Krise der Medien - Moral über der Hauptstadt

Wenn Deutschland sich erregt, gibt es nur noch Gut und Böse. Das Drama hat Weltformat, aber längst stellt sich die Frage: Muss man die Politik vor dem Journalismus schützen?

Klaus Kleber im ZDf Heute-Journal
Am augenfälligsten wird die moralische Selbstermächtigung in den öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendungen / picture alliance

Autoreninfo

Frank A. Meyer ist Journalist und Kolumnist des Magazins Cicero. Er arbeitet seit vielen Jahren für den Ringier-Verlag und lebt in Berlin.

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War es bloß eine „Wirtshausrauferei“, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung titelte? Oder doch eher „ein Taumel der Verantwortungslosigkeit“, wie Hans-Ulrich Jörges das Geschehen im Stern zu bewerten gedachte – um gleich noch düster zu prophezeien: „Die deutsche Welt zerfällt.“ Der Spiegel ließ auf der Titelseite Schwarz-Rot-Gold zerfließen und symbolisierte damit Deutschlands Selbstauflösung. Die Zeile dazu entlieh das Magazin der Märchenwelt: „Es war einmal ein starkes Land.“ Was nun, Deutschland? Deutschland? Was nun, Europa? Was nun, Welt? Kleiner geht es nun mal nicht, wenn Deutschland in Erregung gerät. Das Drama hat Weltformat, ob bayerisches Laienspiel oder Berliner Showbühne: Die Hauptdarsteller sind tunlichst als Schicksalsfiguren zu inszenieren – der Böse gegen die Gute.

Die Süddeutsche Zeitung sah in den Irrungen und Wirrungen um die Zurückweisung bereits in anderen EU-Ländern registrierter Asylbewerber an der deutschen Grenze eine „Anti-Merkel-Verschwörung“ – unstatthaft und irgendwie im Ruch des Landesverrats. Heribert Prantl, Pressesprecher des Pastorenpopulismus, kanzelte die Verschwörer aus Bayern als „großkotzig“ ab, unterstellte ihrem Anführer „Verbitterung“ und „Hass“, ja schiere „Raserei“ – das war kein Journalismus mehr, nur noch ein Dokument inquisitorischen Furors, wie er in der deutschen Publizistik mal wieder fröhliche Urständ feiert.

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Dr. Florian Bode | Mo, 6. August 2018 - 11:15

Da kann der sehr gut bezahlte Rechtsanwalt Kleber noch solange barmen, warnen und ermahnen. Ich werde mir seine Moralvorstellungen nicht unhinterfragt zueigen machen. So geht es, denke ich vielen und immer mehr. Die klebrige Vulgärpädagogik von ARD und ZDF widert zunehmend an. Die Zeiten des Telekolleg sind vorbei. Fernsehen soll Information und darf Unterhaltung transportieren. Säuerlich vorgetragene Agitprop kommt nicht mahr an.

Christa Wallau | Mo, 6. August 2018 - 11:18

Es hat meiner geplagten Seele u. meinem beleidigten Verstand gut getan, Ihren Artikel "Moral über der Hauptstadt" zu lesen, lieber Herr
Meyer
Schon seit langem muß ich mich regelrecht überwinden, die Fernsehnachrichten, besonders im ZDF, anzuschauen - wenn ich es denn überhaupt tue. Klaus Kleber und seine Mitarbeiter(innen) sind die neuen Prediger der Nation, wie einst die Pastoren in den Kirchen. Sie triefen nur so von Moralismus!
Ihre Rede ist n i e sachlich, sondern wahlweise salbungsvoll, drohend oder beschwichtigend, aber
i m m e r eindeutig polarisierend: Hier die Guten - dort die BÖSEN! Zu letzteren gehören: die AfD mit dem dazugehörigen "Pack", a l l e scharfen Kritiker der Kanzlerin und ihrer "Asyl"-Politik, Trump und - natürlich! - Putin.
Ja, Merkel ist in den Augen Klebers, Prantls und anderer tatsächlich zu einer Art von "heiliger Angela" geworden, der zu folgen die Pflicht jedes
"anständigen" Bundesbügers ist.
Der grobe, üble Seehofer dagegen gehört ausgeschimpft!

Ich mache einen Vorschlag: man sollte jährlich einen Preis ausloben. Den Goldenen Engel für den Journalisten mit der höchsten Moral, dem größten Humanismus,der festesten Haltung und der tiefsten Kanzlerinnenliebe.
Zusatzkriterien:
1. Er oder sie muss missionierender Veganer sein.
2. Er oder sie fahren ausschließlich Fahrrad, und zwar einem Rad aus Holz.
3. Ernährung: Kein Alkohol, kein Kaffee, kein Zucker, kein Salz, kein Fett, Drogen nur am Sonntag
4. Im eigenen Haushalt müssen mindestens 2 Migranten*innen aufgenommen sein.

