Big Data - „Alle wollen sie bei mir ins Schlafzimmer“

Im Zeitalter von Google, Facebook und Co. ist die Angst groß, dass wir zu viele Daten von uns preisgeben. Der Big Data-Experte Andreas Weigend findet das Konzept von Privatsphäre romantisch. Damit wir in der post-privaten Zeit zurechtkommen, plädiert er für Datenkunde als Schulfach

Ein Messe-Mitarbeiter überprüft am 16.10.2014 in der Netzwerkzentrale der Messe Friedrichshafen (Baden-Württemberg) einen rot leuchtenden Netzwerk-Kabelstecker mit einem Detektor.
„Wir sind naiv, wenn wir über Datenkrallen sprechen, aber dann bei Amazon unsere Adresse beim Paketversand angeben“ / picture alliance

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Marie Illner ist freie Journalistin. 

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Herr Weigend, wir alle surfen im Internet, haben dabei aber oft ein mulmiges Gefühl, zu viele Daten über uns preiszugeben. Sie haben für Amazon gearbeitet und forschen in Berkeley und Stanford über den Einfluss von Big Data. Inwieweit ist unsere Angst berechtigt?
Angst vor und um Daten ist ein riesiges Thema, das bei künftigen Debatten um Datenschutz zentral sein wird. Was sind die Ängste? Da gibt es zum Beispiel die Angst, dass meine Daten falsch interpretiert werden oder dass falsche Daten kursieren im Netz also Dinge über mich behauptet werden, die gar nicht stimmen. Die Daten scheinen unkontrollierbar: Wenn ich ihnen Aufmerksamkeit widme, vermögen sie für Google viel interessanter zu sein, als wenn ich sie ignoriere. Eine weitere Angst ist der Umgang seitens politischer Regime mit Daten. Auch wenn aktuell alles in Ordnung ist, können jetzt gesammelte Daten in 10 oder 20 Jahren verheerende Auswirkungen haben. Ich erinnere nur an das Dritte Reich und die DDR-Zeit. Es ist wichtig, all diese Formen von Angst zu unterscheiden, um herauszufinden, welche berechtigt sind und welche nicht.

...und zwar?
Dazu gehört auch ein bisschen persönliche Bewertung. Die Angst vor dem Umgang mit Daten seitens eines Staates ist meines Erachtens nach eine berechtigte Angst – dafür muss man nur in Staaten wie China reisen. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist die Angst, dass Firmen uns etwas verkaufen wollen und aufgrund der Daten herausfinden, wo unsere Interessen liegen. Da muss ich sagen: Das ist doch die Natur von Geschäft. Natürlich haben wir bei Amazon an Manipulationsmaschinen mitgearbeitet, die die Leute dazu bringen, Dinge zu kaufen, von denen sie vorher überhaupt nicht wussten, dass sie sie kaufen möchten. Ich persönlich finde aber, dass ich besser dran bin, wenn ich Werbung sehe, die mich interessiert und auf mich zugeschnitten ist.

Nicht unbedeutend ist auch die Angst vor dem Verlust der Privatsphäre – diese nennen Sie längst eine Illusion. Woher kommt sie? 
Wir leben in einer post-privaten Zeit. Das Konzept von Privatsphäre ist genauso romantisch wie das „Eins des Menschen mit der Natur“. Auch hier muss man der Angst nachgehen und fragen: Wovor genau hat man denn Angst? Wenn jemand weiß, dass ich gerade von Taiwan nach Taipeh reise, stört es mich beispielsweise nicht. Damit das abstrakte Konzept der Privatsphäre überhaupt greifbar wird, sollte man sich ein paar Dinge aufschreiben, die peinlich oder gefährlich wären, wenn andere sie wüssten. Erst dann kann man konkret über die Angst vor „Verlust der Privatsphäre“ sprechen.

