Greenpeace-Aktion gegen Volkswagen - Schlüsselklau als „Akt der Notwehr“?

Um den Export von neuen VW-Wagen mit Verbrenner-Motor zu verhindern, haben Greenpeace-Aktivisten die Autoschlüssel gestohlen und auf einen Gletscher gebracht. „Eine gewiefte Aktion“ twitterte der NDR – und löschte den Tweet nach Protesten. Strafrechtlich sind die Aktivisten zu weit gegangen.

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Um Druck auf VW auszuüben, haben Aktivisten Schlüssel von Neuwagen auf die Zugspitze gebracht / Greenpeace

Autoreninfo

Antje Hildebrandt hat Publizistik und Politikwissenschaften studiert. Sie ist Reporterin und Online-Redakteurin für CICERO.

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Antje Hildebrandt

Die Deutschen und der Umwelt- und Klimaschutz, das die Geschichte einer amour fou. In kaum einem anderen Land der Welt wird so viel Geld für Projekte gespendet wie hier. Jedes fünfte  Fördermitglied von Greenpeace sitzt in Deutschland. Die Organisation, die Büros in 45 Ländern unterhält, finanziert ihre Arbeit zu 90 Prozent durch Spenden. Und weil sie gemeinnützig ist, lassen sich Spenden von der Steuer absetzen.

Für Menschen, die etwas Gutes tun wollen, ohne selbst aktiv zu werden, war das bislang ein gutes Geschäftsmodell. Mit den Spenden konnte man sich ein gutes Gewissen kaufen. Die Liste  erfolgreicher Greenpeace-Kampagnen ist lang. Ihre Kampagnen haben dazu geführt, dass Frankreichs Regierung Atomversuche im Pazifik stoppte oder dass keine Ölplattformen im Nordatlantik versenkt wurden (Brent Spar). Ratgeber wie „Essen ohne Gentechnik“ oder „Essen ohne Pestizide“ wurden Bestseller. Obendrein hat Greenpeace die Verfassungsbeschwerde gegen das Klimaschutzgesetz unterstützt.

Greenpeace will nichts von Diebstahl wissen 

In Zukunft sollten sich Anhänger jedoch gut überlegen, ob sie ihr Geld wirklich den Rainbow Warriors spenden. Denn was sich die Aktivisten soeben im niedersächsischen Emden geleistet haben, hat jetzt auch die Polizei auf den Plan gerufen. Tatort war der Verladehafen, wo derzeit 12.000  Neuwagen auf den Export nach Großbritannien, Japan und in die USA warten. Am Mittwoch, so heißt es in einem Polizeibericht, seien 15 Greenpeace-Aktivisten über einen Zaun geklettert, um 300 bis 400 Schlüssel der Neuwagen zu entwenden. Die Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruchs und besonders schweren Diebstahls. Sie schätzt den Schaden auf eine sechsstellige Summe. Volkswagen, so heißt es, müsse deswegen sämtliche Schlösser auswechseln, weil die Fahrzeuge sonst nicht mehr bewegt werden könnten. Kosten pro Wagen: 1.000 Euro.

Von Diebstahl will man bei Greenpeace allerdings nichts wissen. Auf Twitter teilt die Organisation mit, man habe die Schlüsssel „lediglich aus dem Verkehr gezogen“, um sie an einen Ort der „Klimazerstörung“ zu bringen. Und genau dort erreicht man am Freitag auch den Mann telefonisch, der sich diese Kampagne für Greenpeace ausgedacht hat: Benjamin Stephan, promovierter Klimapolitiker und seit 2017 für Greenpeace im Einsatz.

VW das „das grüne Mäntelchen ausziehen“

Der nördliche Schneeferner ist ein Gletscher in den Bayerischen Alpen, der unterhalb des Zugspitzengipfels liegt. Dort, sagt Stephan hörbar außer Atem, dirigiere er gerade einen Fotografen von dpa. Er soll die orange-farbenen Rucksäcke mit den Schlüsseln fotografieren, die die Aktivisten vor ein VW-Logo drapiert haben, auf dem ein Banner hängt: „Von wegen Klimaschutz“.

