Führungsfrage der CDU - Im Corona-High

Die Unionsparteien gewinnen in der aktuellen Krise enorm an Zustimmung. Doch die Führungsfrage der CDU bleibt weiter offen. Der Wahlparteitag findet wohl erst im Dezember statt. Armin Laschet dürfte dort klar im Vorteil sein – aber aussichtslos ist die Lage für Friedrich Merz noch längst nicht.

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Armin Laschet profiliert sich in der Corona-Krise als einer der Hauptakteure / dpa

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Alexander Marguier

Allem Elend dieser Corona-Krise zum Trotz dürfen sich die Groko-Parteien immerhin über eines freuen: Die Wähler scheinen das aktuelle Krisenmanagement der Regierung mit wachsender Zustimmung für SPD und Union zu honorieren. Insbesondere die CDU/CSU befindet sich laut jüngster Umfragen mit Werten zwischen 33 Prozent (Kantar-Emnid vom 4. April) und 38 Prozent (Insa vom 6. April) in einem Hoch, das noch vor drei Wochen als unerreichbar erschienen wäre.

Kaum jemand redet noch über die Spaltung der CDU; die Zeiten des zermürbenden Kleinkriegs zwischen konservativen und liberalen Parteigrüppchen sind offenbar passé. Auch von innerparteilicher Merkel-Kritik ist weit und breit nichts mehr zu hören. Die Krise überdecke eben jeden Konflikt, heißt es im Konrad-Adenauer-Haus. Manche Unionler sprechen sogar von einem neuen Zusammengehörigkeitsgefühl.

Umfragewerte als Vertrauensvorschuss

Natürlich ist dem christdemokratischen Führungspersonal völlig klar, dass die aktuell traumhaften Umfragewerte kein Abbild der Gegenwart sind, sondern auf einem Vertrauensvorschuss beruhen. Nach dem Motto: Wer, wenn nicht die staatstragende und regierungserfahrene CDU sollte schon in der Lage sein, Deutschland durch diese Krise zu führen? Dass die Wähler selbiges den Grünen eher nicht zutrauen, mag an deren Rolle in der Opposition liegen.

Allerdings sind weder der Philosophenkönig Robert Habeck noch seine Co-Vorsitzende Annalena Baerbock seit der Corona-Pandemie durch ernstzunehmende Beiträge oder sonstige Leistungen aufgefallen. Auch das Krisenmanagement des einzigen grünen Ministerpräsidenten, Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg, hat bisher nicht gerade für allzu positives Aufsehen gesorgt. Der Höhenflug von Bündnis90/Die Grünen hat jedenfalls ein abruptes Ende gefunden, die Partei sieht sich zurückgeworfen auf ihr altes Image als monothematische Schönwetterveranstaltung.

Laschet setzt Akzente

Was noch lange nicht bedeutet, dass bei der CDU plötzlich alles wieder in Ordnung ist. Da wäre ja zum Beispiel die weiterhin ungelöste Führungsfrage. Zwar heißt es in der CDU-Zentrale mantrahaft, man habe gerade überhaupt keine Zeit, um sich mit solchen Dingen zu beschäftigen. Aber natürlich nimmt jeder sehr genau wahr, wie die beiden Kandidaten für den Parteivorsitz sich derzeit verhalten: Friedrich Merz, von seiner Corona-Erkrankung gut genesen, ist ohne politisches Mandat zu einer undankbaren Rolle an der Außenlinie verdammt – während Armin Laschet als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident sich als einer der Hauptakteure im Krisenmodus profilieren kann.

Dass Laschet mit seinem (zumindest im Vergleich zu Bayern) eher permissiven Ansatz zur Eindämmung der Pandemie auch noch klar eigene Akzente setzt, könnte sich nach der Krise zusätzlich für ihn auszahlen. Aber sicher ist eben nichts – außer, dass Norbert Röttgen als dritter Kandidat für den Parteichefposten faktisch keine Rolle mehr spielt.

