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Markus Söder, der nächste Kanzler? / dpa

Markus Söder im Porträt - Vom Streber zum Kanzler?

Markus Söder lässt nicht locker. Im Kampf gegen Armin Laschet um die Kanzlerkandidatur gibt sich der CSU-Chef nicht geschlagen. Wie wurde aus dem Nerd mit Topfschnitt der potenzielle Spitzenkandidat der Union? Ein Porträt.

Autoreninfo

Constantin Magnis war bis 2017 Chefreporter bei Cicero.

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Katharina Schulze, Ko-Fraktionschefin der Grünen in Bayern, will es wissen: Wie lange muss man auf Söder einreden, bis er aus der Reserve kommt? Es ist ein Mittwoch im Spätherbst, die zweite Corona-Welle rollt. Der Ministerpräsident, der mit seinem, einem Haifischgebiss ähnelnden blau-weißen Bayernrauten-Mundschutz und der zum Kampfhelm geformten Gelfrisur für einen Moment aussieht wie ein Comic-Superheld aus dem Marvel-Universum, hat im bayerischen Landtag gerade eine Regierungserklärung vorgetragen: eine 55 Minuten lange Virus-Warn-Arie, mit deren Dringlichkeit er den meisten seiner Amtskollegen wieder einmal zuvorgekommen ist.

Jetzt spricht Schulze, und sie bemüht sich, Söders Corona-Politik zu kritisieren. Ein schwieriges Unterfangen, weil sie offenbar insgesamt ganz zufrieden damit ist. Sie fokussiert sich auf den Vorwurf, Söder habe die Infrastruktur zur Krisenbewältigung kaputtgespart. Außerdem missbrauche er die Krise zur Profilierung. Er betreibe „Governing by Fear“, um „genau eine Sache nach vorne zu spielen, nämlich sich selbst“. 

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Walter Bühler | Mi, 16. Dezember 2020 - 12:56

... kann ich den Artikel gar nicht lesen.

Ernst-Günther Konrad | Do, 17. Dezember 2020 - 09:30

Ein langer und sehr informativer Artikel. Vieles habe ich so nicht gewusst. Mir sind aus diesem Artikel vier Sätze besonders aufgefallen:
(1)Er gründet eine Bürgerinitiative gegen ein Flüchtlingsheim, und kurz darauf eine zweite gegen Fremdenhass. Das deutet auf eine machiavellistische Eigenschaft hin. Unterstütze beide Seiten und du gewinnst immer.
(2)„Strauß hat diverse herausragende Figuren neben sich geduldet. Neben Söder wächst kein Grashalm. Wer ihn kritisiert, ist weg.“ Das deutet auf Alleinherrschaftsgedanken hin. Das geht aber eben nur nach Merkel. Wohin uns Alleinherrschaft führen kann, wissen die meisten von uns sicher.
(3)„Alles, was wir tun, liegt in Gottes Hand.“ Er wurde im Artikel als Opportunist bezeichnet. Nur, wer ist für ihn Gott? Meint er seine Hände?
(4) Größer zu werden als die eigenen Vorbilder, das wäre das Höchste für ihn.“ Davor möge uns die Vorsehung bewahren. Als Führer der Corona Hysteriker jedenfalls gibt er schon mal ein Kostprobe seiner Ambitionen ab.

In Alaska hat ein Gesundheitsmitarbeiter nach einer Corona-Impfung mit dem Biontech-Pfizer-Wirkstoff eine schwere allergische Reaktion erlitten.

"Wir haben noch nicht alle Details über den Bericht aus Alaska über eine potenzielle ernsthafte allergische Reaktion, aber wir arbeiten bei der Evaluierung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden zusammen", erklärte der US-Pharmakonzern Pfizer.

Allergische Reaktionen auch in Großbritannien.

Vergangene Woche hatten zwei Mitarbeiter des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes NHS nach ihrer Impfung allergische Reaktionen gezeigt.

