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Gentechniker:„Bio? Ein Mythos!“

Interview mit Hans-Jörg Jacobsen15. Juni 2012
Picture Alliance
"Es gibt keine Beweise dafür, dass Bio-Lebensmittel langfristig gesund sind"
Schrift:

Die EU-Kommission will den Einsatz von Gentechnik in Lebensmitteln lockern – und Verbraucherschutzministerin Aigner kämpft dagegen. Doch lohnt sich der teure Besuch im Biomarkt überhaupt noch? Der Genetiker Hans-Jörg Jacobsen glaubt das nicht, denn fast alle Lebensmittel sind mittlerweile mit Gentechnik in Kontakt gekommen

Seite 1 von 2

Hans-Jörg Jacobsen leitet die Abteilung Pflanzenbiotechnologie des Instituts für Pflanzengenetik an der Leibniz Universität Hannover. Der Gentechnikbefürworter berät das Verbraucherschutzministerium zur genetischen Diversität .

Obwohl Industrie und Behörden stets versichern, genmanipulierte Pflanzen seien sicher, ist vielen Verbrauchern die grüne Gentechnik, also die Anwendung gentechnischer Verfahren im Bereich der Pflanzenzüchtung, immer noch nicht ganz geheuer. Inwieweit unterscheiden sich eigentlich gen- manipulierte Lebensmittel von ihren „natürlichen“ Pendants?
Eigentlich gar nicht. Die Veränderungen bezogen auf die Gesamtzahl der Gene sind minimal. Es geht darum, ein, zwei Eigenschaften zu verändern – also meistens um eine Resistenz gegen Schaderreger oder Stress einzubringen oder auch einen toxischen Inhaltsstoff, etwa ein Allergen, zu eliminieren.

Unser Institut hat zum Beispiel transgene Äpfel entwickelt, die resistent gegen den Apfelschorf sein könnten, der durch den Schlauchpilz „Venturia inaequalis“ verursacht wird. Leider konnten wir nie zu Ende forschen, da die Bäumchen in einer nächtlichen Aktion vorher von radikalen Gentechnikgegnern zerstört wurden.

Dabei wird das Schizophrene bei den Gegnern der Gentechnologie deutlich: Sie beklagen den Mangel an Wissen zu möglichen Auswirkungen der grünen Gentechnik und gleichzeitig verhindern sie durch derartige Aktionen, dass dieses Wissen überhaupt generiert werden kann.

Der Inhaltsstoff unserer Äpfel hätte sogar einen gesundheitlichen Nutzen gehabt, da die gentechnische Veränderung zu einen Stoff führt, welcher vor Arteriosklerose schützt. Die Eigenschaften der Apfelsorte wären dabei voll erhalten geblieben.

Der umstrittene Vorschlag der dänischen Ratspräsidentschaft zur Regelung nationaler Anbauverbote von gentechnisch veränderten Pflanzen wurde dem EU-Umweltministerrat nicht zur Abstimmung vorgelegt, weil er keine ausreichende Mehrheit bekommen hätte. Wie stehen Sie zu der Diskussion?
Die ganze Debatte ist meines Erachtens eine politische oder sozioökonomische aber kaum eine von naturwissenschaftlicher Relevanz. Sollten sich einzelne Länder der EU für ein Anbauverbot entscheiden, hätten wir einen sehr weitreichenden Präzedenzfall, wie sich Länder ohne wissenschaftliche Begründung aus europäischen Integrationsprozessen herausziehen könnten.

Inzwischen streitet man seit über zwanzig Jahren über die potenziellen Gefahren der grünen Gentechnologie. Bisher gab es allerdings noch keinen einzigen Hinweis, der diese Ängste bestätigen konnte. Diverse Behörden haben auf der Basis umfangreicher wissenschaftlicher Prüfungen bestätigen können, dass der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen keinen Einfluss auf Gesundheit und Umwelt hat, oder, wie die EU-Kommission es ausdrückt, kein anderes Gefährdungspotential haben, als konventionell gezüchtete.

Selbst der Agro-Gentechnik-Kritiker Christoph Then, der für den Bereich Gentechnik und Landwirtschaft bei Greenpeace tätig war und im Aufsichtsrat von Foodwatch mitwirkt, merkt gelegentlich an, dass Gefahren nicht wirklich nachweisbar sind. Er bemängelt aber das Fehlen von Studien zu möglichen Langzeiteffekten.

