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 > Wie sieht die Zukunft Afghanistans aus?

Weltbühne

Truppen-AbzugWie sieht die Zukunft Afghanistans aus?

Von Ulrike Scheffer9. Juli 2012
picture alliance
Guido Westerwelle,Afghanistan,Kabul,Konferenz,Truppen
Außenminister Guido Westerwelle in Afghanistan
Schrift:

Auf der Afghanistan-Konferenz wurde über die Situation nach dem Abzug der internationalen Truppen 2014 diskutiert. Währenddessen starben NATO-Soldaten bei Anschlägen in Ost-Afghanistan. Die Zukunft des Landes bleibt weiter unklar

Seite 1 von 2

In Tokio haben am Sonntag Vertreter von mehr als 80 Staaten und internationalen Organisationen Afghanistan neue Hilfszusagen in Höhe von rund 13 Milliarden Euro gemacht. Dabei ging es vor allem um die Zeit nach 2014, wenn die internationalen Truppen das Land verlassen haben. Denn ohne finanzielle Unterstützung wird Afghanistan noch lange nicht auskommen.

Wie ist die Ausgangssituation?

Lange stand die Sicherheitslage in Afghanistan im Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Der Krieg gegen die Taliban, an dem sich die Bundeswehr derzeit noch mit knapp 5000 Soldaten beteiligt, konnte militärisch nicht gewonnen werden. Durch die Aufstockung der internationalen Truppen und verstärkte Anstrengungen, den afghanischen Streitkräften mehr Verantwortung zu übertragen, hat sich die Situation insgesamt aber stabilisiert.

Bildergalerie: 10 Jahre Afghanistan: Bilder eines Krieges
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Das gilt besonders für den Norden des Landes, in dem die Bundeswehr stationiert ist. In diesem Jahr ist noch kein deutscher Soldat in Afghanistan gefallen. Insgesamt starben dort bisher 53 Bundeswehrsoldaten bei Unfällen, Anschlägen und Gefechten. Aus dem Süden wurden allerdings in den vergangenen Wochen wieder vermehrt Kämpfe und Anschläge gemeldet. Die große Frage lautet daher: Können die in Tokio zugesagten Hilfsgelder überhaupt sinnvoll eingesetzt werden, wenn die internationale Schutztruppe als Stabilitätsfaktor wegfällt? Darauf hat bisher niemand eine Antwort.

Die großen Hilfsorganisationen wollen zunächst abwarten, wie es nach 2014 konkret weitergeht. Wenn ihre Mitarbeiter nicht mehr sicher seien, so der allgemeine Tenor, würden diese zurückgeholt. Allerdings ist längst klar, dass auch nach 2014 noch ausländische Soldaten in Afghanistan bleiben. Die USA haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, die militärische Unterstützung ausdrücklich einschließt.

Auch in Tokio wurde die künftige Hilfe wieder an Bedingungen geknüpft. Werden die überhaupt erfüllt?

Afghanistan-Konferenzen erinnern seit Jahren an „Und täglich grüßt das Murmeltier“, jener amerikanischen Filmkomödie, in der ein Fernsehreporter immer wieder denselben Tag erlebt. Die Ermahnungen an den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, endlich gegen Korruption und Misswirtschaft in Regierung und Behörden vorzugehen, wiederholen sich ebenso wie dessen Beteuerungen, die Hausaufgaben gewissenhaft zu erledigen. Und am Ende wird wie immer viel Geld versprochen.

Allein: Es passiert nichts. Im jüngsten Fortschrittsbericht der Bundesregierung zu Afghanistan heißt es: „Die Zusagen der afghanischen Regierung zur Korruptionsbekämpfung werden nur schleppend umgesetzt; greifbare Erfolge sind begrenzt.“

Deutschland immerhin hat daraus erste Konsequenzen gezogen. Die Zahlungen des Entwicklungsministeriums „erfolgen in an konkrete Reformschritte geknüpften Tranchen“, heißt es in einer Erklärung. 2012 wurden aus dem Entwicklungsetat demnach erst 65 Millionen der für das Jahr veranschlagten 240 Millionen Euro ausgegeben. Weitere Mittel steuert vor allem das Auswärtige Amt bei, so dass insgesamt für Afghanistan jährlich 430 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Seite 2: Wie steht es um die politische Zukunft des Landes?

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Afghanistan wird sich auch in 50 Jahren nicht

sehr ändern und der Westen,egal wie hoch die Hilfsgelder,wird wenig Einfluss auf die Entwicklung haben.Überall
im Nahen Osten und Nordafrika werden konservative Islam Parteien stärker die gesamte Poltik beeinflussen.
Alle Versuche die starre Haltung aufzubrechen wird an der Religion scheitern,es wäre gescheit wenn westliche
Politiker das nicht nur erkennen sondern auch akzeptieren würden. es würde Menschenleben und Geld sparen.

  • Antworten
Lill-karinBryant10.07.2012 | 16:23 Uhr

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