- Von Sozialisten und anderen Gläubigen
Berlins SPD-Fraktionschef Raed Saleh will dem Staat das Recht einräumen, Besitzer von Wohneigentum zu enteignen. Seine Vorschläge zeigen, dass sozialistische Hirngespinste trotz ihrer Absurdität einfach nicht totzukriegen sind.
Bevor wir uns den Einzelheiten der von Berlins SPD-Fraktionschef Raed Saleh jüngst im Tagesspiegel reanimierten Debatte um die Vergesellschaftung von Wohneigentum widmen, gestatten Sie mir eine persönliche Anekdote. Vor rund 20 Jahren habe ich Salt Lake City besucht, die Heimat der Mormonen im US-Bundestaat Utah. Junge Mormonen aus aller Welt leisten hier ihren missionarischen Dienst ab. Wer den Tempel von Salt Lake City betritt, das größte und bekannteste Bauwerk des Mormonismus weltweit, der wird von Scharen junger, idealistischer Gläubiger begrüßt, die Besucher mit einer Engelsgeduld und einem eingestanzt wirkenden Lächeln im Gesicht vom Wunder des mormonischen Glaubens zu überzeugen versuchen.
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Warum werde ich heute das Gefühl nicht los, dass sich gerade jetzt die Vertreter der Neid-Debatte „Böser Kapitalismus – Guter
Kommunismus“ bemüßigt fühlen, alle rotbeschilderten Register zu ziehen. Wittern sie – wie immer in der Not der Menschen – Morgenluft? Das sogenannte Volkseigentum in der – Gott sei Dank – untergegangenen DDR gehörte nicht dem Volk, sondern einer Clique führender Moral-Elite-Kommunisten, die sich „ihr Eigentum“ (ca. 68 Millionen Ostmark?) nach der Wende 1989 für ihre gewissen Vereine & Stiftungen (NGOs) zur Seite schafften. Der sogenannte Kommunismus war und ist nichts
anderes als ungebremster Staats-Kapitalismus, bei dem sich eine Horde selbstherrlicher Partei-Funktionäre auf Kosten des Volkes
bereichert und es sich in exponierten Machtpositionen wohl ergehen lässt! Man muss eben doch aus der Geschichte lernen,
will man bei sich und der freiheitlichen Demokratie mit sozialer Marktwirtschaft bleiben.
1989 hat der Souverän entschieden: Nie wieder Kommunismus!
... dass Dumme nicht wissen, was Dummheit ist.
Deswegen kommt der Linke auf solche Ideen und möchte sie der Bevölkerung als "Ei des Columbus" verkaufen.
Es ist mit ihnen, den Linken, als ob sie das Rad neu erfinden wollten. 🤷
„Kurt Tucholskys Warnung muss man auch heute immer wieder durchbuchstabieren: „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf!“ Wer sonst, wenn nicht wir Christen, müssen die Erinnerung wachhalten: Nicht nur die Erinnerung an die grausigen Verbrechen des NS-Regimes, sondern eben auch an die jüngeren Verbrechen der SED und des DDR-Staatsicherheitsdienstes, der als „Schild und Schwert“ der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) die menschenverachtende Schmutzarbeit auszuführen hatte. Allerdings war die Stasi „nur“ die ausführende Gewalt der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)“ (aus „ Als das Rote Meer Grüne Welle hatte“ GHV 2021)
Gerade deshalb ist die größte Oppositionspartei sooo wichtig.
... recht haben Sie mit Gottesbeweis, Gläubigen aller Couleur und ergo auch Sozialistenden (gender! :-).
Aber Entscheidendes haben Sie m.E. im Eifer des Gefechtes übersehen: a) unabhängig von allen anderen Faktoren ist Grund und Boden in besonderer Weise NICHT beliebig vermehrbar, nicht einmal, wenn JEDER qm in D zur Bebauung oder als Agrarfläche freigegeben würde.
b) "Wohnfläche" in der sog. Prärie, also zig Meilen weg von Produktions- oder Dienstleistungsstätten und Infrastruktur, würde nicht einmal den meisten Rentnern nützen, und c) wohnen heute rd. die Hälfte der Menschen in den Ballungsräumen in Wohnungen alleine, in denen nach 1945 4-5köpfige Familien wohnten. Und die von Ihnen zurecht benannten "Zuzügler" kommen zu all dem noch obendrauf.
Dass sich d) diese definitive Knappheit hervorrragend und gleichsam easy zur Erzielung von Extraprofiten per Mietpreisforderungen eignet, ist zwar nicht gottgegeben, aber doch für sehr viele sehr real.
