Bundesparteitag der Linken - Ein Aufbruchssignal war das nicht

Die neuen Vorsitzenden Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow sollen die Linke wieder in die Erfolgsspur bringen. Gestritten wird in der Partei vor allem über die Bedingungen für den ersehnten Eintritt in eine „rot-rot-grüne“ Bundesregierung. Doch eigentlich ist das eine Geisterdebatte.

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Susanne Hennig-Wellsow, neue Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, spricht beim Online-Bundesparteitag der Linken. / dpa

Autoreninfo

Rainer Balcerowiak ist Journalist und Autor und wohnt in Berlin. Im Februar 2017 erschien von ihm „Die Heuchelei von der Reform: Wie die Politik Meinungen macht, desinformiert und falsche Hoffnungen weckt (edition berolina). Er betreibt den Blog „Genuss ist Notwehr“.

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„Macht das Land gerecht!“, lautete das Motto des 7. Bundesparteitags der Linken, der am Freitag und Sonnabend coronabedingt komplett digital abgehalten wurde. Aber weniger diese trotzig-optimistische Losung prägte die Veranstaltung. Sondern eher die Frage: Wie kommen wir aus dem Tief heraus und können den drohenden Absturz in die Bedeutungslosigkeit noch verhindern?

Die beiden scheidenden Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger hinterlassen nach ihrer fast neunjährigen Amtszeit einen riesigen Scherbenhaufen. Mit Ausnahme von Thüringen, Berlin und Bremen hagelte es bittere Wahlschlappen, der grundsätzliche Konflikt über die Ausrichtung der Partei führte zeitweise an den Rand der Spaltung und konnte nur oberflächlich befriedet werden. In ihren alten Kernklientelen wird die Linke längst nicht mehr als Interessenvertretung der „kleinen Leute“ wahrgenommen. Gerade bei Arbeitern verlor sie kräftig Stimmen auch an die AfD, was durch bescheidene Zuwächse bei den urbanen Mittelschichten nicht kompensiert werden konnte. In den Umfragen dümpelt die Partei mittlerweile zwischen sechs und sieben Prozent. In der Corona-Krise konnten keinerlei Akzente gesetzt werden, in den öffentlichen Debatten zu diesem Komplex spielt die Linke nur eine marginale Rolle.

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Markus Michaelis | Sa, 27. Februar 2021 - 17:18

Eine Linke, die ihre Prinzipien vertritt, ihre Menschen in Teilaspekten ihrer Interessen und ihres Lebens - in Konkurrenz und im Ringen mit all den anderen Prinzipien, Menschen und einer sich dauernd ändernden und nie wirklich verständlichen Welt: so eine Linke wäre super und wichtig.

Was ich von Hennig-Welsow bisher gehört habe, vertritt sie Solidarität und Gerechtigkeit für DIE Menschheit; tiefste Wahrheiten für alle Menschen und gegen klare Feinde der wahren Prinzipien.

Gerade in Deutschland, einem bunten und weltoffen en Land, scheint mehr als klar, dass es DIE Menschheit nicht gibt, dass wir Gesellschaft nicht gut genug verstehen, um DIE Gerechtigkeit auszurufen, dass alles voller Widersrpüche ist, es jede Menge Gruppen mit Weltsichten gibt, die sich kaum unter einen Hut kriegen lassen.

Ich kann überhaupt nicht verstehen, von welcher Welt, welcher Gesellschaft, welchen Menschen die Linke redet.

... der Jahrzehnte auskosten durfte, was die SED (Nachfolgepartei Die Linke!!) an Repressalien allein für ihr Volk übrig hatte, kann ich gut auf die Segnungen für DIE Menschheit verzichten und hoffe, daß diese Gruppierung NIE WIEDER irgendwo eine Rolle spielen darf! Theo Waigel sinnierte ja 2014 auch noch darüber, ob man diese Partei - wegen ihrer Verbrechen - nicht doch besser hätte verbieten sollen, Altersweisheit (?).... DAS war der große Fehler, dass dies nicht gemacht wurde!
Und die CDU Hessen gratuliert Wissler noch zur Wahl, ich komm mir vor wie zu Zeiten der Nationalen Front.... Brechschale bitte!!
Wenn der Faschismus wiederkehrt.....

