Cicero im Presseclub - Der Kulturkampf ums Auto

Am Auto entzünden sich derzeit viele Debatten: zu Sicherheit, zum Klima und zum wirtschaftlichen Wachstum. Im ARD-Presseclub diskutierte Cicero-Wirtschaftsressortleiter Bastian Brauns zum neuen Feindbild Auto und wie wir damit unseren Wohlstand gefährden

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Presseclub vom 15. September 2019

Ellen Wolff | Di, 17. September 2019 - 15:56

Ist schon klar, dass junge hippe Städter, die kein eigenes Auto brauchen und wollen, dafür ständig in der Weltgeschichte herum fliegen, den anderen das Auto möglichst verbieten wollen. Dazu passte die Aussage, man dürfe künftige synthetische Kraftstoffe nicht für den Autoverkehr verschwenden, die brauch man für die Flugzeuge. Und warum wird am meisten gegen die SUV gehetzt? Warum nicht gegen Oberklasse PKW oder gegen Sportwagen? Ich hab einen Vorschlag zur Güte: Autos in den Städten grundsätzlich verbieten, alle Warentransporte usw. in den Städten nur noch mit Lastenrädern erlauben.Die Städte für die Stadtbewohner, und das Land für die Landbewohner. Keine Windkraft, keine Autobahnen, keine Landwirtschaft usw. mehr für die Städter auf unserem Land. Dann verzichte ich freiwillig jemals wieder mit meinem pösen SUV in irgendeine Stadt zu fahren. Wir versuchen einfach, uns nicht mehr gegenseitig zu belästigen oder zu bevormunden. Hm, ich hatte es vergessen, eigentlich wollen ja nur die....

Beate Weikmann | Di, 17. September 2019 - 17:56

Es stellt sich die Frage warum alle Kämpfen nur die Automobilindustrie nicht. Es ist nichts zu hören es ist ganz still?

Michael Sachs | Di, 17. September 2019 - 18:17

Die ganze Diskussion ist am Thema vorbei wir können das Klima nicht schützen sondern nur die Umwelt, das Klima vor dem CO2 zu schützen ist Schizophren, das Klima braucht das CO2, das CO2 ist kein Treibhausgas wie einfach behauptet wird sondern ein absolut nötiger Nährstoff für die Natur, es gibt kein Zuviel am CO2 Nährstoff eher zu wenig. Das Ganze ist vergleichbar mit dem Glaubenskrieg des Christentums gegen die Wahrheit Galileos, die Kirche hat 300 Jahre gebraucht um das einzusehen. Wir müßen die Umwelt schützen vor den Giften aus den den Fabriken vor der Plastikflut vor den Schiffsemmisionen, vor schlechten Kohlekraftwerken u. anderen Produkten aber nicht vor dem CO2, das ist nachgewiesener Weise falsch u. steht unwiderruflich in den Basisberichten des IPCC, die müßten nur ihre eigenen Berichte einmal lesen, der Meteorologe Eckart Puls hat das ganz klar herausgefunden u. nachgewiesen aber es interessiert keinen, es gibt keine Weltuntergang das ist simpel u. einfach falsch.

Horst Weber | Mi, 18. September 2019 - 09:37

Mich wundert wie selbstverständlich Politiker und Medien größtenteils die Zusammenhänge mit den Kriegen um Öl, den dringenden Bemühungen, saudisches und iranisches Öl weiterhin in irrsinnigen Mengen für westliche Industriestaaten zu sichern - mit den angeblichen Bemühungen um alternative Energieformen in Einklang bringen . Diesel/Benzin soll verpönt werden, Ölheizungen sind neuerdings böse Umweltfrevler, aber in den sonstigen Millionen von Erdöl verbrauchenden Industrien - man denke nur an die Kunststoffindustrie - ist keine Rede von Drosselung oder Ersatz des Erdöls als Grundstoff.-
Da tönt eine deutsche Ministerin, sie wolle Plastiktüten verbieten - niedlich !
Die Autoindustrie scheint hin und her gerissen zwischen denn Aussichten neuer sauberer Verbrennungstechnologien von Diesel und Benzin
- und der politisch erzwungenen Scheinlösung der Elektromobilität.
Erdöl scheint immer noch im Übermass vorhanden - und auch umweltfreundlich nutzbar. so what ?

Carolina Bertram | Mi, 18. September 2019 - 11:17

Für mich war Herr Brauns etwas zu zahm, er hätte ruhig mal schärfer argumentieren können. Herr Kissler wäre der richtige Mann gewesen - mit Verlaub.

