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Die Frauen hinter Pussy Riot - „Putin hat sich in die Hose gepisst“

Am 21. Februar 2012 fand das Anti-Putin-Gebet der Punk-Aktivistinnen in der Moskauer Erlöserkirche statt. Wer sind die Frauen (und Männer) hinter der anonymen Punkband Pussy Riot, die mit ihrem Auftritt den russischen Staat herausforderten?

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Kirilenko, Anastasia

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Ein Auftritt mit Madonna“, sagt Katja, „wäre für Pussy Riot eine Katastrophe.“ Wir sitzen im „Dschaganat“, einem vegetarischen Restaurant mit thailändisch-indischer und für Moskauer Verhältnisse billiger Speisekarte. Katja trinkt Milchkaffee ohne Zucker. „Wir würden nie bei kommerziellen, genehmigten Konzerten spielen. Du kannst nicht gegen den Staat protestieren und ihn vorher um Erlaubnis fragen.“

Katja, wie Jekaterina Samuzewitsch von allen genannt wird, bezeichnet sich selbst als „queer“, sexuell aus der Rolle gefallen. 2007 schmiss die 30-Jährige ihren Job als Programmiererin in einer Rüstungsfirma hin, um multimediale Kunst zu studieren. Sie gehört zu den jungen Frauen, die sich 2011 in mehreren Herbstnächten die feministische und anonyme Punkband Pussy Riot ausdachten. Sie war als Gitarristin bei allen illegalen Auftritten der Gruppe im vergangenen Winter dabei, auf Trolleybus- und Gefängnisdächern, in Luxusboutiquen, auf dem Roten Platz. Nur nicht beim weltberühmt gewordenen Anti-Putin-Gebet vor dem Altar der Moskauer Erlöserkirche am 21. Februar 2012, Wachmänner drängten sie vorher ab. Katja tanzte nicht mit, als die Band zur Gottesmutter flehte, Putin zu verjagen, und den Patriarchen einen „Hund“ schimpfte. Trotzdem wurde sie verhaftet und im August mit zwei weiteren „Pussies“ wegen Rowdytums, motiviert durch religiösen Hass, zu zwei Jahren Haft verurteilt. Nur Jekaterina Samuzewitschs kam auf Bewährung frei. Maria Aljochina und Nadja Tolokonnikowa sitzen im Straflager, die anderen Mitglieder im Untergrund, allein Katja kann reden, wo, mit wem und was sie will.

Die junge Frau spricht über Punk. Diese Musik sei aus dem Protest geboren, einfach zu spielen und für jeden verständlich. Sie spricht darüber, dass man zwischen der Punkband Pussy Riot und den Künstlerinnen unterscheiden müsse, die sich diese Band ausgedacht hätten. Und Katja spricht über Feminismus: Es gäbe keine puren Männer, keine puren Frauen, die Trennung der Menschheit in Geschlechter bringe nichts.

Plötzlich brummt ihr Smartphone, sie unterbricht sich, nimmt den Anruf an. „Du bist es … ja, ich hab die Arznei … wie geht es dem Kätzchen?“ Die Nacht zuvor haben sie und ihre Freundin ein abgemagertes Katzenbaby gefunden und zum Tierarzt gebracht. „Eine echte Pussy Riot“, twittert Katja später zum Foto des Kätzchens.

Heute ist selbst die Übersetzung des zweideutigen Wörtchens Pussy eine Glaubensfrage. Russische Staatsjournalisten empören sich über die „Revolte der Fotzen“. Kose- oder Schimpfwort, die Pussies haben Russland gespalten: in eine Minderheit, die bereit ist, über künstlerische Provokation und politische Quertreiberei nachzudenken, und jene Mehrheit, die heftig nickt oder einfach nur schweigt, wenn Kyrill, der Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche, gegen Pussy Riot predigt: „Der Teufel hat uns ausgelacht.“

Nicht nur in Russland ist es zu Verwerfungen gekommen, auch international hat die Gruppe Unruhe gestiftet – es gibt Auszeichnungen wie Anfeindungen. Ein Mitarbeiter des staatlichen russischen PR-Blattes Russland Heute verglich die jungen Frauen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mit RAF-Terroristinnen, die seien ja auch Rabenmütter gewesen. Ein Großteil der westlichen Medien aber ist an den sinnlichen Lippen der verurteilten Nadja Tolokonnikowa hängen geblieben. Das Phänomen Pussy Riot bleibt Phantom, kollektiv, anonym, laut.