Yvonne Walden | So, 28. Februar 2021 - 11:06

In reply to by Yvonne Stange

Zunächst: DIE LINKE war und ist keine Nachfolge-Partei der leninistisch-stalinistischen SED als sozialistische Einheitspartei.
Und im übrigen: Die große Mehrheit der Mitglieder und Wählerinnen/Wähler der Linkspartei strebt nicht einen "ersehnten Eintritt in eine grün-rot-rote Bundeskoalition an, im Gegenteil.
Denn eine gemeinsame Regierung mit der SPD und den GRÜNEN könnte allzu schnell zu einem Gesichtsverlust der Partei DIE LINKE führen. Ob dies erstrebenswert wäre? Wohl eher nicht...

Die Linke ist in direkter Linie mit ein paar Namensänderungen die Nachfolgepartei der stalinistischen SED. Sie ist nie aufgelöst worden. Sonst hätte sie ihr Parteivermögen verloren.
Raider heißt jetzt Twix. Andere Aufschrift gleicher Inhalt. Man kann es drehen und wenden wie man will.

Klaus Funke | So, 28. Februar 2021 - 12:51

In reply to by Yvonne Stange

Diese Formulierung werden Sie ja noch kennen. Ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Die Ursprungspartei der Linken, die SED, hat bewiesen, dass sie einen Staat nicht führen kann. Wir haben es am eigenen Leibe erlebt. Ihre Nachfolger können es ebenso wenig. Und bei ihnen kommt noch jede Menge "Kindergarten" dazu. Gut, dass sie so eine Vorführung wie ihren Parteitag gemacht haben - nun weiß jeder, der noch alle Sinne beisammen hat, dass dieser Haufen vollkommen unfähig ist, Politik für ein Volk wie das unsrige zu machen.

Man kann und muss differenzieren. Die Linken meinen wohl eher mehr "Gleichheit" im Sinne von mehr sozialer Gerechtigkeit. Ein durchaus ehrenwerter Gedanke. Selbst ein materiell Bessergestellter müsste eigentlich kapieren, dass zementierte soziale Ungleichheit immer zu Konflikten führt!
Was nichts daran ändert, dass die Linke selbst ein reichlich heterogener Haufen ist: grün-roten Erneuerern stehen Alt-Linke vom Schlag einer Wagenknecht gegenüber. Die wollen eine linke Politik wie vor 30 Jahren und Treue zu Russland, als wenn das noch immer ein kommunistischer Bruderstaat wäre. Und werden für Letzteres durchaus auch am rechten Rand geschätzt.
Gerade mit ihrer außenpolitischen Ausrichtung beweist die Linke mal wieder, dass sie unwählbar ist. Keine Einsätze unter UN-Mandat? Man bekämpft die Taliban oder andere Wirrköpfe nicht, in dem man sozialpolitische Friedensalternativen vorschlägt. Oder die Schandtaten eines Putins mit dem Hinweis auf die Bedeutung Russlands leugnet.

Wagenknecht ist dem Sozialismus oder Kommunismus a la Sowjetunion und DDR weiter entfernt als die meisten anderen Linken zusammen. Sie argumentiert. Lanz aber diffamiert, vielleicht aus überschäumender Emotion oder Hass, aber er ist so leider nicht ernst zu nehmen.

