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Weltbühne

EuropaVom deutschen Wahn, die Wahrheit gepachtet zu haben

Von Frank A. Meyer14. Juni 2012
picture alliance
Angela Merkel, Francois Hollande, Eurokrise, Europa, Wahrheit, zurechtweisen, Europa spricht deutsch
"Merkel weist Hollande in die Schranken" titelte die Welt
Schrift:

Die Deutschen stecken in einer Falle des Hochmuts, wenn es heißt, Merkel weise Hollande in die Schranken. Warum Deutschland auf den Boden der Tatsachen zurückkehren sollte. Ein Kommentar

Seite 1 von 2

Zuerst war da der Satz von Volker Kauder: „Europa spricht deutsch.“ Dem CDU-Fraktionschef im Bundestag, aufgewachsen in Singen am Hohentwiel, ist auch bei bösem Willen kein Großmachtgehabe zu unterstellen. Badener sind ja bekanntlich fast schon Schweizer.

Doch nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland klingt Kauders Satz härter, kaum noch durch den süddeutschen Dialekt gemildert, gar nicht mehr irgendwie schweizerisch. Vor allem in den Ohren von François Hollande knarrt der Spruch wohl sehr, sehr deutsch – wie ein gebelltes Kommando!

Kommandierend wirkten auch viele Zeitungskommentare zur Wahl des neuen französischen Staatspräsidenten. „Merkel weist Hollande in die Schranken“, titelte die Welt und zitierte voller Genugtuung gleich Angela Merkel selbst: Wenn es nicht beim deutschen Sparkurs bleibe, „können wir in Europa nicht mehr arbeiten“. Auch die Süddeutsche Zeitung kolportierte die Kanzlerin kurz und knapp: „Fiskalpakt steht nicht zur Disposition.“
Somit war schon mal klar, wer Europa regiert: „Wir Merkel“, „wir Deutschen“. Auf keinen Fall und nicht einmal ansatzweise der französische Wähler.

Bildergalerie: Eine kleine Geschichte des Euro
  • Eine kleine Geschichte des Euro
  • 1979: Gründung des Europäischem Währungssystem
  • Französischer Präsident Mitterand will eine Währungsunion
  • 1990: Freier Kapitalverkehr
  • 2002: Vertrag von Maastricht
  • Euro-Tower in Frankfurt
  • 1995: Der Name "Euro" wird geboren
  • Europäische Zentralbank löst EWI ab
  • 1999: Die Wechselkurse des Euro werden festgelegt
  • 2001: Griechenland wird in die Währungsunion aufgenommen.
  • 2002: Einführung des Euro
  • Jean-claude Trichet, Präsident der EZB
  • 2007-2009: Neue Länder treten der Währungsunion bei
  • 2009: Euro-Krise bahnt sich an
  • Griechenland in der Euro-Krise
  • Europäischer Rettungsschirm
  • Irland in der Euro-Krise
  • Portugal in der Euro-Krise
  • Spanien entkommt bislang nur knapp der Euro-Krise
  • Italien soll sich nun auch in der Euro-Krise befinden
  • Verlängerung des Euro-Rettungsschrims?

Den harschen Ton ergänzt das maliziöse Wort von der „Grande Nation“, womit das Nachbarland herablassend an seine verflossene Größe erinnert werden soll – mit einem Begriff übrigens, den kein Franzose, auch kein französischer Politiker, je im Munde führen würde. Den sozialistischen Staatschef nannte die Welt in einer Titelzeile abfällig „Monsieur Hollande“.

Deutschland müsse die Genossen an der Seine „auf den Boden der Tatsachen zurückholen“. Das ist seither der Tenor.
In Europa spricht man nicht nur deutsch, nein, die Tatsachen sind deutsch, die Wahrheit ist deutsch!

Könnte es nun aber möglicherweise und natürlich nur rein theoretisch sein, dass die deutsche Wahrheit in Tat und Wahrheit nicht einmal für Deutschland die ganze Wahrheit ist? Könnte es sein, dass die seit mehr als einem Jahrzehnt praktizierte Lohnzurückhaltung und damit die systematische Senkung der Lohnstückkosten den Deutschen eine Abwertung des „deutschen Euro“ beschert hat? Könnte es sein, dass diese „nationale Abwertung“ ein wesentlicher Grund ist für die Exportweltmeisterei Deutschlands?

