Corona und die Kinder - Generation Lockdown

Die Folgeschäden des Lockdowns unter Kindern und Jugendlichen sind erheblich. Haben wir die Älteren geschützt – und dabei die Jugend vergessen?

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Zu Hause in Zeiten von Corona. Oft ist das Telefon die einzige Verbindung zu Freunden.

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Moritz Gathmann leitet das Ressort Berliner Republik bei Cicero. Er studierte Russistik und Geschichte in Berlin und war viele Jahre Korrespondent in Russland

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Ralf Hanselle ist stellvertretender Chefredakteur von Cicero.

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Neun Uhr morgens in der Kinder- und Jugendarztpraxis von Jakob Maske in Berlin-Schöneberg. Wenn die Tür aufgeht, wartet in normalen Wintern bereits eine lange Schlange schniefender und hustender Kinder im Treppenhaus, daneben ihre gestressten Eltern. In einer normalen Erkältungssaison, sagt Maske, seien es bis zu 200 Kinder pro Tag. Seit Corona aber ist das anders: Jetzt kommen nur um die 50, die Kinder sind viel weniger krank. Ein positiver Effekt der Schul- und Kitaschließungen, wie man meinen könnte. Wenn weniger Kinder zusammensitzen, stecken sich auch weniger Kinder an.

Eigentlich müsste das den freundlichen Kinderarzt mit den zum Zopf zurückgebundenen Haaren freuen, doch nicht nur Maske bemerkt auch anderes bei den kleinen Patienten: Die akuten Folgen des Lockdowns sieht man in seiner Praxis mit bloßem Auge. Praktisch alle Kinder, die der Kinderarzt auf die Waage stellt, haben überdurchschnittlich zugenommen. Maske trägt die Entwicklung sorgfältig in eine Kurve ein: Bei „normalen“ Zunahmen setzt er Zahlen ein, geht es drüber, sind es Sternchen, dann kommen die Ausrufezeichen. „Manche Kinder haben bis zu 30 Kilo zugelegt in einem Jahr“, sagt Maske. Die Gründe liegen auf der Hand: mangelnde Bewegung, Eistee, Chips und Fastfood anstatt mindestens einmal pro Tag ein gesundes Essen in Kita oder Schule. Und Maske sieht in seiner Praxis, in deren Einzugsbereich neben Sozialwohnungen auch gehobene Altbauviertel liegen, wie wichtig das Umfeld der Kinder ist: „Je schlechter die soziale Lage, desto gravierender ist das Problem.“

Irreparable Schäden

So entstehen Schäden, die im schlimmsten Fall irreparabel sind. Bei vielen Kindern wird das Übergewicht vermutlich bleiben, bei manchen wird es sich noch verschlimmern. Das kann besonders dann passieren, wenn den Eltern die Ressourcen fehlen, um gegenzusteuern, oder wenn es an Problembewusstsein mangelt. 

Viele Eltern haben ihre Kinder im letzten Jahr aus den Sportvereinen abgemeldet. Wozu noch zahlen, wenn ohnehin kein Training stattfindet? Der Landessportbund Niedersachsen meldete jüngst, dass einige Vereine bereits mehr als 20 Prozent der Mitglieder verloren hätten. 

Die Alternative bei vielen Jugendlichen: Medienkonsum bis spät in die Nacht. „Manche Kinder verbringen pro Tag zweistellige Stundenzahlen an Handy und Computer. Es wird schwer, das wieder zurückzuschrauben“, warnt Kinderarzt Maske.

Kinder mit Angst vor der Zukunft

Corona hinterlässt eben tiefe Narben. Zwar durften nach dem monatelangen Lockdown viele Schüler im März wieder im Wechselunterricht in die Schulen und Kleinkinder in die Kitas. Aber es gibt Dinge, die sich nicht so leicht zurückdrehen lassen.
Die Folgeschäden durch die Pandemie, genauer gesagt durch die Maßnahmen gegen die Pandemie, reichen schon jetzt weit in die Zukunft hinein. Laut einer Studie der Hildesheimer Kindheits- und Jugendforscherin Sabine Andresen, die auf einer Befragung von über 7000 jungen Menschen zwischen 15 und 30 Jahren beruht, haben 45 Prozent der Befragten derzeit Angst vor der Zukunft – nicht nur vor der individuellen, ebenso vor der gesellschaftlichen und der globalen. Die Pandemie hat die Aussicht auf die eigene Zukunft nachhaltig beschädigt. Hoffnungen verwandelten sich bei vielen aus den sogenannten Generationen Y und Z in Ängste, aus Möglichkeiten wurden Beschränkungen.

