-Rezept!

Herr Lenz mal in die Spur gebremst wurde. Dieses - Ohne-Nachdenken-Wir-handeln-ja!!! - Ich kann es nicht mehr hören und sehen. Herr Lenz, haben Sie mal gesehen, wie Vögel in den Windkrafträdern geschrottet werden? Kommt nachts auf ntv. Guckt ja keiner außer mir.

und noch viel jünger ist die Ablehnung der Kontinentaldrift-Theorie von Alfred Wegener durch nahezu 100 % der führenden Wissenschaftler. Der arme Kerl ist sogar noch vor der Anerkennung der völlig richtigen Belege zu seiner Theorie gestorben. Das vergleiche man mal mit den heutigen "Belegen" zur MENSCHENGEMACHTHEIT des durchaus stattfindenden Klimawandels.
Übrigens zeigt der Ausdruck Klimaleugner auch den Schaum vorm Mund der "getroffenen Hunde". Denn die meisten Klimarealisten leugnen nicht mal das Klima, bzw. dessen Änderung, sondern nur den alleinigen oder entscheidenden Anteil des durch Menschen emittierten CO"!!!

Wolfgang Brauns | Fr, 27. September 2019 - 22:04

In reply to by Gerhard Lenz

irgendwann outet sich jeder, der gerne viel sagt, aber weniger recherchiert und noch weniger eigene Nachforschungen anstellt.

Könnte mich kugeln vor Lachen ob Ihrer Feststellung: "dass können Sie jeden Tag, in den unterschiedlichsten Medien nachlesen." Wobei das dass noch der kleinste Fehler ist.
Haben Sie jemals die Argumente eines "Leugners" des MENSCHENGEMACHTEN Klimawandels gelesen? Haben Sie jemals diese Argumente überhaupt soweit verstanden, dass Sie diese mit den Argumenten der Klimahysteriker auf Stimmigkeit vergleichen konnten?
Und wenn Sie das alles überfordert, dann lesen Sie mal nur den IPCC-Report ab Seite 700 ff. Keine Angst, ab da sind es nur rund 100 Seiten, die anscheinend noch nie ein Politiker gelesen hat, die es aber in sich haben. Denn ab da sagt sogar dieser Bericht wahrheitsgemäß und sinngemäß, dass alles davor reine Hypothesen und und überhaupt nicht (im wissenschaftlichen Sinn) belastbare Feststellungen sind!!!
Noch Fragen Kienzle? hieß es mal früher.

August Klose | Sa, 28. September 2019 - 05:04

In reply to by Gerhard Lenz

...ist keine Frage von Mehrheitsentscheidungen, sondern der Streit um konkurrierende Hypothesen. Die werden von den Apokalyptikern nicht einmal zur Kenntnis genommen. Es gab übrigens Zeiten, da waren sich 99% der Wissenschaftler einig, dass sich die Sonne um die Erde dreht.

Alessandro LaPorta | Fr, 27. September 2019 - 13:57

In reply to by Gerhard Lenz

Sehr geehrter Herr Lenz, bitte geben Sie doch endlich einmal Ihre 99% - Quellen detailliert an.
Woher haben Sie Ihre Informationen? Was genau sind die Aussagen dieser Wissenschaftler? Soweit mir bekannt ist, müsste man in diesem Zusammenhang viele Dokumente sichten, lesen und auch eine gewisse wissenschaftliche Expertise mitbringen, um diese Ergebnisse zu verstehen und korrekt zu interpretieren. Ich bezweifle, dass der Laie dazu in der Lage ist. Aber wenn Sie dies können, dann werden Sie Ihre 99%-Quellen sicher gerne weitergeben. Ich bin offen, lerne gerne dazu und bedanke mich schon einmal im voraus.

P.S .der Zweifel, These und Antithese sind wichtige Elemente der Aufklärung. Wissenschaftliche Ausarbeitungen sind immer zu hinterfragen auch bei 97 oder 99%!! Im Übrigen, bin ich als Thermodynamiker kein "Klimaleugner", halte allerdings den Umgang mit diesem Thema in weiten Teilen der Gesellschaft mittlerweile für hysterisch. Mit Vernunft und Aufklärung hat dies nichts zu tun.