Christa Wallau | Di, 7. August 2018 - 10:33

In reply to by Jürgen Keil

Ja, lieber Herr Keil, Ihr Vorschlag ist gut.
Mir würde das letzte Zusatzkriterium zur Vergabe des "Goldenen Engels" reichen:
Zwei Migranten im eigenen Haushalt und auf eigene Kosten aufgenommen -
das erfüllt so leicht niemand!
Veganer und Asketen unter den Fernseh-Leuten dürfte es dagegen genügend geben.

Bernd Muhlack | Di, 7. August 2018 - 16:33

In reply to by Jürgen Keil

"sie müssten sich 24 Stunden ihre Show ansehen!" => Rio Reiser, der König von Deutschland! --- R. I. P. alter Knabe … für Dich, für immer für Dich usw ---

Qua Claudia Roth wird Rio sicherlich inner Gruft rotieren; das erinnert an Kohl/Merkel => "die macht mir alles kaputt!"
das alles und noch viel meeehr, würd ich machen, wenn ich König von Deutschland wär! => Nein, Rio hatte nie etwas gegen Deutschland als solches, wieso auch?

Herr Keil, verleihen wir diesen von Ihnen vorgeschlagenen Preis doch am besten am Underberg uns nennen ihn "the golden kuemmerling!" ----

Sehr geehrte Frau Wallau,
mit Freude entdeckte ich erst heute den Artikel von A. Meyer und dann ihren Kommentar. Beides liegt auf meiner Wellenlänge. Sonntag, den 6 August, 22:00 schaltete das ZDF eine um ggf. interessante Neuigkeiten von Trump, Erdogan oder um zu erfahren vielen aus Seenotgeretete sich von Spanien auf nach DE machten. Dann sprach Herr Kleber und nach einer ¼ Std. war mir klar, ich schreib das ZDF an.
Ich möchte Ihnen den Briefanfang zeigen.
---------
Guten Tag,
überwiegend unterlasse ich es bestimmte Nachrichtensendungen der ÖR-Sender anzusehen.
Nach dem Einschalten von ZDF am 03.08.18, gegen 22:00 Uhr, “heute journal“ erschien als erster Thementitel der zweite Beitrag: Typisch Deutsch: “Was macht uns aus?“
Herr Kleber legte dann in seiner unangenehmen penetranten schulmeisterlichen Art den Menschen die Welt zu erklären los: “……Sie merken, wir hatten am Ende dieser Woche das Gefühl das “heute journal“ müsse mal grundsätzlich werden, i

in einer Zeit, in der Gesellschaften in Lager zerfallen, die sich immer anbrüllen und nie mehr zuhören. Weiter: “……die man abweist und raus drückt, die aus irgendwelchen erfundenen oder tatsächlichen Gründen nicht dazu gehören sollen, damit man unter sich bleibt“, usw. >“Jawoll, so muss das dem (!!) Volk mal gesagt werden“.
Da wird dieser Filmbeitrag natürlich, da hier in BY bald LTW stattfinden, aus einem bayrischen Bierzelt mit Personen mit und weniger Zähne, aber mit dem Bierkrug am Mund schon einen Grund haben!
Dazu noch der ehemalige bay. Ministerpräsident und jetzige BIM Seehofer, der noch mal betonte: “Wer zu uns kommt, der muss Recht und Ordnung beachten, muss versuchen seinen Lebensunterhalt mit eigener Arbeit zu verdienen und ….., muss vor allem mit uns leben wollen“. >> Mit uns leben, so etwas zu fordern geht doch gar nicht. <<
Der weitere Beitrag zeigt auch nicht gerade die Vorzeigeseiten von DE.
Natürlich war der Text zu diesen beiden Beiträgen ein

richtiger ZDF-Kleber-Text.

Im Weiteren habe ich mich dann noch zu dem Filmbeitrag über die so fleißigen Erntehelfer bei Frau Gräfin Bernadotte usw., die abgeschoben werden sollen und die verbrecherischen muslimischen Großfamilien geäußert.

Mit freundlichem Gruß Jürgen Gissel

und dabei vergessen die "Guten" was schon Goethe im Faust erkannt hat:
“Wir sind ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will, aber stets das Böse schafft.” Die Guten Eliten scheinen eine Bildungslücke zu haben, aber dass wundert mich inzwischen nicht mehr. Früher waren die Eliten vielseitig gebildet, heißt: Offen für alle Argumente, dass hat man inzwischen durch Gehirnwäsche beseitigt und die "Eliten" merken nicht mal, zu welchen Witzfiguren sie gemacht wurden! Statt kontroversen Gedankenaustausch, der bereichernd ist, reicht es nur noch geifernd seine Meinung zu zementieren. Nein, das betrifft nicht alle, leider sind diese Ausnahmen aber nur selten zu hören und zu sehen, es fehlt der Mut, Tacheles zu reden und zwar laut und deutlich. Das erinnert mich an DDR Zeiten, da waren die Eliten genauso still, mit wenigen Ausnahmen und erst als der Zug schon anrollte, wurde noch schnell aufgesprungen , dazu gehörte ein Gauck genauso wie eine Merkel!