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Hans Jürgen Wienroth | Mi, 24. März 2021 - 14:31

Eine sehr gute Situationsbeschreibung. Leider bezieht sich diese nur auf den „Fürsorgestaat“, der für alles zu sorgen und alles auszugleichen hat. Eine Steigerung ist nur noch möglich, indem der Staat die Kinderbetreuung ganz übernimmt, in der Folge evtl. sogar die Retortenzeugung des Nachwuchses.
Sind einige der beschriebenen Probleme nicht auch auf unsere moderne Gesellschaft, den Verlust von familiären Bindungen zurückzuführen? Das kommt in dem Bericht nur am Rande vor. Dafür wird aufgezeigt, wo die amtliche Fürsorge in den Familien versagt. Ist das die Aufgabe des Staates? Kann unser Bildungssystem leisten, dass jeder Mensch über die gleiche Bildung verfügt, und wird das dann nicht Bildung auf niedrigstem Niveau? Ist das Innovativ und Zukunftsfähig? Kann man Kindern Bildung gegen den Willen der Eltern angedeihen lassen?
Aufgabe des Staates kann es nur sein, Bildungsmöglichkeiten bereitzustellen. Dafür sie anzunehmen ist der Einzelne selbst zuständig.

- in meinem Umfeld sehe ich, wie wichtig gerade in der Pandemie haltbare und verantwortungsvolle Familienstrukturen sind.

Die vielen Menschen, die nicht mehr über einen solchen Rahmen verfügen, tun mir leid, ja auch diejenigen, die den Lockrufen der sexuellen Befreiung oder den Glücksversprechen der LGBTQI+-Community gefolgt sind. Es sind die familienfeindlichen Extremisten der LGBTQI+-Community, die dem Staat die Kinderbetreuung völlig überlassen wollen und an die zukünftige gentechnische Retortenzeugung des Nachwuchses außerhalb der Familie denken.

Merkwürdigerweise wird diese Entwicklung (die zu einer Horror-SF gehört) auch von so „guten“ Eltern wie Baerbock, Habeck, Kretschmann, Palmer oder Jarasch geduldet, obwohl sie ja ihre Kinder bestimmt ordentlich erziehen oder erzogen haben. Trotzdem unternehmen die Genannten zu wenig, um der antifamiliären Agitation unter den Grünen Einhalt zu gebieten.

Wir beobachten ja gerade, dass die Kinder aus geordneten familiären Verhältnissen relativ positiv mit den Corona-Beschränkungen zurechtkommen, ja sogar einen Wettbewerbsvorteil erzielen, während Kinder und Jugendlichen aus prekären Verhältnissen geradezu regelrecht abkacken und versacken. Viele von ihnen wohl leider auf Dauer - ein unwiederbringlicher Verlust. Aber die Politik hat ja ganz andere, viel wichtigere Ziele!

... u ihre damals allerbeste Freundin geboren.
Roberta ist 3 Tage älter.
Sie waren "ein Kopp un ein Ar-" wie wir Rheinländer sagen.
La famiglia "Roberta" u wir sind sehr gute Freunde; seit Mitte der 70er sind sie hier.
Alle 3 Kids haben eine Ausbildung, sind "integriert".
Integriert? => sie sind WIR/UNS!
Es sei denn WIR spielen gegen SIE, die Azurri

Herr Schultheiß, hätte es zu dieser Zeit Corona gegeben: diese 3 Kids wären nicht "abgekackt, abgesackt!"

Ja, es ist eine Frage des Umfeldes, richtig!
Folglich eine Frage der Sozialisation, oder?
"Der Staat" muss die Infrastruktur in jedweder Hinsicht (ideologiefrei!) zur Verfügung stellen.
Deren Nutzung, Teilnahme beruht jedoch auf dem Impetus des Einzelnen!