Viele Organisationen leben eben auch davon, gegen gentechnologische Entwicklungen zu sein. Wie eben Then:  ein ausgemusterter Greenpeace- Aktivist, der sich jetzt mit Gefälligkeitsgutachten gegen die Gentechnik über Wasser halten muss. Seine Argumente sind wissenschaftlich so schwach, dass ich mich frage, weshalb er überhaupt noch Aufträge kriegt.

Welche Auswirkungen könnte ein Anbauverbot auf die EU haben?
Sollte sich die EU für ein nationales Anbauverbot entscheiden, so würde sie sich noch weiter vom Rest der Welt abkoppeln. Denn die meisten Länder haben bisher grüne Gentechnik befürwortet und forschen auf diesem Gebiet, neben den USA, Kanada, Brasilien, Argentinien oder Australien unter anderem China und zahlreiche andere Schwellen- und Entwicklungsländer.

Glauben Sie ernsthaft, dass in den USA – mit seinem strengen Produkthaftungsrecht – irgendetwas zugelassen würde, was auch nur ansatzweise schädlich sein könnte? Da wird ja vor lauter Hysterie selbst auf Starbucks-Trinkbechern darauf hingewiesen, dass „Kaffee ist in der Regel heiß “ ist, oder man doch „Bitte keine Tiere in die Mikrowelle“ zu trocknen habe. Vor lauter Angst, verklagt zu werden, riskieren amerikanische Firmen nichts, auch keine gentechnische Anbaugenehmigung, außer sie ist auf Sicherheit geprüft.

Was hieße das also in Europa?
Mit einem Anbauverbot verlässt nicht nur – wie gerade erlebt- die Industrie das Land, sondern auch die Forschung. Wir würden auf der globalen Innovationsebene enorm abfallen. Meine Arbeitsgruppe verlagert zum Beispiel seit diesem Jahr wesentliche Teile der Forschung nach Nordamerika.

Hätten wir die gleiche Debattenkultur vor 25 Jahren gehabt, dann gäbe es jetzt zum Beispiel kein gentechnisch hergestelltes Insulin, welches heute Standardtherapie bei Diabetikern ist. Auch dieses sehr notwendige Produkt wurde anfänglich von den gleichen Gruppierungen, die heute gegen die grüne Gentechnik agieren, heftig bekämpft, heute ist es Realität. Viele entscheidende Innovationen in der Medizin wären nicht erfolgt, wenn wir mögliche Risiken vor den realen Nutzen gestellt hätten.

So ist es halt mit Innovationen: Die Steinzeit ist schließlich nicht deshalb zu Ende gegangen, weil es keine Steine mehr gab, sondern weil jemand die Bronze erfunden hat.

Beweise, dass langfristig keine Schäden entstehen können, gibt es aber auch nicht.
Stimmt. Es gibt aber auch keine Beweise, dass Bio-Lebensmittel langfristig gesund sind. Denken Sie an die 53 EHEC-Toten letztes Jahr. Dieses fatale Darmbakterium ist auf einem Hardcore-Biohof in die Nahrung gelangt. Auslöser waren wohl die mangelhaften hygienischen Zustände des Betriebs. Die Sprossen konnten auch nicht – wie es in anderen Ländern Gesetz ist – entkeimt werden, weil das wohl nicht der Bio-Norm entsprochen hätte.

Wenn Dioxin in Bioeiern gefunden wird, wird das kein Titelthema. Wenn aber Dioxin durch Panschereien in einem fettverarbeitenden Betrieb ins Futter gelangt, wie im Februar 2011, dann ist das dagegen ein Dauerbrenner.

Seite 2: "Gentechnik-Siegel ist Verbraucher-Verarschung"...

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Das Biomärchen und Gewinnmaximierer

Haben bestimmte gesellschaftliche Kreise früher den militärisch-industriellen Komplex als gesellschaftliche Abzocker und Profitmaximierer bezeichnet so kann man dies im Jahr 2012 eindeutig über die Biobranche sagen.
Sobald das Wort "Bio" auf einem Produkt steht können Hersteller und Händler ihre Gewinnmarge vervielfachen. Hersteller und Händler von Bioprodukten sind somit gnadenlose Gewinnmaximierer zu Lasten von ungebildeten und naiven Verbrauchern.
Das sie dabei teilweise auch noch von (vermeintlich gebildeten) Politikern unterstützt werden ist besonders beschämend.

