Gasherd und Streichholz
Steigende Energiepreise haben auch Auswirkungen auf Ihre Geldanlage / dpa

Wohin mit Ihrem Geld? - Die gewünschte Krise

Die steigende Nachfrage nach Erdgas lässt die Energiepreise in Deutschland durch die Decke gehen. Das Problem: Die Krise ist politisch gewollt. Der Makroökonom Daniel Stelter erklärt, was das für Ihre Geldanlage bedeutet.

Autoreninfo

Daniel Stelter ist Gründer des auf Strategie und Makroökonomie spezialisierten Diskussionsforums „Beyond the Obvious“. Zuvor war er bei der Boston Consulting Group (BCG). Sein neues Buch „Ein Traum von einem Land: Deutschland 2040“ erscheint am 10. Februar 2021.

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Die wirtschaftliche Entwicklung seit Beginn der industriellen Revolution wäre ohne den Einsatz von immer mehr Energie unmöglich gewesen. Der deutliche Zuwachs an Lebenserwartung und Wohlstand weltweit basiert darauf. 40 Prozent der Primärenergie wird in Strom verwandelt, jeweils 20 Prozent treiben Industrie und Verkehr an und wärmen oder kühlen Gebäude. Öl, Kohle und Gas stehen für 80 Prozent der globalen Energieerzeugung und halten diesen Anteil in einem wachsenden Markt.

Trotz der erheblichen Anstrengungen, die erneuerbaren Energien auszubauen, stehen Wind- und Solarenergie für nur rund 3 Prozent der globalen Energieerzeugung. Kein Wunder, dass die Politik weltweit alles daransetzt, den Ausbau der Erneuerbaren zu fördern. Zeitgleich wächst der Druck auf die Anbieter fossiler Energieträger. Über Steuern, Gerichtsurteile sowie erschwerten und verteuerten Zugang zu Finanzmitteln wird es immer unattraktiver, in die Erschließung neuer Quellen zu investieren. Das Problem dabei: Die erneuerbaren Energien sind weit davon entfernt, die entstehende Lücke schließen zu können, vor allem fehlt die Technologie, um die aus erneuerbaren Quellen erzeugte Energie zu speichern. Die Folge: Stabiles oder gar sinkendes Angebot bei weiter steigender Nachfrage muss zu Knappheit führen.

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Markus Michaelis | Di, 9. November 2021 - 15:43

ja, aber das klingt heute zu negativ. Ich würde es so sagen: die menschliche Entwicklung der letzten 150 Jahre ist zuerst durch Energie getragen: Kopfarbeit wurde aufgewertet, Sklavenarbeit wurde zu teuer, die meisten Menschen heute sind nur durch energiegetriebene Fortschritte überhaupt am Leben, unser Stand von Kultur und Menschenrechten ist so nur durch eine energiegetriebene wohlhabende Welt zustande gekommen. Vielleicht gäbe es auch andere Wege, aber so war zumindest der Weg der Welt, den sie real genommen hat. Niemand will zurück nach 1700, es geht immer nur um faire Verteilungen unter den heutigen Bedingungen.

Energie scheint also eine gigantische Erfolgsgeschichte und zum Glück haben wir Kohle und Öl entdeckt und zugänglich gemacht, sonst wären alle Wälder längst verschwunden.

Wie alles Gute wird es dann übertrieben: zuviel Nebenwirkungen, zuviel Wohlstand, auch inzwischen zuviele Menschen (je nach Ansicht). Jetzt korrigieren wir eben und brauchen neue Energiequellen.

Hans Jürgen Wienroth | Di, 9. November 2021 - 16:07

Ich bin gespannt, wann die Mär von den "erneuerbaren Energien" auf den Boden der physikalischen Realität trifft.
Wer erneuert denn hier die Energien?

Annette Seliger | Di, 9. November 2021 - 17:14

um die Menschheit vor dem nahenden Klima Tod zu retten, bleibt für uns eben nur Gas, denn der Flatterstrom aus Wind und Sonne ist nur dazu da, um den Lobbyisten die Taschen über die EEG Umlage zu füllen. Ich bin jeden Tag auf`s neue erstaunt wie mein Organismus die täglichen Temperatur Schwankungen von 3 Grad am Morgen, bis 12 Grad am Mittag verkraftet. Ich freue mich auf den Klimawandel. Endlich kein Schneeschippen mehr im Winter. Keine Winterreifen und nicht mehr so viel heizen. Hat das eigentlich schon mal jemand berechnet was wir hier alles an Energie einsparen. Noch was zum Gas: Wenn man so dämlich ist seine sicheren Kernkraftwerke wegen einem Tsunami in Japan abzuschalten, dann hat man auch die höchsten Energiepreise der Welt verdient. Aber unsere Politiker und ihre medialen Helfershelfer werden die hohen Gaspreise natürlich dem Putin an`s Bein binden..
Wo wären unsere Preise mit Kernkraftwerke? Wo wären unsere Preie, wenn es die dämlichen unproduktiven Windräder nicht gäbe?