Auch bei Unternehmen spielt Angst bei der Digitalisierung eine Rolle... 
Ja, für Unternehmen gibt es im Wesentlichen zwei Ängste. Auf der einen Seite handelt es sich um die absolut berechtigte Angst vor dem Data Leak – also dem Datendiebstahl. Über Jahre angesammeltes Firmenwissen könnte mit einem Schlag verloren gehen. Täglich gibt es dazu Meldungen in den Medien und diese Angst wird von vielen Firmen sogar enorm unterschätzt. Anders als die Angst um Fremddaten, also beispielsweise Kundendaten zu verlieren, ist die Angst seitens der Mitarbeiter. Sie fürchten, dass Daten über ihr Verhalten abgespeichert werden und gegen sie verwendet werden könnten. Das reicht von pikanten Emails, die in der Öffentlichkeit auftauchen bis zu Fällen von sexuellen Übergriffen.

Wie geht man mit diesen Ängsten um?
Es gibt auf die Ängste viele parallele Antworten. Die reichen von technischen Lösungen bis zu gesellschaftlichen Fragen, die neu aufgeworfen werden müssen. Am Anfang steht die Einordnung, wie berechtigt eine Angst ist, beziehungsweise die Entlarvung einiger Ängste als unberechtigt. Wir müssen uns in jedem Fall überlegen, was wir produzieren. Will ich das Foto wirklich machen und über irgendeine Kontaktseite versenden? Die Tatsache, dass uns in jedem Moment irgendjemand irgendwo zugucken könnte, hat unser Verhalten längst beeinflusst. Die Anwesenheit einer Überwachungskamera am Bahnhof zählt genauso dazu wie die versteckten Beobachtungsmöglichkeiten. Es handelt sich nicht um das Sammeln von Daten, vor dem wir Angst haben müssen. Da haben wir ohnehin keine Chance. Die Chance, die wir haben, ist, eine Stimme zu äußern, was das Verarbeiten von Daten angeht. Wir müssen über den Gesetzgeber versuchen, Firmen Einhalt zu bieten über die Verarbeitung.

Der große Lauschangriff von 1998, bei dem es um akustische und optische Überwachungsmaßnahmen der Strafverfolgungsbehörden und Nachrichtendienste ging, ist bald 20 Jahre her. Wie hat sich die Angst vor Datenunsicherheit seitdem verändert?
Heute gewähren wir den Blick in die Wohnung doch größtenteils freiwillig: In San Francisco habe ich einen Smart Meter – einen intelligenten Stromzähler. Das Gerät weiß genau, ob ich mir morgens einen einfachen oder einen doppelten Espresso mache – anhand der Tatsache, wie lange die Maschine läuft. Es kann auch in meine Waschmaschine schauen und kennt nicht nur den Waschgang, sondern weiß auch, wie viel Kleidung sich in meiner Waschmaschine befindet. So könnte es vielleicht wissen, ob ich für einen Gast mitwasche. Es weiß, wann ich ins Bett gehe und aufstehe, je nach dem, wann ich das Licht ausschalte. Der Lauschangriff könnte also mittlerweile auch über das Elektrizitätsnetz oder über Geräte wie das Smart Meter erfolgen. Der Kampf um das Schlafzimmer, der aktuell stattfindet, ist wahrlich ein wilder Kampf. Ob Amazon mit Alexa oder Google mit Google Home – alle wollen sie bei mir ins Schlafzimmer. So populär war ich noch nie. Auch über das Handy könnte ein Lauschangriff erfolgen. Wenn wir uns aber anschauen, was wir über uns selbst bei Facebook preisgeben ist die Frage: Haben wir uns nicht von der Selbstverwirklichung zur Selbstverwanzung aufgemacht? „Preisgeben“ ist hierbei im Deutschen ein wunderschön passender Ausdruck. Daten haben einen Preis. Was ich heute über mich und meine Freunde preisgebe, das hätte man zu manchen Zeiten nicht unter Folter herausbringen können.