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Manuel Gerber | Fr, 28. Mai 2021 - 17:17

Nach Meinung dieser Aktivisten würde es wohl reichen , wenn "die oberen 10'000" ein Auto besitzen würden. Ein Tesla selbstredend.
Und sie breite Masse sich ausschließlich mit dem ÖV vorgelegen würde.
Ich vermute diese Aktivisten im Dunstkreis von Sarah Wagenknechts " Livestyle-Linken.
Mich ekelts vor solchen Möchtegetn-Gutmenschen

Bernhard K. Kopp | Fr, 28. Mai 2021 - 18:43

In reply to by Manuel Gerber

Von mehreren deutschen Herstellern gibt es Besseres als einen Tesla, ist nur noch teurer. Zum Trost gibt es auch mehrere Modelle in der Golf-Klasse, oder wenig größer, aber auch die sind jeweils mindestens 50% teurer als ein vergleichbarer Verbrenner. Für die Besserverdienenden spielt das alles keine Rolle. Selbst das von den Grünen immer kritisierte " Firmenwagenprivileg " für V8-SUVs ist für e-Autos, auch in der € 80-100 Tsd. Preislage, keine Thema mehr. Kaufprämie, subventionierte Tankstelle/Ladestation und dann die übliche steuerliche Abschreibung des Netto-Anschaffungswertes.

Günter Johannsen | Sa, 29. Mai 2021 - 10:08

In reply to by Manuel Gerber

Staat und Öffentlich Rechtliche Medien schauen ständig nur nach rechts. Warum? Viele interessanter und zunehmend notwendiger ist der Blick nach links-außen! Wenn von linksextremen Verbrechern (Hammerbande der Indymedia-Gang) Gelenke Andersdenkender mit dem Hammer zerschlagen werden, die ÖR es aber mit Fleiß verschweigen, dann frage ich mich zurecht: wer dominiert jetzt unser Land? Wenn eine Meute von Livestyle-Linken (Greenpeace-Aktivisten) einen Einbruch bei VW begeht und Schlüssel klaut, ist das für den NDR eine "gewiefte Aktion". Da kann ich angeekelt konstatieren: wie tief sind die ÖR Medien gesunken! Ist das vielleicht von bestimmten Politikern so gewollt? Hinschauen muss man und fragen, wer organisiert und finanziert diese Täter? Wird es mit dem Geld der „Öffentlichen Hand“ finanziert (wie z.B. eine gewisse Victoria-Stiftung jährlich mit ca. 2,5 Millionen EURO)? Das muss beendet werden, denn linker Terrorismus darf nicht von unserem Steuern finanziert werden!

Rob Schuberth | Fr, 28. Mai 2021 - 17:21

Wenn es noch eines Beweises bedurft hatte, für die grün-linke Presse, gerade im ÖRR, dann wurde dieser Beweis jetzt geliefert.

Ich hoffe VW hält sich auch an denen (NDR) schadlos.

Die Aktion dieser "Aktivisten" zeigte - zum wiederholten mal - deren Bereitschaft auch illegale Weg zu begehen.

Aber die Linken gehören ja in den Augen der Presse zu den "Guten", daher der Jubel *koxx*.

Ich freue mich auf die Zeit wenn sich das wieder ins Normale reguliert. Und derlei Leute als das behandelt werden was sie sind: Straftäter.

Ihre Vorfreude sie Ihnen gegönnt, auch wenn sie angesichts der eher illusorischen Erwartung, auf der sie basiert, wenig realistisch anmutet. Den "Straftätern" wird gar nichts Schlimmes passieren. Wie die Hamas haben sie einen medialen Erfolg verbucht. Und als Lieblinge und Hätschelkinder eines in Deutschland vorherrschenden links-grünen Zeitgeistes können sie sich des Applauses der Ökofaschisten und "hippen" Großstadt-Salon-Linken gewiß sein. Wie hatte sich Walter Lübcke (Kassel) hinsichtlich des Widerstandes gegen Zuwanderung sinngemäß geäußert? Wem es nicht passt, der könne ja gehen. Ein guter Rat für alle, die dafür noch jung genug sind und die nötige Energie haben. Und die nicht bereit sind zu warten, bis sich das wieder ins Normale reguliert. Die Mehrzahl der europäischen Nachbarn tickt normaler als unsere BRD. Abartige Sonderwege sind wohl ein spezifisch deutsches Phänomen. Wir werden es den anderen schon zeigen; auf gehts.

