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 > Wie angle ich mir einen jungen Mann?

Salon

Online-PartnerbörsenWie angle ich mir einen jungen Mann?

Von Tina Klopp19. April 2012
cc-by / Ryan Abel
Single,Dating,Partnership,Partnerbörsen,Singlebörsen,Parship,Studien,Klopp
Dürfen auch faltig, grauhaarig und dickbäuchig sein
Schrift:

Sie können faltig, grauhaarig, dickbäuchig sein: Geld und interessante Jobs lassen Männer trotzdem sexy wirken. Und erfolgreiche Frauen? Werfen wir einen Blick in Online-Partnerbörsen, dem neuen Forschungsparadies für Partnerstudien

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Dass inzwischen Millionen von Menschen in Online-Partnerbörsen nach dem Liebesglück suchen, hat zwei immense Vorteile: Singles können in einem viel größeren Pool nach potentiellen Partnern suchen (laut Stiftung Warentest lohnt die Suche hier besonders). Und gleichzeitig war es noch nie so einfach, den Menschen dabei zu zu gucken. Jeden Tag werden Tausende von Suchprofilen ausgefüllt und Kontaktanfragen beantwortet. Die Daten erheben sich also von alleine.

Betrachtet man den Heiratsmarkt wie eine Tauschbörse, wird hier auf den Markt geworfen, womit ein Partner werben kann: Schönheit, Einkommen, Bildung, Karriere. Auch Jugend ist ein Faktor. Das bekommen vor allem Singlefrauen über 55 zu spüren. 45 % von ihnen beurteilen ihre Chance auf dem Partnermarkt als schlecht bis sehr schlecht. Bei den gleichalten Männern sehen das nur 36 % so. Das liegt nicht daran, dass Männer mit dem Alter von sich aus schon netter oder schöner würden. Aber sie gleichen das mit Geld und Status wieder aus.

Der Hintergrund ist klar: Derzeit liegen Einkommen und Karrieren noch überproportional häufig auf dem Y-Chromosom verteilt. Die heute 55-Jährige hat – wenn überhaupt – um 1975 Abitur gemacht. Noch 1976 musste sie offiziell ihren Mann um Erlaubnis fragen, wenn sie einen Beruf ergreifen wollte.

Die spannende Frage ist nur, ob heutigen Frauen, die im Schnitt die besseren Schulabschlüsse machen, seltener in Krisenbranchen wie dem Braunkohlebau arbeiten und mitunter sogar mehr verdienen als ihre Altersgenossen, damit auch ihren Tauschwert auf dem Partnermarkt erhöhen konnten. Wird die 18-Jährige mit 55 wie selbstverständlich mit dem Porsche-Cayenne-Schlüssel klimpern, um attraktive Männer anzuziehen? Wird ihr superinteressanter Beruf wie ein Versprechen wirken auf seine Aufstiegschancen und Kontakte?

Im Netz sind alle gleich

Ganz gleich, ob jemand auf einem Schloss lebt oder mit einem besonders teuren Computer surft – als blinkender Cursor sehen alle Menschen gleich aus. Ein Arzt lernt im wahren Leben überdurchschnittlich viele Krankenschwestern kennen; im Internet trifft er nun auf Pianistinnen, Professorinnen, Bauarbeiterinnen. Das Netz, heißt es oft, trage zur sozialen Öffnung bei.

Doch in digitalen Partnerbörsen leben die traditionellen Rollenmuster ungehindert fort. Das hat ein Forscherteam um den Bamberger Soziologieprofessor Hans-Peter Blossfeld festgestellt. Das heißt: Auch im Netz tun sich Paare zusammen, bei denen Männer alles sind: älter, dicker, grauer, hässlicher – nur weniger gebildet oder ärmer, das sind sie nur in ganz wenigen Prozent der Fälle.

Frauen neiden Männern ihr höheres Einkommen

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Kann den letzten Abschnitt

Kann den letzten Abschnitt als Mann nur bestaetigen. Habe in einer Runde gleichaltriger Frauen durchsickern lassen, dass es fuer mich (in Zukunft, bin noch Student)grundsaetzlich in Ordnung waere die Kinder grosszuziehen und mich um den Haushalt zu kuemmern, sollte beruflicher Erfolg fuer meine Freundin einen hohen Stellenwert haben. Dieser Vorschlag stiess auf wenig Gegenliebe und wurde mehr oder weniger als Waschlappen-verhalten abgetan.

