Bundesweite Maskenpflicht bleibt - Der Konsumkiller

Ganze 24 Stunden hat Deutschland über das Für und Wider der Maskenpflicht im Einzelhandel diskutiert, nachdem Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) deren Abschaffung gefordert hatte. Dass es zu dieser Symbol-Diskussion gekommen ist, hat einen einfachen Grund.

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Feindbild des Einzelhandels / dpa

Autoreninfo

Bastian Brauns leitet das Wirtschaftsressort „Kapital“ bei Cicero. Zuvor war er Wirtschaftsredakteur bei Zeit Online. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er an der Henri-Nannen-Schule.

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Bastian Brauns

Was Harry Glawe da am Wochenende in der Welt am Sonntag zur Maskenpflicht zum Besten gab, nennt man im politischen Geschehen einen Testballon. Man lässt ihn aufsteigen, einfach um zu schauen, wie weit er wohl fliegen wird, ob der Wind gut steht. Dabei nimmt man in Kauf, dass er sich womöglich gleich in einem Strommasten verheddert, platzt oder einfach wieder auf die Erde zurück sinkt. Gleich mehrfach ließ sich der CDU-Gesundheitsminister von Mecklenburg-Vorpommern zitieren: „Ich kann die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen“, „Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten“ und „wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen.

Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel“. Schon Anfang August zur Kabinetts-Sitzung in Schwerin, mitten in den Sommerferien in Meckpomm, geht Glawe davon aus, dass ein Ende der Maskenpflicht beschlossen würde. Der Testballon von Schwerin, man sah ihn bis nach Berlin. Ganz Deutschland diskutierte plötzlich wieder pro und contra Maskenpflicht.

Widerspruch von der eigenen Ministerpräsidentin

Doch nur wenige Stunden nach seiner Ballonfahrt ist Harry Glawe einigermaßen unsanft gelandet. Widerspruch von der eigenen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. In einer gemeinsamen Konferenzschaltung der Landesgesundheitsminister mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wurde beschlossen, die Maskenpflicht in ganz Deutschland beizubehalten.

Von „Einigung“ war sogleich die Rede, was darauf schließen lässt, dass es Streit, zumindest aber Uneinigkeit gegeben haben muss. Im Bundesgesundheitsministerium war man ungehalten bis irritiert, sowohl über den Glawes-Vorschlag als auch über das Wording von der Einigung. Es habe keine Einigung gegeben, hieß es noch am Abend aus dem BMG, die Maskenpflicht gelte, und dies sei unstrittig, von keinem der Gesundheitsminister in Zweifel gezogen worden.

Glawe, der personifizierte Zielkonflikt

Harry Glawe
Verantwortlich für Tourismus, Wirtschaft und Gesundheit: Herr Glawe /
dpa

Bis auf Harry Glawe offenbar, was auch nicht verwundert. Denn sein Ministeriumszuschnitt in Mecklenburg-Vorpommern weist ihm nicht nur den Gesundheitsbereich zu. Glawe ist Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit und damit in Sachen Corona der personifizierte Zielkonflikt. Gesundheitliche Interessen zur Pandemie-Eindämmung stehen den Interessen, etwa des Einzelhandels oder des Tourismussektors, entgegen.

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Karsten Paulsen | Di, 7. Juli 2020 - 08:48

"Die Masken tragen auf jeden Fall dazu bei, dass das Einkaufserlebnis weniger positiv wahrgenommen wird.“ Das hat der Wirtschaftpsychologe aber schön verniedlicht. Ich kann Ihnen schildern wie ich einkaufe: Vor dem Laden Maske auf und dann wird stur der Einkaufszettel abgearbeitet, so schnell wie möglich ... dann bezahlen und raus und Maske ab. Von eiem "Einkaufserlebnis" konnte ich nichts merken.

Genau so handhabe ich das auch, ich kaufe die Lebensmittel nur in dem Laden in dem ich mich genau auskenne und das nur im Schnelldurchlauf. Alles andere erspare ich mir!

