Protest-Organisation Campact

Die Empörungsmaschine

Gegen Gentechnik, gegen Fracking, gegen TTIP. Nicht nur im Netz ist der Protest der Organisation Campact mächtig. Wie genau arbeitet sie? Und: Wie demokratisch arbeitet sie?

Protestplakate der Organisation Campact
Michael Loewa

Unser Autor

Christoph Seils ist Ressortleiter "Berliner Republik" von Cicero. Im Januar 2011 ist im wjs-Verlag sein Buch "Parteiendämmerung oder was kommt nach den Volksparteien" erschienen.

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Zwei Stapel mit blütenweißen Leichentüchern liegen bereit. Dazu Rettungsringe und ein großes Banner: „Europas Grenzen töten“ – weiße Schrift auf schwarzer Plane. Im Halbkreis sollen sich die Demonstranten vor das Kanzleramt legen, den Kopf Richtung Zaun.

Katharina Nocun dirigiert die etwa 40 Leichendarsteller, die an diesem Morgen dem Aufruf zum Protest gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung gefolgt sind. „Wir wollen hier ein schönes Bild haben“, sagt die Campact-Campaignerin, erschrickt dann selber über ihre unfreiwillig ehrlichen Worte und korrigiert sich:

Ein „bedrückendes Bild“ soll es natürlich werden. Die Leichentücher werden über die Schuhe gezogen, die Rucksäcke der Demonstranten eingesammelt und zur Seite gestellt. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Am Abend sind die Bilder in den „Tagesthemen“ zu sehen.

Das Internet ist ihr Zuhause
 

Campact in Aktion: gegen die Festung Europa, gegen Gentechnik, gegen Kohlekraft. Doch Aktionsbilder, Flashmobs oder Menschenketten sind für die Kampagnenprofis nur politisches Beiwerk. Zu Hause ist Campact im Internet. Fast jede Woche wird dort eine neue Kampagne gestartet. 114.000 Unterschriften gegen Vorratsdatenspeicherung, 500.000 gegen Fracking und vor allem: über zwei Millionen Unterschriften gegen TTIP.

Vor zwei Jahren waren die Verhandlungen über eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft noch ein Insiderthema. Campact hat den TTIP-Protest in Deutschland populär gemacht. Dank Campact sind Chlorhuhn und Investor-Staat-Schiedsverfahren in der Diskussion.

Vor einem Jahrzehnt holten Christoph Bautz, Günter Metzges und Felix Kolb den digitalen One-Klick-Aktivismus aus den USA nach Deutschland. Inzwischen erreicht jede Aktionsmail fast 1,7 Millionen Protestwillige.

„Wir begeistern Menschen niedrigschwellig für Politik und wir wollen effektiv politisch Einfluss nehmen“, sagt Christoph Bautz, der neben Kolb und Metzges inzwischen einer von drei geschäftsführenden Vorständen ist.

„Gegenmacht zu einflussreichen Wirtschaftslobbys“
 

Campact sei eine Bürgerbewegung, „eine politische Bewegung von Citoyens“. Zugleich versteht man sich als „Gegenmacht zu einflussreichen Wirtschaftslobbys“.

Von Aufklärung ist allerdings nicht viel zu sehen, stattdessen setzt Campact auf den schnellen Protest. An die Stelle von Argumenten treten Emotionen und Angstkampagnen. Es wird zugespitzt – und kassiert. Denn Campact ist mittlerweile ein hochprofessionelles Protestunternehmen, das auf dem Markt der politischen Bewegungen seine digitalen Dienstleistungen anbietet.

Der erfolgreiche TTIP-Protest hat auch Campact populär gemacht. Im Dezember 2013 erklärte Campact erstmals in einer Onlinepetition, das TTIP-Handelsabkommen solle „Konzernen Profite durch Fracking, Chlorhühner, Gen-Essen und laxen Datenschutz erleichtern“ und „es bedroht Europas Demokratie“.

Seitdem hat sich nicht nur die Zahl der Campact-Unterstützer, sondern auch das Spendenaufkommen mehr als verdoppelt. Der Etat der Organisation umfasst für das Jahr 2015 rund 6,2 Millionen Euro. Tendenz steigend.

„TTIP ist böse“ steht auf einem Plakat
 

Sogar eine Regierungspartei kann Campact mittlerweile in Bedrängnis bringen. Es regnet vor der Berliner SPD-Zentrale. Trotzdem sind rund 300 Demonstranten dem Aufruf von Campact gefolgt und skandieren: „Stoppt TTIP“.

„Wir brauchen solche Abkommen“, sagt Sigmar Gabriel im Foyer des Willy-Brandt-Hauses. „TTIP ist Diktatur“ steht draußen auf einem der Protestplakate, „TTIP ist böse“ auf einem anderen.