Sie fordern, dass Unternehmen Tools zur Verfügung stellen, mit denen dem Nutzer Einsichten in die Interpretation seiner Daten geliefert werden. An welcher Stelle könnte das sinnvoll sein?
Ich freue mich auf den Mai dieses Jahres. Ich hoffe, dass dann Millionen von Bundesbürgern Facebook schreiben. Denn dann kann das Recht, was die Europäische Gesetzgebung uns mit der neuen Datenschutzgrundverordnung gibt, geltend gemacht werden. Demnach können wir von Facebook fordern, dass es uns unsere Daten in einem interpretierbaren Format und allgemein verständlich zur Verfügung stellt. Es ist von unheimlicher Wichtigkeit, dass wir verstehen, was überhaupt mit unseren Daten geschieht. Ähnlich wie die Schufa, so bitte auch Facebook.

Datenkunde als Schulfach – wäre das sinnvoll?
Absolut, das brauchen wir. Dazu ein Beispiel: Ich war kürzlich im Hotel in Taiwan und habe vergessen, was der General Manager mir über die Anzahl der Bediensteten erzählt hatte. Ich hatte die Zahl 900 im Kopf – mehr als die Anzahl der Zimmer. Ich habe dann beim Frühstück einen Angestellten angesprochen, der die Anzahl auch nicht wusste, mir aber gute Argumente brachte, warum es maximal 500 sein könnten. Ich bewunderte, wie er in der Diskussion über Größenordnungen argumentierte. Ich erfuhr später, dass es tatsächlich lediglich 450 sind. Auch so etwas ist Datenkunde. Ich sitze oft in hochkarätigen Runden und die Anwesenden verwechseln laufend Megabyte und Gigabyte. Das zählt genauso zu Datenkunde. In einem Schulfach könnte es also einerseits um Größenordnungen und um das Wissen, was für Daten anfallen, wenn wir zum Beispiel telefonieren, gehen und andererseits um die Logiken und Kausalzusammenhänge zwischen Datensätzen. Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen unwissend sind, was die Zusammenhänge angeht. Wir sind naiv, wenn wir immer über Datensammler und Datenkrallen sprechen, aber dann bei Amazon unsere Adresse beim Paketversand angeben.

Sie sagen, Daten seien die wichtigste ökonomische Ressource des zwanzigsten Jahrhunderts – ebenso bedeutend wie Öl. Um Öl werden bereits Kriege geführt, auch staatliche Cyberattacken gibt es schon. Wie mächtig sind Daten als Waffe?
Im Museum für Kommunikation in Berlin habe ich kürzlich gelesen: „Jeder Krieg ist Kommunikation“. Diese Auffassung teile ich. Daten sind eine mächtige Waffe und Datenkriege laufen längst. Zwei Ereignisse haben mir ihre Bedeutung und vielfältigen Formen vor Augen geführt: Ich war am Tag nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten zufälligerweise mit Wladimir Putin in Moskau zusammen. Herman Gref – ehemaliger russischer Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Handel – hat während unseres Gesprächs einen Telefonanruf bekommen und ging aus dem Raum. Ich dachte mir zunächst: „Das ist aber unverschämt, wer verlässt schon bei einem Gespräch mit Putin einfach so den Raum?“ Als er dann zurückkam, sagte er: „Wir hatten einen Angriff.“ Kurze Zeit später unterhielt ich mich mit dem Zuständigen für Informationsstruktur in Afghanistan. Er unterrichtete mich über die Möglichkeit, beim Feind mitzulauschen, auch wenn man dessen Sprache nicht spricht – nämlich mit Übersetzungsprogrammen in real time. Oder: Wenn Straßen, die normalerweise von den Taliban viel befahren werden, menschenleer sind, ist das für Viele ein Zeichen, auch nicht auf die Straße zu gehen – da die Taliban vermutlich Daten über bevorstehende Angriffe haben. Daten werden bereits in vielen Konflikten als Waffen eingesetzt – ob in Form von Propaganda, Manipulation, Erpressung oder als Cyberattacken. Die „Datenwaffe“ kann die unterschiedlichsten Formen annehmen und wird immer bedeutender. Weil es meist die großen Konzerne sind, die die Daten der Bürger haben und nicht die Regierungen, erleben wir auch eine Machtverschiebung.

