Schlange im Jobcenter
Auch lange Warteschlangen im Jobcenter würden sich durch die Negative Einkommensteuer erübrigen / picture alliance / dpa | Julian Stratenschulte

Negative Einkommensteuer - Ein Griff in Friedmans Zauberkiste

Unser Dauerpatient namens Sozialsystem krankt an zahlreichen Gebrechen. Dabei liegt die Lösung bereits auf der Hand. Die Rede ist von der sogenannten Negativen Einkommensteuer – ein Geniestreich libertärer Denkschulen. Das große Problem: Man muss es halt wollen.

Autoreninfo

Mia Kilian hat Umweltsystem- wissenschaften und Volkswirtschaftslehre studiert. Derzeit absolviert sie ein Praktikum bei Cicero.

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Wir haben einen Elefanten im Raum, er ist träge, fett und bewegungsfaul – und nennt sich deutscher Sozialstaat. Lauscht man den aktuellen öffentlichen Stimmen im politischen Berlin, scheinen sich die meisten im Tatsachenbestand dieses Elefanten einig zu sein: zu aufgebläht, zu bürokratisch, zu reguliert. Verwunderlich ist jedoch, was aus diesen oftmals deutlich bestimmten und nicht selten wütenden Stimmen und Forderungen folgt: nämlich bislang nicht viel. 

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Wolfgang Dubbel | Di., 10. Februar 2026 - 11:08

Eine Umbasierung der AG-anteile der Sozielabgaben weg von den Personalkosten hin zum Anlagevermögen (Ansch.wert oder Restbuchwert).
Das ergäbe eine Reduzierung der Personalkosten ohne Kaufkraftverlust….
…ist schon mal als Maschinensteuer verteufelt worden!
Aber das sind zu dicke Bretter für unsere Politiker, die ungern noch selbst ein neues Fass aufmachen, und schon genug damit zu tun haben, sich mit Vorgaben von Zivilgesellschaften und Parteiflügeln zu beschäftigen!

Markus Michaelis | Di., 10. Februar 2026 - 12:09

Ja, das könnte ein Versuch sein, aber es kann die großen Fragen des Menschseins und des Zusammenlebens auch nicht wegzaubern, weil sie Teil der Sache selbst sind. Egal, wie ich es mache: wenn ich Menschen kein anständiges Auskommen garantiere, gibt es Elend, das keiner sehen will. Wenn ich ein anständiges Auskommen garantiere, werden viele nichts beitragen oder nur das, was sie selber für sinnvoll halten. All das ist weder prinzipiell gut oder schlecht, aber voller innerer Widersprüche, die auch nie verschwinden werden.

Das gilt auch für andere große Fragen: Freiheit gegen Gemeinschaft; feste, absolute, verlässliche Werte (Religion, Verfassung etc.) gegen eine sich verändernde Welt, offene Gesellschaft, offenes Menschsein (auch "unsere" offene Gesellschaft soll ja als Menschheits-Absolutum gefeiert werden) usw: ich denke wir als Menschen und unser Zusammenleben sind voll von solchen nie auflösbaren Gegensätzen.

Martin Beckmann | Di., 10. Februar 2026 - 12:40

Zitat:"...eine AfD, die die Ursachen der Probleme ausschließlich in der Migration verortet und dabei übersieht, dass zum Missbrauch auffordernde Fehlanreize im System selbst liegen; .."
Die AFD will und würde auch, gegen den Willen der korrupten vdL Ideologen und sich unverschämtersweise auch noch Volkspartei nennde EVP, die Grenzen dicht machen, was andere Länder schon tun und Scheinasylanten "aussiedeln". Das würde erhebliche Mittel einsparen, Kriminalität, d.h. Morde verhindern und und unser Land wieder zu dem machen, was es einst war, nämlich unser deutsches Vaterland. Leider sind viele aus der Wirtschaft zu feige endlich mal Position zu beziehen und den links-rot-grünen-cdu-Ideologen die Stirn bieten. Die AFD muß gewinnen, denn mit der derzeitige rückgratlosen Regierung wird sich nichts ändern.