Bettina Jung | Di, 7. Juli 2020 - 10:45

In reply to by Gast

sogar beim Friseur frage ich mich, gibt es eine Friseur oder einen Einlauf ...

Hans Jürgen Wienroth | Di, 7. Juli 2020 - 12:55

In reply to by Gast

Im Gegensatz zu vielen Mitforisten glaube ich nicht an die alleinige Schuld der Maske an der Unlust beim Einkauf. Es gibt zwei andere Punkte, die für mich entscheidender sind und mich an allen nicht notwendigen Aktivitäten hindern.
Das ist zum einen und der wesentlichste Punkt: Die Gefahr einer Infektion! Die ist noch immer gegeben, sobald man den Fuß vor die Tür setzt. Da ist zum anderen das Warten in der Schlange vor den Kaufhäusern, Abstandsregeln oder der Einkaufswagenzwang. Das alles für Dinge, die man nicht wirklich benötigt, von denen man noch nicht einmal weiß, ob sie nicht bereits unmodern oder überholt sind, wenn man sie denn eines Tages „ausführen“ kann.
Die Maske ist für m i c h in der Öffentlichkeit derzeit ein absolutes Muss. In Asien ist sie so normal wie Temperaturkontrollen an Eingängen, die es bei uns immer noch nicht gibt. Zur Verunsicherung bei der Maskenpflicht hat unsere Regierung beigetragen, die noch Anfang April davor gewarnt hat.

Vielen Dank für Ihre Worte, denen ich zu 100 % zustimme. Wir gehen sogar seit der Maskenpflicht wieder öfters einkaufen, da wir uns sicherer fühlen.
Viele Grüße

Sehe ich auch so, was für eine irrationale Diskussion. Ohne Maskenpflicht würde ich nach Möglichkeit überhaupt keinen Laden betreten.

Simone Büchl | Mi, 8. Juli 2020 - 14:35

In reply to by Gast

Ich muss leider meine Vorrednern recht geben.
Ich gehe gar nicht mehr einkaufen.
Ich bestelle sogar Lebensmittel und Hygieneartikel online.
Ich habe ein großes Problem damit den Mundschutz zu tragen.
Ich möchte mich hier nicht rechtfertigen, aber ich bin ein Frischluftvernatiker, auch im Winter und ertrage die Maske daher kaum. Vielleicht ist mein Problem auch psychologischer Natur, aber ich kann daran nichts ändern.
Das Virus ängstigt mich hingegen gar nicht.
Fazit: Ohne Maske würde ich wieder einkaufen gehen.

Holland, Österreich und die Schweiz sind von der Maskenpflicht Im Handel befreit, und das, obwohl z.B. die Niederlande eine höhere Todesrate pro 1Mill. Einw. zu verzeichnen haben, als bei uns. Im Ländervergleich liegt Belgien ganz oben an der Spitze, dies jedoch wird kaum kommuniziert, obwohl in jeder Statistik nachprüfbar.
Wonach sich die Beschränkungen bei uns richten, ist allgemein nicht ganz klar. Dass sich ein Einkaufs'erlebnis' mit Maske nicht einstellen kann,verwundert nicht. Um zu überzeugen, muss das Verkaufspersonal die ganze , natürliche Gesichtsmimik einsetzen und eine verständliche Unterhaltung muss möglich sein. Im Bekleidungsbereich dürfte der eigene Anblick ausserhalb der Kabine im Spiegel auch nicht sehr erhebend sein, wenn man ein neues Kleid unten mit dem "Fratzelappe" oben kombiniert hat.

verliere ich nicht liebe Frau Schulte Die Masken gelten mittlerweile als Gag-Accessoires. Der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt. Gestern sah ich
eine Hundertwassermaske. Natürlich kein Original, trotzdem unverkäuf-
lich. Etwas Ironie hilft mir immer.