Ronald Lehmann | Fr, 27. September 2019 - 17:02

In reply to by Gerhard Lenz

Ich weiß nicht, welche Lektüre Sie lesen, Herr Lenz.
Aber gerade im Englisch-sprachlichen Raum (was ja ihr Steckenpferd ist), sind die Gegner wesentlich mehr als die Befürworter. Und nimmt man den Bildungsstand & die jahrelangen Erfahrungen im Job der Redner zu Grunde, ja
Sorry, wie so oft eine andere Meinung wie Sie.
PS: CO2 in der Luft lt. Lexikon: 0,04%
MfG

Über das Klima mache ich mir Gedanken seit ich ein Kind bin, jedenfalls Nachrichten verfolgen kann.
Unabhängig davon, weil es mir hier in der Bundesrepublik "immer" zu warm war.
Evtl. bin ich "genetisch" etwas anderes Klima "gewöhnt".
Dass der Mensch nicht nur produktiv sein könnte, was ich gut finde, sondern alle möglichen Hilfestellungen benötigen würde, um überleben zu können, empfand ich als demütigend, wenn ich unsere Katzen sah, die sehr viel weniger benötigten.
Der Mensch als "Krone der Schöpfung" so schwach, dass sich manche Menschen Götter ausdachten, um ihre Ängste im Griff behalten zu können?
Was könnten die Faktoren sein, die uns hindern, einfach nur zu existieren?
Warum ist evtl. nur die Erde derzeit bewohnbar?
Ich überlege dazu die "schwarzen Löcher" und las mit Sorge, dass unseres wann? in der Galaxie aktiv wurde.
Dieses "Loch" könnten wir wie gesunden lassen?
Welchen Einfluss hat es/haben wir?
Ich würde meinen, dass wir bislang überlebten.
In diesem Sinne

Susanne Dorn | Do, 26. September 2019 - 16:44

...herzlichen Dank, Herr Kissler!!! Ich teile Ihre Ausführungen zu 100%.

Sich des eigenen Verstandes zu bedienen, fällt offensichtlich nicht nur Politikern sehr, sehr schwer...

Bettina Jung | Fr, 27. September 2019 - 11:19

In reply to by Susanne Dorn

es regiert doch schon lange der BAUCH. Das Bauchgefühl. Es fühlt sich an....
Denken ist längst abgeschafft. Nur ein dummes Volk, lässt sich jeden Bären aufbinden.

Henning Magirius | Do, 26. September 2019 - 16:46

gehört auch, zur Kenntnis zu nehmen, dass Anfang September das Oberste Gericht von British Columbia in Kanada (nach einem 9-jährigem Verfahren in allen Instanzen) entschieden hat, dass der Klimatologe Tim Ball weiterhin behaupten darf, dass die legendäre „Hockeyschläger“-Globaltemperaturkurve von Michael Mann gefälscht ist. Mann hatte Ball auf Schadensersatz wegen Beleidigung verklagt, legte trotz Aufforderung des Gerichts jedoch keinerlei Beweise für die dramatische Temperaturentwicklung der jüngsten Zeit, die er in seinem berühmten Diagramm 1998 darstellte, vor. Damit erodiert massiv die Basis für die These von der menschengemachten Erwärmung der Erde (s. Tichys Einblick vom 02.09.2019). Was sagt Luisa Neubauer dazu?

gabriele bondzio | Fr, 27. September 2019 - 11:53

In reply to by Henning Magirius

"In einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres haben über 500 Wissenschaftler der These vom menschengemachten Klimawandel widersprochen. Das Schreiben mit der Überschrift „Es gibt keinen Klimanotstand“ trägt unter anderem die Unterschrift des früheren Hamburger Umweltsenators Fritz Vahrenholt (SPD). "
Die Kritik bezieht sich auf die verwendeten Klimamodelle, welche als ungeeignet bezeichnet werden.
In drei offenen Briefen wurde das Bundesklimakabinett, mit den Forschungen von Professor Klaus D. Döhler zum Klimawandel konfrontiert. "Das Klima ist lediglich eine statistische Sicht auf Daten und kann nicht gerettet werden. Was möchte der Klimaretter denn bewahren? Die Daten?“
Dass eine langfristige Voraussage zum Klima gar nicht möglich sei, stehe sogar im Klimabericht 2001 des Weltklimarates (IPCC) auf Seite 774, betont Döhler. (Quelle ET)

...und gerne lässt dieser Organisation, der man gerne eine Affinität zur AfD nachsagt, diesen Herrn Döhler zu Worte kommen.

Einen Herrn, der an der Spitze eines Pharmakonzernes steht und in einem offenen Schreiben an die Spitzenpolitik wenig Substantielles bringt, dafür aber zum Beispiel Kritik an den "Fridays for Futures".
Auch erfrischend amüsant die Frage: Warum es auf dem Mars ebenfalls eine Klimaerwärmung gäbe.

Weil dort auch die Sonne scheint. Spaß beiseite! Übrigens wird Einstein das Folgendes nachgesagt. Auf die Frage, ob ihn die massive Kritik an seiner Relativitätstheorie nicht belaste, soll er gesagt haben. Nein, mir reicht einer, der das Gegenteil beweist. Wissenschaft ist keine Meinungsumfrage. Wir beide, Herr Lenz, Sie und ich sind sicher Laien auf dem Gebiet der Klimawissenschaft und der Meteorologie. Wir können mangels fachlicher Kompetenz die Frage, ab die Wetterveränderungen ausschließlich, teilweise oder gar nicht von Menschen verursacht sind, nicht wirklich beurteilen. In der DDR war auch die Mehrheit der "Gesellschaftswissenschaftler" der Auffassung, dass der Sozialismus, dass die DDR, Sieger im Systemwettbewerb mit der kapitalistischen BRD sein wird. Man hat dies sogar "wissenschaftlich" begründet. Wie das ausging, wissen wir. Deshalb erlaube ich mir "Klimaskepsis", auch wenn das Wort eigentlich Unfug ist.

Hanfried Maier | Do, 26. September 2019 - 16:47

Schon vor Kohl haben sich Politik und Medien von der Aufklärung verabschiedet. Anders war weder Atompolitik, noch der Rückbau der Sozialstandards, bei gleichzeitiger Erhöhung der Steuen, durch zu setzten.

Seit Jahrzehnten wird ein Vernunft feindliches Klima kultiviert, das auch vor Lügen, siehe Gorleben, Diffarmierung von Einzelpersonen bis hin zu ganzen Bundesländern reicht.

Ohne jede Scham.

Markus Michaelis | Do, 26. September 2019 - 18:01

Ich stimme dem Artikel sehr zu.

Wenn wir dabei sind die gesellschaftliche Debatte in D zu erneuern, fände ich es auch gut die einzelnen Ziele/Aspekte besser zu trennen. In D haben wir es uns angewöhnt Aufklärung, Demokratie, Rechtsstaat, Menschenrechte, Umweltschutz und eine längere Liste positiv besetzter Begriffe als Einheit zu sehen, die quasi denknotwendig zusammengehört und sich gegenseitig stützt. Das war aber unser spezifisch deutscher Mix. Woanders gibt es andere Zusammensetzungen. Und je nach dem gibt es zwischen jedem dieser Themen nicht nur gegenseitige Ergänzungen, sondern auch viele Widersprüche.

Wolfgang Fengler | Do, 26. September 2019 - 18:11

sondern Hysterie. Und alle machen mit. Wo sind die Journalisten, die Sachartikel schreiben, wo die Politiker die sachkundig Argumente vorbringen? Wir laufen mit Hilfe der ÖR in eine Meinungsbildungsfalle, die eine Diskussion (streitbar aber ernsthaft) überhaupt nicht mehr zulässt. Ich kann das Wort Klimawandel oder -katastrophe nicht mehr hören. Ständig wird es uns eingetrichtert wie ein Bass aus einem Autolautsprecher. Die Frage an Herrn Kissler bleibt:
Wer kann uns aus dieser unseligen Untergangsstimmung und der religionsähnlichen mantraartigen Wiederholung herausholen? Es bedürfte einer durchsetzungsstarken Persönlichkeit mit hohem Bekanntheitsgrad und anerkannter Neutralität. Ich befürchte, dass es sojemand nicht gibt. Wenn die Politiker an oberster Stelle diesem Mummenschanz weiter bedenkenlos folgen und sich nicht dagegen wehren, geraten wir in der Tat in eine revolutionäre Bewegung, deren Ende ich nicht absehen kann und auch nicht will. Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst ...

Hans Page | Do, 26. September 2019 - 18:22

Wenn man den Klima-Aktivisten zuhört dann gibt es nur eine Lösung. Ein Kommittee der Weisen, das die Menschheit auf den richtigen=klimaguten Weg zwingt. Zur Erreichung dieses Zieles sind alle Mittel recht. Ich erwarte dass SUV Fahrer erheblichen Druck erfahren werden, vom aggressiven Schlagen aufs Dach an der Ampel bis zum Abfackeln ihrer Gefährte, würde mich auch nicht wundern wenn selbsternannte Klimawachräte vermeintliche Klimasünder selbst zur Rechenschaft ziehen werden, und Attentate auf Unternehmer der Auto/Kohlenindustrie sind inzwischen auch nicht mehr unplausibel. Es hat ja schon ARD Journalisten gegeben die offen nach Zwang gerufen haben; die Kultur der Demokratie, des Zuhörens und des Tolerieren anderer Meinungen nimmt rapide ab. Es ist beängstigend was in Deutschland abläuft.

