Daniel Stelter
Daniel Stelter / Illustration: Sören Kunz/WILDFOXRUNNING

Wohin mit Ihrem Geld? - Der Staat als Risiko

Im März 2026 geschah etwas Entscheidendes: Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen überschritt 3 Prozent – trotz Krise. Statt sicherer Hafen zu sein, geraten Staatsanleihen unter Druck. Warum das Ihr Vermögen stärker betrifft als Schlagzeilen.

Daniel Stelter

Autoreninfo

Daniel Stelter ist Gründer des auf Strategie und Makroökonomie spezialisierten Diskussionsforums „Beyond the Obvious“. Zuvor war er bei der Boston Consulting Group (BCG). Zuletzt erschien sein Buch „Ein Traum von einem Land: Deutschland 2040“.

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Im März 2026 ist etwas passiert, das in keiner Talkshow besprochen wurde, aber für Ihr Vermögen relevanter sein dürfte als die meisten Schlagzeilen: Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen hat erstmals seit 2011 die Drei-Prozent-Marke überschritten. Das allein wäre eine Fußnote. Bemerkenswert ist der Kontext: Es geschah mitten im Irankrieg. In früheren Krisen, vom 11.September bis zum Ukrainekrieg, floss Kapital in deutsche Staatsanleihen. Die Renditen fielen, weil Anleger Sicherheit suchten. Diesmal ist es umgekehrt. 

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Peter William | Mi., 27. Mai 2026 - 12:50

aber es gibt in Wirklichkeit keinen angespannten Markt für Arbeitskräfte. In der Realität sollte/müsste der öffentliche Dienst massiv Stellen abbauen, nicht noch 3 Jahre warten, nein genau jetzt frühverrenten mit Einstellungsstopp und wahrscheinlich sogar entlassen bei zeitgleicher Umsetzung der Digitalisierung inklusive KI-Nutzung. Genauso wie es die Wirtschaft ebenfalls macht, JETZT.

Des Weiteren Ausgaben streichen für Entwicklungshilfe und im sozialen Bereich und endlich die Ausgaben bei Gesundheit und Pflege senken. SENKEN! Ja, 2 Klassen Medizin, wer es sich nicht leisten kann bekommt nur die b Behandlung, nicht a!

Aber mit einer SPD gibt's halt auch den Ausstieg aus der Kohle gestaffelt über 30 Jahre unter Subventionierung, anstatt das Ruhrgebiet mit modernen AKW auszustatten und die Anlagen mit Lichtbögen oder ähnlichem zu betreiben. Rette sich wer kann vor dieser 68er- "Rentnerdemokratie" namens kleine Koalition, nach uns die Sintflut.

Peter William | Mi., 27. Mai 2026 - 14:16

Antwort auf von Peter William

halten ständig Reden. Soweit ich weiß sind diese nicht mehr in den Arbeitsprozess eingebunden, stellen nichts her, überwachen diese Herstellungsprozesse nicht, entwickeln nicht, forschen nicht, pflegen nicht, erziehen nicht. Machen Nichts produktives, überhaupt nichts! Können die nicht einfach mal still sein, den Mund halten und zuhören anstatt die ganze Zeit mit halbgaren (im Höchstfall) Nonsense nach Aufmerksamkeit zu haschen, den sie dann "Vorschlag" nennen, am besten als Privatperson geaußert. Und diese Seifenblasen zerplatzen anschließend genauso schnell wie sie entstanden sind?

Solide Vorschläge kenne ich aus der deutschen Politik nicht.

Markus Michaelis | Mi., 27. Mai 2026 - 15:02

Ist ein Teil des Dilemmas nicht, dass jeder Staat sich darauf einigen muss, wie Ressourcen, Geld, Rechte Leistungen zu erhalten und für andere Pflichten Leistungen zu erbringen, Aufmerksamkeit, Gesetze, Werte etc zwischen den verschiedenen Gruppen und Interessen austariert werden müssen. In einer Demokratie gibt es dafür bestimmte Regeln, aber es ist irgendwie zu komplex, ändert sich zu schnell, was auch immer: die Menschen können sich nicht einigen, sondern sind zunehmend erschüttert übereinander. Der Staat versucht das mit Geld und mehr Versprechungen für möglichst alle zuzukleistern - was nur endlich lange gut geht, insbesondere wenn das Land relativ zur Welt weniger leistungsfähig wird.

Ist das nicht auch ein sehr prinzipielles Zeichen dafür, dass die Menschen (Politik wie Bürger wie Noch-Nicht-Eingebürgerte) nicht in der Lage sind sich demokratisch auf irgendeine funktionierende und akzeptierte Richtung zu einigen?