„Wir brauchen Regeln für die Globalisierung“, wirbt der SPD-Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister vor 800 geladenen Gästen, „wer nur Emotionen mobilisieren will, vertraut den Menschen nicht.“ Er will zupackend klingen, doch der Zweifel schwingt in seiner Rede mit: „Es gibt Kampagnen, gegen die haben Argumente keine Chance.“

Hohes Erregungspotenzial als Auswahlkriterium
 

Die Zentrale von Campact befindet sich weit weg von Berlin in einer ehemaligen Kaserne im niedersächischen Verden an der Aller. An Hightech erinnert in dem Backsteingebäude wenig, auf den Fluren stapeln sich stattdessen Flugblätter, in einer Kammer lagern Protestrequisiten. Rund 40 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Empörungsmaschine läuft.

[[{"fid":"67049","view_mode":"full","type":"media","attributes":{"height":500,"width":750,"style":"width: 300px; height: 200px; float: left; margin: 5px 3px;","class":"media-element file-full"}}]]Dienstags findet im Konferenzraum das Thementreffen statt. Für Campact ist etwas erst dann wichtig, wenn es ein hohes Erregungspotenzial besitzt. „Wir glauben eine Vorstellung davon zu haben, was Menschen bewegt“, sagt Günter Metzges. „In der Politik sind Emotionen das Salz in der Suppe. Daher spitzen wir zu, aber die Fakten müssen stimmen.“

Im Mittelpunkt vieler Kampagnen steht die industrielle Landwirtschaft. Mal wendet sich Campact gegen einen giftigen Unkrautvernichter, mal gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Oder es werden schärfere Regeln für „Tierfabriken“ in der EU-Düngemittelverordnung gefordert.

Plakative Titel wie in der Bild-Zeitung
 

Die dazu gehörende Mail haben 21 Prozent der Empfänger geöffnet. 9,1 Prozent haben den Appell an die Agrarminister unterzeichnet. Die Kampagneros sind zufrieden. Die Betreffzeile der Rundmail hätte auch der Bild-Zeitung alle Ehre gemacht: „Trinkwasser in Gefahr: Megaställe stoppen“.

Der Aufruf ist kurz und sehr allgemein gehalten, wer etwas mehr Zeit hat, für den gibt es noch die „Fünf-Minuten-Info“, die kleine Protestmahlzeit für zwischendurch. Schnell muss es gehen, Hauptsache, es knallt.

Sie klopfen jedes Thema auf seine Kampagnenfähigkeit ab. Gerade im Check: privates Kapital für Verkehrsinvestitionen. Die Campaigner von Campact sitzen in der Zentrale in Verden um einen großes Buchentisch. „Das Thema wird immer wieder an uns herangetragen“, sagt Günter Metzges, da werde eine „große Umverteilung“ vorbereitet. Aber erst einmal braucht Campact noch ein paar Zahlen und konkrete Beispiele. „Es muss klar sein, wer zahlt“, sagt Metzges.

Und Campact braucht einen Partner, denn das Campact-Prinzip heißt: Inhaltliche Details interessieren uns nicht. Der BUND, ver.di, die Diakonie und der Verkehrsclub Deutschland – viele große NGOs haben schon auf die Schlagkraft von Campact zurückgegriffen. Im besten Fall ist es eine Win-win-Situation, der eine liefert die Inhalte, der andere die Klick-Bataillone.

Nachhaltig ist die Campact-Arbeit allerdings nicht, eher beliebig. Meist springen die Verdener auf einen Kampagnenzug auf, wenn ihn eine NGO bereits in Bewegung gebracht hat. Und wenn die Aufregung vorbei ist, die politische Alltagsarbeit ansteht, dann ist Campact schon weitergezogen.

Nicht jede NGO ist über diese Art der Kooperation glücklich. Denn, so klagt ein Insider, häufig bedeutet dies: „Wir stellen die Inhalte, Campact kassiert die öffentliche Aufmerksamkeit und vor allem: das Geld der Spender.“

Schnelle Aufmerksamkeitsheischerei
 

Das Campact-Prinzip erinnert an die Fabel von Hase und Igel. Hat eine Bürgerinitiative ein Thema so lange bearbeitet, dass sich die Menschen im Lande dafür zu interessieren beginnen, steht Campact an der Strecke und ruft: „Wir sind schon da.“

Markus Beckedahl hat bei einer Kampagne des von ihm gegründeten Vereins Digitale Gesellschaft zum Thema Netzneutralität seine Erfahrungen mit Campact gemacht. Natürlich habe Campact der Kampagne zu einem enormen Mobilisierungsschub verholfen, sagt Beckedahl, aber „Campact war zu groß, wir waren zu klein und wurden nicht mehr wahrgenommen“.