Einen tiefsten Wahrheitsanspruch erkenne ich nur , wenn die Damen uns sagen , wo das Milliardenvermögen der DDR im Ausland versteckt wurde und wo es ist ! Dann interessiert mich , wie sie das ungesühnte Unrecht aufarbeiten wollen , dass die DDR Bürgern antat , die ihr Land verlassen wollten ! Es wurden 70 000 Kinder den Eltern entzogen , die vor hatten den Unrechtsstaat DDR zu verlassen , wo bleibt die fällige Entschuldigung und die Aufarbeitung ? Auch die Opfer der Mauertoten sollten als Nachkommen entschädigt werden , zum Beispiel aus dem Linken Vermögen .
Es ist jetzt leicht für schwache Einkommen oder Bedürftige mehr Geld zu verlangen , wichtig wäre es aber Arbeitsplätze zu schaffen , die rentabel sind und gut bezahlt .
Es reicht mir nicht , dass die Linken Damen die Menschheit beglücken wollen , es reicht mir aber , wenn sie versuchen das DDR Unrecht wieder gut zu machen !

Ich verlinke auf einen Kommentar des MDR. Autor: Tim Herden

https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/unter-der-lupe-kolumne-ne…

Für bedenkenswert halte ich insbesondere die folgende Ausführungen des Autors:

' ... man hat den Eindruck, dass die Linke mittlerweile von Öko-Radikalen unterwandert wird ... . Sie sind vor allem in den westdeutschen Landesverbänden aktiv, die mittlerweile mehr Mitglieder haben als die Ostdeutschen. ... Die Pragmatiker verlieren immer mehr an Einfluss. Gegen den sogenannten sozial-ökologischen Kurs der Parteiführung, bei dem "ökologisch" immer öfter größer als "sozial" geschrieben wird, versuchte die Fraktionsführung mit Bartsch, Wagenknecht und Amira Mohammed Ali mit einer konsequenten Sozialstaatspolitik dagegen zu halten. Besonders Wagenknecht wurde zur Zielscheibe des Kipping-Flügels, als sie in der Flüchtlingskrise auf die Verlustängste von Menschen in sozial-prekären Verhältnissen aufmerksam machte. ...'

Reinhardt O. Cornelius-Hahn | Sa, 27. Februar 2021 - 17:18

Es ist der funktionierende Versuch der LINKEN, die sich wieder etabliert hat, die Wahrnehmung der bürgerlichen, normalen und vernünftigen Mitte auf RECHTS zu verorten. Jeder, der eben normal ist, was Sitten und Gebräuche, was Rechtsempfinden und Gerechtigkeit betrifft wird in die rechtsextreme, faschistische Ecke gestellt oder gedrängt, Hier hilft eine einfache Erinnerung. Es gab doch diesen "antifaschistischen Schutzwall" bis 1989. Merkwürdig, wie sie alle nach dem Mauerfall in den Westen drängelten, obwohl dort ja politisch erkennbar (für die Ostler) die Faschisten, Revanchisten und die Kriegstreiber wohnten. Heute redet man den Menschen wieder eine Gefahr von RECHTS ein, um im trüben Links fischen zu können. Die Gemeinwohl- und Gemeinschafts- und Verteilungs-Irren sind wieder am Werk.

Immer wieder gelingt es den Linken mit perfidesten Methoden, jedoch sehr erfolgreich (!), ihre bürgerlich-liberal-konservativen politischen Gegner als Faschisten darzustellen. Das ist ein speziell deutsches Phänomen!
In der DDR war die BRD der Hort der Revanchisten, blutrünstigen Arbeiter-Aussauger u. Kriegstreiber.
Heute - mitten in der freien & demokratischen Bundesrepublik Deutschland - dürfen dieselben Linken u.deren geistige Nachfolger ihre Hetze unbehelligt weiter betreiben und alle, die nicht ihre Ansichten teilen, als gefährlichen Rechte, wenn nicht gar als "Nazis" (Diese Keule wirkt todsicher!) verunglimpfen.

Warum kann das bloß so funktionieren?
1. Weil wir eine Kanzlerin haben, die n i e Freiheit und bürgerliche Verantwortung kennengelernt hat bis zu ihrem 35. Lebensjahr und
2. weil unsere gesamten Medien (bis auf wenige Ausnahmen) von Linken und Grünen beherrscht werden.