Wenn Masken medizinisch erforderlich sind, trage ich diese. Zu meinem Schutz,
zum Schutz anderer Mitmenschen.
Unverantwortlich und gefährlich empfinde ich den luftleeren Raum. Wie ent-
wickelt sich die Coronagefahr. Wie lange noch, für ein Jahr? Möglicherweise ent-
wickelt sie sich, pathetisch formuliert, zu einer Sintflutvariante?

liebe Frau Simon, sehe und nehme ich das auch. Auch mein Humor! Kommt noch dazu, dass manche Zeitgenossen mit Maske deutlich besser aussehen als ohne.
Liebe Grüße

natürlich sind Ihre Einwände berechtigt. Mir ging es halt eher um die Sicht, was die Pandemie für den Einzelhandel bedeutet. So auch der Tenor des Artikels. Was die Zukunft bringt, darüber können wir alle nur spekulieren, die Weichen sind m,E. aber schon Richtung Onlinehandel gestellt, mit Neuüberlegungen für die zukünftige Gestaltung der Innenstädte, des vermehrten Müllaufkommens und Lieferverkehrs.

Christa Wallau | Di, 7. Juli 2020 - 09:11

Die Corona-Beschränkungen, vor allem die Maskenpflicht und die Abstandsregelungen bremsen das s p o n t a n e Handeln sehr stark aus.
Während vor der Pandemie sehr viele Menschen
aus einem plötzlichen Impuls heraus etwas kauften, was ihnen ins Auge fiel oder etwas verspeisten, worauf sie gerade Lust hatten, setzen sich nun hemmende Gedanken zwischen Impuls u. Ausführung:
Ist das überhaupt nötig? Kannst du das nicht zu Hause gemütlicher u. einfacher tun? Solltest du das Geld nicht lieber für anderes ausgeben?

Alles, was wohl-überlegt angeschafft werden soll, wird weiterhin gekauft. In den Baumärkten brummt der Laden. Notwendige Arbeiten in Wohnung, Haus u. Garten finden statt, aber alles, was mit Wohlfühl-Shopping oder Wohlfühl-Ausgehen bzw. Verreisen zu tun hat, wird momentan stark ausgebremst.
Die Geschäfte u. Lokale, welche hiervon betroffen sind - Und das sind Zig-Tausende! - , stehen auf der Kippe. Am Jahresende dürften wir daher viele Pleiten u. Arbeitslose in DE erleben.

Was die Baumärkte betrifft kann ich nur sagen das man sich dort quassi in den Gängen auf die Füsse tritt. Abstandsregel gleich Null. Beim Zuschnitt schön in Reihe mit Abstand. Bei manchen Läden wird man durch die Gänge in einer Art Einbahnstrasse gelotst. Insgesamt jeder Laden wie will.
Vor Corona war aber die Lust in die Stadt zu fahren sehr gedämpft. Die Städte und Städter wollen mich mit meinem Auto in der Stadt nicht haben. (Anm.: Aber alle Städter am Wochenènde aus der Stadt raus und die Umgebung verpesten, das ist natürlich was anderes) Soll ich meine ganzen Sachen in ÖPNV nach Hause karren. Schon ohne bepackt zu sein wie der Weihnachtsmann nicht sehr schön. Und jetzt. Eine Petrischale auf Rädern. Brauch ich nicht. Also wird bei Amazon bestellt. Die Städte werden weiter veröden und linksgrün incl. CDU und FDP fragt warum.
Lebensmittel Haushaltsnah im Schnelldurchlauf kaufen. Die Stadt kriegt mein Geld nicht mehr.

Friedrich Wildhagen | Mi, 8. Juli 2020 - 12:25

In reply to by Gast

Hallo Frau Hein,

das sehe ich ganz genau so. Dem kann ich nur zustimmen und habe nichts hinzuzufügen.