Wer sind die Köpfe dieser Frauengruppe, wer ihre Vorbilder? Und was treibt sie an?

Seite 2: Mit Wojna –  Krieg – fängt alles an

Die Frauen bezeichnen sich selbst als antiautoritär, „ohne Hierarchie, ohne Führerin“. Allerdings kursieren von Nadja Tolokonnikowa mehr Fotos als von allen anderen zusammen, die 23-Jährige ist der Star. 2007 war sie Mitbegründerin der oppositionellen Künstlergruppe Wojna (deutsch: Krieg), ließ sich mit 18 nackt und hochschwanger bei einem Gruppen­sexhappening der Truppe ablichten. Wojna produzierte in den folgenden Jahren reihenweise Skandale. Schließlich spaltete sich die Gruppe 2009 in die gemäßigte „Moskauer“ Fraktion, zu der neben Nadja auch Katja und Maria gehören, und in die radikaleren „Petersburger“. Letztere kippten Polizeiautos um, eine junge Frau masturbierte öffentlich mit einem tiefgefrorenen Hühnchen; die Moskauerinnen waren sanfter und begnügten sich damit, Polizistinnen in der U-Bahn abzuknutschten. Das russische Staatsfernsehen aber macht keine Unterschiede: Es zeigt das Petersburger Gefrierhühnchenvideo gerne zusammen mit Aufnahmen von Nadja und stellt sie als mit allen Wassern gewaschene Provokateurin hin.

Vorgeführt: Die Pussy-Riot-Mitglieder Yekaterina Samutsevich (li.), Maria Alyokhina (Mi.) und Nadezhda Tolokonnikova (re.) während des Prozesses (Foto: picture alliance)

Tatsächlich turnte die Schönheit im flaschengrünen Kleid auch im Mittelpunkt der Pussy-Riot-Aktionen herum. Und Andrei Tolokonnikow betrachtet seine Tochter Nadja als das geistige Zentrum der Gruppe. Doch deren Liedtexte dichteten die Frauen gemeinsam. Neben dem ironischen Aufruf, „Bataillone jungfräulicher Polizisten sexuell zu verderben“, stehen Kindergrobheiten wie: „Putin hat sich in die Hose gepisst.“ Eine der Frauen mit dem Kriegsnamen „Kater“ erklärt in einem Skype-Interview, das immer wieder vom Lärm eines Kindergeburtstags übertönt wird: „Viele Verse unterscheiden sich, weil jede von uns etwas anderes ausdrücken wollte.“

Dass Nadja Tolokonnikowa keineswegs das einzige geistige Zentrum der Pussies ist, zeigte auch Maria Aljochina, kurz Mascha, als sie ihr vor Gericht rhetorisch die Show stahl. In ihrem Schlusswort beklagte Mascha, die Anklage verunglimpfe „moderne Kunst“ als „sogenannt“. Und erklärte ihrerseits Prozess und Gericht für „sogenannt“. „Sie können mir auch nur die ,sogenannte‘ Freiheit rauben. Meine innere Freiheit aber nimmt mir niemand.“ Zufall oder nicht, Mascha bekam im Straflager mehr Ärger als Nadja. Von Mithäftlingen bedroht, wurde sie von der Lagerleitung aus „Sicherheitsgründen“ monatelang in Einzelhaft gesteckt.