Studien zeigen, dass soziale Netzwerke uns bereits besser kennen und einschätzen können als nahestehende Freunde. Was macht das mit unserer Gesellschaft?
Unsere Gesellschaft steht vor einer Reihe an spannenden Fragen, die beantwortet werden müssen. Was heißt es jemanden „besser zu kennen“ und vielleicht auch, was bedeutet es überhaupt, sich selbst zu kennen? Der Wert von Daten sind Entscheidungen, die auf diesen Werten basieren. Wenn ich früher einen Kredit benötigte, dann war es so, dass der Bankangestellte, der mit meiner Mutter im Kirchenchor sang, schon wusste: „Der Andreas ist in Ordnung, der kommt aus gutem Haus“ und ich bekam den Kredit. Heute gibt es bereits in Shanghai eine Firma namens Cashbus, die mir nur einen Kredit gibt, wenn ich ihr meine Freunde nenne. Wenn ich den Kredit bekomme und aus welchen Gründen auch immer meine monatlichen Zahlungen nicht leiste, bekommen alle meine Freunde eine Nachricht darüber. Für den Chinesen ist der Gesichtsverlust eine große Peinlichkeit. Wollen wir so einen sozialen Druck? Das muss gesellschaftlich ausgehandelt werden. 

... ist so ein System fair?
In einer Welt, in der es keine Privatsphäre mehr gibt, was ist da Fairness? Wenn meine Bonität durch mein soziales Netzwerk besser bestimmbar ist, als aufgrund von anderen Attributen, wollen wir dann, dass wir diese Information mitbetrachten, oder nicht? In China wird in der Stadt Rongcheng die Kreditwürdigkeit mit dem Social Credit System bewertet. Jeder Bürger wird auf Grundlage von Datenbanken eingeschätzt, wobei weitaus mehr einfließt, als in Deutschland – etwa das Strafregister und weitere als relevant erachtete Verhaltensweisen. Wenn man sich gegen die Regierung ausspricht, sinkt der Punktestand sofort. Es geht dabei auch längst nicht mehr nur die Kreditwürdigkeit.

Sondern?
Selbst die Schule, die mein Kind besuchen darf, oder die Jobs, die ich bekommen kann, hängen von meinem Score ab. Ist das fair oder nicht?  Wenn Sie eine Niere brauchen, geht das in einigen Ländern über Geld oder persönliches Netzwerk. In Ländern wie Deutschland gibt es Kriterien, nach denen entschieden wird, an welchen Rezipienten eine Niere weitergegeben wird. Was sind faire Kriterien? Wir leben in einer Zeit, wo wir uns darüber wirklich Gedanken machen müssen. Was ist uns wichtig? Wie wollen wir knappe Ressourcen wie Bildung, Studienplätze und Organspenden verteilen? Sollen wir einfach würfeln, oder gibt es ein System, hinter dem wir als Gesellschaft stehen? Früher konnten wir uns dahinter verstecken, dass wir die Informationen nicht haben. Heute haben wir sie.

Andreas Weigend ist ehemaliger Chefwissenschaftler von Amazon, Big-Data Experte und Professor an den Universitäten in Berkeley und Stanford.

André Oldenburg | Fr, 19. Januar 2018 - 06:54

Herr Weigend war bestimmt ganz angetan, als er Orwell´s 1984 gelesen hat. Eine Relativierung von Gefahren, meine Hochachtung.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 19. Januar 2018 - 11:26

bin ich bei Qwant.
Die Idee, etwas wachse zusammen, weil der andere uneingeschränkten Zugriff auf mich hat, finde ich geradezu abenteuerlich.
Europa ist ein Bereich, in dem ich noch Zugriff auf Regeln habe und diese überwacht werden können/sollten.
Ich bin nicht zuerst transatlantisch bevor ich bin.
Dies nur, um etwaige Vorwürfe des Protektionismus oder Nationalismus abzuwehren.
Meine Überlegung geht also dahin, dass wir geradezu in der Endphase des Denkens leben? Nein, in der Rückentwicklung jeglicher intellektueller bzw. wissenschaftlicher Standards.
Darin liegt die Gefahr für denkende Menschen derzeit in Deutschland, um nicht zu sagen in gezieltem Rückbau.
Da hängen auch Interessen dran, sicherlich, vor allem aber evtl. der Wunsch, sich die Welt anzugleichen.
Seht her, anders kann ich es nicht?
"Da ich nicht zur Welt kann, muss die Welt auf meinen Horizont geschrumpft werden"?
Die herumgeisternden Vorwürfe an Kritiker könnten auch Innenprojektionen sein?

