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 > ... wann der Gute-Mutter-Mythos endlich ausstirbt

Salon

Frau Fried fragt sich... wann der Gute-Mutter-Mythos endlich ausstirbt

Von Amelie Fried18. Januar 2013
picture alliance
Familie oder Karriere? Bitte wählen!
Schrift:

Sind Frauen, die trotz Kind Karriere machen wollen, Rabenmütter? Und dürfen sich Hausmütterchen, die ihren Kindern gute Schulnoten abverlangen, beschweren, wenn der Nachwuchs sie nicht ernst nimmt? Amelie Fried über den deutschen Gute-Mutter-Mythos

Ich bin eine Egoistische, kaltherzige Rabenmutter, denn ich bin nicht rund um die Uhr für meine Kinder da, sondern übe einen Beruf aus. Ich besitze außerdem die Unverfrorenheit, dies angesichts einer Scheidungsrate von 40 Prozent und des neuen Unterhaltsrechts für vernünftig zu halten und diese Meinung auch noch öffentlich kundzutun. Damit diffamiere ich all die selbstlosen, warmherzigen Mütter, die ihren Kindern zuliebe auf einen Beruf verzichten – in Deutschland immerhin fast 30 Prozent. Dieses Vergehens bezichtigte mich eine Frau während einer Lesung meines neuen Buches, in dem das Thema gestreift wird. Sie stand auf, holte Luft und richtete mich.

Der heftigste Kulturkampf in unserem Land tobt zwischen Vollzeit- und berufstätigen Müttern. Alle Waffen sind erlaubt, keine Gefangenen. Es treten an: trutschige Hausfrauen mit sandkastengroßem Horizont, die Fortpflanzung für die einzig wahre Bestimmung halten und parasitär vom Gehalt ihres Mannes leben, gegen ehrgeizige Karriereweiber, die ihre Kinder drei Stunden nach der Geburt in eine Krippe stecken und dort bis zur Volljährigkeit fremdbetreuen lassen, während sie sich rücksichtslos selbst verwirklichen.

Die Blauhelme in diesem Krieg sagen: Jede Frau sollte das für sich selbst entscheiden.

Ich sage: Rennt doch in euer Unglück, ihr tollen Supermütter. Aber beklagt euch später nicht, wenn die Kinder aus dem Haus sind, euer Mann mit einer Jüngeren durchgegangen ist und die nette Dame in der Arbeitsagentur vor Lachen Schluckauf bekommt, wenn ihr nach einem Job fragt. Wenn euer Rentenbescheid bei ungefähr 70 Euro liegt – so viel könnt ihr nach der Scheidung mit Minijobs nämlich noch erwirtschaften. Ach stimmt, ihr habt ja den Versorgungsausgleich. Vorausgesetzt, ihr wart verheiratet, hattet keinen Ehevertrag und keinen Mann, der vor der Trennung schnell seine Altersversorgung auflöst und eine Immobilie davon erwirbt. Alles schon da gewesen.

Vielleicht schießen eure Kinder ja ein bisschen Geld zu, schließlich habt ihr euch jahrelang für sie aufgeopfert. Vielleicht fragen die euch aber auch, warum ihr ihnen ständig gute Schulnoten abverlangt habt, damit sie Chancen im Beruf haben, während ihr als Hausmütterchen all eure beruflichen Chancen verspielt habt.

Stirbt dieser verdammte Gute-Mutter-Mythos in diesem Lande denn nie aus? Warum wollen so viele junge Frauen in der gleichen Abhängigkeit leben wie ihre Mütter und Großmütter? Und warum wird als egoistisch und kaltherzig beschimpft, wer sie vor dieser Idiotie bewahren will?

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Warum wollen so viele junge Frauen in der gleichen Abhängigkeit

leben wie ihre Mütter und Großmütter, fragen Sie? Ganz einfach: weil Erwerbsarbeit, einträgliche gar, deutlich anstrengender ist, als Familienarbeit. Ich war lange genug alleinerziehender Vater, stets in Vollzeit berufstätig, ohne je einen Cent Unterhalt von der Kindsmutter zu erhalten, um das beurteilen zu können.