Dieter Hegger | Mo, 6. August 2018 - 11:21

Jeden Tag Weltuntergang bei Kleber & Co, die Hitzepeitsche, Starkregen, Tornados, die Pole schmelzen, 50 Millionen Flüchtlinge sind auf den Weg nach "Gross Gerau in Hessen". Das meiste ist für mich out of order. Würde ich täglich Nachrichten gucken, würde ich schon am Fensterkreuz hängen. Im Moment ist es ganz schlimm.....

Wir haben ZEIT, SZ, Spiegel und sehr viel die ÖR - also mein Mann. Ich zahle lieber für den Cicero und schaue in das restliches Zeugs nur noch flüchtig rein. Manchmal muss man gucken - wie früher in die BILD - um zu erfahren, welche "Sau gerade mal wieder durchs Dorf gejagt wird". Aber Einfluss hat das auf mein Denken nicht mehr. Der Prantl, der Ulrich, der Kleber und wie sie alle heißen - hätte ich die nach 2015 noch weiter ernst genommen, ich hinge schon längst am Fensterkreuz. Sie glauben gar nicht, wie gerne ich Zeitungen in die Tonne tue und wie gerne ich den Fernseher ausschalte.

Tageszeitungen und Papiertüten sind gut geeignet, die Abfälle einzuwickeln und die Feuchtigkeit aufzusaugen.
https://www.eva-abfallentsorgung.de/abfalltrennung/biotonne.html
na ja, die meiste von- mir aus (ich meine nur Zeitungen)..de moi...
Und wenn man über ökologische Vor- und nach -teile nachdenkt , dan sollte eventuell auch die Papier- zeitungen verboten werden. Umwelt zu Liebe!.
Alles Gute.

Ron Barker | Mo, 6. August 2018 - 12:06

Wer gestern Presseclub angeschaut hat bekam deutlich Zeugnis davon, wie recht Herr Mayer hat, denn offensichtlich die "Empörung" der Gästebucheinträge zur Miriam Lau nötigten die Redaktion das Thema ( allerdings sehr verdeckt!) ad hoc einzubringen. Wer jedoch eine objektive und ehrliche Aufarbeitung erwartet, war enttäuscht und bekam stattdessen die übliche penetrante Belehrung samt die moralische Zeigefinger aufgetischt. Kleber und Co., mit ihrer aufgesetzten Moraldominanz, sind eben die Guten. Basta!

angesehen.
Sehr erfreulich, wenn Redakture des Cicero vermehrt eingeladen werden.
Herr Grau kam sehr gut durchdacht rüber.
Er ist eben doch Philosoph, da braucht es evtl. eine andere Umgebung?
Aber es war okay.
Über Herrn Herres kann man sich ja nun wirklich nicht beschweren.

Ich habe die Sendung nicht gesehen. Aber ich bin überzeugt: An Cicero wird man nicht mehr vorbei kommen. Meine Angst: der Cicero könnte sich vielleicht "verbiegen". Die ÖR haben schon so viele "klein" gekriegt. Die besten Kabarettisten wurden handzahm unter der Knute der ÖR und haben sich selbst und ihre Orientierung verloren. Viele merken es erst, wenn es eigentlich zu spät ist.

haben sich auch verbogen- für einen Kabarettisten ist das doch eigentlich das Aus.
Gerade in dem Metier, in dem sie sich bewegen geht so etwas doch gar nicht. Wie wollen diese Typen jemals wieder ehrlich rüber kommen ? ich vergesse so etwas jedenfalls nicht und schaue sie nicht mehr und besuche auch nicht mehr die entsprechenden Bühnen.
Für mich ist das Verrat!!!

wo man ungefähr steht und wohin man ungefähr möchte.
Dann kann man Orientierung für Suchende sein, ohne doch deren Programmfelder gänzlich abzudecken.
Da sehe ich die Schwierigkeiten eher beim geneigten Forum, dass manchmal Übereinstimmung wünscht und dann noch kostenlos.
Der Cicero steht für ein Niveau von Politik, das teils nicht einmal von den Konservativen im Lande abgedeckt wird oder etwa bedacht würde.
Wenn man dafür nicht bezahlen will, kann ich das nicht nachvollziehen.
Und ich könnte wetten, dass die, die wie ich kaum Geld haben, zahlen und ein gut ander Teil um unbezahlte Freiräume ringt.
Machen sich diese Leute eigentlich klar, was für ein Niveau sie hier für fast nichts geboten bekommen?
Der Cicero scheint mir eher durch falsche Akzentsetzungen seiner Leser gefährdet als durch alles andere.
Aber zur Sendung:
Weil Herr Grau anwesend war, haben sich die anderen scheints irgendwie Mühe gegeben? Es war okay.
Der Cicero schaut Jahrhunderte zurück und ebenso nach vorne!