  • Antworten
Stefan18.06.2012 | 14:50 Uhr

Mal eine ganz einfache Frage!

Von welchen Firmen wird das Institut des Herrn Professor gesponsert?
Für viele Leute geht es gar nicht nur um die eigene Gesundheit, sondern darum, dass nicht reversible Eingriffe in die Natur vorgenommen werden und mittels Glücksversprechen Landwirte an die Monsanto-, BASF- und sonstige Konzern-Leinen gelegt werden, dass die über Jahrtausende entwickelte Sortenvielfalt hops geht. Die Tatsache, dass die Mais-Schädlinge, vor denen ja der genveränderte Mais schützen sollte, mittlerweile gegen die entsprechenden Gifte resistent geworden sind, zeigt, dass auch die Gentechnik nur mit Wasser kocht, dafür aber Folgen riskiert, die womöglich schädlicher sind als alles bisher Bekannte.
Die grüne Gentechnik wird auch kein Nahrungsproblem lösen, denn diese Firmen sind an Gewinnen interessiert und nicht an der Lösung des Hungerproblems. Das immer wieder anzuführen ist reine Propaganda. Niemand, der ihren Mist nicht bezahlen kann, wird diesen erhalten und wenn er vor ihrer Haustüre verhungerte.

  • Antworten
A. Franke18.06.2012 | 14:51 Uhr

Anwtwort

"Von welchen Firmen wird das Institut des Herrn Professor gesponsert?"

Ja, Das war ja klar.
Sobald man nicht mehr weiter weiß, einfach mit dem Totschlagargument "Lobbyismus" daher kommen.

Sobald man nicht mehr weiter weiß: Einfach ne tolle Verschwörungstheorie aus dem Hut zaubern, welche das politische Weltbild wieder grade rückt.

Aber ich habe mal ne Gegenfrage:
Denken Sie etwa, dass Greenpeace und diverse Bio-Verände etwa NICHT auch "Schmiergelder" an Wissenschaftler wie Seralini zahlen, damit Diese Studien zu UNgunsten der "Gentechnik-Industrie" fälschen?

"dass die über Jahrtausende entwickelte Sortenvielfalt hops geht."

Ach wissen sie:
"Genmanipulation" wird auch in der konventionellen Landwirtschaft
(Ja sogar im BIO-Anbau (!!!!))
betrieben;
-
Zwar keine "klassische" Gentechnik, aber sogenannte
"Mutationszüchtung" mithilfe von Radioaktivität und Chemikalien!!!

http://www.deutsche-landwirte.de/050401e.htm
(Zitat aus dem Artikel:
"Mehr als die Hälfte der in Europa angebauten Gerste hat demnach Gene in ihrem Erbgut, die letztlich durch Bestrahlung verändert wurden. Allein deutsche Züchter haben nach Angaben der IAEA mit Hilfe radioaktiver Bestrahlung 44 Getreidesorten neu gezüchtet.")

http://www.raiffeisen.de/presse/redetexte/pdf-Redetexte10/Doering-netzwerk-4-2010.pdf
(Der Absatz "1. Unsere heutigen Lebensmittel sind natürlich")

http://www.sueddeutsche.de/wissen/zucht-mit-radioaktiver-stralhung-die-atom-gaertner-1.1270439

Und wie in dem Süddeutsche-Artikel auf Seite 2 erwähnt wurde, werden auch genetisch mutierte Grapefruits in BIO-Läden verkauft!
(Zitat: "Auch die Grapefruitsorten "Star Ruby" und "Ruby Red", die heute oft in Bioläden verkauft werden, sind Nachfahren aus Atomgärten. Fast die gesamte in Europa eingebrachte Gerstenernte trägt eines von zwei Genen, die vor Jahrzehnten durch Strahlen verändert wurden und dafür sorgen, dass die Ähren auf kürzeren und stabileren Stängeln wachsen.")

"Die Tatsache, dass die Mais-Schädlinge, vor denen ja der genveränderte Mais schützen sollte, mittlerweile gegen die entsprechenden Gifte resistent geworden sind,..."