  • Antworten
Very Serious Sam18.01.2013 | 15:10 Uhr

@sam- Recht hat er

und man sollte das bahnbrechende Buch von Esther Vilar "Der dressierte Mann" ruhig noch mal lesen. Dort steht alles- und das war vor über 40 Jahren! Die Stutenbeisserei soll heissen: "Bleib auch Du zu Hause, damit mein Wirt und Ernährer nicht auf die Idee kommt, auch mich arbeiten zu schicken."
Neulich habe ich in einem SPON-Forum das Wort von der "Resource Mann" gelesen, die es gilt auszubeuten. Und genau das stand schon vor 40 Jahren bei E.V.
P.S.: Ob das alles nun "der grösste Kulturkampf" in D ist? Ich glaube, Frau Fried hat da eine etwas selektive Wahrnehmung.

  • Antworten
Jacob, Matthias18.01.2013 | 16:07 Uhr

Was ist die Grundlage einer Familie?

Letzten Endes gibt man einen Teil Freiheit ab, wenn man für ein anderes Wesen Verantwortung übernommen hat. Das ist immer so! Man trifft eine gewisse Zeit Entscheidungen, die dieses Wesen noch nicht treffen kann, muss sie für es treffen, und damit beraubt man es - zu dessen eigenem Wohl - seiner Freiheit. Im Gegenzug muss man dafür sorgen, dass es später einmal in Freiheit selbst den richtigen Mittelweg zwischen individueller Selbstverwirklichung und Gemeinsinn finden wird.
Kinder lernen heute, dass sie nicht so wichtig sind, dass sich einer ihrer Erzeuger tatsächlich die Mühe machen würde, sich ihnen zu widmen. Dass sie nicht so wichtig sind, dass sich mindestens (!!) einer ihrer Erzeuger die Mühe macht, ihnen die Werte mitzugeben und vorzuleben, die man angeblich in der Gesellschaft einfordert. Dass sich mindestens einer die Mühe macht, sie zu erziehen, ihnen Grenzen zu setzen, Respekt vorzuleben und von ihnen einzufordern.
Selbstverständlich ist es so, dass man sich in einer Familie in Abhängigkeiten begibt! Das gilt doch nicht nur für die Frauen, sondern sollte doch auch für die Männer gelten, da es doch für die Kinder selbstverständlich gilt.
Wenn wir nun alle Normen in den Familien durch entsprechende Gesetzgebung aufgelöst haben, müssen wir uns nicht wundern, dass Familie unverbindlich geworden ist. Man lebt halt zusammen, solange es prima passt, dann trennt man sich - und eventuell vorhandene Kinder haben das Nachsehen:
Durch den Wegfall der Schuldfrage bei der Scheidung hat man es den Männern leicht gemacht, die Frau zu verlassen: Die Ehe war halt zerrüttet. Durch die Regelung des Versorgungsausgleichs hat man es dann den Frauen leicht gemacht, den Mann zu verlassen: Für Frau und Kinder musste Geld da sein. Dann hat man versucht, neue Familien zu fördern durch die Priorisierung der neuen Familie mit Kleinkindern (meistens doch die des ehemaligen Ehemannes), sodass die "Alte" notfalls nach vielen Jahren wieder arbeiten gehen musste. Wahrscheinlich steckte der Gedanke dahinter, dass ein Mann mit einer einzigen Familie zu wenig für die Geburtenrate getan hat: Er kann noch, die "Alte" nicht mehr! Warum also nicht eine "Neue"?, die noch Kinder in die Welt setzen kann, favorisieren?
Und jetzt also die Anfeindung - und um so was handelt es sich in dem Artikel - all derer, die noch die Kinder im Sinn und noch ein gewisses Vertrauen in die Männer haben! Dieser Artikel ist extrem männerfeindlich, weil er ihnen in ihrer Gesamtheit unterstellt, dass sie wenig Anstand besitzen und ihre Frauen verlassen, wenn diese nicht mehr taufrisch sind. Es gibt nicht nur genügend Gegenbeweise, auch die Statistik der Scheidungen spricht eine andere Sprache: Heute sind es mehrheitlich die jungen Frauen, die die Scheidung einreichen!
So macht man eine Gesellschaft kaputt: Man untergräbt die Vertrauensbasis, die für die Keimzelle der Gesellschaft, für die Familie eben, unentbehrlich ist. Man sorgt dafür, dass die Kinder weder die nötige Aufmerksamkeit und Führung bekommen noch dieses Vertrauen erleben. Und am Ende beschimpft man diejenigen, die noch das alte Modell vorleben, und überschüttet sie mit Häme! Für den Fall, dass das noch nicht ausreichen sollte, baut man vor sie das Schreckgespenst der Altersarmut und der öffentlichen Lächerlichkeit auf!
Was ist das für ein Mensch, der auf diese aggressive Art versucht, seine zynische Einstellung und Lebensauffassung zur allein gültigen zu erklären!

