Debattenkultur und Corona - Die Talkshow stirbt zuletzt

Der Ausnahmezustand, den Covid-19 auslöst, legt das gesamte öffentliche Leben lahm. Nur die Talksendungen und einige Geltungssüchtige agieren wie immer. Es ist Zeit, an eine mehr als 350 Jahre alte Mahnung zu erinnern.

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Sicherheitsabstand und keine Zuschauer im Studio, sonst alles wie immer bei "Maischberger" / Screenshot ARD

Autoreninfo

Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

So erreichen Sie Christoph Schwennicke:

Ich mache mir bekanntlich nichts aus Fußball. Aber manche Charaktere im großen Spektakel um den Ball auf dem Rasen interessieren mich schon. Jürgen Klopp zum Beispiel. Das ist oft hochintelligente Unterhaltung, Schlagfertigkeit und Situationskomik, die dieser energetische Berserker an den Tag legt. Herrlich, wie er einmal fallen ließ, wie dankbar er jetzt mal für eine intelligente Frage wäre. Unvergessen, wie er einst einen Reporter des SWR zum „Seuchenvogel“ erklärte, weil seine Mannschaft immer dann abschmierte, wenn dieser Kollege auftauchte. Was für eine geistreiche Wortschöpfung. Dass sie in diesen Tagen und Wochen einen bitteren Beigeschmack hat, dafür kann Klopp nichts. Der Vorgang ist neun Jahre her.

Kein Wort zu Corona

Damit sind wir bei Klopp und Corona. Ein Reporter versuchte zuletzt, als Fußball noch stattfand, Jürgen Klopp einen O-Ton zum Virus und der Seuche zu entlocken. Klopp faltete ihn auf Postkartenformat zusammen. Warum er ihn dazu frage, dazu habe er nichts zu sagen, weil er davon nichts versteht. Punkt. Ende. Aus.

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Michaela 29 Diederichs | Mi, 1. April 2020 - 15:00

Früher habe ich Ihretwegen immer noch eingeschaltet, aber Sie sind einfach nicht geltungssüchtig genug und kommen zu selten zu Wort. Oder wenn Sie doch hingehen, dann bitte nur um für Ihr Magazin zu werben. Die Moderator*innen erinnern an blutrünstige Kampfrichter*innen. Ich frage mich immer, ob die überhaupt journalistisch qualifiziert sind. Was mich sehr freut: dass Sie Angelus Silesius kennen. Mögen sich Ihre Kolleg*innen von der ÖR an seinen Spruch erinnern - dauerhaft.

Christa Wallau | Mi, 1. April 2020 - 15:26

... auf Angelus Silesius.
Ich möchte in diesem Zusammenhang ein Gedicht von PAUL FLEMING (1609 - 1640) zitieren, das ich in der Unterprima auswendig lernte u. das seitdem zu meinen liebsten gehört:

Sei dennoch unverzagt, gib dennoch unverloren,
weich keinem Glücke nicht, steh höher als der
Neid,
vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,
hat sich gleich wider dich Glück, Ort und Zeit
verschworen.

Was dich betrübt und labt, halt alles für erkoren.
Nimm dein Verhängnis an, laß alles unbereut.
Tu, was getan sein muß, und eh man dir's
gebeut.
Was du noch hoffen kannst, das wird noch stets
geboren.

Was klagt, was lobt man doch?
Sein Unglück und sein Glücke ist ihm ein jeder
selbst.
Schau alle Sachen an: Dies alles ist in dir.
Laß deinen eitlen Wahn, und eh du fürder gehst,
so geh in dich zurücke.
Wer sein selbst Meister ist und sich beherrschen
kann, dem ist die weite Welt und alles untertan.

Herzliche Grüße!

