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 > „Das Wort Integration ist zum Trauma geworden“

Berliner Republik

Junge Muslime„Das Wort Integration ist zum Trauma geworden“

Interview mit Fatma Camur14. März 2012
picture alliance
Integration, Kopftuch,
Trauma Integration
Schrift:

In den Integrationsdebatten, die regelmäßig die deutsche Öffentlichkeit erregen, kommen junge Muslime in der Regel nicht zu Wort. Cicero Online hat mit Fatma Camur, Gründerin des muslimischen Jugendmagazins Cube-Mag, über ihre Arbeit und das Trauma Integration gesprochen.

Seite 1 von 3

Frau Camur, auf der Homepage von Cube-Mag erklären Sie muslimische Feste für Nicht-Muslime, aber auch christliche Feste für Muslime. Bemühen Sie sich damit um Integration?
Als ich den Text über Weihnachten geschrieben habe, habe ich sehr viel gelernt. Viele Leser wussten vorher auch nicht unbedingt, was es mit Weihnachten auf sich hat. Wir schaffen mit solchen Artikeln einen Austausch, der verbindet. Von Integration würde ich in diesem Zusammenhang aber nicht sprechen, weil dieses Wort zu wenig für das gegenseitige Verständnis steht. Wie bei vielen anderen Muslimen ist auch für mich das Wort Integration zu einem Trauma geworden.

Was ärgert Sie an dem Wort Integration?
Ich bin zwar in Deutschland geboren und aufgewachsen, aber durch meine Eltern, die als Jugendliche nach Deutschland kamen, habe ich einen türkischen Hintergrund. Wenn man mich mit der Frage nach Integration konfrontiert, ist das vielleicht noch verständlich. Aber ich habe viele Freunde, die einen deutschen Hintergrund haben, zum Beispiel einen deutschen Elternteil und einen arabischen. Sie selbst sind Muslime und werden deshalb gefragt, ob sie gut integriert sind. Dabei ist das doch selbstverständlich: Wir sind hier geboren, hier zur Schule gegangen.

Ist Deutschland Ihre Heimat?                               
Mit meinen 22 Jahren weiß ich heute nicht mehr genau, wo meine Heimat ist. Vor einigen Jahren war mir klar, dass es Deutschland ist. Schon bei der Überquerung einer Straße in der Türkei habe ich Probleme, weil die Autos nicht bei Rot stehen bleiben. Ich bin also eigentlich klar hier beheimatet. Aber durch die ganzen Diskussionen der letzten Jahre stelle ich mir mittlerweile selbst die Frage, ob ich hier jemals als Einheimische angenommen und akzeptiert werde.

Was glauben Sie, womit die Probleme von Muslimen in Deutschland, sich zu integrieren, verbunden sind?
Vor allem Sprache ist ein wichtiger Schlüssel zur Integration. Die ältere Generation hat da viel versäumt. Ich weiß nicht, ob es die Schuld der Familien war. Oder ob es an der Denkweise der Leute lag, die ursprünglich ja zurück wollten, wenn sie ausreichend Geld verdient haben und sich deswegen überhaupt nicht um die Sprache gekümmert haben. Das finde ich absolut schade. Die meisten Muslime tun sich schwer damit, selbst aktiv zu werden. Wenn man die Sprache lernt und sich ein wenig eingliedert, dann reicht das. Man sollte dafür aber nicht seine eigene Meinung oder Kultur aufgeben.

Lesen Sie weiter über den Generalverdacht auf der Straße...

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Wer sich in Deutschland oder irgend einem anderen nicht

islamischen Land demonstrativ in das Kopftuch hüllt der zeigt der Gesellschaft ganz klar auf welcher Seite sie steht.
Kein Stück Stoff gibt so klare Signale an die Umwelt und viele Nicht Muslime reagieren entsprechend mit Ablehnung.
Wer Teil der westlichen Gesellschaft sein will muss verstehen dass Religion eine private Angelegenheit ist ,er/sie muss nicht ihren Glauben abgeben sondern verstehen dass diese demonstrative Religioesitaet sie isoliert.Aber dann das ist auch wohl der Sinn dieser Verhüllung.