  • Antworten
tizian18.01.2013 | 16:38 Uhr

@tizian

"Was ist das für ein Mensch, der auf diese aggressive Art versucht, seine zynische Einstellung und Lebensauffassung zur allein gültigen zu erklären!"

Ich bin sicher, dass diese Frage rein rethorischer Natur ist, denn diese Schreiberin outet nicht zum ersten Mal ihre oberflächlich, dürftige Weltsicht.

Schon der Einleitungssatz der jungen Frau lässt jeden Deutschlehrer den Rotstift zücken. Und über das Inhaltliche schweigt Mann besser ...

  • Antworten
Ippokratis18.01.2013 | 19:11 Uhr

Besser kann man es nicht ausdrücke

@tizian:

Danke, genauso hätte ich es auch ausgedrückt ...

  • Antworten
Matze196818.01.2013 | 17:19 Uhr

Ester Vilar

sei hier noch ausführlicher zitiert : Eine Frau interessiert sich auschließlich für die anderen Frauen. Außerhalb seiner Funktion als Ernährer mißt sie dem Mann keine Bedeutung bei. "
Darum !

  • Antworten
Peter Lyssy18.01.2013 | 18:42 Uhr

Sie hat recht

Klasse, Frau Fried!

  • Antworten
Marion18.01.2013 | 18:44 Uhr

Kinder oder Beruf

Ich verstehe nicht, warum wir (Frau und Mann) uns über ein sozial-politisches Problem die Köpfe heißreden. Eine gute Politik würde Bedingungen schaffen, die Kinder wieder zur Leben-Selbstverständlichkeit machen und zu einer gemeinsamen Sorge von uns. Stattdessen ist die wichtigsten politischen Ziele: Kandidaten- und Parteiquoten. Und in nächster Reihe: selbstproduzierte, d.h. sogar noch für deren Bedingungen gesorgte Finanzkrisen. Da ist kein Raum mehr für die eigentlich wichtigen Belange des Menschen. Wir brauchen als Führung der Gesellschaft Querdenker, Menschen mit Ideen.
Ich bin selbst Mutter von drei Kindern. Habe mich gewollt für Kinder u n d Beruf entschieden und liebe meine Kinder u n d meinen Beruf. Dass dies an die Grenzen meiner physischen und psychischen Belastbarkeit ging, habe ich unseren politischen Führung zu verdanken und damit dem scheinbar gesellschaftlichen Konsens. Wenn alle eine kinderfreundliche Gesellschaft wollen, müssen wir die Bedingungen ändern.