Vertrackte Lage für Merz

Wer Friedrich Merz in diesen Tagen persönlich erlebt hat, spricht von einem Mann, der sich große Sorgen über die Zukunft der Europäischen Union und des Industriestandorts Deutschland macht. In der vergangenen Woche hat Merz seine Sicht auf die Krise in einem langen Beitrag für Die Zeit dargelegt, gleichwohl hält er sich mit öffentlichen Statements bewusst zurück. Denn ihm ist klar, dass ihm das jetzt als Besserwisserei inmitten einer der tiefsten Krisen der deutschen Nachkriegsgeschichte ausgelegt würde. Allenfalls lobt er das Krisenmanagement der Bundesregierung und hält Kontakt zu vielen Leuten innerhalb der CDU.

Es ist eine wahrhaft vertrackte Situation für jemanden wie Merz, der als überzeugter Marktwirtschaftler mit gutem Grund schon jetzt einen nach der Krise drohenden Etatismus befürchtet – sich aber gleichzeitig nicht artikulieren kann, ohne das Risiko des Vorwurfs einzugehen, aus der Pandemie politisches Kapital schlagen zu wollen. Selbst treue Unterstützer aus der baden-württembergischen CDU – einer Friedrich-Merz-Hochburg – sehen deshalb die Chancen für ihren Favoriten schwinden.

Parteitag im Dezember

Und dann stellt sich ja auch noch die Frage, wann die CDU überhaupt dazu kommt, sich einen neuen Vorsitzenden zu küren. Der ursprüngliche Termin für den Wahlparteitag (25. April) wurde längst abgesagt, und dass es noch vor der Sommerpause zu einer Nachholveranstaltung kommt, ist so gut wie ausgeschlossen. Weil aber der nächste reguläre CDU-Parteitag ohnehin Anfang Dezember in Stuttgart stattfinden soll, steigt mit jedem Tag die Wahrscheinlichkeit, dass dort dann auch der neue Vorsitzende gewählt wird. Denn zwei Parteitage innerhalb weniger Monate oder gar Wochen wären schon aus Kostengründen kaum zu rechtfertigen. Aller Voraussicht nach wird sich Deutschland zu diesem Zeitpunkt allerdings in einer tiefen Rezession befinden. Es könnte insofern eine Chance für Friedrich Merz sein, mit seiner Wirtschaftskompetenz zu punkten. Aber derartige Voraussagen lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt einfach nicht treffen, zu viel ist derzeit in Bewegung.

Als äußerst unwahrscheinlich wird innerhalb der CDU-Führung immerhin die Möglichkeit gesehen, dass Jens Spahn doch noch als Einzelkandidat antritt. Viele bescheinigen dem Bundesgesundheitsminister hervorragende Arbeit bei der Krisenbewältigung – was ihn dazu anspornen könnte, sich nicht mehr mit der Rolle von Armin Laschets „running mate“ in der Vorsitzendenfrage zu begnügen. Doch im Berliner Adenauer-Haus schwört man Stein und Bein, dass Spahn weiterhin zu Laschet steht. Ein plötzlicher Sinneswandel würde ihm ohnehin als Krisen-Opportunismus ausgelegt werden. Insofern sind wie bei Friedrich Merz auch Jens Spahns innerparteiliche Handlungsmöglichkeiten sehr begrenzt. Annegret Kramp-Karrenbauer dürfte derweil schwer bereuen, im Februar ihren Rückzug vom Parteivorsitz angekündigt zu haben. Denn in der Krise hätte sie sich jetzt bewähren können (und es wahrscheinlich auch getan). Aber für einen Rückzug vom Rückzug ist es zu spät – da sitzt AKK in derselben Falle wie Spahn und Merz.