Könnte es sein, dass der Exportüberschuss von jährlich 140 Milliarden Euro unter anderem auf Kosten von Nationen erzielt worden ist, die ihren Arbeitnehmern steigende Löhne gönnten? Dass also die kaufkräftigen Konsumenten anderer EU‑Mitglieder wesentlich zum Erfolg der Deutschen beitrugen, indem sie mit ihren gestiegenen Löhnen emsig deutsche Produkte kauften? Könnte es ferner sein, dass der deutsche Exportüberschuss die Importnationen Millionen Arbeitsplätze kostete, weil deren heimische Produzenten mit den lohnverbilligten Produkten aus Deutschland nicht mehr zu konkurrieren vermochten?

Lesen Sie weiter, warum Deutschland zurück auf den Boden der Tatsachen finden sollte...

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Frank A. Meyer: "Vom Wahn, die Wahrheit gepachtet zu haben"

Könnte es sein, dass seine eigene Überschrift auch für Hr. Meyer gilt?

Könnte es sein, dass wir 15 Jahre Lohnzurückhaltung geübt haben um mit unseren asiatischen Wettbewerbern wieder Schritt zu halten und genau dies der Grund dafür ist, warum wir nach Asien so viele Mercedes, BMW und Audi verkaufen?

Könnte es sein, dass viele europäische Länder dies eben nicht getan haben und deswegen kaum noch wettbewerbsfähige Exportprodukte haben?

Könnte es sein, dass Hr. Meyer genau diesen simplen Zusammenhang nicht verstanden hat?

  • Antworten
Stefan14.06.2012 | 15:02 Uhr

Ja..ich glaube das könnte

Ja..ich glaube das könnte sein......es ist sogar höchstwahrscheinlich

  • Antworten
Thomas 27.07.2012 | 14:58 Uhr

Artikel "Vom deutschen Wahn..."

Vielleicht sollten Sie von der gefühligen, emotionalen Schiene einmal abweichen und nüchtern die Fakten analysieren. Es ist ja nicht auszuschließen, dass mit der Vergemeinschaftung der Schulden auch mal Ihr Geld in den Süden wandert. Doch dann sollten Sie jetzt schon den Akt der Solidarität umsetzen und einen Teil Ihres Einkommens nach Griechenland, Italien, SPanien etc. überweisen.
Haben Sie Kinder?

  • Antworten
E.Kress14.06.2012 | 15:38 Uhr

Frank A. Meyer: "Vom Wahn, die Wahrheit gepachtet zu haben"

Könnte es sein, dass wir 15 Jahre Lohnzurückhaltung geübt haben um mit unseren asiatischen Wettbewerbern wieder Schritt zu halten und genau dies der Grund dafür ist, warum wir nach Asien so viele Mercedes, BMW und Audi verkaufen?

Könnte es sein, dass viele europäische Länder dies eben nicht getan haben und deswegen kaum noch wettbewerbsfähige Exportprodukte haben?

Könnte es sein, dass wenn es in vielen anderen europäischen Ländern nicht über den Produktivitätszuwachs hinausgehende Lohnsteigerungen gegeben hätte die Arbeitslosenquote dort viel geringer wäre?

Könnte es sein, dass Hr. Meyer genau diesen simplen Zusammenhang nicht verstanden hat?

  • Antworten
Stefan14.06.2012 | 16:13 Uhr

Nein, es kann nicht sein

Man muss nur die bilateralen Handelsbilanzen zu Rate ziehen, und wird feststellen, dass die Exporte Deutschlands nach Italien, Spanien, Griechenland und Portugal, sogar nach Frankreich seit der Euroeinführung stabil den gleichen prozentualen Anteil an den Gesamtimporten dieser Länder einnehmen. Auch die Ausfuhren dieser Länder nach Deutschland nehmen einen gleichbleibenden Anteil an den Gesamtexporten ein. Allerdings sind diese Gesamtexporte durch die Wirtschaftskrise stark zurückgegangen. Von diesem Einbruch haben sich die Staaten bis heute nicht erholt.

Die Einfuhren haben sich in Deutschland von 538 Mrd. € im Jahr 2000 auf 797 Mrd. € 2010 erhöht. Der Einbruch durch die Finanzkrise war 2010 bereits wieder ausgeglichen. Dass die Südeuropäer ihre Exporteinbrüche in der Finanzkrise nicht kompensieren konnten, lag somit nicht an der mangelnden Nachfrage aus Deutschland. Die südeuropäischen Produkte wurden durch wettbewerbsfähigere Produkte aus anderen Staaten verdrängt. Deutschlands Nachfrage nach ausländischen Produkten war, vorhanden. Die Südeuropäer haben diese Chance wegen fehlender Wettbewerbsfähigkeit aber nicht genutzt.

Somit haben wir einen gewaltigen Beitrag zum Wachstum unserer Nachbarländer geleistet, und hätten bei besserer Wettbewerbsfähigkeit noch viel mehr helfen können. Die ausufernden Leistungsbilanzdefizite rühren bei den Krisenstaaten daher, dass sie vermehrt Waren aus China beziehen, und sie wegen Preissteigerungen für Energieimporte immer größere Summen aufwenden müssen. Im Gegensatz zu Deutschland ist es den Krisenstaaten aber nicht gelungen, die zusätzlichen Einkäufe und Kosten durch zusätzlichen Export auszugleichen. Die Probleme liegen daher eindeutig in einer Wirtschaftsschwäche der Krisenstaaten und nicht in einer erdrückenden Wirtschaftsstärke Deutschlands.

Deutschlands Lohnzurückhaltung hat zwar die Lohnsteigerungen für den einzelnen nach Inflation ins Gegenteil verkehrt, insgesamt hat sie aber auch die Erwerbstätigenzahlen auf einen Rekord in der Geschichte unseres Landes gehoben. Noch nie war die Arbeit so gleichmäßig verteilt wie heute. Dadurch ist das gesamte nationale Lohneinkommen stark gestiegen, und nicht etwa gesunken.

Würden wir unsere Nachfrage weiter stärken, würde dies den wettbewerbsstarken Mitbewerbern der Südeuropäer zugute kommen. Wir kaufen mehr Autos aus Korea, statt aus Italien und Frankreich, wir machen Urlaub in der Türkei, statt in Griechenland, wir kaufen chinesische Textilien, statt jene aus Portugal.

Zu einer Modernisierung und Kosteneinsparung in Südeuropa gibt es keine Alternative. Diese Länder konkurrieren nicht mit Deutschland, sondern mit Staaten außerhalb der EU. Die türkische Lira und der chinesische Renmimbi werden aber abgewertet oder von vorn herein künstlich niedrig gehalten, sobald die Wettbewerbsfähigkeit verloren zu gehen droht. Daher muss sich der Prozess der Modernisierung verstetigen, oder die Südeuropäer benötigen eine weiche Währung. Deutschlands Wettbewerbsstärke beruht auf einem jahrzehntelangen Vertrauen in die Rezepte der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik. Die Südeuropäer sind in der gleichen Zeit den keynesianischen Verschuldungsversprechen aufgesessen, und glaubten, Sie müssten nur genügend konsumieren, und alles würde gut. Es wurde gut. In China.

  • Antworten
GhostOfDorian14.06.2012 | 16:33 Uhr

Deutscher Wahn - die Wahrheit gepachtet zu haben

Leider ist das auf allen Gebieten so.
Das bildet sich jeder Mann bezüglich einer Frau - Sachlage -
Recht/Gericht - Unrecht usw.
überall - und immer ein.
Umgang mit Geld - Gesundheit bleiben seit Jahrzehnten auf der Strecke.
Und leider auch jede Wahrheit.

  • Antworten
Neugebauer14.06.2012 | 16:53 Uhr

Stimme zu

Die "nationalen Wahrheiten" sind immer einseitig und wahrscheinlich häufig falsch. In Bezug auf Deutschland kann man daran denken, dass Deutschland angeblich vor wenigen Jahren kurz vor dem Zusammenbruch stand und heute angeblich ganz vorne steht. Beides ist wohl falsch.

Die Situation in Europa ist aber deshalb so unangenehm, weil die europäischen nationalen Öffentlichkeiten aufeinanderstoßen. Vielleicht bildet sich da eine europäische Öffentlichkeit heraus und eine "europäische Wahrheit" entsteht.

Man kann auch daran denken, dass Nationen "Schicksalgemeinschaften" sind und vielleicht entsteht durch die Eurokrise Europa auf neue Art - nicht mehr nur als ein Eliteprojekt - oder es zerbricht.

