Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Mai: Nichts klappt, alle lieben sie: Das Geheimnis der verschlunzten Hauptstadt

Babel Berlin
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Obama ins Abseits genörgelt

Berliner Republik

Deutschland vor der US-WahlObama ins Abseits genörgelt

Von Gunter Hofmann30. Oktober 2012
picture alliance
Obama,Merkel,USA,Wahl,Politik,Kritik
Angela Merkel und Barack Obama – an ihre Politik werden zweierlei Maßstäbe angelegt
Schrift:

Am 6. November wählt Amerika seinen Präsidenten. Achtzig Prozent der Deutschen würden für den Demokraten votieren. Die Politik in Berlin scheint das nicht zu interessieren. Auch die Leitartikler und Korrespondenten der Medien nörgeln Obama geradezu ins Abseits

Seite 1 von 3

Wir können nicht mitwählen, leider. In wenigen Tagen, am 6. November, werden etwa einhundert Millionen Wähler an den Wahlurnen in den USA darüber entscheiden, ob Barack Obama Präsident bleiben und eine zweite Amtszeit antreten kann – oder ob der Republikaner Mitt Romney ihn ablöst. Mehr als achtzig Prozent der Deutschen, aber auch eine breite Mehrheit der Europäer insgesamt würden klar für den Demokraten votieren. Allein das schon enthält eine interessante Botschaft. Aber wie erklärt sich, dass es die Politik in Berlin nahezu nicht zu interessieren scheint, und dass auch die Leitartikler und Korrespondenten der Medien – von wenigen Ausnahmen abgesehen – Obama geradezu ins Abseits nörgeln? Sie bereiten uns ja nicht nur auf einen Machtwechsel vor, sondern es klingt inzwischen auch ein gelangweilter, ressentimentgeladener Unterton durch, als habe er seine Abwahl herzlich verdient.

Natürlich kann die Politik, sprich Angela Merkel, aber auch die Opposition, sich darauf zurückziehen, dass man die Wahlen jenseits des Atlantik ohnehin nicht zu beeinflussen vermöchte. Man muss es nehmen, wie es kommt. Der Satz enthält dennoch nur die halbe Wahrheit. So dilatorisch, nach Laune und augenblicklicher Zweckmäßigkeit die deutsch-französische „Achse“ behandelt wird (davon war vor einer Woche an dieser Stelle die Rede), so desinteressiert zeigt sich die Berliner Politik, voran die schwarz-gelbe Regierung, an einer wirklich sorgsam gepflegten, krisenimmunen, wasserdichten Koalition mit Washington. Das heißt ja gerade nicht: stummes Mitmachen, opportunistische Gefügigkeit!

Bildergalerie: Die 21 Gesetze im System Merkel

Hinzufügen müsste man übrigens, dass es auch keine „Russlandpolitik“ im klassischen Sinne gibt, und einen Schulterschluss mit Warschau ebenso wenig. Der vorherrschende Autismus – um nicht von einer nationalen Selbstbespiegelung zu sprechen – wird nur gelegentlich unterbrochen mit pathetischen Worten, so wie bei der Verleihung der freedom-Medaille an Angela Merkel in New York; und man pflegt natürlich auch die Abendessen mit Francois Hollande oder die Kanzlerin trinkt auch mal einen Rotwein mit Donald Tusk. Dann aber vergisst sie, Polen mit an den Tisch zu bitten, wenn es um die Zukunft des Euro geht, obwohl die Nachbarn von der Weichsel europäisch zuverlässiger agieren als viele Mitglieder des Euro-Clubs. Auch wenn es sich also um eine generelle Unfähigkeit handelt, tragfähige, dauerhafte Koalitionen zu schmieden – hier soll die Rede nur von der einen Koalition sein, jener mit den Vereinigten Staaten.

Wo bleibt denn der deutsche „partner in leadership“, wie die Formel von Prsäident Bush senior einmal auffordernd, herausfordernd lautete? Gerne versteckt man die eigene Nonchalance in Sachen USA – Jahrzehnte ein Pfeiler im Grundverständnis der deutschen Politik – hinter der larmoyanten Schutzbehauptung, Präsident Obama habe sich doch schließlich ausdrücklich den neuen, heraufdämmernden Supermächten vor allem in Asien und im Pazifik zuwenden wollen, China und Indien, Indonesien, Malaysia, Australien oder eben Brasilien und Argentinien, Amerika insgesamt wende sich von Europa ab. Das trifft nicht den Kern. Erstens predigt auch hierzulande jeder auch nur halbwegs informierte Buchautor oder Journalist, dass es auf dem Globus neue Zentren gebe, große player, die ernst zu nehmen sind. Wenn Pekings Regierungschef der deutschen Kanzlerin bedeutet, Griechenland dürfe nicht aus dem Euro herausfallen, dann ist das mehr als ein freundlicher Rat – man kann dann fast sicher sein, dass brav an einem Rettungsschirm gebastelt wird für Athen. Warum sollte Washington, bitte sehr!, die asiatischen Mächte weniger ernst nehmen als wir, zumal es für Amerika mehr als für uns neben den ökonomischen auch um sicherheitspolitische Interessen geht, wenn sich beispielsweise Spannungen zwischen Tokio und Peking um kleinste Inseln aufbauen?