Das Problem des begrenzte. Grund und Bodens wird hervorragend durch mehrstöckige Häuser behoben. Aber es ist letztlich eine Binse das privat finanziert Wohnraum dadurch entsteht dass potentielle Investoren bessere Renditen aus Immobilien als in anderen Investitionsoptionen erwarten. Die Mietpreisbremse macht diese Erwartungen zunichte wenn sie zu niedrig angesetzt wird außer der Staat kompensiert die Differenz zwischen Marktmiete und staatlichem Mietpreis, natürlich aus Steuergeldern. Wenn es diese Kompensation nicht gibt wird kein Investor der auf Rendite achten muss in Immobilien investieren. Dann gibt es nur eine Möglichkeit: sozialer Wohnungsbau mit Steuermittel; notfalls kann man diese Wohnungen dann über vergünstigte Kredite an Bedürftige verkaufen. Wenn man aber enteignet wird keine einzige Wohnung mehr gebaut und Investoren werden einen Riesen Bogen um Deutschland herum machen. Deutschland wird dann DDR oder Kuba Situation mit Knappheit für uns und Macht für die Bonzen.
Möchten Sie in einen Schuhkarton- ähnlichen, umgeben von multikulturellen Nachbarn, leben ?
Ich nicht ! …….
Da Lob ich mir mein Gut 7000 qm großen Grundstück mit EFH, mit separater Doppelgarage, einen großen Nutzgarten Streuobstwiese und unseren kleinen „Wald“ mit etwa 200 verschiedensten Baumen auf dem Lande und das seit mehr als 40 Jahren.
Nur, ……. das macht auch Arbeit, wenn das Rasenmähen mit Traktor schon einen Tag lang dauert ……
Mit freundlichem Gruß aus der Erfurter Republik
Möchten Sie in einen Schuhkarton- ähnlichen, umgeben von multikulturellen Nachbarn, leben ?
Ich nicht ! …….
Da Lob ich mir mein Gut 7000 qm großen Grundstück mit EFH, mit separater Doppelgarage, einen großen Nutzgarten Streuobstwiese und unseren kleinen „Wald“ mit etwa 200 verschiedensten Baumen auf dem Lande und das seit mehr als 40 Jahren.
Nur, ……. das macht auch viel eigene Arbeit und ist nicht kostenlos in der Unterhaltung & Pflege, wenn das Rasenmähen mit Traktor schon einen Tag lang dauert ……
Mit freundlichem Gruß aus der Erfurter Republik
Sozialismus und Kommunismus orientieren sich an der Theorie, dass durch Gleichheit und Gleichberechtigung die Menschheit glücklicher und besser wird. Dies setzt voraus, dass Gefühle, Konzepte und Kognition nicht vielfältig verlaufen. Die vielbeschworene Gleichberechtigung bekämpft die Individualität. In der Büffelherde gibt es immer wieder und öfter Individual-Büffel, die einen zurückgelassenen, todgeweihten Büffel gegen Löwen helfen und retten. Die Evolution der Büffel ist mit sozialistischem Kollektivismus (Fluchtinstinkt) nicht aufzuhalten. Trotz Evolution und Abkehr des Kollektivismus werden Büffel weiterhin von Löwen gejagt und gefressen. Die Natur ist keine friedvolle Idylle. Im Urwald wächst nur das, was genügend Licht und Nahrung hat. Der Mensch bleibt immer Teil der Natur. Höherentwickelt ist man schon, aber das hat wenig Aussagekraft, da der Mensch durch seine Höherentwicklung jederzeit und ohne Probleme selbst ausrotten kann. Da helfen keine Appelle an Verstand und Vernunft.
Diese Erkenntnis gefällt mir sehr, aber geteilt wird sie wohl nicht mehrheitlich. Im Gegenteil, der Mensch wird oft ausschließlich als Zerstörer der Natur und damit als ihr Widerpart betrachtet.
Grundlage dieses Irrsinns ist ein Berliner Volksentscheid von 2021 zur Enteignung großer Wohnungsbaugesellschaften.
Dies sollte man fairerweise anmerken. Fast 60% der abgegebenen Stimmen sprachen sich dafür aus. Wie sang die Berlinerin Hildegard Knef: "Denken schadet der Illusion“ . Aber nicht in Berlin !
Es gibt natürlich schon in Phasen zB hohe Zinsgewinne durch zu billiges Geld (das durch zB zu hohe Sozialausgaben notwendig wird, aber auch durch anderes) und andere Effekte, wo man über Regulierungen nachdenken sollte.
Was mich am aktuell-deutschen sozialistischen Weltbild stört, ist dass es den Menschen für prinzipiell einfach nur gut hält - alle Probleme müssen daher durch böse Menschen (etwa Kapitalisten) kommen. Ich glaube, dass man so keine Probleme löst. Die meisten großen Fragen sind echt in dem Sinne, dass auch bei gutem Willen die Dinge unklar sind und der Mensch widersprüchlich ist. Dafür fehlt beim "menschlich-sozialen" Ansatz dann oft jedes Konzept, wie man damit umgehen soll.
Es steht der SPD und den Gewerkschaften frei, ihre eigenen Firmen zu machen, die besser sind als alle anderen. Ich denke schon auch, dass man alles immer korrigieren muss, auch den Kapitalismus. Nur die Ideen von links sind im Moment wenig überzeugend.
Korfmacher: "Der Sozialismus arbeitet nicht mit dem, was ist, sondern fordert das, was sein soll. Er ist eine Form der Transferenz des Paradieses ins Diesseits, er will das „Leben nach dem Tod“ vor dem Tod. Insofern hat der Sozialismus sogar einen hyper-religiösen Anspruch."