Nicht in alte Rituale verfallen

Wäre die Lage nicht so unberechenbar, müsste man nach heutigem Stand der Dinge sagen: Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen wird mit aller Wahrscheinlichkeit nächster CDU-Vorsitzender und Kanzlerkandidat der Unionsparteien. Aber dafür ist es bis Dezember ein viel zu langer Weg. Und so bleibt es vorerst bei der Hoffnung, „dass wir nach der Krise nicht wieder in unsere alten Rituale verfallen“, wie es ein hoher CDU-Politiker ausdrückt. Mit anderen Worten: Die CDU muss den Vertrauensvorschuss, der ihr jetzt von den Wählern entgegengebracht wird, auch entsprechend honorieren. Und zwar nicht nur bei der Bewältigung der Corona-Krise, sondern auch bei der Überwindung ihrer inneren Zerrissenheit. Wenn es der CDU „nach Corona“ – und damit inmitten einer tiefen Rezession – nicht gelingen sollte, ihre Spaltung zu überwinden, wäre das jedenfalls ein enormes Konjunkturprogramm. Und zwar für die AfD.

Heidemarie Heim | Mi, 8. April 2020 - 17:59

sind wahrlich nicht das was wir nach und zur Überwindung dieser weltweiten Krise brauchen! Sondern Expertise, mutige politische Praktiker, die parteiübergreifend ohne Rücksicht auf etwaige Beliebtheitsverluste, auch bei den eigenen Leuten, anpacken und den Karren aus dem Dreck ziehen!
Nur sehe ich diese Art Politiker leider auch momentan nicht! Auch wenn es die aktuellen Umfragen zeigen, so sind es die gleichen Politiker, die etliche Legislaturperioden lang in Sachen Pandemieprävention, übrigens auch in der EU alles in der untersten Schublade ablegten und nun um so mehr bemüht sind dieses große Versäumnis und die Verantwortlichkeiten der Vergangenheit zuzuschreiben. Schlussendlich werden all jene Schönwetterpolitiker entlarvt in der Krise. Insbesondere auch die, die im Windschatten der Katastrophe nach wie vor versuchen ihre Agenda wie Klima, Steuererhöhungen, Reichensteuer, €-Bonds usw. durchzusetzen. Es wird sich zeigen wer mit der Schaufel umzugehen weiß bzgl. des Scherbenhaufens!

Klaus Funke | Mi, 8. April 2020 - 18:02

An sich bin ich nicht gläubig, indes in besonderen Situationen rufe ich doch Gott an. Wenn uns Laschet heimsuchen sollte und die CDU damit die Fortsetzung der Politik von Angela Merkel wählt, wird die Partei den derzeitigen Vorsprung bald wieder verspielt haben. Was zum Teufel (Verzeihung!) zeichnet Armin Laschet aus? Mir fällt nichts ein. Was qualifiziert ihn für dieses Amt? Von den Medien - warum weiß ich nicht, vielleicht, weil er sie gewähren lässt - hochgeschrieben, vom ÖR liebevoll vorgezeigt, wird er der erste rheinische Büttenredner im Kanzleramt sein. Merkel zieht offenbar noch immer die Strippen. Gewählt wird, wer dieser harmlos wirkenden, aber enorm rachsüchtigrn Person am wenigsten gefährlich und am sichersten für die Fortsetzung ihres Kurses (wenn sie je einen gehabt hat, außer dem des Machterhaltes) geeignet erscheint. 16 Jahre Merkel, dann Corona und hernach Laschet, was kann es für unser Land Schlimmeres geben? Halt, da fällt mir doch was ein: Herr Frühling!

Leider haben Sie sowas von Recht, Herr Funke. An sich sollte mir egal egal sein, was aus den jämmerlichen Rest von CDU wird, aber die Geschichte zeigt: Es kann immer noch schlimmer kommen. Und mit dem leutseligen, in jede Richtung biegsame, im Zweifel aber sehr eindeutig links positionierten Schwätzer Laschet würde es das wohl werden. Laschet zusammen mit den Habecks und Scholzens: Jeder Bann gegen weitere Steuern, EU-Bonds, Enteignungsversuche und Störmanöver gegen Industrie und Landwirtschaft wäre gebrochen. Die (im Zweifel sozialistische) Ideologie würde in Deutschland endgültig über den wirtschaftlichen Sachverstand dominieren. Da helfen auch Frühlingsgefühle nichts, seufz.