"Wir" fummeln seit über einem Jahr an Kitas, Schulen herum - sinnfrei, suboptimal.
Das ist für UNS beschämend!
& dann liest, hört man: "ALLES läuft nach Plan!"

Die "himmlischen Töchter"?👍
Roberta arbeitet inner Kita in BW, Tochtern ist bei einem Finanzdienstleister in London.

was ich aber weiß: seit Beginn der Pandemie haben wir über 75.000 Tote an und mitCorona, aber nur ca 600 Tote in den Altersklassen von 0 bis 49 Jahren. Das ist nahezu Nnormalsterblichkeit. Das sind aber genau die Menschen, die uns alle am "Kacken" halten - und die werden ohne Unterschied ausgebremst und können ihr leben nicht mehr leben. Ich bin alt und gefährdet und habe 5 Kinder und 3 Enkel. Ich kann mich sehr wohl selber schützen, dazu brauche ich keine Frau Merkel. Dass man den Jungen ihr Leben versagt, geschieht nicht in meinem Namen.

Quirin Anders | Mi, 24. März 2021 - 18:30

Selbstverständlich steht es der CICERO-Redaktion frei, sich die dt. Coronapolitik mit ihren desaströsen Folgen zueigen zu machen; dann ist das "wir" im Titel noch vertretbar.
Wenn die Redaktion dagegen das "wir" auf die Gesellschaft in D. beziehen will, ist deutlicher Widerspruch angesagt:
Bundes- und Landesregierungen, die bei Berücksichtigung der Nichtwähler nicht einmal die Hälfte der wahlberechtigten Bevölkerung überzeugen konnten, haben eigenmächtig und lange an den Parlamenten vorbei genau die Debakel angerichtet, die jetzt unübersehbar werden, allerdings von Beginn an vorhersehbar waren. Im Freundes- und Bekanntenkreis wird seit einem Jahr nicht über das Ob dieser Schäden geredet, sondern über den zu befürchtenden Umfang, und wie man sie im persönlichen Umfeld etwas abmildern kann. Wir haben keine prophetischen Gaben, aber Kinder, Lebenserfahrung und Verstand.
Ihren Verstand hätten auch die Politiker nutzen sollen. Warum schafft die Presse nicht, das klar zu sagen?

Es ist so müßig wie falsch, die Zahl der Nichtwähler automatisch als Oppositionelle zu bezeichnen.
Schließlich hatten die ja die Möglichkeit, die Partei der Corona-Leugner und -verharmloser, die AfD, zu wählen. Eine Partei, die fast täglich das Ende aller Einschränkungen fordert - und damit der Verbreitung des Virus Tür, Tor und Fenster öffnen würde.
Die Frage ist, ob man soziale und psychologische Kollateralschäden hätte vermeiden können. Es ist falsch, nur diese Schäden im Auge zu behalten oder diese zu betonen, während man andererseits die mehr als 75.000 Toten durch oder mit Corona nicht in Relation setzt.
Wie viel Trauer und Leid es wohl in Familien gegeben hat, in denen Großeltern, manchmal Eltern nach einer Corona-Infektion verstarben? Ist das nicht erwähnenswert, wie eine Foristin ständig meint, "gesellschaftlich irrelevant"? Die New York Times widmete vor kurzem den "Lives lost" ihre Titelseite. Zeit, endgültige Verluste zu beklagen, und nicht kurzfristige Einschränkungen!

Genau genommen wurden nicht nur die Kinder vergessen, alle anderen ja auch. Die Alten starben in den Alten- und Pflegeheimen wie die Fliegen. Die wirtschaftlichen Schäden wollte die Regierung mit Steuergeldern abfedern, doch auch das ging schief. Und Impfstoffe und Testkits wurden zu wenige geordert, produziert und verteilt. Das einzig positive das man über unsere Regierung sagen kann, ist, dass es andere Regierungen gibt, die noch schlechter funktioniert haben. In Asien ist Corona schon seit einem halben Jahr vorbei, hier ist dagegen die 3. Infektionswelle unterwegs.

