Bartholomaios I.
Bartholomaios I. unterzeichnet im Januar 2019 den Tomos zur Eigenständigkeit der ukrainisch-orthodoxen Kirche / dpa

Die neue Kirchenspaltung - Orthodoxes Ostern in Zeiten des Krieges

Ostern ist der höchste Feiertag der orthodoxen Christenheit. Allerdings ist das orthodoxe Christentum infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine so gespalten wie nie. Davon legen die Osteransprachen der jeweiligen Kirchenoberhäupter Zeugnis ab.

Autoreninfo

Nathan Giwerzew studierte Literatur- und Politikwissenschaft in Berlin und absolvierte ein Redaktionspraktikum bei Cicero.

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Heute wird in der orthodoxen Christenheit der Ostermontag begangen. Ostern ist das wichtigste Fest der orthodoxen Christenheit, weil in ihm der Sieg des ewigen Lebens über den Tod gefeiert wird. 

Metropolit Onufrij, das Oberhaupt der ukrainisch-orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats, bringt die Bedeutung des orthodoxen Osterfests in seiner Ansprache folgendermaßen auf den Punkt: „Die glorreiche Auferstehung Christi ist das Fest des Triumphs des Guten über das Böse, der Gerechtigkeit (Pravda) über die Ungerechtigkeit (Nepravda), des Lichts über die Finsternis. Die Auferstehung ist das ewige Osterfest, in dem Christus, unser Herr und Erlöser, uns vom Tod zum Leben, von der Hölle zum Himmel geführt hat.“

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Joachim Kopic | Mo, 25. April 2022 - 17:17

... wenn die Kirchenoberhäupter den jeweiligen politischen Führern "nach dem Mund reden" ... selbst in Deutschland ... und das schon seit "Karl den Großen" ... und speziell im 3. Reich haben sich beide Kirche sich mit besonderen Transporten "hervorgetan": Die evangelische mit Behinderten vor und die katholische "besonderer Behinderter" nach Kriegsende :(

Walter Bühler | Mo, 25. April 2022 - 17:52

Wie schon Anfang März bemüht sich Herr Giwerzew darum, mehr Informationen zur Geschichte der Ukraine in die Öffentlichkeit zu bringen.

Natürlich ist das hinsichtlich der Komplexität sehr schwierig. So sollte man nicht vergessen, dass die Entstehung der papsttreuen griechisch-katholischen Kirche auf die lange Fremdherrschaft des katholischen Polen-Litauens über die orthodoxe Ukraine zurückgeht (16./17. Jhdt). Aus dieser Zeit hat Polen nach 1918 den Anspruch auf die Herrschaft über Galizien, Weißrussland und Teile Litauens abgeleitet und in heftigen Kriegen gegen die junge UdSSR durchgesetzt. Deshalb wurden auch im damals polnischen Lemberg 1939 die deutschen Truppen von vielen Ukrainern (Ruthenen) als Befreier empfangen, nicht nur 1941 in den Gebieten der Ukraine, die zur UdSSR des Georgiers Stalin gehörten.

Es ist in der Tat sehr, sehr traurig, dass all die christlichen Kirchen in Russland und in der Ukraine dem Bruderhass unter den Gläubigen nicht aktiver entgegenwirken.

Heidemarie Heim | Mo, 25. April 2022 - 18:30

Haus, Weib, Knecht...Nicht nur das dieser KGB- Patriarch so ziemlich alle Gebote der Christenheit übertreten hat und in seiner Eigenschaft als solcher seinen Schäfchen bei gleicher Vorgehensweise die Absolution für begangene Sünden gleicher Bauart erteilt wenn es darum geht die abtrünnigen Schwestern und Brüder gleichen Glaubens in der Ukraine zu massakrieren mittels von ihm gesegneter Waffeneinheiten, er erfüllt für mich, die ich ansonsten nicht sonderlich religiös bin, die unmenschlichste, oberheuchlerischste und somit widerwärtigste Form von politischen Opportunismus, die ich mir vorstellen kann. Für welche irdische Macht und wieviel Silberlinge hat dieser Judas seinen Glauben verkauft? Wie gesagt, meiner hält sich in Grenzen aber angesichts solcher Mitmenschen/Mitchristen kann ich mich mehr und mehr für ein göttliches Strafgericht in Form von Hölle und Fegefeuer erwärmen;) Man sieht sich....MfG

Und dies weltweit.
Macht ist wie Radioaktivität. Um so länger einer sie ausgesetzt ist, um so mehr wird er von ihr vereinnahmt
(Deswegen bin ich in der Politik für maximal 2 Amtsperioden).

War es bei uns zur Corona-Zeit anders als in der UA?
Eintritt nur für 2Geimpfte?!
Jesus Vertrieb aus den Tempel die Geldwechsler & Händler & predigte, dass der Tempel als Haus des Gebetes vorbehalten sei. Der Mensch benötigt keinen Vermittler zwischen Mensch als Person & dem Gott vertrauen.

Dies ist eine individuelle Einstellung eines Individuum zum Leben. Und wie ich schon schrieb:
"hätte Gott UNBEDINGT etwas gewollt, er hätte die Kraft zu jeder Zeit gehabt, dies an jeden Ort & zu jeder Zeit

UNMISSVERSTÄNDLICH zu verkünden!!!

Und dies in/bei allen Glaubensinstitutionen selbst.

Und die Bibel selbst wurde von Menschen bzw. von einer Institution in Auftrag gegeben & nicht von Gott geschrieben. Hinzu etliche Übersetzungen, die immer die Gefahr einer Änderung des Inhaltes beinhaltet.

Ich kann Ihren Kommentaren nur zustimmen. Schon seit Beginn der Menschheitsgeschichte haben Menschen an irgendetwas geglaubt. Mit dem Einzug des christlichen Glaubens, diente diese schon immer dazu, sie für die Politik zu missbrauchen oder aber die Politik unterwanderte die Religionen von innen heraus.
@ Ronald Lehmann - ein trefflicher Vergleich
Ja, wer mal an der Macht geleckt hat, findet schnell Gefallen an ihr, kann oft nicht mehr loslassen und scheint verstrahlt.
Sie haben da sehr zutreffend geschrieben. Es waren Menschen die Pergamente und später Bücher beschrieben und die angeblichen Aussagen von Jesus und Gott aufschrieben, jeweils so, wie sie diese überliefert verstanden oder verstanden wissen wollten. War die Kreuzigung nur ein Ergebnis unterschiedlicher Glaubenseinstellungen oder war es nicht auch ein Ergebnis der Politik der damaligen Zeit. Und würde einer kommen und sagen, ich bin der Erlöser, der wiedergeborene Jesus, er käme in die Klapse oder an das mediale Kreuz.

Sie haben recht werter Herr Lehmann! Es sei jedem Individuum überlassen ob oder nicht er an irgend eine höhere Macht im religiösen Sinne glaubt. Allergisch reagiere ich jedoch, (vielleicht mit oder auch voller Selbstgerechtigkeit), wenn der Mensch in all seiner gelebten Scheinheiligkeit anfängt Gott in seine (Un)-Taten mit einzubeziehen und obendrein noch so tut, als handele er nach Gottes Gebot und Willen um sein nicht vorhandenes oder verloren gegangenes Gewissen zu entlasten! Keine Ahnung wer das sagte aber es ist einiges der wenigen Dinge, die sich mir einprägten: " Es gibt nur zwei wirklich GUTE Menschen in dieser Welt. Der Eine ist schon gestorben, der Andere noch nicht geboren." In diesem Sinne, alles Gute für Sie und alle Anwesende! MfG

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