Tomas Poth | Di, 9. November 2021 - 17:56

euphemistisch volatiler Strom.
Die EEG-Umlage, Netzabgabe &&& füllen die Taschen der Investoren, es ist eine Umverteilung von unten nach oben.
Die KWh für private Haushalte liegt im Schnitt bei ca. 31 €cent!
Die Fraunhofergesellschaft beziffert die Stromgestehungskosten für Windenergie zwischen 4 und 12 €cent pro KWh, je nach Lage (On- oder Off-Shore), Größe der Anlage & Einzel oder Gruppenaufstellung.
Dabei wird aber unterschlagen, daß dieser Strom nur bei Wind geliefert wird. Man muß also auch die konventionellen Anlagen die die nötige Stützenergie liefern dazurechnen. Dann sind wir in der Realität mit den hohen Energiepreisen & dem teuren Windstrom.
Das ändert sich auch nicht, sollte irgendwann H2 aus überschüssiger Windenergie erzeugt werden & in konventionellen Kraftanlagen die Stromversorgung stützen!
Also wer sich an angeblich billiger Solar & Windenergie berauscht muß auch sagen, die gibt es nur mit Unterbrechung der Stromversorgung.
Ist das das Regierungsziel?

Ich sage nur Seuchen, Flüchtlinge & Corona.

W. Schäuble - Wenn die Krisen größer werden, werden die Fähigkeiten - Veränderungen durchzusetzen, größer.

David Rockefeller - "Alles was wir brauchen ist eine große Krise & die Nationen
akzeptieren die neue Weltordnung"

https://www.youtube.com/watch?v=u8YVhFCGVLY 2.30Min

Tatsache ist, dass ein jeder selbst denkende Mensch weiß, dass Politik ein Feld ist, wo Fakten nicht unbedingt "die" große Rolle spielt.
Wo ich persönlich die Problematik der Entwicklung hier auf Erden sehe, ist die gigantische Entwicklung von "Horch & Guck" in Breite & Tiefe in allen relevanten Ländern dieser Welt. Vor allem sehe ich die Problematik, dass diese immer weniger kontrolliert werden können & sich dadurch automatisch abkapseln.
können. Wie sagte P.Scholl-Latour - Flüchtlingsströme müssen GEPLANT WERDEN!

Deswegen bleibe ich ......, weil ich an Zufälle, egal an welche - nicht Glaube!
Aber bitte nicht Gott vors Loch schieben, wir MENSCHEN & unser tun!

Rob Schuberth | Di, 9. November 2021 - 18:09

Gab gestern dazu eine int. Doku auf 3sat (Oekonomia).
https://www.3sat.de/film/dokumentarfilmzeit/oeconomia-100.html

In ca. 5 - 8 Jahren (also das was man allg. als mittelfristig bezeichnet) wird auch diese Blase wieder platzen.
So wie schon viele vor ihr.
Es ändern sich nur die Namen der Blasen.

Wenn wir hier in D erst einmal neue u. sehr unangenehme Lebenserfahrungen mit den Folgen der ersten Blackouts gesammelt haben, dann wird auch der Unsinn dieser Energiewende in D überwunden werden.
Der "Deutsche Michel" lernt eben nur durch pers. Schmerzen.

Derweil werden sich andere an unserer Dummheit noch ordentlich bereichern.

... den Link, Hr. Schuberth.
Ih fühle mich dadurch eigentlich bestätigt mit meiner Einschätzung, nämlich die Klimaerzählung, der angeblich von uns Menschen gemachte Klimawandel, ist nur ein großes, weltweit aufgelegtes Projekt zur Stimulierung von Wirtschaftswachstum.
Unabhängig davon daß wir eine Zunahme des Co2-Gehaltes in der Atmosphäre messen, auf der Nordhalbkugel der Erde steigende Temperaturen messen, Gletscherrückgänge erleben usw., werden diese Ereignisse dazu benutzt, um Wirtschaftswachstum durch/für neue Techniken zu generieren.
Kriege zur Zerstörung mit nachfolgendem Wiederaufbau gehen nicht mehr bei uns, regional in anderen Weltregionen schon.
Die Massenmigration ist auch ein Teil der Wachstumspolitik, dadurch wird in Europa doch zunächst der Konsum, die Nachfrage von Gütern gesteigert.
Die "Große Transformation" ist ein Wachstumsprojekt.
Das alles wird propagandistisch im Mainstream begleitet.

gabriele bondzio | Di, 9. November 2021 - 18:52

Ach was, Herr Stelter. Warum sich Gedanken um das Portfolio machen. Wer noch ein wenig "Eingemachtes" hat bekommt es schon los. Dafür wird die Politik schon sorgen.
Und in den höheren Sphären, kümmert sich ein EXperte um das Geld.
Die die grüne "Revolution" herbei politisieren, werden nicht ohne Strom kochen müssen, in diesem Land.
Das Volk darf dann den Grill anwerfen bzw. die Lagerfeuerromantik unserer Vorfahren genießen.
Da raucht es aber dann gewaltig in DE.
Die Frieda - Kids hüpfen sich auf den Demo`s warm, diesmal aber weil sie Strom fordern. Sonst sind sie völlig nackt, ohne Smartphone, Tablets und &.