Walter Bühler | Do, 25. März 2021 - 13:07

Man sollte "Experten" nicht überschätzen. Man kann auch den eigenen Verstand verwenden und nach realistischen Perspektiven zu suchen.
Aus den Erfahrungen der Nachkriegszeit wissen wir, dass die Jugend Bildung braucht, gerade unter den schwierigsten Bedingungen. Das ist eine genuine Aufgabe des Staates.
Schichtunterricht mit großen Gruppen in teilzerstörten Gebäuden war in 40/50-Jahren die Regel. Um heute mit den notwendigen kleinen Gruppen arbeiten zu können, kann man den Samstag zum Unterrichtstag machen, ggfs. auch die Ferienregelung ändern. Im Präsenzunterricht ist es notwendig, sich auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren. Die knappe Zeit darf nicht mit abseitigen Themen verplempert werden.
In Krisenzeiten muss der Staat auch von seinen Beamten besondere Anstrengungen verlangen, und ich glaube schon, dass die meisten Lehrer im Interesse ihrer Schüler mitziehen würden, sogar auch viele problembewusste Gewerkschaftsfunktionäre. Das würde ich auch von der Schulverwaltung erwarten.

Und dies erst Recht, wenn Zeiten für Menschen kompliziert waren, egal ob im privaten oder gesellschaftlichen Leben.
Aber noch wichtiger, mit Regeln die einerseits durch das geben von Liebe aber auch Respekt eine positive Wirkung /Entwicklung von Kindern hat.
Aber liebe Eliten. Regeln ja, aber bitte bedenken Sie, dass die allermeisten Verkehrsschilder keine Verbotsschilder sind.

HIER LIEGT DAS FUNDAMENTALE PROBLEM DER HEUTIGEN GESELLSCHAFT

Wir können nicht mehr zuhören &
wir haben verlernt, unterschiedliche Meinungen /Bewertungen /Vorgehensweise in uns zuzulassen bzw. damit richtig umzugehen.

Kinder & Jugend ist ein Stück von jeden uns Erwachsenen in Ihnen, unseren Kindern & Enkelkindern.
Deshalb benötigen diese jungen Pflanzen unserer aller besonderen Hingabe, Liebe & Geborgenheit, damit Geist & Körper durch die Bildung sich entfalten können & keine Trauma wie bei den Kriegsgenerationen entstehen.
Was ihr veranstaltet, kann schnell nach hinten losgehen, obwohl ihr es gut meinte.

Herr Lehmann, es schön, dass wenigstens wir Großeltern in Punkto Familie, Kinder und Enkeln doch noch einer Meinung sein können.
Ich möchte noch einen Gedanken ergänzen.
Mehr klug organisierter Präsenzunterricht im Schichtbetrieb (auch am Samstag), mehr Sport im Freien - all das wird auch behindert durch eine die Verrechtlichung des staatlichen Handelns. Staatsdiener, die flexibel, kindgerecht und situationsgerecht handeln wollen, geraten heute schnell mit Verordnungen und Vorschriften in Konflikt, welche die "totale" Sicherheit der Kinder garantieren wollen. Auch deshalb glauben viele Staatsbedienstete, Dienst nach Vorschrift machen zu müssen, und unterdrücken ihre spontane Kreativität. Kann es nicht sein, dass ähnlich wie dem Datenschutz inzwischen auch dem Prinzip der einklagbaren Sicherheit und der Wiedergutmachung ein zu hoher Wert in unserem öffentlichen Leben eingeräumt wird?

Im familiären Leben gibt es doch auch keine totale Sicherheit, so sehr wir sie uns wünschen.

Frank Müller | So, 28. März 2021 - 11:48

Die Vereine könnten ohne besonderes Infektionsrisiko Training im Freien anbieten. Anreise zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Seit über einem Jahr weiß man, dass das Infektionsrisiko bei genügend Abstand in Freien extrem niedrig ist. Schulsport wäre ifür kleinere Gruppen so auch leicht zu organisieren. Dennoch gelten und galten dieselben Restriktionen wie in der muffigen Wohnung. Wieso sagt keiner, gehen Sie raus, genießen Sie den Frühling.

