Microsoft-Gründer im Kampf gegen Corona - Bill Gates, das Virus und der Profit

Bill Gates ist eine umstrittene Persönlichkeit – auch im Kampf gegen das Coronavirus. Er will es nicht nur früher gewusst haben, sondern auch besser. Scheinbar selbstlos investiert Gates Millionen in die Forschung. Dabei ist und bleibt er Unternehmer.

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Mit viel Geld gegen das Virus: Bill Gates / dpa

Autoreninfo

Rixa Rieß hat Germanistik und VWL an der Universität Mannheim studiert und hospitiert derzeit in der Redaktion von CICERO.

 

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Corona bestimmt das Weltgeschehen. Seit den ersten Fällen, die Ende Dezember in der chinesischen Provinz Wuhan auftraten, hat sich das Virus weltweit ausgebreitet. Hätte sich die Welt nicht besser auf eine solche Pandemie vorbereiten können?

Wenn es nach William „Bill“ Gates geht: ja. In Rahmen der Vortragsreihe TED-Talk verwies er 2015 vor dem Hintergrund der Ebola-Pandemie auf das „größte Risiko einer globalen Katastrophe“: Ein hochinfektiöses Virus statt eines Krieges; Mikroorganismen statt Raketen. Die Ebola-Epidemie in Westafrika hätte laut Gates ein Weckruf, eine Warnung für die Zukunft sein müssen.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 24. April 2020 - 18:11

überrascht bin ich aber doch.
Bei in der Diskussion stehenden Philanthropen fällt mir jedenfalls nicht zuerst Bill Gates ein.
Nichtsdestotrotz sollten alle Vertreter dieser Zunft, ob nun mehr Unternehmer oder mehr Philanthrop, dieser Überprüfung unterzogen werden.
Der Artikel berichtet eher über die Gerüchte, als dass er mit Ergebnissen aufwarten könnte?
Die Autorin ist noch jung, vielleicht wird sie einmal eine berühmte Investigativjournalistin.
Gates und Bezos sind extrem erfolgreiche Unternehmer.
Das verliert sich sicher nicht und warum auch.
Eine Produktivität anregende Unterstützung sollte aber den Unterstützten zugute kommen, nicht Gates ff.
Transparenz muss im Vordergrund stehen und die na ja, politische "Enthaltsamkeit", so medizinische Zwecke im Vordergrund stehen.
Politik nur als "Lobbyist" für die gute Sache, nicht zuerst als Regime Changes etc.
Ich traue diese Gratwanderung gerade Bill Gates zu.
Die Autorin wid ihre eigenen Regeln haben.

Michaela 29 Diederichs | Fr, 24. April 2020 - 18:57

"Großartig geschrieben" - hier stimme ich Ihnen zu. Ich sehe eher skeptisch auf seine Aktivitäten. Wer das Geld hat, bestimmt die Richtung. Das wird auch für die Weltgesundheitsorganistion gelten - vermutlich nicht nur für die.

Bernd Muhlack | Fr, 24. April 2020 - 20:55

Zitat:
"Mediziner ist er zwar nicht, dafür aber finanziell unabhängig. Das Gesamtvermögen des Amerikaners beläuft sich auf rund 96 Mrd US-Dollar – wohlhabender ist nur Amazon-Gründer Jeff Bezos."

Wieder ein sehr lesenswerter Beitrag von Ihnen.
Würde ich EURO-LOTTO spielen, dann könnte ich bis zu 90 Mios gewinnen.
Was soll das?
Bill Gates mag auf 90 + MRD geschätzt werden, na und?
OK, sicherlich ist er auch Einkommensmillionär.
Ich kenne das US-Stiftungsrecht nicht, jedoch das deutsche.
Nehmen wir einmal Schrauben-Würth oder die ollen SAP-Herren Hopp sowie Plattner oder MLP-Lautenschläger.
"Wurst-/Fleisch-Tönnies" von Schalke?
Haste mal ne Milliarde oder nen €?

Zitat:
"Wir sehen jetzt, wie irreführend die Privatisierung von Gesundheit gewesen ist: Gesundheit ist ein Gemeingut in öffentlicher Verantwortung".

Seit 2017 bin ich oft stationär in KHs, war Ende 2019 gar zeitweise tot.
Zwei Chefärzte im OP!
"Freiwillig gesetzlich versichert"!

… und Norbert Blüm hat das Gebäude verlassen!

2,5 Milliarden Konsumenten wird der afrikanische Kontinent in absehbarer Zeit haben. Denen fehlt nur die Wirtschaftskraft. Herr Gates hat Afrika besonders auf dem Schirm und ist er nicht auch stark in die Global Goals (bei uns Agenda 2030) involviert? Wenn Milliardäre in der Politik mitmischen, bekomme ich so einen Hals. Ist nicht gewählt, gibt aber die Richtung vor? Das geht überhaupt nicht für mich. Ihnen übrigens weiterhin gute Besserung und hoffentlich bleibt uns die junge Hospitantin noch lange erhalten. Ihre Beiträge sind nämlich in der Regel sehr gut! Daumen hoch für Sie, liebe Frau Rieß.