In Deutschland stellt sich die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder auf einen bundesweiten Beginn der Corona-Impfungen am 27. Dezember ein, wie der Berliner Senat am Mittwochabend mitteilte.

muss man Söder als ernsthaften Nachfolger von Frau Merkel ins Auge fassen. Was für ein Unterschied zu den Hasselhofs und Kretschmers, die jedes mal lange überlegen, ob ihre Politik möglicherweise von der AfD populistisch ausgeschlachtet werden könnte.
Söder kennt da kein Pardon, er agiert, und pfeift drauf, wenn die AfD ihr ständiges Genöle anstimmt.
Recht hat er: Die täglichen Nachrichten sind eindeutig. Man muss gar nicht mehr über die weltweit Millionen von Toten und Infizierten sprechen. Das Elend rückt näher.
Im Corona-Hotspot Hanau sind die Kühlkapazitäten in den Krankenhäusern erschöpft. Der Bürgermeister spricht von "einer furchtbaren Situation".
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_89109266/corona-news-ha…
in Sachsen erwägt man, Städte abzuriegeln.
4000 Tote in einer Woche in Deutschland, täglich um die 25.000 Neuinfektionen.
Der schwedische König persönlich erklärt den schwedischen Sonderweg als gescheitert.

...was ja als AfD-Wähler und Coronaleugner - Hochburg gilt, zur Zeit die potentiellen AfD-Wähler von Corona dahingerafft werden müsste für Sie in der Frage doch alles im grünen Bereich liegen.

helmut armbruster | Do, 17. Dezember 2020 - 09:48

mal sehen, ob er die nötigen "cojones" hat und die Gelegenheit ergreifen wird, die ihn zum Kanzler machen könnte.
Allerdings, eine Garantie hat er nicht, deshalb braucht es cojones ( span: "tiene cojones" = der hat Mumm und stürzt sich in eine Sache ohne Rücksicht auf das Risiko. Der Ausdruck wird vor allem für besonders wagemutige Stierkämpfer verwendet).

gabriele bondzio | Do, 17. Dezember 2020 - 10:39

offenbar insgesamt ganz zufrieden damit ist.“ ...ein Satz, Herr Magnis, von dem sie mich nicht überzeugen müssen. Schulze würde die Virus-Warn-Arie von Söder gern mittragen. Aber nur in Regierungsverantwortung. Erinnere mich da an das Gespräch zwischen Precht und Habeck. Dem Letzteren ging es ja mit Umsetzungs-Strategien, in einer Demokratie zu langsam. Was sich ja mit Corona erledigt hat. Frau Schulze wollte sich aber, um Außenwirkung bemüht, selbst noch profilieren.
Mit Orangenbonbons gegen grünes Aufbegehren...wenn es dem „Helden der Stunde hilft! Ich finde es langsam wie in einer dramatischen Oper, kurz vor dem Finale.
Wobei Bayern noch nicht den letzten Joker aus dem Ärmel gezogen hat. In schwarz-rot -grünen Sachsen ist man lt. „Chemnitz24“ gerade in Vorbereitung, kleinere Städte und Dörfer, wenn der dortige Inzidenzwert eine bestimmte Höhe erreicht, rigoros abzuriegeln. Feste Einkaufszeiten zu verfügen, außerhalb derer die Unterkunft nicht mehr verlassen werden darf.

Christoph Kuhlmann | Do, 17. Dezember 2020 - 10:43

Keine Skandale, Mainstream, hat alle Koalitionsoptionen und wir werden hoffentlich vor Überraschungen sicher sein. Er ist ja nicht tollkühn.

Urban Will | Do, 17. Dezember 2020 - 10:54

ein sehr beeindruckendes, für mich angesichts des Themas (Söder als Kanzler) eher beängstigendes Bild dieses Mannes gezeigt. Ein Comic – Freak als Kanzler...? Mit Vorbildern wie Spiderman, einer, der „Balrogs“ bekämpft... Vermutlich findet sich bei ihm zu Hause sein Zauberstab und der Zipfelhut.