Wissen Sie; Das Problem der Resistenzen gibt es auch im BIO-Anbau:
http://www.dz-kundenserver3.de:9097/IVA2/de/forschung-technik/resistente-schaedlinge-2013-auch-im-bio-anbau-eine-herausforderung

Abgesehen davon; Jetzt übertreiben sie bitte nicht:
Quantitativ ist nicht qualitativ:

http://www.biosicherheit.de/aktuell/1341.bt-pflanzen-resistente-schaedlinge.html
"Zum Erstaunen vieler Praktiker funktioniert das Bt-Konzept auch 15 Jahre nach der Markteinführung noch immer: Bisher gibt es kaum resistente Schädlinge. Das bisher praktizierte Resistenzmanagement hat sich als erfolgreich erwiesen. Resistente Schädlinge treten nur dort auf, wo es nicht konsequent praktiziert wird, so das Ergebnis einer aktuellen Studie amerikanische Ökologen.
.........
Bisher sei das Auftreten Bt-resistenter Schädlingspopulationen unter Feldbedingungen nur in drei Fällen eindeutig dokumentiert: Bei einer Falterart (Heerwurm, Spodoptera frugiperda) gegen Bt-Mais in Puerto Rico, einem Eulenfalter (Busseola fusca) gegen Bt-Mais in Südafrika und beim Roten Baumwollkapselwurm (P.gossypiella) gegen Bt-Baumwolle in Indien. Überall habe es Mängel beim Resistenzmanagement gegeben. Es seien keine oder nicht ausreichend Refugienflächen angelegt und nicht überall Pflanzen mit hochdosiertem Bt-Gehalt angebaut worden. So wurde in Indien illegal vermehrtes Bt-Baumwollsaatgut ausgebracht, in dem die Mengen an Bt-Protein zu gering waren, um schwach resistente Schädlinge abzutöten."

„....denn diese Firmen sind an Gewinnen interessiert ….“

Frage:
Kennen Sie Aloys Wobben?
Nein?

Wobben ist Chef der grün-ökologischen Windenergie-Firma Enercon;
-
Und verfügt über ein Privatvermögen von 2,9 Milliarden €!!!!!

(Quelle: http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Wirtschaft/Nachrichten/NWZ/Artikel/2451844/Wobben+verliert+900+Mio.+Euro.html )

Denken sie, dass Herr Wobben nur aus Liebe zur Umwelt Windräder aufstellt???

Aber komischerweise:
Diesmal sagt NIEMAND etwas gegen Kapitalismus!

  • Antworten
Egon01.07.2012 | 23:11 Uhr

Übrigens ein interessanter Dok-Film bei Arte

über Autismus, der, wie es immer deutlicher wird auch etwas mit Ernährung zu tun hat: Gibt es nicht zu denken, dass in Südkorea auf 30 gesunde Kinder einen Autisten gibt, in den USA 1:90 und in Europa 1:149. Die wachsende Zahl hyperaktiver Kinder. http://videos.arte.tv/de/videos/hilfe_bei_autismus_-6735008.html
Der Zusammenhang zwischen genveränderter Nahrung und solchen Erkrankungen wird nicht hergestellt in dem Film, aber der Zusammenhang zwischen industrieller Nahrung und immer weniger natürlicher Kost. Ich sehe vielleicht (noch) keinen direkten Zusammenhang, aber einen indirekten. In den skandinavischen Ländern werden autistischen Kindern in speziellen Kliniken erst einmal Milch und deren Produkte vorenthalten. Womit werden Kühe in der Massentierhaltung gefüttert? Gerne wohl auch mit genverändertem Mais, abgesehen von dem freigiebigen Antibiotika-Verabreichen. Ich finde diesen Glauben an menschliche Machbarkeit, gerne mit der Brechstange, naiv und gefährlich!

  • Antworten
A. Franke18.06.2012 | 14:52 Uhr

bleiben wir bei den Fakten

Liebe(r) A. Franke,
auf unserer Erde passieren in jeder Sekunde Milliarden von Ereignissen gleichzeitig. Aufgrund der großen Vielzahl der Ereignisse gibt es für Nicht-Mathematiker immer wieder (über einen bestimmten Zeitraum) scheinbare Korrelationen die jedoch keinen kausalen Zusammenhang aufweisen. Der von Ihnen skizzierte Zusammenhang ist ebenfalls nicht-kausaler Art und somit konstruiert.

