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Berliner Republik

NSU und das BehördenversagenIn den Tiefen des Staates

Von Michael Kraske14. September 2012
picture alliance
MAD,Akten,Aktenvernichtung,Verfassungsschutz,Sachsen
MAD-Aktenpannen bringt Sachsens Verfassungsschutz unter Druck
Schrift:

Die bisherige Aufarbeitung des NSU-Komplexes läuft unter dem Label „Behördenversagen“. Dabei gibt Deutschland ein Bild von einem „tiefen Staat“ ab, ein System, das unterhalb der geltenden Gesetze ein Eigenleben zu führen scheint. Und so wie es ist, darf es nicht bleiben

Seite 1 von 5

Deutschland ist nicht die Türkei. Hier das demokratische Musterland mit der parlamentarischen Nachkriegs-Erfolgsgeschichte, der Gewaltenteilung und den hohen Standards von Rechtstaatlichkeit. Da die argwöhnisch beäugte Türkei mit dem mächtigen Militär, Prozessen wegen „Beleidigung des Türkentums“ und den von der EU periodisch ausgemachten Demokratie-Defiziten.

In der Türkei ist das Wort vom „tiefen Staat“, vom Staat im Staate, kein Abstraktum, sondern Gegenstand von Strafverfahren. In einem Mammutprozess wurden Dutzenden Journalisten, Militärs und Politikern vorgeworfen, sich zum Sturz des Ministerpräsidenten Erdogan verschworen zu haben. Ein säkulares, ultra-nationalistisches Netzwerk namens Ergenekon soll im Untergrund über Jahre diesen „tiefen Staat“ organisiert haben, um die demokratisch legitimierte Regierung des islamisch geprägten Ministerpräsidenten zu bekämpfen. In den Anklageschriften ging es um konkrete Anschlagspläne und einen Putschversuch.

Es erscheint daher auf den ersten Blick absurd, wenn die Baden-Württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney sagt, den „tiefen Staat“ gebe es in Deutschland auch. Sie bezog die Aussage auf die Rolle deutscher Behörden im Komplex um den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Der Fraktionsvorsitzende der baden-württembergischen CDU, Peter Hauk, warf ihr daraufhin vor, sie erschüttere absichtlich das Vertrauen von Einwanderern in den deutschen Staat. Nach massiver Kritik entschuldigte sich die Ministerin für den Vergleich. Doch der konservative Reflex demonstrativer Empörung ist voreilig und unangemessen.

In Anbetracht der vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) den Parlamentariern des NSU-Untersuchungsausschusses vorenthaltenen Akte über Uwe Mundlos, stellt sich die Frage, ob das Bild vom „tiefen Staat“ nicht doch geeignet ist, anhaltende Missstände im Land treffend zu beschreiben und zu erklären. Ein Sabotage-Akt überholt den anderen. Der MAD-Chef ist gerade erst aus dem Ausschuss abmarschiert, da erfahren die Abgeordneten, dass ihnen das Berliner Landeskriminalamt offenbar einen Aktenvermerk vorenthalten hat, der bereits im Jahr 2002 Hinweise auf den Aufenthaltsort des Terror-Trios enthalten haben soll. Die Behörden versuchen, eigene Fehler zu vertuschen und fragwürdige Praktiken wie die Zusammenarbeit mit Nazi-V-Leuten zu retten. Eine demokratische Farce.