  • Antworten
Karin Bryant19.03.2012 | 16:32 Uhr

Karin Bryant

Danke für Ihren sehr guten Kommentar. Noch eine andere kleine Geschichte. Da wollten türkische Frauen einen abgeschlossenen Badetag in einem öffentlichen Schwimmbad haben. Der Protest dagegen kam von jungen türkischen Migranten, die den Frauen empfohlen haben, doch dahin zu gehen, wo sie eigentlich herkommen, um diese unnötige Forderung zu stellen. man muss wissen, dass in dieser Stadt Bäder knapp und daher oft überlaufen sind.

  • Antworten
rehse20.03.2012 | 09:28 Uhr

Projektionsfläche Kopftuch

@ Karin Bryant
Ihre Auffassung deckt sich nicht mit der des Bundesverfassungsgerichts, das in seinem Urteil 2003 klar gemacht hat:
- Das Kopftuch hat vielfältige Bedeutungen und darf nicht auf eine (z.B. die Unterdrückung der Frau) verkürzt werden
- Das Kopftuch fällt unter den Schutz des Artikel 4, ist also entsprechend keine Privatsache, die man nur zu Hause in den vier Wänden praktizieren darf
- Die negative Religionsfreiheit beinhaltet n i c h t das Recht von anderen Glaubensbezeugungen (z.B. Turban, Kopftuch, Fronleichnamsprozession, Glockengeläut) verschont zu werden
- Staatliche Neutralität meint keine Distanzierung von (einer) Religion, sondern die gleichmäßige Förderung aller Religionen und Weltanschauungen, d.h. keine Bevorzugung und keine Benachteiligung einzelner Bekenntnisse

Vielleicht sollten Sie sich nach einem Integrationskurs in der Nähe umschauen, da können Sie dann lernen, welch wunderbare Verfassung wir haben und stolz darauf sein. Die Gruppe derer, die Freiheitsrechte einzelner Gruppen beschneiden will, sollte nicht vergessen, dass es gibt keine Garantie dafür gibt, nicht selbst einmal "dran" zu sein. Falls der deutsche Michel Grundrechte light für Muslime durchsetzen sollte - derzeit ist das BVerfG bisher Gott sei Dank noch ausschlaggebend und nicht die BILD-Zeitung - kann jedem von uns das Gleiche drohen und zu irgendeiner Gruppe gehören wir alle. Wenn diese Tür geöffnet wird, gibt es oft kein Halten mehr. Zum Heulen ist es dann aber zu spät.

  • Antworten
Gabriele Boos-Niazy21.03.2012 | 16:27 Uhr

nur ganz kurz

wer sich demonstrativ in das Kopftuch huellt in Laendern in denen es nicht Sitte ist dass Frau sich verhuellen um Maenner davon abzuhalten sie anzubaggern der signalisiert dass sie anders sind. Ich habe damit kein Problem,wer glaubt dass er/sie das tun muss dann bitte....aber dann sollten sich die Personen nicht beklagen dass sie nicht 'angenommen' werden sondern aussen vor stehen.Schliesslich sind sie es die das Fanal " ich bin nicht wie Du,ich bin anders " absondern.
Es ist meine Erfahrung dass viele Muslime nur die Grundrechte fuer sich beanspruchen die sie fuer ihre Zwecke ausnutzen koennen,aber sich das Vorrecht beanspruchen dass sie nicht alle fuer sie gelten weil sie durch ihre Religion anders sind und leben.
Wenn schon auf das GG zurueckfallen und Rechte beanspruchen dann bitte auch die Pflichten erfuellen.

  • Antworten
Karin S.Bryant22.03.2012 | 14:13 Uhr

Das Bild von der Muslimin

ist immer noch von der Kopftuchfrau geprägt, die in einem Meter Abstand ihrem Mann folgt und meistens kein deutsch spricht. Insofern gibt es da nichts zu integrieren, da eine Teilnahme am öffentlichen Leben nicht stattfindet. Vielleicht gelingt es ja Menschen wie Frau Camur dieses Bild zu ändern, dann steht einer besseren integration, was immer das auch heißen soll, nur noch der latente Attheismus der wissenschaftsgläubigen postmodernen Gesellschaft entgegen. Aber damit sehen sich auch Christen konfrontiert, wenn sie ihre Religion in der Kleidung dokumentieren. man kann sich schlecht über die moralische Bevormundung der katholischen Kirche beschweren, (Sex vor der Ehe als Sünde, usw.)und derselben Bigotterie beim Islam zustiimmen. Trotzdem viel Spaß dabei.

  • Antworten
Christoph Kuhlmann19.03.2012 | 17:56 Uhr

Vielleicht liegt die

Vielleicht liegt die Ablehnung auch einfach daran, dass für den Durchschnittsdeutschen Religion keine große Rolle mehr spielt. Unter Jugendlichen z.B. würde ein streng religiöser Christ vermutlich ähnlich starke Abneigung erfahren. Man stelle sich einen Mönch oder eine Nonne vor, deren Religion durch ihre Kleidung deutlich wird. Würden diese nicht auch Blicke auf sich ziehen?

Außerdem sagt Frau Camur "Aber ich habe viele Freunde, die einen deutschen Hintergrund haben, zum Beispiel einen deutschen Elternteil und einen arabischen. Sie selbst sind Muslime..."

Hat sie auch deutsche Freunde, die keine Muslime sind? Wenn nicht, liegt dass dann nur an "den Deutschen"?

  • Antworten
Sergej Hartner19.03.2012 | 21:10 Uhr

Ja, es könnte doch so schön sein...

Ja, es könnte doch so schön sein: Egal welche Hautfarbe, welche Religion - wir sind alle Kinder unter der einen Sonne.

Mir ist gleichgültig, ob jemand an Gott glaubt, und wenn ja, welcher Gott es ist. Ich bin für eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Die christlichen Kirchen haben das allmählich akzeptiert, aber der Islam tut dies nicht. Und deshalb gehört der Islam für mich nicht nach Deutschland.

Es mag sich hart, fast schon reaktionär anhören: Ich bin für eine "Leitkultur", die sich an den Werten des Grundgesetzes orientiert. Wer diese Grundwerte nicht akzeptieren will, wer sich nicht integrieren möchte, der sollte Deutschland verlassen.

In jeder Talkshow, in vielen Medien gibt es den sehr gut deutsch sprechenden, gebildeten Moslem, der uns zeigen soll, wie irrational unsere Ängste sind. Aber die gesellschaftliche Wirklichkeit reptäsentieren Muslime wie Frau Camur nicht.

  • Antworten
Katharina K.20.03.2012 | 00:27 Uhr

Der Islam atmet einen anderen Geis

Was wollen die Muslime dem Rest der Welt aufzeigen, dass sie etwas besonderes sind, was beschützendwertes , oder nur weil sie als Muslime "die beste Gesellschaft ist", so der Koran, übermittelt von ihrem Propheten?
Dieser religiöser Fanatismus, den die Muslime an den Tag legen, ist auf der Welt einzigartig und demontiert jede andere Gesellschaftsform, in der der Islam einwandert. Das ist auch der Tatsache geschuldert, das im Gegensatz zu der restlichen Welt keine Menschen geboren werden, sondern Muslime und das aus dieser Klammer kein entrinnen gibt. Solange islamische Riten, Gebräuche, nebst deren Wertesystem unserer Gesellschaft aufgezwungen werden, und höheren Stellenwert haben als das GG oder die hiesige Lebensweise, ist etwas faul im Staate. Keine andere Gruppe focusiert ihre Andersartigkeit so wie die Muslime, nicht alle, aber die meisten. Seit der Aufklärung gehört die Kritik am Christentum zum intellektuellen Tagesgeschäft. Einer ähnlich schonungslosen Sicht auf den Islam wird hierzulande jedoch gern die Legitimation abgesprochen, Meinungsfreiheit verkommt zur Makulatur.
Wenn sie mich so fragen, unter diesen Voraussetzungen, kann ich auf den Islam verzichten. Dann sind mir alle anderen Immigranten, wesentlich näher, die nicht so auf ihre Religion pochen und unsere Regeln hier beachten und sich in diese Gesellschaft einbringen. Denn, so wie sich viele Muslime darstellen, stehen sie nicht in der Gesellschaft, sondern daneben, weil sie immer eine Sonderbehandlung für sich reklamieren. Wenn diese Gruppe, durch ihren Lebensstil, Ausübung ihrer Religion, signalisiert, dass sie unser Rechts- u. Wertesystem für Teufelswerk hält, dann ist doch ein gewisses Unbehagen angebracht. Oder darf man diese Dinge nicht mehr aussprechen, da politisch nicht korrekt ?

  • Antworten
AlterSack20.03.2012 | 08:28 Uhr

Irgendwie seltsam

Ich bitte das jetzt richtig zu verstehen. Migranten haben wir aus zahllosen Ländern dieser Erde. Allein hier in der Firma arbeiten Leute aus 18 Nationen. Wir haben etliche Muslime, das ist normalerweise auch kein Problem. Seit geraumer Zeit haben wir eine junge Frau, die auf der Weihnachtsfeier auf Nachfrage von mir, ob sie Muslima sei, antwortete, ja, sicherlich, irgendwie schon, aber das sei nicht wichtig. Sie trägt üblicherweise Jeans, Bluse, Pullover, kein Kopftuch o.ä., ist völlig unauffällig gekleidet. Sie ist lebensfroh, kontaktfreudig, sehr höflich, fleißig und intelligent. Eine sehr angenehme Mitarbeiterin. Sie bekleidet eine entsprechende Arbeitsstelle, bei der sie Aufträge erstellt, bearbeitet, die Maschinen und das Personal einteilt und die Aufträge dann ausgibt. Einige unserer älteren Mitarbeiter aus der Türkei schaffen es fast nicht, mit ihr auch nur zu sprechen, geschweige denn von ihr Anweisungen anzunehmen! Sie wird auch von diesen wegen ihrer sehr weltlichen Lebensweise schief angesehen. So etwas käme einem Spanier, Italiener, Niederländer, Dänen oder Franzosen nie in den Sinn. Diese Mitarbeiterin ist so integriert, dass ich sie am Anfang für eine Italienerin o.ä. hielt.
Der Gegensatz hierzu findet sich in einem Haus mit Sozialwohnungen in meiner Heimatgemeinde. Voll verschleiert in schwarz, die Augen sind nur zu ahnen, traut sich allein fast nicht auf die Straße, spricht nur sehr schlecht deutsch, hat keinerlei Kontakte. Polemisch ausgedrückt, was bitte kann an einer Litfaßsäule wie integriert werden? Wer sich in einem freien Land derart von der Öffentlichkeit abschirmt, will keine Integration. Dann aber frage ich mich, was will ein solcher Mensch denn überhaupt hier? Es erwartet sicherlich niemand, dass sie auf der Kirchweih Bratwurst und Pommes frites isst und dazu Bier trinkt, aber ein Annäherung an das Gastvolk kann durchaus erwartet werden.

Ich meine ebenso wie meine Mitforisten, dass das größte Hindernis in der Religion zu suchen ist. Religion ist bei uns einfach nicht mehr wichtig, Muslime beziehen aber ihr ganzes Leben, ja ihren Tagesablauf auf ihre Religion. Auch Frau Camur spricht immer nur über die religiösen Unterschiede, nimmt nicht wahr, dass ihre Religion das Haupthindernis für eine Integration darstellt. Dass kein Deutscher sich so hineinsteigert, sich ausschließlich über seinen Glauben zu definieren.
Ich muss auch Katharina K. zustimmen, unser Leben ist geprägt von unserer Gesellschaftsordnung, die wir in mehreren Jahrhunderten blutiger Kämpfe gegen die Kirche durchgesetzt haben. Wem diese Freiheit des Denkens und Handelns und der Gleichberechtigung suspekt ist, der sollte sich einen anderen Aufenthaltsort suchen. Religionsfreiheit bedeutet auch, frei von Religion sein zu dürfen. wie man an meinem obigen ersten Beispiel sehen kann, scheint gerade das der Schlüssel zu sein. Insofern fehlt den Muslimen die komplette Aufklärung, mithin ca. 400 Jahre Geschichte. Ich sehe nicht, wie das Problem von uns gelöst werden soll. Integration kann nur von dem ausgehen, der sich integrieren will, sie ist keine Bringschuld des Gastvolks. Oder, wie kommt ein ganzes Volk dazu, sich an eine eingewanderte Minderheit anpassen zu müssen?

  • Antworten
Mauermer20.03.2012 | 09:56 Uhr

Ist das Kopftuch eine Art "hazmat "Schutz gegen die Einflüsse

Der nicht islamischen Welt? Anders kann ich mir die ansteigende Anzahl der bekopftuchten Muslimas in der BRD nicht erklaeren.zwar hat man oft den Eindruck dass diese schutzschilde gegen das westliche Teufelszeug nicht mehr tut als die Trägerin in ihrem eignen kulturellen-religiösen Ghetto gefangen zu halten.aber Integrations förderlich sind diese Art mittelalterlichen Verhüllungen sicherlich nicht.

  • Antworten
Karin Bryant20.03.2012 | 10:02 Uhr

Sehr geehrte Redaktion,

Sehr geehrte Redaktion,

ich bin schon etwas erstaunt, daß Sie meinen Brief an Frau Camur hier nicht zeigen. Warum?
Ist es für Sie unerträglich, daß ich klar und eindeutig Stellung beziehe?

Denn vorwerfen können Sie mir nicht Polemik, Diffamierung oder Abwertung. Vielmehr habe ich ausführlich mit ihren Aussagen auseinandergesetzt und meine Gegenposition begründet.

Diese auch von Ihnen betriebene Verweigerung von Debatte und Diskurs verursacht mit genau das, was dann von Autoren in Ihrem Blatt be- und angeklagt wird.

Schon Ihre ganz persönliche Lebenserfahrung sollte Ihnen sagen, daß Konflikte nicht verschwinden, indem sie unter den Teppich gekehrt werden. Sie schwellen weiter, stauen sich auf und explodieren und unerwartet, daß sie kaum noch friedlich zu beherrschen sind.

Wollen Sie das?

A. Korn

  • Antworten
A. Korn20.03.2012 | 11:19 Uhr

Diese Menschen sind Teil

Diese Menschen sind Teil Deutschlands und sind genau so Deutsch wie ein Typ namens Karl Friedrich Mayer-Müller. Ich bin für mehr Einwanderer und mehr Migration, denn nur so können die spießigen, verschloßenen Köpfe ihre irrationalen Einstellungen ablegen.

  • Antworten
Peter Bohnen20.03.2012 | 11:53 Uhr

Wirklich? Ja?

Warum werden Leute mit einer deutschen Mutter (denn ihr heiratet ja per se keine deutschen Männer - Rassismus!) wieder Muslime? Da liegt ja die Krux, die Dominanz eine Kultur, die in keinem Land bisher Hochkultur hervorgebracht hat! Warum werden die Kinder nicht Christen? Buddhisten? Atheisten?
Eure Religion tötet Kultur und Vielfalt!

  • Antworten
Lisabella26.05.2012 | 03:26 Uhr

Religion ernst nehmen

Viele von uns Deutschen nehmen ihre eigene Religion nicht mehr ernst. Mir scheint, gerade diese Menschen haben mit den religösen Symbolen der Moslems die größten Probleme. Ihr vorgeblicher Stolz, sich von ihrer christlichen Tradition emanzipiert zu haben, überdeckt oft nur die eigene seelische Entwurzelung. Die Muslime in der kulturellen Fremde zu Ähnlichem drängen zu wollen, ist unfair und ruft mit Recht Widerstand hervor.

Ich sehe ein Problem eher darin, dass die Imame nicht an deutschen Universitäten ausgebildet werden und nicht auf deutsch predigen. Stattdessen sind sie wohl oft sogar Bedienstete fremder Staaten. Diesem Einfluss fremder Mächte unter dem Deckmantel der Religion sollte Einhalt geboten werden. Die Geistlichen der Muslime in Deutschland sollten in der Regel aus deren eigenen Reihen stammen und in Deutschland an staatlichen Universitäten ausgebildet werden wie die Mehrheit der christlichen Pfarrer. Fremde Staaten oder Organisationen aus solchen sollten die religiösen Strukturen der Moslems in Deutschland nicht mehr dominieren dürfen. Dann erst kann der Islam wirklich ein Teil Deutschlands werden. Vorher bleibt er ein Fremdkörper, ganz gleich, wie deutsch sich die einzelne Muslima und der einzelne Moslem fühlen mag.

  • Antworten
Karl Schade20.03.2012 | 14:09 Uhr

Korrektur

AlterSack20.03.2012 | 08:28 Uhr
Der Satz war leider unvollständig. Es soll heißen:
Der Islam atmet einen anderen Geist !

Noch eine Ergänzung zu diesem oben genannten Beitrag:
Ne mutlu Türkum dyene: "Welches Glück wird dem zuteil, der sagen kann " ich bin ein Türke" .
Damit verblassen alle anderen Ethnien, und werden zur Unkenntlichkeit degradiert. Das macht die Türken so einzigartig. Solche Einstellungen in der Tiefe, finden Sie bei keiner andere Migrantengruppe. Solange dieser Spruch seine Gültigkeit behält, hat dieser Personenkreis Probleme, sich in anderen Gesellschaften in Europa, oder sonst wo, zu integrieren.
Das größte Problem sind hier auch die importierten osmanisch/nationalistisch/islamisch geprägten Unterschiede, die bis heute keine andere Ausländergruppe so auslebt wir die Türken. Während andere Gruppen hier das beste aus der Lage machen, verharren die Türken im kulturell/religiösen Trauma vergangener Zeiten. Die Probleme zeigen auch auf den islamischen Kulturkreis, der dogmatisch andere Vorstellungen bezüglich Einwanderung in nicht islamische Gesellschaften vorschreibt, dazu gehören religiöse Gebote und Richtlinien, die einer Vermischung im Wege stehen, und so in die gewollte Parallelgesellschaft enden.

  • Antworten
AlterSack20.03.2012 | 15:43 Uhr

jaja, immer wissen alle was

jaja, immer wissen alle was das kopftuch bedeutet und dass suich eine kopftuchträgerin stets abgrenzen will und alle nichtträgerinnen verachtet..
irgendwie fällt offenichtlich keime auf, dass das ganzschön arrogant ist.. und was lustig bis bitter ist-exakt den gleichen vorwurf hat man jüdinnen auch mal gemacht-sie hieltens ich für was besseres mit ihrem tüchel und der langen kleidung..

vielleicht sollte an mal langsam über die kleidung hinwegkommen und auf das sehen, was wirklich zählt-der mensch. [das gilt natürlich an alle-es gibt leider durchaus ne menge moslems, die allen ernstes glauebn, nur ein kopftuch mache eine gute muslima. also genauso dumm wie zu glauebn, dass jeder das teilen würde..
naja, infantilität ist überall.]

  • Antworten
name20.03.2012 | 17:53 Uhr

Sehr geehrte Kommentatoren zu

Sehr geehrte Kommentatoren zu diesem Artikel:

Aufgrund der vielen negativen Kommentare und der vielen negativen Erfahrungen, die ich als Deutscher ohne jeglichen Migrationshintergrund aber mit muslimischem Glauben gemacht habe und gerade wiedereinmal erfahren musste, werde ich zukünftig dieses Land wohl verlassen.
Kopftuch und züchtig gekleidete Frauen sind in dieser aufgeklärten Gesellschaft nunmal zu viel des Guten. Sie stellen eine erhebliche Überforderung dar und eine überaus große Gefahr, da 4 Millionen Muslime in Deutschland leben und somit eine unglaubliche 3,28% Quote erreicht ist. Die Sharia ist also unfassbar nah und der ethnographische Wandel steht vor der Tür.
Wir werden nicht gewollt? Alles klar. Dann verlassen wir dieses Land!Jedoch nur unter der Prämisse, dass kein einziger "aufgeklärter" Europäer und Amerikaner mehr einen Fuß nach Marokko, Tunesien, Türkei oder Marokko setzt. Denn diese hinterwäldlerischen Menschen dort sind ja grauenhaft und so furchtbar!
Wir machen es am Besten wie im Kindergarten: bei Streit geht jeder in seine Ecke (hierauf bezogen: jeder geht in seinen Kulturkreis, Heimat und es findet bis auf wirtschaftliche Transaktionen kein weiterer Austausch statt). Ich würde dies wirklich begrüßen!
So Gott will, werde ich in 4-5 Jahren dieses Land verlassen. Viele meiner Glaubensbrüder werden sich anschließen inscha'allah.
Kein vernunftbegabter Mensch bleibt in einem Land, in dem ihm mit solchem Misstrauen, Angst und Hass inzwischen gegenüergetreten wird.

Mit freundlichen Grüßen

ein verräterischer Konvertit

  • Antworten
Masud20.03.2012 | 19:36 Uhr

Masud

Dann hoffen wir mal das Sie die nächsten 4-5 Jahre noch einiges für die Gesellschaft in der sie hier leben und deren Gesetze Ihnen Schutz und die Möglichkeit der freien Enfaltung in jeder Hinsicht gewährt einiges zurückgeben.Ihr Post zeigt da Sie genau der Typus sind den unsere funktionierende Gemeinschaft schon zu lange mit durchfüttert.Bitte aber nicht im Rentenalter wieder hier v. einem Sozialamt stehen und auf Ihre Recht als Staatsbürger pochen.
Polemik Ende.

Gute Reise

  • Antworten
Klinke23.03.2012 | 10:23 Uhr

Na dann

Dann geh doch, keiner hält dich auf. Aber deinen deutschen Pass solltest du schon abgeben, die soziale Absicherung brauchst du dann auch nicht mehr. Was für eine Doppemoral!!

  • Antworten
Lisabella26.05.2012 | 03:16 Uhr

Migrationsdiskurs

Der Migrationsdiskurs in Deutschland hat seine Macken, weil er sich hauptsächlich auf moslemische Migranten und deren Nachkommen fokussiert. Kopftuchmädchen sind das Pin-Up Girl des deutschen Rassismus. Religiöse Unterschiede werden überschätzt in ihrer Wirkung auf die soziale Ungleichheit. Es ist sehr drollig, weshalb die "Deutschen" sich darüber aufregen, wenn eine gescheiterte Integration diagnostiziert wird. Denn das zeigt, dass diese Leute nicht zwischen einer Kollektividentität und handelnden Akteuren unterscheiden kann.

Wenn jemanden eine gescheiterte Integration angelastet werden kann, dann sollte jeder aufatmen und sich als unschuldig betrachten. Denn offenbar haben Legislatoren die diskriminierenden Arbeitsgesetze gegen Einwanderer gemacht. Offensichtlich ist die Arbeitgeberseite der Nutznießer einer ethnischen Schichtung der Arbeitskräfte. Die Majorität der Bevölkerung hat nur sehr begrenzte Gewinne durch die Rentensystem durch Einwanderung. Genauso offensichtlich helfen Einwanderer die Leerstandskosten von Hauseigentümern niedrig zu halten, wenn eine Wohnraum-Seggregation in Gang gesetzt werden.

Es ist eine Überraschung, weshalb der Fremdheitsdiskurs an der Religion und dem Grundgesetz festgemacht wird. Da verlaufen keine ernsthaften Konfliktlinien.

Eine Verschleierung der Migration findet auch statt, wenn sie auschliesslich am Fallbeispiel Moslems diskutiert wird. Im europäischen Binnenraum gibt es ganz offenbar grössere Bevölkerungswanderungen z.B. die polnische Einwanderung nach London oder die Lohndrückerei von osteuropäischen Saisaonarbeitern in Spanien, die nordafrikanische Landarbeiter unter Druck setzen.

Einige ostdeutsche Landstriche versuchen mit Hilfe von Mietsubventionen die weibliche Auswanderung aufzuhalten. Das Misslingen dieser Massnahme falsifiziert die These, dass wohlfartsstaatliche Verlockungen keine Migration in erster Linie auslösen, sonst wären alle Frauen aus dem Armenhaus Ruhrgebiet in die ostdeutschen Länder migriert.

An Migrationsphänomenen kann man auch sehr gut gescheiterte Bildungspolitik studieren. Mehr und bessere Bildung hilft nichts, wenn kein Arbeitsmarkt da ist. Das Ruhrgebiet und die andere deutschen Regionen verlieren Fachkräfte an den Fianzmarktplatz Frankfurt und der Industrieregion um Stuttgart. Deutsche Ärzte wandern in die Schweiz aus. Über den Wohlstandsverlust durch innerdeutsche Migration redet niemand. Der Länderfinanzausgleich ist nur eine ungenügende Kompensation für die zurückgebliebende, inflexible Wohnbevölkerung.

Migration ohne die Perspektive Geographie, Kapitalströmen und Wirtschaftspolitik zu debattieren ist ein "pain in the ass" wie die amerikaner sagen.

Internationale Migranten machen etwa 5% der globalen Migration aus. Sie sind eines der modernsten Bevölkerungen in der urbanen Welt. Trotz allem haben sie es scheinbar bisher nicht gelernt die wirklich ausgiebige urbane Geographie und Stadtforschung zum Fundament des Integrationsdiskurses zu machen.

Für urbane Bevölkerungen sind Arbeitsbeziehungen, Kreditbeziehungen und Handelsbeziehungen in ihrer Region wesentlich für die Prosperität. Aus welchem Grund wird ein Mantel des Schweigens über die Rolle der Finanzinstitutionen und der Kapitalmärkte gelegt, die die Existenz von Seggregation und trübseligen Vierteln erst möglich machen - denn sie sind es die die Kredite für Infrastruktur, Hausbau und KMUs ausgeben.

Niemand redet über die Rolle institutioneller Investoren wie Versicherungen und Pension Fonds, die mit ihren Börsenhandel kurzfristige Kurserfolge belohnen. Manager werden gezwungen in kurzfristigen Erfolgskategorien zu denken. Kein Einwanderer hat sich jemals darüber aufgeregt, dass seine Versicherung und seine private Altersvorsorge an Rationalisierungsprogrammen schuldig sind, die ihn in schlecht-dotierte Sektoren der Ökonomie abdrängen oder sogar niemals vordringen lassen.

  • Antworten
Zoro der nicht-muslimische Immigrant21.03.2012 | 07:42 Uhr

@Zoro der....

Interessante Ansätze aber den Inhalt könnten sie den Betroffenen nicht mal in ihrer eigenen Sprache vermitteln.Bekannterweise schalten diese schnell auf Durchzug sobald die Argumente wegen der einseitigen Denkweise mit der sie eigentlich immer gut leben fehlen.Ich finde es immer wieder erschreckend wenn man sich mit gebildeten Türken unterhält und im Gespräch schlagartig Stille eintritt sobald der Gegenüber eindeutig Stellung beziehen soll.Man hat den Eindruck das diese Leute einem ungeheuren Gruppenzwang unterliegen.Vergleichbar wie früher in der DDR.Der Feind hört immer mit.

  • Antworten
Klinke23.03.2012 | 10:46 Uhr

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