Vielen Dank für das Gedicht. Ich stelle mir gerade das Leben von Paul Fleming vor. Erst neunjährig, begann der furchtbare 30 jährige Krieg, erst 8 Jahre nach seinem Tode endete der Wahnsinn. Die deutschen-oft schlesischen-Dichter des Barocks habe ich schon immer geschätzt. In schlimmer Zeit des 30 jährigen Krieges hatten sie noch die Kraft für ihre Dichtkunst. Aber wer kennt sie heute noch? Silesius ,Gryphius, Opitz?

Und Sie haben Recht Herr Vetter. Unsere Ahnen samt ihren vielen Werken (vor allem in der Literatur) finden keinen Platz mehr in unseren Herzen. Wenn man heutige Geschichtsbücher liest & die Enkelkinder hört,....
Wie ich schon immer erwähnte, es geht nur noch um den Rahmen. Inhalte sind für....

Es geht nicht um Propaganda, auch nicht allzusehr um Information:
"Der Reiz liegt(...) darin, wie sich die Diskutanten rhetorisch duellieren, wie sie attackieren und parieren, im besten Fall mit dem Florett, manchmal auch mit dem Dreschflegel. Die Positionen sind vorher gecastet und vorher von der Redaktion individuell abgeklopft. Das ist ein Schaukampf, eine Art Wrestling mit Worten. Wie gesagt, reizvoll. Aber eher in der Abteilung Unterhaltung als der Abteilung Information beheimatet."
Schön herausgearbeitet.

Was sind Talk-Shows heute? Ein handverlesenes Publikum und gewisse "Politikwissenschaftler", halten sich an einem Opfer mit eigener Meinung schadlos halten und geben ihrem Affen Zucker?
Kinder, die sich als unterlegen erleben, schaffen sich Abhilfe: Kompensation der Minderwertigkeitsgefühle sind im Erwachsenenalter z.B.ein schneller Sportwagen – also ein Statussymbol. Manche Menschen spielen im reiferen Alter gern auch auf politischer Ebene weiter: Meine Ideologie ist besser als deine! Sie müssen die politische Einstellung Andersdenkender herabwürdigen und als rechtspopulistisch diskreditieren. Armselig!

Da komplett am Inhalt des Beitrages vorbei.

Außerdem fehlt in Ihrem Kommentar der Hinweis auf die SED, der normalerweise zu Ihrem Standard gehört.

Schwach, sehr schwach. Tatsächlich argumentieren Sie in der Tradition von Karl-Eduard Schnitzler: Was politisch nicht passt, ist Feindes-Propaganda!

...fehlt in Ihrem Kommentar der Hinweis auf die AfD, der normalerweise zu Ihrem Standard gehört". Gut, sehr gut, lieber Herr Lenz. Das Glück war mir hold, eine
Ihrer Raritäten zu lesen-

Helmut Sandmann | Do, 2. April 2020 - 08:30

In reply to by Gast

Herr Lenz hat sich uebertroffen. Ich habe den Verdacht, dass es ihn garnicht gibt, zumindest lebt er in einer anderen Welt.

Hans Schäfer | Do, 2. April 2020 - 12:24

In reply to by Gast

Ihr Verdacht, dass es ihn nicht gibt, trügt Sie nicht. Meine Vermutung habe ich an anderer Stelle geäußert, wurde nicht veröffentlicht.

Gerhard Lenz | Do, 2. April 2020 - 09:53

In reply to by Gast

ich muss Sie auf das nächste Mal vertrösten, voraussichtlich..

dauert noch lange, lieber Lenz, dazwischen liegt das Suchen der Ostereier und das Finden des Osterhasen.
Aus gegebenem Anlaß wünsche ich Ihnen Frohe Ostern.
MfG Brigitte Simon

Zeigen sie doch mal auf sich, Lenz. Sie sind doch der neue Karl-Eduard. Sie haben den CICERO zu Ihrem "Schwarzen Kanal" gemacht. Und CICERO, weil ehrenwert und demokratisch, hat´s zugelassen. Mann Lenz, Sie haben doch noch die alte Antenne auf dem Dach. Ich lach mich kaputt.

...der Funke.