Bettina Jung | Fr, 27. September 2019 - 11:31

In reply to by Hans Page

und Verboten (verbietet uns endlich) stand auf einem der Plakate. Mit anderen Worten, diese Klimahysteriker haben sich selbst nicht im Griff, sie haben keine Eigenverantwortung, daher brauchen sie Verbote. Also ich, als Konservative lebe so umweltbewusst, dass es den Grünen Öko-Faschisten die Zornesröte ins Gesicht treibt, weil ich nicht in deren Jute-Weltbild passe

Manfred Sonntag | Do, 26. September 2019 - 18:40

Danke Herr Kissler,
dieser Beitrag ist hervorragend. Was wir jetzt täglich erleben, ist die Auferstehung der Dogmatiker. Häretiker werden den selbstgerechten Medien zur medialen Vernichtung meist per Denunziation zugeführt. Dabei wandelt sich langsam aber sicher die Postmoderne in einen rot grünen Absolutismus. Aber ich habe Hoffnung. Mit "Fridays for Hubraum" kann man dem Spuk mit Spott begegnen und die „European Climate Declaration“ von 500 Wissenschaftlern wird die einseitige Deutungshoheit von Gretology beenden.

lieber Herr Sonntag.
Es steht zu befürchten, daß es noch lange dauert, bis eine zweite Periode der Aufklärung im ideologisch total verrannten Deutschland einsetzen wird.
Dazu bedarf es m. E. erst einer gewaltigen Erschütterung (welcher Art auch immer, am wahrscheinlichsten: finanzieller Art) bzw. ein Zurückgesetzt-Werden auf Null.
Sie sehen es doch am Stagnieren der AfD bei ca. 15% auf Bundesebene.
Die einbleute Angst vor den "Rechten" ist größer als jede Vernunft.

Sylvia Zarnack | Do, 26. September 2019 - 18:43

Viele vernünftige Leute leben durchaus "klima- und umweltfreundlich", ohne sich hysterisch zu gebärden. Warum wird nach "dem Staat" resp. "der Politik" zwecks Verboten gerufen, wo doch jede/r bei sich selbst anfangen kann und muss?
Da die USA, Russland, Saudi-Arabien und andere
sich offiziell weigern, den Klimavereinbarungen beizutreten, erden Deutschlands 3,2 % Schadstoffausstoß global gesehen nicht viel bewirken.

Armin Latell | Fr, 27. September 2019 - 10:24

In reply to by Sylvia Zarnack

Ihr Einwand ist in der Sache so logisch, einfach, stringent. Wenn sich jeder der Klimahysteriker das zu Herzen nähme, wäre eine sachorientierte Diskussion wieder möglich. Dass dem nicht so ist, beweist doch, dass ganz andere Dinge eine Rolle spielen.

gerhard hellriegel | Do, 26. September 2019 - 19:13

Dem, was herr kissler zur wissenschaft sagt, kann man nur zustimmen. Aber weder ist greta noch rezo noch ein demonstrant wissenschaftler. Wissenschaftler pflegen ihre thesen ihren kollegen vorzustellen, um sie der kritischen diskussion auszusetzen. Dort trennt sich dann die streu vom weizen. Haben sie das getan? Ich habe die liste der genannten "honoratioren" in dieser veröffentlichung geprüft. Beispiele: der erste hat jahrelang für shell gearbeitet und ist jetzt prof für akustik, geophysik und innovationsmanagement. Der zweite ist athmosphärenphysiker, ok. Der dritte ist überhaupt nicht aufzufinden, der vierte philosoph, der fünfte in der NZ national party und weinspezialist und der sechste im consulting. Klimaforscher? Soll jetzt ich oder wir entscheiden, wer da mehr recht hat und wer weniger? Ich denke, für uns nicht-spezialisten (dazu zähle ich auch herrn kissler) gilt doch: eine begründete meinung ist immer eine mischung aus information und vertrauen. Eben.

Dr. Georg Steger | Do, 26. September 2019 - 22:00

In reply to by gerhard hellriegel

SgH Hellriegel, bevor Sie Unsinn von sich geben, sollten Sie erst einmal klären was "Wissenschaftler" sind, Sie sollten wissen, dass die meisten (alle?) der großen Firmen selbst Forschungsabteilungen haben: das ist auch bei "Shell" der Fall! Nur weil Sie mit "Shell" den Mineralöl-Konzern verbinden und diesen negativ konnotieren, heißt das noch lange nicht, dass ein ehem. Mitarbeiter "unqualifiziert" ist: zum Prof. wird man üblicherweise durch sehr strikte Auswahlkriterien. Im übrigen ist "Geophysik" ziemlich nahe an "Erd-Fragen" dran!