Staatliche Kollaboration mit Nazis ohne Konsequenzen

Die Abgeordneten werden von deutschen Sicherheitsbehörden weiterhin hinters Licht geführt. Der Verfassungsschutz des Bundes hat Akten vernichtet, auch das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz hat Akten über Rechtsextremismus vernichtet. Aktenvernichtung, die zeitnah auf Anfragen oder das Auffliegen der „Terror-Zelle“ erfolgt, lässt nur den Schluss zu, dass gezielt vertuscht werden soll, was so dringend der Aufklärung bedarf. Angesichts immer neuer Alleingänge, Vertuschungen und Verhöhnungen des Deutschen Bundestages gerät fast schon in Vergessenheit, dass der Thüringer Verfassungsschutz mit V-Mann-Geldern maßgeblich den Aufbau des Thüringer Heimatschutzes finanziert hat, der brutale Überfälle auf Andersdenkende steuerte und in dem Mundlos, Zschäpe und Böhnhardt zu Terroristen heran wuchsen. Die Ungeheuerlichkeit dieser Kollaboration hatte bislang weder für die Behörde noch für deren befremdlich selbstherrlichen Ex-Chef Helmut Roewer Konsequenzen.

Die bisherige Aufarbeitung des NSU-Komplexes läuft unter dem Label „Behördenversagen“. Die betroffenen Institutionen stellen die persönliche Schuld einzelner heraus, aber das Vorenthalten von Informationen, die gezielte Vernichtung relevanter Akten, das Schreddern, Mauern und Vertuschen sowie die unheilvolle Praxis, Nazis für Informationen mit Geld zu sponsern, werfen die Frage nach dem System und dem Motiv dahinter auf. Gestellt wird diese Frage jedoch verblüffend selten, sie geht in der Gier nach neuen Sensationsgeschichten verloren. Die Monstrosität der NSU-Mordserie verleitet dazu, nicht nur die Taten der Terroristen als isoliertes, singuläres Phänomen misszuverstehen, sondern auch die Fehler und Versäumnisse der zuständigen Sicherheitsbehörden.

Seite 2: Das System hinter dem Versagen

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Ein Beitrag wider das Ersticken in "political correctnes". Vielen Dank!

  • Antworten
Pauline14.09.2012 | 13:54 Uhr

Wider die schleichende Entsolidarisierung unserer Gesellschaft

Danke an den Verfasser Michael Kraske für diesen erhellenden und eigentlich Aufsehen erregenden Artikel in CICERO.
Das Aufsehen jedoch wird vermutlich ausbleiben, weil unsere Gesellschaft eben so ist, wie sie Michael Kraske beschrieben hat.
Dies sollte Ansporn für alle kirchlichen und sonstigen Gruppierungen sein, ein deutliches Mehr an Aufklärungsarbeit in die Gesellschaft hinein zu versuchen. Ob dies Erfolg haben wird, bleibt zu hoffen.
Weiter so, CICERO.

  • Antworten
Yvonne Walden14.09.2012 | 18:24 Uhr

NSU

Die Erkenntnisse die mittlerweile zu Tage gefördert wurden, in ihrer Gesamtheit, lassen einem schon Übelkeit hochkommen. Dass sich die Lage für deutsche staatliche Strukturen (welche anscheinend Mitglieder die NSU angeleitet haben und seeeehr lange über die NSU Bescheid wussten) zuspitzt, ist unübersehbar.

Außerdem wird man sicherlich die Frage stellen müssen, wenn Teile der deutschen Behörden eingeweiht waren und das über scheinbar sogar längere Zeit, wieso diese es nicht verhindert haben, dass Menschen getötet wurden, Menschen verletzt wurden, Bomben gezündet wurden, Raubüberfälle begangen wurden usw. - Die rechtliche Konsequenz aus diesem "Wegschauen" dürfte jetzt schon feststehen, ich denke mal dass der Gesamtfall jetzt erst richtig ins Rollen kommt – und ob die drei Clowns der NSU die einzigen sind, ist noch eine ganz andere Frage.

Tut mir leid, aber dies erinnert mich stark an Gladio-Netzwerke - dachte eigentlich diese Zeiten des staatlichen Terrors unter falscher Flagge (Strategie der Spannung) wären vorbei, es scheint leider nicht so zu sein.