Mascha hatte sich vor ihrer Verurteilung für Umweltschutz engagiert, jahrelang geistig behinderte Kinder betreut, alles ehrenamtlich. Mit der Kirche hadert sie nicht. Im Gegenteil: Ihr Sohn Philip besucht eine orthodoxe Sonntagsschule. „Außerdem würde sie ihn gern in einen Waldorf-Kindergarten schicken“, sagt ihre Freundin Olga Winogradowa.
Eine andere Pussy, alias Tjura, treffen wir mit Freunden in einer Moskauer Sushi-Bar, aus Geldmangel beschränken sie sich auf Kräutertee. Am nächsten Tag wollen sie in einem Altenheim in der Provinzstadt Rschew gespendete Bettwäsche verteilen und Lieder singen, mit Gitarrenbegleitung. Mascha, Tjura und ihre Freunde gehören zu der neuen russischen Jungbürgergeneration, die nicht nur kreativ, sondern auch sozial sein will.

Die Pussy-Frauen hausen nicht wie die Petersburger Wojna-Partisanen in Garagen. Sie leben bei ihren Eltern oder allein, in Plattenbauten am Stadtrand, in unrenovierten Altbauwohnungen nahe der Moskwa. Ihr einziger Luxus sind Apple-Computer, um ihr multimediales Schöpfertum zu verwalten. Sie wechseln häufig die SIM-Karten ihrer Handys, lernen fremde Personalien auswendig, um die Polizisten bei Festnahmen zu täuschen.

Seite 3: Die Aktionen gehen weiter

Die Pussies sagen, sie seien 15 Frauen, mehr als acht sind nie gemeinsam aufgetreten. Sie sind zwischen 23 und 34 Jahre alt, es sind Philosophie- und Journalismusstudentinnen, Fotografinnen, bildende und Aktionskünstlerinnen, eine Schauspielerin, fast alle mit Diplom. Mindestens drei absolvierten die Rodtschenko-Schule, die Moskauer Lehranstalt für moderne Kunst.

Diese Frauen sind keine Punks, die Pubertätsprotest veranstalten, sondern erwachsene Aktionskünstlerinnen, die sich als halbwüchsige Punk-Girls verkleidet haben. „Ihre Musik ist grauenhaft, sie beleidigt die gesamte Punk-Gemeinde“, scherzt Nikita N., der Vater von Maschas Sohn und selbst Gitarrist. „Wichtig ist nicht perfekte Musik“, hält Kater entgegen, „wichtig ist die Botschaft.“

Planen sie neue verbotene Auftritte? „Wir warten, bis Nadja und Mascha wieder frei sind“, antwortet Kater ausweichend. Katja sagt, es gäbe jetzt viel juristische Arbeit, Beschwerden bei russischen Berufungsinstanzen und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Die Aktionen gehen jedenfalls auch ohne sie weiter. Im Juli vergangenen Jahres setzten sich drei Männer in einen selbst geschmiedeten Bärenkäfig vor das Moskauer Gericht, wo gegen die Frauen verhandelt wurde, und skandierten: „Sperrt uns für sie ein, wir sind auch unschuldig!“ Einer von ihnen war Dmitri Kuminow. Nicht Angst, sondern Genugtuung habe er gespürt, sagt der 35-Jährige, denn die Polizei habe fast eine Stunde gebraucht, um den Käfig zu knacken. „Es gibt keine Trennlinie zwischen Pussy Riot und ihren Unterstützern“, sagt er. „Die Gruppe ist sehr bunt.“

Wie ihr Anhang verfolgen auch die Pussies ganz unterschiedliche Ziele. „Gleichberechtigung für Lesben und Schwule“, sagt Tjura. „Eine Gesellschaft, in der möglichst viele politische Kräfte an der Macht beteiligt sind“, sagt Katja. Westeuropäischer Parlamentarismus? „Ja, warum nicht?“ Im Gegensatz zu den jungen Radikalen von „Anderes Russland“ oder „Linke Front“ trauern sie weder der Sowjetunion noch Stalin nach. „Wir sind keine Sekte, bei uns haben unterschiedliche Meinungen Platz“, sagt Kater. Sie ist davon überzeugt, dass alle politischen Systeme der Welt versagt hätten. „Wir brauchen etwas ganz anderes, aber um das genau zu benennen, kenne ich mich politisch zu wenig aus.“

Katja schwärmt von The Yes Men, amerikanischen Kommunikationsdiversanten, die Großkonzerne veralbern, indem sie sich als deren Vertreter bei Talkshows oder internationalen Kongressen einschmuggeln und absurde Reden halten. Auch andere Vorbilder stammen aus dem Westen: etwa die Guerrilla-Girls, anonyme Feministinnen in Gorillamasken, oder die Politpunkerinnen von Bikini Kill. „Wenn mir etwas gefällt, dann nicht, weil es aus den USA oder weil es aus Russland kommt“, sagt Kater. „Wir sind Weltbürger. Aber Sinn ergeben unsere Auftritte nur in Russland.“

Seite 4: „Pussy Riot hat das Regime an seiner sensibelsten Stelle getroffen”

Gewalt lehnen die Frauen ab. „Mascha ist vor lauter Pazifismus Vegetarierin geworden“, sagt Olga. Sie gehen auf Distanz zu Wojna, vor allem zur Petersburger Fraktion mit ihrer antischwulen Rhetorik und Randale-Happenings, die im Abfackeln von Polizeibussen gipfelten. „Wojna spricht die Sprache der Gewalt“, sagt Katja, „im Prinzip die Sprache der Machos.“

Die Pussys wollen feiner sein, witziger. „Das ganze Projekt ist auf Ironie aufgebaut“, sagt Kater. Aber gerade bei ihrem Auftritt in der Moskauer Erlöserkirche scheiterten sie an diesem Anspruch. Weder der Refrain „Heilige Gottesmutter verjag Putin!“ noch ihr Gezappel vor der Altarwand war witzig. Und die aggressive Hässlichkeit ihres Auftritts machte es Kreml und Kirche leicht, von den Anliegen der Frauen abzulenken, von der politischen Kumpanei des Patriarchen mit Putin, von dem ans Babylonische grenzenden Kommerz auf dem Gelände der Erlöserkathedrale. „Für meinen Geschmack war es ästhetisch etwas grob“, sagt Kater nachdenklich, „nur hätte geflüsterter Protest nicht gewirkt.“

Die Frauen hätten gar keine Wahl gehabt, sagt der Kunstkritiker Andrej Jerofejew: „Pussy Riot steht in der russischen Tradition des Künstlers, der den Herrscher beschimpft. Wie der Maler Ilja Repin, der betrunkene Popen und elende Treidler malte: Sieh Zar, welch ein Lump du bist!“ Sowjetkünstler setzten diese Tradition fort, so etwa Maschas Lieblingsdichter Ossip Mandelstam, der über Stalin selbstmörderische Verse schrieb: „Seine Finger sind dick und wie Würmer so fett … wie Himbeeren schmeckt ihm das Töten.“ Im Februar 1995 forderte der Aktionskünstler Alexander Brenner den damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin – nur in Shorts und mit Boxhandschuhen bekleidet – zum Faustkampf heraus. An derselben Stelle des Roten Platzes erklärte Pussy Riot im Januar 2011 Putins „System den Abort“. Nicht weit entfernt hatte Brenners Kollege Awdei Ter-Oganjan 1998 Ikonenkopien zerhackt, die Polizei ermittelte wegen Anstiftung zu religiösem Hass gegen ihn, er floh nach Tschechien. „Die Staatsmacht verzeiht keine Aktion gegen die Kirche“, sagt Jerofejew, der 2010 als Kurator der religionskritischen Ausstellung „Verbotene Kunst“ zu einer Geldstrafe verurteilt wurde.

Auch der Tanz in der Erlöserkirche hatte etwas Selbstmörderisches. „Pussy Riot hat das Regime an seiner sensibelsten Stelle getroffen – der Sehne zwischen Staat und Kirche“, sagt Jerofejew.

In Moskau ist zu hören, ein Anruf des Patriarchen bei Putin habe den Prozess gegen die Pussies ins Rollen gebracht. Die Folge war nicht nur ihre Verurteilung. Die Staatsmacht hat Pussy Riot als neues „antichristliches“ Feindbild instrumentalisiert. Monatelang zeigten die Fernsehsender Enthüllungsfilme über die „Gotteslästerinnen“.Moderatoren erklärten, die Kräfte der Finsternis griffen nach dem „Heiligsten, was das Volk hat, der Kirche“. Die Fernseh-Gebetsmühle wirkte. Nach einer Umfrage des Moskauer Levada-Meinungsforschungsinstituts vom Oktober 2012 empfinden 43 Prozent der Russen zwei Jahre Haft für die Pussies als zu gering und 35 Prozent für angebracht.

Allerdings ist auch wahr, dass die Mehrheit der Russen Religion nur noch als eine Art Ideologie betrachtet, laut und flach wie die Aufkleber auf Moskauer Hummer-Jeeps: „Heiliges Russland!“ Nach einer Umfrage der kremlnahen „Stiftung für Öffentliche Meinung“ vom Dezember 2012 nehmen nur 3,3 Prozent der Russen am Gemeindeleben der Kirche teil, lediglich 16 Prozent vertrauen dem Patriarchen.

Seite 5: Eine Steigerung scheint kaum möglich

Diese Rate mag weiter sinken, auch weil der Klerus keine inhaltliche Debatte mit Pussy Riot und ihrem Anhang gewagt hat, mit dem vielleicht kreativsten, gebildetsten und sozial engagiertesten Teil der russischen Jugend. Der als smart geltende Kyrill hat bei seiner ersten großen Bewährungsprobe als christlicher Führer versagt. Den Pussies aber ist mehr gelungen als allen anderen Aktionskünstlern des 21. Jahrhunderts: eine Performance, die ihre bunten Strumpfmasken weltweit in Ikonen der Freiheit verwandelt hat. Eine Steigerung scheint nach dem Auftritt in der Erlöserkirche kaum möglich. „Das Projekt ist vollendet“, sagt Andrei Tolokonnikow. Aber an Nachahmern wird es nicht mangeln.

Es ist inzwischen 23 Uhr, Pjotr Wersilow steht in einem Moskauer Internetcafé und wartet, bis die Fotos ausgedruckt sind, die er seiner Frau Nadja ins Gefängnis bringen will. Wersilow ist mager, seine Blicke wirken hastig. „Ich bin nur Nadja Tolokonnikowas Mann“, sagt er. Wersilow, Kopf der Moskauer Wojna-Fraktion, spielte monatelang den Pressesprecher der Pussies, so eifrig, dass Nadja und Mascha schließlich einen offenen Brief aus dem Gefängnis schrieben: Pjotr habe kein Recht, im Namen der Gruppe aufzutreten.

Jetzt versichert er, der Erfolg von Pussy Riot stecke nicht in der politischen Botschaft ihrer Geste, sondern in ihrer künstlerischen Qualität. „Malewitschs ,Schwarzes Quadrat‘ war auch nur künstlerische Geste, hat aber mehr bewirkt als viele Ereignisse des 20. Jahrhunderts.“

Die Fotos sind fertig, Fotos seiner Tochter Gera: Das schöne, blonde Kind posiert lachend am Maltisch, im Tanzsaal, mit dem Weihnachtsmann. Gera strahlt. Als sei sie sicher, dass spätestens ihre Generation sich die Freiheit holen wird, für die ihre Mutter im Lager sitzt. 

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