Dirk Nowotsch | Di., 10. Februar 2026 - 12:51

Wir haben ja sehr viele, Menschen, in den sozialen Systemen, die massiv dazu verdienen und sich über mehrere Identitäten und riesigen Clans (teils mehrere Tausend Personen) aus den "Sozialtöpfen" frei bedienen!? Nach diesem Model noch mehr Geld auf die Kralle? Warum sollten die Menschen, die jetzt schon nicht arbeiten wollen, etwas mit einem Minijob dazu verdienen? Wir drehen uns im Kreis! Soziale Gaben dürfen nur Menschen bekommen, die auch schon mal eingezahlt haben! Aber auf gar keinen Fall eine Lebenslange Alimentierung ganzer Dynastien! Menschen die ihr ganzes Leben arbeiten, bekommen nur 1 Jahr oder im Alter 2 Jahre AG, dann fallen Sie ihren Lebenspartner zur Last! Menschen die nie Arbeiten oder einfach auf einmal da sind, bekommen unendlich alles Bezahlt! Wo ist dort der Anreiz zu Arbeiten! Würde man die Herkunft komplett offen legen, sind es ca. 75 % Empfänger mit Migrationshintergrund! Bei den GKVs ist es, das selbe Übel! Schluss mit geschenkten Geld und Leistungen!

Die negative. Eonkommensteuer würfe ja über die Finanzämter laufen müssen und könnte systemimmanent ja nur gegen Registrierung mit steuernummer gewährt werden. Falschangaben einer solchen Erklärung wären dann Steuerhinterziehung und dahinzer steht dann der ganze strafrechtliche Apparat. Also Clans und andere Figuren oder auch Leute mit Mehrfachidentitäten dürften es erheblich schwieriger haben. Sinnvoller Weise sollte man dann auch das Kindergeld über dieses System laufen lassen.
Es wird mit den Linken niemals kommen, aber das System würde vieles vereinfachen und entkriminalisieren. Aber will das schon....

.. ist ganz riesig darin, deutschen Rentnern Drohbriefe zu schicken! Da laufen unsere Finanzbeamten zur Höchstform auf! Aber bei den Barbershops, Sportsbars und Dönerläden sieht das Ganz anders aus! Da wird Geld gewaschen, bist der Arzt kommt und Steuern hinterzogen, dass sich "Finanzia die Göttin der Steuereintreiber" beim Beobachten des Geschehens, vom nervös auf der Money-Wolke hin und her rutschen, einen Blutigen Hintern holt! Außerdem müssten den Finanzämtern doch auch jetzt schon die Mehrfachidentitäten auffallen!?

IngoFrank | Di., 10. Februar 2026 - 12:54

Und fragt: was würde denn der Staat mit den vielem Milliarden eingespartem Geld machen ?
Ich kann es mir vorstellen : zuerst einmal werden die freigesetzten Atbeitskräfte der Verwaltung in andere öffentliche Posten und Pöstchen umgesetzt und mit fürstlichen Abfindungen in Rente geschickt so das sich das Einsparpotential mehr als verschlankt. Sollte dann dennoch etwas übrig bleiben wird es zu Finanzierung linker NGOs genutzt in weiteren ökologischen Unsinn z.B beim NABU invertiert .. ..
Am Ende ist von der „Einsparung“ nichts mehr übrig, schlimmer noch keiner weis mehr wo was am Ende eingespart wurde. Genau so, wie beim Merzschen Schuldenpaket.
MfG a d Erfurter Republik

IngoFrank | Di., 10. Februar 2026 - 13:06

Und fragt: was würde denn der Staat mit den vielem Milliarden eingespartem Geld machen ?
Ich kann es mir vorstellen : zuerst einmal werden die freigesetzten Atbeitskräfte der Verwaltung in andere öffentliche Posten und Pöstchen umgesetzt und mit fürstlichen Abfindungen in Rente geschickt so das sich das Einsparpotential mehr als verschlankt. Sollte dann dennoch etwas übrig bleiben wird es zu Finanzierung linker NGOs genutzt in weiteren ökologischen Unsinn z.B beim NABU invertiert .. ..
Am Ende ist von der „Einsparung“ nichts mehr übrig, schlimmer noch keiner weis mehr wo was am Ende eingespart wurde. Genau so, wie beim Merzschen Schuldenpaket wo das Geld ist weg ist, und keiner was am Ende wohin …….
MfG a d Erfurter Republik

Sebastian Habel | Di., 10. Februar 2026 - 13:44

Wenn wir bei den magischen 2000EUR aus dem Text bleiben: Angenommen ich verdiene 3000EUR. Muss ich dann 3000 EUR oder 3000EUR - 2000EUR =1000EUR versteuern? Also 900 EUR oder 300EUR Steuern zahlen?

gibt es bereits im aktuell bestehenden EStG, und heißt dort Steuerfreigrenze zur Zeit bei 40.700 Euro/Jahr. Steuern zahlt man auf den diesen Berag übersteigenden Betrag.

Ferdinand Schulze | Mi., 11. Februar 2026 - 10:16

...nach "negative einkommensteuer" durchsuchen. So wie ich das verstanden habe, wird die Steuer nur für das Einkommen oberhalb des kritischen Einkommens erhoben, also ist das sinnvoll.