Sie haben recht: "Die Gemeinwohl- und Gemeinschafts- und Verteilungs-Irren sind wieder am Werk"!

Klaus Funke | Sa, 27. Februar 2021 - 17:23

Kann man auch als Nicht-Linker Vertrauen in dieses neue Führungspersonal haben? Sind diese beiden "Führerinnen" Politiker, die ein Schiff wie die Linke steuern können? Man sage mir nicht, sie sollen es lernen. Diese Posten sind keine Lehrstellen. Sind diese beiden "Staatsmänner/frauen"? Was könnten sie auf dem internationalen Parkett ausrichten? Immerhin, sie trauen sich "Regierungsfähigkeit" zu. Alle diese Fragen kann man nur mit "Nein" beantworten. Diese deutsche Linke ist eine Sektierertruppe, mit sich selbst uneins, unreif, ohne echtes Programm, mit Phantasmen als Ziele. Sie werden, wie in den letzten Jahren schon, die Verwirrung und die Lächerlichkeit deutscher Linken-Politik nur noch deutlicher machen. Ich hoffe, sie sinken bei den Wahlen unter 5%. Dann haben sie die Chance, sich an Haupt und Gliedern zu erneuern. Dies ist die einzige Hoffnung, die ich ihnen zugestehe. Man könnte ihnen auch zurufen: Träumt weiter! Die derzeitigen Positionen der Linken sind unreif + unwählbar.

Karl-Heinz Weiß | Sa, 27. Februar 2021 - 18:09

Ja, Geisterdebatte ist der treffende Ausdruck. Es ist schon sehr bezeichnend, dass sowohl bei der LINKEN (Wagenknecht) als auch bei den GRÜNEN (Kretschmann) Politiker in der öffentlichen Wahrnehmung dominieren, die mit der Kern-Klientel dieser Parteien wenig Berührungspunkte haben. Die Wortführer bei den Geisterdebatten sollten Politikseminare besuchen, aber nicht für den Bundestag kandidieren.

Christa Wallau | Sa, 27. Februar 2021 - 18:15

Eine rot-rot-grüne Regierung wird spätestens dann zur Debatte stehen und durchaus Aussicht auf Verwirklichung bekommen, wenn die Staats-Kassen leer sind und Verteilungkämpfe um die Kernbestände des Vermögens in Deutschland ausbrechen. Dieser Zustand dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Ich bin nicht davon überzeugt, daß dann Wirtschaftsfachleute sich behaupten, die u. a. auch auf Einschnitte auch bei Niedriglöhnern und Sozialhilfeempfängern pochen, zumal es in der CDU, der stärksten deutschen Partei, solche echten Vertreter der Marktwirtschaft gar nicht mehr gibt.
Eher werden die Sozialisten sich durchsetzen, welche auf Umverteilung setzen (= nur Gutverdiende und Wohlhabende, vor allem Immobilienesitzer, werden geschröpft).
Die schiere M e h r h e i t der Wähler ist nicht wohlhabend, also steht in der Demokratie schon jetzt fest, wer hier demnächst das Gesetz des Handelns in die Hand nehmen wird.
Ohne Fleiß u. Verzicht kein Erfolg - dieses Prinzip ist längst vergessen!

Bernd Muhlack | Sa, 27. Februar 2021 - 19:34

"Früher" sagte man "Macht kaputt was euch kaputt macht!"
"Die 68er"
Dutschke, Cohn-Bendit usw usf
"Ton, Steine, Scherben", eine der Kultbands mit Rio Reiser
Also in 68 war ich 7, knapp inner Schule (en i-dötzje) - eine wohlbehütete Jugend.

