Boris Johnson
Könnte einen Popularitäts-Booster vertragen: Boris Johnson / dpa

Großbritannien - Überlebt Boris Johnson 2022 politisch?

Omikron, Brexit, Inflation: Im Vereinigten Königreich türmen sich bereits zu Beginn des neuen Jahres neue Probleme vor dem umkämpften und von Skandalen geschwächten Regierungschef Boris Johnson auf. Schon bringen sich prominente Tories als Nachfolger ins Spiel.

Tessa Szyszkowitz

Autoreninfo

Tessa Szyszkowitz ist Londoner Korrespondentin des österreichischen Wochenmagazins Profil. Im September 2018 erschien „Echte Engländer – Britannien und der Brexit“. Foto: Alex Schlacher

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„Auf nach England!“, heißt es in den Grenzregionen von Schottland und Wales – zumindest am 31. Dezember. 100.000 zusätzliche Gäste erwarten die englischen Pubs und Restaurants für den Neujahrsabend. Denn nur in England haben die Gastronomiebetriebe uneingeschränkt geöffnet. In Schottland und Wales darf nur zu sechst und im Sitzen gefeiert werden. Im Vereinigten Königreich sind Gesundheitsbelange Ländersache, und England ist im Vergleich mit Schottland und Wales in der Covid-Pandemie weit weniger vorsichtig.

Der britische Regierungschef Boris Johnson nützt die englische Partystimmung für eine optimistische Botschaft: „Genießt den Neujahrsabend! Und holt euch einen Booster!“, sagte der konservative Premierminister beim Besuch eines Impfzentrums.

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Martin Falter | Do, 30. Dezember 2021 - 12:23

heraus wenn ein Populist an die Macht kommt.
Dieser schaut nur auf seinen Vorteil und das Volk schaut in die Röhre.
Er hat alles vergeigt vom Brexit bis zur Pandemie Bekämpfung.....

Christoph Kuhlmann | Do, 30. Dezember 2021 - 12:37

Abgeordneter vergessen, die BoJo herunterspielen wollte. Aber jetzt mal ehrlich, England wird viel Geld verlieren, die Versorgungsengpässe werden noch eine ganze Weile so weiter gehen wenn sie nicht noch schlimmer werden. Bei dem Leistungsbilanzdefizit hat die Bank of England die Wahl zwischen hohen Zinsen und Inflation. Der Handelsvertrag mit Australien lässt Farmer um ihre Existenz fürchten, die Fischer sind sowieso am Ende und die Produktivität in der Industrie lag schon vor dem Brexit 30% unter der von Deutschland. Zusätzlich investieren Nissan, BMW nichts mehr auf der Insel. Bei lediglich zwei Millionen Industriearbeitsplätzen kommen jetzt auch noch Zölle hinzu. Es ist erstaunlich wie teuer den Engländern die nationale Souveränität ist.

Null-Zins und unser Steuergeld in alle Welt verteilen und ständig ungedecktes Geld drucken: ist das unsere /Ihre Wahl, Herr Kuhlmann? Meine nicht. Eine Inflation, wie wir sie in den 1920er Jahren hatten, wo man am Ende für ein Brot eine Million Mark zahlen musste, will ich nicht heben. Vielleicht die LinXen Revanchisten, die ja immer noch hoffen, wenn Deutschland und die EU abstürzen, können sie sich als die "Retter" anbieten und den Laden wieder übernehmen?!
"Es ist erstaunlich wie teuer den Engländern die nationale Souveränität ist." Das wünsche ich mir auch für unser Land, dass wir unsere Identität wieder ohne Scham und Unterwürfigkeit wahrnehmen können! Dass dies den Kommunisten nicht in den Kram passt, ist logisch, interessiert aber keinen denkenden Menschen und Demokraten. Punktum!

Rob Schuberth | Do, 30. Dezember 2021 - 13:28

Und selbst wenn er nicht wiedergewählt werden sollte.
Würde sich dadurch etwas gravierend ändern?
M. E. eher nicht. Wie bei uns auch.

Wir leiden an einer Art Einheitsbrei-Politik.
Und Parteien die es jedem recht machen möchten u. gar nicht merken, dass sie sich damit ihrer alten Klientel entledigen.

Alle wollen die Taube auf dem Dach u. verkennen dabei den Spatz in der Hand.

Yvonne Stange | Do, 30. Dezember 2021 - 15:35

Was soll passieren? Noch mehr den Brexit schlecht schreiben? Er ist ein Erfolgsmodell für GB. Dummerweise ein Faß ohne Boden für D, da es jetzt für die Gelder auch noch einstehen muß.... die Briten sind fein raus und ein restriktives Asylgesetz ist auch in Arbeit (oder schon durch?), die machen alles richtig. :-) Im Gegensatz zu Deutschland.... ein Jammertal.