Braucht es wirklich noch mehr Beweise, daß die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Ihren moralischen Kompass von Nord auf Süd dejusiert haben?
Wer Hamas-Terroristen als "Aktivisten" bezeichnet und einen ekelhaften Mob, der stundenlang "Scheiß Juden", wahlweise auch "Juden in's Gas" skandiert und Synagogen angreift, nicht klar als kriminelle Volksverhetzer benennt und stattdessen hinter einer wirklich nur noch als widerwärtig zu bezeichnenden Kommentierung versteckt (sinngemäß "Bürger wollten damit gegen die Eskalation im nahen Osten protestieren), von dem kann man wirklich und wahrhaftig nur noch konstatieren, daß er den seriösen Journalismus endgültig zu Grabe getragen hat und seinen moralischen Kompass nicht nur dejustiert, sondern komplett verloren hat!

Diebstahl kann es nicht sein, denn es fehlt an der Zueignungsabsicht an den Schlüsseln. Volkswagen hat deshalb auch keinen Strafantrag gestellt. Und welchen strafrechtlich relevanten Vorwurf haben Sie - Hausfriedensbruch?

Yvonne Stange | Fr, 28. Mai 2021 - 17:22

.... mal darüber nachgedacht, wie "unweltfreundlich" Elektro-Autos sind und die Art, wie der Strom erzeugt wird? Nämlich GAR NICHT!! Mal von dem zu erstellenden Lade-Equipment für ganz D ganz abgesehen. Hirnlos. Und der Kopf der Band ist auch noch promoviert. Man schämt sich für solche Unis... Weder ist der menschengemachte Klimawandel bewiesen, noch die CO²-Theorie. Nur noch Irre hier. Und der ÖR klatscht brav Beifall.... ich hatte nichts anderes erwartet.

ich pflichte ihnen voll bei.
Was in unserem Land geschieht, ist nicht mehr zu fassen.
Ich habe die Nase so voll, von all diesen Aktionen.
Diese Retter der Welt sollten sich einmal die Technologien anschauen, wie die Herstellung der Batterien erfolgt. Da würden sie erfahren, unter welch umweltschädlichen Bedingungen die seltenen Erden weltweit abgebaut werden. Außerdem gehe ich davon aus, dass ein E-Auto bestimmt zwei Batterien in seinem Autoleben benötigt. Verlogenheit in allen Bereichen und Kanälen.

eher früher, viel früher, wird es zwangsläufig zu der Frage kommen, wehre ich mich, mit allen Mitteln, oder lasse ich es mir gefallen, dass mir solche kleinen Diktatoren vorschreiben wollen wie ich zu leben habe. Zeit sich zu wappnen. Kann eklig, gemein und blutig werden, aber das haben Kämpfe nunmal so an sich.

die sich gut fühlen, wenn sie mit ihren SUV-Stinkern oder sonstigen Benzinfressern die Innenstädte verpesten, wenn sie aus politischen Gründen den längst bewiesenen menschengemachten Klimawandel verleugnen, wenn sie an der zerstörerischen Kernkraft festhalten....

irgendwann mal eine Sekunde daran verschwendet, nachzudenken, was sie ihren eigenen Nachkommen antun?

Wahrscheinlich nicht. Würde sie wahrscheinlich maßlos überfordern.

Und überhaupt: Jeder ist sich ja selbst der/die Nächste.

Dazu passt auch, dass man (bei der AfD) über die Lockerung des Waffenrechts nachdenkt.

Rob Schuberth | Fr, 28. Mai 2021 - 17:31

sonst lernen die (von Greenpeace & Co) es nie.