Ein Satz spricht Bände und trifft auch auf die Amtsinhaberin zu:
Zitat: „Strauß hat Figuren neben sich geduldet“, sagt ein Gegner. „Neben Söder wächst kein Grashalm, Wer ihn kritisiert, ist weg.“ Zitat Ende.
Bitte nicht noch einmal solch ein Figur im Kanzleramt!
Es kann doch nicht sein, dass unsere Regenten sich immer nur noch mit kritiklosen Kopfnickern umgeben können und die – vor allem mediale – Öffentlichkeit dies – größtenteils selbst auch kopfnickend und wohlwollend – hinnimmt!
So etwas kenne ich nur aus Diktaturen...
Eine Demokratie braucht Kritik, Opposition.
Wer Kritik nicht erträgt, darf niemals in eine Führungsrolle!
Soll er in seinem bayrischen Auenland bleiben...

Klaus Funke | Do, 17. Dezember 2020 - 11:02

Man soll über Leute, die man nicht direkt oder nur aus den Medien kennt, keine absoluten Urteile abgeben. Aber diejenigen in Bayern, die ihn kennen und die ich kenne, warnen vor ihm. Er sei ein gnadenloser Konjunkturritter. Nur deswegen sei er überhaupt so weit gekommen. Was auffällt ist - seine Fahrradfahrer-Mentalität: "Nach oben buckeln, nach unten treten!" Offenbar eine Kleinbürgernatur. Deutsche Kleinbürger haben uns Deutschen noch nie gutgetan, dagegen aber immer viel Unglück gebracht. Man erinnerte sich an den Malergesellen mit den Künstlerambitionen. Ich denke, wenn Markus Söder Kanzler werden sollte, werden wir recht schnell erleben, wes Geistes Kind er ist. Sollten ihm die Grünen den Steigbügel halten, werden sie schnell seinen Stiefel spüren. Er will und wird alleine herrschen. Nichts anderes ist sein Gemüt. Ein bisschen verrät sein Vorname: Markus!

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 17. Dezember 2020 - 12:40

Parteivorsitzende gewählt.
Diese haben zwar traditionell den ersten Zugriff auf den Posten als Kanzlerkandidaten, aber seit Merkel gilt für die CDU/CSU evtl. eher, mal schauen.
Und warum sollte das von Nachteil für die CDU/CSU sein, es sei denn der Parteitag der CDU legt fest, dass Kanzler eine Frau(m/d/w) sein muss, wenn Vorsitzender ein Mann(w/d/m) wäre.
Das traue ich Merkel zu, nicht aber unbedingt der CDU.
Es bleibt wirklich spannend bei der CDU/CSU, zumal doch nicht wenige Führungspersönlichkeiten darüber stolperten, dass "sie einen Bon nicht abgerechnet hatten".
Scherz? Nein!
Aber eben auch mit Verweis auf das, was sich woanders breit gemacht hat.
Kultur in der Bundesrepublik?
Vielleicht kann man darüber streiten.

Brigitte Simon | Do, 17. Dezember 2020 - 13:29

würde Heinz Erhardt sagen. Erneut ein Cicero -Artikel über Söder. Wie oft "muß" ich diese noch diagonal lesen? Bis das Dutzend voll ist? "Mehr ist weniger" schreibe ich in Söder´scher Drehmanier. Als ehemalige Söderfan*in gründe ich, mangels wählbarer Parteien, meine eigene. Selbstverständlich in Nürnberg und gehe auf Rattenfang. Derer gibt es immer mehr.

Heinz Jacob | Do, 17. Dezember 2020 - 19:02

Leider kann ich vom Artikel nur ein paar Zeilen lesen! Eine Anmeldung zu Cicero plus ist nicht möglich!