Beckedahls Fazit: „Wer mit Campact zusammenarbeitet, muss diese Asymmetrie akzeptieren.“ Aber, so fügt er hinzu, Campact habe das Problem erkannt und arbeite daran.

Viele Mailadressen sind ihr Kapital
 

Niemand will es sich mit dem digitalen Protestdienstleister verscherzen, zu groß ist mittlerweile deren Einfluss, zu verlockend deren Kampagnenfähigkeit. Im gemeinsamen Büro der drei Chefs gibt man sich dagegen einen bescheidenen Anstrich. Eng stehen die drei Schreibtische nebeneinander; in der Ecke ein kleiner runder Besprechungstisch.

Günter Metzges ist Politikwissenschaftler, promoviert hat er über „NGO-Kampagnen und ihr Einfluss auf internationale Verhandlungen“. Nun steht er in Jeans und grauem Hemd in seinem Büro und skizziert an einer Tafel die Technik, die hinter dem Erfolgsmodell steckt.

Das Herz von Campact ist ein selbst entwickeltes Programm mit dem Namen Krautbuster. Es verwaltet die User, arbeitet alle Anfragen sekundenschnell ab. Daneben gibt es noch das Programm move, das die Spenden verbucht und verwaltet.

Die vielen Mailadressen sind der politische Schatz von Campact, das Kapital. Der gut gepflegte Verteiler garantiert eine schnelle Mobilisierung, der Server hält dem User-Andrang auch dann stand, wenn nach einem Mailversand Tausende von Unterstützern gleichzeitig zugreifen.

Reine Klick-Kampagnen verpuffen schnell
 

Natürlich: Wer Erfolg hat, der hat auch Neider. Campact hat Erfolg. Vor zehn Jahren war digitales politisches Campaigning in Deutschland noch Neuland, viele NGOs haben die digitale Revolution verschlafen und tun sich damit bis heute schwer. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als mit Campact zusammenzuarbeiten.

[[{"fid":"67050","view_mode":"full","type":"media","attributes":{"height":1125,"width":750,"style":"width: 200px; height: 300px; float: left; margin: 5px 3px;","class":"media-element file-full"}}]]Längst geht Campact auch auf die Straße, sobald eine Kampagne läuft. Denn auch in Verden hat man gemerkt, dass reine Klick-Kampagnen schnell verpuffen.

Die Aktion zu den Flüchtlingen vor dem Kanzleramt ist deshalb genauso professionell organisiert wie der Kohleprotest vor der Zentrale der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie oder der TTIP-Flashmob vor dem Willy-Brandt-Haus. An die Demonstranten werden vorgefertigte Plakate ausgegeben, keiner muss mehr selbst basteln.

Für die Redner liegen Megafone bereit. Für die Fotografen und Kameraleute haben die Organisatoren vor der SPD-Zentrale ein großes trojanisches Pferd aufgestellt. Vor allem viele Rentner sind gekommen, die haben auch an einem Montagvormittag Zeit.

Schnell, flexibel, wendig
 

Sieben Aktivisten arbeiten bei Campact in Verden allein im Organizing, damit von den Broschüren über die Technik bis zu den Klemmbrettern für Unterschriftenlisten alles bereitsteht. Für das perfekte Aktionsbild leistet sich Campact gegebenenfalls mal einen Miniaturkühlturm, aus dem es richtig dampft.

Auch Schauspieler werden schon mal engagiert. Und wenn Campact seine Anhänger zum dezentralen Aktionstag aufruft, dann erhalten sie im Vorfeld aus Verden ein Protestpaket, für die Rückmeldungen gibt es ein eigens programmiertes SMS-Tool.

Campact ist schnell, flexibel, wendig. Über Nacht kann Campact seine Unterstützer mobilisieren, fast an jedem Ort in Deutschland ihre Protestbrigade auf die Straße bringen.

Politiker mit Schwachstellen im Visier
 

Die frühere Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) zum Beispiel traf im Bundestagswahlkampf 2013 bei jedem Auftritt auf eine Protestdelegation von Campact, die gegen Gentechnik im Saatgut protestierte. Eine gut organisierte Minderheit kann sich so politisch Gehör verschaffen und politische Entscheidungsprozesse beeinflussen.

Es ist im Übrigen kein Zufall, dass Campact Druck in Sachen TTIP auf die SPD macht. Denn Campact nimmt gezielt solche Politiker und Parteien ins Visier, die sie im politischen Entscheidungsprozess als Schwachstelle ausgemacht hat.