Keine Sorge, Herr Funke, Laschet wird es nicht. Frau Merkel wird bei diesem Zuspruch wieder Parteivorsitzende und lässt sich auch im nächsten Jahr erneut zur Kandidatur bitten. Das deutsche Volk wird – wie übrigens jedes andere auch – in einer wirtschaftlichen Krise, die uns wahrscheinlich bevorsteht, keine Experimente wagen.
Warum die Regierung so für eine gute Krisenbewältigung gelobt wird, verschließt sich mir allerdings. Während in Asien und speziell in Wuhan, wie heute im TV wieder zu sehen war, die kontaktlose Temperaturmessung als d e r Indikator für infizierte Personen gilt, gibt es sie bei uns nicht einmal bei der Einreise aus Risikogebieten. Schutzkleidung wurde großzügig in das Herkunftsland China verschenkt, statt damit Risikogruppen zu schützen. Stattdessen wurde die Wirtschaft heruntergefahren und ein gigantisches Schuldenprogramm gestartet. Was an alledem ist erfolgreiche Krisenbewältigung?

Mit Laschet hätten es die Konservativen in und außerhalb der CDU schwer. Laschet ist der derzeitigen Einwanderungspolitik positiv eingestellt und war schon als junger Abgeordneter Mitbegründer eines Gesprächkreises mit den Grünen. Außerdem war er mal Journalist beim BR, was ihn vielleicht bei den Journalisten auch so beliebt macht.

Mann, Funke, für einen Autor - der Sie ja sein wollen - zeigen Sie weder Originalität noch Sprachwitz!

Tatsächlich zetern Sie rum wie ein griesgrämiger Greis, der durch die Gegend tattert und seine miese Laune verbreitet.

Natürlich wäre es vermessen, zu erwarten, dass ausgerechnet Sie sich einigermassen unvoreingenommen mit einer Person wie Laschet beschäftigen.

Ich schätze, Sie kennen ihn, wenn überhaupt, höchstens oberflächlich. Aber egel, der Mann gehört zum politischen Feind, ein Mann an Merkels Seite.

Nun gut, nun muss man das Dauernörgeln eines ewig Unzufriedenen von Vorgestern, der sich, wie man weiss, politische Erlösung durch den rechten Rand erhofft, nicht überbewerten.

Man mag ja im Cicero-Forum der Schreier in der ersten Reihe sein; was aber zählt, um die Geschicke dieses Landes zu bestimmen, sind Wahlerfolge. Und da verblassen Sie und Ihre Sektierer - mit der AfD haben Sie ja angeblich nichts am Hut - unter "Sonstigem".

Christa Wallau | Mi, 8. April 2020 - 18:08

Nun ja, in der Not frißt der Teufel eben Fliegen!

Die Deutschen tun nachgewiesenermaßen nichts lieber als sich wie Küken unter die "Glucke" zu flüchten, wenn eine reale oder auch nur angebliche Gefahr droht.
"Mutti und ihre Getreuen werden's schon richten!" - Dieses Motto gilt offenbar bei den meisten zur Zeit wieder mehr denn je. Und die Medien wiederholen dieses Mantra in schöner Regelmäßigkeit.

Bleibt abzuwarten, was alles noch kommen wird.
Bis zum nächsten CDU-Parteitag fließt noch viel Wasser den Rhein runter ...

(Aber mal ganz unter uns: Was sollen denn die ängstlichen Deutschen auch anderes tun, als sich hinter der CDU zu verschanzen? Die Grünen sind eine reine Schönwetterpartei - Wird allmählich jedem immer klar! - , SPD und Linke können nur nach Schröpfung der Reichen schreien, und die AfD? Um Gottes Willen! Doch nicht die Nazis!!! Das hat inzwischen der dümmste Deutsche gelernt; denn es wurde so oft wiederholt, daß sämtliche Papageien es im Chor nachplappern können.)

Kurz und knappe Wortsetzung, in Form eines Sprichwortes. Welches ausgezeichnet das Problem, "Politik & Wähler" besonders in DE, umreißt.
Siehe Corona-Schock der Grünen. Anfang März standen die Grünen noch bei 24%, rund drei Wochen büßte die Partei sieben Prozentpunkte ein.

Gewinnt doch tatsächlich diese CDU auch noch an Zustimmung! Schlimmer noch, Merkel wird wieder beliebter!

Dabei hat man doch über Monate, ja Jahre in gewaltigen Demonstrationen mit bis zu einem halben Dutzend Menschen kräftig "Merkel muss weg!" auf den Marktplätze posaunt. War das denn alles zwecklos? Hören die Deutschen einfach nicht zu? Haben die immer noch nicht verstanden, was gut für sie ist?

Dabei hilft auch nicht, dass so manche(r) ständig für die Partei, die einzig für das"Erwachen" (so der Adjudant aus dem Hessischen) oder die Erlösung des - je nach Laune doofen oder geliebten - Volkes sorgen kann, trommelt: die AfD.

Die ist im Grunde zum politischen Ladenhüter abgestiegen, nach der nicht einmal mehr der altersschwächste Hahn kräht.
Aber so sind sie nun mal, diese "ängstlichen" Deutschen, wählen lieber die, die eine schützende Glücke über sie stülpen (CDU/CSU, SPD), oder sie bevormunden (Grüne), anstatt auf die zu hören, die wirklich wissen, was gut für sie ist, die AfD!

Gerhard Schwedes | Mi, 8. April 2020 - 18:41

Dass es immer noch dümmer geht, zeigen die momentanen Umfragewerte dieser Regierung. Sie hat nicht einmal die Digitalisierung gebacken bekommen, wie es sich jetzt bei der digitalen Heimarbeit zeigt. Und wenn eine Regierung grob geschätzt ca. 20 Arbeitsfelder zu beackern hat, dann hat diese bestenfalls bei einem Bruchteil von ihnen zufriedenstellende Ergebnisse geliefert. Auf der Leistungswaage der Regierung Merkel wiegen am schwersten die Gewichte Dilettantismus, Ideologie, Opportunismus, Populismus/ Sprücheklopferei (wie z. B. "Wir schaffen das!"; "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa"; "Sie kennen mich!" als Wahlempfehlung der Kanzlerin), ideologische Einschüchterung (2/2 der Bevölkerung wagt nicht mehr laut ihre Meinung zu äußern), Verprassen von Geldern und so weiter und so fort. Aber kaum zieht ein Gewitter auf, werden die Einschläge, vor denen man sich fürchtet, der Regierung zugute geschrieben, als ob sie die Blitze in Schach halten könnte. Geht es noch dümmer?

Bernd Muhlack | Mi, 8. April 2020 - 19:26

Herr Marguier, ist das eine Anspielung auf den Südseekönig formerly called Negerkönig Langstrumpf?
(nicht zu verwechseln mit "Lederstumpf")

Ach ja, maaal wieder diese Umfragen?
Sind nicht alle in Quarantäne, haben Ausgangssperre?
(Rede- Protest- Versammlungsverbot?!)
"Veronika der Lenz ist da, die Vöglein singen tralala."
Und der Spargel wächst, wird gar doch gestochen.

Sind nicht fast alle "blühenden digitalen Landschaften eher am glühen?"

Diese Umfragewerte sind so wichtig, wie zu wissen, ob der Papst Durchfall hat.

Diese Pandemie ist ein Lehrbeispiel wie die Medien funktionieren.
OK nehmen wir Frau Dr. Merkel.
Auf dem Bild eines Artikels sieht sie in der Tat sehr frisch aus. Inhaltlich sehr viel Lob, jedoch wird sie nicht mehr erwähnt!

User klicken meist wg. des Bildes, der Überschrift, Inhalt egal!

Sollte Herr Laschet Corona überleben, wird er die neue CDU-Führerfigur werden!

Es sei denn - Jemande erklärt spontan den Rücktritt vom Rücktritt.

"Ich bin eben alternativlos!"