Durch persönliche Bekanntschaft in die Tätigkeit der Gates-Stiftung bin ich überzeugt dass es sich um eine sehr honorige Veranstaltung handelt. Das schließt natürlich nicht aus, dass man sachbezogen, über dieses oder jenes, auch anderer Meinung sein kann. Die Stiftung macht venture-capital-investments, z.B auch zur Entwicklung von Impfstoffen gegen den Coronavirus. Wenn dann vielleicht eines von einem Dutzend erfolgreich sein sollte, nachdem hunderte Millionen verbrannt hat, dann bleiben die Gewinne in der Stiftung - um wiederum investiert und / oder verschenkt zu werden.

und also nicht verwerflich, sofern die Gewinne in der Stiftung verbleiben und also weiterhin als Risikokapital eingesetzt oder verschenkt werden können.
Als Ersatz für eine öffentliche Gesundheitsfürsorge sehe ich das nicht, eher als Ergänzung oder Überbrückung bei gesellschaftlich noch nicht relevanten Forschungen oder zu Zeiten hohen Drucks auf die Gesundheitsvorsorge.
Wenn Gates Unternehmen bei Erfolg daran hindern würde, sich auf breitere Füße zu stellen, sie also an sich binden würde, wäre das problematisch.
Wenn er versuchen würde, auf die Forschung selbst Einfluss zu nehmen, ja, sein Geld ist es schon.
Weder Unternehmer, noch Philanthropen sind per se gefährlich, auch nicht in Kombination.
Es stellt sich dann nur die Frage der Gemeinnützigkeit und Transparenz/Gesetzeskonformität?

Ernst-Günther Konrad | Sa, 25. April 2020 - 08:21

Ich bin sehr zwiegespalten. Einerseits mag ich ihm durchaus abnehmen wollen, dass es ihm wirklich um die Menschen geht, andererseits ist er auch Geschäftsmann, der Geld verdienen muss, um "Gutes" zu tun. Aber mal ehrlich. Es geht um Pharmainteressen und um das Thema Impfen. Ich bin erklärten Impfgegner, habe aber kein Problem damit, wenn Menschen sich freiwillig gegen was auch immer impfen lassen. Ja, Impfstoffe zu entwickeln kostet Geld, das zweifele ich nicht an. Wenn Menschen damit gerettet werden können, davon bin ich eben nicht überzeugt, dann hat der Impfstoff seine Berechtigung, das werde ich auch nicht bestreiten.
Das Privatleute, egal wie sie heißen, privat investieren und geschäftlich im Pharmabereich unterwegs sind, nennt man freie Marktwirtschaft.
Aber ich bin ein Verfechter starker nur staatlicher Gesundheitssysteme, die wachsam auch den Verlockungen der Pharma widderstehen können. Da fängt das Problem an. Die Lobbyisten schlafen nicht, sie wollen Geld verdienen. Uffpasse

Regina Müller | Sa, 25. April 2020 - 12:39

Bill Gates ist doch Amerikaner. Trump hat die Krankenversicherung teilw. wieder abgeschafft.
Warum spendet Bill Gates dann nicht in die Krankenversicherung, damit alle Armen am Gesundheitssystem teilnehmen können? Da wäre doch viel gewonnen und dann gäbe es vielleicht keine Massengräber?

Paul Hulot | Sa, 25. April 2020 - 13:34

In reply to by Gast

dazu reicht auch das Geld von Bill Gates nicht

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 25. April 2020 - 16:10

In reply to by Gast

- was für ein filmträchtiger Nachname:) -
Und deshalb sind diese Milliardäre zwar reich, aber nicht im Sinne von Staaten.
Die Bundesrepublik verfügt JÄHRLICH über wieviele Steuereinnahmen?
Kann ganz anders investieren etc., aber meist nur in Projekte, die a) gemeinsinnig und b) vielversprechend sind ff.
Wäre ich "König* von Deutschland" und könnte machen was ich wollte... das ginge schief!
Als Privatperson fehlt mir aber das Geld, meine Ideen - es sind zu ausgefallene? - nach vorne zu bringen?
Nein, den Cicero kann ich bezahlen.
Verdienen will ich nichts, weil das zulange dauert und aufwändig wäre.
Anders Bill Gates, der famose Gründer von Microsoft - sein Name werde gepriesen... - setzt er sein privates Geld ein, horchen andere auf, ob der schon von ihm bewiesenen gesellschaftlichen Intelligenz.
Wenn aber die von ihm unterstützten Firmen Microsoft-Produkte kaufen müßten, würde ich Abstand nehmen wollen.
"""Meine Intelligenz""", "sein Geld", das klingt so schlecht nicht:)
Vivat Cicero

Gerhard Lenz | Sa, 25. April 2020 - 15:36

In reply to by Gast

Sinnvoller wäre es, wenn Trump seine Fehler korrigiert.

Davon ist aber nicht auszugehen (vielleicht hat er schlicht zu viel Desinfektionsmittel injiziert).

Also sollte Gates seine Möglichkeiten ausnutzen, einen Kandidaten zu stützen, der Trump bei der nächsten Wahl deklassiert.

Mit Trump gehen die USA vor die Hunde! Dabei jubeln sie dann noch, am besten mit gezogener Waffe, "Amerika first".

Engelbert Mayer | Sa, 25. April 2020 - 23:47

Was für ein unglaublich schlechter Artikel. Ein bisschen linke Phraseologie ("wie die Gelder eingesetzt werden ist nicht durchlässig und erst recht nicht demokratisch"), ein bisschen unsubstantiierte Unterstellung ("Gates will verdienen"), das Ganze so verrührt, dass keine Struktur und erst recht kein Gedanke erkennbar sind, und am Schluss steht dieser Mann als unehrenhaft da, ohne dass klar geworden wäre, warum. Cicero, wenn Ihr nichts Besseres zu einem Thema zu sagen habt, dann sagt eben nichts. Dieser Artikel ist jedenfalls des Cicero nicht würdig.

Horst Kessler | So, 26. April 2020 - 00:19

Gates steckt auch viel Geld in die Forschung.Würden sie ein Medikament ablehnen wenn sie darauf angewiesen sind?Denken sie mal daran wie viele Leben er mit seinem Geld retten kann