Wenn ich lese, dass der Initiator ganz beruhigt ist, da noch nie eine der vielen Strafanzeigen gegen ihn auch nur irgendeine - negative - Folge für ihn hatte, sondern allenfalls seinem Idealismus bestärkt hat), dann geht mir die Hutschnur hoch.

Wieder einmal ist es unsere falsche Toleranz die zu solchen Handlungen führt.

Klare Straftaten werden dadurch zu klimarettenden (damit vermeintlich erlaubten) Handlungen euphemistisch schöngeredet.

Dieses Mal wird es hoffentlich teuer für Greenpeace, denn bei 3-400 Pkw je 1.000 € kommt ein schönes Sümmchen zusammen.

Ingofrank | Fr, 28. Mai 2021 - 17:39

Im Grunde gibt es Gesetze, an die sich schlicht und ergreifend alle Bürger zu halten haben.
Wo kommen wir hin, Straftaten nach Religion, Hautfarbe, sexueller Ausrichtung u. a. oder wie in diesem Fall, Mitglieder einer Umweltorganisation einen Freibrief auszustellen. Oder irre ich mich?

Der Planer u d. Diebe sind bekannt, der verursachte Schaden ebenfalls.
Wo gibts ein Problem? Aburteilung wegen Diebstahl und Leistung von Schadensersatz.
So einfach ist das!

Der Rechtsstaat er erlebe Hoooooch!

Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Karl-Heinz Weiß | Fr, 28. Mai 2021 - 17:43

Die Denkweise dieser Aktivisten (m/w/klima-und geschlechtsneutral) kann niemand überraschen, auch nicht die NDR-Reaktion.Greenpeace sollte sich in Greencarwar umbenennen.
Jetzt bin ich nur noch gespannt, wie sich Frau Baerbock und Herr Habeck unterschiedlich distanzieren.

Hans Jürgen Wienroth | Fr, 28. Mai 2021 - 17:43

Bei der Konkurrenz ist von 1.400 Schlüsseln die Rede, von denen die Polizei bei den vorl. Festgenommenen 400 sichergestellt hat. Die restlichen wurden „umweltfreundlich“ mit einem Schnell- / Schlauchboot weggebracht und wenn Herr Diess sich die Schlüssel mit einem Flieger auf dem Gletscher abholen soll, ist das nicht klimafreundlich.
In dieser Demokratie sind die 25%, die drastische Klimamaßn. gutheißen, „eine Mehrheit“, jedenfalls wenn man vielen Medien glauben darf. Da ist jedes Mittel recht.
Dass Greenpeace für diese Aktion, wie auch für viele andere nicht bestraft wird, glaube ich auch. Wurden doch erst letztens die Verfahren gegen 2 „Aktivisten“ ohne Aufl. eingestellt, die in WOB u. a. den Mittellandkanal blockierten. Das „Wohlwollen“ von Richtern und Staatsanwälten ist in unserer Republik sehr groß und schließlich wird Greenpeace auch mit vielen Steuermillionen für ihre Aktionen bezuschusst. Wir sind ja schließlich ein Rechtsstaat, gleiches Recht für alle oder nur für Aktivisten?

Jens Böhme | Fr, 28. Mai 2021 - 17:45

Der Rechtsstaat geht vor die Hunde. Das Bundesverfassungsgericht schiebt Entscheidungen wegen Bundeslockdown auf die lange Bank, Weltretter brechen in Firmen ein, stehlen was das Zeug hält, klettern auf einen Berg und verkünden ihre neue Weltordnung. Terrorismus als neue Gesellschaftsordnung.

Indem sich das BVerfG der Jugend dabei „behilflich“ ist, deren Zukunft zu retten, mag Greenpeace seine Selbstermächtigung als rechtlich „gedeckt“ empfinden. Der Begriff der „Notwehr“ spricht für sich. Das BVerfG hat mit seinem anmaßenden Urteil erheblichen Schaden angerichtet.