Welch Wunder, dass Sie viele Wissenschaftler nicht im Internet finden! Diese sind - akademisch qualifiziert - tätig in Forschungsabteilungen von Firmen oder in Universitätsinstituten, sind Spezialisten und keine Personen des öffentlichen Lebens. Sie treten genauso wenig nach außen auf wie die Mitarbeiter irgendwelcher sonstiger Abteilungen (bekannt werden allenfalls die Leiter dieser Forschungsstellen).
Deshalb: Si tacuisses philosophus mansisses.

gerhard hellriegel | Fr, 27. September 2019 - 11:13

In reply to by Dr. Georg Steger

Ich habe überhaupt nicht bestritten, dass es sich um Wissenschaftler handelt. Aber Klimaforscher? Ich denke, ich habe deutlich gemacht, dass es mir um die Teilnahme am fachlichen Diskurs geht. Ob einer über fundiertes Wissen, plausible Thesen verfügt oder nicht, kann erst dort geklärt werden. Meine Vermutung, dass die Herren an diesem Diskurs gar nicht oder kaum teilgenommen haben, scheinen Sie zu teilen. Soweit sie teilgenommen haben, worauf stützt sich die Vermutung, dass ihre Stellungnahme von der Forschergemeinde ignoriert oder unterdrückt wurde?

Klaus Damert | Do, 26. September 2019 - 19:50

Einem Naturwissenschaftler graut es, wenn sich Politiker vor einem kranken Kind verneigen, das angeblich im Namen der Wissenschaft spricht. Dieses Mädchen hat keinerlei Urteilsvermögen, plappert nur nach. Wer einmal mit mathematischer Modellierung beschäftigt war, kennt die Probleme. Auf das Klima wirken so viele Variable in meist nicht genau quantifizierbarer Weise ein, dass eine Modellierung in die Zukunft rein spekulativ ist. Solche Modelle lassen sich nicht überprüfen, wie denn auch? Also sollte man es dabei belassen, dass viel für eine Klimaveränderung spricht und sich daran anpassen. Mehr nicht! Wenn dann "Kipppunkte" erfunden werden und konkrete Jahreszahlen genannt werden ist es für den Wissenschaftler nur noch peinlich. Dass sich dann Heerscharen von mathematisch völlig ahnungslosen "Wissenschaftlern" der "heiligen Greta" anbiedern, setzt dem ganzen die Krone auf. Offensichtlich hat Mathematik und Physik in D abgedankt. Dabei wäre eben das wichtig für unsere Zukunft.

Wenn Hysterie logisches Denken ersetzt, dann wird es gefährlich. Gerade D konnte sein Manko nicht vorhandener Bodenschätze immer durch gute Ausbildung kompensieren. Jetzt richten wir lieber Gender-Lehrstühle ein (vielleicht brauchen wir irgendwann verstärkt psychotherapeutische Ausbildung und Hysterieforschung).

Wer will schon den "Knochenweg" von MINT-Studiengängen gehen, wenns auch einfacher geht und die Politiker den Weg entsprechend vorzeichnen: irgendetwas mit "Geisteswissenschaft" studieren und dann gleich in die Politik.

So werden wir zukünftig international keine Chancen haben und auch nicht den Mehrwert erzeugen um unser Sozialsystem aufrecht zu erhalten.

Wissenschaftler könnten Sachverhalte erklären, Wechselwirkungen aufzeigen, über Modellrechnungen und zugrundeliegende Parameter aufklären. Aber wo sollte dieses Verständnis aufgrund fehlgeleiteter Investition in unsere Ausbildung herkommen?

Somit ist es folgerichtig, dass Ideologie immer mehr die Ratio verdrängt!

Richtig, die Modellierung der Zukunft ist rein spekulativ. Die Modelle sind komplex, mit Modellannahmen versehen, deren Korrektheit viele Validierungsexperimente brauchen würde.
Wäre es in diesem Fall nicht sinnvoll, falls der Klimawandel existiert und menschengemacht ist, Gegenmassnahmen einzuleiten? Wäre das nicht ein Zeichen der Vernunft? Das Handeln einer vernunftbegabten Art? Wenn ich die Polemik, die von beiden Seiten reichlich in die Debatte gestreut wird, entferne, bleibt meiner Ansicht nach, dass es wirklich klug ist zu handeln. Möglichkeiten gibt es viel: Ausbau regenerativer Energien, Verbesserungen und Förderungen im ÖPNV, Ausbau nachhaltiger Landwirtschaft und ein bisschen Sparen am eigenen Konsum. Dann könnte dieser Konsum und ein angenehmes Leben auch weiteren Generationen noch zur Verfügung stehen. Ob das mit dem derzeitigen ressourcenintensiven Vorgehen möglich ist, erscheint mir sehr unsicher.