  • Antworten
Frank R.15.09.2012 | 06:48 Uhr

Was eine Show, was glaubt ihr

Was eine Show, was glaubt ihr wen ihr täuschen könnt?
Egal wie tief ihr stochert, ihr werdet nichts anderes als euch selbst entdecken, je tiefer umso genauer.
Eure Zaghaftigkeit in eurem Stochern spricht aus diesem Grund für sich selbst.

Von einem Parlament daß George W. Bush zu sich sprechen lässt kann man nichts Anderes erwarten.

  • Antworten
ugur16.09.2012 | 12:08 Uhr

Aktenpannen und Behördenversagen

Großartiger,längst überfälliger Artikel, der alle vollmundigen Bekundungen der Regierungsverantwortlichen Lügen straft.

"Die Morde sind eine Schande für unser Land. Als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland verspreche ich Ihnen: Wir tun alles, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Daran arbeiten alle zuständigen Behörden in Bund und Ländern mit Hochdruck."(Angela Merkel am 23.02.2012)

Eine Schande ist die mutwillige Behinderung der Arbeit des Untersuchungsausschusses des Bundestages, das Schweigen der Verantwortlichen, die Untätigkeit der Behörden, die Vernichtung von Akten und die verharmlosende Sprachregelung in den Medien.

Bezeichnenderweise produziert eine rassistische Mordserie und deren desaströse Aufarbeitung erneut einen sprachliche Relativierung, die Aktenvernichtung und Zurückhalten von Akten zu einer Panne umdefiniert.

Der direkte Nachfolger des letztjährigen Favoritensiegers Dönermorde lautet nach m. E.:AKTENPANNE

  • Antworten
Robert16.09.2012 | 17:13 Uhr

Ein Dank & eine Anmerkung

Vorab - ausdrücklichen Dank für den zumindest Debatten eröffnenden Beitrag. Dennoch ist es immer wieder bedauerlich, dass es Medien gibt, die über die angesprochenen Dinge berichten, nur von "großen" Medien wie nun hier auch dem Cicero keinerlei "Unterstützung" - gemeint hier Erwähnung finden.

Nicht nur, dass damit ein leider schiefes Bild von den Medien vor Ort entsteht. Schlimm daran ist, dass die entsprechenden Menschen, die eben dies tun - also in den Gerichtssaal gehen, sich diese Prozesse ebenso antun, wie die tägliche Frage, woher dieses "systemische Versagen" kommt & darüber schreiben hier wieder und wieder mit dem Bild der "wegschauenden Medien" eingerastert werden.

Nein - diesmal nicht, wie auch einst die Zeit begreifen musste, dass man nicht lang suchen muss, um uns zu finden: Lesen Sie Herr Kraske, hier www.l-iz.de. Und respektieren Sie bitte, dass eben dieses vor Ort sein mehr Gefahren birgt, als mal einen großen - ausdrücklich guten - Artikel "aus der Ferne" zu verfassen.

Ihr Michael Freitag

  • Antworten
Michael Freitag16.09.2012 | 17:27 Uhr

Medien vor Ort

Sehr geehrter Herr Freitag,
die von Ihnen zurück gewiesene Kritik bezieht sich auf die Mehrzahl der Lokalzeitungen, die oftmals wenig hintergründig berichten und stattdessen die offiziellen Darstellungen übernehmen. Die Leipziger Internetzeitung möchte ich ausdrücklich von dieser Kritik ausnehmen, weil sie tatsächlich kenntnisreich und kritisch auch lange Prozesse verfolgt und Skandale vorbildlich darstellt. In der Tat ist gerade die Nähe zu Behörden und Akteuren oftmals heikel und erfordert eine eindeutige journalistische Haltung, die leider nicht der Regelfall ist. Sie werden mir nachsehen, dass in dem Essay die Missstände und nicht die vorbildlichen Ausnahmen Gegenstand der Betrachtung sind. Herzlich, Michael Kraske

  • Antworten
Michael.Kraske17.09.2012 | 10:43 Uhr

Noch ein Dank & eine Anmerkung (2)

Sehr geehrter Herr Kraske,
vielen Dank für die rasche & freundliche Antwort. Warum dies geschieht, ließe sich erklären ^^ was ich hier jedoch schriftlich nicht tun werde ...

