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Das Verhalten der CDU in Thüringen passt zu alten Kinderbüchern

En Passant - Wundersame Verwandlung der CDU

Nach der Thüringen-Wahl war die CDU sowohl auf die Linkspartei als auch auf die AfD zugegangen. Was nach Opportunismus aussieht, muss jedoch in unserer modernen Welt kein Widerspruch mehr sein

Autoreninfo

Sophie Dannenberg, geboren 1971, ist Schriftstellerin und lebt in Berlin. Ihr Debütroman „Das bleiche Herz der Revolution“ setzt sich kritisch mit den 68ern auseinander. Zuletzt erschien ihr Buch „Teufelsberg“

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Alle klagen über unsere schnelllebige Zeit und hängen Weihnachtsdeko auf, aber ich bin hinterher. Beim Shoppen, mitten im Spielwarenladen, zerbrach ich mir immer noch den Kopf über die Thüringenwahl. Warum bloß, fragte ich mich, ist die CDU auf die Linkspartei zugegangen? Und zeitgleich auf die AfD? Beides ist ja total skurril.

Und siehe da, die Antwort lag plötzlich vor mir, in Form eines Verwandlungsbuchs. Jeder kennt das: Die Seiten sind mehrfach geteilt, sodass beim Umblättern immer neue Bildkombinationen entstehen. Hier ging es um Tiere, die sich in Chimären verwandeln ließen, also zum Beispiel oben Affe, unten Maus und in der Mitte Schwein. Das Prinzip funktioniert auch mit anderen Figuren und ist ziemlich alt.

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Dr. Roland Mock | Mi, 4. Dezember 2019 - 12:02

Die CDU ist inzwischen eine rein linke Partei, hat quasi die SPD ersetzt. Wenn sie also mit den Alt- und Neukommunisten koaliert, wächst nur zusammen was zusammen gehört. Warum einige von der Ost-CDU mit der AfD flirten? Weil sie 1. die CDU und 2. die AfD für eine bürgerliche Partei halten. Wie geschrieben: Für die CDU trifft das seit Jahren definitiv nicht mehr zu. Und die AfD? Keine Ahnung. Bin gespannt, ob sich da die sozialistischen Umverteiler oder Leute, die etwas von Wirtschaft verstehen (Meuthen, Weidel) durchsetzen.

Ronald Lehmann | Mi, 4. Dezember 2019 - 19:49

In reply to by Dr. Roland Mock

Für wen??? Der des Mittelstandes & der vielen kleinen Firmen oder die Firmen, oder die Firmen, die eine Briefkastenfirma auf Honolulu haben?! Das Hauptproblem aller Parteien ist doch, dass die börsennotierten Großkonzerne & der Finanzsektor der Politik nicht nur die Marschrichtung vorgeben & vor lasen. Dadurch sind doch die Politiker zu gut bezahlten Marionetten degradiert aufgestiegen. Und beide sind sich einig, daß das Wahlvolk als Wähler & Konsument benötigt wird, mehr nicht!!!
Alles andere ist überflüssig!!!!

Deswegen hat doch die Linke Bewegung so viel Zulauf. Dabei wird die Endrechnung beim d. Michael ausgeblendet.

Deswegen glaube ich auch nicht, dass sich der Flügel sich durchsetzt, der eine Politik ähnlich der Schweiz möchte.
Vor allem mal "Volksabstimmungen", das wäre mal was demokratisches. Herr Lenz wird jedoch uns wie die "meisten" weiß machen, dass dies in D. nicht funktioniert. Wir sind zu blöd, wo ich diesen Herrn mal zum Teil ausnahmsweise beipflichten muß.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 4. Dezember 2019 - 12:03

verehrte Frau Dannenberg. Ich würde sagen, in Anlehnung an Harry Potter, da haben einige Vielsafttrunk genommen, um sich selbst zu tarnen und einmal anders aussehen zu wollen.
Wäre doch interessant, wie Frau Wagenknecht als Merkel aussehen würde oder Herr Merz als Gauland.
Aber mal im Ernst. Über kurz oder lang wird es dem Rest der noch vorhandenen Parteien der "Mitte" nichts anderes übrig bleiben, als sich links oder rechts ihre Mehrheiten zu suchen. Ja, derzeit wehren sie sich gerade bei rechts besonders hartnäckig. Da haben sie mit links weniger Probleme. Nur was eben alle gemein haben ist der Umstand, sie wollen Macht, Posten und damit ganz persönlich für sich Versorgung. Selbst unser Kevin rudert auf einmal zurück. Hat wohl erkannt, das auch seine eigene Versorgung in Frage stehen könnte. Angeblich verdiente er sein Geld zuletzt als Mitarbeiter eines SPD-BT-Abgeordneten und war nur ehrenamtlich Juso-Chef. Jetzt bekommt er Entschädigung als Juso-Chef? Cicero ermittelt mal bitte.

"Umm die Ecke stinkts" (ein Kinder-Reimvers)- oder "rechts, rechts, rechts" (Dem Regenwurm gehts schlechts ...) !

Dass "Kinder, Narren & Alte" (bitte ALLE auf einmal!) die "Wahrheit" sagen, weiß der Volksmund vieler Rassen Länder ...

Oygen-Spiegeleien fand nicht nur Richard Strauss für musikabel, bereits Carl Orff benutzte mittelalterliche Bauernsprüche für seine auch gern getanzte "Carmina Burana"!

Zur KARRIERE eines "Berufspolitikers" gehören charakteristisch abgebrochene Studienjahre eher zum MARKETING als sich sogar handwerklich einmal erfolgreich zu betätigen. "Wie bauen wir mit schwedischen Zündhölzern den nächsten PISA-Turm?" wäre zumindest handwerklich etwas, das mehr GEDULD fordern täte als den GenossInnen
ihr Vorwärts-Rückwärts (pardon) THEATERSTÜCK.

Trotz des Besitzes der meisten deutschen Tageszeitungen scheint der WILLE "zu enteignen" der SPD so eingefleischt wie der Katholischen Kirche die Schweizer Garde ...

"Jungsozialistische" im VORWÄRTS?

Seid bereit! - MERKEL plus (systematisch) hat in MOSKAU immerhin ihr Physikstudium "abschließen" können.

Kühne Kevins sind sozusagen harmlos im Vergleich.

Die "alternativlose" RAUTE der für PROPAGANDA zuständigen FDJ-Genossin Angela Merkel ist zuzustimmen: "Schnee von gestern" - ROT/Grün gewinnt die nächste Wahl ("Deutschland - verrecke!") als Haupt-Ziel hat hohe Motivation ...

Hans Jürgen Wienroth | Mi, 4. Dezember 2019 - 12:46

In einer Politik der „Beliebigkeit“, in der Unzuverlässigkeit von Parteien der Maßstab ihres Handelns ist, kann sich der Wähler die Stimmabgabe sparen. Welche Entscheidungsfreiheit hat der Bürger, wenn er konservative Politik wählt und die von ihm dafür gewählte Partei ein Bündnis eingeht, das eine stark ökologisch-sozialistische Politik verabschiedet?
Die Politik der Beliebigkeit statt der Parteienwerte führt nicht nur zu Wahlverweigerung, sondern auch zu Frust, die sich irgendwann entladen kann.
Visionäre Versuchsanordnungen sind in der Politik ungeeignet, wie das Beispiel Italien (5* mit Lega) zeigt.

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