Besser eine alte Antenne auf dem Dach, als gar keine. Aber Sie bekommen ja Ihr Russia Today übers Internet. Na, haben Sie sich heute schon kräfitg über die NATO-Manöver im Osten geärgert?

Bestimmt.

und der Cicero wird doch hoffentich so fair sein, eine Gegenwehr zu gestatten..

Wo doch der Funke-Kommentar nur den Sinn hatte, ein wenig zu pöbeln, aber trotzdem veröffentlicht wurde.

telepathischem Weg!

Allerdings werden - leider - nicht alle meine Kommentare veröffentlicht!

Tatsächlich muss ich mich zuweilen beherrschen: Wenn so ein "Aufgeklärter" persönlich beleidigend wird, statt zu argumentieren...

und die Redaktion meine Reaktion auf Beleidigungen nicht zulässt...

Aber, that's life!

Sie haben ja mit Ihren "Kommentaren" doch einige Berühmtheit bei den Cicero-Lesern erlangt. Ob ich neidisch bin? Ganz im Gegenteil! Ein sog. Lenz reiht sich wie eine Perle an die andere. Vielleicht wäre es ab und zu mal gut, Sie halten das verbale Lenz-Schmuckkästchen unter Verschluss.

Gerhard Lenz | Do, 2. April 2020 - 11:10

In reply to by Gast

Übe ich gerne. Wenn das hier jeder andere auch macht...

Aber davon ist wohl nicht auszugehen, oder?

Belehren Sie mich eines Besseren, Herr Keil. Oder sehen Sie dazu keinen Anlaß?

Jürgen Keil | Fr, 3. April 2020 - 11:21

In reply to by Gast

Nein, was Cicero betrifft nicht. Ich bin ein sachlicher Mensch und so äußere ich mich auch. Gelegentlich erlaube ich mir etwas Satire.

Ist das für Linke ein Fremdwort? Sie sind mehr so ein Haudrauf: erstmal richtig auf den Busch klopfen … mal seh´n, was am Ende übrig bleibt. Naja, das ist auch eine Methode, mit der man allerdings keine Freunde gewinnt. Aber das ist ja nicht ihre Absicht …. !

Brigitte Simon | Mi, 1. April 2020 - 20:53

In reply to by Gast

"Wie der Teufel das Weihwasser scheut", scheue ich Talkshows. Schlimmer geht´s nimmer. Allerdings eine Ausnahme machten wir bei Will´s Sendung mit Söder. Wir wollten ihn erleben, wie er Will "auseinander" nimmt. Er enttäuschte nicht. Gerne hätte uns Söder fragen können wie der Metzger hinter der Theke "kann´s ein bißchen mehr sein"? Söder ließ sich nicht den Mund verkleben, so wie Sie es häufig mit sich machen lassen, lieber Herr Schennicke. Schade, schade! Ich biete meine Hilfe an. Zuhause liegt bei uns ein spiegelblankes, geschliffenes Schwert. Augenblicklich für uns nicht erforderlich. Es liegt gut in der Faust.

Hubert Sieweke | Mi, 1. April 2020 - 19:16

aber es gibt noch anderes, was Herr Schwennicke sicherr beitragen könnte, zur Aufklärung. Prof. Bolz hatte einmal erklärt, die Redaktionen der Shows geben deutlich vor, was zu sagen erwartet wird. Als er sich streubte, dem zu folgen, wurde er ausgeladen. Das ist das Dilemma, welchen vielen Zuschauern nicht bekannt ist. Man gauckelt etwas vor.
In einer Mitmachsendung des WDR kam ich durch und wurde durch die Redaktion gebrieft und ich spilete mit. So war der Redakteur erfreut, von mir Mainstream zu hören. Aber ich kritisierte plötzlich deutlich die Fakten, um die es ging. Sofort suchte er, das Gespräch wegen Zeit etc. schnell zu beenden und schaltete zu Nächsten.
Einzig die Show Talk um Hangar sieben leistet sich eine ausgewogene Gästeschar, Servus TV. In den hiesiegen Staats Medien überwiegt links und Jauch war der letzte, der öffentlich sagte, er mache dies nicht mit. Alle derzeitigen verdienen mit ihren Prod-Firmen prächtig und beherzigen ubi bene ibi patre.

