Die Pilzsaison 2020 läuft - So verarbeiten und braten Sie Steinpilze richtig

Als Pilzsammler ist Rainer Balcerowiak ein ziemlicher Versager. Das ist für ihn allerdings kein Grund, auf den Genuss von gebratenen Steinpilzen zu verzichten. Zur Not hilft auch ein Griff ins Porte­mon­naie.

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Die Pilzsaison hat begonnen, doch nicht jeder ist ein geborener Sammler / dpa

Autoreninfo

Rainer Balcerowiak ist Journalist und Autor und wohnt in Berlin. Im Februar 2017 erschien von ihm „Die Heuchelei von der Reform: Wie die Politik Meinungen macht, desinformiert und falsche Hoffnungen weckt (edition berolina). Er betreibt den Blog „Genuss ist Notwehr“.

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Jetzt sieht man sie wieder in den Waldgebieten – Menschen, die mit ersichtlichem Stolz ihre mit köstlich aussehenden Pilzen reich gefüllten Körbe zu Parkplätzen, Haltestellen und Bahnhöfen tragen, voller Vorfreude auf ein gelungenes häusliches Mittag- oder Abendessen. Die Regenfälle in der ersten Septemberwoche haben die Pilzsaison 2020 in vielen Regionen so richtig in Schwung gebracht.

Pilze sammeln: Nicht jedermanns Sache

Ich kann das nur neidvoll beobachten, denn als Pilzsammler bin ich ein ziemlicher Ausfall. Wo andere unentwegt ihr Messer zücken und ein Prachtexemplar nach dem anderen dem Waldboden entreißen, entdecke ich in der Regel nur kümmerliche oder angefressene Exemplare. Abgesehen von wenigen, sehr bekannten Standardsorten wie Marone, Parasol und Steinpilz sehe ich mich trotz Lektüre diverser Pilzführer auch außerstande, mit ausreichender Sicherheit essbare von ungenießbaren Pilzen zu unterscheiden.

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gabriele bondzio | Sa, 12. September 2020 - 12:53

kann sein, aber meine. Da packt mich das Jagdfieber gleich. Leider aus der Gegend, wo ich +Hund, mit Leidenschaft und detektivischer Spürnase, nie mit leeren Korb zurückgekommen bin, weggezogen. Mein neuer Wohnort hat auch seine Vorteile, aber kaum Wald. Die Rotkappen, Pfifferlinge, Maronen und Steinpilze sind geradezu in meinen Korb gehüpft. Natürlich hat jeder Pilz seinen bevorzugten Standort. Und ich kenne so um die 15 essbare Sorten.
Aber ich hatte keine Probleme Pilz-Wissen oder Stellen zu teilen. Kann mich auch nicht erinnern Pilze in dieser Zeit gekauft zu haben.
Ich habe auch von Muttern, die auch leidenschaftliche Sammlerin war gute-schmackhafte Pilzgerichte geerbt. Mir tropft gerade der Zahn, obwohl es schon Mittag gab.

...liebe hochverehrte Frau Bondzio? Sie gehören zur Rarität der wenigen Pilz-Wissen-Weitersagerinnen. Das spricht sehr für Sie, für mich nicht unbedingt.
Wo finde ich Pfifferlinge? Großes Rätselraten!
Nun zu den Rezepten:

- Birkenpilze mit Sahne. Und etwas, wirklich nur etwas Kümmel
Ebenso ein Muß nur mit Semmelknödel.

- Maronen je nach Geschmack. Mit oder ohne Sahne. Semmelknödel

- Steinpilze ohne Sahne wie empfohlen, a b e r mit Semmelknödel

Und jetzt Mahlzeit aus München!

Martin Böhm | Sa, 12. September 2020 - 21:56

kann die Pilzpolizei sagen was sie will, ohne eine leckere Sahnesoße geht es nicht. Zwiebel und Speck andünsten, Pilze mit rein. da man selten das Glück hat nur genügend Steinpilze zu finden, gibt es meist ein Pilzmischung. Dazu kommt etwas Gemüsebrühe , Salz und Pfeffer natürlich, Pertersilie, dazu schmecken mir Semmelknödel am besten. Kartoffelbrei ist für mich ein absolutes NoGo. Spätzle oder Pasta wenn es schnell gehen soll geht auch noch.