Das Volkswagen-Werk in Sachsen
Die Automobilindustrie steht im Auge des Sturms der industriellen Transformation, sagt Walter Sinn / picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt

Unternehmensberater Walter Sinn - „Vielen Firmenchefs ist das Messer in der Tasche aufgegangen“

Die deutsche Industrie hat durch die Ampel und Merkels „Durchwurschtel-Agenda“ viel Zeit verloren, sagt der Deutschland-Chef der globalen Unternehmensberatung Bain, Walter Sinn. Jetzt braucht die Bundesrepublik einen Neuanfang.

Autoreninfo

Carsten Korfmacher leitet das Ressort Kapital bei Cicero.

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Walter Sinn ist Chairman der Unternehmensberatung Bain & Company in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bain beschäftigt global mehr als 18.000 Mitarbeiter und ist eine der drei führenden Unternehmensberatungen der Welt. In den Bereichen Strategie und Private Equity ist Bain Weltmarktführer. In Deutschland gehören neben den großen DAX-Konzernen und international tätigen Unternehmen auch zahlreiche Mittelständler zum Kundenstamm der Firma.

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Wolfgang Borchardt | Mo., 17. November 2025 - 08:02

Politikwandel. Der ist nicht zu erkennen. Die CDU macht Politik für die Menschen, die ihn n i c h t gewählt haben. Deshalb wird sie den gleichen Weg gehen wie die FDP. Herr Merz wehrt sich dagegen, das Notwendige zu tun, sehr zur Freude der Wahlverliererin SPD

Dirk Nowotsch | Mo., 17. November 2025 - 08:49

Immer sind die anderen Schuld! Bloß nicht die eigene Gier! Immer muss der böse Staat herhalten, die hohen Lohnstückkosten, die hohen Nebenkosten. Die Milliarden an direkten und indirekten Subventionen werden nicht erwähnt! Schröders Agenda, der Beginn der Volksarmut, oder Cumex, die Steuervermeidungsmodelle, EU-Lobbyismus, grenzenloses Geldschaufeln unter dem Zeichen des Klimawandels, alles wird gerne genommen! Wird auch etwas gegeben? Etwas investiert? In Schule und Ausbildung? Im Gegenteil! Der Heimatmarkt wird komplett mit überhöhten Preisen überzogen! Autos sind da das beste Beispiel! In China und der USA werden die Buchten billig verscherbelt, subventioniert von den deutschen Höchstpreis-Käufern! Aus Deutschland wird nur rausgeholt, rausgeschleppt! Jetzt heulen! Aber auch in die Politik mischt man sich mit Lobbyverbänden massiv ein! Viele Gesetze kommen doch direkt aus der Feder, der Wirtschaft!? Weniger und etwas Teilen, ist manchmal Mehr! Wer hat denn Merz massiv unterstützt?

IngoFrank | Mo., 17. November 2025 - 09:07

Zuerst einmal bräuchte Deutschland eine neue Regierung, die den Mut hat, den durch die Merkel-Union eingegangenen Grün linken Irrweg zu verlassen ……. Und das wiederum, ist mit keiner der etablierten Pareien möglich, da diese alle mehr ode etwas weniger auf links grüner Linie sind
So lange das nicht passiert, ist der viel beschworene Neuanfang Deutschlands nicht möglich und vergrößert die vorhandenen Probleme weiter.
Links Grüne Klima-, Umverteilungs-und Subventionspolitik wie auch diese Regierung unter Unionsführung praktiziert, haben noch nie Erfolg gehabt und haben im Ergebnis immer zu Massenverelendung geführt so wie jetzt in Deutschland absehbar! Deutschland w a r ein reiches Land.
Mit der selbstauferlegten Funktion eines „Weltsozialamtes“ schwindet der Wohlstand immer mehr.
Staatswirtschaft ist Planwirtschaft & die Abschaffung der Balance zwischen Angebot & Nachfrage.
Das zielt letztlich auf die Abschaffung von Markt & Demokratie hin. ……
MfG a d Erfurter Republik

Rainer Mrochen | Mo., 17. November 2025 - 09:40

Mit dem Tod stirbt nicht die dahinter stehende Idee und das Neue ist nur dann von Vorteil, wenn es sich als eindeutig besser erweist. Es ist ja keine Frage das experimentelle Freude und Risikobereitschaft unabdingbare Vorraussetzungen sind um innovativ und zukunftsfähig zu sein. Aber genau hier liegt das Problem, jedenfalls auf politischer Ebene in ganz entscheidendem Masse. Da wo es in Deutschland eventuell vorwärts gehen könnte, werden auf EU-Ebene die Hürden höher gelegt. Personelle Inkompetenz, Verweigerungshaltung, ideologischer Dogmatismus und viel zu unterwürfiges Unternehmertum tun ein Übriges. Gerade von dieser Seite gehört laut und deutlich gesagt, wo im politischen der Haase im Pfeffer liegt. Die Reformunfähigkeit dieses Landes liegt im gegenwärtigen, politischen Koalitionssystem selbst angelegt. Wenn hier kein Befreiungsschlag stattfindet und EU-Befugnisse massiv beschnitten werden, bin ich, ob der vergangenen Erfahrung, nicht so optimistisch wie im Interview ausgedrückt.