Nur soviel: Es gibt quasi keinen Plural bei "Tageszeitungen", wenn Sie vorrangig Leipziger Entwicklungen (auf der Straße und vor Gerichten) ansprechen.

Herzlichst Ihr Michael Freitag

  • Antworten
Michael Freitag17.09.2012 | 16:28 Uhr

SPD und "Kontrolle" der Dienste

Der Cicero hätte sich auch gerne die Frage stellen können, *weshalb* die Baden-Württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney sich entschuldigte.
Frau Öney ist in der SPD, die in BaWü in der Regierung ist. Dass Regierungsparteien einen Kotau vor den Befindlichkeiten der Opposition vollziehen, vor einem "konservative[n] Reflex demonstrativer Empörung" wachsweich einknicken, sollte einen doch bitteschön irgendwie stutzig machen.
Was war am 17(!) November 2011, als Öney den Vergleich mit der türkischen Version des "Staates im Staate" in Berlintürk zog, schon bekannt über das Einvernehmen von VS und NSU?
Am 15.11. war gerade das segensreiche Wirken des Nazischützers Andreas T. ("kleiner Adolf") publik geworden, der rein zufällig nichts von dem Mord im Internetcafe mitbekommen haben will.
Nun, als der Klein-Adolf die Weihen des Staatsschützers erhielt, war gerade Sparfuchs Hans Eichel von den Spezialdemokraten Ministerpräsident von Hessen. Wäre ja irgendwie unangenehm, wenn jemand mal auf die Idee käme zu fragen, wie denn die Sozen so ihre Aufsicht über die Dienste geführt haben oder auch nicht.
Was achso, die haben sich nicht das Genauer-Hingucken gespart wie Eichel, sondern wurden systematisch über den tiefen Staat getäuscht von den Diensten? Hätte Öney dann nicht Recht gehabt?
Warum dann die Entschuldigung?
Auf wessen Veranlassung?
Ja ist klar, Sarrazin ist kein Rassist und, dass Rotgrün in NRW ihre Maßnahmen für Überwach! im Kampf gegen den Rechtsextremismus versteckt, ist auch nur Heise-VT. Nachdem es mit dem Gespenst der "militanten gruppe" und dem restlichen herbei-halluzinierten Linksterror nicht geklappt hatte, wurde der diensteigene Schlägertrupp geopfert.
Ich finde die SPD spielt ihre Rolle im Kampf für die zentralisierte Gestasi überzeugend, die aufgeplusterte Empörung im NSU-Ausschuss verdeckt eigenes Versagen(?) ganz gut. (Was ein Glück, dass wenigstens die Kurnaz-Akte des MAD für Steinmeier ordnungsgemäß gelöscht wurde.)
Hauptsache, die Linke wird ordnungsgemäß überwacht, damit der Michel weiß, die sind gefährlich wie die Braunen, vielleicht nicht so tödlich, aber Mindestlohn und Umfairteilung sind ja auch Teufelswerk.

  • Antworten
unschland17.09.2012 | 01:53 Uhr

Dieser Beitrag ist

Dieser Beitrag ist schockierend ehrlich.Der von uns oft gesagte Satz"die Polizei ist auf dem rechten Auge blind" trifft ja nicht nur auf sie zu. Verharmlosung,Wegsehen, Duldung u.a durch die Behörden bewirken eine immer stärkere Infiltration rechten Gedankengutes in die Gsellschaft. Wie erschreckend!!Danke für diesen Beitrag.

  • Antworten
Everina17.09.2012 | 10:23 Uhr

Glaubwürdigkeitsprobleme des Autors

Artikelautor Michael Kraske schreibt: "In Anbetracht der vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) den Parlamentariern des NSU-Untersuchungsausschusses vorenthaltenen Akte über Uwe Mundlos ..."

