Ohne Fläschchen kein Corona-Impfstoff - Auf die Verpackung kommt es an

Die Corona-Krise hat nicht wenige Existenzen gekostet, einigen Unternehmen spielt die Pandemie jedoch in die Karten. Neben dem Versandriesen Amazon und dem Softwareunternehmen Zoom zählt auch der Mainzer Glashersteller Schott zu den (heimlichen) Profiteuren der Ausnahmesituation.

Schott-Impfstoff-Fläschchen-Corona-Pharmaindustrie
Unterschätze Variable in der Impfstoff-Entwicklung: Glasfläschchen / dpa

Autoreninfo

Johanna Jürgens hospitiert beim Cicero. Sie studiert Publizistik und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zuvor arbeitete sie als Redaktionsassistenz beim Inforadio des RBB.

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Wenn sich eine Problematik wie ein roter Faden durch die Corona-Krise zieht, ist es wohl die der fehlenden Kapazitäten: Von Intensivbetten über Atemschutzmasken bis hin zu Corona-Tests – was dringend benötigt wurde, war, zumindest vorerst, selten in ausreichender Menge vorhanden. Mittlerweile sind sich Experten darüber einig, dass man der Pandemie langfristig nur mit einem marktfähigen Impfstoff begegnen kann. Weltweit laufen fast 170 Projekte der Impfstoffentwicklung, in der dritten Phase der klinischen Prüfung befinden sich sechs von ihnen.

Doch was passiert, wenn der Durchbruch gelingt? Damit ein Impfstoff marktfähig wird, braucht es nicht nur ausreichende Mengen, sondern auch geeignete Pharmaverpackungen, die den sicheren Transport ermöglichen. Da kommt die Schott AG ins Spiel: Das Spezialglas-Unternehmen aus Mainz hat sich als Erfinder des Cerans einen Namen gemacht, dem temperaturwechselbeständigen Glas, aus dem unter anderem Kochfelder hergestellt werden. Doch auch in der Branche der Pharmaverpackungen gehört das Unternehmen zu den Marktführern, denen jetzt zu Corona-Zeiten eine besondere Verantwortung zukommt.

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Ernst-Günther Konrad | Mo, 24. August 2020 - 18:36

dann sehen wir weiter, mag die Politik denken. Die ist so weit von den realen Lebensabläufen entfernt, dass sie froh sein kann, das Unternehmen, wie z.B. Schott schon weiter denken. Natürlich auch gut für das Geschäft, aber auch für die Arbeitsplätze und den Export. Wer produziert, will verkaufen und Geld machen. Das ist per se nichts Schlechtes. Drosten verdient sich dumm und dämlich am PCR-Test, unbekannte und selbsternannte Experten generieren Aufmerksamkeit in den einseitig berichtenden Medien, da kann doch mal ein solcher Artikel zum Wohle der deutschen Wirtschaft etwas positives sein. Hoffentlich sind die Rohstoffe gesichert, die für das Ceranglas gebraucht werden? Welche bürokratischen Hindernisse wird die Regierung wieder konzipieren, um die Vermarktung später zu verschleppen? Wollen die überhaupt wirklich einen Impfstoff? Mit Corona Hysterie und Angst, bei Umgehen der Parlamente, lässt es sich doch viel leichter regieren und andere Themen fallen durchs Netz. Bin mal gespannt.

Menzel Matthias | Di, 25. August 2020 - 12:55

Verschlafen Unternehmen das Problem wird es bemängelt. Sind sie auf der Höhe der Zeit, sind sie die Profiteure!
Ist Tesla auch der Profiteur der Autoproduktion? Muss es immer diese negative Notation sein?

Ein mit Weitsicht geführtes Unternemen, wo man wirklich gut und gerne arbeiten kann. Hätten wir bloß mehr davon.