ehr in der Gleichschalzing der etablierten Rarteien.
Die für den Wähler sichtbaren Unterschiede diese Parteien sind verschwunden wenn überhaupt noch in Nuancen mit der großen Lupe zu erkennen.
Es ist doch mittlerweile völlig egal wer mit wem unter welchem Kanzler regiert, am Ende ist der Kurs links grün. Ob die Letzten Jahre unter Merkel, der Ampel und der jetzigen GroKo ….. Alles eine Wichse ! Das gewurstelt zum Schaden des Volkes geht weiter. Ob Migration, Wirtschaft, Klimaschutz, Bildung, Justiz, Infrastruktur &&& . Die einzige Partei in Deutschland die eben nicht im Grün linken Strom schwimmt dürfte unbestritten die AfD sein. Wobei die auch nicht zaubern können, zumal die Merz Regierung dafür gesorgt hat, den finanziellen Spielraum für nachfolgende Regierungen egal wer mit wem regiert, weg ist !.
Wenn ich heute gehört habe, dass „die“ Koalition 2029 eine Rentenreform machen will bekomme ich infarktähnliche Zustände …. 29 ist Merz & d GroKo lange Geschichte!
MfG a d Erf. Republi

Karl-Heinz Weiß | Mo., 17. November 2025 - 13:19

In Deutschland fällt auf, dass seit vielen Jahren eine "Stimme der Wirtschaft" fehlt. Angela Merkel konnte jahrelang ihre "alternativlose" Politik verfolgen und unter dem nach eigenem Bekunden "Führungskanzler" Scholz herrschte Führungschaos. Friedrich Merz mit seiner angeblichen Wirtschaftserfahrung wurde zugetraut, einen anderen Führungskurs zu etablieren. Was ist das Ergebnis: Beim ersten Sensibilchen knickt er ein und „Bullshit-Bas" bietet er das Du an.
Und die einzigen, die aufbegehren, sind einige Jung-Unionisten. Zum Fremdschämen.

Angela Merkel kam ohne Wirtschaftskompetenz aus, weil ihre Regierungen allesamt die Früchte der Schröderschen Agenda 2010 in aller Ruhe und Gelassenheit ohne an das Danach zu denken aufbrauchen konnte und das unter großer Hilfe der Sozen die Schröder nie begriffen haben und heute noch mit ihm hadern nach dem Motto: wenigstens 12 Jahre sorgenfrei regiert.
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik

Theo Lackner | Mo., 17. November 2025 - 14:00

Frau Merkel hat - wahrscheinlich unwillentlich - mit ihrem Spruch vom "Internet als Neuland" eine mögliche Zukunftsvision angedeutet. Die digitale Welt (Digisphere) ist neben naturwissenschaftlicher Ökosphäre, gesellschaftlicher Soziosphäre und industrieller Technosphäre tatsächlich eine neue Welt, die sich wie ein virtueller Schleier (oder ein Bildnegativ) über die reale Welt legt - vergleichbar allenfalls mit dem anderen Schleier der Finanzsphäre.

Die Digisphäre selbst differenziert sich immer weiter aus, wenn neben klassischer Computer Science und IT jetzt die KI und bald das Quantencomputing (und künstliches Leben?) tritt. Die Anwendungs- und Angebotsmöglichkeiten sowie die Gewinnchancen sind bereits enorm und werden gigantisch sein. Das geht bislang alles mehr oder weniger an Deutschland vorbei, aus Angst um Datenschutz und Ratinalisierung.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 17. November 2025 - 16:53

Für mich stellen sich folgende Fragen: Warum erst jetzt? Warum habt ihr vieles mitgemacht? Warum habt ihr nicht gleich als absehbar war, was dieser Habeck und der Rest der Ampel vor hatte, lautstark protestiert? Stattdessen haben einige mitgemacht, Subventionen einkassiert und jetzt auf einmal *geht Euch das Messer in der Tasche auf*.
Dann benutzt es jetzt auch und zerschneidet die wahnsinnigen von Merz weiter geführte links-grüne Ideologie.
Das würde auch der Unternehmenswelt wieder Vertrauen zurückbringen.

Hans Meiser | Mo., 17. November 2025 - 19:27

Also wenn der Herr Sinn bei mir im Büro stehen würde, und mir mit derart schwammigen Allgemeinplätzen kommen würde, die zudem den Wunsch als Vater des Gedankens haben, würde ich ihn wieder wegschicken und den Rat geben, bei der Regierung als Berater anzuheuern - da sind solche substanzlosen Aussagen (welche dazu noch teuer bezahlt werden wollen!) ja sehr beliebt.

Hat der Mann in den letzten Monaten (Jahren???) mal zur Kenntnis genommen, wie die Realität in diesem Land aussieht?