Mal sind es die Länderminister, mal einzelne Abgeordnete, mal der kleine Koalitionspartner. „Wir suchen immer den, der zuerst umfallen könnte“, sagt Christoph Bautz, „wir mobilisieren auf den Entscheidungsmoment zu, dort haben wir einen politischen Hebel.“

Nicht jede Kampagne funktioniert. Der Campact-Populismus hat seine Grenzen. Wird es kompliziert, winken die User ab, wie etwa beim Thema Gesundheit. Föderalismusreform? Ein No-Go. Kitaausbau? Schwierig. Quotierung von Aufsichtsräten? Kaum vermittelbar.

Die Eurorettung lässt sich nicht auf einfache Parolen runterbrechen. Auch Pro-Kampagnen haben es schwer. Ein Nein lässt sich viel einfacher zuspitzen.

Im Bundestagswahlkampf 2013 versuchte Campact seine Unterstützer für Steuererhöhungen zu mobilisieren, ohne durchschlagenden Erfolg. Nach der Wahl wurde die „Umfairteilen“-Kampagne sang- und klanglos eingestellt.

Umweltpolitik geht immer
 

Umweltpolitik hingegen geht immer, beim Protest gegen Kohlekraft oder Gentechnik sind die Campact-Anhänger schnell auf den digitalen Barrikaden. Was auch daran liegen könnte, dass im Campact-Verteiler vor allem die grüne Mittelschicht vertreten ist.

Zu sagen haben die mehr als 40.000 finanziellen Unterstützer, die Campact mit durchschnittlich zehn Euro im Monat fördern, allerdings wenig. In dem Verein, der in seinen Kampagnen gerne die Fahne der Bürgerbeteiligung schwingt, herrscht vor allem Zentralismus. „Bürger machen selber Politik“ heißt das Motto von Campact, doch innerhalb der Organisation wird von oben nach unten durchregiert.

Kein Konsens­prinzip soll die Schlagkraft lähmen oder das Geschäftsmodell stören. Anders als beim amerikanischen Vorbild move.on dürfen die Campact-Unterstützer bei der Auswahl der Kampagnen nicht mitentscheiden.

Campact hat ein Demokratieproblem
 

Campact geht es darum, den Zeitgeist zu treffen. Bevor eine Kampagne über den großen Verteiler geht, wird sie deshalb in Fokusgruppen getestet. Was dort nicht läuft, wird abgeblasen. „Bei uns liegt eine starke Entscheidungskompetenz“, räumt Christoph Bautz ein, „unsere Rolle ist so stark, damit wir immer sehr schnell entscheiden können.“

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Nur vier Vereinsmitglieder werden von den 40.000 Campact-Unterstützern auf einem jährlichen Treffen bestimmt. Vier weitere Vereinsmitglieder benennt der Vorstand. Förderer und Mitarbeiter dürfen diese lediglich bestätigen. Die restlichen vier Vereinsmitglieder wählen die Campact-Mitarbeiter. Die wiederum sind arbeitsrechtlich den drei geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern unterstellt.

Bautz, Kolb und Metzges ficht das nicht an. Sie führen Campact wie ihr privates Protestunternehmen. Und sie berufen sich auf die breite Resonanz. 1,7 Millionen Menschen im Campact-Netzwerk könnten nicht irren. Hunderttausende Menschen unterstützten die Campact-Aufrufe. „Das ist unsere Legitimation“, sagt Christoph Bautz.

Protest als Selbstzweck
 

Das Geschäft muss rollen, die Emotionen neu geschürt werden, Campact muss expandieren, auch das Protestbusiness kreiert seine eigenen Sachzwänge. Politik wird da leicht Mittel zum Zweck, Protest zum Selbstzweck.

Mit der neuen Plattform „We act“ will Campact nun auch „lokalen Themen eine Chance geben“. Vor allem aber muss das Thema TTIP weiterkochen, denn TTIP hat Campact stark gemacht. Überall werden deshalb die Gegner des Freihandelsabkommens mobilisiert.

Jede Verhandlung über ein Freihandelsabkommen, jede Verständigung über eine akzeptable Lösung für die umstrittenen Schiedsgerichte lehnt Campact ab. „TTIP ist unverhandelbar“, sagt Christoph Bautz, „da gibt es keinen Raum für Kompromisse.“

Man könnte auch sagen: Ein Kompromiss würde dem Geschäft schaden.

Harald Wandel | Di, 28. Juni 2016 - 10:49

Ich sehe keine demokratisch legitimierte Kraft in diesem Land, die Willens (in der Lage vielleicht) wäre, sich dem Wirken internationaler Kapitalströme in den Weg zu stellen. Die Regierung hat die Aufgabe, seine Bürger vor der Gier des Kapitals zu schützen, längst als unerfüllbar beiseite gelegt. Campact wirkt wie ein letzter Rettungsanker. Für mich besitzen sie ihre Legitimation in den angegangenen Themen und ihrer Haltung in diesen. Macher eben, die ich unterstützen will, wo immer es geht.

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