Ich könnte auch behaupten:
a. seit Jahren steigt die Anzahl der Biokonsumenten, gleichzeitig steigt der CO2-Gehalt der Atmosphäre. Ergo: Biokonsumenten sind für den CO2-Anstieg verantwortlich. Oder
b. seit Jahren steigt in den USA die Anzahl der Biokonsumenten, gleichzeitig steit die Anzahl bestimmter Krebskrankheiten. Ergo: Bio ist für eine Erhöhung bestimmter Krebskrankheiten verantwortlich.
Beides wären falsche und schändliche Behauptungen.

Der von Ihnen konstruierte/angedeutete kausale Zusammenhang ist ebenfalls nicht-kausal und erfunden.

  • Antworten
Stefan19.06.2012 | 12:15 Uhr

Ausgewogene Berichterstattung

Wenn wir über Gentechnik "Streiten" sollte man vielleicht auch auf folgende Ergebnisse / Studien hinweisen?

http://www.transgen.de/archiv/1132.doku.html
http://www.pnas.org/content/early/2012/06/25/1203647109.abstract?sid=891eedfc-3ada-47ec-8b4a-7794d53c4b4c
Dann gibt es noch eine Agrarberatung PG Economics, die einmal versucht hat, die Vorteile von GVO-Pflanzen zu quantifizieren. Dort hieß es dann:
"Selbst dort, wo Insektenresistenz und Herbizidtoleranz nicht die Hauptfaktoren für die Ertragssteigerung darstellen, bieten diese gentechnisch veränderten Nutzpflanzen viele weitere Vorteile. Untersuchungen von PG Economics zeigen, dass durch gentechnisch veränderte Nutzpflanzen der Pflanzenschutzmittel- und Treibstoffverbrauch gesenkt wird. In Kombination mit Anbauverfahren, die ohne vorherige Bodenbearbeitung auskommen, kann zudem die Bodenerosion reduziert, die Bindung von Kohlenstoff verbessert und der Ausstoß von Treibhausgasen gemindert werden. Es handelt sich nicht allein nur um Einsparungen und Vorteile für den Landwirt, denn die Umweltverbesserungen, die so möglich werden, kommen jedem zugute.

Die Verringerung der Treibhausgasemissionen, die im Jahr 2006 auf gentechnisch veränderte Nutzpflanzen zurückzuführen war, entspricht schätzungsweise der Stilllegung von 500.000 Kraftfahrzeugen.
Der Verbrauch an Pflanzenschutzmitteln im Maisanbau hat sich seit der Einführung von herbizidtolerantem Mais im Jahr 1996 um durchschnittlich 20 Prozent verringert."
Hier müsste man kritisch nachfragen, auf welche Quellen die Untersuchungen zurückgreifen.

Interessant auch diese schweizer Veröffentlichung:
http://adisagroblog.files.wordpress.com/2012/02/pardon-das-ist-verrc3bcckt.pdf

  • Antworten
INa05.07.2012 | 17:46 Uhr

"Für viele Leute geht es gar

"Für viele Leute geht es gar nicht nur um die eigene Gesundheit, sondern darum, dass nicht reversible Eingriffe in die Natur vorgenommen[...]".
Allein dieser Satz ist mal wieder ein schöner Beweis für das Unwissen vieler Menschen. Viele sind gegen die Gentechnik ohne wirklich zu begreifen, dass diese seit Jahrtausenden von der Menschheit angewendet wird - durch Züchtung. Diese ist nämlich nichts anderes als ein genetischer Eingriff. Wenn die Menschen also meinen kein Genverändertes Essen essen zu wollen, dann dürften sie eigentlich fast gar kein heutiges Nahrungsmittel essen - jedes wurde bereits durch Züchtung genverändert. Ein schönes Beispiel ist hier der Gemüsekohl: http://de.wikipedia.org/wiki/Gem%C3%BCsekohl#Zuchtformen . Eine Ablehnung der heutigen Gentechnik kommt, meiner Meinung nach, also einer Ablehnung des Computers gleich - man kann doch genauso gut mit dem Calculus rechnen, das ganze dauert zwar wesentlich länger und es bei weitem nicht so effizient - aber hey, so haben wir das doch früher auch gemacht! Ich kann in dieser ganzen Diskussion um die Gentechnik einfach nicht verstehen, warum Leute schnellere Techniken für im Prinzip alte Prozesse ablehnen.

  • Antworten
Detlef13.11.2012 | 15:08 Uhr

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