Illustration einer Hand, die ein Herz hält, daneben eine Tasse Kaffee mit einer Zigarette darauf abgelegt
„Nach dem Aufstehen hatte ich noch eine Zigarette geraucht und einen Kaffee getrunken. Das war keine gute Idee gewesen.“ / Max Löffler

Lebensqualität - Mein Herz und ich

Es liegt in der Familie: Wie ich mit 51 Jahren einen Herzinfarkt hatte und beschloss, mein Leben zu ändern. War das richtig? Der Schriftsteller Vladimir Vertlib über die Existenz des Herzschlags

Vladimir Vertlib

Autoreninfo

Vladimir Vertlib ist Schriftsteller. Er veröffentlichte unter anderem die Romane  „Lucia Binar und die russische Seele“, „Letzter Wunsch“ und „Schimons Schweigen“ sowie den Essayband „Ich und die Eingeborenen“

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Vor ein paar Jahren erklärte mir mein Cousin in Sankt Petersburg: „Wenn du älter als 50 bist, eines Morgens aufwachst und keinerlei Schmerzen hast, ist das kein Grund zur Freude. Weil es bedeutet, dass du schon gestorben bist.“ Er lachte, und ich lachte mit, denn ich hatte noch etwas Zeit.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 12. Dezember 2018 - 12:59

Dann verabschieden Sie sich einmal von Ihrem Zeitbegriff, Herr Autor.
Was treibt Blutdruck normalerweise in die Höhe?
Richtig, Aktion.
Wenn Sie das auch so haben, quasi ohne Aktion, dann hat Ihr Köper die Aktion aus irgendwelchen Gründen verstetigt, automatisiert.
Ich bin keine Ärztin, aber ich nehme blutdrucksenkende Mittel und versuche mein Leben wieder auf eine "normale" Langsamkeit zu bringen.
20 Jahre mit hohem Blutdruck sind vielleicht 60 Jahre?
Man ist dann also nicht wirklich zu früh gestorben.
Aber nicht wahr, es ist schöner 20 Jahre bewusst erleben zu können und dann vielleicht nur en passant zu sterben, als 20 Jahre lang durchs Leben gehetzt zu sein und quasi als "gefühlt" 100 jähriger zu sterben?
Warum nicht mit Ommmmmmm oder Meditation versuchen, wieder runterzukommen?
Schauen Sie sich die Blumen an, versuchen Sie Zeit zu empfinden und tragen Sie besser nicht dauernd eine Uhr direkt an sich.
Ihre innere Uhr könnte anders ticken.
Respekt vor dem Uhrhandwerk!