  • Antworten
Herrmann19.04.2012 | 15:19 Uhr

Na, ja

Frauen und Männer sind unterschiedlich.
Die Gehirne funktionieren anders.
Der Körperbau und die endokrinologischen Werte manifestieren sich in unterschiedlichen Strärken.

Frauen im Beruf des Panzergrenadiers oder Fallschirmjägers haben sich nicht besonders bewährt. Wenn es dort Rund geht, geht das schief.

Frauen in bestimmten ingenieurtechnischen Berufen sind auch nicht geeignet.

Dafür sind sie in manchen Führungspositionen sehr gut geeignet. Aber dass muss der Markt entscheiden. Firmen sind auf optimale Ergebnisse orientiert. Dazu gehört auch eine kluge Personalpolitik.
Wie man bei IBM Deutschland sieht. Es wird ja wohl keine sagen, dass die Firmenkultur bei IBM Murks ist.
Und diese Frauen sagen selber, dass Quoten nicht bringen.
Das wird natürlich von den Quotenbefürwortern paranoid gedeutet statt einfach man die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass diese Frauen recht haben könnten

  • Antworten
Letis19.04.2012 | 21:19 Uhr

kein unterschied

Auch dass noch.

Frauen die sich genauso sexistisch benehmen wie Männer

Gibt es nicht noch etwas anderes als Feminismus oder Menschenverachtung?

  • Antworten
Letis19.04.2012 | 23:14 Uhr

Weiblicher Untertanengeist

Was mir im Leben immer Übelkeit verursacht hat, ist das weibliche Buckeln gegenüber Männern. In vielen Ländern drückt sich das durch das kindliche Verstellen der Stimme und infantile Kleidung aus. Besonders schlimm finde ich es in der Sexualität. Die Machtungleichgewichte bei den Geschlechtern verderben den Charakter. Ein Mann kann keine Frau ernst nehmen, die ihren Status aus dem Status des Mannes ableitet. Eine statushohe Frau sollte in unseren modernen Zeiten es nicht mehr nötig haben, stereotype Rollenbilder zu reproduzieren. Ich lernte viele Frauen kennen, die wenig Wert darauf legen als Gleiche behandelt zu werden. Es macht mich sehr skeptisch und lässt wenig hoffen auf eine demokratische und gerechte Gesellschaft, wenn das in den Köpfen eingebrannt ist.

  • Antworten
Ulysses Brand20.04.2012 | 19:00 Uhr

immer wieder dieselbe Leier...

Mein Gott! "Noch 1976 musste sie offiziell ihren Mann um Erlaubnis fragen, wenn sie einen Beruf ergreifen wollte." Ich kann es nicht mehr hören! Immer wieder die selbe Leier. Genauso beim Wahlrecht. Dass Männer gerade mal 47 Jahre früher ohne Rücksicht auf ihren Stand wählen durften, wird als "1000jähriges Patriarchat" bezeichnet? Das ich nicht lache!
Halten wir mal zu Gute: Frauen mussten also noch 1976(!) ihren Mann um Erlaubnis fragen, wenn sie einen Beruf ergreifen wollten. Deutsche Männer dürfen selbst HEUTE ihre Frau um Erlaubnis fragen, wenn sie das anteilige Sorgerecht auf ihr LEIBLICHES Kind wollen, sofern sie nicht mit der MUtter verheiratet sind! Und wenn diese sich quer stellt, dürfen sie erst noch ein Gericht bemühen! Und sowas wird uns dann noch als "Erfolg" verkauft?
Also meine Damen, nicht auf 40 Jahre zurück Liegendes verweisen sondern sich mal mit der Gegenwart beschäftigen! Ich hatte 1976 (als Kleinkind) keine Frau, wieso halten sie mir und Tausenden anderen Männern das also bitte in Sippenhaft HEUTE noch ständig vor!?!

  • Antworten
Mannzipation20.04.2012 | 18:34 Uhr

Hinzu kommt, …

Hinzu kommt, dass ein Gesetz, das schriftlich exisitert, das eine ist, ob es angewandt und überhaupt in der Bevölkerung bekannt ist, das andere. Letzteres bezweifle ich bei diesem Gesetz. Unter http://wikimannia.org/1358_BGB wird sogar behauptet, dass es ungültig war. Aber egal, wie es war, es hat auf die Gegenwart bezogen keine Relevanz mehr, im Gegensatz zu Männerbenachteiligungen, die es (bis) heute tatsächlich gibt.