Bernd Muhlack | Do, 30. Dezember 2021 - 17:30

Natürlich kommt jetzt Tochtern & friend!
Beide final geimpft.

Gleichwohl hatte sie Omikron - just 3 Tage häusliche Quarantäne.
Trotzdem Home-Office = money makes the world go round!

Die "Kontinentierung" fiel bekanntlich leider aus, jedoch ist es in UK, London "anders" (?!)
Sie werden Pubs sowie Bekannte, Verwandte besuchen - like the Beastie Boys!
"We have the right to fight to PARTY!"
Natürlich läuft alles im "geschützten Rahmen" ab. Keine Exzesse!

Es ist von Vorteil wenn man Infos von der "Quelle" hat.
Die Briten werden ES schaffen - ja SIE schaffen das!
WIR haben ES ja auch geschafft - behauptet man jedenfalls.

Heute trudelte Tochterns "Boxing-Day" ein:
PRIMA!

Warum schreibt man UK/GB, deren Sicht der Dinge so schlecht?
Dies & das funzt nicht mehr - etc.

Ist es üblich, dass bei penny ein kleiner Blumenkohl just 2,89 € kostet?
Auch bei UNS fehlen zigtausende Trucker, Pflegekräfte. Aber WIR schaffen das - q.e.d!

Das sind ja nur Briten!

Frau Szyszkowitz: Alles Gute für 2022!

Gerhard Lenz | Do, 30. Dezember 2021 - 18:44

Schliesslich ist er in Teilen der Bevölkerung noch immer durchaus beliebt. Und das nicht wegen seiner Leistungen - da hat er bekanntlich weniger als Nichts vorzuweisen.

Johnson steht vielmehr für die Vision eines wieder erstarkten Britanniens, das sich in keine EU einzuordnen braucht und als vollwertiger Partner an der Seite der Großmächte seinen Platz findet. Es ist schon erstaunlich, wie einfältig und vertrauensselig die Menschen ihrem "Boris" folgen.

Erst eine Realität, die den Menschen keinen höheren, sondern einen reduzierten Lebensstandard servieren und die Britanniens Rolle als Vasall der USA festschreiben wird - mit Kriegseinsätzen, in denen Britannien den USA hinterherlaufen darf - wird vielleicht die Briten irgendwann wachrütteln.

Das kann dauern: Johnson hat offensichtlich das richtige Rezept gefunden, die Menschen mit seiner Mischung aus Nationalismus und Nostalgie zu betäuben und ihnen erfolgreich Aussicht auf eine Zukunft zu verkaufen die es gar nicht geben kann.

Enka Hein | Do, 30. Dezember 2021 - 19:31

...werden das Kind schon schaukeln. Und überleben werden sie es auch.
Die Frage die mich umtreibt ist eher ob D mit der Ampel den ideologischen Unsinn überlebt.
Und da sehe ich ähnlich schwarz wie Autorin bzgl. GB.

Günter Johannsen | Fr, 31. Dezember 2021 - 11:32

Weil sich diese EU sich zum vormundschaftlichen System entwickelt hat - andere Länder bevormunden will, ist das Ende in Sicht. Die linke, selbsternannte Moral-Elite wird nicht mehr akzeptiert. Denkende Menschen lassen sich von grün-linken "Weltverbesserern" nichts vorschreiben. Diese linksdominierte, bevormundende EU ist am Ende! Doch in jedem Ende wohnt ein Neuanfang inne, meinte Hermann Hesse … und er hatte Recht: vielleicht kann nun eine echte und bessere "Europäische Gemeinschaft" entstehen mit ehrlich-kompetenten Politikern, die allen Ländern Raum für ihre Kultur und Werte lassen! Und die sich den Grundsatz zum obersten Gebot macht: Man kommt sich nur näher, wenn man sich nicht zu nahe kommt!

ALLEN hier im Forum wünsche ich ein gesegnetes Jahr 2022 und:
bleiben Sie gesund!
Ich hoffe, Omikron wird der Abgesang der Panthemie und wir können bald wieder frei atmen. Wir sollten aber nicht vergessen, wer uns diese Plage eingebrockt - und zu Anfang verheimlicht hat ... Absicht oder Panne??!
Mit menschenverachtenden kommunistischen Systemen darf man künftig keine Geschäfte mehr machen - auch wenn es unserer Wirtschaft und manchem Konzern schaden könnte!

Michael Sauer | Sa, 1. Januar 2022 - 19:02

In unregelmäßigen Abständen arbeitet sich Tessa S. an Boris Johnson ab, egal bei welchem Thema und auch wann. Offensichtlich hält sie ihr Gastland und seine Wähler für geistig minderbemittelt. Man muss kein Johnson-Fan sein, aber dieses Ständige Bashing der Korrespondentin nervt.