Heidemarie Heim | Mi, 1. April 2020 - 20:36

Ich muss doch sehr bitten lieber Herr Schwennicke;)!
Wo bliebe denn da die uns einzig verbliebene Unterhaltung? Wie einige Mitkommentatoren auch bewunderte ich ebenfalls Ihren Gleichmut und Ihre Geduld gegenüber der Moderation sowie den anderen geladenen, fein "ausgesuchten" Gästen gegenüber! Panem et circenses? Nur ohne Todgeweihte. Wobei der Begriff treffend erscheint was das Niveau des Formates Talkshow angeht. Wenn Sie, Herr Kissler oder Herr Marguier teilnehmen guck` ich die ganze Sendung, ansonsten schalte ich geistig je nach Thema und Gästeliste meist schon nach wenigen Minuten ab;).
By the way! Bei Einigen reicht mittlerweile ein Klebeband nicht mehr aus. Ich würde hierbei die gallische Methode a la Troubadix bevorzugen;)Mmpfpf! MfG

Bernd Muhlack | Mi, 1. April 2020 - 21:48

Zitat:
"Gabriel u Bosbach haben nichts Substanzielles beizutragen zu Covid-19. Sie sind lediglich Aufmerksamkeitsjunkies auf Entzug. Wenn man den Ton abschaltet, was man ohne Verlust an Information tun kann, dann sieht man ihrer Mimik an, wie die Bedeutsamkeit des Moments sie beglückt, wie die Endorphine ihres Körpers ausgeschüttet werden und sie mit Glücksgefühl durchrieseln."

"Aufmerksamkeitsjunkies" ist ein schönes Wort, das merke ich mir bis zum Alzheimer, Demenz.

"hart aber fair" sehe ich mir meist an, je nach Thema, Gästen.
Aber diese 3 selbstherrlichen, öff.-rechtl. Talkdamen sind ein NO GO!
Bestenfalls am nächsten Tag ein summit.
Seit den Inklusiv-Interviews mit Kanzlerin Merkel bzw. Kanzler Schmidt halten sich Anne Will sowie Maischberger für unangreifbar, omnipotent.
Maybrit Illner?
Ich hoffe inständig, dass sie ihren "Schiefkopf" mit überheblichem Schmunzeln immer in die "Grundposition" bekommt!
Edmund Stoiber hat auch diesen "Schiefkopf", aber er war, ist nicht arrogant!

Brigitte Simon | Do, 2. April 2020 - 12:42

In reply to by Gast

stimmt Herr Muhlack. Arrogant war er nicht, das hätten wir Bayern ihm nie verziehen.
Aber lustig! Ein Beispiel: In einer aufgeheizten Diskussion gestand er "ich als Mutter
weiß, was Kinder wollen! Das glaubten wir ihm nicht ganz. Doch der Beifall war Wahn-sinn mit "noch einmal Edi": Er wollte nicht mehr, er ging lieber in´s Austragsstüberl Brüssel.

Bernd Muhlack | Mi, 1. April 2020 - 21:52

Zitat:
"Gabriel u Bosbach haben nichts Substanzielles beizutragen zu Covid-19. Sie sind lediglich Aufmerksamkeitsjunkies auf Entzug. Wenn man den Ton abschaltet, was man ohne Verlust an Information tun kann, dann sieht man ihrer Mimik an, wie die Bedeutsamkeit des Moments sie beglückt, wie die Endorphine ihres Körpers ausgeschüttet werden und sie mit Glücksgefühl durchrieseln."