Stefan Jurisch | Di, 7. Juli 2020 - 10:09

aber ich kann aus eigener Empfindung ganz ehrlich sagen: ich habe keinerlei finanzielle Einschränkungen erlitten, gehe aber absolut ungern einkaufen, und zwar ganz genau wegen dem Fetzen im Gesicht! Ich tue das, weil ich muss. Weil es hilft, andere zu schützen. Spaß macht es dennoch nicht. Und ich drücke mich um jede Minute in jeglichem Geschäft, weil ich dieses Teil im Gesicht nicht leiden mag. Für mich ist das der Hauptgrund, nur das absolut nötigste zu den absolut nötigsten Zeiten einzukaufen. Ich jedenfalls will nicht mit dem Lappen im Gesicht stundenlang nach neuen Küchenmöbeln schauen oder was auch immer.
Ich kann Herrn Paulsen (s.o.) nur Recht geben: mein Einkaufen läuft ebenso ab. Zwei Meter vor der Ladentür Teppich ins Gesicht, schnell rein, kaufen was ich brauche, schnell bezahlen, raus und Fetzen wieder runter vom Gesicht.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 7. Juli 2020 - 10:19

zur Debatte, was angenehmer, sondern was sinnvoller sei.
Das Sinnvollste schien mir von Anfang an die Maske und es hat Wochen gedauert, bis wir sie hatten.
Schwamm drüber.
Auch wenn Prof.Dr. Streeck Vorbehalte hat, sei ihm gesagt, dass es einen Unterschied macht, ob da etwas ist oder nichts, selbst wenn man es knüllt.
Im Auge habe ich den Schutz der anderen vor mir.
Wenn ich mich schütze will, würde ich sie auch tragen, aber nicht so fahrlässig mit ihr hantieren.
Zudem ausreichend Grippeimpfstoff für den Herbst einfordern, damit ich mich impfen lassen kann und nachfragen, ob das Beispiel Österreichs, wenn es denn Kinder und Jugendliche gegen Grippe impfen lassen will, ich würde Erwachsene einschliessen, ob dieses Beispiel Schule machen könnte für Europa?
Das Virus mutiert munter, getippt, da es das über starke Wirte, den Menschen eben macht, schwächt es sich in der Gefährlichkeit ab?
Mit der Zeit könnte uns dann seine Immunität gegen Medikamente zu schaffen machen, aber bis dahin..

Die Erfolgsrate einer Grippeschutzimpfung ist eher mäßig. Vor allem bei den Hochrisikogruppen wirkt sie so gut wie gar nicht. Bei einer eventuellen Coronaimpfung wird es sehr wahrscheinlich nicht anders sein. Was auch immer gern übersehen wird: Dänemark hatte nie eine Maskenpflicht und steht trotzdem gut da. Die Maske an sich wird es daher kaum bringen. Wenn die Leute mehr auf ihr Immunsystem achten, sich mit Erkältung nicht zur Arbeit schleppen, dann bringt das was. Bei uns in der Firma hatte ich in diesem Jahr bisher keinen einzigen Tag Arbeitsausfall durch Erkältungen. Und das lag ziemlich sicher nicht an der Maske, sondern daran, dass Hygiene, Hustenregeln und die anderen oben genannten Aspekte von den Kollegen befolgt werden. Die Gesichter verhüllen wir uns nur noch, damit einige wenige Politiker nicht ihres verlieren. Der Tag der wirtschaftlichen Wahrheit naht aber und mal schauen, ob die Söderlinie dann immer noch laut Umfragen zu mehr Wählerstimmen führt.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 8. Juli 2020 - 11:54