Dirk Klostermann | Mo, 6. August 2018 - 12:07

Gerne würden wir den interessanten Beitrag verlinken, wenn die Bezahlschranke nicht wäre. Damit tun sie sich keinen Gefallen. Schade.

Coworking-Management Südwest
Online Redaktion

Juliana Keppelen | Mo, 6. August 2018 - 13:08

Die vierte Gewalt spielt sich zu Inquisitoren auf gegen jeden der es wagt die vorgegebene Meinung in Frage zu stellen, zu hinterfragen oder noch schlimmer zu opponieren. Und unter dem Deckmantel des vorgegebenen Guten ist eine Bigotterie und eine Heuchlei zugange die einem die Luft zum atmen nimmt und ich befürchte, dass unser Land daran auch noch erstickt.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 6. August 2018 - 13:25

Herr Markwort scheint für die FDP in Bayern zu kandidieren.
Cicero hat evtl. ein Faible für Herrn Müller-Vogg, sollte aber verdiente Publizisten breiter zu Wort kommen lassen, wie mit Herrn Jürgs, ehemals Chefredakteur des Stern zusammen mit Herrn Bremer, den ich sehr schätze.
SPD-Publizist war für mich immer Helmut Schmidt, wer folgte nach?

Marianne Schad | Mo, 6. August 2018 - 16:12

In reply to by Dorothee Sehrt-Irrek

passt doch genau zu Kleber, Slomka und wie sie heißen. Mit über 300.000 Euro p.a. sehr gut bezahlte "Nachrichtensprecher", unsere Moralapostel.

Ruth Müller | Mo, 6. August 2018 - 14:16

Kleber hat Arbeitgeber.
Wer sind die Kontrolleure des ÖR?
Wer forciert diese Entwicklung?
Wer bestimmt das die Klebers uns jeden Tag mit ihren "gesteuerten(?)" Informationen auf die Vorschulbank setzen?
Ross und Reiter würden ich gerne beim Namen genannt bekommen?
Das wäre mal ein interessanter Artikel!
Dann könnte man mal die Gebührenzahler mit den Nutznießern konfrontieren.
Cicero, wäre die richtige Platform!

Sicherlich wäre es interessant, wie o. warum es zu bestimmten Besetzungen in Presse-/Rundfunkrat kommt. Und wie über wieviel politische Ecken Einfluss genommen wird. Der Versuch da Transparenz zu bekommen, dürfte ähnlich schwierig sein wie bei anderen Wirtschaftsunternehmen mit ihren Briefkästen und Firmengeflechten. Ich weiß zwar nicht warum z.B.ein ancor- man wie Herr Kleber mehr verdient als unsere Regierungschefin inkl. entsprechendem Pensionsanspruch, aber das erklärt zumindest die Notwendigkeit der immer höheren GEZ-Gebühren? Und schon sind wir bei Ihrem Gebührenzahler, bei dem ich gelinde gesagt "so meine Zweifel" hege was den TV-Konsum betrifft. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, welche Wirkung ein Sprecher(in) von heute Journal /Tagesschau bei Sehern von Dschungel Camp-RTL und ähnlich Anspruchsvollem erzielen. Auch ernte ich leicht irritierte Blicke von Bekannten, wenn sie von meinen Phoenix-Marathons bezüglich Bundestag live hören;-)Es braucht halt immer zwei zur Lehre? Grüße!

Ruth Müller | Mo, 6. August 2018 - 18:05

In reply to by Heidemarie Heim

„Dualisten heißen diejenigen, die die Existenz materieller und immaterieller Substanzen annehmen“.

Ps. Das mit Phönix ist mir persönlich auch bekannt ...

Petra Führmann | Mo, 6. August 2018 - 14:17

Man muss ja schon an seiner eigenen Urteilsfähigkeit zweifeln, aber der Cicero und seine Kommentatoren zeigen mir doch täglich, dass nicht ich es bin, bei dem etwas nicht stimmt. Wenn ich nur begreifen könnte, was die Genannten umtreibt, weshalb sie so wieder alle Vernunft und Sachlichkeit sich gerieren... ich werde es nie verstehen. Es hat sich alles verkehrt: Die eigentlich Vernünftigen und Starken werden zum Buhmann gemacht bis hin zur persönlichen Zerstörung. Ich hoffe und wünsche, dass deren Vernunft sie standhaft hält; auch mir ist es von Herzen egal, in welche Ecke man mich stellt. Diese Leute interessieren mich nicht, aber es sind leider so verdammt viele, die sich für "gut" befinden. Danke Cicero und Herrn Meyer für nicht nur diesen Artikel.

Rob Schuberth | Mo, 6. August 2018 - 14:18

...und zwar immer mehr und überall.
Meinen Dank an Herrn Meyer für seinen klugen Artikel, nur weiß ich auch um die, Verzeihung Cicero, geringere Beachtung hier, als wenn z. B. die SZ, WELT, FAZ, ZEIT uvm. sich endlich überwinden könnten ins gleiche Horn zu stoßen.