Seite 2: Obama, der „europäischste“ Präsident

  • 1
  • 2
  • 3
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Zu diesem Artikel gibt es
3 Kommentare

Weiterführende Links

Merkel unter Druck

US-Wahlkampf Obama gleich Europa gleich Sozialismus

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

Euro-Krise
Zurück nach Maastricht!
von
10.05.2013
Kanzlerkandidat Schmitt
„Hauptsache, das Ich gewinnt!”
Interview mit
Oliver Maria Schmitt
03.05.2013
US-Außenminister John Kerry
He speaks deutsch
von
29.04.2013
Assad setzt wohl Chemiewaffen ein
Obamas Syrien-Dilemma
von
27.04.2013
BVG-Urteil zur Anti-Terror-Datei
Erfassungsschutz
von
25.04.2013

Zu den Kolumnisten von CICERO ONLINE
zum Dossier USA nach der Präsidentenwahl 2012zum Dossier Merkel, ihre Männer und die Machtzum Dossier Wege zu mehr Europa
Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier

Weiterführende Links

Merkel unter Druck

US-Wahlkampf Obama gleich Europa gleich Sozialismus

Diese Artikeln könnten Sie auch interessieren:

Euro-Krise
Zurück nach Maastricht!
von
10.05.2013
Kanzlerkandidat Schmitt
„Hauptsache, das Ich gewinnt!”
Interview mit
Oliver Maria Schmitt
03.05.2013
US-Außenminister John Kerry
He speaks deutsch
von
29.04.2013
Assad setzt wohl Chemiewaffen ein
Obamas Syrien-Dilemma
von
27.04.2013
BVG-Urteil zur Anti-Terror-Datei
Erfassungsschutz
von
25.04.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
Neues Dossier anlegen:

Deutsche Nörgelei an Obama

Ich wäre sehr glücklich,wenn wir nur ein Minimum in unserer Politikerklasse vom genialalen Barrack Obama hätten. Ich verweigere mich der deutschen Nörgelpresse und den schwarz,rot,gelben Politkern.
Meine Hände tippen automatisch auf die Stumm-,teilweise Ausschalttaste bei den Nachrichten vor Abscheu. Die politischen Magazine (nicht Talkschows) zeigen wie unterirdisch wir regiert werden. Eine Schuppe von Obama würde unser Land bzw. Europa schon zum Erleuchten bringen. Die deutschen Nörgler von Journalisten und verbraucherfeindlichen Politikern schneiden sich ins eigene Fleisch, weil sie zukünftig von mir und hoffentlich von vielen Anderen einfach ignoriert werden, in Kommentaren und Gesprächen,geschweige gewählt. Wahlkampfversprechungen und Lobeshymnen von den Obamanörgel-zur Merkel-Schleimerpresse prallen an mir schon lange ab und widern mich an.

  • Antworten
Jäger31.10.2012 | 07:16 Uhr

MERKEL der Untergang von Deutschland

wäre Froh wenn so eine Person, wie B Obama- Deutschland in der Welt Vertretern würde - dann hätte Deutschland nicht den Kommunismus, den es Heute hat.

  • Antworten
Christina31.10.2012 | 11:41 Uhr

Statements zur US-Wahl

Worüber regen Sie sich eigentlich auf? Es läuft doch so wie immer: Der Journalismus versucht, das zu produzieren und zu verbreiten, was ihm die höchsten Umsätze (Auflagen, Einschaltquoten, Reichweiten, ...) bringt und die Politik versucht, möglichst viel Porzellan heil zu lassen, denn man weiß ja nicht, was die Zukunft bringt und außerdem gibt es für signifikante Aussagen zu passender Gelegenheit von den Handlangern des Medienimperialismus doch nur was auf die Fresse ...

  • Antworten
Willy Ehrlich01.11.2012 | 14:58 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

20 Gründe, auf den Mars umzuziehen

zur Bildergalerie
Anzeige

Petra Sorge

Die Medienkolumne am Donnerstag

Erosion der investigativen Recherche?

Merkel und Dagmar Wöhrl (r.) im Bundestag. Politiker kritisch zu beobachten, ist Aufgabe der freien Presse

Wer Ziel einer kritischen Berichterstattung ist, versucht sich natürlich auf allen Kanälen zu wehren. Die Betroffenen haben mit dem Internet sogar eine echte Waffe in der Hand: Sie können die Fragen von Journalisten inklusive eigener Antworten einfach früher veröffentlichen – Pech für langsame Printmedien


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Eric Bonse - Lost in EUrope
Hollandes Offensive kommt zu spät

Frankreichs Staatschef Hollande will eine Wirtschaftsregierung für die Eurozone. Auf einer…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Klone der Schöpfung
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
Die Türkei muss in die EU, fordert Gerhard Schröder im Cicero. Hat er Recht?
Ja, ein Beitritt ist dringend nötig, um die Region zu stabilisieren
16%
Nein, die EU wäre heillos überfordert
84%
Gesamtstimmen: 640
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Dossier

Nordkorea zündelt

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang