- Sex Sells
Der Markt für Erotik-Produkte hat sich enorm gewandelt. Mit Erfolg und Freude mittendrin: Maike Rotermund, Geschäftsführerin des Familienunternehmens Orion.
Es ist der Tag nach ihrem 46. Geburtstag, Maike Rotermund führt durch die Hallen und Büros ihres Betriebs in Flensburg. „Alles Gute nachträglich!“, wünscht eine Mitarbeiterin, die gerade Qualität und Dokumentation eines Vibrators prüft. „Vielen Dank für die leckeren Brötchen gestern!“, ruft ein Kollege, der hinter einem Kartonstapel hervorlugt, adressiert an Erotikshops und Versandhändler. Überall offene, lächelnde Gesichter.
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Ich wette, der Versandhandel blühte während der Pandemie auch beim "Sexspielzeuggeschäft" auf. Das ist wenigstens was Gutes. Ich bin zwar zu alt. Bei mir hilft nichts mehr. Aber zumindest erinnere ich mich, dass da mal was war. So wie einst Adele Sandrock beim Anblick eines nackten Säuglings ausrief: "Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt - ein Knäblein!"
Sehe ich auch so Herr Funke. Und im Alter ist der Gaumengenuß eines guten
Essens, durchaus ein guter Ersatz für uns, die wir den Zenit des "ungezügelten" Sex überschritten haben. Aber wer ist Adele Sandrock? Wer kennt die noch. Ich kenne die alte schrullige Dame, die durchaus als Miss Marple durchgegangen wäre und mit Margret Rutherford Ähnlichkeit gehabt hat. Jedenfalls wird das Ausleben sexueller Fantasien das letzte sein was stirbt. Sei es drum. Erfreulich zu lesen, das die Familienbetriebe noch nicht alle kaputt gemacht wurden.