In reply to by Gast

auch nur "gesunden Menschenverstand" wie ich?
Ich würde zwar dennoch in den Masken besonders den Schutz für andere sehen, aber mindestens auch so in den Hygiene-Regeln.
Sie könnten Recht haben, dass für Risikopatienten dennoch ein höheres Risiko bleibt, da setze ich auch auf Palliativmedizin oder Medikamente soweit sie tragen.
Aber man schrieb im Standard-Kommentarbereich, dass Österreich mit der Impfaktion der zusätzlichen Belastung der Krankenhäuser durch Grippepatienten vorbeugen will.
Ich glaube zudem, bis mir das Gegenteil bewiesen wird, dass Grippeimpfungen prophylaktisch auch bei Covid 19 wirken, weil dadurch grob eine Immunabwehr verstärkt wird, die evtl. auch für Covid 19 wichtig sein kann.
Wenn zudem nur eine Art Hintergrundimmunität bei wenn auch nicht Risikogruppen verstärkt würde, unterbliebe ein ansonsten doch unbemerkt ablaufendes hohes Ansteckungsrisiko für Risikopatienten.
Wenn eine Apfelsine Sinn macht als Stärkung für vieles, warum dann keine annähernde Impfung?

Jan | Di, 7. Juli 2020 - 10:31

Ich verstehe auch wirklich nicht, warum ausgerechnet in Mecklenburg-Vorpommern die Maskenpflicht hätte abgeschafft werden sollen, wenn ganz Deutschland zum urlauben an die Küsten strebt. Wie im Artikel auch beschrieben, helfen Masken eine mögliche Infektion zu verhindern. Wer einkauft merkt doch jetzt schon, das ein Abstand gar nicht mehr eingehalten wird. Diese Scheißegal Haltung anderer ihren Mitmenschen gegenüber finde ich als Risikopatient ziemlich anmassend

Menschen, die im Geschäft alles angrapschen tragen zu Infektionen bei. Man sollte sich mit Maske nicht zu sicher sein. Gestern kam ein Kunde und die Maske stank derart nach Rauch und mehr .... auch aus Distanz nicht auszuhalten.

gabriele bondzio | Di, 7. Juli 2020 - 10:35

„Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass einige Menschen feststellen, dass sie auch mit weniger Shopping leben können“...wäre doch ganz im Sinne des minimalistischen Lebensstil, den sich die Jugend auf die Agenda gesetzt hat. Braucht man das neuste Smartphone, einen Zweitwagen oder einen vollen Kleiderschrank? Muss man unbedingt nach x y düsen?
Den Einzelhandel und die Reisebranche dürften aber solche Überlegungen (es sind ja bisher nur Überlegungen) nicht gefallen. Es ist hier für viele eine Existenzfrage. Insofern kann man die Diskussion um die Maske (trägt jetzt eigentlich Frau Merkel eine?) sehr unterschiedlich sehen.

Bettina Jung | Di, 7. Juli 2020 - 10:43

statt ein schickes Kleid zu tragen und mit dem Liebsten ein Restaurant besuchen, reicht die alte Jogginghose zu Hause zum Überleben. Was braucht der Mensch zum Überleben? Er braucht auch keinen Sex mehr, wenn er keine Kinder haben möchte. Lasst uns das Leben auf das Einfachste reduzieren. Ich lerne jetzt jagen, damit ich meinem Liebsten ein Stück Fleisch braten kann oder sollte ich ihm stattdessen ein Sellerieschnitzel braten?. Das Leben kann so einfach sein.... Und immer brav die Maske aus der Hosentasche ziehen und aufsetzen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir haben uns seit 2015 an so vieles gewöhnt - so what

Petra Führmann | Di, 7. Juli 2020 - 10:43

haben für mich keinerlei Aussagekraft, nicht mal die Zahl der Erkrankten, aber die erfährt man ja nicht. Wichtig wäre die Zahl derer, die wirklich AN resp. durch das Virus gestorben sind. Und noch immer meine ich, ich habe mich selbst zu schützen und das nicht von anderen zu fordern. Wenn ich nicht erkrankt bin, stecke ich auch niemanden an. Und warum um alles in der Welt geht die Prämisse, die Gesundheit der Bürger ginge vor allem anderen? Das wird bei keiner anderen "Bedrohung" gefordert... Was nütze es, wenn niemand mehr erkrankte, dafür aber alles andere am Boden liegt? Ich mache es auch wie hier schon beschrieben: Nur das Nötigste.. aber vielen scheint diese Maske nichts auszumachen, dann müssen diese Leute die Wirtschaft halt am laufen halten.