Christoph Kuhlmann | Do, 26. September 2019 - 20:23

Seit der letzten kleinen Eiszeit die etwa ab Mitte des 15. Jahrhunderts begann und endete Anfang des 19. Jahrhunderts. Es ist reine Spekulation, wie der völlig natürliche Klimawandel ohne die CO2 Emissionen seit der Industrialisierung ablaufen würde. Auf Hypothesen basierende Extrapolationen, die in Kausalmodellen integriert sind, die sich permanent als unzureichend erweisen. Ich frage mich, ob man eine Einführung in den Konstruktivismus nicht als Voraussetzung zur Hochschulreife festlegen sollte. Wenn dann noch ein krankes Mädchen von den Medien zur Jeanne D'ark des Klimanotstandes gehyped wird, kommt die ganze Erbärmlichkeit öffentlicher Wahrheitskonstruktion ans Licht. Ein geistloses, unreflektiertes Geschnatter sensationsgeiler Medien, deren Inhalte möglichst intensiv die Emotionen der Rezipienten ansprechen und ihnen die notwendigen Informationen vorenthalten, die für eine vernünftige Einstellung geboten sind. Die Klima-Hysterie ist die Folge von Desinformation und Manipulation.

Norbert Heyer | Do, 26. September 2019 - 21:27

Wenn Vernunft und Realität keine Basis mehr haben, bahnt sich Hysterie und übersteigerte Moral ihren Weg. Wer die hüpfenden Kinder jeden Freitag erlebt, bekommt Angst um deren Seelenheil. Hier wird von interessierter Seite über eine missbrauchte Greta die Jugend aufgehetzt
und ein irgendwann unkontrollierbarer Konflikt zwischen Jungen und Alten herbeigesehnt. Schon ist der Zeitpunkt erreicht, wo brutale Gewalt von sogenannten „Umweltaktivisten“ als Mittel des Widerstandes salonfähig geredet wird. Wann brennen SUV, wann kommen Fahrverbote, vorzeitige Abschaltung sicherer Energieträger und Kostenbelastungen der Bürger für ... nichts? Zum Ausgleich fliegen dann 5 Politiker in 4 Maschinen wegen einer Umweltkonferenz nach New York und die regelmäßige Flüge von Bonn nach Berlin und Kreuzfahrten durch die Lagunen von Venedig und Wochenendflüge nach Mallorca. Hier gibt es jedoch keine Einschränkungen, denn es würde ja das unbeschwerte Leben unserer Eliten treffen, das geht natürlich nicht.

gehören diverse Bauchentscheidungen wie der Abschied von der Kernkraft bei uns (nach Fukushima) zum Beispiel. Gibt es denn überhaupt eine Entscheidung von ihr, die auf Vernunft basiert? Man denkt inzwischen, dass es das "gute Gefühl" von Frau Merkel ist, dass alle ihre Richtlinien bestimmt.

Ellen Wolff | Do, 26. September 2019 - 21:55

Herr Kissler, machen Sie weiter so. Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass der Mainstream in eine sehr bedenkliche Richtung marschiert.

Ulrich Jarzin | Do, 26. September 2019 - 22:31

... so würde Kant unsere heutige Zeit wohl beschreiben. Es ist eine Unmündigkeit die letztlich in Unwissen, Unwillen und Unflätigkeit wurzelt.

Ich persönlich warte ja noch darauf, dass einer der selbsternannten "Klimaexperten" auf die Idee kommt, dass CO2 einzusparen auch den Nebeneffekt hätte, dass in der grünen Natur weniger Zucker produziert und, damit einhergehend, auch weniger Wasser verbraucht würde. Da Sauerstoff im Rahmen der Photosynthese sowieso ein Abfallprodukt ist, vermeidet man zudem noch Müll.

Lauter Vorteile also: Wir schützen das Klima, betreiben Kariesprophylaxe, beugen Diabetes vor, sparen Wasser für Afrika, vermeiden unnötigen O2-Müll und tun auf diesem Wege noch etwas gegen die Überbevölkerung. Und das alles auf einmal.
Klasse, nicht wahr?

P.S. Liebe Kinder und Jugendliche: Wenn ihr den obigen Gedankengang gut, genial und richtig findet - geht bitte in die Schule! Auch freitags.

Jürgen Scheit | Do, 26. September 2019 - 23:20

Der französische Philosoph Michel Onfray weist bei seiner heftigen Kritik an Greta auf den Zusammenhang mit der Philosophie von Hans Jonas hin (michelonfray.com/archives, 23/07/2019):
"Dieses 16jährige Mädchen, das nicht mehr zur Schule gehen will, da es ja im Namen der Wissenschaft spricht, weiß nicht, daß ein Philosoph namens Hans Jonas vor längerer Zeit jenes Programm verfasst hat, das ihre Künstliche Intelligenz steuert.
In "Das Prinzip Verantwortung" (1984) meint Jonas zum Überleben des Planeten, daß es darum gehe, mit der Vernunft der Aufklärung Schluss zu machen, da diese nichts erbracht habe ausser Katastrophen, und man für eine 'Heuristik der Angst' optieren müsse."
Dieses in div. Religionen bestens bewährte Prinzip der Angstmache vor der Apokalypse benutzt jetzt Greta als Ikone der grünen Klimareligion um Wissenschaft durch naive Heilsgläubigkeit zu ersetzen, und alle Kindskopf-Politiker klatschen Beifall: Aufklärung nach Kant adé, religiöser Wahn regiert Absurdistan!!