  • Antworten
Sylphe19.01.2013 | 08:04 Uhr

Verzweifelter Versuch einer Horizonterweiterung

Sehr geehrte Frau Fried,

wenn Sie in Ihrem Zickenkrieg die Blauhelme dort verorten, wo gesagt wird „Jede Frau sollte das für sich selbst entscheiden.“, ist das äußerst bedenklich. Dann haben die Blauhelme wohl den Überblick über den Konflikt verloren?! Dass sich verbeißende Muttertiere zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, mag noch zu entschuldigen sein, aber wenn auch angeblich neutrale Streitschlichter keinen weiteren geistigen Horizont besitzen, wie die Streitparteien, ist alle Bemühung Frieden zu stiften vergebens.

„Jede Frau sollte das für sich selbst entscheiden.“

Mein Bauch, mein Kind, meine Entscheidung; ich erwähnte es kürzlich in einer anderen Kommentarspalte, lässt mich befürchten, dass Frauen - in wohl doch größerer Anzahl wie ohnehin schon erkannt – sich ohne fremde Hilfe selbst in ihren Sandkästen noch verlaufen würden, wenn sie die Erzeuger ihrer ganz eigenen Brut nur als raus zu prügelnde Förmchen-Diebe wahr nehmen.

Nichtsdestotrotz muss ich Ihnen und Ihren Widersacherinnen hier sogar zustimmen, dass Ihre eingeschränkte Wahrnehmung nicht Ihnen allein anzulasten ist, denn unser für „Gedöns“ zuständiges Regelwerk, das BGB, bestätigt, dass die Frontlinien nur zwischen den Müttern verlaufen und Väter die Fresse zu halten haben.

Das in seinen Annahmen dem Neuen Testament annähernd alte und patriarchale BGB definiert nicht nur Mütter und Väter, höchst unterschiedlich, sondern verteilt auch gleich die Geschlechterrollen und Deutungs-/ bzw. Zuweisungshoheiten. Am besten ist dies sichtbar mit Blick in § 1615l und § 1626a; wenn Mütter es gnädiger weise zulassen, dürfen Väter in der Familienarbeit mitwirken, müssen aber immer auch Mütter und Kinder ernähren. Weiter reichen die Rechte und Pflichten der Väter nicht. Wenn Mütter aber darauf bestehen, dass die Ernährer auch noch die hälftige Heimarbeit zu übernehmen hätten, dann wünschen die Aufgeforderten nicht selten einen angenehmen Weiterflug, steigen aus und ziehen die Reißleine.

Wenn Sie also irgendwo Blauhelme gesehen haben, dann handelte es sich bei denen lediglich um sogenannte Beobachter, die keinesfalls eingreifen, überspitzt dargestellt, wie vor 19 Jahren, als in Ruanda die Hutu auf die Tutsi losgingen. Wie die Sache ausging ist bekannt?

Machen Sie aber ruhig so weiter, ohne Männer und Väter Ihrer ganz eigenen Kinder, auf beiden Seiten. Wir Kerle pilgern derweil ins Fußballstadion, die Rückrundenspiele, als emotionale Höhepunkte genießen, und anschließend in den Puff, Samenstau abbauen.

Abschließend möchte ich noch in den Ring werfen, dass dieses ohnehin selten dämliche deutsche Unterhaltsrecht wieder mal umgeschrieben wurde, zugunsten der Chefarztgattin. Einzige Hürde: Sie muss den Erzeuger nur etwas länger (Ehedauer) neben sich ertragen, oder ihn zum Fußi-Gucken schicken. Dann kann es ihr vollkommen egal sein, wie viele Rentenpunkte sie selbst geklebt hat.