Ingofrank | Di, 9. November 2021 - 19:42

Was ist den das für ein ausgemachter Quatsch!
Dieser Tage las ich in Focus online (räääächts?) einen Artikel wie das Bundesamt für Katastrophenschutz in Bonn die Lage bezüglich der Sicherheit der Energieversorgung beurteilt. Der Zusammenbruch ist wahrscheinlicher als eine kommende regionale wetterbedingte Katastrophe. Eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist, kommt es zum flächendeckenden Zusammenbruch des Stromnetzes dauert es Tage, Wochen bis das komplette Netz wieder arbeitet. Ergo Daumen drücken und darauf hoffen, das noch genügend Heizöl im Tank ist um das Notstromaggregat Wochen am Leben zu halten. Da ist es wurstegal, ob mit Diesel oder Heizöl, es wird wohl beides funktionieren. Zumindest eine gewisse Zeit …..
Und der Gartenteich zu vorübergehenden Trinkwasserversorgung ist auch noch da wenn die 3… 4 Kästen Wasser verbraucht sind. Abgekocht wird das Wasser dann über der Feuerschale im Garten. Das Wasser der abgetauchten Gefrierschränke wird aufgefangen.
M f G a d E Repu.

Gerhard Fiedler | Mi, 10. November 2021 - 13:06

Aber Sie bleiben der Rufer in der Wüste. Der Klimawandel gehört zu unserer Erde. Er fand bzw. findet auch statt, vor und nach der Zeit der Menschheit. Und wirklich nur dann, wenn eindeutig bewiesen werden kann, dass er in dominierender Weise vom Menschen verursacht wird, machen mit gewaltigen Kosten verbundene Anstrengungen einen Sinn. Machen wir uns das doch klar! Ansonsten wäre alles für die Katz und würde Deutschland ruinieren. Warum überlassen wir diese wichtige Sache den Kindern, Träumern, grüne Ideologen und Menschen ohne Lebenserfahrung? Gehen wir doch ebenfalls auf die Straße, und sei es mit dem Rollator, und wehren uns gegen die absurde Klimahysterie und die Zerstörung Deutschlands. Oder wollen wir erst auf die ersten Stromabschaltungen warten?

Hans Süßenguth-Großmann | Do, 25. November 2021 - 11:29

Im Deutschland der Goethezeit hatte man bereits die erste Energiekrise: der Thüringer Wald z.B. war abgeholzt die Schmiede- und Glashütten hatten keinen Brennstoff mehr, dem privaten Konsumenten wuchsen die Kosten für Brennholz über den Kopf. Die Rettung war die Kohle, Wälder aus längst vergangenen Epochen.
Die Industrialisierung setze ein, der Wohlstand und die Bevölkerung wuchsen.
Jetzt nähern wir uns der nächsten Energiekrise, weil wir den Planeten nicht mehr so "vollpupsen" können, denn CO2 ist nichts anderes als der Pups der Zivilisation. Die einzige dauerhafte Lösung die ohne CO2 auskommt die Atomkraft, wird von uns verschmäht, weil sie ebenfalls Abfall produziert. Den Grünen ist der 2. Hauptsatz der Thermodynamik unbekannt, obwohl ihn jeder Mensch täglich erlebt (Klo) Keine Stoff und Energieumwandlung erfolgt ohne Rückstände.
Was will ich sagen, in Zukunft müssen alle technischen Möglichkeiten zur Energieerzeugung genutzt werden ohne ideologische Scheuklappen anzulegen.

Thomas Schreiner | Mo, 29. November 2021 - 23:35

Danke - ein guter Artikel, Herr Stelter.
In wirklich guten Anlage-Tips darf heute allerdings auch nicht die generelle Warnung vor dem Euro fehlen. Ob es ihn in ein paar Jahren noch geben wird, ist leider fraglich. Wenn er verschwindet, dann wie bei jeder Währungsreform ohne jegliche Vorwarnung für den Bürger - für ihn allerdings äußerst schmerzvoll. Ich beherzige ihre o.g. Anlageempfehlungen schon seit längerer Zeit - allerdings sowohl währungsmäßig als auch geographisch außerhalb des €-Raumes.