Diesen Namen sollte man sich merken!
Der Volksmund spricht zuweilen Erfahrungsweisheiten aus, die
sich in der Realität oft als zutreffend erweisen. So auch diese:
„Wenn der christliche Glaube aus dem Haus geworfen wird,
kommt er als Aberglaube zur Hintertür wieder herein!“ ...
Für Marxisten ist gemäß ihrer Pseudo-Religion folgerichtig, dass
im „realen Sozialismus“ die Kirche nur ein unliebsamer Staat im
Staate ist und als solcher Klassen- und Staatsfeind Nummer Eins.
Die SED-Staatsreligion „Marxismus-Leninismus“ konnte keine
andere Religion neben sich dulden: „Du sollst keine anderen
Götter haben neben mir!“
(aus "Als das Rote Meer Grüne Welle hatte - Von der Nikolaikirche in die Freiheit" GHV)
ganz einfachen Grund. Wir leben in einem extremen Liberalismus, dem Kapitalismus- auch wenn wir eine soziale (und keine liberale) Marktwirtschaft haben: heißt auf deutsch: Wer viel Kapital hat, hat bald noch sehr viel mehr Kapital (sofern er nicht auf den Kopf gefallen ist).
Und es heißt auch, dass der (einfache) Arbeiter und Angestellte das untere Ende der Gesellschaftspyramite darstellt und eine Interessenvertretung braucht, damit er nicht völlig ausgebeutet wird.
Ich persönlich kann auf den liberalen Raubtierkapitalismus verzichten und freue mich über eine kleine Fraktion, die für die Interessen der Arbeiter einsteht.
Ihre einleitend erwähnte Diskussion mit den Mormonen-Missionaren kann ich nachvollziehen, genieße ich doch Ähnliches in schöner Regelmäßigkeit durch die Hausbesuche der Zeugen Jehovas, mit denen man wunderbar diskutieren kann, ohne dass Einer den Anderen überzeugen könnte.
Für mich gilt übrigens der Grundsatz: nicht Gott hat uns erschaffen, sondern wir haben Gott (Allah usw.) erschaffen.
der Stadt Anfang der 2000er passiert ist, kann man diese Soup Doku aus der Sicht eines Anarchosozialisten man anschauen. Das war schon recht asozial und ultraliberal. Bis heute:
Das ist ja mal ein Paukenschlag zu Ihrer Amtseinführung, ein schöner Rant :) Im Resort Kapital darf man Kapitalismuskritiker auch dämlich finden, finde ich. Mal sehen, welche Linken sich in Zukunft noch in ein Interview mit Ihnen wagen würden…
Der Autor benutzt mehrfach den Begriff „Wohneigentum“; Wohneingentum soll im Vorschlag der Berliner SPD nicht enteignet werden, denn Wohneigentum bdeutet Wohnungen, die dem Wohnungseitentumsgesetz (WEG) unterliegen, m. a. W. also Eigentumswohnungen.
Tod zu kriegen …..
Das wundert mich schon seit der Wiedervereinigung zum Zeitpunkt des Endes der Ära Kohl …… wie im Westen des wieder vereinten Deutschlands sozialistische Ideen immer mehr und mehr zu Tage getreten sind. (Das nicht nur im Bezug zur Enteignung von Wohnraum)
Das diesen Kurs Merkel noch beschleunigte, und unter Scholz und jetzt Merz weiter getrieben wird in Form der „Politik der ungedeckten Blanko- Schecks“ ist erschreckend . . zumal auf deutschen Boden schon einmal ein sozialistisches Staatsexperiment gescheitert ist.
Aber ich denke mal, das „ zur nicht zur Kenntnis nehmen“, ist auch der Arroganz unserer Brüder & Schwestern im Westen geschuldet die „Geschichte selbst erleben“ mit „Jammern“ und „Undankbarkeit“ verwechseln.
Mit besten Wünschen aus der Erfurter Republik
„Alles Leben ist bekanntlich Problemlösen.“ Jedes Lebewesen (auch der Mensch) muss permanent Entscheidungen treffen, die sich auch als falsch herausstellen können.
Ob wir nun mehr zu den Mutigen oder mehr zu den Furchtsamen zählen: jede Handlung setzt den Glauben voraus, dass wir die RICHTIGE Entscheidung getroffen haben, obwohl wir das Risiko kennen.
Auch ein philosophisch gebildeter Atheist kommt ohne Glauben nicht aus. Er glaubt genauso an die Wissenschaft oder an eine Ideologie, so wie die Mormonen an Gott glauben.
Und verspricht uns die Aufklärung nicht auch „mehr Licht“, also eine subtile Form des eines wissenschaftlichen Paradieses?
Ohne Hoffnung trotz Risiko, ohne den Glauben an eine gelingende Zukunft lässt sich kein vernünftiges Leben führen.
Wir sind keine Roboter, die ausschließlich von fertigen Programmen gesteuert werden.
Es zeugt selten von Durchblick, wenn man glaubt, sich über den Glauben anderer Leute lustig machen zu können.
Nix für ungut!