Der MAD hat im März 2012 durch die Anfrage eines Landesverfassungsschutzamtes, ob er etwas dagegen habe, einen Vermerk, der auf eine Akte zu Mundlos Bezug nimmt, an den Untersuchungsausschuss weiterzuleiten, als Organisation von der früheren Existenz dieser Akte, die er in den 1990er Jahren entsprechend der gültigen Rechtslage vernichtet hatte, erfahren und diesen Vermerk im April 2012 dem Bundestagsuntersuchungsausschuss übergeben.

Damit hat der MAD weder den Hinweis auf diese Akte dem Untersuchungsausschuss vorenthalten, noch die Akte selbst, da er über letztere gar nicht verfügte.

Wenn Herr Kraske meint, uns Leser schon bei so leicht überprüfbaren Vorgängen hinters Licht führen zu können, warum sollten wir Leser dann seinen weiteren, viel schwerer nachprüfbaren Ausführungen Glauben schenken?

  • Antworten
Cornea17.09.2012 | 12:08 Uhr

Dieser Artikel und sein Autor

Dieser Artikel und sein Autor sind für die analytische Präzision zu loben. Doch bleiben Fragen offen, die hoffentlich noch in Zukunft bearbeitet werden können.

Sich häufende Zufälle sind in der Tat ohne Verschwörungstheorien zu erklären, weswegen die Systematik der Unterstützung neofaschistischer Umtriebe, und nicht nur die Blindheit ihnen gegenüber, hinterfragt werden muss. Wie kann es sein, dass zeitweise ein Viertel des "Thüringer Heimatschutzes" (den Erkenntnissen des UA zufolge) in Bezahlung des Verfassungsschutzes stand? Wie kann es sein, dass unverhohlen rechtsgerichtete Menschen Behördenleiter werden? Um die hervorragend passende Analogie des "tiefen Staats" aufzugreifen ist daher - bewusst provozierend - die Frage zu stellen, ob Neonazis wirklich "Feinde" des deutschen Staats sind? Oder legt ihre Verstrickung mit dem tiefen Staat nicht nahe, dass gewisse neofaschistische Umtriebe durchaus erwünscht sind, und daher unterstützt werden? Der "NSU", und vor allem die weit weniger beachteten aber tiefer verankerten neofaschistischen Strukturen in vielen Regionen, wären damit im weiteren Sinne als ausführendes Organ des deutschen Staats zu betrachten.

In diesem Lichte betrachtet stellt das systematische Herunterspiele der Nazi-Lage in Deutschland nur die Kehrseite einer im Verborgenen stattfindenden Förderung, bzw. zumindest bewussten Tolerierung, neofaschistischer Strukturen. Weder soll hier eine Verschwörung vermutet werden, noch eine gezielte Politik, sondern die Frage gestellt, welche Interessenslage viele lokale Politiker, Polizeiwachen, Gerichte und Institutionen sehen. Vielerorts werden "Ausländerprobleme" als größere Bedrohung wahrgenommen als ortsansässige Rechte, die ohnehin zur Dorfgemeinschaft dazu gehören und nicht ausgewiesen werden können; Antifas und Punks sind Chaoten, während der nette Nazi von Nebenan sich im Schützenverein engagiert; Obdachlose sind ohnehin nirgends beliebt, und die Polizei hat weniger Arbeit, wenn lokale Jungs ihrer Gegend den Ruf einer Gefahrenzone verschaffen können. Kann es nicht sein, dass Nazis (nicht nur, aber vor allem) im Hinterland der Bundesrepublik als kleineres Übel betrachtet werden, und daher gezielt, mit Geldern, Logistik und systematischer Strafmilde in ihren Aktivitäten und Strukturen gefördert werden?

  • Antworten
Clement Wortmann17.09.2012 | 12:12 Uhr

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