Leider sind ja genau diese die Nutznießer dieser ungebührlichen Macht, die sich diese sogn. Leit-Medien errungen haben.
Die geben diese m. E. so ohne weiteres nicht mehr her.

Im weltweiten Vergleich hatte D mal eine weitestgehend uneingeschränkte Meinungsfreiheit. Jetzt sind Leser u. Forenschreiber davon größtenteils ausgeschlossen. Nennt sich nur "Ihr Account wurde gesperrt".

Daher auch ein gr. DANKESCHÖN an Cicero uns hier auch die Möglichkeit der kritischen Kommentierung einzuräumen.

Gottfried Meier | Mo, 6. August 2018 - 14:59

Ich frage mich oft, ob Journalisten die von Ihnen verbreitete Meinung kritisch hinterfragen. Wenn ich mir den besagten Herrn Prantl anschaue, wie überzeugt der seine Meinung als die alleingültige hinausposaunt, dann finde ich das irgendwie seltsam. Früher habe ich den Spiegel gelesen und ich habe es geschätzt, dass kritische Journalisten über Missstände informiert haben. Heute habe ich das Gefühl, dass der allergrößte Teil der Medien nur mehr Konsensjournalismus betreibt. Ja nicht abweichen von der herrschenden, von der einzig richtigen Meinung! Das ist im Übrigen wie bei den Kabarettisten. Da bekommst du auch nur eine Meinung satirisch verpackt. Wehe es würde einmal einer über die Flüchtlingspolitik Merkels eine Satire machen. Der würde sofort von den anderen Kabarettclowns geächtet und im Fernsehen würde der mit Sicherheit keine Sendung mehr machen.

Ich kann Ihnen nur zustimmen. Kabarettisten, die sich auf die ÖR einlassen, müssen ihr Gehirn zu Hause lassen. Dafür stimmt dann das Geld wieder. Unabhängige Journalisten und Kabarettisten gibt es immer weniger. Das ist erschreckend. Daher gehe ich gerne zu Live-Auftritten, wo Menschen so denken und sprechen können, wie sie es für richtig halten - ohne die ÖR-Schere im Kopf.

Bernd Muhlack | Mo, 6. August 2018 - 15:01

Es gibt diese unsäglichen Interviews seitens Frau Slomka mit diversen Politikern/innen. Sie lässt niemanden ausreden, führt meist Selbstgespräche, predigt eher ihr eigenes Mantra herunter; anderntags kann man dann von "hartnäckigem Nachfragen, gar von diesem brunsdummen (sorry!)"Grillen" des Interviewpartners lesen; die Krönung ist inzw der Begriff: "Dingeskirchen wurde geslomkart!" => Frei nach Grönemeier => Gebt mir mein Geld zurück, ich brauch eure Sender nicht!

Hans Herzberger | Mo, 6. August 2018 - 15:27

Man stellt sich die Frage, wem und was wollen die Moderatoren und Redakteure der öffentl. rechtlichen vermittel? Welcher Klientel gehorchen und dienen Sie ? Man sollte doch meinen der Fensehrat ist unter Einbezug aller sozialen Schichten vertreten. Doch diesen Eindruck, habe ich schon lange nicht mehr. Die Zugehörigkeit zur "Atlantischen Brücke" läßt dem Anschein nach nur noch eine Richtung die der "Amerikanisierung" erkennen. Dies zeigt alleine die Gestaltung des Unterhaltungsprogrammes mit bis zu 85% der US- Billigversionen, die faßt an die Grenze des Schwachsinns reichen. Vor gut 20 Jahren zeige man gute Produktionen aus Skandinavien, Polen, Tschechien, Italien, Frankreich UDSSR usw. Heute jedoch wird US-Einheitsbrei serviert mit entspr. Hinweis auf "gute " Sendung in den Programmjournalen. Es sind nicht nur die Redakteure und Moderatoren einseitig geworden, sondern das Medium öffentl. rechtliches Fernsehen allgemein.

barbara flunkert | Mo, 6. August 2018 - 19:26

In reply to by Hans Herzberger

ich stimme ihnen voll zu und es ist bedauernswert und unterstes Niveau, dazu füge ich hinzu, das ebenfalls die Betonung von Beiträgen - amerikanisches Englisch - in deutscher Sprache, die Höhen und Tiefen im Gleichklang, egal um was es geht, mich in meinem Zuhören irritiert. Die Auffassung schwieriger ist. Leider dieser Abklatsch von Amerika.
Ich lese den cicero sehr gern, erfrischend/analysierend unterwegs.

Michaela Diederichs | Mo, 6. August 2018 - 22:34

In reply to by Hans Herzberger

Programme und Artikel orientieren sich am Altersschnitt. Wer liest, abonniert noch Zeitungen, guckt ÖR? Genau - 60 +. Herr Wißmann vom Cicero schreibt hier sehr deutlich: "Es bleibt alles beim oder besser: bei den Alten. Um in deren Gunst zu bleiben, werden lieber Debatten von vorgestern wiederbelebt, anstatt sich wirklich um Zukunftsfragen zu kümmern. So wird die CDU aber immer mehr zu einer Vereinigung der Scheintoten. " Darf ich ergänzen: und die ÖR und MSM auch. Denen stirbt die Kundschaft weg und es wächst nichts nach.

