Editorial - Alpine Überraschung

Zum Sonderheft „Südtirol“ von Cicero und Monopol

Elefanten-Gemälde an Hotelfassade
Noch heute zeugt das Brixner Hotel Elephant vom "Urlaub" des Elefanten Soliman anno 1552 / Hotel Elephant GmbH

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Alles beginnt mit dem Elefanten. Sie kennen das: „Denken Sie jetzt nicht an einen blauen Elefanten!“ Und schwupp, ist der Kopf voller Dickhäuter! Sie denken an nichts anderes mehr, nicht an Sonne oder ans Mittelmeer, nicht an Sandstrand oder an die Wüste Gobi. Sie denken nur noch an Dumbo. An Dumbo und … an die Dolomiten. Das muss kein Widerspruch sein. Was selbst dem großen Hannibal bei seiner Überquerung der Tessiner Alpen nicht gelang, das scheint hier am Brenner möglich zu sein: mit dem Elefanten über die Berge.

Man schrieb das Jahr 1552. Johann III. von Portugal hatte dem Habsburger Maximilian II. den indischen Elefanten Soliman als Geschenk versprochen. So weit, so schön. Doch zwischen Madrid und Wien lagen auch damals schon 2000 Kilometer Wegstrecke, es lauerten Balearen-Meer und Hochgebirge. Kurz vor Brixen machte Soliman schlapp. 14 Tage soll das erschöpfte Rüsseltier hernach in der Bischofsstadt relaxt haben. Zwei Wochen Urlaub in Südtirol. Seither kann man sich in diesem Landstrich wohl alles vorstellen: Alpinismus und Architektur-Avantgarde, Tradition, Moderne, selbst Utopien. Denken Sie beim Lesen der folgenden Seiten also ruhig auch mal an das Unmögliche:
Denken Sie an Elefanten! Sie landen am Ende doch immer wieder in Südtirol.

Viel Spaß beim Lesen!
Ihre Redaktion

Cover Sonderheft SüdtirolDies ist ein Artikel aus dem Sonderheft „Südtirol“ von Cicero und Monopol.












 

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