MfG

  • Antworten
Oliver Kaszierski19.01.2013 | 10:03 Uhr

Die Kaputtmacher ...

tizian hat Recht! Zur Zerstörung der Gesellschaft trägt auch die Verhunzung der Sprache bei, welche die Kommunikation be- und verhindert, die feige Gleichmacherei, um Differenzen zu verleugnen, dieselben Kaputtmacher nehmen den Menschen ihre Identität, angefangen beim Geschlecht, das nunmehr als verhandelbar gilt. Der "neue Mensch" steht in Folge all dieser Maßnahmen dann ganz alleine für sich, dem Staat und der Gesellschaft schutz- und alternativlos ausgeliefert und wird dadurch beliebig manipulierbar: es zählt nur sein Nutzen, seine Arbeitskraft, sein Konsum und sein bedingungsloser Gehorsam. Darüber hinaus gibt es in der guten neuen Welt dann nichts menschliches mehr, wir sind doch auch nur Zellklumpen, wie die Amöben, nur größer, oder? Man wird dann, wenn man nicht mehr "nützlich" ist, in voller Selbstbestimmung selbstverständlich auch sein sozialverträgliches Ableben einleiten müssen, Mal schauen, wann auch das gesetzlich geregelt wird, sicher auch dem Klima zuliebe. Vielleicht ist das Alles aber auch nur ein Zeichen der Dekadenz der Speerspitze dieser Art "Fortschritt", der grünen Enkel der braunen Opas.

  • Antworten
Blase19.01.2013 | 21:39 Uhr

Artikel von Frau Fried

Drehen wir die Sache doch mal um, Frau Fried, und betrachten Ihr "Lebenskonzept" von einer anderen Warte. Ihre Kinder sagen Ihnen dann irgendwann: Du warst ja immer in Deinem Leben selbsbestimmt und selbständig. Wir akzeptieren das und wollen Dir Dein Leben auch jetzt im Alter nicht plötzlich einschränken. Du brauchst jetzt Betreuung, die wir Dir nicht geben können, weil wir uns ja weiter entfalten müssen. So, wie Du uns das ja vorgelebt hast. Immer im Mainstream bleiben! Wir haben für Dich ein schönes Seniorenheim gefunden, das Deinen finanziellen Möglichkeiten entspricht. Du wolltest ja nie abhängig sein. Das ist ja auch Mainstream. Die Großfamilie habt Ihr 68er ja als nicht mehr zukunftsweisend sowieso abgelehnt. Wir können zu den Heimkosten nicht viel dazu geben. Wegen der Entfaltung, Du weißt schon. Mit den Besuchen ist das auch so eine Sache. Wir haben ja nun eine eigene Familie, das Deinem Lebenskonzept so gar nicht entspricht. Ich arbeite nicht, aber mein Mann ermöglicht es mir, den Kindern das beizubringen, was im Lehrplan der Schule nicht drin ist. Ich weiß, Du verstehst das nicht und lehnst meine Einstellung ab. Wir haben halt unterschiedliche Lebensentwürfe. Deiner ist nicht meiner, aber ich toleriere ihn, obwohl er wohl nicht für die Mehrheit taugt. Ich fühle mich übrigens nicht als Idiotin. Aber darüber lässt sich wohl mit Dir nicht diskutieren. Muss auch jetzt nicht mehr sein, da Du im Heim genügend Zuhörer hast. Adieu!

  • Antworten
Ainellogos21.01.2013 | 13:10 Uhr

Amelie Fried

Ich bin eine sog. "trutschige Hausfrau mit sandkastengroßem Horizont, die parasitär vom Gehalt ihrs Mannes lebt" mittlerweile 62 Jahre alt ist, zwei Kinder groß gezogen hat und seit 25 Jahren kriegsverletzte Kinder in Krankenhäusern betreut, außerdem Asylbewerber auf Ämtern und zu Ärzten begleitet, nebenbei sei fast 30 Jahren die hiesige Bibliothek am Laufen hält.... was soll diese Bissigkeit?

