Wirtschaftspolitik von Donald Trump - Hegemon aus Washington

Donald Trump plant, die globale ökonomische Vorherrschaft gegen China zu gewinnen. Dieses Ziel verfolgt er immer aggressiver und kann bereits auf einige Erfolge verweisen. Wie kann sich Deutschland zwischen den Weltmächten behaupten?

Ein Smartphone, auf dem ein brüllender Gorilla zu sehen ist
Donald Trump will demonstrieren: „Archaische Emotionen lassen sich mit Hightech koppeln“ / Kati Szilágyi

Autoreninfo

Ayad Al-Ani ist Pro­fessor an der Universität Pots­dam und forscht am Humboldt Institut für Internet und Gesell­schaft.

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So sehr Politiker, Journalisten und andere „Opinion Leader“ die Manieren und chaotische Führung Donald Trumps auch kritisieren und sich bisweilen lustig machen mögen – der Stil des US-Präsidenten sollte nicht dazu verleiten, sich vom Inhalt ablenken zu lassen. Dies wäre ganz im Sinne Trumps, der gut gelernt hat, mit Häme umzugehen, und sie geradezu einkalkuliert. Nicht die Bewertung von Trumps Performance, sondern die Beantwortung drängender Fragen entscheidet über die Zukunft der EU und damit Deutschlands: Haben Trump und seine Administration einen Plan? Wenn ja, wie sieht er aus? Was brauchen wir, um souveräne Wirtschaftsmacht zu bleiben und als solche Wohlstand und Wertevorstellungen sichern zu können?

Viel spricht dafür, dass Trump sehr klare Vorstellungen davon hat, was „America first“ ökonomisch umgesetzt bedeutet. Im Stil des Chefs einer USA AG setzt er auf das klassische Prinzip „Teile und herrsche“. Multilaterale Abkommen, ob bei Handel, Klima oder dem Iran, lehnt er regelmäßig ab. Das muss noch keinem Plan gleichkommen. Aber auch die gezielten Überraschungsmomente zeigen eindeutig, Trumps Axiom in der Wirtschaftspolitik ist: Der Starke bricht bestehende Regeln und macht neue – oder lässt die anderen warten, ob sie wie Mexiko oder Nordkorea Neues bringen.

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Hans Herzberger | Di, 6. November 2018 - 14:11

Vielleicht ist es falsch, aber mich interessiert der US-M..t nicht im geringsten ? Ständig zieht die EU-Presse über Trump wie ein Gewitter her, doch in Amerika ist er beliebt und wird gewählt. Die EU trägt selbst die Schuld, dass sie sich Jahrzehnte lang von den USA als Stiefellecker ohne Rückgrat abhängig gemacht hat. Etwas mehr EU-First würde Europa auch besser stehen !

Jens Rotmann | Di, 6. November 2018 - 14:31

In dem man sich die USA zum Freund macht ! Ohne die USA sind wir welkes Laub im Wind - ob es uns passt oder nicht. Merkelssprech : Sozusagen ist das alternativlos !

Romuald Veselic | Mi, 7. November 2018 - 07:04

Haha...
Dann wird Deutschland zum türkischen Protektorat.
Oder macht Herr Putin den Coup, ließ 100000 seiner Soldaten im Flüchtlingszivil nach Deutschland - und dann wars dann.
Haha...
Ironie aus.

Christoph Kuhlmann | Mi, 7. November 2018 - 09:15

in Deutschland kann man gerade im Bereich IT und damit dem Aufbau entsprechender Funknetze und Glasfaserverbindungen nur feststellen, dass wir bereits weit hinter die meisten Nachbarn zurückgefallen sind und keine Aussicht auf Besserung besteht.

Thorsten Rosché | Mi, 7. November 2018 - 10:02

Nebenbei: Man sollte sich in Deutschland keine Illusionen machen: Trumps Handels-Politik gegen Deutschland (unterbewertete Währung) und China (unfaire Handelspraktiken) hat bei den Demokraten volle Unterstützung.

Michael Sander | Fr, 9. November 2018 - 13:45

Wir Deutschen sind wirklich Spezialisten darin, auf der falschen Seite der Geschichte zu stehen. Wir könnten mit Amerika einen starken und zuverlässigen Partner und Verbündeten haben. Stattdessen gefällt sich das politische Establishment in billigem Anti-Amerika/Anti-Trump Bashing, als gäbe es haufenweise bessere Alternativen. Gleichzeitig sorgt der grüne Zeitgeist für eine beispiellose Technologiefeindlichkeit und sägt mit seiner Deindustrialisierungsagenda an dem Ast ,auf dem wir alle sitzen.