Nein, ich hatte keinerlei Bezug zur "Zone, SBZ, DDR". Nichts, gar nichts.
Und dann dieser Tag im November 1989 - Günter Schabowski im TV!!!
Ein Kumpel u ich renovierten 2 Zimmer, unsere Damen waren übers Wochenende "unterwegs".
Lass Tapete Tapete sein und den Kleister kann man "strecken".
Ja, das war voll KRASS!
Ohne jedweden Bezug "feuchte Augen" -
mein GOTT, was hatten DIE sich gefreut!
Bier war vor Ort, also Pizza ordern!

Natürlich Mission accomplished - in Berlin und vor Ort tapezierend!
Unvergesslich!

NEIN!
Eine SED-reloaded brauche ich nicht!
Wo bitte sind die 16,39 Ostmark der SED geblieben?

Wie immer:
2021 wird das definitive Jahr der Entscheidungen werden!

https://www.youtube.com/watch?v=JbzhHGcEz-E
= Günter Schaboswki - HISTORIE!

Hans Jürgen Wienroth | Sa, 27. Februar 2021 - 19:38

Die Linke hat auf ihrem Parteitag 2 Frauen gewählt. Die sind gegen Waffen und Bundeswehr. Davon wird großzügig berichtet. Die (rückständigen?) Tendenzen zur Wiederbelebung eines Sozialistisch-/Kommunistischen Staates (DDR 2.0) scheinen offenbar gesellschaftlich beschlossen und müssen nicht mehr thematisiert werden. Die verfassungsfeindliche Aufforderung, Bündnisse gegen das kapitalistische System mit der Zivilgesellschaft, auf der Straße und in Betrieben zu schmieden, ist im linken Politspektrum nichts Böses, solange man sich im Kampf gegen rechts vereinen kann. Die ganz linke Marxistin kommt aus dem Westen, wo man den Mangel des „Volkes Wirtschaft“ nicht kannte, die andere aus dem Osten war der Parteimehrheit scheinbar nicht links genug.
Glücklicherweise berichtet der Cicero auch hier neutral und hebt das Frauenbündnis nicht wie die anderen Medien in den (sozialistischen) Himmel. Wo bleibt bei dieser Wahl eigentlich die Forderung nach Parität?

Karla Vetter | Sa, 27. Februar 2021 - 20:00

einen Blumenstrauß bekommen?Wahrscheinlich hat sich keiner gefunden der ihr ihn vor die Füße geworfen hat.

Wer sich ausgerechnet von Höcke & Co zum MP wählen lässt, hat es auch nicht anders verdient. Eine mutige und richtige Aktion, die meinen Respekt verdient, auch wenn ich sonst nichts mit den Linken am Hut habe.

Solange diese Partei unter 10% bleibt, ist es gut, dass die Tradition und Stimme der Arbeiterbewegung erhalten bleibt.

Ingo frank | Sa, 27. Februar 2021 - 20:11

Rot, Rot, Grüne Koalition, die keine eigene Mehrheit hat, zusammenzuhalten.

So wird die Aufgabe von Frau Henning- Wellsow im derzeitigen Thüringer Landtag in Ihrem Artikel beschrieben.
Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte jedoch Fr.
Henning-Wellsow nicht durch ihr politisches Amt, sondern als „ Blumenmädchen“ als sie H. Kemmerich nach der Wahl zum MP Thüringen einen Blumenstrauß vor die Füße warf.
Ich vermute, es gibt einige Wähler nicht n u r Anhänger der AfD ,die der Dame kein Träne nachweinen.
Ich gehöre dazu.