  • Antworten
Robert15.06.2012 | 05:11 Uhr

„Könnte alles sein“, dennoch ist die SPD-Politik grottenfalsch

Selbst wenn man alle „Könnte-es-sein-Fragen“ des Autors mit „ja“ beantwortete, lässt das nicht den Schluss zu, dass Deutschland als Dauerzahler für weniger leistungsfähige Volkswirtschaften anderer Euro-Länder herhalten muss. Wer macht einen Vertrag zu seinen Ungunsten? Keiner, der wirklich zahlen muss. Die verantwortlichen CDU- und SPD-Politiker müssen nicht zahlen, sondern das dt. Volk. Die private Vereinnahmung von Gewinnen und die Sozialisierung von Verlusten ist d e r große Sündenfall der dt. Politik.

Dass die hohe Leistungsfähigkeit der dt. Volkswirtschaft nicht dem Durchschnittsarbeit-nehmer zugute kommt, daran ist die SPD mehr als mitschuldig. Diese Leistungsfähigkeit aber für fremde Länder zu erbringen, die nichts anderes mit ihrem Beitritt im Sinn hatten als „reich zu heiraten“, käme keinem vernunftbegabten Menschen in den Sinn.

Dass man den Unsinn der Eurobonds einmal – als SPD-Werbemedium- verteidigen musste, könnte Cicero aus eigener Betrachtungsweise überwinden, sozusagen als Vordenker und nicht –– als von der SPD bezahlter Nachplapperer wirtschaftswissenschaftlich unhaltbarer Thesen.

Seltsam, Banker, eine Gruppierung der wenigen eindeutigen Profiteure des bisherigen Todes-Slaloms des Euro, waren immer als Berater für fachlich naive, weil unausgebildete Kanzler aktiv, Blessing für Schröder, Ackermann für Merkel.

Dass andere Länder nicht begeistert sind, wenn sich Deutschland nicht widerspruchslos zugunsten anderer Länder melken lässt, ist eine Selbstverständlichkeit und ein untaugliches Argument für die Einführung von Eurobonds.

Es ist für die politischen Ausverkäufer dt. Interesse derzeit ein Riesen-Vorteil, dass sie ein Volk regieren, das offenbar geistig zu unfähig ist, die eigenen Interessen zu erkennen und –per Wahlen - durchzusetzen.

  • Antworten
Karl-Heinz Ruppe15.06.2012 | 11:16 Uhr

Vom angeblichen Wahn zu Phantasmata und Illusionsblasen

„Der Befund vom kranken Mann an der Seine stammt aus der Feder des Zeit-Herausgebers Josef Joffe, eines geradezu prototypisch deutschen Journalisten, der nicht nur alles weiß, sondern auch noch das, wovon er keine Ahnung hat, besser weiß.“

Verehrter Herr Meyer, wenn man den Namen Josef Joffe im zitierten Satz durch den Ihrigen ersetzt, dann wird ein Schuh draus!!! hahahahahaha

In den Augen der Cicero-Journalisten sind die Nationen des Club Méditerranée immer nur die Opfer, die unbedingten Anspruch auf die unbeschränkte Solidarität der Nordländer haben.
Der Club Med sei Opfer des protestantischen Arbeitsethos, deutscher Sparsamkeit und Anpassungsfähigkeit, deutschen Fleißes und wirtschaftlichen Wagemuts geworden.
Die deutsche Politik sei in Wirklichkeit ein diabolischer Regisseur, der mit rücksichtsloser Selbstsucht die südlichen Nationen in den wirtschaftlichen und finanziellen Ground Zero stürze.

Die Südländer sind aber nicht Opfer der deutschen Wirtschafts- und Sozialpolitik geworden. Nein! Sie haben sich in vollem Bewußtsein in dieses Fiasko hineingewirtschaftet; sie sind die Autoren ihrer eigenen Tragödie, deren katastrophalen Auswirkungen jetzt auf Deutschland abgewälzt werden sollen.

Der Cicero produziert laufend nur noch Phantasmata und Illusionsblasen, schlafwandelt in selbstverschuldeter Unmündigkeit und Unwissenheit; jedenfalls was die unüberbrückbaren Gegensätze in Kultur, Identität und Mentalität der europäischen Nationen anbelangt.
Der Cicero macht sich zum Gespött seiner Leser, wird von keinem mehr ernst genommen.

Auch Eric Bonse in seinem Blog:
Italien werde zum Opfer dreister Finanzattacken.
http://www.cicero.de/blog/eric-bonse-lost-europe/2012-06-14/italien-ist-ein-opfer-dreister-finanzattacken

Ich höre mal auf. Es hat sowieso keinen Zweck gegen diese ideologische Borniertheit anzuschreiben.