Ernst-Günther Konrad | Fr, 27. September 2019 - 07:04

Wieder einmal ein Volltreffer Herr Kissler. Aus meiner Sicht alles richtig. Seit fast einem Jahr kommentiere ich hier im Cicero, lese die Kommentare und jeden Artikel. Bis auf ganz wenige Ausnahmen bemängeln wir alle hier, die fehlende Streitkultur, fehlende oder beeinflusste Informationen, wir fordern fachlich fundierte Diskussionen von eben Fachleuten, deren Ausbildung und/oder derzeitige berufliche Ausrichtung mit Umwelt und dem damit einhergehenden Klimawandel beschäftigen. Stattdessen? Ideologie.
Es wäre Aufgabe der ör Medien gewesen, die Menschen unvoreingenommen mit Fachleuten das Für und Wieder darzustellen und den Bürger in die Lage zu versetzen, selbst zu entscheiden, was er für möglich hält, welcher Expertise er vertrauen schenkt. Es gibt und gab nie nur eine Wahrheit. Wer gestern im BT Hofreiter gehört hat, peinlich, einfach nur noch peinlich. Seine Aussage zur Solardeckelung, die es gar nicht mehr gibt war
Beleg dafür, woran es den Polikern fehlt. Aber Moral fordern.

helmut armbruster | Fr, 27. September 2019 - 08:49

Das ist wahrscheinlich eine Utopie.
Der Weg hin zur Aufklärung war lang und dunkel. Die große Mehrheit der Bevölkerung hat ihn überhaupt nicht gesucht, ja sie hatte nicht einmal eine Vorstellung davon, dass es so etwas gibt.
Es waren nur eine Handvoll heraus ragender Menschen mit überlegenen Geistesgaben, die diesen Weg gesucht und gefunden haben.
Die Masse stand passiv abseits.
Warum soll das heute anders sein? Der durchschnittliche heutige Zeitgenosse hat Konsum, Reisen, Wellness, Mode und die Quatschsendungen von Sendern wie RTL u.a. im Sinn und kümmert sich nicht um Aufklärung.
Wenn er das Wort jemals schon einmal gehört hat, dann bringt er es höchstens in Verbindung mit dem Hauptkommissar der gerade aktuellen Krimiserie.

Brigitte Miller | Fr, 27. September 2019 - 09:21

Als Physikerin hätte doch Greta die Hand nehmen und tröstend sagen können: Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. aber wir bemühen uns mit Umsicht und Vorsicht, das Beste zu tun und überstürzen nichts.

Dieter Hegger | Fr, 27. September 2019 - 09:58

Daumen hoch ! Beide !

Dieter Freundlieb | Fr, 27. September 2019 - 11:07

Es ist nicht nur absolut notwendig, dass wir uns auf die intellektuellen Errungenschaften der europäischen Aufklärung besinnen. Ebenso wichtig ist es zu erkennen, dass selbst in den Naturwissenschaften der politische Einfluss inzwischen ein Ausmass erreicht hat, dass man mit einem methodologisch abgesicherten Erkenntnisfortschritt in vielen Bereichen nicht mehr rechnen kann. Ein solcher Fall ist die Klimawissenschaft.

Das liegt natürlich auch daran, dass die Wissenslücken, besonders in der empirischen Basis, derart groß sind, dass verlässliche Prognosen prinzipiell unmöglich sind. Darüber sind sich selbst viele Wissenschaftler, die mit dem IPCC zusammenarbeiten, im klaren. Deshalb gibt es beim IPCC sehr starke Bestrebungen, den Mangel an Wissen durch Panikmache zu ersetzen. Ein frühes Beispiel dafür ist, was Professor Stephen H. Schneider (1945 - 2010), leitender Mitarbeiter beim IPCC, schon 1989 gesagt hat. (Siehe Fortsetzung)

gabriele bondzio | Fr, 27. September 2019 - 11:12

...hatten wir gestern bei Illner, wo eine radikale Aktivistin ihre Meinung vor Publikum verbreiten durfte. Und nicht weniger als das Ende des Wirtschaftssystems in seiner bisherigen Form, fordert.„Es geht ums Überleben der Menschheit. Beim Wirtschaften sollte nicht das Streben nach Wachstum im Vordergrund stehen, sondern das gute Leben für alle." Sehr schöner Satz, aber weitere Vorstellungen, wie es zu managen wäre?
Was sagt man solche Leuten noch, was man noch nicht gesagt hat?
Vieleicht mal ein paar Jahre in China oder einer anderen, real-existierenden Volkswirtschaft hospitieren.