"Der Rechtsstaat geht vor die Hunde"?! Das Gegenteil ist der Fall. Die Polizei Leer ermittelt hier wegen Hausfriedensbruchs und besonders schweren Diebstahls. Was das mit "Terrorismus" zu tun haben soll, müssten Sie erläutern.
Geschädigt wurde übrigens ein Unternehmen, dessen ehemalige Führungsriege seit Februar wegen des Verdachts des schweren gewerbs- und bandenmäßigen Betruges vor Gericht steht. Auch hier funktioniert also der Rechtsstaat. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass das BVerfG Entscheidungen trifft, die Ihnen (und Frau Firmiani) nicht gefallen.

Jens Böhme | Sa, 29. Mai 2021 - 20:43

In reply to by Kai Hügle

Herr Hügle, wenn öffentlich-rechtliche Medien Hausfriedensbruch und Diebstahl öffentlich gutheissen, dann helfen keine Ermittlungen gegen einen gemeinnützigen Verein. Die Katze ist aus dem Sack, man hat diese in den Sack zurückgestopft und sich entschuldigt - doch die Message ist in der Welt. So einfach kann man sich einen Rechtsstaat nicht schönreden. Wenn auch nur kleine Tropfen in dosierten, unregelmäßigen Abständen, höhlen diese den Rechtsstaat aus. Falls Sie der Meinung sind, man dürfe Unrecht mit Unrecht bestrafen (Ihr Hinweis auf eine ältere Führungsriege des geschädigten Unternehmens), dann verteidigen Sie die falsche Rechtsauffassung.

Markus Michaelis | Fr, 28. Mai 2021 - 17:53

war das von Greenpeace 100% garantiert? Kein Beteiligter hat bei der Vorbereitung und Anfahrt nach Emden und zur Zugspitze ein Verbrennungsauto verwendet? Wurde die Seilbahn auf die Zugspitze genommen - mit welchem Strom? Sind Pressevertreter (vom NDR?) für die Fotos und Interviews auf der Zugspitze mit Verbrennern angereist? Wieviele Verbrenner verwendet der NDR für dienstliche Zwecke und warum?

Welche Anliegen haben noch den Status die Entscheidungshoheit über die Politik und die Welt für sich zu reklamieren: nur das Klima oder gibt es da noch andere Themen, die bestimmten Menschen/Gruppen politische Priorität verschaffen?

Norbert Heyer | Fr, 28. Mai 2021 - 18:17

Greenpeace ist - nach einer solchen Aktion - als kriminelle Vereinigung einzuordnen. Es ist für einen AWM einfach erschreckend, was für ein Rechtsempfinden manche junge Menschen haben. Wenn im NDR ein „unpassender“ Beitrag gesendet würde, dürfte man dann das Studio besetzen und eine eigene Botschaft verbreiten? Wer sich auf Autobahnen abseilt und sich und den Straßenverkehr gefährdet, muss die „ganze Härte des Gesetzes“ erfahren. Da liegt aber der Knackpunkt: Viele der Grünen und Linken empfinden bei solchen rechtswidrigen Aktionen eine „klammheimliche Freude“ - und das hatten wir schon einmal vor vielen Jahren. Deshalb konnten Aktivisten von Greenpeace sich immer auf die schützende Hand der Justiz verlassen. Wenn das immer weiter einreißt, ist es bis zur Anarchie nicht mehr weit. Bin wirklich mal gespannt, wie diese Sache ausgeht, vielleicht wird VW sich auch Asche aufs Haupt streuen und diese Chaoten kommen glimpflich davon. Dann sind wohl bald Kohlekraftwerke die nächsten Opfer.

Sehr richtig, Herr Heyer! Ich erinnere an die Greenpeace-Aktionen in Nordrussland vor einigen Jahren. Man wollte die Exploration von Öl/Gas in der Barentssee ver- oder behindern.
Nach der Festnahme der"Aktivisten" und Beschlagnahme des Schiffes durch die russischen Behörden hat man nie wieder etwas von Greenpeace in Russland gehört. Es geht also!

Bernd Muhlack | Fr, 28. Mai 2021 - 18:28

Wenn ich hier noch einmal die Verharmlosung "AKTIVIST" für solche Straftaten lese, kündige ich mein ABO = der Untergang des CICERO!

Solche und andere illustren Kommentare liest man ja allüberall => "Dann wandere ich aus!"
Gerne! Tschö mit ö - wohin solls denn gehen?
Lassen wir das.