Klaus Funke | So, 28. März 2021 - 12:22

Wer bestimmt das gesellschaftliche Klima und die Maßnahmen in dieser Krise? Es sind allesamt Politiker, die selber kaum oder keine Kinder haben (Merkel, Lauterbach, Spahn...), ihnen fehlt die Erfahrung des Gefühls, die soziale Kompetenz. Man kann nicht über Menschen bestimmen, wenn einem selber Menschliches fremd ist. Wir Menschen, die Kinder, wir alle werden als "Sache" behandelt. Als Kostenfaktor und regulierbare Masse. Wir sind aber Menschen und da spielen Gefühle, Empfindungen, soziale Erfahrungen und vieles, was nicht in Gesetzen fassbar ist, eine Rolle. Wir Eltern und unsere Kinder werden vom Staat allein gelassen und mit billigen Sprüchen abgespeist. Geld heilt nichts. Ich übertreibe mal: Eine im Grunde menschenfeindliche Gruppe hat sich zusammengefunden, die unter dem Vorwand der Abwehr von Gesundheitsgefahren, unsere Menschengemeinschaft gegen die Wand fährt. Ein Staat, dem Genderspielereien wichtiger sind, als seine Menschen, gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.

Ich erhielt gerade folgendes Gedicht:

Hoffnungslicht
Das Leben bremst, zum Dritten Mal,
die Konsequenzen sind fatal,
doch bringt es nichts wie wild zu fluchen,
bei irgendwem die Schuld zu suchen
den solch wütendes Verhalten,
wird die Menschen weiter spalten,
wird die Menschheit weiter plagen,
in diesen wahrhaft dunklen Tagen.

Viel zu viel steht auf dem Spiel,
Zusammenhalt, das wär' ein Ziel,
nicht jeder hat die gleiche Sicht..
Nein, das müssen wir auch nicht..
Die Lage ist brisant wie selten,
trotz allem sollen Werte gelten,
und wir uns nicht die Schuld zuweisen,
es hilft nicht, wenn wir uns zerreißen.

Keiner hat soweit gedacht,
wir haben alle das gemacht,
was richtig schien und nötig war,
esprägte jeden, dieses Jahr.
Für alle die es hart getroffen,
lasst uns betten, lasst uns hoffen,
dass diese Tage schnell vergeh'n,
und wir in bess're Zeiten seh'n.

Ich persönlich glaube dran,
dass man zusammen stark sein kann..
Für Wandel, Heilung, Zuversicht,
zünd' mit mir ein Hoffnungslicht.

Charlotte Basler | So, 28. März 2021 - 12:54

Ist ein Großteil der Eltern nicht in der Lage oder Willens ihre Kinder gesund zu ernähren und zu bewegen? Ist das eine Aufgabe des Staates? Ich plädiere für nein! Mich erinnert diese "Übernahme" an einen Horrorfilm. Staatliche Fürsorge gegen Servilität? Können Elternpflichten einfach so an den Staat delegiert werden? Oder reißt der Staat diese willkürlich an sich? Von wem bekommen diese Kinder Liebe, Erziehung und Aufmerksamkeit?
Mit dem warmen Schulessen oder der Sportstunde serviert?

Helmut Bachmann | So, 28. März 2021 - 22:53

In reply to by Charlotte Basler

In dem Artikel ging es nicht um unfähige Eltern und den versorgenden Staat. Sondern darum, dass den Kindern die Kindheit gestohlen wird. Sie haben nicht mehr die Möglichkeit, unter ihresgleichen zu spielen und zu lernen. Dass es diese Möglichkeit gibt, dafür hat der Staat zu garantieren. Und eben nicht diesen Mist zu fabrizieren. Man könnte meinen, unsere Politiker hassten Familien und Kinder.

Zitat: Manche Kinder haben bis zu 30 Kilo zugelegt in einem Jahr .......mangelnde Bewegung, Chips und Fastfood“.
Und mit Verlaub, ist ein gutes halbes Jahr - letzten Sommer haben ja alle auf Normalität gesetzt - wirklich gleich die ganze Kindheit? Natürlich brauchen Kinder andere Kinder aber sie brauchen auch fürsorgliche Eltern, Gesundheit und Schutz. Viele Grüße