Norbert Heyer | Mi, 18. September 2019 - 11:35

Das Auto ist derzeit der Staatsfeind Nr. 1. Besonders der SUV - erschwerend in Dieselversion - sollte nach den Willen der selbsternannten Klimaschützer sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Dabei sind die meisten SUV nicht größer als Mittelklasse-Autos, basieren sie doch meist auf der gleichen Plattform. Der tragische Unfall in Berlin wurde allerdings mit einem großen SUV verursacht, vermutlich durch eine gesundheitliche Beeinträchtigung des Fahrers. Sehr schlimm, sehr traurig, aber daraus eine Aktion zu starten, diese Autos von der Straße zu verbannen, ist einfach nur einer ideologischen Verblendung geschuldet. Das E-Auto wird sich durchsetzen, wenn der Preis stimmt, die Kilometerleistung passt und der Ladevorgang sehr stark verkürzt wird und genügend Ladestationen vorhanden sind. Von der Technologie her ist der E-Motor wartungsärmer. Die Autondustrie muss zwingend eine eigene Batteriefertigung aufbauen, weil sonst die überwiegende Wertschöpfung in China oder USA erfolgen wird.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 18. September 2019 - 12:54

haben Sie Herr Brauns. Sicher haben Sie ein sehr ruhiges zurückhaltendes Wesen, aber Herr Schönenborn hat mehrfach Stichworte neutral gegeben, da hätten Sie einiges sagen können. Was?Nun, das mit dem Volk die Klimadiskussion nie stattgefunden hat. Klimawandel menschengemacht gibt es, fertig. Hier hätten Sie durchaus differenzieren können. Klimawandel gibt es durchaus, aber ob dieser menschengmacht ist? Klimapolitik in D oder was passiert in den anderen Ländern?
IAA - Blockade und Neiddebatte zum SUV, Antifa hängt sich auf IAA-Blockade-Demo, dass hätte hinterfragt und breiter diskutiert gehört. Auch die Frage, SUV haben die wenigestens Unfallanteile und den geringsten Anteil an CO². Da hätten Sie eigentlich Herr Schönenborn unterstützen können, der eigentlich den Ausführungen des Herrn Kreutzfeld widerssprach. Sie haben an einigen Stellen den beiden links-grünen Journalisten bewusst oder unbewusst zugenickt, sagten dann doch etwas konträres. Ich weis, schreiben ist anders als reden.

Dr. Georg Steger | Do, 19. September 2019 - 10:46

Mal ein kurzer Zwischenruf: Da die COtief2-Debatte inzwischen unser gesamtes Land umfasst die Frage "warum ist es eigentlich nicht möglich eine korrekte Schreibweise anzubieten?" (selbst in CICERO-Artikeln habe ich "CO2" gelesen). Es gibt weder ein CO2 noch ein CO zum Quadrat (=COhoch2), sondern ausschließlich COtief2 (lernt man bereits in der Hauptschule!).
Ich habe das zu schreiben versucht, indem ich einen Beitrag auf einem Schreibprogramm (die ja alle Hoch- und Tiefstellungen haben) vorformulierte. Bei der Übernahme wurde dann daraus wiederum CO2.
Erstaunt hat mich ein Kommentar von Ernst-Günther Konrad, bei dem offensichtlich COhoch2 möglich war. Warum "hoch" und nicht korrekterweise "tief"?
Entschuldigung für diesen Zwischenruf!

Cecilia Mohn | Do, 19. September 2019 - 12:47

Michael Sachs hat völlig recht. Wir müssen die Umwelt vor Verschmutzungen schützen und nicht das Klima vor CO2. Verpackungsindustrie abschaffen, weniger Fleisch essen, weniger Kinder produzieren. 2 Milliarden Menschen sind genug für einen nachhaltigen Umgang mit unserem Planeten.

Tomas Poth | Do, 19. September 2019 - 18:02

die private Mobilität, sprich Auto, und Reduktion von Emissionen wird m.E. völlig falsch angegangen.
Geht es wirklich darum CO2-Emission beim Auto zu verringern, müßten wir eine Obergrenze beim Verbrauch an Benzin und Diesel einführen.
Das heißt z.B. , ab 2022 dürfen in Deutschland keine Fahrzeuge mehr verkauft werden die mehr als 3 ltr. Sprit auf 100km verbrauchen.
Das würde die Emissionen innert 10 Jahren mehr als halbieren!
Die Einführung des E-Autos hingegen wird über längere Zeit (10 bis 20 Jahre?) unsere Emissionen erhöhen, weil Herstellung und Verbrauch über unseren Stromix die Emissionen steigen lassen würden.
Geht es also wirklich darum die Emsission zu reduzieren? Ich glaube die Regierung will nur neue Steuern abpressen, um kommende Steuerlöcher aus früheren Fehlentscheidungen zu stopfen.