  • Antworten
Anna21.01.2013 | 13:11 Uhr

Gute Mütter braucht das Land

Was hat Frau Fried eigentlich gegen gute Mütter? Ist es nicht grundlegend notwendig für Kinder, eine gute Mutter zu haben? Ja, auch eine, die ihr eigenes Leben zugunsten der Kinder ändert und neu strukturiert zugunsten des kleinen, schutzbedürftigen Menschen, der in ihrer Obhut hernawächst und nicht ständig irgendwie untergebracht werden will. Gute Väter sind auch nicht schlecht für Kinder, so sie denn da sind. Überhaupt engagieren sich Eltern für ihre Kinder, mal mehr mal weniger, aber ihr Ziel, eben gute Eltern zu sein ist einfach lebensnotwendig für Babys, Kinder und Jugendliche. Frau Fried, schon mal etwas von Mutterliebe gehört?? Die brauchen wir auch in unserer modernen Zeit.

  • Antworten
Ingrid21.01.2013 | 15:46 Uhr

Sehr geehrte Frau Fried!

Sehr geehrte Frau Fried!
Ich finde es schade, dass Sie mit diesem Artikel die Polarisierung fortführen. Es erklingen auch immer dieselben Pauschalisierungen. Frauen, Männer - und auch die Kinder - sind sehr verschieden - ebenso wie die Lebensumstände. Es steht niemandem an zu urteilen.
Wichtig ist es für jeden und jede Einzelne, authentisch und glaubwürdig zu leben.
Frauen, Mütter geben auch Kultur an ihre Kinder weiter.
Wenn alle Mütter nur in ihre Erwerbsarbeit vertieft und "getrieben" werden - wo bleibt dann die Kultur? (Übrigens auch sicher ein nicht geringer Teil Ihrer Leser...) Kultur wächst erst im "geistigen Freiraum" - wo ein Mensch für sich - und seine Kinder - das Wesentliche sucht; und entdeckt.

Viele Spaß auf dem Weg!

  • Antworten
Rosebrock22.01.2013 | 00:56 Uhr

schön unfrei!

Hallo Frau Fried,

was sie hier polemisieren, nämlich die Abhängigkeit, der sind sie selbst ausgesetzt, können sich davon nicht frei machen, auch wenn sie genau das Gegenteil hier propagieren. Und sie merken es nicht mal!

Sie glauben nur dann emanzipiert und frei von jeglicher Idiotie der Abhängigkeit zu sein, wenn sie als Mutter vollwertig berufstätig bleiben und nur nicht in die Gute-Mutter-Rolle geraten. Haben sie schonmal darüber nachgedacht, ob wir uns Frauen dieses Bild der Superfrau, die alles perfekt unter einen Hut bekommt - Familie und Beruf - selbst auferlegt haben, um es wieder allen Recht zu machen? Vornehmlich sich selbst. Sie merken gar nicht wie unfrei sie selbst sind, wenn sie sich diesem Bild von der Superwoman unterwerfen!

Und es gibt tatsächlich Mütter, auch wenn sie das nicht für möglich halten, die zufrieden sind, wenn sie sich ausschließlich um eine Sache kümmern, nämlich mit Vorliebe um ihre Kinder, dabei finanziell auch noch abhängig und trotzdem glücklich sind.

  • Antworten
Marta22.01.2013 | 12:20 Uhr

ich bin froh dass ich für

ich bin froh dass ich für meine kinder immer da bin....

  • Antworten
Nena27.01.2013 | 22:56 Uhr

Keine Ängste schüren

Liebe Frau Fried,
EINE Frau hat sie geschmäht bei einem Vortrag? Ich bin seit ca. drei Jahren Hausfrau und muss mir täglich Häme über meinen Berufsstand anhören. Die Medien sind voll davon. Und Sie haben jetzt nochmal in diese Kerbe gehauen.
Voller Mainstream: Hu, Hu, alle Vollzeitmammis werden arm und unrespektiert sterben.
Ich kenne genügend Vollzeitmütter, die nachdem die Kinder groß geworden sind in ihrem alten Beruf weitergearbeitet, sich weitergebildet oder selbstständig gemacht oder sogar neue akademische Ehren errungen haben.
Nun, ich verlasse mich mehr auf meine eigenen Fähigkeiten und den Familienzusammenhalt als auf irgendwelche staatlichen Sozialpläne.
Selbst wenn die Renten sicher wären und wir blümschen Landschaften entgegengingen.