Albert Schultheis | So, 28. März 2021 - 13:38

Wir verlieren einen Teil der jungen Generation und in ihrem narzisstischen Showbusiness zwischen Talk- und Presse-Shows fällt das den politisch Verantwortlichen nicht einmal auf! Es gibt keine Medizin ohne Nebenwirkungen und es gibt keine Corona-Maßnahme mit gravierenden Kollateralschäden für Genpool, Gesundheit und Volkswirtschaft. Es gibt aber nach wie vor keine Untersuchung der Kollateralschäden der Merkelschen Corona-Maßnahmen! Klar, sie sind ohnehin "alternativlos"! Ein verantwortungsloses politisches Versäumnis ohne Präzedenz! Dabei gab es einen Mitarbeiter im Innenministerium, der eine solche Untersuchung für seine beamtliche Pflicht ansah - und dafür von Seehofer gechasst wurde. Die politische Diskussion hat längst mittelalterlichen Verve angenommen, Ratio und Wissenschaft wurden nachhaltig beschädigt, nicht nur durch die medial-gesponsorten "Experten", sondern auch durch pseudowissenschaftliche Bestrebungen unserer Universitäten über "Genderstudies", "Identity" und "Rassismus"

Ernst-Günther Konrad | So, 28. März 2021 - 15:15

Sie haben sich alle vier darauf fokussiert, dem Staat die Verantwortung für die derzeitige Situation zu zuschieben. Sicher, ihn trifft eine deutlicher Anteil an der Misere. Nur, wo bleiben die erzieherischen Pflichten der Eltern in ihrem Artikel? Bereits vor Corona wurde alles dafür getan, Familienstrukturen zu zersetzen. Großfamilien nicht erwünscht, weil Kinder der Arbeit wegen wegziehen, keine Großwohnungen mehr da sind. Eltern, die Kinder teilweise als Statussymbol ansehen, aber sich nicht ihrer Verantwortung stellen, sondern alles vom Staat verlangen. An die Luft gehen, sich mit den Kindern beschäftigen und spielen, in Spaziergängen mit Lebensweisheit füttern, gemeinsam Sport machen, das alles ist nach wie vor möglich, wenn man sich dem Corona Diktat nicht hirnlos unterwirft. Für das Klima gehen die Leute auf die Straße und für das Kindeswohl? Ich bestreite keineswegs die Auswirkungen des Lockdowns, nur haben Eltern es mit in der Hand es abzustellen, spätestens im Herbst.

Norbert Heyer | So, 28. März 2021 - 18:23

So etwas passiert immer, wenn ein Staat in einer Notsituation versagt. Wir haben eine Krise und die Verantwortlichen machen daraus eine Katastrophe. Wenn jetzt in NRW nach Ostern das Impfen für die 79-jährigen beginnt, kann man in etwa erahnen, wie lange die Kinder und Jugendlichen noch einen unstrukturierten Alltag haben. Unsere Enkel sind 13 und 5 Jahre. Der Große hat mal Unterricht, mal nicht, Aufgaben werden abgeholt, zu Hause ausgearbeitet, wieder abgegeben. Unterricht am Computer - Fehlanzeige. Der Große kann sich gut selbst beschäftigen, aber jetzt vermisst er seine Klasse, der Kleine würde gerne wieder zum Kindergarten. Sie haben aber Eltern, die sich intensiv mit den beiden beschäftigen und die Großeltern wohnen auch in diesem Haus. Ein Garten ist auch vorhanden - aber trotzdem, nichts ist wichtiger für Kinder als die Gemeinschaft mit ihren Mitschülern. Jeder der Verantwortlichen ist zu feige, eine Entscheidung zu treffen und für diese auch einzustehen. Wie lange geht das gut?

Fritz Elvers | Mo, 29. März 2021 - 00:39

...in die die DDR in den achtziger Jahren ihre Arbeiter verpflanzt hatte."

Naja, im Zusammenhang staatlicher Vernachlässigung der Jugend und Bildung wirkt diese Propaganda nach 30 Jahren doch etwas deplaziert. Verrottet sind diese Wohnungen erst nach der Wende,

Mir kann jedenfalls niemand erzählen, dass in der Covid-Krise kein halbwegs normaler Unterricht möglich gewesen wäre. Es fehlte einfach an Wille, Organisation und Kompetenz.

Ach ja, diese Frau Karliczek, was macht die nochmal außer freundlich lächeln?