Frau Führmann
Wir sind doch mündige Bürger oder? Es steh uns frei, z.B., die Zahlen von RKI, JHK, Worldometer etc. täglich zu verfolgen und vergleichen.
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situations…
kann man sehen, das für gestern:
In intensivmedizinischer Behandlung 305
- davon beatmet 145 48% -4
Abgeschlossene Behandlung 14.878 -40
- davon verstorben 3.729 25% -14
Auf https://www.worldometers.info/coronavirus/
Ähnliches - schauen Sie dort mal Schweden an - dann vergleichen Sie die Zahlen von den gängigen Medien.
Honi soit qui mal y pense....

https://www.worldometers.info/coronavirus/
kann mann auch

Herr Barker, was sollen diese Zahlen? Sie haben weder einen direkten noch indirekten Bezug. Mich würde doch eher interessieren wieviel Infizierte auch wirklich krank werden und wie viele von denen dann sogar ins Krankenhaus müssen. Also die direkten Zusammenhänge. Nur als Beispiel: Von 1Mio waren 10000 Infiziert, davon haben bzw. hatten 1000 entsprechende Krankheitssymptome, von denen mussten 100 ins Krankenhaus und davon wurden 10 in der Intensivstation betreut, 1 ist an der Krankheit verstorben. Das wären Aussagen und Zusammenhänge mit denen man etwas anfangen könnte. Aber nein, es wird nur Angst geschürt mit unschlüssigen Zahlen und Behauptungen. Bei der normalen Grippe wird doch auch ordentlich recherchiert und bisher sind deren Folgen mindestens genauso schwerwiegend. Wurde eigentlich irgendwo mal eine Erhebung gemacht, inwieweit eine Grippeimpfung Komplikationen bei Corona verhindert?

Albert Schultheis | Di, 7. Juli 2020 - 10:54

Die im Arbeitsleben stehen, die Jungen und die Kleinen, ich möchte nicht, dass sie auf mich alten Mann mit Gesundheitsrisiko Rücksicht nehmen müssen, dass sich die Enkel daran gewöhnen, dass die Menschen einen Lappen vor dem Gesicht tragen. Es ist ein unverzichtbarer Teil unserer Kultur, dass wir Gesicht zeigen. Ich, als Teil der Risikogruppen, muss mich selber schützen, auch mit Lappen vor dem Gesicht. Aber zum Leben gehört das Risiko zu Sterben. Wichtig ist, sein eigenes Immunsystem zu stärken. Dabei sind gesundes Essen, körperliche Aktivität, frische Luft und ein hoher Vitamin D3-Spiegel viel wichtiger als ein Lappen im Gesicht.

Vielen Dank für Ihr vernünftiges Statement. Ich sehe es ähnlich. Natürlich sollte sich die potentielle Risikogruppe selbst schützen. Nachdem ich als gesunde, fast Mittsiebzigerin eventuelle auch dazu gehöre, ist Vorsicht aber keinesfalls Panik geboten. Wer Angst hat kann ja auf eine FFP 3 Maske zurückgreifen. Die schützt tatsächlich auch den Träger der Maske.