Ich wohne direkt an der Bahntrasse Stgt-MA.
Hier fahren täglich sechs Güterzüge mit Audis in Richtung MA und sechs leere Güterzüge in Richtung HN/Neckarsulm (AUDI); dazu die Kohle-Züge für das Kraftwerk in HN und natürlich die halbstündige S-Bahn.

Man nennt das "Schließanlage" nicht Türschloss!
1.000 €?
Ha, haha, hahaha!
Na da packen wir mal ordentlich was drauf!

Natürlich ist jedem klar, dass "Top-Manager" keine Altruisten sind: money makes the world go round!
Auch die AN in der "Auto-Industrie" verdienen sehr gut; eher nicht das Klientel der GRÜNEN/GP.

Immerhin:
"Auf Twitter kursieren erste Aufrufe, der Organisation kein Geld mehr zu spenden."
Wie man in den Wald hinein twittert, twittert es heraus!👍

Wolfgang Jäger | Fr, 28. Mai 2021 - 18:38

Man sieht an diesem Beispiel, mit welcher Radikalität, unsere Klima- und Weltrettungsaktivisten vorgehen. Rücksichtslos, arrogant und respektlos verfolgen sie ihre Agenda. Immer in der Überzeugung, ja für das "Gute" zu kämpfen. Die Schwelle zum Terrorismus ist nicht mehr weit. Und was tun unsere Annalena-Fans? Sie finden das ganz toll oder beschwichtigen. Und: Sie spenden, um ihr Gewissen zu beruhigen! Merkel? Schweigen im Walde. Laschet? Schweigen im Walde! Die Kirchen? Schweigen im Walde! Die ÖR-Medien? Zeigen Sympathie! Man sieht also, wo die Fans sitzen. Und man kann nur hoffen, dass sich dieser militante Klima-Fuzzi-Zauber bald als das entlarvt, was er ist: Eine schön verkleidete Gutmenschen-Kampagne, die das System verändern möchte. Dabei operiert man mit Hysterie, mit Panik und Angst und schreckt auch nicht vor Gewalt zurück. Eine neue (Ersatz-)Religion, denn jeder der nicht an sie glaubt, ist ein "(Klima-)Leugner". Das sind die Greta-Gläubigen!

Aktivisten, sind das Leute, die keine Lust auf solide Arbeit haben und sich lieber vom Steuerzahler für ihre strafrechtlichen Aktivitäten bezahlen lassen? Solchen Leuten sollten jegliche Steuermittel gestrichen werden. Wenn Spender auch noch ihre Spenden einstellen, ist bald Ruhe im Karton.

Christoph Wirtz | Fr, 28. Mai 2021 - 18:48

.... "Aktivisten" zu eigen, um diese Menschen zu benennen. Schon dieser Begriff ist Teil des Problems, denn er ist positiv konnotiert und gesteht den so Benannten eine moralische Motivation zu.

Das geht so nicht: Basis des Funktionierens einer Gesellschaft ist, dass die Gesetze gleichermaßen für alle gelten und bei Verstößen sanktioniert wird.

Wir haben aus gutem Grund kein "moralisches Strafrecht", denn ein solches ist letztendlich beliebig.

Günter Johannsen | Fr, 28. Mai 2021 - 19:09

Also doch - Hofnachrichten? Oder warum unterstützen die ÖRen links-terroristische Gruppierungen? Ist das der Anfang vom Ende der freiheitlichen Demokratie?
Der NDR hat Schlagseite nach linksextrem?
Das fühlt sich für mich gruselig an!