  • Antworten
Matthias Buser22.04.2012 | 13:53 Uhr

Frauen zu viel, Männer zu wenig

Meine vorletzte Beziehung ist daran kaputtgegangen. Ein Kind kam, das wir ein Jahr lang gemeinsam betreuten. Dann kam die Forderung von ihr, ich solle statt Teilzeitarbeit endlich meinen Verpflichtungen gerecht werden und einen Vollzeitjob suchen, sie bleibt beim Kind. Das war das Ende unserer Beziehung. Ich stand ohne Sorgerecht da (§1626a Abs. 3 BGB, Mütterprimat), wurde vom Jugendamt und Richtern zu Unterhalt in absurder Höhe verpflichtet. Das Kind sehe ich dank jahrelanger Umgangssabotage nicht mehr und im übrigen bin ich pleite. Trotzdem: Ich würde es wieder tun. Frauen sind offenbar unfähig, sich an moderne Zeit anzupassen. Also sollten sich Männer verweigern, sich von Frauen und Gesellschaft in Rollen zwängen zu lassen. Ich beanspruche nicht mehr und nicht weniger wie dieselbe Freiheit, die Frauen beanspruchen. Bislang haben Frauen zu viel Wahlfreiheit und Männer zu wenig.

  • Antworten
schwarzrot22.04.2012 | 11:59 Uhr

1976?

Sehr geehrte Frau Klopp,
nur zu Ihrer Information: Das Gleichberechtigungsgesetz ist am 1. Juli 1958 in Kraft getreten.
Aber was sind schon 18 Jahre wenn es um eine höhere Wahrheit geht?
MfG
Ein Ex-Abonennt

  • Antworten
Historiker22.04.2012 | 19:22 Uhr

Lieber Historiker,

Lieber Historiker,

vielen Dank für Ihren Hinweis auf das Gleichberechtigungsgesetz von 1958.

1976 wurde das Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts verabschiedet, erst danach war es den Frauen auch nach dem Gesetz möglich, eine Arbeit aufzunehmen, selbst wenn der Mann dagegen war.

Herzlichen Gruß,

Tina Klopp

  • Antworten
Tina Klopp23.04.2012 | 11:43 Uhr

Quelle

Sehr geehrte Frau Klopp,

hier ein Zitat von der Web-Seite des WDR:

"Erst im Juni 1957 verabschiedet der Bundestag das so genannte Gleichberechtigungsgesetz, das das Ehe- und Familienrecht an das Grundgesetz anpasst. Es tritt am 1. Juli 1958 in Kraft. Über die zentralen Punkte debattieren die Abgeordneten lange. Umstritten ist etwa die Erwerbstätigkeit der Frau. Bisher konnte der Ehemann seiner Frau verbieten, ihren Beruf auszuüben. Schließlich einigt man sich auf einen Kompromiss: Eine Ehefrau darf auch gegen den Willen ihres Mannes arbeiten gehen - aber nur, wenn Mann und Kinder darunter nicht leiden."
Quelle: http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtag5780.html

MfG
Ein Ex-Abonennt

  • Antworten
Historiker24.04.2012 | 18:32 Uhr

Wenn wir uns schon mit der

Wenn wir uns schon mit der Historie befassen, dann sollten wir auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts in der Sache 1 BvL 106/53 vom 18. Dezember 1953 (BVerfGE 3, 225) berücksichtigen, unter dessen Leitsätzen sich auch die folgenden finden:

"Seit dem Ablauf der in Art. 117 Abs. 1 zweiter Halbsatz GG gesetzten Frist sind Mann und Frau auch im Bereich von Ehe und Familie gleichberechtigt."
und
"Artikel 117 Absatz 1 GG ist insoweit wirksam, als er das dem Artikel 3 Absatz 2 GG entgegenstehende bürgerliche Recht auf dem Gebiete von Ehe und Familie mit Ablauf des 31. März 1953 außer Kraft setzt. "

Aber diese verfassungsrechtliche Realität paßt natürlich schlecht zum Bild des frauenunterdrückenden Patriarchats, das in Deutschland herrschte, bis der Feminismus diese endlich befreite. So, wie die Einschränkung des Straftatbestands der Vergewaltigung auf Frauen außerhalb der Ehe in §177 StGB bis 1997 frauen- und nicht etwa männerfeindlich war...

Bombe 20

  • Antworten
Bombe 2008.05.2012 | 21:39 Uhr

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