F.Oldenburg | Di, 7. Juli 2020 - 11:25

Wir tragen keine Masken, wir binden uns ein Stück Stoff vors Gesicht. Als Arzt kann ich täglich nicht glauben, was ich sehe und was geschrieben wird. Nichts davon ist medizintechnisch zertifiziert, erfüllt irgendwelche vorgeschriebenen Anforderungen. Ein in kürzester Zeit durchfeuchtetes Stück Stoff verhindert rein gar nichts. Im übrigen wird beim Einkauf nicht gesprochen, gebrüllt oder gesungen. - Es ist ein Fetisch geworden, ein Symbol für den Krisenmodus, der beibehalten werden will. Und die psychologische Wirkung ist immens: Per Verordnung wird mir nichts Geringeres als das freie Atmen genommen, und zwar so lange die (Länder)regierung das will.

Sybille Weber | Di, 7. Juli 2020 - 14:15

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Diese willkürliche Unterbindung meiner Luft- bzw. Sauerstoffzufuhr ist für mich eine
absolut totalitäre Maßnahme! Da brauchen wir nicht immer in deutsche vergangene Regime zurückblicken - der Untertanengeist ist immer noch vorhanden!

Ann-Kathrin Grönhall | Di, 7. Juli 2020 - 16:04

In reply to by Gast

Vielen, vielen Dank für Ihren Kommentar.

Heidemarie Heim | Di, 7. Juli 2020 - 16:34

In reply to by Gast

Fetisch? Da kam mir so einiges in den Sinn Herr Dr. Oldenburg, jedoch nicht das unangenehm zu tragende, mein Make up ruinierende und atmungsunaktive Stück Stoff als must have passend zur übrigen DOB;). Wie zahlreiche meiner Mitkommentatoren*Innen hier habe ich das Teil auch schon während meiner Berufstätigkeit im Medizinbereich gehasst und oft allein vom Material her den Nutzen hinterfragt. War seither genau einmal und wenn es geht das letzte Mal mit meiner Freundin Klamotten shoppen. An einem schwülheißen Tag wie wir ihn erwischten, die reine Tortur! Und weit und breit keine Kühltruhe für den Kopf hinein zu stecken;).Da ich in nächster Zeit wieder abheben werde, beschäftigt mich die Frage nach der Wirksamkeit medizinischer Masken durchaus. Neben der Hepa-gefilterten Luft im Passagierraum müsste eine richtig! sitzende, medizinisch geprüfte PP3-Maske doch dann das einzig sichere bzw. sinnvolle sein? Frage:Warum sind diese nicht Inhalt der z.B. Sicherheitskonzepte von Fluglinien? MfG

Ernst-Günther Konrad | Mi, 8. Juli 2020 - 10:01

In reply to by Gast

Ich bin der Schulmedizin kritisch, nicht ablehnend gegenüber eingestellt und die Virologie hat für mich bislang nichts wirklich bewiesen. Das mögen andere gern anders sehen. Nur das verehrter Herr Oldenburg, was Sie da anführen, sagt auch mein Hausarzt unisono.
Seine Praxis war faktisch während der Hochzeit der Hysterie "verwaist". Niemand getraute sich mehr in die Praxis. Plötzlich gab es offenbar nur noch gesunde Menschen? Nein, die Angst ging und geht immer noch um.
Angeblich will Report Mainz aufgedeckt haben, das 2000 organisierte Ärzte im Netz gegen die Corona Hysterie "falsche" Maskenbefreiungsatteste ausgestellt haben sollen. Quasi als tel. Bestellung, wie beim Lieferdienst für Pizza.
Es soll Testanrufe gegeben haben. Ärzte hätten angeblich für 50 € ohne Untersuchung Atteste ausgestellt. Offenbar will man jetzt kritische Mediziner mit Strafanzeige und berufsständischen Mitteln mundtot machen. Da kommt noch was auf die "bösen" Kritiker aus der Medizin zu. Uffpasse

Werner Peters | Di, 7. Juli 2020 - 14:09

Bei der Maskenpflicht geht es um ein Stück Verantwortung. Wenn ich beim Einkaufen oder in der S_Bahn eine Maske trage, schütze ich nicht mich sondern meine Mitmenschen. Erst wenn alle eine Maske tragen, werde auch ich geschützt. Jeder Maskenträger signalisiert daher, dass ihm seine Mitmenschen nicht egal sind. Insofern ist das Thema "Konsumspass" i.d.Zshg. eher etwas daneben.