Heidemarie Heim | Mo, 6. August 2018 - 15:32

Und verdammt nah an der Grenze des Erträglichen! Das Schlimme daran, diese ganzen Gestalter(n)merken es beileibe nicht, wie sie den freien und unabhängigen Journalismus eigenhändig zu Grabe tragen. Da braucht es bei uns noch nicht mal ein Diktator wie Sultan Erdogan, der als erste Großtat alle Redaktionen über die Klinge springen lässt. Da genügt die "Aura" einer angebeteten Kanzlerin und die Angst vor dem Verlust der Meinungs-und Deutungshoheit, um journalistische Grundwerte auf dem Altar der Politik zu opfern. Ach, fast vergessen! Eine Einladung zum Bundespresseball will man schließlich auch nicht gefährden;-). Wer darf vom Cicero hin? Darf ich mit? MfG

Rob Schuberth | Mo, 6. August 2018 - 18:36

In reply to by Heidemarie Heim

aber ich denke mal sie (die sogn. Leit-Medien) WOLLEN das auch genau so.

Diese Medien haben ihre Macht erkannt...wollen sie auch behalten.
Und wer gibt seine Macht schon gern von allein ab?

Wir brauchen wieder mehr mutige Journalisten, die sich dagegen stemmen.

Ich denke Sie haben recht lieber Herr Schuberth! Mutig kritischer Journalismus gegen den Mainstream will aber auch bezahlt sein. Die Leute geben für so viel Unsinniges Geld aus, aber wehe es geht wie z.B. beim Cicero um ein paar €uros mehr für + Beiträge. Qualität kostet eben, und die Angestellten unserer "kleinen Onlineredaktion" die sich unsere "Geistesergüsse" von Mo-Fr reinziehen;-) müssen, machen das sicher nicht ehrenamtlich. Schönen Tag Allen! MfG

Ursula Horvath | Mi, 8. August 2018 - 19:29

In reply to by Heidemarie Heim

Bundespresseball ist auch so ein undurchsichtiges Relikt, denn wer die Politik verbal angreift, müsste sich doch eigentlich selbst verbieten, sich an solchen Feiern zu beteiligen. Weshalb wird nicht der gemeine Bürger eingeladen, um den Journalisten hautnah die Welt da draussen zu erklären? Die Zeiten der Sorglosigkeit sind vorbei, es gibt nichts zu feiern, zumindest nicht für Diejenigen die ihren Beruf noch Ernst nehmen und schon gar nicht mit den Personen aus der Politik die man am nächsten Tag für ihr TUN kritisieren möchte. Irgendwie passt das alles nicht zusammen!

Brigitte Miller | Mo, 6. August 2018 - 15:58

Der Text ist grossartig, danke.
Und "Heribert Prantl, Pressesprecher des Pastorenpopulismus" kitzelt wohltuend den Lachnerv

Arne Bruhn | Mo, 6. August 2018 - 16:04

Menschen ARD und ZDF konsumieren! Zumal dann wiederum so viele über diese Anstalten samt Programmen klagen! Ist das schon TV-Sucht? Gerade Cicero-Leserinnen und Leser sollten ihre Zeit doch sinnvoller nutzen können?

Ich weiß, wie ich meine kostbare Zeit sinnvoller gestalte:

Ich lese Cicero und die vielen guten Kommentare - wenn
es mir meine Zeit zuläßt - bemühe ich mich, einen beschei-
denen Teil dazu beizutragen. So leicht mache ich mir das!
Brigitte Simon

wolfgang spremberg | Mo, 6. August 2018 - 16:06

mehr Moral, wissen sie mehr über Moral, als Kevin Müller oder Elfriede Kowalski ? Ich denke nicht....aber sie tun so....gut bezahlt natürlich....

Bernd Fischer | Mo, 6. August 2018 - 16:09

ARD und ZDF bilden in ihrer politischen Berichterstattung nicht mehr das gesamte politische Meinungsspektrum ab, sondern bedienen tatsächlich nur noch ein linksliberales Juste Milieu. Die Journalisten betrachten sich selbst nicht mehr als Beobachter, sondern als aktive Akteure im politischen Geschäft. Ich frage mich manchmal, wie sich ARD und ZDF verhalten würden, wenn wir eines Tages eine rot-rot-grüne Regierung hätten, die eine stramm linke Politik in Richtung eines Sozialismus 4.0 betreiben würde. Ich glaube nicht, dass es von ARD und ZDF viel Kritik daran geben würde. Eher würden die ( wie immer ) kritisiert, die nicht die erforderliche Einsicht in die Notwendigkeit haben.
ARD und ZDF als Teil der 4. Gewalt? Eher nicht.
Ich bin immer begeistert wenn Herr Kleber von steigenden "Temperaturen" spricht, Frau Gerster sich für das "Interesse" bedankt und zu unserem Reporter in "Österreich" umgeschaltet wird der uns dann über die Probleme der " US-Amerikaner" informiert.