Mit vielen Grüßen aus der Erfurter Republik

Romuald Veselic | So, 28. Februar 2021 - 04:10

die ein Problem damit haben werden, eine Politpartei zu wählen, die von 2 Frauen angeführt ist. Da die 2 Damen eine diese Gesellschaft ändern wollen, frage ich mich, von woher holten sie sich ihr Mandat /Berechtigung dafür? Falls sie auf Experimente mit/an Menschen her sind, dann sollen sie zuerst dies an sich selbst, ihren Kids, Haustieren und sonstigen Familienangehörigen ausprobieren. Sie sollen bei Soros/Gates/Musk vorstellig sein, die sich vielleicht dazu überreden lassen werden, dem PostSED-Duo, eine Insel zu kaufen, wo sie sich mit ihren Ideen u. Politversuchen austoben können. Die zwei Übergenossinnen kommen mir so vor, wie Voodoo Priesterinnen, die ihres Amtes wegen, polierte Urinsteine zu Juwelen erklärt hatten.
Wieso denke ich dabei an Elena Ceausescu?

Annette Seliger | So, 28. Februar 2021 - 09:09

Die LINKE ist keine Partei - das ist eine Sekte, die nicht verstanden hat warum das Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell der DDR gescheitert ist. Wenn man den Menschen die Freiheit nimmt, die Freiheit zum unternehmerischen Handeln, dann besteht nur die Möglichkeit ein auskömmliches Leben zu führen darin, sich in dem "System" durch "Anpassung" hochzuarbeiten. Das war auch das Lebensmodell von Frau Merkel, die als FDJ Sekretärin sicher zu den Privilegierten in der DDR gehörte. Eines der wichtigsten Propagandamittel, um das Volk ruhig zu halten, war der Klassenkampf (bei uns nennt man das heute "Krise"), denn an der Misere in der DDR war ja nicht der Kommunismus schuld sondern der Klassenfeind. Menschen wie Wissler, Hennig-Wellsow und Merkel haben es bis heute nicht begriffen. Die LINKE wird dieses Jahr aus vielen Parlamenten rausgewählt - Merkel geht auch endlich und dann beginnt das große Aufräumen der Reste des Merkel`schen "Klassenkampfes" das dem Land so viel Schaden zugefügt hat.

Norbert heyer | So, 28. Februar 2021 - 09:24

Nach dem gemischten Doppel als Parteivorsitzende nunmehr - dem Trend der Zeit gehorchend - eine weibliche Doppelspitze. Diese Partei träumt seit Jahren von einer Koalitionsmöglichkeit auf Bundesebene. Das ist - fast - so gut wie ausgeschlossen. Gerade die
Grünen wollen keine Partei in einer möglichen
Koalition haben, die völlig unberechenbar ist. Sie würden auch ihren Preis für eine Regierungsbeteiligung so hoch treiben (wollen),
dass es wohl wirklich die letzte Option nach der Bundestagswahl wäre. Wenn haben die Linke denn noch als Aushängeschild? Herr Ramelow als MP von Thüringen und die leider zurückgetretene Frau Wagenknecht, die einzige mit Kompetenz und politischer Weitsicht. Von den beiden jetzt gewählten Neuen ist mir eigentlich nur die Dame aus Thüringen durch ihre eigenwillige Art, einen Blumenstrauß zu „überreichen,“ in Erinnerung geblieben. Die nächste Bundesregierung wird wohl schon abenteuerlich genug, da werden die schlimmsten Chaoten bestimmt nicht vermisst.

Ernst-Günther Konrad | So, 28. Februar 2021 - 10:20

Egal, wer da die Spitze macht. Wer seine klugen Köpfe aus der Partei oder Ämtern hinaus ekelt, selbst zwei linke Hände hat, dem ist irgendwann der Abstieg vorprogrammiert. Ich hoffe sehr, dass die LINKEN bedeutungslos werden. Es sieht für mich derzeit danach aus, als ob die GRÜNEN die Funktion eines Schwarzen Loches erfüllen und sowohl die LINKEN als auch die SPD, je näher sie sich dem grünen Loch nähern, absorbieren werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass die beiden "Neuen" nicht viel reißen werden. Die machen sich untereinander kaputt und das ist gut so. Aha. Man will gestalten? Das tun die doch schon mit ihrem verlängerten Handlangerarm ANTIFA. Die gestalten doch die Innenstädte bei Demos und anderen Events regelmäßig um, durch Zerstörungen und Angriff auf "unliebsame" Bürger der Gesellschaft, die nicht ihre Sichtweisen vertreten. Nur, was ist denn derzeit links? Für den Arbeiter zu sein und gegen das Kapital ist ein alter Hut. Wie soll das konkret aussehen? Reiche ins Lager?