Karla Vetter | Fr, 28. Mai 2021 - 19:19

und der Neuschnee von 4 cm -bei bis zu minus 6 Grad-scheinen ein untrügliches Zeichen der Erderwärmung zu sein. Auf der Zugspitze wären, wie überall in den Hochlagen, noch jetzt Ski und Rodel gut.

helmut armbruster | Fr, 28. Mai 2021 - 19:29

deshalb glauben allzu viele eine kriminelle Handlung sei keine kriminelle Handlung, wenn ihr ein "edles" Motiv zugrunde liegt.
Das Strafrecht sieht das anders, denn da kommt es darauf an ob der Tatbestand erfüllt ist, ob das eine rechtswidrige Handlung darstellt und ob der Täter schuldfähig ist.
Alles andere zählt nicht.
Schuld an diesem mangelhaften Rechtsverständnis hat u.a. unser Schulsystem, wo Recht und Rechtsverständnis so gut wie nicht im Unterricht vorkommen.
Anscheinend gehört ein Basiswissen von Recht nicht zur Allgemeinbildung.

Gerhard Graf | Fr, 28. Mai 2021 - 19:55

Nach vibss.de gibt es 10 Gründe für den Entzug der Gemeinnützigkeit. Davon trifft einer perfekt zu:

"Verfolgen von satzungsfremden Zwecken -
Nach dem Grundsatz der Ausschließlichkeit darf ein Verein nur die gemeinnützigen satzungsmäßigen Zwecke verfolgen. Dabei dürfen auch mehrere unterschiedliche Zwecke (z.B. Sport einerseits und Kultur andererseits) verwirklicht werden. Allerdings müssen diese Zwecke als solche in der Satzung enthalten sein. Beabsichtigt ein Verein andere Zwecke zu verfolgen, die nicht in der Satzung benannt sind, ist zunächst eine Satzungsänderung erforderlich. Ansonsten kann die Verwirklichung des nicht satzungsmäßigen Zwecks eine Mittelfehlverwendung darstellen und eine Versagung der Steuervergünstigung nach sich ziehen."

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Diebstahl einen satzungskonformen Zweck darstellt.

Fritz Elvers | Fr, 28. Mai 2021 - 22:10

Also welch halbwegs vernünftige Straftärer klaut 400 Autoschlüssel und bringt sie auf einen Gletscher?

Da fällt mir eigentlich nur Joseph Beuys Nachf. ein, der alles samt Gletscher und Kojote auf der nächsten documenta in Kassel ausstellt und später für Millionen verkauft.

Ingo Kampf | Fr, 28. Mai 2021 - 22:44

....Werkschutz mit Hunden an der Leine. Wenigstens einen von den Aktivisten hätten sie fangen sollen!
Aber der Werkschutz wird zurückgehalten, weil es eine Deal mit Greenpeace und VW gibt.
Ich traue dem Diess nicht mehr, seit dem er VW so radikal in einen E-Autobauer umbaut.

Hubert Sieweke | Fr, 28. Mai 2021 - 22:52

sollten mal die Sendeanlagen des ÖRR lahmlegen, die ja sicherlich eine Menge an Strom fressen. Dazu alle Redakteure und Quasselstrippen der hundert Sender ins Homeoffice schicken, dass spart dann tonen an Sprit etc. Mal sehen, welche Kommentare diese Leutchen dann in die Chatzeilen der Tageszeitungen schreiben, über ihre netten Freunde.

Hubert Sieweke | Fr, 28. Mai 2021 - 22:56

habe ich für Greenpeace mal gespendet, bis ich erkannte, diese Leute spinnen komplett und haben nur im Sinn, in die Presse zu kommen. Alle diese verrückten Aktionen in der Welt haben NICHTS gebracht, nur Spendengelder und Gehälter einiger Extrovertierter.

Hubert Sieweke | Fr, 28. Mai 2021 - 23:01

verursachte dann weit mehr Umweltschäden, wie sich später herausstellte, weil sie nach Norwegen geschleppt wurde, dort umweltschädlich zerkleinert wurde und zum Schluss dann doch im Meer gelandet ist. Die Aktionen haben von dummen Menschen spenden generiert, aber heute gehen den Typen von Greenpeace nicht mehr so viele Dumme auf den Leim. Deshalb begehen sie nun sogar V erbrechen, um in die Medien zu gelangen.