Uwe Brandt | Mo, 6. August 2018 - 16:39

..ärgere ich mich über die Hofschranzen-artige Berichterstattung dort. Letztens bin ich leider bei den Tagesthemen und einem Kommentar von einem Mann, ich glaube Restle, geraten, der auch bei Monitor moderiert. Dort gab es lauter Seitenhiebe gegen die AfD nach Vorstellung des neuesten Verfassungsschutzberichtes. Die 20 Prozent ERNEUTEN Steigerungen beim Islamismus wurden dafür komplett ausgeblendet im Kommentar. Während die AfD als größte Oppositionspartei medial in den Talksendungen von Ard und Zdf so gut wie keine Rolle spielt. Frau Slomka vom Zdf hatte Frau Weidel dann mal komplett aus einer Wahlkampfsendung gemobbt. Ich weiß nicht, was sich diese beiden Sender davon versprechen. Ich schaue jedenfalls so gut wie gar nicht mehr zu dort. Es sind auch immer dieselben Ideologen mit ihren Meinungen, die seit Jahren bei Adam und Eva sich im Kreis drehen dort zu Gast.

Die AfD vertritt bezüglich der Öffentlich/Rechtlichen eine klare Linie. Sie werden nicht mehr benötigt.
Schwindelerregende Gehälter und eine fast unbezahlbare
Pension sind allein schon ein guter Grund um sie hinwegzufegen, die Millionäre... Ganz zu schweigen von der
beeinflussenden, bewertenden Berichterstattung.
Mit dieser Form der Berichterstattung schießen sie sich permanent ein Eigentor. Bis zum bitteren Ende. An dem kürzlich gesprochenen Urteil bez. der Ö.R. sieht man, was in diesem Land los ist. Es ist einfach nur noch zum KO.Z.N...

Norbert Heyer | Mo, 6. August 2018 - 16:50

Wenn Herr Kleber uns seine Sicht der Dinge erklärt, gibt es ein probates Gegmittel: Umschalten. Dieser Journalismus erzieht die Menschen im Sinne der Regierungsparteien und erklärt alle, die eine andere Sicht der Dinge haben, zu unmündigen Bürgern ohne den erforderlichen Weitblick. Wer sich umfassend und bei verschiedenen Medien mit Informationen versorgt, stellt schnell fest, dass die Verkünder der alleinigen Wahrheit nur verkappte Regierungssprecher sind.

Karla Vetter | Mo, 6. August 2018 - 20:18

In reply to by Norbert Heyer

Die MSM haben keinen Erziehungsauftrag sondern einen Informationsauftrag,dem kommen sie leider nur einseitig nach.Den Satz von H. J.Friedrichs,dass ein guter Journalist sich mit keiner Sache gemein machen darf, auch nicht mit einer vermeindlich guten, haben sie wohl vergessen.Genauso das Kabarett.Früher wurde die Regierung kritisiert,heute die nicht linientreue Bevölkerung.

Giesela Kramski | Di, 7. August 2018 - 11:22

In reply to by Karla Vetter

Leider ist das Kabarettisten-Publikum dermaßen kritiklos klatschgeil, daß es wehtut. Sind die handverlesen? Es wird dem unbedarften Zuschauer suggeriert, daß die Kabarettisten-Aussagen "richtig" sind, weil ja so viele Menschen begeistert klatschen. So wird Meinung gemacht.

Michaela Diederichs | Di, 7. August 2018 - 14:30

In reply to by Giesela Kramski

Es gibt Kabarettisten, die nur mit kleinen Sequenzen in den größeren Shows im ÖR zu sehen sind. Wenn die live auf Tour gehen mit ihrem eigenen Programm dann hören Sie, was die wirklich denken.

Andrée Bauer | Mo, 6. August 2018 - 17:06

Ich reagiere äußerst allergisch und gereizt auf die inzwischen inflationär gebraucht Ausdrücke in Nachrichten und Diskussionsrunden auf allen Kanälen „ wir ordnen für Sie ein“ oder „ holen den Leser/ Zuschauer ab , wo er ist”. Als mündigen Bürger braucht mich ein Journalist weder “ abholen “ noch muss er für mich irgendetwas “ einordnen “. Ich beurteile und entscheide immer noch selbst.

Stimme voll zu! Ich habe in den 50igern in der Schule gelernt, dass Journalisten streng voneinander trennen sollen sachliche Information und Meinung/Bewertung. Ich habe gelernt, dass jeder (!) sich seine eigene Meinung bilden soll, weil es sowohl zur Persönlichkeitsbildung wie auch als Schutz vor ideologischer Manipulation und Bevormundung zwingend notwendig ist. Leider beobachte ich schon seit etwa 20 bis 30 Jahren, dass sich Journalisten in Deutschland angewöhnt haben, ihre persönlichen Anschauungen mit aktuellen Informationen zu vermischen und zu verbreiten. Besonders übel empfinde ich, wenn Journalisten durch kleine eingestreute wertende Adjektive zu einer an sich sachlichen Information eine tendenziöse Richtung vorgeben. Aufruf an alle Lehrer und auch an die Ausbilder in den Journalistik-Schulen: Der mündige Bürger erwartet weder Belehrungen noch eine Tendenzberichterstattung, sondern fundierte und umfassende Information, inklusive gründliche und objektive Recherche.