Guido Proll | Fr, 19. Januar 2018 - 12:28

Man könnte wohl einen Mafia-Don befragen, und er würde vielleicht sagen, daß das Konzept vom staatlichen Gewaltmonopol romantischer Unsinn sei. In der wirklichen Welt ist die Mafia ja schon längst Realität. Zwar gibt es Gefahren, aber Organisationen wie die seine werden sicherstellen, daß die Probleme beherrschbar bleiben.

Ein Don würde in einer öffentlich geführten Diskussion sicher auf kompetenten Widerspruch treffen. Zum Thema des Artikels gibt es aber leider nur wenige Experten, die nicht selbst längst für diese oder jene "Organisation" arbeiten.

Es gibt auch nicht viel Hoffnung, daß dieser Entwicklung von staatlicher Seite kompetent entgegengesteuert wird. Bleibt denen, die für sich und ihre Nachkommen ein menschliches Leben anstreben, nur privater Widerstand. Wie nicht nur die Geschichten aus China belegen, wird auch dieser wohl langfristig zwecklos sein.

Jacqueline Gafner | Fr, 19. Januar 2018 - 14:15

zur Abhandlung einer Problematik, die es so in der Geschichte der Menschheit noch nie gegeben hat, immer noch im Wachsen begriffen und selbst für sogenannte Big Data-Experten Neuland und über weite Strecken nur ansatzweise überblickbar ist. Wer nun annimmt, dass mich deswegen mehr oder weniger irrationale Ängste plagen würden, ist auf dem Holzweg, und sei nur, weil ich diesen Kommentar dann kaum schreiben würde. Nein, das Herausfordernde an dieser Entwicklung ist die rational begründete Furcht, dass die Vorstellungskraft der meisten Menschen, meine Wenigkeit mit eingeschlossen, nicht ausreichen könnte, um vorausschauend (!) eine realistische Risikoabwägung vornehmen zu können, wie das Missbrauchspotential, das dieser Entwicklung fraglos innewohnt, rechtzeitig entschärft werden kann. Ich hänge nämlich an meiner persönlichen Freiheit (inklusive Privatsphäre) und an den aktuell noch beschränkten Möglichkeiten, mich mittels Big Data wirtschaftlich und/oder politisch erpressen zu können.

Günther Schulz | Fr, 19. Januar 2018 - 20:24

Die EU plant offenbar, den Internetkonzernen Google, Amazon und Ebay Zugriff auf die Privatkonten der Bürger der letzten 90 Tage zu gewähren. Dadurch würde auch das Bankgeheimnis ausgehebelt. Als Grund wird angegeben, dass die Konzerne auf diese Weise optimal die Bedürfnisse der Bürger erfassen können um maßgeschneiderte Angebote zu unterbreiten. Egal ob Waren-Dienstleistungs-oder Finanzierungsangebote.Alles wird abgegriffen, was Sie wann, wo bezahlen, welche Kredite Sie bereits bedienen oder wieviel Miete Sie bezahlen. Wie war das nochmal mit dem vielzitierten Datenschutz. Soll vielleicht das Käuferverhalten massiv manipuliert werden oder der unvermeidliche Crash hinausgezögert werden? Oder spielen noch andere Gründe eine maßgebliche Rolle. Die totale Überwachung jedenfalls ist bereits ingange.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 26. Januar 2018 - 14:20

entnehme ich, dass uns die Welt überrennt, weil wir nachdenken?
Möglich, dass sie uns genau unserer gesellschaftlichen Intelligenz wegen die Türen einrennt, überrennen tun sie uns m.E. nur, wenn es "halt so ist" ("Merkel-Doktrin").
Kein Wunder, dass Macron dann schlicht überwältigt durch seine gedankliche Expertise.
Man muss ja nicht mit allem übereinstimmen...

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