Helmut Bachmann | Mi, 8. April 2020 - 19:50

würde Herr Lasch Kanzlerin werden. Er zeigt ja zur Zeit wirklich nichts anderes, als dass er ein Abziehbild der bisherigen wäre.

... man mag von Merkel halten, was man will ... aber wenn ich an die "Vorstellung" von Laschet & Spahn denke: So hätte sich Merkel dem Kollegen gegenüber nicht verhalten, wie es Laschet gegenüber dem "jungen unerfahrenen Spahn" gemacht hat - lässt auf den Charakter schließen ... so seh ich es! Schadenfroh wäre ich dann allerdings schon, wenn er sich als neuer Kanzler mit der grünen Baerbock als voraussichtlichen Koalitionspartner "austauschen" muss - die würde mit Sicherheit anders reagieren ;)

Romuald Veselic | Mi, 8. April 2020 - 22:13

das tun, was sie tun, ansonsten brechen Massenunruhen aus, die mehr Mikrostaub produzieren werden, als Silvester/Neujahr Feuerwerk. Bei Unruhen, endet die Unsterblichkeit. Auch für Politiker.

hubert sieweke | Mi, 8. April 2020 - 22:20

Muss man sich dran gewöhnen. Der Co-Chef geht für Armin jéweils in die Vollen und verrsucht seit Monaten Merz zu verhindern. Lieber Herr Marquier, es wird Ihnen nichts nützen, der Mann aus Aachen wird NIE zum Kanzler gewählt. Es wäre der Untergang dieser Republik. Merz mag zwar ein rotes Tuch für rote Journalisten sein, aber sein Rückhalt in der CDU in überwältigend. Es kann aber gut sein, dass die Demokratie demnächst nur noch mit erheblichen Einschränkungen funktioniert, da man sich in Berlin gerne an Notstandsgesetze gewöhnt. Die Aufwindzahlen nehmen schnell wieder ab, wenn die Arbeitslosigkeit und die Insolvenzen erstmal berichtet werden. Die MSM deckt im Moment die Regierung in Allem, aber die Niedergang des Euros ist programmiert. Italien lässt sich nicht mehr retten und Frankreich schon gar nicht. Beide sind längst pleite und auch wir schaffen es nicht, dies zu retten, trotz der täglichen Schönfärberei in den Gazetten und im StaatsTV.

Gisela Hachenberg | Mi, 8. April 2020 - 23:43

Sehr geehrter Herr Marguier,
den Inhalt Ihres Artikels unterstütze ich. Aber warum der letzte Satz: Konjunkturprogramm...“und zwar für die AfD“. Was hat die AfD damit zu tun, vor allem, da ihre Umfragewerte doch angeblich momentan nach unten gehen? Zumindest haben Sie nicht das übliche „...das spielt der AfD in die Hände“ benutzt. Das kann man einfach nicht mehr hören (lesen). Ich sehe in diesem Kontext keinen Bezug zur AfD. Brauche aber keine frühlingshafte Belehrung, die aber vielleicht leider doch kommen wird.
Mit freundlichen Grüßen

Susanne Dorn | Do, 9. April 2020 - 03:01

...ein Kandidat, der weder UNO-, noch WHO-, noch EU-hörig wäre, sondern sich auf dieses Land und seine Probleme konzentrieren würde, um diesen entsetzlichen Merkel-Nachlass zu ordnen, die Folgen zu reparieren und im Sinne des Souverän zu verwalten.

Reinhard Benditte | Do, 9. April 2020 - 05:39

Herr Laschet hat es vergeigt. Seine zögerliche Haltung, seine Opposition zu den Maßnahmen von Hr. Söder, sein Kampf, die Grenzen offen zu lassen, sein wachsweichen Aktivitäten zeigen nur eines: er kann es nicht. Seine Versuche, Frau Merkel zu kopieren, sind so offensichtlich, dass darauf keiner mehr herein fallen sollte. Inwieweit die Umfragewerte der Union in Summe zu zurechnen sind oder im Sog des Bayrischen MP nach oben gerutscht sind, das werden wir nie erfahren. Leider! Hr. Laschet, wenn er bis 3 zählen kann, sollte wissen, dass er den Nordrhein-Westfälischen Landesvater gut spielen kann, aber das Bundeskanzleramt ist eine Nummer zu groß für Ihn. Deshalb wäre es angebracht, eine Entscheidung zu treffen und sich aus dem Rennen des Kanzlerkandidaten zurückzuziehen!