  • Antworten
Ulrike Brandhorst29.01.2013 | 11:48 Uhr

Antwort an Frau Fried

Solange ich mich erinnere, habe ich das Wort "Rabenmutter" nur von einer jeweils solchen (Selbstverwirklicherin etc.) zitiert erlebt, als Kampfbegriff gegen die Trutscheln. Halten sie damit ihr schlechtes Gewissen in Schach?
Sie fragen, wann dieser "verdammte Gute-Mutter-Mythos" endlich aussterbe. Das lässt sich ziemlich genau vorhersagen: Er stirbt im gleichen Tempo wie das Geburtendefizit wächst: in jeder Generation haben wir ein Drittel weniger Mütter und eben entsprechend weniger zu bemutternde Kinder (wobei hier die ach so intelligenten "Rabenmütter" mit ihrem meist nur einen Status-Symbol-Kind sogar schon mitgerechnet sind.)

  • Antworten
Martina29.01.2013 | 18:18 Uhr

Sehr geehrte Frau Fried,

Sehr geehrte Frau Fried,
Den Begriff "Rabenmutter" habe ich bisher nur von Frauen gehört, die sich gegen ihn verwahrten, nie von Männern oder "Hausfrauen". Er lieferte jedes Mal - wie auch hier - Einstieg und Rechtfertigung für einen giftigen Rundumschlag gegen "Vollzeitmütter". Merkwürdig nur, dass immer nur von Frauen in ihrer Position dieses aggressive Geifern zu hören und zu lesen ist - die andere Seite ist auffallend still.
Freiheit ist, wenn Eltern die Wahl haben, wie sie ihr Leben gestalten, wie sie Erwerbsarbeit und Erziehungsarbeit aufteilen. Vorausgesetzt alles wird ordentlich erledigt, sollte die Aufgabe Außenstehender und auch des Staates sein, diese Entscheidung zu respektieren und sich sozial- und wirtschaftspolitisch neutral zu verhalten. Davon sind leider nicht nur Sie meilenweit entfernt. Wenn Mütter in der Alterssicherung und im Scheidungsrecht schlecht gestellt sind, dann kann dies als Auftrag an den Gesetzgeber verstanden werden, hier für mehr Gerechtigkeit zu sorgen - es wird von Ihnen jedoch nur als Aufforderung an Frauen gerichtet, die Tätigkeit als Mutter auf ein Minimum zu begrenzen. Ist die Tätigkeit der "Vollzeitmutter" gesamtgesellschaftlich so schädlich? Warum dieser Hass?
Freiheit ist die Freiheit des Andersdenkenden - und ein funktionierendes, demokratisches Staatswesen auch ohne Rentenversicherung denkbar (Singapore) - ohne Mütter nicht.

  • Antworten
Valerie Hofmann-Krück29.01.2013 | 19:12 Uhr

Schwarz-Weiss-Malerei

Liebe Frau Fried,

ich bin seit 13 Jahren Hausfrau und Mutter und ziehe gerade 3 Kinder groß. Es ist wahr, meine Rente wird nicht so hoch sein wie die Ihre, und die Top- und Vorzeigekarriere, die ich hätte machen können, werde ich nicht mehr hinbekommen. Aber das ist mir auch egal. Aber was mir nicht egal ist, ist Ihre Schwarz-Weiß Malerei, für die Sie auch noch Geld bekommen, weil Sie oben auf der publizistischen Mainstream -Welle mitschwimmen.