Alfred Kastner | Mo, 6. August 2018 - 19:11

Die öffentlich-rechtlichen produzieren Informationen, die eine Welt zeigt, die der Wunschvorstellung mancher Politiker(in) entsprechen mag, deren Realität aber eine ganz andere ist.
Diejenigen, die die kopflose Politik der Bundeskanzlerin kritisieren, kommen dort zwar auch vor, jedoch stets in der Rolle der Querulanten.
Am Ende sieht es dann so aus, als gebe es in Deutschland jene Probleme gar nicht, vor denen etwa die CSU, Sahra Wagenknecht oder Boris Palmer seit langem warnen.
Die Filterblase wird so lange aufgeblasen, bis der Ballon irgendwann mal platzt und Angela Merkels Politik in eine Kapitulation mündet.
Diese Berichterstattung frustriert zunehmend viele Menschen. Das beste Mittel dagegen wäre ein Journalismus, der die Dinge beim Namen nennt.
Eine selbstkritische Reflexion ist jedoch nicht einmal ansatzweise zu erkennen.

Kurt Wacker | Di, 7. August 2018 - 11:41

ÖR, SZ, Zeit und einige andere die nicht zu nennen sind liefern keine nachrichten mehr sondern volkserziehung in form von kommentierenden nachrichten. ich höre den klebers schon noch zu, man muss wissen, wie oben geschrieben welche sau durchs dorf getrieben wird, aber gegen die botschaft der prantls, slomkas, klebers, hayalis et cetera bin ich immun, rege mich nicht mehr auf und besorge mir die eigentlichen nachrichten von wo anderst.

Wohnt an der Grenze und kann andere Sender empfangen. ARD + ZDF nur noch bei Sport oder Filme. Nachrichten gibt es genügend im Internet, wenn man die richtigen Seiten kennt. Wer ist Kleber - da kenne ich nur UHU !

Volker Peters | Di, 7. August 2018 - 12:53

Die moralische Selbstermächtigung der Medien, und vor allem der öffentlich-rechtlichen Sender, ist nichts Neues. Das geht schon seit 2015 so, man erinnere sich nur an Klebers "Fremdenfeinde, Nationalisten, Zweifler".

Karin Zeitz | Di, 7. August 2018 - 13:32

im Staate dient in Deutschland in vollem Umfang nur noch der Regierung und nicht mehr der Demokratie. Man kann sich nur noch über alternative Medien informieren.

Maria Fischer | Di, 7. August 2018 - 13:48

Nicht nur die Medienszene gebärdet sich als „moralische Anstalt“.
Hinzu kommt der Kulturbetrieb, der traditionell in Opposition oder kritischer Distanz zur Regierung steht. Dieser ist derzeit weitgehend zum Sprachrohr von Frau Merkel geworden.
Literaturveranstaltungen, Kultursendungen, Museen- oder Theater sind vielfach zu „moralischen Anstalten“ im negativsten Sinne verkommen .

Für beide Systeme kann man Klaus Briegleb (SZ) gut heran zitieren, „ dass es höchste Zeit zu sein scheint,“ , „ für eine kritische Selbstbefragung, des deutschen Theatersystems, ob hinter dem schönen Anschein der Kunstfreiheit und des Engagements für Flüchtlinge, Demokratie und Menschlichkeit, nicht doch noch sehr hässliche Gepflogenheiten überdauern, die selbstgerecht, grenzverletzend und zutiefst undemokratisch sind.“

Martin Arndt | Di, 7. August 2018 - 20:22

Die „Damen“ (z.B. Slomka) und „Herren“ (z.B. Kleiber) werden eines Tages aufwachen und sich die Frage stellen müssen, inwiefern sie zum Niedergang eines demokratischen Landes beigetragen haben. Ob sie dann sich auch noch weiter in „self-complacency“ und Bigotterie ergehen? Peter Sloterdijk soll an Jean-Claude Junckers Diktum „Wenn es ernst wird, musst du lügen“ erinnnert und ergänzt haben: „Juncker ist kein Zyniker. Er ist ein redlicher Arbeiter in der wahrheitslosen Sphäre, die man Politik nennt. Insofern ein Journalist.“

Udo Dreisörner | Di, 7. August 2018 - 22:40

Klaus Kleber, Gundula Gause, Benjamin Blümchen und Karla Kolummna. Ich seh mir diese Nachrichten schon lange nicht mehr an. Unerträglich dieser ewige moralische Zeigefinger.