Angela Merkel führt vom Kanzleramt aus einen virtuellen Bürgerdialog / dpa
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Digitaler Bürgerdialog mit Eltern - Die Schmerzensmutter

Im Rahmen des Bürgerdialogs sprach Angela Merkel heute mit 14 Müttern und Vätern. Im Zentrum stand die angespannte Situation der Familien in der aktuellen Corona-Krise. Neben berechtigten Klagen gab es auch viel Verständnis für das Handeln der Regierung. Vor allem aber förderte der Dialog die realen Probleme der Menschen zutage.

Autoreninfo

Jens Nordalm leitet die Ressorts Salon und Literaturen bei Cicero.

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In einer Folge von The Crown sitzt am 9. Juli 1982 der von diesem Tag an berühmte Londoner Arbeitslose Michael Fagan als Eindringling am Morgenbett der Queen im Buckingham Palace und erzählt ihr eindringlich von seinen Erfahrungen und seinen Sorgen und wie nach seiner Wahrnehmung dies Land unter Margaret Thatcher auseinanderbreche. Die Queen, nach anfänglicher Angst, wird ruhiger, hört zu, ermuntert den Mann zu reden – und fühlt mit und will ernsthaft etwas lernen. Fagan spürt das und schätzt seine Königin dafür. So schön war es in Wirklichkeit nicht – aber es ist eine wunderbare Szene. Das Bild eines gelingenden Gesprächs zwischen Staat und Bürger.

4. Februar 2021. Bald ein Jahr nun sind Schulen und Kitas geschlossen oder nicht wirklich offen. Die Bundeskanzlerin spricht in der Reihe ihrer „Bürgerdialoge“ mit Eltern, unter Mithilfe von Familienverbänden sorgfältig ausgewählt aus den verschiedensten Lebenslagen und Regionen. Viel kritisiert ist das oft zahme Format – aber warum ausschließen, dass es irgendwie hilft.

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Tomas Poth | Do, 4. Februar 2021 - 18:19

Das Messen der Fallzahlen, hier liegt der Hund begraben! Es wird etwas gemessen ohne vergleichende Bezugsgrößen. Der PCR-Test treibt uns vor sich her und wird mißbräuchlich verwendet.
Ich kann nur sagen, lasse sich keiner mehr bange machen, und gehe keiner mehr zum Testen. Um so schneller kommen wir aus dieser Malaise und den übergriffigen Maßnahmen der Regierenden heraus.

Yvonne Stange | Fr, 5. Februar 2021 - 00:43

In reply to by Tomas Poth

... hat es jemals einen "exponentiellen" Anstieg gegeben. Man hat nur ganz geschickt verschwiegen, daß immens mehr getestet wurde, so kamen die Horrorzahlen zustande. Man hätte sie logischerweise mit der gestiegenen Anzahl der Testungen ins Verhältnis setzen müssen, dies wurde aber nicht gemacht! So funktioniert das Schüren von Angst. Das der Test für die Diagnose unbrauchbar ist, hat man ja zum Glück endlich zugegeben, aber noch hat es sich nicht herumgesprochen.....

Maria Sabine Hups | Fr, 5. Februar 2021 - 09:29

In reply to by Yvonne Stange

Manche wollen es aber (noch) nicht hören ... In meinem Umfeld (Familie, Freunde, Kollegen, Nachbarn) gab es exakt 3 Erkrankungen durch Covid19. 2 davon hatten leichte Grippe/Erkältungsbeschwerden. Fall 3 liegt im Krankenhaus - Risikopatient, jede Lungenentzündung wäre genauso gefährlich. Aber: in meinem Umfeld (s.o.) gab es 6 Krebsfälle (alle mit tödlichem Ausgang, darunter ein Teenager), 2 Schlaganfälle (ebenfalls mit tödlichem Ausgang), 1 Herzinfarkt (ebenfalls tödlich). Und jetzt bitte nochmal die Apokalyptiker, die Corona mit Ebola oder der Pest vergleichen ...

In meinem Umfeld ist es ganz genauso: ein einziger Corona Kranker. Aber eine Menge Menschen mit anderen schweren Krankheiten, die in dieser Hysterie untergehen. Viele meiner Bekannten sind von der Angstmacherei angesteckt und panisch. Sie haben ihren gesunden Menschenverstand bei Frau Merkel abgegeben.