  • Antworten
Bakwahn15.06.2012 | 16:37 Uhr

So frech wie abwegig

Bisher ist noch allen Regierungen ein Grund eingefallen, warum es gerade jetzt nicht Zeit zum Sparen ist und man weiter fremdes Geld ausgeben muss. Die Grenze ist nun erreicht, weil die bösen "Märkte" nicht mehr mitmachen. Wer das anprangert, ist ja frei, seine Altersvorsorge in griechischen Staatsanleihen anzulegen. Damit die Schuldenparty weitergehen soll, will man an das Geld der Nordländer. Wer dagegen ist, ist gegen Europa. Merkel hält noch dagegen, was aber empirisch nahelegt, dass sie auch hier in ein paar Monaten das Gegenteil vertreten wird. Und nun sollen die erfolgreichen Deutschen nicht nur für die Prasser zahlen, sondern auch nicht mehr vertreten, was sie für richtig halten, weil dies ein deutscher Wahn sei? Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch hier mal eine europafeindliche Partei regt.

  • Antworten
Helgoo15.06.2012 | 17:20 Uhr

Leider, Herr Meyer...

ist der deutschen Hybris in dieser Frage mit Argumenten nicht beizukommen. Ich fürchte, dass es in der deutschen Wählerschaft sogar eine Mehrheit gibt, der das ganze europäische Projekt letztlich "am Arsch vorbeigeht". LEIDER! Und man muss befürchten, dass die Durchsetzung dieses "Fiskalpaktes" zum Ergebnis haben könnte, dass die von der Entmachtung ihrer Parlamente betroffenen Völker dieses Europa abwählen werden. Was wir in Europa brauchen, ist eine Solidarunion und eine Aufwertung des europäischen Parlaments!

  • Antworten
ingwersen15.06.2012 | 19:35 Uhr

Könnte es sein, das eine Debatte auf diesem Niveau

keinen Sinn macht? Es ist doch irgendwie peinlich, wenn die ökonomischen Fakten in den Leserbriefen sehr viel detaillierter sind, als im Artikel, den sie kommentieren. Aber mehr als Polemiken ist von den Gegnern der Austeritätspolitik auch nicht zu erwarten. Die Bedeutung der Krisenländer für die deutschen Exporte sinkt beständig und alle anderen Fragen beantworten die Kapitalmärkte durch die Zinsen für die Staatsanleihen. Es sei denn, der Autor unterstellt den Anlegern Inkompetenz in Wirtschaftsfragen. Wir werden ja sehen, ob Frankreichs Zinsen steigen werden, wenn Herr Hollande so weiter macht.

  • Antworten
Christoph Kuhlmann15.06.2012 | 20:28 Uhr

wohin´?

wohin geht die reise? soll mehr oder weniger souveränität an brüssel
abgegeben werden? damit verbunden, gilt für viele in deutschland das alte sprichwort:
" wer zahlt, schafft an ". also nimmt man für sich in anspruch, die deutungshoheit über alles zu haben. davon abgesehen, ist besserwisserei international.

  • Antworten
fritz fr. illing16.06.2012 | 01:33 Uhr

Die Mentalitaet der Europaer ist sehr unterschiedlich

und wie gross die Unterschiede sind zeigt diese Krise am besten.
Der eine wirtschaftet gut besser als einige andere Laender und schon wird er angefeindet und fuer die missliche Lage in den schlecht regierten Laendern verantwortlich gemacht.
Niemand wird gezwungen zu sparen,jeder kann so viel von SEINEM Geld ausgeben wie er/sie moechte.Nur muss er/sie die Haende vom Geld anderer lassen und sollte auch nicht erwarten dass andere Laender die Suppe ausloeffeln die man sich selber eingebrockt hat.
Doch wird das in einigen Laendern erwartet dass dt.Steuerzahler fuer die Schulden der Pleitelaender aufkommen,denn die naechste Krise kommt bestimmt und wird auch sehr bald Deutschland mit einbeziehen.
Zu den Unterschieden gehoert offenbar auch dass Vertraege immer wieder missachtet werden und wenn das Thema gemacht wird, sind die Laender die gegen die Vertraege verstossen empoert dass erwartet wurde dass auch sie sich an Abmachungen halten.

  • Antworten
Karin S.Bryant17.06.2012 | 01:24 Uhr

Brechts Antwort...

Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluss!/ Es muß ein guter da sein, muss, muss, muss!

  • Antworten
Klaus Gettkant17.06.2012 | 07:46 Uhr

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