Michael Bahr | Sa, 29. Mai 2021 - 08:37

im Artikel wird es bereits formuliert, aber man kann es nicht oft genug betonen: selbst wenn diese Angelegenheit juristisch zu keinem Ergebnis führen sollte, so offenbart sich in ihr doch das "Robespierre-Problem": der Terror der Tugend ist in der Denkweise der Aktivisten längst verankert. Auf welch moralisch abschüssige Bahn die sich damit begeben ist offensichtlich: wenn zur Klimarettung der Diebstahl von Autoschlüsseln legitimiert wird, dann könnte irgendwann einmal ein Ökokrimineller auf den Gedanken kommen, dass es im Sinne der Rettung der Menschheit notwendig ist die "Feinde der Freiheit" bzw. hier die Feinde der Umwelt durch Entzug des Lebensrechtes daran zu hindern durch ihre Weiterexistenz und ihr Weiterhandeln künftige Generationen zu gefährden.
Dass diese Aktion aus dem ÖRR heraus mal wieder für besonders gelungen gehalten wird, überrascht nicht, zeigt aber die dort verankerte geistig-moralische Verwahrlosung sehr deutlich.

Walter Bühler | Sa, 29. Mai 2021 - 11:03

'Benjamin Stephan von Greenpeace ficht das nicht an. Gegenüber Cicero sagte er, er habe schon einige Strafanzeigen kassiert, die Ermittlungen seien jedoch bislang immer wieder eingestellt worden. „Ich stand noch nie wegen einer Kampagne vor Gericht.“'
So wird es erfahrungsgemäß auch bleiben.
Wer ist in Berlin wegen der Anschläge auf die S-Bahn verurteilt worden? Wer muss in Berlin dafür geradestehen, wenn er ein Auto abfackelt? Davon habe ich nichts gehört, und auch über die Anschläge gegen die Tesla-Baustelle werden wir wohl auch bald nichts mehr hören.
Aktivist = "guter" Terrorist.
Wird von der Politik und von der Presse geliebt, verehrt und der Jugend als Vorbild angepriesen. Und natürlich wird er von Politik und Medien verteidigt, wenn er/sie Verbrechen begehen „muss“.
Ganz wie Herr Muhlack sagt: Das ganze Gerede von Aktivisten ist in Wahrheit unerträglich.

Albert Schultheis | Sa, 29. Mai 2021 - 12:55

Diese auf dem Geschäftsfeld des moralischen Ablasshandels tätigen NGOs, also Greenpeace, die sich so bezeichnenden "Seenotretter" und viele weitere, sind nichts anderes als moralisch verbrämte Gelddruckmaschinen. Dabei funktioniert das Geschäftsmodell wunderbar auf drei Säulen:
1. Den redlich aber schimmerlosen Bürgern, die meinen, mit ihrer monatlichen Spende sich für diverse Schuld- und Erb-Schuld-Zuweisungen freikaufen zu können.
2. Den deutschen Moral- und Tugend-Ayatollahs in den ÖRR-Anstalten und zwangssubventionierten "Qualitätsmedien", die sich in einem Zustand der Erleuchtung wähnen, der nur ausschließlich ihnen zufällt!
3. Den Vertretern der Politik, allen voran Merkel, die sich der Agitation der NGOs bedienen, um ihre einseitigen politische Willensentscheidungen und Dekrete mit einem Mantel pseudo-demokratischer Legitimierung zu umhüllen.
Man wird sehen, wie die noch verbliebenen Reststrukturen des ehemaligen deutschen Rechtsstaates mit diesem Akt des Terrors umgehen!

Werner Kahn | Sa, 29. Mai 2021 - 16:52

Bei diesen Tätern oder Täterinnen handelt es sich um keine Aktivisten oder Aktivistinnen. Es sind ganz schlicht und einfach Kriminelle. Und gleichzeitig ist dieses respektlose Handeln eine blendende Vorbildfunktion für junge Menschen.

Jörg Stetter | Sa, 29. Mai 2021 - 21:53

Ich frage mich,wie die Damen und Herren des NDR ,von denen viele wahrscheinlich auch einen Verbrenner fahren,reagiert hätten, wenn man ihnen einen Auto Schlüssel gestohlen hätte,um ihn dann auf der Zugspitze zum Abholen bereit zu legen? Sicher und mit Recht hätten sie den Diebstahl angezeigt.