Ronald Lehmann | Fr, 5. Februar 2021 - 08:46

In reply to by Tomas Poth

Ich verstehe euch nicht.
Ihr regt euch auf. Aber jedes mal verschwendet ihr eure Lebenszeit für die Röhre, für das Bla - Bla darin & ein jedes mal wird das Kreuzchen an gleicher Stelle gesetzt.
Dann bitte nicht wundern & bitte nicht.....
Wer A sagt muss auch B sagen bzw. & nur was man gesät & bestellt hat, kann man auch bekommen.
Das sage ich, der öfters grint ;>)

Reinhard Benditte | Fr, 5. Februar 2021 - 12:26

In reply to by Tomas Poth

Wer sich mit den PCR Test auskennt, weiß, dass dieser Test keine Infektionen feststellen kann, ergo sind Aussagen über die Anzahl der Neuinfizierten auf Basis des PCR Tests falsch! Der PCR Test kann nur Spuren eines Corona Virus erkennen und die hohe Zahl positiv Getesteter kommt auch nur zustande, weil man nicht bei der empfohlenen Vervielfältigung von 25 Zyklen bleibt, sondern die Zyklen um mindestens das 1,5-fache steigert. PS: Der größte Witz ist, dass anstelle der Grippeerkrankungen jetzt nur die Corona Erkrankungen gezählt werden. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man aus dem ganzen Polittheater eine hervorragende Karnevalssendung machen!

Manfred Sonntag | Do, 4. Februar 2021 - 18:33

Was soll diese gespielte Anteilnahme? Es erinnert mich an G. Orwells "Farm der Tiere" und die darin neu entstandene »Herren-Farm« (https://reitschuster.de/post/unsere-politiker-friseure-schliessen-und-s…). Mit meiner ostdeutschen Vita sehe ich jeden Tag die dunklen Schatten der Vergangenheit über das Land ziehen. Lichtblicke sind nicht mehr zu erwarten. Ob das Eltern, Künstler, Gewerbetreibende sind, welche im täglichen regierungsamtlichen Elend feststecken, es interessiert diese Person einen feuchten Kehricht. Es geht um Macht, und diese Runde war nichts anderes als diesen Anspruch mit gespielter Anteilnahme zu verschleiern. Da ein Bröslein, dort ein Körnchen in der Erwartung, widerspenstige Untertanen mit Hilfe der Brosamen-Empfänger und Blockwarte disziplinieren zu können. Nach der Rede von Frau Dr. Merkel 2021 in Davos sollten wir uns auf einen Dauerzustand des gegenwärtigen Diktats einrichten: https://www.achgut.com/artikel/von_der_mutation_zur_transformation

Dieser Person nehme ich nichts mehr ab. Ihre "Anteilnahme" ist geheuchelt und dazu noch mehr schlecht als recht. Und "Schmerzen" empfindet diese angebliche "Mutter" auch nicht. Corona kommt ihr allerdings zupass bei der Transformation dieses Landes, in dem Demokratie nur noch eine leere Hülle sein wird.

der neue Lautsprecher der Covid-Leugner und -harmloser, muss es ja wissen. Fest verankert im rechtspopulistischen Lager, versucht er sich in Witzen über Frisuren von Regierungsmitgliedern, offensichtlich um diese im Spott untergehen zu lassen.

Und das für seine aufklärerischen Effekte bekannte hauseigene TV der "Achse des Guten" wiederholt mal wieder düstere Fantasien von der bevorstehenden "Grossen Transformation", die die Menschheit - wie man von "Wissenden" öfter als man möchte erfährt - in weitreichende Versklavung, ja sogar den teilweisen Volkstod führen wird.
Auch eine Art, sich mit Corona auseinanderzusetzen.

Sollte unsere Kanzlerin Vorwände suchen, um sich am Volk zu vergehen, würde sie sicher geeignetere, populäre Methoden finden.
Die Maßnahmen tun nun mal weh. Wer sich ernsthaft mit der Pandemie beschäftigt, begreift das.
Andere suchen sich lieber Entlastung bei Verschwörungsideologen, Realitätsverweigerern oder rechten Populisten.