Die Mimik?
OHA!
Niemand kann besser mit den Augenbrauen, den Gesichtszügen sprechen als Frau Dr. Ursula von der Leyen. Das ist schlicht perfekt!
Als ob diese Augenbrauen eigene Muskeln hätten.
Von tief betroffen bis alles wird gut beherrscht sie das.
Ist das nicht bemerkenswert?

Da müssen die Damen Giffey & Eskens noch sehr viel üben, gell?

Zur SPD ist grds. alles gesagt.
Die AfD, FDP werden folgen.

… und irgendwann spielen wir auch wieder Fußball, Handball, Eishockey etc … gehen zu OPEN AIRS, auf Konzerte...
GLÜCKAUF!!!

WAGNER im August?

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 2. April 2020 - 11:00

In reply to by Gast

August?
Um nicht zu sagen Wagner?
Ich begann Nietzsche erst zu mögen, als ich besagten Satz "Kunst kommt von Können..." auf Wagner münzte.
Wagner ist für mich heroisches Kleinbürgertum und verfehlt damit mindestens zwei Sachen, die tiefe Weite bürgerlicher Innerlichkeit/Romantik/Schubert, als auch die kosmische Verbundenheit des Weltbürgers/Schiller/Beethoven.
Juni und die bange Frage, werden Händel- und Bachfestspiele stattfinden?
Wir verlangen unser Geld nicht zurück. Soviel steht fest.

Ernst-Günther Konrad | Do, 2. April 2020 - 08:53

Ich schaue nur noch, wenn einer von Euch oder mir bekannte Kritiker eingeladen sind. Ansonsten nur Ausschnitte nachträglich, wenn sie Gegenstand von Artikeln sind.
Die Damen und Herren des Talk-Theaters haben Drehbücher und brauchen eben auch dazugehörige Schauspieler, die ihre Rollen gelernt haben und sich exakt auch daran orientieren. Menschen wir im Cicero und einige kritischen Geister, wenn sie denn noch eingeladen sind, dienen als Alibi, kommen selten oder nicht ausreichend zu Wort. Sie kennen das ja Herr Schwennicke.
Ich bin fußballinteressiert, aber nicht fußballverrückt. Ich mag Klopp besonders, seine manchmal hemdsärmelige, gradlinige und grundehrliche Art. So wie er ist, so redet er auch. Die Politik braucht Kloppos. Wo sind sie?
Hab die Sequenz mit Söder nachgeschaut. Ich bin kein Söder Freund, aber wo er recht hat, hat er recht. Prima retourniert und klare Zurechtweisung. Auch das viel zu wenig, weil sich ja keiner mehr traut mal wirklich Klartext zu reden. Bleibt gesund.

Andreas Müller | Do, 2. April 2020 - 10:00

Lieber Herr Schwennicke,
einfach toll beschrieben!
Eine kleine Differenzierung möchte ich jedoch anbringen weil es mir gegen den Strich geht wenn man Gabriel und Bosbach in einem Atemzug nennt.Gebriel war immer ein politischer Karrierist der nie über praktische Berufserfahrung verfügte und sich in seinem jeweiligen politischen Amt dem Mainstream anpasste. Bosbach hatte und hat einen beruflichen Hintergrund , war ausgewiesener Innenpolitiker und ist, gegen die Kanzlerin, seiner politischen Überzeugung treu geblieben und deswegen nicht Innenminister geworden.
Die SPD hat Gabriel verstoßen als sie endgültig gemerkt hatte, dass es ihm nur um das Amt geht.
Grüsse Andreas Müller Hamburg

Stimme Ihnen zu Herr Müller. Bosbach ist ein für mich grundehrlicher, nur seinem Gewissen folgender Politiker. Mal unbequem, mal mahnend, aber nie verletzt, eloquent im Umgang, sachlich und symphatisch. Ihm geht es wie Pfarrer Braun: " Er kann's nicht lassen".
Gabriel, ist das der, der Kritiker als Pack bezeichnete und freiwillig bei der SPD das Handtuch warf? Lebt der noch? Bleibt alle gesund.