Jetzt seien Sie doch nicht so kritisch. Immer wollen sie reden und diskutieren. Jetzt ist aber mal Schluß. Wenn die Aktivistin was sagt ist das alternativlos. Immerhin las ich, durfte der Betriebsratvertreter mal kurz was sagen, was zunächst arbeitnehmerfreundlich und politikkritisch klang, um am Ende festzustellen, dass es ansonsten ganz bei Habecks Meinung sei. Also wenn der Betriebsrat Habeck huldigt, was wollen wir hier im Forum rum meckern. Ja, es wäre eine gute Idee sie mal in China, Nordkorea, Venezuela oder andere Vorzeigestatten hospitieren zu lassen. Nur, dort verlangen sie angepasste Arbeiter und da fängt das Problem schon an. Was kann diese Aktivisten, was in China fehlt? Ich denke mal.... nichts.

Dieter Freundlieb | Fr, 27. September 2019 - 11:17

Schneider sagte in Discover (Oktober 1989) Folgendes:

„On the one hand, as scientists we are ethically bound to the scientific method, in effect promising to tell the truth, the whole truth, and nothing but – which means that we must include all doubts, the caveats, the ifs, ands and buts. On the other hand, we are not just scientists but human beings as well. And like most people we’d like to see the world a better place, which in this context translates into our working to reduce the risk of potentially disastrous climate change. To do that we need to get some broad based support, to capture the public’s imagination. That, of course, means getting loads of media coverage. So we have to offer up scary scenarios, make simplified, dramatic statements, and make little mention of any doubts we might have. [...] Each of us has to decide what the right balance is between between being effective and being honest."

Die Wahrheit darf also verschwiegen werden!

Zitat: „Die Wahrheit darf also verschwiegen werden!“ Wird sie doch auch! Oder haben Sie in deutschen Medien etwas über den Inhalt des nachfolgenden Artikels über Meereserwärmung gelesen?

“They have issued an editor's note about the issue.
"We would like to alert readers that the authors have informed us of errors in the paper. An implication of the errors is that the uncertainties in ocean heat content are substantially underestimated. We are working with the authors to establish the quantitative impact of the errors on the published results, at which point in time we will provide a further update."
https://www.bbc.com/news/science-environment-46046067

Alexander Mazurek | Fr, 27. September 2019 - 11:59

… Aufklärung fing mit der Lüge an, dass vor ihr Dunkelheit herrscht und mit Massenmord z.B. der Katkoliken der Vendée über "vertikale Deportationen", la terreur keine Entgleisung, sondern Mittel zum Zweck, der Refrain der Marseillaise verlangt bis heute das Vergießen "unreinen" Blutes, so ist auch "Über die Toleranz" eines Voltaire ist eine Hetzschrift gegen alle, die nicht "mit uns" sind. Die Revolution des Nihilismus en marche, in dieser Tradition wirkten Lenin, Stalin, Hitler, Mao, Pol Pot, aber auch Napoleon und andere "lupenreine" Demokraten, allesamt Teil von jener Kraft, die angeblich stets das Gute will und doch immer nur das Böse schafft ... Wahrlich kein zivilisatorischer Fortschritt.

Michael Sachs | Fr, 27. September 2019 - 20:11

Die Aufklärung ist der einzige verläßliche Faktor von dem aus man die momentane Diskussion über das Klima als richtig oder falsch einordnen kann. Deutschland hatte ja mit die größten Philosophen der Aufklärung z.B. Kant u. Hegel.

Wenn man die Diskussion über die Wissenschaft des CO2 einordnen will dann muß man unbedingt die Dialektik von Hegel heranziehen die ja milliardenfach bewiesen ist u. die besagt unwiderruflich das zu jeder wissenschaftlichen These eine Antithese gehört, genau wie Darwin sagt Versuch u. Irrtum, wenn sich jetzt der IPCC hinstellt u. behauptet das Wissenschaftler sich darüber einig sind daß es einen 99%igen Konsens gibt so ist das nach der Dialektik von Hegel hochgradig unwissenschaftlich, so etwas kann es praktisch bei der echten Wissenschaft gar nicht geben.

Ohne Kant u. Hegel ist die Aufklärung nicht denkbar. Nach Hegel braucht jede These eine Antithese, nur These u. Antithese ergibt eine Synthese, alles andere ist Ideologie.