Sie haben schon mitbekommen, dass Frau Merkel in der Corona-Krise eine Möglichkeit zu einer Neuordnung der Weltpolitik? Es ist schon erstaunlich und erschreckend, wie staatshörig und kritiklos viele Linke werden, wenn ihre politischen Freunde an den Hebeln der Macht sitzen

Bert Dufaux | Do, 4. Februar 2021 - 18:49

... dass die eingeladenen Bürger von Organisationen wie Diakonie und Caritas, dem Deutschen Familienverband und Verbänden für die Belange von Alleinerziehenden und kinderreichen Familien vorher ausgewählt wurden. Frau Merkel, bzw. ihre Mitarbeiter haben sich Ihre Diskussionspartner vorher genau ausgesucht. Ein handverlesenes Publikum also. So geht man kein Risiko ein und muss auch keine Angst haben, sich wirklich kritischen Fragen stellen zu müssen. Gegenseitiges Lob und und viel Anerkennung für die Leistung des Gegenübers. Erinnert mich ein bisschen an Putin und seine Fragerunden. Solche Veranstaltungen kann man sich eigentlich schenken.

Näher liegend sind Erinnerungen an Erich Honeckers Gesprächsrunden mit Werktätigen und FDJ´lern. Daher wird sie´s wohl haben, die Agitprop-Sekretärin. Putin, das sind andere Dimensionen. Nicht vergleichbar. Auch Donald Trump hat solche Runden abgehalten oder Macron... oder die Queen.

Annette Seliger | Do, 4. Februar 2021 - 19:27

..hat die "Krisenkanzlerin" gesagt. Gerne Frau Merkel, ich hätte da auch schon ein paar Vorschläge:

1. Ich trete unverzüglich zurück

2. Die Energiewende wird rückgängig gemacht

3. Ich untersage der Bundesbank weiterhin Anleihenaufkäufe der EZB zu unterstützen. Bereits getätigte Aufkäufe werden rückabgewickelt.

4. Die Gelder an die EU werden auf Basis des Vor-Brexit Zeitraums eingefroren.

5. Ich entschuldige mich bei den Briten für meine unilaterale Entscheidung die Grenzen für "Migranten" zu öffnen und bestehe nicht mehr darauf "Migranten" umzuverteilen.

6. Ich werde alle unrechtmäßig sich in Deutschland aufhaltende "Migranten" in den nächsten 3 Monaten in ihre Heimatländer rückführen.

7. Sämtliche Lockdown Maßnahmen sind ab sofort beendet. Ich bitte nach wie vor um 1,5m Abstand, empfehle eine Maske zu tragen und regelmäßiges Händewaschen.

Das wären 7 Gute Nachrichten von Frau Merkel. Eigentlich reicht schon die Umsetzung des ersten Vorschlages. Alles könnte so einfach sein!

Nur hat die böse Tante überhaupt rein gar nichts gutes mit ihrem Volk im Sinn. Es ist ihr sch...egal. Die Noten werden ganz woanders geschrieben, und danach hüpft Frau BK. Jedem Bürger hier im Land, in ganz Europa dem das immer noch nicht klar ist, ist nicht zu helfen, leider reiten genau diese, alle anderen mit in den Sumpf. Wie kann man sich für eine solche Propaganda hergeben. Welche Selbstachtung haben diese Leute. Absolut NULL! Und das sind sie dann auch NULLEN.

Frau Seliger.
Habe vor über 30 Jahren Nähe der Zonengrenze gearbeit. Ab und an DDR ferngesehen. Dachte damals das die doch nicht so blöde sein können und soche Propaganda zu senden. Es ging ja nur immer steil aufwärts in der DDR. Und jetzt sind wir selbst mittendrin, statt nur, wie damals, dabei.
Das mit Merkel hatte was vom schwärzen Kanal.
Von Grenzdebi....für Grenz....le.

Walter Bühler | Do, 4. Februar 2021 - 19:41

... half "persönlich bei der Pflege der Kranken und widmete sich gezielt denen, deren Krankheiten besonders entstellend waren" (Wikipedia).

Ach, Elizabeth II, Königin von Brexit-Land, will persönlich von einem arbeitslosen Einbrecher namens Fagan etwas lernen (Nordalm).

Und nun: Angela Merkel, Kanzlerin in unserem Land, zelebriert im Fernsehen eine Talk-Show mit ausgewählten Betroffenen.

So ändern sich die Zeiten.

helmut armbruster | Fr, 5. Februar 2021 - 07:35

solche Auftritte sehe ich nur noch kritisch. Die Absicht ist doch eindeutig ein Millionenpublikum im eigenen Sinne zu beeinflussen.
Besser wäre es, wenn die Kanzlerin ordentliche Arbeit abliefern würde und Krisenmanagement-Fähigkeiten zeigen würde,
In den beiden schwersten Krisen der jüngsten Zeit - 2015 Flüchtlingskrise und jetzt Corona - hat sie spektakulär versagt. Daran muss sie sich messen lassen, nicht an einer Fernsehshow.

Claudia Biegler | Fr, 5. Februar 2021 - 07:38

Was bringt es, wenn man sich mit Betroffenen trifft, die wahrscheinlich gar nicht betroffen sind? Ich bin wütend über das, was entschieden wird. Ich ärgere mich über das Verhalten den Familien gegenüber. Wir haben die Hauptlast zu tragen. Unsere Kinder haben seid fast einem Jahr keinen normalen Schulalltag mehr. Es fällt der Vereinssport weg und sie dürfen sich nicht mehr treffen, mit wem sie wollen. Sogar auf Spielplätzen sieht man Polizei.... Eltern müssen all dies auffangen, während sie sich selber in einer finanziellen und emotionalen Ausnahmesituation befinden. Doch die Politik hat es wunderbar verstanden, dass auch ein großer Teil der betroffenen Eltern Angst hat. Sie ziehen sich zurück, finden sich mit der Situation ab oder halten die Maßnahmen sogar für richtig. Wo bleibt der große Aufstand? Ich habe für meine Kinder beschlossen, dass ihr Wohl an erster Stelle steht...... Solidarität schenke ich mir, denn mit uns Familien ist auch niemand solidarisch.

Ernst-Günther Konrad | Fr, 5. Februar 2021 - 09:27

Den Pressesprechern schwant ungutes. Die Stimmung kippt und schnell noch ein paar für die Kameras gefakte Interviews mit Betroffenen.
Bischen tränen, bischen jammern. Natürlich sortiert, ausgesucht, vielleicht vorher instruiert, bloß nicht die Contenance zu verlieren.
"Die große Wut findet eher woanders statt."
In den sozialen Netzwerken, auf den Straßen, in den Lockdown gepeinigten Geschäften, Firmen, Büros usw. Da sitzt inzwischen die geballte Unzufriedenheit, die nicht gehört wird. Bei den ungehörten Wissenschaftlern, den ausgegrenzten Kritikern und dem Volk schlechthin.
Wann hat Merkel denn Kontakt mit dem "Normalo" gesucht? Nur bei Begrüßungsselfies und Selbstbeweihräucherungsevents. Ich bleibe dabei. Frau Merkel ist vom realen Leben so weit entfernt, wie der Mond von der Sonne. Das ist alles PR, weil Umfragen sinken, der Mainstream unzufrieden ist. Es brodelt und Merkel hört das Blubbern im Volk und das vor anstehenden Wahlen. Und wen wählen die gepeinigten Menschen im Herbst?

Bernd Muhlack | Fr, 5. Februar 2021 - 15:54

Im September 2017 war ich ne gute Woche stationär im KH. Ich hatte einen wunderbaren Zimmergenossen, die Chemie stimmte.
Wir schauten damals diese Wahlkampfauftritte, Talkrunden mit Bürgern an - also diese so genannten Menschen draußen im Land, welche man "mitnehmen" und alles besser erklären muss.

Ab und an schaute eine Pflegefachkraft mit: "die lügt doch wenn nur den Mund aufmacht" sagte sie, als die Kanzlerin zur Pflegesituation Stellung nahm. "Soll sie doch mal nur eine einzige Schicht hier mitmachen!"
Die Krönung waren die ZDF-Moderatoren Betina Schausten und Peter Frey. Sobald sie merkten, dass die Kanzlerin in die Bredouille kam, zu wackeln (damals zitterte sie noch nicht!) begann, sprangen sie ihr bei, blockten das Thema ab!
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