Cicero im August - Der islamische Krieg

Die August-Ausgabe des Cicero deckt die Hintergründe der Gewaltausbrüche in der arabischen Welt auf. Die Namen Isis, Hamas, Hisbollah sind allbekannt, doch wie genau entwickelte sich der militante Islam?

Ist der Islam böse?
Emiliano Ponzi

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Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Mit Konflikten ist es wie mit Krank­heiten. Es gibt grundsätzlich zwei Sorten. Die einen kann man heilen respektive lösen. Die anderen nur eindämmen, einigermaßen in den Griff kriegen, mit ihnen leben. 
 
Der Nahostkonflikt dürfte zur zweiten Kategorie gehören. US-Außenminister John Kerry hatte einen abermaligen An­lauf genommen, den Konflikt zu lösen – vergebens. Nun fliegen wieder Raketen und Kampfjets. Der Krieg ist zu­­­rück in Israel und Gaza. Schon bevor er wieder aufflammte, hatte Isis den Kampf für ein großislamisches Reich eröffnet, das nicht nur Irak und Syrien umfassen soll, sondern auch Jordanien, Libanon, Palästina – und Israel.
 
Al Qaida, Isis, Hamas, Hisbollah – der heilige Krieg hat viele Namen und viele Krieger. Ist Allah ein Kriegsgott? Tobt in der arabischen Welt ein Dreißigjähriger Krieg, wie ihn das Christentum vor 400 Jahren erlebt hat? Der renommierte Politologe und Islamkenner Gilles Kepel widmet sich in einem Essay dieser Frage. Der Buchautor Hamed Abdel Samad, über den eine Fatwa verhängt wurde, streitet im Gespräch mit der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor. Cicero-Kolumnist Frank A. Meyer sieht eine ungleichzeitige Entwicklung in Religion und Weltanschauung, die zu Konflikten führt.
 
Ein Irak in Flammen, ein Israel im permanenten Ausnahmezustand, ein Russland, das sich die Krim einverleibt, und ein Deutschland, das ausgespäht wird: Kann es sein, dass die USA als Weltmacht scheitern? Roger Cohen, Kolumnist der New York Times, kommt in einem Exklusivbeitrag für Cicero zu einem anderen Befund.

Der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama sieht die Ursachen der derzeitigen Schwäche nicht im System selbst, sondern in der enttäuschenden Regierung des Barack Obama. Im Übrigen hält es Fukuyama mit Winston Churchills Bonmot, wonach die Demokratie westlicher Prägung unter den schlechten Staatsformen immer noch die beste ist: „Weder das islamische Kalifat noch der russische Petrostaat scheinen mir Modelle zu sein.“

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