Susanne Dorn | Di, 7. Juli 2020 - 14:28

…erhöht unsere Killerzellen im Immunsystem um 40%. Das ist die beste Vorbeugung vor der nächsten Grippe und hohe Dosen an Vitamin C helfen zusätzlich.

Seit die Menschheit existiert, lebt sie mit Viren und ein gesunder Körper kommt sehr gut damit zurecht, denn er passt sich automatisch den Gegebenheiten an. In jedem Winter kämpft unser Immunsystem gegen neue Virenmutationen, d,h. Schnupfen, Husten, leichtes Fieber sind ein Zeichen für ein intaktes Immunsystem, das seine Arbeit macht.

Ob dies mit Masken unterdrückt werden soll, erschließt sich mir nicht, denn wenn ich mich unwohl fühle, bleibe ich entweder zu Hause oder halte Abstand. Wir haben das doch all die vielen Jahrzehnte - auch ohne Regierungsanordnung und Notstandsgesetze - automatisch getan.

Wozu also die ganze Aufregung?

Ernst-Günther Konrad | Di, 7. Juli 2020 - 19:09

Was soll man noch glauben?
https://www.youtube.comwatch?v=E64bdnWYTOo
Ich lehne die Pflicht zum Maskentragen ab. Wer will soll es freiwillig tun, gerne und immer wieder.
Ich und Einkaufen? Meine Frau ist aus med. Gründen befreit. Wird beim Discounter akzeptiert. In zwei Möbelgeschäften trotz Attest wurde das Hausrecht genutzt und wir nicht eingelassen. Schrank über Ebay gekauft.
Wenn ich einkaufen "muss", dann geht es mir genauso wie Herrn Paulsen.
Die Maske ist für die Politik das einzige Mittel, die Hysterie noch aufrecht zu erhalten und ein schlechtes Gewissen zu erzeugen. Warum hat MP angefangen?
Nun, nachdem etliche Gerichte etliche Maßnahmen für unverhältnismäßig erachtet haben, kommen die Länder manchen Klageniederlagen zuvor, in dem sie uns mit angeblichen Lockdown-Maßnahmen erfreuen.
In MP soll gerade eine Klage gegen die Tragepflicht bei Gericht zur Entscheidung anstehen. Man weiß, dass man unterliegen wird, deshalb der Versuch, einem Urteil zuvor zu kommen.

Norbert Heyer | Di, 7. Juli 2020 - 21:37

„Der Hauptmann von Köpenick“ ist nach wie vor lebendig. Wenn die Obrigkeit etwas anordnet, werden die Hacken zusammengeschlagen und alles zu 150% umgesetzt. Wer aus der Reihe tanzt, wird zurechtgestutzt. Jetzt kommt ein ganz wichtiger Punkt zum Tragen: Die Menschen kaufen mit Maulkorb nur das Allernötigste, keine überflüssigen Einkaufsbummel, keinen Besuch
von Restaurants, kulturelle Veranstaltungen sind sowieso eingeschränkt oder ganz abgesagt. Viele sind in Kurzarbeit, eine Entlassungswelle droht, da hält man die Groschen zusammen. Wir bestellen - selten - Essen ins Haus, haben zum Glück ein Haus mit großem Garten und Aktivitäten außer Haus deshalb komplett eingestellt bis auf Spaziergänge im Wald, Radtouren oder den Besuch unserer Saline. Mit den Kindern und Enkeln treffen wir uns regelmäßig in der Natur und kehren ein, wo man draußen ohne Maske sitzen
kann. Irgendwann muss die Maskenpflicht fallen, ob mit oder ohne Impfschutz, das Leben der Menschen muss wieder lebenswert sein.