doch darum geht es nicht. Man wird vertuschen, was jetzt war und seine Gegner werden sich nicht trauen, es zu benennen. Denn zuallererst geht es um die Macht der Partei, egal wer ihr vorsteht und dann um Posten. Dann irgendwann um die Sache. Uns Land geht es gar nicht mehr. Da der Laschet bei den Grünen und damit auch bei den Journalisten gut ankommt wird er aufs Schild gehoben. Die Vierte Macht entscheidet heute soetwas. Wer dagegen ist "schüttet Wasser auf die Mühlen der AfD".

Ernst-Günther Konrad | Do, 9. April 2020 - 06:26

Der wird sicher in einem eigenen Artikel beleuchtet werden oder? Stimme allen Vorkommentatoren zu. Wir sollten uns mal fragen, wem hat die von der WHO ausgerufene Pandemie genützt? Wer finanziert sie und kann durch entsprechende Beteiligungen in der Pharma ordentlich Geld verdienen?
Wer finanziert die Virologen?
Wem nutzte in DE die Coronahysterie? Corona wird für die bereits vorhandene schleichende Weltwirtschaftskrise auch der Regierung in DE als Sündenbock verfehlter Wirtschaftspolitik dienen. Denn die Probleme sind ja immer noch da und ungelöst.
Merz hat für mich sogar einen Vorteil. Er musste nichts entscheiden, konnte sich in Quarantäne gut vorbereiten und hätte die Möglichkeit -danach- die Fehler und Versäumnisse aufzudröseln.
Die AFD ist noch immer nicht gespalten und von dort sind einige kritische Nachfragen zu erwarten.
Der Bürger hat Zeit nachzudenken. Ob er sie nutzt, weiß ich nicht. Warten wir die Statistken der Coronaverlierer ab. Da schlummert noch viel Ungemach.

Norbert Heyer | Do, 9. April 2020 - 07:15

Die Umfragewerte für die Union sind in dieser Krise enorm gestiegen. Schnelle Sofortprogramme und finanzielle Schnellschüsse sind die Ursache. Warten wir erst einmal ab, wenn die Einschränkungen gelockert werden, welche verheerenden Ergebnisse eingetreten sind. Die Zahl der Arbeitslosen und Kurzarbeiter wird wieder Höchstwerte erreichen. Die Bundesregierung muss gegensteuern - Steuererhöhungen, Negativ-Zinsen auf Sparguthaben, CO2-Steuer ab 2021 und dann noch Herr Laschet als neuer Parteivorsitzender? Die Zustimmung der Menschen wird zurückgehen und dann - wie Phönix aus der Asche wird die ewige Kanzlerin sich in Anbetracht der Krise zu einem „weiter so“ überreden lassen. Dann gilt wieder „alternativlos“
und „wir schaffen das“ und wir gehen dann den einmal beschlossenen Weg unbeirrt und unbelehrbar weiter. Es zeichnet sich auch weit und breit kein Hoffnungsschimmer ab, wir haben leider eine Politikerriege, der jegliche Weitsicht und Realität abgeht. Traurig, aber leider die Wahrheit.

Marianne Bernstein | Do, 9. April 2020 - 08:58

Zumindest könnten die Parteien in Versuchung sein, das so zu machen.
Das Problem ist aber, dass es in 1-1,5 Jahren ganz anders aussehen kann, dann könnte die Wirtschaft das Thema sein und da wäre dann Merz entschieden mehr gefragt, wobei es natürlich auch sein kann, dass der Bürger generell mehr Parteien ablehnt, wenn die wirtschaftlichen Folgen und der Satz, dass man zusammen halten und den Gürtel enger schneller muss, nicht mehr soviel Strahlkraft verbreitet.