Sie sprechen von " trutschigen Hausfrauen mit sandkastengroßem Horizont". Dagegen halte ich die Tatsache, dass sich mein Horizont um ein 1000 faches erweitert hat, seitdem ich mich um meine Kinder kümmere. Ich war nämlich vorher schon ziemlich intelligent und kreativ und bin durch meine Kinder nicht blöder geworden. Liebe Frau Fried, sie dürfen den Frauen nicht unterstellen, dass sie nicht wissen, was sie da tun, wenn sie bei ihren Kindern bleiben. Und dass es den Kindern gut tut, wenn man (Lebens-) Zeit für sie aufbringt, ist ja wissenschaftlich nachgewiesen.

Ja, ich bin finanziell abhängig von meinem Mann. Aber wissen Sie, die vollberufstätigen Mütter sind auch abhängig von ihrem Arbeitgeber. Eine Bekannte von mir würde z.B. seit langem schon gerne von Vollzeit- auf Teizeitarbeit gehen und sich mehr um ihren Sohn kümmern. Aber aus Angst, dass ihr Arbeitsvertrag nicht verlängert wird, traut sie sich nicht zu fragen. Ist das die Freiheit, von der Sie so schwärmen?

  • Antworten
Benita30.01.2013 | 13:54 Uhr

Mein Gott ...

sind denn alle hier am spinnen... Jede Frau sollte dass tun was sie für richtig hält... Geht arbeiten und gebt Eure Kinder in Krippen ab... oder bleibt zu Hause und kümmert Euch um sie...
Jeder ist seines Glückes Schmied... Aber wählt was Ihr tut mit bedacht, denn jedes Tun zieht eine Konsequenz nach sich...
Aber an alle beruftstätigen Mütter... es ist Irrsinn zu glauben man kann alles 100 % erledigen... 100% Job, 100% Mutter, 100% Ehefrau/Partnerin/Freundin und 100% sich selbst = 400% das geht garnicht...also wird etwas zu kurz kommen... Job, Kind, Partner oder man selbst...Also seid Klug und wägt ab, was Ihr wollt... aber Beschwerd Euch nicht später...

  • Antworten
Marion10.02.2013 | 20:39 Uhr

Amelie Fried

Wieso liest und hört man hier eigentlich immer nur das Wort "Mutter"? So weit ich mich erinnern kann, gehört auch immer ein "Vater" dazu. Warum fordern wir nicht endlich ein, daß es Müttern und (!) Vätern möglich ist, frei zu entscheiden wie sie nach der Geburt ihres Kindes Arbeit und Beruf verbinden wollen? Und mit frei meine ich nicht nur diese lächerlichen zwei Alibi-Monate Elternzeit. Ich denke, in vielen Berufssparten wird es den Männern durchaus sehr schwer gemacht, frei äußern zu können, daß sie in Zukunft ihre Arbeitszeit reduzieren möchten, um sich die Erziehungsarbeit inkl. Haushalt mit ihrer Frau witklich zu teilen. Sicherlich gibt es auch immer noch genügend, die sich darüber freuen, daß ihre Frau freiwillig gerne zu Hause bleibt... Aber hätten wir wirklich Arbeitsbedingungen, die es endlich unterstützen würden, daß wir von weder die Mutter noch der Vater einem bestimmten Rollenbild entsprechen muß, hätten sicherlich mehr Paare den Mut, Kinder in die Welt zu setzen. Sage nur aus eigener Erfahrung: mein Mann: Zeitvertrag, ich: Zeitvertrag, Doppeldienst (abends und morgens); eine Großeltern in der Nähe; Kita die länger als 16h geöffnet hat, Fehlanzeige; Gehalt? ganz okay, wenn man auf bestimmte Dinge wie Auto, etwas teureren Urlaub, Sonderanschaffungen verzichtet...die Liste wäre fortführbar.
Vielleicht sollten unsere Politiker einfach mal darüber nachdenken, wie man die Arbeitsverhältnisse so gestalten kann, daß Mann und Frau sich nicht zerreißen müssen, wenn sie beides möchten...

  • Antworten
Brigitte28.03.2013 | 09:49 Uhr

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