gabriele bondzio | So, 28. Februar 2021 - 10:34

und wolkigen Formulierungen …"
Nach einem überwiegenden Leben in einem sozialistischen Staat, werde ich wohl nie wider in die Verlegenheit kommen linken Ideen nach zu laufen. Lippenbekenntnisse sind hier Standard. Geistige und auch gelebte Brandstiftung an der Tagesordnung. Linke sowie Teile von SPD und Grünen stammen aus dem gleichen Milieu (siehe Anwendung von Gewalt zur Durchsetzung politischer Ideen).
Lang gewachsener Fähigkeiten und Einsichten, die den Menschen individuell, ein zivilisierteres und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Werden hier schleichend aber unwiderruflich abgebaut und nehmen früher oder später totalitäre Züge an.
Mit dem Ausscheiden von Sahra Wagenknecht, ist meine Restsympathie für diese Partei verflogen. Zumal ich zunehmend erkenne, dass etablierte Parteien nur noch zum Selbstzweck agieren, ganz besonders die Linke.

Gunther Freiherr von Künsberg | Mo, 1. März 2021 - 16:01

die Bewerbungsreden der beiden neuen Vorsitzenden der Linken erinnern an die Reden der 68er Kommunisten an den Unis. Whistler stellt Forderungen auf, die mit den Werten des GG nicht vereinbar sind. Wie üblich wurde alles unter der Überschrift“ soziale Gerechtigkeit“ gefordert. Auch die Reichskristallnacht wie die Judenpogrome wurden von Nazis als sozial gerechtfertigt akzeptiert.
Auch fanden es Kommunisten sozial gerechtfertigt Menschen an der Grenze zu erschießen, wenn Sie diese in Richtung Westen überschreiten wollten, oder einem Studium zu verweigern, weil der Betroffene konfirmiert und nicht an der Jugendweihe teilgenommen hatte.
Das Hennig-Welt so demokratische Wahlen missachtet wenn ihr das Ergebnis nicht gefällt hat sie bei der 1. Wahl des thüringischen Ministerpräsidenten unter Beweis gestellt.
Die Linke ist eine kommunistische Partei und ebenso wenig demokratisch wie die NPD.
Wer SPD oder Grün wählt läuft somit Gefahr, dass Kommunisten in der Regierung mitbestimmen

Brigitte Simon | Mo, 1. März 2021 - 18:28

Die Medien spielen verrückt. FAZ, SZ, ÖR, Cicero, liegen der bis dato unbekannten von den Medien kaum wahrgenommenen Trotzki-Hoffnungsträgerin Janine Wissler zu Füßen. Die Medienherzen springen hoch. J.W. ist eine linksextremistische selbst erklärte Gegnerin des Parlamentarismus und Mitglied des Marx21. Die-ses Netzwerk steht unter Beobachtung des Bundesamts für Verfassungsschutz. Bedeutet die Beendigung eine gleichzeitige Umkehr ihrer extrem linken Ideologie?
Eine kleine Anmerkung: Der AfD wird nach wie vor die Unverrückbarkeit ihrer Denkweise in Abrede gestellt.

J.W. hält sich für unverzichtbar für den Revoluti-onserhalt - eine super Entscheidung - die die Träume von RRG lebendig hält. Erstaunlich nur, wie milde der Journalismus mit den Demo-kratiefeinden, den Linken, verfährt. Mit ihrer For-derung einer grundlegenden Veränderung der Macht-und Eigentumsstrukturen.
Für die Linken gibt es Hoffnung auf einen Stimmungswechsel. Die Union muß auf die Stimmungsgaranten Merkels verzichten